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DnüNches DerkllndigungsblaÜ des Kreises Marburg

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Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Overheffen

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wb. Paris, 3. Dez. Zn der gestern in London

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englischen Geheimdienstes vereitelt. Die Verschwörer nd geflohen. Eine vom Geheimdienst unternommene Durchsuchung des Lagerhauses in London führte zur Entdeckung eines Arsenals von Revolvern und Waffen.

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rechts) zu Paaren getrieben. (Großer Lärm.) gesch ist bi; Vorbereitung der Gegenrevolution.

pfen imGeistevonMoSkau.

Minister bei Inneren ©e Bering: Das

um dem Blutvexqießen ein Ende zu machen.

Einer Reutermeldung zufolge wurde der Plan äinnfeiner ein Nordengland besuchende» Mitglied Kabinetts zu entfernen, durch die Wachsamkeit

Die Or-

Wir iäm-

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wb. Kattowitz. 3. Dez. Auf einigen Dienst­stellen des Eisenbahndirektionsbezirks traten die Arbeiter in den Ausstand. Der Betrieb wird auf­rechterhalten. Die Betriebsräte fordern dis Ar­beiter auf, die Arbeit sofort wieder aufzunehmen. Der Ausstand ist unvollständig und beeinflußt bis­her den Verkehr nur unerheblich.

wb. Berlin, 3. Dez. Der Reichspräsident und der Reichskanzler erlassen einen Aufruf zur Erenz- spende. . ,

»vftartT Kali en Haden dem griechischen Volk stets ihr Zn- " fresse bewiesen und haben die Verwirklichung

dergebichr. Sei Settieea aalet 20 Skt.' kere&aea. »efflte/texte: St.

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Deolestr gegen die Vorschläge der verbündeten.

r «b. Katrowitz, 3. Dez. Der Verband der -Heimattreuen Oberschlesier hat ein Protest­stelegramm em den Ausschuß für auswärtige An- Mlegenheiten denn Reichstag und an das Aus- särrige Amt gesandt, in dem es heißt: Die f,etr< in Kattowitz versammelten Kreisleiter des Ver- iLndes heimattreuer Oberfchlcsier erheben im Auf­trag« von mehr als 100 000 ihrer Mitglieder den

fernes Jahrhunderte alten Sehnens begünstigt. Sie sind deshalb mehr als peinlich überrascht rsn den Ereignissen, die sich in Griechenland ab-

(£<pieit habe!. Sie haben nicht die Absicht, in lit inneren Ange'egenheiten Griechenlands einzu- petfen, aber sie sehen sich gezwungen, offen zu er- löten, daß die Zurückberufung eines Monarchen, >rffen treuloses Verhalten und Betragen gegen den ssirband während des Krieges diesem Schwierig­sten und große Verlusts gebracht hat, nur als fine Zustimmung Griechenlands zu der feindlichen Haltung König Konstantins angesehen werden Lunte. Hierdurch würde eine ungünstige neue Kge in den Beziehungen zwischen Griechenland inb der Entente geschaffen. Die drei Regierungen Mären deshalb, daß sie sich für diesen Fall eine Mllkommen freie Hand vorbehalten muffen, um liefet Lage gerecht zu werden.

- wb. Paris, 3. Dez. Ministerpräsident Leygues Erklärte dem Londoner Korrespondenten des ^Te?nps", das Verhältnis zu Griechenland werde äem anderes sein, wenn Kronprinz Georg den !^brsn besteigen würde. Er sei nicht in der gleichen Meise wie König Konstantin dasSymbol des Merrats".

