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Ascheneim-r und anstatt daß man nnb Vielen und Biele Menschen

Hezufisquellen Nachweis

herrSbeende Asche wandert mM in die von da in die Echnttablaaeenng-vkSde. sie ,vm Düngen von KSNen. Aeckrrn Anlegung von Kompost banken benutzt.

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Weitergasse 8. Seat. 1810.

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cheinen noch nicht je wissen, wie reich g>ob.iW an Kali und PhoSphorsäun, diesen wertvollen nnb kostbaren Düngemitteln ist. Wer selbst keine Verwendung für Asche hat, sollte fi« trotzdem sammeln nnb den Bewohnern der henachbarten TSrfer umsonst anbieten. Bor längerer Zeit wurde in dieser Zeitung daraus enmrerfinm gemacht, welche Berschwendung mit den in den Crfm verbleibeichen KohlenabsSllen getrieben wird. Ein Blick in die Müll­und Ascheneimer zeigt häufig größere »der kleinere Brocken von BrikrtS, verschlackte klein ko bien und vor allem unverbrannten Koks, ein Beweis, daß hanllrauen ent- weder selbst unverstärchig und nicht sparsam sind oder !bre Dienstboten nicht zum AuSlelen oder Absieben der Alche anhalten. Man sollte denken, daß dergseichen dei den ungeheuer hohen Koblenpreisen heutrutage nicht mehr ''orfSme. Um noch einmal ans die Vorgärten der Häu- -er zurückzukommen. so soll zwar anerkannt werden, daß einzelne Hausbesitzer aus deren Pfleg« Wert legen, wäh­rend archere Hausbesitzer nicht- oder last nicht- dafür tun und sowohl Beete alr auch Piäde einrasen oder mit Unkraut bewachten lassen. ES ist da- Fremde« beim Begeben der Straßen ost ausgefallen, und fit haben sich Darüber vertonnoert «-gesprochen.

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tte>b.Nedmttt.Nriedrich»vlatz

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Augustinergalle 1. Tel. 247.

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Zpsr?- 8. SeiflBarra Ch. 8 5. Sömmerina Inhaber Coster Stolpe Wetlergape 26.

«einen Schund namenlos ,n verkaufen. Der Geprellte ist der Käufer. Er ist fein schwer verdientes Geld leicht los geworden nick hat keine Sicherheit, den Hausierer kür den Schaden veranNoortkich machen zu können. Der Nicht- techmann kann heute nicht tun Unterschied ob gute oder schlechte Ware oder Farbe feststellen. Der Fabrikant terturt solche Stosse mit aller Kunst an, sodaß diese für den Moment als Qualitätsware erscheint, während zum mindesten die Farbenechtheit fehlt.

Das alte Vertrauen zum Fachmann muß wieder- kehren, weist die S iiti.cr von Euch und geht ;u bekannten ortsansässigen Meistern, welche gern mit Rat nnd Tat zur Verfügung stehen. Denkt auch al- organisierte Ar­beiter und Beamte an die Arbeiter unseres Berufe«, welche auch einen auskSmmlichen Lohn haben wollen und müssen, unterstützt keine Schieber enb Steuerdrücker.

Jugendpflege erfabreuen, mit beit erforderlichen fotf. nlen und juristischen Kenulniffen ausgerüstete Persön- lichkel«. b) Dem Leiter steh» ein Büro mit dem er­forderlichen Personal zur Verfügung, t) Jedem Be- zirkswoi'eoamt werden beruflich und ehrenamtlich tätig« Hilfskräfte zugeteilt. Diese solle« möglichst im Bezirk de» Iuoendamie» wohnen, d) Die Auswahl der Personen, die im Jugendamt tätig find, darf nie nach deren kirchlicher oder politischer Gesinnung erfolgen.

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-Renan Gemeinde, Elisadethstr 8, h. 1. Gottes­dienste Sonntag Nach«. 3 Uhr und Mittwoch Abend 8 Uhr.

Bavtistengemeinde Marburg. Hirschberg 11II Sonntag 4 Uhr: Erbauung. Mittwoch, abends 8 Uhr:

laikscht nicht um etwaig« Preisunterschiede. Die nungsvreis« find auf reeller Krundlaqe kalkuliert, sprechend der auszuwendenden Arbeit-zeit.

