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Amtliches Derkllndlgimgsblall des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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Berlin, 5. Dez. Der Entschluß Argentiniens,

ab-

bei

Deurjchrq Siete« Kreuze» ijt die Stachricht «iM^ojjra.

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daß 124 Kühe, 2 Bullen und 2 Kälber von Fredericks» bürg in Texas die Reife noch Deutfchland angeltet«! haben. Die Spend« geht von 100 Deutsch Amerikaner« aus. 124 Kühe kommen an, 30 000 werden wir ab- liefern. r.

Vergeblich» Waffenfuche. Mit einem großen Ausg«, bot von Polizeibcamten fand in Erfurt «ine $hiu* fuchung nach Sßaijefl statt. 6U Halle nicht den g»»; tinajU« Lrivlg. - 1

deutsche Interesse diese Ausweisung hat notwendig erscheinen lassen.

wb. L o n d o n, 4. Dez.Daily Mail" meldet ins Konstantinopel: Lenin hat auf Vorschlag der Negierung Angoras eingewilligt, Enver Pascha 'um obersten Befehlshaber der Orientarmee zu er­nennen.

Wb. Genf, 6. Dez. Der Delegierte von Kanada beantragte bei der Vöikcrbuudsrersamn'.luug, Art 10, der bi« Völkerbundsmitglieder verpflichtet, gegenseitig Ösre territoriale Unversehrtheit zu gaiatUieun, aus

kanischen Dcsapungstruppcn im Llhcinlande m srhbarer Zeit zu rückzn ziehen.

Dir amerilanischen Kühe für Deutschlands

V rrlin, 4. Dez. Bei der Ausländsabteilung

TieDberteiBMie Zeitung" «scheint !e»-l »ückentllch. - »ilt-wrei« meneflt* I «k der» Ile Pa» 4.20 Stt. Sntgebe B mitObertz. Sbett-Zt,. 1 Hl. mehr. »let eleoeirtater CteigniHe leie Ct|a«.

Marburg

Montag. 6. Dezbr

Sie $ertiil!tei snh Srietenliit

Die Warnungsnote. Heute Volksabstimmung.

wb. Paris, 4. Dez. Nach einer Havasmcl- dung aus London ist folgende Erklärung veröffent­licht worden: Die englisch-französisch italienischen Verhandlungen sind heute vormittag wieder ausge­nommen worden. Mehrere Fragen, die in den vor­hergehenden Sitzungen nicht geprüft werden kann ten, sind durchgesprochen worden, so die Frage der Handelsbeziehungen mit Rußland und der dem­nächst in Brüssel zusammentretenden Konferenz, die sich mit der Wiedergutmachungsfrage beschäftigen soll. Auch die Maßnahmen finanzieller Art. die ergriffen werden sollen im Falle Kön'g Kon­stantin den griechischen Thron wieder besteigen sollte, wurden besprochen.

Nach einer Havasrneldung aus Athen haben die diplomatischen Vertreter von Frankreich. England und Italien dem Ministerpräsidenten Rhallis die Kollcktivnote der Verbündeten überreicht. Ter Ministerpräsident teilte den Inhalt der Note sofort der Regentin mit und berief den Minisierrat.

wb. A t h e n . 5. Dez. (Havas.l Einer halb­amtlichen Mitteilung zufolge ist die Regierung der Ansicht, daß die Note ihrerseits keiner Ant­wort bedürfe. Sie werde jedoch trotzdem bei den verbündeten Regierungen Schritte unternehmen, nm ihnen die Gewißheit auszudrücken, daß eine bal­dige Zukunft ihnen klarlegen würde, wie erkennt­lich das griechische Volk den Verbündeten sei für die llntersiützung, di« sie jederzeit der griech'schcn Sache batten angedeiben lassen, und wie tre» cs der ententefreundlichen Politik bleibe. Die Volksab­stimmung findet morgen statt.

wb. Paris, 4. Dez. Der Sorib-rbenchterstttt-r der Agentur HavaS in London meldet. Ei'g'ond, Frank­reich und Italien hätten einen Protest nach Athen aerichtet, weil gegen das Verbot Frankreichs und Englands non der griechischen Regierung eine An­leihe von 200 Millionen Drachmen aufgelegt wo» den sei.

tob. Paris, 5. Dez. Nack einer Dlättenneldung ans Konstantinopel ist ein gr.er Torpedofäger nach Konstanza abgegangen, aus dem sich Prinz Georg von Griechenland nach dem Piräus einschifsen soll. Fortsetzung de« Feldzüge, in Klein-Asien.

tob. Paris, 4. Dez. Wie die Mocgenblätter be­richten, hat König Konstantin für den Fall, dost er nach Griechenland berufen werden sollte, beschlossen, sich sofon nach Smyrna an die Front zu be­geben, um persönlich den Feldzug zu leiten.