des Vorredners hat gezeigt, daß die kommunistische Gefahr int Augenblick sehr groß ist. Ihn wider­legen wollen, hieße, mit Kanonen nach Spähen schießen. (Stürmische Zustimmung. Große Unruhe bei den U aab- l'Lngigen.) Was im Augenblick geschehen muß, ist die Vermeidung eines neuen Bürgerkrieges. Durch die Selbsi- schutzorganisalionen veranlaßt, könnten sich auch andere Schichten des Volkes bewaffnen und eine Spannung ent­stehen, die durch den Bürgerkrieg aufgehoben werden kann Es droht jetzt weder die Gefahr de? Bolschewismus noch eines LinkS-PutscheS. Durch die Selbstschuhorganisationen aber entstehen Schwierigkeiten, die diese Ansätze zur Besse­rung zu nichts machen. Der Gang der Entwickelung gibt Ihnen (nach links) nicht die Berechtigung, große Rosinen von der Zukunft zu erwarten. (Lebhafte Zustimmung/ Unter den Dentschnationalen befinden sich manche bes­sere Republikaner als unter den Anhängern des Herrn O e l S n e r. Wenn ich zu wählen hätte zwischen Oelsner und v.Gersdorss ,so würde ich immer v.Gersdorsi wählen. (Heiterkeit.) Unter den Linksunabhängigen sitzen ruweilen schlimm ere Reaktionäre als unter den Deutschnationalen. (Starke Zustimmung bei den Mehr- heitspartewn. ) Sorgen Sie (nach links) dafür, daß der­artige Exzesse wie de: Elektrizitätsstreik, sich nicht wieder­holen. Zwischen dem It-stizminister und dem Minister des Inneren ist eine völlige Einigung hinsichtlich der Be- kämpsung der Selbstschutzorganisationen erfolgt. (Lebhaf­ter Beifall bei der Mehrheit.)

Abg. v. d. Osten (Teutschnatl.): Wir sind nicht bei Ansicht des Ministers, daß die kommunistische Gefah- nicht ernst zu nehmen ist. Aufs schwerste Mrmissen wir bi* Parität bei der Anstellung von Beamten. Die Vorwürh gegen den Staatssekretär Freund sollte der Minister nicht mit einer Veste abtun. Die preußischen Beamten haben das Vertrauen zu Freund verloren. (Sehr wahr! rechts. Ein Bankbeamter Baumann wurde erst nach fünftägiger Hast dem Richter vorgesührt und von diesem sofort ent­lassen. (Stürmische Heiterkeit rechts.) DaS Recht wird mit Füßen getreten, um die Strafprozeßerdnung kümmert man sich nicht. Im Falle Bostelmaun nimmt der Mini­ster einfach die Entscheidung der Gerichte vorweg. Wo wäre die heutige Regierung ohne das Eingreifen der Zeitsreiwilligensormarionen? Die Orgesch ist lediglich

»um Schutz der Verfassung

Ih . (Lärmender Widerspruch links.) Sie dient dem inneren Wiederaufbau und der Terrorabwendung von links und rechts. (Lärm bei den Unabhängigen.) Herr Säumig hat erklärt, man müsse mit allen Sonaten und illoyalen Mitteln vorgeben. Radikale Suitter fort)ent aus, die Waffen nicht abzuliesern, sondern das Bürgertum auszurotten. Die man eine Gefahr von links nicht sehen kann, jst mir unerklärlich. Ter Selbstschutz ist da Ratnrrrcht. 8«i« S&u&aacrtoU. Ui ne poli-

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zeiliche Maßnahme kann dieses Naturrecht betettfae«,; Trotz ollen Widerspruchs wird die Orgefch ihre Aukube, eine geschlossene Einheitsfront zur Abwehr eines Meers von Blut zu bilden, erfüllen. (Anhaltender Beifall rechts, Zwischenrufe links, wiederholter Beifall ttäd.) j