Wer im Nebenberuf billiger arbeitet, schädigt

letzten Jahren in den Vorgärten häufig Gemüse gezogen wird. ES ist freilich »ft sehr kümmerlich, wo« wobl von ungenügender Lockerung de« Boden«, mehr noch von un­genügender Düngung herrührt. Der Dünger ist heutzn- tage unerschwinglich teuer: man könnte fich ober dadurch wohl Helsen, daß man hinter jedem baute einen Kompost- Hausen anlegte. DaS Material dazu, nämlich Unkraut an« den Gärten. Laub, Küchenabfälle und Strnßenk-Hricht ist überall vorbanden. Nun sieht man überall solche Ab- 'Slle in den Müll» und Aschenkasten wandern, eben>'o Papier, da« »um Feueranmachen gebraucht werden könnte, nnd Asch«. Wir sind in den letzten Sohren gezwungen, ungeheuere Mengen Holz »n verbrennen. Die davon

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Am ffitfln 32V., Ferner. 858

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Gegen die wilden Stofshändker.

Der wiü»e Stoffhandel nnb die häufig auftretende« Preisunterbietungen veranlassen un«. Nachstehende« an die Kunden bezw. Bürgerschaft zu veröffentlichen:

Der wiche Stofsharchel versucht, durch besoichere Heber- redungskunst vor allem schlechte Stoffe umznsetzen. da ibm hierbei großer und leichter Verdienst gewiß ist und dem täufer die anqebotene Ware preiswert erscheint, gegenüber den guten und mittleren Qualitäten, welche der Schneider­meister zu verkaufen bestrebt ist. Letzterer hat ein großes Interesse, feinen Kundenkreis nicht nur zu erhalten, 'andern nach Möglichkeft durch reelle undg nte Bedienung zu vergrößern, während der wilde Händler da« Joteresft nicht bat. sondern von Tür zu Tür gebt und versucht.

in die Vorgärten der Däuser und in die Müll- und UHßlkr-u.lifisi.^gszMßjjx Ascheneimer zu werfen. Dabei freue ich mich, daß in den

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Sari Storck, Neustadt 21.

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Bahudofftr. 8. Tel 85.

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Karl Fnker, Steinweg 35»

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Soerlal-Rubrik bet Nnmmren-Erpebitton BStzel & Schmlth, Sronftert a. M.

schicht in Gesundheit und lleppigkeit ein schöne» Leben führen konnte, während die große Masi« darbte. Heute wiffen mit, daß wir alle aufeinander angewiesen sind, und im Guten wi« im Bösen voneinander abhängen mit unserer Arbeit, mit unserem Dormörtskommen, mit der Sicherheit unserer Leben» und schließlich mit unserer Eksundheit. Du verringerst die tägliche Lebensgefahr deine» eigenen Kindes, wenn du dafür sorgst, daß die tuberkulösen Kinder in Heilanstalten kommen und daß durch bester« Ernährung die erschreckend zunehmenden Ansteckungskrankheiten rote Kripp« und Lungenentzün­dung zurückgehen. Du schaffst deinem Kind eine leich­tere und gedeihlichere Zukunft, roentt du dafür sorgst, daß e» al» erwachsener Mensch tüchtige und kräftige Mitarbeiter findet, nicht schwächlich«, untauglich« Men- lchen, die nur Hemmschuhe sind. Du bereitetst deinem Kind ein hellere», sorglosere» Leben, wenn da daran m i t h i l f st, daß die Schar der Derzweifelten. der Tagediebe, der Verbrecher, die heute die allgemeine Sicherheit bedrohen, sich wieder »erringeet. Fe­der Kriminalist aber kann dir saaen. daß unterernährte und verwahrkoste Kinder die besten Rekruten de» lichtscheuen Gesindel» sind. Roch hält da» Volk diese, ht Schoch. Wehe en, allen, wenn es so zgblrfs-h wird, daß rote ibm erliegen!

Die Not der Kinder ist so furchtbar geworden, und bat so olle Kreise untere« Volkes ergriffen, daß alle Verbände, die nur irgendwie sich mit der Linde --mg menlchsi»-« Rot befallen, sich zurDeutschen K f n b e r b I f f«" »nlarnmengeschloßen haben nnd eure Hilfe heischen. Gebt am Sonntag soviel ihr könnt, gebt, s» schnell ibr könnt. Kinder m Not! Dieser Nuf bedeutet höchste Gefahr. Vernehmt die Stimmen der Kinder, denn ee sind die Stimmen eurer eigenen Kinder. Fbr könnt euren eigenen Lieblingen kein edl-re», schönere», aber auch kein nüßlicheres Wril nacht-igelchenk machen, ols indem ibr ihnen das Lächeln, die ch-esundheit, die Hettung ^nes fremden Kindes

Müsetz.» <»*;rrfT-Äff^.

