Amtliches Derkündigungsblatt Les Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberheffen
D«k Imeigtwptti« beträgt fir bie 8ge|p. Zeile 7b Pi,, uni 10*, leflAlee. e*fll*r I -* w c ■nl eiseärtige 1— Mk., Xetlimejeile 3.00 Mk. jeler Xilett eilt al« Farrebett I jj Ate Sei laatxxft bat* bie ®eid>äftaftelle «ab Serwittlewg bet Ba,eiste 7b BI,. San-1 *** ~ * »ergebet t. — Sei Seträgen «airr 20 Ttt. mnOen alt bei Satte für bie XeAxana I 13 78 berechnen. — Paftjche-ktonto: St. 5015 lat Xtaahatt e.SRet«. | l»fcW
Pie „ObcrSelfiW Zeltang" erscheint fe*iael wäAeatli*. — Sei«g«prei< monatlich <8t?*eateaa*«*
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•7ii» » I Verlag »en Dr. C. Hitzeratb. - Den« der Nntn.Wuchbraekerei »en 2oh. Nag. Sech, <*/0nTier5Iuy, O. -LCJDl.
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Erstes Blatt.
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xi Die deutschen Vertreter.
k ! wb. Berlin, «. Dez. (Amtlich.) Die deutsche Friedensdelegation ist beauftragt, als Antwort aus kie Einlabungsnote für Brüssel der französischen
; Regierung folgende Note zu übergeben:
Im Auftrage der deutschen Regierung beehre ich mich, Eurer Exzellenz den Empfang der Note esm 5. 12. wegen der Zusammenkunft technischer kacherständiger in Brüssel zu bestätigen. Die deutsche Regierung hat davon Kenntnis genommen, datz diese Zusammenkunft die Frage der von Deutschland nach dem Friedensvertrage von 83er fiilles geschuldeten Rexartationcn vorbereitend Prüfen soll. Tie deutsche Negierung ••;rb den ßtaatssekretär Bergmann und Karl Friedrich * Ei emens als ihre Delegierten zu der Zusammenkunft entsenden. Sie geht dabei von oer Voraussetzung aus, datz durch die Zufammei'- fcnfi in Brüssel an den in der Schlußsitzung der Konferenz in Spaa zur Prüfung der von Deutsch- Hand in der Rcpartationssrage gemachten Dor- Dchlägen nichts geändert wird. Bergmann ist zur xeit noch in Paris durch dringende Berhandlung-n I» Anspruch genommen. Die deutsche Regierung Mutz aber Wert darauf legen, mit ihm noch vor der r Klüsseler Zusammenkunft eine Besprechung in Ber- M aozuhaltcn. Da dies nicht vor Anfang nächster k?oche möglich sein wird, werden die deutschen ^Sachverständigen nicht vor dem 16. 12. in Brüssel fein können. Tie deutsche Regierung wäre für Mitteilung der Rainen der von den alliierten Re- jfeningen bezeichneten Sachverständigen dankbar, h wb. Berlin, 8. Dez. (Amtlich.) Das Reiche tVabinett hat sich mit den Vorarbeiten für die Brus jele? SachversLändigenkonferenz beschäftigt und ba ßei die Voraussetzungen erörtert, unter denen dir s Entsendung von deutschen Sachverständigen rrsol- tzrn würde. Eine der wesentlichsten Voraussetzungen fir die Annahme der Einladung würde die fein, datz die Verhandlungen der Sachverständigen in krüffel nur als Vorarbeit für die in Aussicht ■ l< ff elfte Konferenz bevollmächtigter Reglerungs- ocr-rrte: in Genf zu gelten haben würde.
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k' Dir Reichsregierung hat an folgende Persönlich- : feiten die Aufforderung ergehen lassen, fick zur Be- i ttir/.-g der Tciezierie.r für die Lauer dec Konferenz ■ drch Brüssel zu begeben: Generaldirektor Cuno, Ge- s tetaU-ircIiot Bögler, Reichsbankvräftdent Haveusiein. । Carl Melchior, Direktor v. Slauß, bayerischer » kiaaiörat fc. Meinci, Geheimer Cuercegierung’tat v. siwtow, Piosesftr Bonn soivie ein Vertreter des All- - tzerneinrn GcwerlschaftSbuiiLes.
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Die VeamtenLesoldung.
Die Haltung der Parteien.
