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btt Oberstaatsanwalt beim Landgericht 3 die gegen den früheren Reichsfinanzmtmster Erzberger er­stattete Strafanzeige dem Finanzamt in Charlottenburx übermittelt, das sich nunmehr erneut mit bet An­schuldigung gegen Erzberger beschäftigen muß. Zu­nächst werde cs die Genehmigung des Reichstags ein­holen müssen.

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:: Wetter. 90. No». Im Gasthof b«S Herrn Alexander sand gestern eine gut besuchte Versammlung der selbständigen Schuhmacher des AmtS W iler statt. Obermeister Ilk aus Marburg sprach über Zweck und Nutzen der Innungen für den HSndwerkerstand und erntete reichen Beifall. In bet Aussprache wurde ebenfalls der Zusammenschluß des Handwerks xient

o- Kirchhain, 29. Nov. Di« Ortsgruppe Kirch Hain des Hessischen Bauernvereins feierte em Sonntag in den Räumen der Hotel Mose dach ihr erste, Winter- vergnügen. Herr Geschäftsführer Bohl überbrachte die Wünsche des Vorsitzenden der Bezirk,bauernschast, wo- r»üs der Vorsitzende der Ortsgruppe Herr Ludwig Pre­diger In schwungvollen Worten dankte und die An­wesenden zu weilerer Mitarbeit und zum festen Zu­sammenhalt aufsorderte. Einige gesangliche und heitere Borträg« von Damen und Herren des Vereins halfen da» Fest sehr verschönern, und bis zu vorgerückter Stund« blieben die Teilnehmen in bester Harmonie zu­sammen. «

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auf b'rrtf Tebiese 6er soz'asfsikschen Gesefgekung ge- tribmtL Ten, Hauptverband der deutschen Lrtskran- kenlassen g'hören zurzeit 1100 Ortskrankenkassen mit einem Mitgliederbestand von 8 Millionen an.

Gießen, 26. Ron. Verhaftet wurde hier ein Vorarbeiter wegen Unterschlagung von Lohngeldern sowie Steuer- und Krankcnkasjrubeiträgen in Höhe von saft 7000 Mark.

me. Frankfurt a.M., 29. No». Die Buch- druckergrhilfen haben in ihrer gestrigen Sitzung be- schlossen, vorerst nicht in den Ausstand zu treten. In Kreistarisrerhandlungen soll versucht werden, eine Er- HSHung der für Frankfurt unzureichenden Teuerungs­zulage zu erlangen. Die Mittel bet Frankfurter Kiuderhilfe sind ausgebraucht. Der Magistrat muß die Kosten der Zubereitung der OnSkerspeisung über nehmen, außer feinen sonstigen Aufwendungen sür die Cchulkindersprifung, die einen jährlichen Zuschuß von insgesamt Mk. 2300000 erfordert.

mc. Hanau, 23. Ro». Die Stadtverordneten- mahl wurde von der Regierung aus den 9. Januar 1921 festgesetzt. i

schaffen, er Ans- fcheuden chanden

Theater, Konzert«, Versammlungen Ufas.

Vortrag D r. Rüge. Nochmals sei ans den heutigen Bort rag des Herrn Dr. Rüge- Heidelberg aus- merksam gemocht. AaiseneröOnuna in den Stadtsälen 8 Uhr. Beginn des DortragS pünktlich 8,15 Uhr.

Kammermusik-Abend. Für das am Frei­tag, den 3. Dezember in den Stadtsälen statt findende 3. Künstler-Konzert des Vereins der Kammermusiksreundr des Instituts sür das Deurschtum i« Auslande ist ein überaus geschmackvolles, vielmrsorrchendes Programm $u samwenqestellt. Herr Konzertmeister Hermann Kraus rott» nn Verein mit Fräulein Irene Hendors zunächst ein Vielinkonzert D-dur von Mozart und ferner dir Bio- linsonate Es-dur von Richard Strauß vortragen. In klei­neren Bravonrstücken von Dvorak slooische Tanzweise und Kreisler arabische« Zsgeunerlied und Rondino über «in Thema m Bee, Hoven wird Herr Kraus Ge­legenheit haben, sei ne virtuose Kunst zu zeigen. Fräulein Hetiwrf hat als Solonvmmer die Sonate v». 1 von Brahms gewählt. Auch dieier Abend, der schon um des edlen Zweckes willen einen guten Besuch verdient, ver- iprichl künstlen'sch äuherst genußreich zu werden. Ein­trittskarten bei Kurt Reufeldt.