Nach einer Meldung derErening Retos" erklärte Ministerpräsident Rballis dem Vertreter bei Blattes in Athen, die griechische Regierung werde keinen ein­zigen Soldaten demobilisieren, da sie fest entschlossen sei, den Feldzug in Kleinasien f ortzusetzen. Jede Zusammenarbeit mit BenizeloS sei aber ausgeschlossen.

Eine neue Konferenz in Parier

wb. Paris. 5 Dez. DemPeti.t Journal" zufolge findet demnächst eine neue Zusammenkunft zwischen Lloyd George, Sforza und Leygue» in Pa­ris statt. Gegenstand der Beratungen ist di« Rege­lung des Friedens im Orient.

feine Tätigkeit im Völkerbund einzustellen, wird »on verschiedenen Blättern als bedeutungsvoll an- gesehen. Argentinien sei wirtschaftlich ein sehr wichtiger Staat Südamerikas, der allein von allen feinen Nachbarstaaten die Stärke besessen habe, sich *>n dem Krieg fernzuhalten. TerVorwärts" bricht von einem Rißim Völkerbund.

Näte-Nußland.

Bar einer neue» bolschewistischen Ofsenst»«?

wb. Karts, 4. Dez. Wie der Sonderbericht­erstatter derChicago Tribüne" in Dens meldet, erklärt di« polnische Abordnung, bestimmte Nach­richten zu besitzen, wonach bolschewistisch« Streit­kräfte in Stärke von 600 000 Mann sich ju einer Offensive gegen Polen bereit machen.

Türkische Offensiv« mit russischer Unterstützung.

wb. Konstautinoprl, 4. Dez. Havas meldet: Die Nationalisten haben von den Sowjets 30 Flugzeuge. 25 Panzerautos und viele Lastautos erhalten und sammeln an der Front von Ismid und Smyrna zu einer großen Offensiv« gegen di« griechischen Truppen.

Armenien Räterepublik? " " '

London, 5. Dez. Einer drahtlosen Meldung aus Moskau zufolge hat sich Armenien zur Räte­republik erklärt.

Inzwischen zerbricht man sich in Genf die Köpfe, wie Armenien zu Helsen sei. Zur Tat ist aber nie­mand bereit. ,

Enver Pascha.

Berlin, 4. Dez. Die zunächst unglaublich klingende Nachricht. Enver Pascha habe in den letz­ten Tagen in Berlin geweilt, sei aber aus Deutsch­land au-gewiesen worden, trifft offenbar zu. «s. dann wird man fräsen t-ünrn, welches

Oberschlesien.

Di« Abp nmvng der nichteingefrsiev-'n OdcrMesie»

tob. Berlin, 4. Dez. Die Note der verbün­deten Regierungen wegen der Abstimmung in Ober- schlesien wurde heute von der Neichsregiernng er­örtert. Dabei ergab sich eine einmütige Auffassung. Die endgültig.- Stellungnahme der Negierung erfolgt erst, nachdem der für Dienstag einberusene Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten gehört worden ist.

Berlin, 5. Dez. Aus parlamentarischen Krei­en erfährt derVorwärts", daß alle Parteien des Rrichstags den Vorschlag der Verbündeten wegen der Abstimmung der Heimattreuen Oberschlcsier in Köln abzulehnen und mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen willens sind.

Äiilerrai itr wwh GtnäHnmos- MW.