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Frankfurter sie. 4, TeL $86.

Euch, der benötigt diesen Verdienst nicht zum Lebens­unterhalt und liefert den Beweis, daß et im »anptberuf nicht ermüdet. Verachtet solche Schmarotzer und denkt an die Lohndrücker in Euren Reihen.

Darum faßt wichet Vertrauen znm reellen Handwerks­meister am Ctte, nur dielet gibt Euch Gewähr für gute Bedienung und dieser hilft Steuer zahlen. Jcher Meister ist heute in der Lage, Stoffe zu liefern in echten Farben und gute» Qualitäten zn normalen Presstet.

Die SchneLer-ZwangSinnung Marburg.

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Kinder in Not.

Bon Wilhelm Hegeler.

Eines Morgens in diesem vergangenen Sommer lag ich irgendwo am Waldrand. Ein dutzendmal hatte ich «n derselben Stelle gelegen und dosselb« Bild in mat­terer Prägung gesehen. Freilich auch in feineren Stim­mungen. Gesundheit, sröbliche» Gedeihen, Kroftfülluna war die Stimmung der Stund«. Da ließ Gesang mich «ufhorchen, «in hellrr, lieblidjer G«sang von Kinder- .stimmen, so dünn und zart, daß dagegen da» Zirpen enb Grillen und die Triller der Lerchen ganz grob cklangen. Der Gesang kam näher, »hne doch eigentlich Diel stärker zu werben, und endlich kam sehr langsam .der Zug an mir vorbei, «ine Schaar von zwanzig oder {rettzig Schullindem. Sie gingen paarweise angefaßt.

le ganz Kleinen zuerst, dann folgte« die etwa» Kößere« nnd de« Schluß machten die beide« Lehre­rn««, di« eine alt, die a«bere jung, aber beide schon jebiidt Sie entfernte« sich, und schnell verrannen di« rStimmche« wie ein durchsichtiger Wollenhauch im Wirbelnden Lichtftrom. Aber nicht zerrinnen wollte da. Mild in meiner Seele. E» war so grell erschreckend, so Krautig, und voll düsterer Klag« in seinen bleichen Modersarben mitten im Selb und Blau und Walde»- Drün diese» Sommermorgen», daß ich glaubte, geträumt *u haben. Es war zugleich so unroirklich und gespenstet- Hast. al» wären von einem Kindersriedhof die Nein»« Meelchen aujerstanden, um noch einmal hinauszuwan- ern. arme, de weinenswerte Schemen, in ihr zu früh stzetlastene, Iugendland.

Welch ein Trost, wenn e» ein Traum gewesen wäre! Uder es wat Wirklichkeit, wie jeder sie beobachten Sonnte, der in diesem oder einem der letzten Sommer eine etwas abgelegene Sommerfrische ausgesucht hat. Diese Kinder waren Berliner Ferienkindet. e». wie anders sahen sie aus a!» die un, so wohlbe-1 Kannten frechen Rangen von einst, die so voll llebermut Dmd dumme« Stretchen sieckir«, daß ein einziger kleiner

Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Unter dieser Rubrik veröffentlicht die edihrtlrituna Stimmen au« dem Leserkreis. Für die hierin auSge» wrochenen Anjichte« und Dendenzen übernimmt die Schriktleitung (außer bn preßg-setzlichen) keine Betonttoorinne, diele blnbt vielmehr dem Ein­sender Überlafsen.

Bei meinen Gängen durch die Straßen unserer Stadt habe ich btt Gewohnheit, unwillkürlich oft einen Blick

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«rrMiffr Ka'erne«stt.l5. Jtemtet!®!

Schutz der Kinder vor Ausbeutung und Mißbandluna. e) Fstrsorgeeriiehunas- und Er,iehunasmastnohmen an­stelle der korrektionellen Nachhast, d) Iugendgerichts- Ailfe. Schutzaufsicht, e) Kontrolle bet gewerblichen «nb ^uslichen Heim-Kinderarbeit.

3. Das Waisenamt: FStsorge nnb Eniehung für dauernd ormentechtlich bi'ssbediirstige Kinder.

4. Da» Vormundschaftsamt. a) Bernfs- vvtmundlchast, Pflege und B»lltandschaft für eheliche enb unehelich« Kinder, b) Schroangerenfn-sorge. c'i Ndontivermittkimg. d) Zentralgemeindewaisenrot.