Minister des Inneren Severi ng: Nicht zusammen* geschlossen, sondern auseinandergetrieben wird dös bentschs Volk durch die Orgesch. Nur Mißtrauen ist gesät worden. Wenn die Arbeiterschast zu sehr gereizt wird und gegen Ihre Selbstschutzorganisationen zur Selbsthilfe schritt^ leimt wäre es mit diesen Organisationen bald vorbei, (Große Unruhe rechts, stürmischer Beifall bei den fozial- demokratischen Gruppen.) Bei den zunehmenden Ver­brechen gegen Person und Eigentum zeigen sich lediglich die Folgen des Kriege». Die Wiederherstellung der kicher« beit wird durch eine Verstärkung und eine erhöhte Beweg­lichkeit der Polizei erreicht werden. (Beifall links.) fttori' mal hat die Arbeiterschaft Deutschland gerettet, im Jahrs 1914, indem sie sich in die Front einreihte, und im Jahr» 1918 yach dem Zusammenbruch. (Lebhafte Zustimmung; links.) Tie Rechte ist in den Mitteln im Kampf gegen, links nicht wählerisch. Die Wirkung Ihrer (nach retitHi Agitation ist, daß die Arbeiter weniger denn je ix bee' lauteren Zchkck Ihrer Selbstschutzorganisationen glauben, ?

Abg. Richter-Neumünster (So».): Der erste Räte«' kongrcß war * , 4

da» größte Theater, ' . ' das ich je erlebt habe. Bei der Besetzung der Land-« ratsömtcr müssen Sozialdemokraten noch stärker be* rücksichtigt werden. Wir machen jetzt bat Anfang mit der Beseitigung der Parteiwirtschaft. s

Abg. Granowski (Z.): Einen rücksichtslose» tnck 'brutalen Kampf verlangen wir gegen bte [|

Schlemmer, Schieber und Wuchere«, ' - die allabendlich auf den Knochen unserer 2 Millionen (Se» sallenen herumtanzen. (Starter Beifall im Zentrum.)

Hierauf wird die Beratung vertagt. In 3. Beratung werden die Wahlgesetze für den Laichtag, für ben. Provinzial- und Kreistag ohne Aussprache nach de» Be- schlüison 2 Lesung angenommen. . i

Sonnabend 12 Uhr: Anfragen, LanshaltsberstMG,

!mWt toitsitriieihmt.

Annahme der Wahlvorlage». Die Selbstfchutz- organifatione«.

188. Sitzung vom 3. Dezember.

Vizepräsident Porsch eröffnet die Sitzung um lUhr 20 Minuten. Tos Haus ist sehr schwach besetzt. Es fetzt zunächst die Beratung de» Haushalts des Ministeriums des Inneren fort

Abg. Leid (U.S.t.'* Auch heute kann von einer Demokratisierung in Preußen nicht die Rede fein. Dir Orplschorgauisationen und andere Organisationen, die diesen gleich zu stellen sind, wie die Einwohner- und Selbstschulnrebren. sind nichts anderes als Organisationen der Gegenrevolution. Auch der Bürgerrat gehört zu den verdächtigen Organisationen. Der militärische Geist ist überall lebendig, vor allem in dem Ossizierkorvs der Reichswehr Tüten gegenrevolutionären Bestrebungen wird die Arbeiterklasse energischen Widerstand entgegen­setzen x

Es folgt die 2. Beratung des Gesetzentwurfs übet die Wahlen »um preußischen Landtag in Verbindung mit den Anträgen Adolf Hoffmann <U. l ), Dr v. Richter (D. Bvt.) und H e r g t (Deutsch».). Nach dem Entwurf sind Wähler zum Landtag alle über 20 Jahre alten reichsdeutschen Männer und Frauen, die in Preußen wohnen Aus 50000 abgegebene Stimmen ent­fällt ein Llbgeordnetensitz. Für die Soldaten ruht das Wahlrecht. Nach kurzer Aussprache wird das Gesetz unter Ablehnung verschiedener Abänderungsanträge in 2. Be­ratung angenommen.

ES folgt tue 2. Beratung des Entwurfes betreffend die

Wahlen zu den Provinziallandtagen und den Kreistagen.

Abg. Negenborn (Teutschnatl.): Die Notwendig­keit seht Krei--wahken vorzunehmen, können wir n i ch t an­erkennen. Wenn eS aber geschieht, dann müssen auch die Stadtverordnetenversammlungen neu gewählt werden. Die Beschlüsse des Ausschusses widerspreche» den demokratischen Gru'dsätzen.

Die Borkage wird ohne wesentliche Aenderungen und ohne weitere Aussprache angenommen.