tob. 2? eint ar, 4. Dez. Bei den Verhandlungen der Ernäbrungsminister der deutschen Staaten, die in Weimar gestern begonnen haben, hielt Reichs­ernährungsminister Hermes eine Rede, in der er anssnhrte: Wenn ich auch nicht den extremen Pessimis­mus teile, der in der Oessentlichkeit mehrfach zum Aus­druck kommt, wäre es doch nicht gerechtfertigt, die Angelegenheit leicht zu nehmen, fföir hoffen, bei unserem Bemülten, die inländische B'l'e-erung toieb-r zu heben, Verständnis und Unterstützung Bei der Lond- wirtichast zu finden. Wir dürfen nicht ruhig zusehen, wenn ein Teil der Erzeuger und Händler dem Egoismus keine Zügel mehr anlegt, wir sind vielemehr der Meinung, daß mit scharfen Mitteln zuneori'sen werden muß in Füllen, wo Er zenqer und Händler die Interessen ber Allgemeinh it allster acht lassen und nur an den eigenen möglichst hehen Gewinn denken. Im toeiteren Verlauf der Ta­gung werden wir die Förderung der landwirtschaft­lichen Erzeugung erörtern, wobei insbesondere an die VerBilligung des Kunstdüngers zu den­ken ist. bann an die Wucherbekämvfung und die Wirkung der Aufhebung der Zwangswirtschaft aus den verschiedenen ©ebieten Wir müssen brechen mit dem Gedanken, als ob hinter der Aushebung der Zwangswirtschaft für Kartoffeln und Fleisch schon die Aushebung der Bewirtschaftung deS Getreides kommen müsse. Es muß an dem Gedanken fest- gebalten werden, daß die Landwirtschaft auch zu­künftig so viel für die öffentliche Wirtschaft heco.ns- gibt, cA?- sie herausgeben kann.

England.

Di« Sinnfeintrbeweyiwg.

tob. London, 4. Dez. In pcrlamenmristhen Kreisen ist man der Ansicht, daß augenblicklich zwischen der Regierung und den Führern der Sinnskiner eine Verbindung herocstellt werde. Es erscheint außr Zweifel, daß der gegenwärtig in Irland befindliche Arbeiterführer Henderson von Lloyd George den Auftrag eti)alten hat, etwaige Flied.'nsmög!ichke-.te« zu erforschen.

wb. London, 4. Dez. Infolge der gegen die Anschläge der Sinnfeiner getroffenen Maßnahmen patrouillieren Polizeiboote den ganzen Taz aus ber Themse. Die Bank von England rotrt von einem starken Polizeiaufgebot bewacht. Auch daS Haupt­postamt und die Museen erhielten stacke Wachen. Ten Mitgliedern deS Kabinetts ist angeraten worden, vorläufig keine öffentlichen Reben zu hatten.

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Sie MWMW.

Teillieferung innerhalb 6 Monaten, bau» neue

\ Festsetzung.

r ' rvb. B « rlin, 4. Dez. Nach langen, schwierigen Beratungen sind gestern die Pariser Verhandlun­gen über die Viehlieferungen zum Abschluß gekom- eren. In der gestrigen Vollsitzung wurde einstim- «ig eine Vereinbarung angenommen, wonach Deutschland die von den Verbündeten geforderten j 740 000 Stück Geflügel (darunter 1600 000 Hüh- Iter), 25 1 65 Ziegen und 15 250 Schweine innerh.U> $4 Jahren zu gleichen jährlichen Mengen liefert te übrigen innerhalb sechs Monaten liefert: 30 000 Pferde, 125 000 Schafe, 60 000 Stiere, Ochsen usw {ernte 30 000 tragende Küh« und FLrfen. An Pscr- hen waren insgesamt rund 150 000, oit Rindern Iber 888 000, davon 640 000 Milchkühe und tra- gettbe Färsen und an Schafen insgesamt rund 900 000 gefordert. Für die Lieferung des verblei- Senden Restes wird vor Ablauf der sechsmonat'gen Frist eine neue Festsetzung in Einverständnis Mit der deutschen Regierung gemacht.

| Leber die Verhandlungen wird weiter berichtet: Mährend der Verhandlungen stellte es sich heraus, .baß eine Verständigung über die Herabsetzung der iTefam.tforderungen, wie sie deutscherseits angeftrebt wurde, ausgeschlossen sei. Die Vertreter der Reparationskommission schlugen vor, unter zrit- - kicher Zurückstellung der Gesamtsorderungen eine Vereinbarung über eine einmalige, auf die Zeit von fechs Monaten berechnete Lieferung herbeizu- jiihren. Dieser Weg schien die einzige Möglichkeit |u bieten, ein schweres, für die deutsche Wirtschaft «mstträgliches Diktat mit allen seinen unheilvollen politischen Folgen zu vermeiden. Der Vorschlag wurde daher von deutscher Seite grundsätzlich a n - genommen. Die Verhandlungen über die Ein­zelheiten des Abkommens, insbesondere über die tragenden Tiere, gestalteten sich außerordentlich schwierig. Zwar leistete die Reparationskommission 'i hrt Laufe der Verhandlungen auf die M i l ch k ll h e f vorläufig Verzicht, bestand aber auf der Ablieferung von tragenden Tieren, wenn auch in ber beschränkten Zahl von 30 000 Stück. Unter die­sen Umständen mußten erst besondere Vollmachten \ bei der deutschen Regierung eingeholt werden, was tme kurze Unterbrechung der Verhandlungen ersor- i berlich machte. Die deutsche Kommission wurde er« L Nächtigt, das Abkommen zum Abschluß zu bringen.