Berlin, 8. Dez. Zur Beratung über die klenerungszulage der Beamten traten heute vor- v.iftag die Fraktionen der Demokratischen Pattci Itni der Teutschnationalen Volkspartei im Reichs, tag zusammen. Aus den Kreisen der letztgenannten Partei erfährt der,.Berl. Lokalanz.", datz gewünscht ' vurde, auch denjenigen Beamten die Zulage zu f kommen zu lassen, die unverheiratet sind oder keine Binder habe». Die Deutschnationalen würden »inen Antrag einbringen, in dem auch die Kinderlosen Berücksichtigung finden sollen.
Die Reichstagsfraktion der Unabhängigen brachte einen Antrag ein, die Regierung zu er fichen, sofort mit den beteiligten Erotzorganisatio- den in Verhandlungen zu treten, um die Teuerungszulage für die Arbeiter und Angestellten der Reichsbetriebe rückwirkend ab 1. Oktober neu zu >»geln. Ein zweiter Antrag ersucht laut „Freiheit- die Reichsregierung, die Teuerungszuschläge rückwirkend ab l. Oktober 1920 für alle Reichsbe- toten einschließlich der Diätare auf 10 000 M jährlich festzufetzen. Ferner wird gefordert, datz die s Kinderzuschläge und die dazu gebildeten Teue- femgszulagen einheitlich neu zu regeln sind.
Die Rechtssozialisten haben gleichzeitig einen Antrag eingebracht, der eine Erhöhung des Teuc ^ngszuschlages bei den niedrigen Grundgehältern öl» 8100 Ji auf 80 v. Hundert festgesetzt wissen will.
Um da» Streikrecht der Beamte«.
L Berlin, 8. Tez. Ter Zentralverband deutscher »osi- «nd Telegraphenbediensikten, der Deutsche Sifen- fechnerverband und der Verband des bayerischen Post- »4d Lelegraphcnpersona!» wenden sich in einer ge- «urfaise« Protesterklärung gegen das Streikverbot
Neue Zwistigkeiten im Völkerbund.
Meile Ml de; Milieu Mehrs.
Wb Genf, 8. Dez. In der Völkerbuvdversammluno berichtete der Berichterstatter der 2. Kommission H a n o- t a u x über die technische Organisation des Völkerbundes and beantragte im Namen der Kommission eine Ent- schließunq, die feststellt, daß die technische Organisation des Bundes, die in der Bildung begriffen ist, genügende Selbständigkeit und Beweglichkeit haben müsse,, datz die Mitglieder des Völkerbundes ein vraklisches Interesk haben müssen sie zu wünschen, während die Organisation nrdererseits der Kontrolle der verantwortlichen Organe der Zenirolleituna des Völkerbundes unterstellt sein müsse Weiterhin verlangt die Entschlietzung, datz der Rat de-- Vö'kerbvnd-s vor Mitteilung der Beschlüsse oer teck nischen Orxanifalioncu au die einzelnen Staaten bk Befugnis erhält, trenn nötig, sein Kontrollrecht aus- müden
In der Aussprache empfahl Wanten lNorwegen' dem Völkerbunds rat. sich für die technischen Oraanisatio- nen auch die Mitarbeit von Nichtmitaliedern des Völkerbundes zu sichern. Tiefe Mitarbeit würde ihnen Gelegenbeit bieten, ihr Interesse für die Ziele des Völkerbundes iu zeigen und damit ihre spätere Aufnahme in den Völkerbund vorbereiten. Rowell iKa- nadas übte scharfe Kritik an den voraeschtagenen technischen Organisationen, deren Einrichtunq einen enormen Apparat und fortwährende Konferenzen bedinge und bir Arbeit der besten Männer in Rnlpruch nehmen werde Kanada brauche seine besten Leute für sich selbst und könne sie nicht jeder Zeit nach Europa schicken, um dort über Fragen zu beschließen, die vor allem für Europa wichtig, aber für Kanada von geringer Bedeutung feien Die Schaffung dieser gewaltigen Organisationen in Europa müsse den europäischen Mitgliedern des Völkerbundes schließlich ein Nebergewicht verschaffen, da? den Interessen Amerikas nicht entspreche. Nach Ansicht Rowells sei die Völkerbundsnersammlung garnicht befugt, von sich aus diese Organisationen zu errichten, bevor nicht zwischen den Staaten darüber besondere Abkommen abgeschlossen seien. Kanada habe während des Krieges .der eine Folge des politischen Ehrgeizes europäischer Staaten gewesen sei. für Europa gewaltige Opfer gebracht und könne nicht in dieser Weise sortsahren, den europäischen Intereifen dienstbar zu sein, tzanota nr wandte sich in sehr