Dos UD, Lilgrimstein. schreibt: Heute Abend zu« ersten Male der vierte Henny Porten-FestspirlnlmAgnes Enaa und ihre drei Freier". Auch in diesem Film hat unsere große Künstlerin benutz Porten mit ihrer aus­gezeichneten Begabung und der fröhlichsten und «us- gelasieusten Laune einen herrlichen Film geschossen. Wer sie wieder sieht in ihren drolligen und doch so schlauen Einfällen und wie sie ihre Nebenbuhler hinter« Licht iührt, bet muß sie gern haben. Musikbegleitung: teile, Violine, filetier.

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Berlin, BO. Nov. Der kn Spandau woHiti' hafte 50 Jahre alte Kutscher Adolf Schulze wurvg gestern ton ber Berliner Kriminalpolizei unter deut Bert acht, tine große Anzahl Männer, Frauen nndf Kinder ermordet zu haben, in Haft genommen, i Die ihm zur Last gelegten Verbrechen gehen bis 1898 zurück. Unter btt Wucht bet Beweise legte bet Btt»' hastete ein umsassenbeS Geständnis ab. j >

Vorbereitung der Rückkehr de, Köniz» Konstantin, j wb. Sthtu, 80. No». Der griechische Kreuze* Awerow", btt sich in Konstantinopel befand, erhielt Bel«hl, nach bem Piräus zurückzukehren und sich dort bereit zu hakten, nach Brindisi zu fahren und König Konstantin nach der kollsabstimmung nach Seit« chenland zurückzuholen. DerAwerow" wird d»A sämtlich« Schiffen bet griechischen FUU« degleUet i werden. . sl

Ziehen, i letfen auf tmmhunz ungsau^ ohnungs.

xiakonissenhau». Man schreibt uns: Trotz der waren Zeit hat ba» Hestzenland bisher sein Diakonissen, hon, nicht im Stich gelassen. Seine ca. 400 Schwestern hoben bis heul« auf 98 Gemeindestatiouen, in SO Kran- z«Rkäusern und Hospitälern, in 40 Trziehungsanstalten gab Kleinkinderschulen zum Besten Hessens arbeiten ESanen. Aber wenn dos Diakon ifsenhaus feine Arbeit »titer tun soll, so bedarf e» der tatkräftigsten Unter­stützung. Die Kosten, die Bemcindrn, Verein« und An­stalten für die Schwestern ausbringen, sind im Verhält nie zur Dienstleistung verschwindend klein. Alle Aus­gaben sind ungeheuer gewachsen. Die neu Lbernom- men« Krippe in Tafjel erfordert einen bedeutenden 3» schütz, ebenso wie die KinderheilanstaltBethanien" hier in Marburg auf dem Ortenberg, in der verkeil^ gehe Kinder unter Leitung des Direktor» der chirurgi­schen Klinik ärztliche Behandlung finden, um sie nach Möglichkeit arbeitsfähig zu machen. Di« segensreich« Urbeit der Gemeindeschwestern im Julien stift. St Iakcbshospital. Elisabethhaus, in den Kleinkinderschu­len u. s f. ist vielen in linieret Stadt zu gut bekommen Da, Diakonissenbans bittet diesmal besonder, herzlich und dringend um die Hilfe, die der Zeitteuerung ent» spricht, seiner Freund«. Als hessische Christen dürfen wir unser hessisches Diakonissenbaus nicht Not leiden lassen. Möchten die Sammler, die in diesen Tage, di« Häuser aufsnchen, willige Aufnahme finden.

* Ausstellung. Wir weisen noch einmal da­rauf hin. baß honte, Dienstag, abends 8'/, Ahr im An'strl'unp?raum des kunsthistorischen Seminars (Här- $utl 4) ein Vortrag von Herrn Prof. Hamann, über Moderne Kunst an Hand bet ausgestellten Werke statt-

fertigt schnellstens tu

Eschenen Fragen erfnnerff Herr Nose bei Titel Vev- (tef)fne3 daran, daß die Soziatisierungsbesirebunqen im .rtfebreiten begrifrrn seien. Er erinnerte an gcsetzliche 'siimmungcn, welche dem Lebensmittelverkehr in Aus-

[_n lausen gesucht, evtl. q««en 1 p »ertavschen.