Amerika.

tob. Pari«, 3. Dez. DieChicago Tribüne" me'.de, aus New flcri: Tie Vertreter von 17 transat­lantischen Linien übermittelten dem Einwanderung?- kommissar in Walli« Zahlenaufstcllungen, aus beiun hervotgcht. daß 15 Millionen Europäer nm Fahrkarten nach Amerika bitten, daruntec 5 Millionen Teutiche.

tob. Rewyork,4. Dez. DerChicago Tribüne" zusolge erllärte da» Mitglied des Ausschusses süi militärische Angelegenheiten deS Repräsentantenhauses Fuller, ek toerbe nicht möglich sein, die ameri-

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JmMt LMMttlMNllW.

* 189. Sitzung vorn 4. Dezember.

Da? Hank ist sehr schwach besetzt. Ein aemeinfamet Antran aller Verteier- mit AnsnohtS.« der De>'tscbnotiona- feit, wegen eines Gesetzentwurfes über die Wahlen tunt Staatsrat wird dem. Verfass,inasonsschuß überwiesen. Der Antrag cm einen Gesetzentwurf über die Bestellung von Miiglubern bef Retchsrats durch oie Tronin«' riasvertoaltungen wird mit dem Antrag über die Ei> böbung der prxwissscben Stimmen in- Rcicksrat tierbnn' hen. Der erste Antrag wird dem Verfassi'ngsnnssrbuß übenviesen, dec zweite sofort angenommen. Hieraus wirk die 2. Beratung des Haushalts des

Ministeriums des Innern fortgesetzt.

Aba. Ludwig (II. S.) protestiert gegen bte im Untersuchnngsatislchuß wegen der Märziniruhen ^bgestefl» n Zusammenhänge zwischen Spartakisten und Bolsche­wisten. Die Zentrale für Heimatdienst, hie sich m bett Dienst bet Republik gestellt habe, benütze seht ihre Mitglieder zur Unterstützung mehrb-eitssozialistischer Be«- "'rebungen. Auch die Rechte habe Anschluß an die Ren' f-rofe gesunden. Die grüne Polizei sei militirilch uiae* schnitten und nickts weiter als die Fortsetzung der Reick-s^ m-br. Ter Redner verlangt Ersatz der eitfifrbeit?nwbe durch eine republikanische Volkswehr mit Einschluß der Arbeiter.

Abg Stendel (D Vvtss erbebt schwere Vorwürfe geoen den Minister wegen der Fehler im Berliner Polizei- nräfibinm beim Vorgehen gegen die §>otels. Bon zwei n der Prom'nz Hannover neuernannten Landräien sei -iner vier Mal zur Ableistung des OfsenbarungSeides auf» gefordert worden. Tas Einschreiten gegen die Orgekch würbe einem An.nabmeznstand entsprechen. Ten haben wir nicbt, und da der Minister selbst ersslrt hat. di« stirgesch könne die Arbeiter nicht ans ihrer Rübe bringen, w entbehrt das Verbot jeder Gnindlage. Air wünschen, ' 'in o>le ordnungsliebenden Elemente in die Orgesch hinnnkommen. au chdie Arbeiter.

Äbg. Degenhardt (Dem.): Bewaffnete Organke sgtionen einzelner Parteien sind ein Verbrechen am Vo'«. Für die Bekämpsung der Oraesch werden sich auch 'nristifcke Gründ« aufbringen lassen. (Unruhe rechts.) Wir verlangen die allmähliche Bildung einer «chutztruvve, Nie auf Tod und Leben mit dem Freistatt Preußen verbunden ist.

Minister S e v e r i n g : Der Schutz von Arbeitssrendig^ '»it und Arbeit ^Willigkeit ist mein Bestreben. Dazu bedarf es aber der Ozge'ch nicht. Die Hetzereien der Svndika- sssten und Kommunisten werden keinen Erkofg bab-n im ^kuhrgebret .wenn e8 g-lingt, die LebenSmittelsrage zu regeln. Ter Ernährnngsminister bat mir entsprechend« Zusicherungen gegeben. Zu der Frage der Licherbeirj- volizei kann ich abschließend noch nicht Stellung nehmen. Wir konnten noch nicht alle Formationen aus Herz und Nieren prüfen: das wird aber jetzt nakbgebolt. Wer sich nickt zur Republik bekennt «im'rb rücksichtslos enl^rnt Klagen über die Zentrale für Heimatdienü gehören vor den Reichstag, denn sie ist eine Reichseiurichtuna.