erregten Ausführungen gegen Rowell. her Gelegenheit gehabt habe, die kanadische Aussassunn in der Kommission zum Ausdruck zu bringen und hort die nötigen Anträge zu stellen. Millen-Australien unterstützte die Ausführungen Re-wells. Tie kanadische Delegation habe durchaus das Recht, in der -Versammlung die Vorschläge der Kommission zu kritisieren und ihre Ablehnung zu empfehlen. Aus Grund des VölkerbundsvertraseS sei die Bersammkung ohne Zustimmung der Reaierungen gar nicht irr ba Lage, solche g c - waltigcn Ausgaben zu machen, und eS sei festzustellen. daß die Kommission mit ihren Vorschlägen über den Geist des Paktes hinausgegangen fei. Ador 'Zchweiz'appelllerte an den Geist der Solidarität Amerikas Ter Völkerbund wolle keineswegs ohne Amerika Vorgehen, sondern lege größten Wert auf die Mitarbeit der über-
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seeischen Staaten. Lord Robert Ereil appellierte au den Geist der Verständigung. Eine Lösung wäre vielleicht damit erreicht, daß oie voroeschlagenen Organisationen nh die Dauer eines Jahres provisorisch errichtet würden. Später könnte die Versammlung dann über ihren destniliven Cbarakter entscheiden. Da Cunba (Bra- silien) schlug vor, die in Frage stehenden internationalen Konferenzen für Transitsragen usw. vorläufig abzuhalten und erst später die endgültigen Organisationen zu beschließen. Berichterstatter L> o n o t a u x erklärte sick namenS der Kommission damit einverstanden, datz gemäs her Anregung Lord Robert Eccils die ganze Angelegenheit nochmals an die Kommission zuriickgehe, um eine $ini- rungsstirmel zu finden. Präsident !> v m a n s schloß bi- Sitzung mit der Aufforderung an die Kommission, sich bie morgen mit Rowell, da Cunha und Greil ins Einvernehmen zu setzen und der Versammlung einen allen gc- n-hme» Vorschlag vorzulegen.
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Japanische Urteile über die Kolonial-^Mandate".
wb. Senf, 8. Dez. Die vom Völkerbundssekre- tariot herausgegebene täglich erscheinende Pressestimmensammlung. die allen Delegierten und Journalisten zugestellt wird, gibt In ihren beiden letzten Nummern japanische Kommentare zur deutschen Denkschrift über bie Kolonialmandate wieder, die offenbar aus Grund der ersten tendenziösen Meldungen französischer und amerikaniicher Korrespondenten über den Inhalt dieser Note abgefaßt wurden. So schreibt „Niidi-Nisbi" u. a.: Mir erfahren, daß Deutschland der Versammlung eine Note gesandt hat, in der es erklärt, daß es sich nicht mehr durch die kolonialen Destimmungen des Versailler Vertrages gebunden erachtet. Das Blatt sthreibt. daß Deutschland, nachdem es leine Kolonien den Berbiindeten überlassen batte, weder berechtigt sei. eine Meinung über diele Frage zu äußern, noch die Anstchien einer Versammlung zu interpretieren, in die es noch nickt ausgenommen sei. „Kokumin" vom 24. November schreibt, daß man noch nickt genau die Gründe kenne, aus denen Deutschland gegen die Zuteilung feiner alten Kolonien an verschiedene Mächte nratesiiere und mitteile, daß es sich von den Vertragsklauseln 6er die Kolonien befreit erackte. E- sei von größter Bedeutung, daß Deutschland stch gegenwärtig streng an den Wortlaut des Friedensvertrages balle und. wenn es auch seine Absichten über die Anwendung und Auslegung des Wortlautes geltend macken könne, lg habe es dach nickt das Recht, von den Verbündeten -ine Aenderung des Vertrages zu verlangen. Die zwilchen den Verbündeten und Deutschland getroffenen Belchlüste seien endoültig und entscheidend. Cs bestehe keine Ausstckt. daß der Völkerbund irgend eine Aen- derung anbring». Da, Blai't erklärt weiter, daß von den Lebenssraaen Deutschlands wie: Anschluß Oester- reicks, Herabsetzung der Kriegsentschädigung und Auf- nähme in den Völkerbund, höchstens Ausstckt auf eine Verwirks!ch"ng der letzten beiden Fragen bestehe. Das Blult röt Deutschland, seinen Moterigtismus und seine Intrigen aufzugeben und feine Verpflichtungen zu erfüllen.