Sie Kuratorien: Rite jed-, bet 4 Aemtet wird ein Kuratorium aehikdek, welches aus !»- 7 De- putationsmitaliedern und dem Leiter des tetr. Amtes als stimmfähiges Mitglied besteht. Das Kuratorium des Iugendpflegeamtes wird mit Rücksicht auf die be­sondere Abteilung für Sport, Turnen, Spielen, Rn- i>ern. Schwimme« auf wenigstens 12 Mitglieder ver­stärkt.

III. Die Dezirksjugendämter.

Um praktisch erfolgreiche Arbeit in her Iugend- ^ooblsahrt zu leisten, die gefährdete Jugend möglichst ckückenlos erfasie« zu können und um von der jetzt noch 'Herrschenden Zusallsförsorge lostukommen, werden be­ruflich otganisietie Bezirkssuoendämter errichtet. Die Bezirke, der z« entrichtenden BenrkssugendLmter, fallen jnit denen der Atmenbezirk« zusammen.

1. Die Aufgaben de, Bezirksjugenb- Zmtes. a) Die Hauptaufgake ist die Uebetwachung Her im Bezirk wohnenden Jugendlichen mH dem Ziele, jedem hilfsbedürftigen, verarmten, gefährdeten ober svermahrlosten Kinde möglichst schnell die Hille zn ver­schossen, deren et zu seiner körperlichen, geistigen und stttlichen Förderung bedarf, b) Die Bezirksiugend- mfet übernehmen die Geschäfte der lokalen Gemeinde- «aisenräte.

2. Di« Organisation der Bezirka- Augendämter. al Jede, Bezirlsjugendamt stedt enter der Leitung einer te der Jugendfürsorge und

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Biegen str. 551.. Tel. 788. gl,,»n-M»rmietu«g ÜnenrCSornne

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Knirps ein ganzes Dorf den Sommer über in Austuhr versetzte. Sie waren so artig gewotdenl Der Hunger batte sie zahm gemacht, die jahrelange Untetemähtuno ihnen alle Lebenskraft ausgesogen, daß sie gar nicht mehr wie richtige Buben und Mädchen auftraten, die mit jedem ihrer steinen, feste« Schritte zu fragen schei­nen: wir wisien, daß die Erde unser ist für eine lange Lebenszeit sondern die «inen waren geprägt von einet kranken, jenseitigen Schönheit, wie Kinder sie haben, die nicht alt werden, und die anderen, ja die trugen «och unheimlichere und drohendere Zeichen, und auf ihren ausgemergelten Gesichtern waten Ptophe- zeibungen zu lesen, die nicht» Gute» bedeuten. Solcher Kinder gibt e» in Deutschland hunderttausend e, nicht «ut in Berlin und in den andern Großstädten, in jeder steinsten Stadt gibt e» ihrer. So sieht Deutsch­land, Zukunft au»! Soll si« wirklich auch fürderhin so hoffnung,lo» aussehen?

Ich meine, die menschliche Barmherzigkeit in «n», unter Vollgefühl «I» Deutsch« müßte sich dagegen er beben und verlange«, daß biet Hilfe gefchiehte Und ich hi« übtrteuflt, e» witd auch s» fein. E, ist nur nötig, e« die Not Meter Kinder yi erinnern» data« ju erinnern, wie viele au, Mangel an Kleidern frieren, wieviel den Tiere« gleich auf dem Bode« schlafe« müs­sen, weil si« fein Bett hab«« ich glaube, es bedarf nur einer solchen Mahnung, um den bochherzioe« und milden Sinn weitester Volkskreite ,u wecken. Aber den andern, de« Leuten mit zugeknöpften Taschen, die viel­leicht denken, e, koste ihnen gerade genug Mühe, um ihre eigen» Familie dutchznbtlngen, und zum Leben ge­böte nicht nur da. Notdürftigste, sondern auch ein we­nig Komfort und Neberfluß. und schliesilich mülle man auch für die Zukunft zurücklegen. deshalb sei Wohltätig- leit ein zu teurer Lurus. denen möchte ich jurufen: euch macht die Vatetforge beschränkt und die Mutterliebe blind. Wa, ihr gegen die Not b»- fremden Kinder tut, tut ibr vir Nettung und zum Mohl eurer eaenen

Die Zeiten sind längst vorbei, wo eine kleine Ober-1

Der Ausbau des Jugendamtes.

r (Ein Entwurf.)