Abg. Lüdicke (Teutschnatl.) erklärt, feine Partei könne dem Minister durch die Gebaftsbewilfiguug nicht ihr Vertrauen aussprerben ^inb verlange besondere Ab­stimmung über das Ministergebalt. Dieses wird aber gegen die Rechte und äußerste Linke genehmigt, ebenso wird der Rest des Haushalts angenommen. ES sofzt die zweüe Beratung der

Mittellandkanal-Vorlag«:

Der Ausschuß hat sich für die Mitteflinie entschieden. Da? Projett erfordert insgn'aml 306 91O.YV) Mark.

Minister Geier empfiehlt die Annahme d-r Vorfrg« itnb gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es trotz alle« Schtoierigkeilen gelingen möge, dieses große Kutturwerk unter der Mithilfe Preußens abzuschließen.

Abg. W e i ß « r m 11 (TentfAnatt): Da» Honprinteress« am Kanal hat Preußen. Tie Bonvürse. die gegen die alte konservative Partei gerichtet wurden .könne« di« Deusich- nationafe Volksvartei nicht treffen, denn ft« geht tfitt eigenen Wege. Wir stimmen der Vorlage zu. !

Abg. Tr. v. R i ch t e r (D. Vvt.1 begrüßt die Vortag« ' ofS ein Dokument dec Einigkeit. Tie Gefahr einet atwid>enben Haltung des Reiches sei glückl-ch-rwrise ver­mieden worden und der Mittellandkanal tatsächlich «in« Angelegenheit des ganzen deutschen Winichastslebrns. Immerhin müsse dafür gesorgt werden, daß die besonderen vreußischrn Interessen auch weiterhin im Reichstag ge­wahrt bleiben.

Abg. Mentzel (U.S.L): Auch wir sind für di, Vorlage.

Tarauk wird der Entwurf fa 2. und nnschfüßend in 3 .Beratung angenommen. Angenommen wirb ferner in 2. und 3. Beratung der Entwurf bcireifend die Ver­besserung der Lbrr-Waiserstcaßen unterhalb Bre-IauS« sowie der Entwuri bftrriicnb die Bereitstellung weiteres Staatsmittel für den kchlevpbetrttb auf dem Rheiu-W«e»< ttana! zum Mittcllandlaual. j

Montag 12 Uhr: Haushalt des Finanzministeriums«

Wzt AkMliilnr 11 >51 MIltkM. t1 s wb. Genf, 4. Dez. Di« argentinisch« Regie- s vrng teilte dem Präsidenten der Völkerbundsver- kammlung, Hymans, mit, daß Argentinien von heut« an feine Mitarbeit im Völkerbund «inftel - len werde.

Der Grund dieses vorgehen ist bi« vorläufige Ablehnung der argentinischen Abänderungsanträge burch die Vollversammlung, wie aus einem dem Präsidenten überreichten Brief hervorgeht.

wb Paris, ix Dez. Nych einerMatin"°Mek- i fettig erklärte Ministerpräsldent LeyquoS, Frankreich E beuenge von Deutschland nichts Unmögliches, aber Teutschland müfie im ersten Jahre einen bedeutenden Teil seiner Wiedergutmachungsfchuld begleichen, die Frankreich für 1921 vorgeschossen habe. Es handele | ßch ttr.t 16 Milliarden Franken. Wenn es das tue, toeri? cs Frankreich zu einem Entgegenkommen so- loohl hinsichtlich der Frist als auch bet Zahlungsart bereiifinden. Wenn Frankreich aber auf bösen Willen stsßc', toerbe es über die Maßnahmen, die ergriffen »erdet! sollen, beraten. Dec Sonderberichterstatter des li8Satin?i erklärt, Lloyd George und Bona» Lato s hillten dem zugestiinmt.

h Sie Sach,erftünbigeuk»ufereuz in Brüssel.

wb. Paris, 4. Dez. Rach einer Havasmel- «ung aus London wird die Brüsseler Sachverftän- bigen-Konjerenz zwifchen dem 11. und 20. Dezember [ stattfinden, um die deutschen Vorschläge in der Wiebcrgutmachungssrage enlgegrnzunehrnen.

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