des Reichüposiminisiors. Dir E-k'ärung behauptet, baß das Borgihcn des Reichspoflminisiers ein Verstoß gegen das .Koalitionsrecht der Beamten und Lohn- augestellten der Reichspost- ur.b Te'egcaphcnvcrwal- tung bedeute und schließt mit den Worten: „Wird den mit Recht erhobenen Forderungen der Beamten und Lohnaugeftellten der Reichspost- und Tesegraphen- verwaUung nicht Rechnung getrogen, dann sehen wir unS gezwungen, ton sein uns zustchendeu Streikrechi auch gegen den Erlaß dieser Verfügung mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln Gebrauch zu machen.^
Die preußischen Steuervorlagen.
Die Sozraldemokraie« nehmen an den Beratungen nicht mehr teil.
wb. B e r l i n, 8. Dez. Zm Hauptausschutz der Landesversammlung verlangtr Finanzministcr Lüdemann erneut die Aussetzung der Verhandlungen über das Landessteuergesetz. Er berief sich dabei aus einen neuen Kablnettsbeschluh. Es sei erforderlich, datz das Grundsteuergesetz und ":is Aussuhrungsgesetz zum Landessteuergesetz g- meinsam beraten würden. Tie Mchrhciis- iozialisten unterstützen die Darlegungen des Finanzministers. Tas Zentrum und die Demokraten sprachen sich bagegejj aus. Es wurde befch'osien, b:e Beratungen fortzusetzen. Darauf erklärten d e Mchrheitsiozialisten, sie würden an den Beratungen nicht mehr teilnehmen. Den Gegenstand der materiellen Aussprache bilden die Anträge v. Kries (deutschnat.). Ruer (Dem.) und Klost (Ztr.), die anstelle des Regierungseniwurjs eine anderweitige gesetzliche Regelung Vorschläge».
Griechenland.
Berzicht König Konstantins zugunsten feines Sohnes?
tob. Paris, 8. Dez. Nach einer Athener Meldung des „Prt't Parifirn" soll die griechische Regierung an den König Konstantin das Ersuchen gerichtet haben, mit Rücksicht auf die feindliche Haltung der Derbündxten zugunsten seines ältesten Sohnes auf den griechischen Thron zu verzichten.
Nach einer Konstantinopeler Meldung des gleichen Blattes soll der griechische Patriarch in Konstantinopel das gleiche Ersuchen an den König Konstantin gerichtet haben.
Der Londoner Korrespondent des gleichen Blattes berichtet, datz die Kön-gin von Rumänien beabsichtige, persönlich den König Konstantin zu diesem Schritte zu veranlassen.
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ob. Athen, 8. Dez. (Havas.) Der griechische Thronfolger wartet in Konstantinopel die Ankunft eines griechischen Torpedobootes ab, das ihn nach dem Piräus bringen soll.
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England.
Das englisch-russische Handelsabkommen.
tob. London, 8. Tez. Wie die Blätter mel den, lietz die russische Räteregierung in London Mitteilen, datz die hauptsächlichsten Bestimmungen de- englisch-russischen Handetsabkommensentwurses für sie annehmbar seien. Eie ersucht jedoch darum, datz in einer neuen Konferenz zwischen den engtischen und russischen Delegierten übet gewisse Einzelheiten beraten wird, bevor man zur endgültigen Ratifizierung des Abkommens übergeht.
Keine Friedensneigung der Sinnfeiner? I
tob. London. 8. Tez. Tie Sinnseiner Orgru nisation veröffentlicht eine Erklärung., in der et heißt, datz das Telegramm O Flannangans an tos Premierminister, in dem et auf Frieden drängt, nur ein Ausdruck seiner persönlichen Meinung sei. Et habe keinerlei Ermächt'gung vom Vollzugs- Parlament der Ginnfeiner erhalten. Nur das Sinnfein-Parlament habe das Recht, einen solche« Beschluß zu fasien.
tob. London, 8. Tez. Im Unferbanfe wurde kl Farbfloffpesetz. wodurch die Crir.ru bc ausländisch«« Farbstoffe für die Tauer von »ebn Jahren nur unter Lizenz aeflattet wird, in zweiter Lesung mit 277 g-ger 72 Stimmen angenommen.
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Deutsch-Oesterreich.