, Bon Lehret und Bettrkswaisenrat Ft. Schneidet : in Hamborn a. Nhein.

In aller Kürze werden sich die städtischen Körper- schoflen mit der Einrichtung von Jugendämtern zu de- schäftigen hoben. Wie fich im großen und ganzen bet Aufbau eine, Jugendamtes zu vollziehen hat, sei im Kachsolgenden kurz angegeben.

I. Die Deputation de« In»e«b,«te^

1. Aufgabenkteia: Tie Deputation de, Jugendamtes hat im wesentliche, die Aufgabe, zen- traie, allgemein« Fragen zu behandeln. Richtlinien und Grundsätze auszustellen, nach denen Iugendsürtotge und Jugendpflege zu treiben ist: Betrachtungen übet große, der gesamten Iugendwohlsahrt dienenden Einrichtun- gen und Beranstaltungen zu pflegen, die veteinstätig. feit in Jugendfürsorge und Iugendpstege zusammen zu fallen, aniuregen und gegebenensall, zn vetbesietn. Sie hat fern - s Aufgabe, die Kartei, die Statistik, die Bibliothek der Iugendwohlsahrt und Me allgemein» Askunstsstelle zu verwalten, Erhebungen über die all- gemeine Laue der Jugendlichen anzustellen, Anstalten für Jugendlich« zu lonze!sioni«ren und di« Ausbildung der beruflich und «hrenamtkich in btt Iugendwohlsahrt tätigen Personen zu fördern. 2. Zusammen» setzung: Die Depntation setzt sich zusammen au« den Dezernenten für da, Jugendamt, au» Stadtverord­neten. Bürgern fauch Frauen) und den Leitern der nachgenannten Aemter. Die Leiter dieser Verntet haben in den von ihnen vorgetragenen Sachen Stimmrecht.

II. Di« Abtrilng de» Jugendamtes.

Innerhalb de» Iugendamte» werde» ein«Ine Ab­teilungen gebildet, die die große« Gebiete der gesam­ten Iugendwohkfohrt bearbeiten. Diese Aemter sind: L Da» Iuaendpflegeamt. i. Das Iugendfürsorgeamt, 1 Das Waitenomi, 4. Da» Bormundschastsamt.

1_ Das Iugendpslegeamt: Es umfaßt etwa: «) Säuglingsfürsorge, Muttetheime, Söualinqsheime. Krippen, b) Kleinkinder- und Schulkindetvsteg«, Kin- btrnörten, horte, Schulspeisung. Schulzabnnfleg«, allge­meine Maßnahmen zur Versorgung ktänstichet Kinder. Mitwirkung bei der Verfolgung der Schulvetsäumni^e auf Ersuchen der Schulbebörd«. c) Londaufentialt Ferienkolonien, Iugendwander», Sch»tt-ntlallenen- ptteae, Bernksberatung. Lehr- nnd Dienstftellenver- mlttlung, Jugendherbergen, Lehrlingsheime, d) Iu- gendb--ime. e) Iuaendhildung nnd -Unterhaltung, Iugendleseballkn, Bekämpfung der Schundliteratur, Knabenhandfertigkeitsunterricht, gartenbauliche Be­tätigung. f) Wobnstellen"ermitt1««q für Jugendliche, fr) Sport, Turnern, Spielen, Ruder«, Schwimmen, Baden.

2. Das Iugendfürsorgeamt:«) Beratung' «nb vorbeugende Fürsorge für sittlich gefährdete, fckweretziehkare. schwachsinnige, psuchoratllche, ver-

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Insbesondere die Beamten.

Au« Beamtenkreise«, erhalte« tote folgend« Zuschrift'

Der Reichrfinanimfursikr bat im Anblick der 250 Milliarden Reichtzfchnlden einen mabnenden Satz ge­sprochen:Die steigendenAwthni sprechen eine tebendiae Sprache: niemand, insbesondere die Beam­te«. sollte« fich der Seioalt dieser Sprache entziehe«.- Indem man altz Beamter diesen Satz 'n aller Rachde«llich!nt sprichl. tauche« einige Erinne­rung e« aus.

Unser Volk ist im Lauft seiner Geschichte eine« harten ArbeftSweg gegangen, e» hat sich emvvraednngert. Da? Wort von brr alten preußischen Sparsamteft nnb Ein­fachheit ist svrichtoöri'ich g-worden. Wer aber ist in dem nreußischen Staate von jeher z« Drägern jenes Svar- samkeitSidealS gemacht tootben? Wer bat am eigenen Leibe den Sinn dieser Tugend bisher am ersten nnb tief­sten verspürt? Insbesondere die Beamten.