Die Beratung des Haushalts des Ministeriums des Inneren wird fortgesetzt.

Abg. Oelsner (U. L): Wir bedauern, daß die Ar­beiterschaft, als sie im Besitze der politischen Gewalt war. nicht nachdrücklicher davon Gebrauch gemacht bat. (Ge­lächter rechts.) Während des Kapp-Butsches ist die Ar­beiterschaft in die Kellerlöcher gekrochen wie die Anhänger der Rechten am 9. November . (Große Unruhe.) Hatten wir eine rote Armee gehabt, so bätten wir Sie (nach

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Ser Mim EMM«.

Von unserem Berliner r*-Mitarbeiter.

Die Verhandlungen, die sich in den letzten Tagen im Schoße der Regierung und bei den Parteien abge­spielt haken, bieten ein trostloses Bild. Im Steuer- Ausschuß hat der Reichssinanzminister sich mit Wider» ständen auseinanderzufetzen, wie sie in dieser 6d>8rfi und Zähigkeit wohl noch selten einer leitenden Persön­lichkeit der Regierung begegnet sind. Wir treiben furchtbaren Zuständen zu, wenn wir au» Scheu vor der Verantwortung die Dinge laufen lasten und wenn die» jenigen politischen und parlamentarischen Stellen, denen die Leitung der Geschicke de» Volkes anvertraut ist, aus Angst vor der Verantwortlichkeit die notwendi« gen Vorkehrungen nicht treffen und lieber die Köpfe in den Sand stecken, um nur ja nichts von dem heran­ziehenden Unheil zu sehen zu brauchen.

So hat sich nun der Reichsfinanzminister die Unter­stützung des Reichsbankpräsidenten auskitten müllen. Die Novelle zum Reichsnotopfer will den dritten Teil der Reichsnotopfersummebeschleunigt" einziehen. Diese Beschleunigung bestände darin, daß in zwei Ter­minen, und zwar am 1. Februar und am 1. August nächsten Jahres, also innerhalb der nächsten neun Mo­nate dieses Drittel eingezogen würde. Die Rot ist aber für uns unmittelbar. In einet einzigen Rocht 'nun alle, stürzen. Denn morsch, hohl und faul ist der Unterbau bet heutigen Finanzwirlschast. Wenn man berücksichtigt, daß für die Drittel-Zahlung de» Reichsnotopfers zahlreiche Stundungsgesuche an di» Reichsregierung herantreten werden, kann man höch- itens mit einem Ertrag non 1012 Milliarden rech­nen. Was bedeutet das in einer Zeit, da wir mo­natlich das Mehrfache dieser Summe zu unproduk­tiven Zwecken, insbesondere fite die Besatzungskollen und für Dalutazuschüste bezahlen wüsten. Run bat der Reichsbankpräsident seine Forderung der unver­züglichen Bereitstellung einer Zwangsanleibe tn Verbindung mit dem Reichsnotopfer im Steueraus­schuft erhoben. Also die Frage lautet schon nicht mehr: Reichsnotopfer oder Zwangsonleihe, fonbern: Reichs­notopfer und Zwangsanleihe. Die Kämpfer, die gegen die eine wie gegen die ander» Maßnahme sich wandten, müssen heute nach einem Kompromiß Ausschau halten. Es gilt ja, wie der Reichsbankpräsident sagte,die schwerste, kaum ausdenkbare Katastrophe von unserer Wirtschaft und unterem Volke abzuwenden." Mittel» einet Zwangs- onleihe in Verbindung mit dem Reichsnotopfer hofft der Reichsbankpräsident etwa 20 Milliarden Mark hev- ausscklagen zu können, während, wie betont, bas Reick» notopfer nur etwa 10 bis 12 Milliarden ergäbe. Der ..Gewinn" von acht Milliarden ist wahrhaftig auch nicht aroß anzuschlagen. Aber die Gesamtsumme kann wenigsten» dazu dienen, diejenige Banknoten-Vapier« menge auszuschalten. die jetzt übet den durch die Bet« höltniffe bedingten Umlauf hinausgeht, und damit auf den Preisstand oll unterer Bedürfnisse so ungeheuer wirkt. Werden die Maßnahmen zur Abbürdung de« Papierberges nicht rasch und entschieden durchgeführt, dann werden wir In einem halben Jahre da. Drei­fache derjenigen Summen für Lebensbedürfnisse aufzu­wenden haben, die mir gegenwärtig hezpblen.