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Heffen-Naffau und NachbargeLiete.

Cassel, 2n. Nov. Der 24. brutsche Ortskran- kenkassentag trat heute in bet hiesigen Stadthalle zu einer zweitägigen Deratu"g »lsammen. Et,v.i 700 Bertreter ber deutschen Ortskrankenkassen sind ein- getrrssen, um zu den dringenden Fragen des Kranken- kassenwesens Stellung zu nehmen. Der Vormittag brachte einen Vortrag über bi« Aerztefeage und die Tarisgemeinlchaft mit dem Fentrakverband bet An­gestellten. Der zweite verhanblungstag ist den Fragen

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Letzte Nckchrichten.

Betlttt, 80. Nov. Ten Blättern zufolge

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Unpolitische Tagesnachrichten.

Staab an« be« Velbschrank. Berlin, 29. Roo. Laut Z." wurden gestern in «Ine« Berliner Uhren grschäst au, dem Seldschrank Soldwaren im Werte von rund 400 000 .« geraubt.

Schifssunglilck auf der Elb«. Hamburg, 29. Rov. Am Sonnabend abend bohrte der Grimsbyer Toureu- dampferArcrington" auf der Elbe gegenüber dem St. Pauli-Fischmarkt den Hamburger Seeschlepper ^Bor- hofen" in den Gründ. Ein Maschinist und rin Heizer vermochten das sinkende Schiff nicht mehr zu verlassen und gingen in die Tiefe. Der Dampfer hatte an- jcheinend keinen erheblichen Schaden and setzte seine Xeise ohne Aufenthalt fort.

UnterschlagOMgen eine» städtischen Beamten. Kott- Sns, 29. Noc. Rechnungsdirektor Steckmonn. Leiter der ftüdtifchen Amtrstelle, hat sich nach Unterschlagung städtischer Gelder in Höh« von angeblich 200 000 M der Staatsanwaltschaft gestellt.

Lisenbahudiebstiihle. Saarbrücken, 29. Nov. Wie dieSaarbrücker Landesztg." meldet, ist man bei der Eisenbahndirektion Saarbrücken grohen Diebstählen an Warensendungen auf die Spur gekommen. Die Be­randungen sollen bis in da« vergangene Jahr zurück­gehen. Bi» jetzt find 8 Beamte verhaftet worden. Der Schaden, der der Eisenbabndirektion entsteht, wird auf viele Hunderttausend« geschätzt. «

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Die serbischem Wahl«. |

wb. Belgrad, 30. Rov. Die Wahlen stmb w8» ' kommen ruhig verlaufen. Unter den bisher al» ge­wählt Gemeldeten befindet sich der Führer ber Radi­kalen Pafitsch. der Führer der Demokraten Davida» witsch sowie der Führer der Kommunisten Dr. Raste» witsch._____________________________

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ittb Sfitet < « Dl« Krieg,beschädigten. Mau schreibt tt, tourbt «tte: Am Sonntag sand im Seebodefcheu Saal «ine ,r.ntReichsbund der Kriegsbeschädigten" «inberufene j^rjamrolunfl stall, in der V«jirk»v«rtreter Dehnert- faijel einen Borlrag über dieKriegsopfer und ihre Versorgung" hielt. Der Redner beschästigl« sich u. n. gmt) längere Zeit mit ben Kriegerveretnen. dir ander« Aufgaben hätten und in Hinsicht auf btt Vertretung Irr Rechte der Kriegsopfer wohl nicht dieser Ausgabe -wachleu seien. Deshalb hätten sich bk Krirgsdeschä- tzigiea selbst zusammenschliesien müssen und bi«, sei ch in vollstem Matze geschehen. Täglich wachse bie Mügliederzahl de»Reichsbund«", der jetzt schon über gggOOO Mitglieder habe. In seinen weiteren Bun* stihrungen vertrat der Redner bie bekannten Wünsche Kriegsbeschädigten, die ja schon ost in dieser Arttung zum Ausdruck gebracht wurden. 6» schloß sich «ti« kleine Aussprache an.

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