Ergebnislose Bundespr-isidentenwahl.
fck Wien, 8. Tez Heute Vormittag trat bU Bund s» erfammlung zur Wahi des VundespräsidenreH der Republik Oesterreich zusammen. Der Chriffich« soziale Kienböck erhielt 103, der Sozialist Seif 85 und der Gioßdenlsche Dinghofer 27 Stimmen. Da troR der drei Wahlgänge kein Kandidat die Volute Stimmenmehrheit erhielt, wurde die Sitzung bis 6 i'br abends unterbrochen. Um 6 ilhr 10 wurde die Sitzung wieder eröffnet Im vierten Wahlgang wurden 2JU Stimmen abgegeben, davon 217 gültig«. Tie absolute Mehrheit betrügt ItO. Es entfielen auf Kienböck 103, aus Seitz 85 und auf Dinzhofer 3»! Stimmen. Ter Präsident Deislirchner unterbrach baranf die Sitzung auf eine halbe Stunde und (ui bie Partkien zu neuen Verhandlungen ein. Der 5, 2lkchlgans» ergab ungchähr das gleiche Ergebnis wis die vorhergehenden Wahlgänge. Nachdem b:e bst rauf ausgcnommeuen Besprechungen zwischen den Parteien ergebnislos verlausen waren, wurve die Sitzung vertag i.
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tob. Wien, 8. Dez. In dem 9eamtenflteil ist bisher keine Aenderung eingetreien. (Seg-nüfee< einer Abordnung der Staalsanaeslellten-Veceinigu»^ erklärte der Bundeskanzler, der Staat sei am Endsl feiner finanziellen Leistungssähigkeit angelangt. Dich Regierung könne sich bei den Vkihandluugeu nut auf Konzessionen innerhalb der neuen Vesoldungsresoent einlaften. st
tob. Linz, 8. Dez. Auf dem Landesparteitaß' der soziaidemokralischcn Parteiorganisation erflitt« Landeshauptmann-Slellvertreler Gruber, OesterreiF werde entweder ein K o l o n i a l l a n d der Sestmäe^« ober eS werde den Greueln des D ü r g et(riegel und der völligen Zerstärung verfallen.
Oberschlesien.
BreSlaU, 8. Tez. In Lublinttz wurde auf SeW Rackbausewege der Kaufmann Wieezorek, bet Eisen« bahng-hilse Rodewald und bet Muller Wechaczek t>rt polniscken Sokoln überfallen. Lierzorek ist durch einen Brustschuß getötet, Rodewald durch Schuss« in den linken Arm und in den linken Oberschenkel schwer verwundet und der dritte buyb Sieinwürfe verletzt. Rach den gemachlen Feststellungen haudeil es sich um einen planmäßigen Ueversall.
tob. Oppeln, 8. Dez. Ter besondere Gerichtshof der interalliierten Kommiision verhandelte gestern gegei den Bürogebilsen Muschalla aus Roßberg, der im pol* nilchen Abstimwungskommhsariat (£»otel Lomnitz) bt* schäftigt ist. Dieser erflärte, daß er gute Beziehungen zu einem französischen Soldaten onzeknüpft habe. Ruch seiner Aussage sind alle Mitglieder des polniichen 8b* stimmungskommissariats mit französischen Soldaten gut bekannt. Muschalla begab sich vor einigen Tagen, angeblich betrunken, in die Mottkekasrrne und lieft sich »öS einem Jäger de- 24. Bataillons Mantel. Seitengewehr W'ckeloamascken und Aävvi geben. Auf dem Bahnbas fiel den Abstimmungsvolizisten auf .daß bet angeblich« Franzose nur deutsch und polnisch svrach. hierauf wurde et verhaftet. Auf die Frage de» Vorsitzenden, warum er sich betrunken bade, sagte er, daß man im Lomnitzhoret genug Gelb Verbene. Das Gericht verurteilte ihn Wege» unbefugten Unh grmtragens zu 4 Monaten föe'ängnc*.
tob. fiat ton i tz ,8. Trz. Das Ueberfchichte» abkommen in der oberitblefifcben Berg- nab Hüttom industrie wurde am Samstag unrrczerchnct.
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Amerika.
tob. Washington, 8. Tez. In seiner vom, schask an den fiougriß fordert Wilson die Hb« änderung der Steuergesetzgebung, Exarfamkeit in bei Regicrungsau'gaben und Fürsorge für bie invaliorH Soldaten und Matrosen. Tie Botschaft enihLz keinerlei Zfezugnayme auf den Vöfterbuno.
wb. Paris, 8. Trz. Einer Wafhiugroner Mel« düng der „Chieago Irbune" zufolge verlauiet in an»: lichen Kreifen, Wilson beabsichtige, den ZrredenSverrraH <