Wir stehen also vor wichtigen, vielleicht eet bex wichtigsten Entschlüssen. Eine Lage, wir wir sie heut« vor urz» jehcn, erfordert freilich SUlügnct, wetch» #*.

^gehaltenen Konferenz zwischen Lloyd George, tz-pgues und Graf Sforza wurde befchloffen, durch bit: englischen, französischen und italienischen Ee- tendien in Athen folgende Note überreichen zu lc>;cn:

Die Regierungen von Frankreich, England und

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Räte-Rutzland.

wb. Helsingfors, S. T^. Pe er b'ir er B.äl­ter veröffentlichen Schilderungen über die Ernöhcangs- fduviengftiten in Petersburg und Moskau. In den Speisehänse-n werde dcn Gästen nur noch eine Pslan- zensuppe gebaren. Anlaß ick' der kritischen Ernährungs­lage in diesen Stadien hat!« Lenin Befehl erteilt, daß neue Mihlsendungen abgehen. In Moskau ist die Lage s» bedrohlich, daß der Staatsrat auf eigene Faust' beschlossen hat, die noch vorhandenen geringen Vor­räte sofort an die Bevölkerung zu verteilen. Der Staa'Srat wurse deshalb von der Sewjetceglcrung in Anklagezustand versetzt.

wb. Kopenhagen, 8. Dez. Die Petersburger ZeitungPrawda" teilt mit, daß in den Gouver».'- ments Witebjk uub Moskau 15 neue bolschewistische Divisionen aufgestellt Warden find.

Kopenhagen, 3. Dez. D ei Dampfer mit arne- rikamscher Kohle für Sowjetrußland sind tm Hasen von Murmansk eiugetrossen, weitere 9 Tampser werden demnächst emartft.

Tschitscherin verwarnt England.

wb. Pari», 3. Dez. Rach einer ben Zeitungen aus London zugegangenen Nachricht hat das Auswär­tige Amt ein von Tschitscherin unterzeichnetes Radio- telegramm erhalten^ in dem sich die Sowfetregieruug .über die von England versucht» DerschleppungspolNik in der Frage des mit Rußland abzuschließenden Han­delsabkommen, beschwert. Die Sowjetregierung be­teuert, daß Großbritannien unannehmbare Forderun­gen gestellt hat. Schließlich ersucht die Sowjetregierung in barschem Tone um Auskunft darüber, ob England entschlossen sei, da, Handelsabkommen abzuschließen ober nicht. Es wftb hinzugefügt, daß, Im Falle die Antwort nicht befriedigt ausfallen sollt», di» Mission Krassin» gegenstandslos würd«.

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Mürfften Protest gegen jeden Versuch, den außer­halb des Abstimmungsgebiets wohnenden gebürti­gen Oberschlesiern die volle Auswirkung des Ltimrnrechts irgendwie zu beschränken. Jeder kchritt in dieser Richtung bedeutet ein Zurückwei- Hen vor den giotbetunflen und Drohungen der Polen und ein Abgehen von den klaren Bestim- Ar-ngen des Friedensvertrages. Es geht deshalb Licht an, die eine Kategorie Wähler an einem an­dern Ort oder auch nur zu einer anderen Stunde tlbftimmsn zu lasten al, die andere und sie dadurch tzu Mählern zweiter Klaste zu stempeln, ein Grund- fetz, der auch bei den Abstimmungen in Schleswig- > Holstein, Ost- und Westpreußen sowie in Kärnten tweiselsfrer anerkannt worden ist. Wir fordern deshalb, daß unsere Brüder im Re'ch« und im Ans- ;6tnbe amgleichen Tage mit uns in Oberschlesien mbstimmen. Wir bitten auf das eindringlichste, den ilßeg des Friedensvertrags in dieser Angelegenheit