Da- letzte Jabthnnbeti bis znm Weltkrieg« brachte unterem Bolte aus last jedem Gebiete bedeutende Zu­nahmen. Der DnrchfchnsttSbentkche lebte im Iadtr 1900 besser nnb gesunder als vor 100 Iabtrn. Seine Ansprüche anS Leben wuchsen und ihr« Befrwdiqunq wurde leichter. Die LebenSdaner wurde größer, der Verbrauch der nnent- tzebrlichsten Lebensmittel nnb wichtigsten Genußmittel nnarrte sich, die Spareinlagen wuchsen zu ganz bedeuten­den Summen an. StatiMche Aufstellungen haben nun ober den uminderleabarm Nachweis gesüdrt, daß «in Berufsstand nicht an dem alluem-inen Aufstieg der Lebenshaltung m dem gl-ick^u Maße teilgenommen hat nie alle anderen V'ls?schich>-n. Wer hat die Not such in der Zeit des Reichtums und bei allgemeinen VokkS- woMandeS am meisten gespürt? JnSbesonbere die Beamten.

Der Krieg kam. Unter normalen Verbötenrss-n ro-W f'n Beamten etwa nmS Jabr 1915 eine «llxemfine BesoldunnSerböbuna zuteil geworben. Doch wurde Svar- -amkeil StagtSvarole, und die Beamten ragen ihre G-- fttAe um GekeltSerhöbunam zurück. Aber das Bild Änderte fich bald. Die Regierung schlug eine andere l'ohnpolilik ein: sie zahlte böbere Löhne, billigte »en r'5nblern nnd Unternebmern ansehnliche Gewinne zn. suchte die ProduktionSlusi der Landkeute durch Hobe Prä­mien zu reizen Tie Preise für alle Waren und Erzmg- uiss- kteenen spninadaft, die Lebensbedürfnisse verteuer­ten sich unerhört. Doch von einer Erhöhung der Beamten- --ehäktei wn-de geschwiegen Erst als die Zustände immer nn-rträglicher wurden, da wurden Teuerungszulagen.ge- r'äbrt. die 'edoch nur die Lebenshaltung auf einer stark gedrückten Höbe ermöglichten. Bon einer Ausgleichung an die Einkommen der anderen Beruft, von einem Wi der- rlanoru der früheren fozinlen Stufe war keine Rede mehr. Wen traf die wirtschaftliche Not deS Krieges am schwer­ster t Insbesondere di« Beamten.

Die Nachfriegszcit brachte em allgemeines Rennen nach Lobnerböbungen und Einkommenssieigerungen. Die berühmte Schraube ohne Ende begann ihre Arbeit. Tari^ Snbigungen, LohnstreikS, PreiserbSbunge«, Warenver- 'uernngnt, Steuerabzüge jagten einander. Jetzt endlich begann auch die Beratung der ReamienbetoldungSvorlag«. Ms die Gehaitssätze der neuen Besoldungsardnnng Sep­tember 1919 zum erstenmal bekannt wurden, mußte man '.»geben, daß der Staat endlich den Beamten nennenswerte Erhöhungen znbilligen wollte. Heut? nach 14 Monaten sind die damals genannten Summen völlig unzulänglich. Die wirtschaftliche Lage der Beamten hat »ich im Lauft de§ letzten Jahres in einer besorgniserregenden Weift ver- 'chlechteri Die Beamten »vollen und werden gern den Teil b-r vaterländischen Not auf ihre Schultern nehmen, der ihnen zufällt: sie «vollen und werben gern darben und hungern, wenn alle baS gleiche LoS teilen; aber beute gehen in dieser Beziehung ganze Volksschichten frei ans. 'ähren ein Leben in Verschwendung und Genußsucht. Die ungeheuere Notlage unferrt Volkes trifft eben nicht alle, wird daher auch nicht von allen getragen. Dies alles redet eine ernste Sprache. Auch die unzureichende Besol­dung, die trostlose wirtt'chaftliche Lage der Beamtenschaft spricht eine lebendige Sprache. Sie hat ein Recht, heute zu sagen:Niemand, insbesondere die Fi- nan zverwa 11u ng, sollte sich der Gewalt dieser Sprache entziehen."

Hermann l)0x

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