: -Richt um Haaresbreite zu verkästen.

i wb. Berlin, 5. Trz. Ter RrichSregierung sind ifet den letzten Zogen zahlreiche Drahtungen von Ab- Hirnmungtzberechstgten aus Obcrschlesien und aus vielen jEemeinden des Reichs zugegangen, worin gegen die Vorschläge der Verbündeten, ein« Abstimmung der .Krichsoberschlesier tn Köln stattfinden zu lassen, in ikchärssier Weise Einspruch erhoben wird. Cs wirb Mereinstimmend ausgedrückt, daß die'e Barsch de» Bersailler Bcrrrag zu unseren Ungunsten brechen tvürden, «nd eS wird gefordert, daß nur die B.stim- dwngen dieses Vertrages für die Abstimmung maß- heökich kein dürfen. . >. :1 j

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|i Der Abg. v. Neinbeben (Di. Vpt.) richtete eine ;Hnfrage an die Regierung, in der er um beichten- teilte Antwort bittet, ob bte Regierung gewillt sei ;ke Vorschläge der verbündeten Regierungen über di

^er'chlefische Abstimmung abznlrhnen, an dem klaren And «nzwkibeutigcn Wortlaut bei Artikels 2G de- ^ried>-nSvertrages festzuhalten uub jeöe andere Ab- Himmt ng als erneute $ergctvalltgHng uttü jlt Teutjch

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wb. Genf, 8. Dez. Der 5. Ausschuß des Völker- bundsrals Hai einstimmig den Antrag auf Aus­nahme Oesterreichs in den Völkerbund ange­nommen.

wb. New York, 2. Dez.Assscia ed Preß" re'* bet ans Buenos Aires, daß Argen teilten erwäge, sich vom Völkerbund zurückzuziehen, da es der argenlinifchen Delegation nicht mSg ich teer, bte Zu­stimmung der Dölkerbuichsversammiung zu den Tor­schlägen Argentinlens zu erreiche«!. '

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tob. Paris, 3. De;. Wie der Sonderbericht- felbVter desEcho de Paris" mittet(t, hat Rumänien der englischen Regierung erllären lassen, es sei seiner bi nach die beste Lösung der griechischen Frage,

V»"-"- Kronprinz Georg ben Thron besteige.

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Sonnabend, 4. Dezbr.

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Die Knskinttkmmi.

wb. £ c it b o n, 3. Tez. 6 Männer und 3 Frauen aus Irland wurden in Glasgow unter be£ Anschul­digung einer verräterischen Verschwörung verhaftet. Wie berichtet wird, hat bte Polizei eine Menge Waffen und hochexplosive Stoffe in beit Häusern der Ver­hafteten grfunten. In der Grafschaft Ttpperary wurde ein Offizier des Siunseinhccres erschossen und meh­rere Stnnfeiner gefangen genommen.

wb. Amsterdam, 3. Dez. DemTelegraaf" zufolge erfckteen bte bekannte Sinnseinerin Gräfin Marckie wicz, die in den letzten Tagen in Dublin verhaftet Norden war, dort vor dem Kriegsgericht unter der Beschuldigung einer Verschwörung zur Er­mordung von Dienern der össentlichen Ordnung. Sie weigerte sich, die ihr gestellten Fragen zu beantworte.i und erklärte, sie erkenne das Gericht nicht an, dessen Zusammensetzu' g n-'getetz'ich sei, da eS nicht auf dem Willen del irifchen Volkes ausgebaut set. Die öffent­liche Anklage leschuidigt die Gräfin, nach ihrer Ber- haflung erklärt zu haben, daß sie selbst englische Offi­ziere und Soldaten ermordet und bei einer anderen Aiigelegenheit einen Polizisten, der sic verhaften rooiitc, erschossen habe.

Wie Amsterdamer B'äiter melden, fordert das <EinnjLii:r.iitglieb des britischen Parlaments Swcstman in einem Aufruf zu etner wcuen Frichenikonfercuz aus,