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Amtliches Derlllndlgungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (Vas früher kurheffifche) Oberheffen
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und Englmü» wird fich vermutlich auch
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f>te K»r> Nicht im Schlepptau der franzSfifcheu Politik ein»
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Sie Sowboeer K,«seren».
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Oberschlefiens Kotzttujchätzc w4_tR noch 2vüü Za,«. Der t jchpiete, als eewteßgte,
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per die Rückkehr König Konstantins auf et neu nahen Jermin (den 5. Dezember) feftgtiegt Wie diese Bolks-
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•» den «efprechnngen mit Ley,ues in Land«, zu ent M« Statt seiner begibt sich Sforza nach London.
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interalliierten Kontrollkommission, General Rollet, haben werde. ,, c ..
Reichs sch. DH inten fß rch 8« liefe fitt m. Als mität ।
n lassen. Wenn die griechische Regierung rasch , kann sie einen wertvollen Vorsprung ge-
Set Zusammentritt des Parlaments.
wb. Athen, 25. Noo. Rhallis kündigt
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daß das griechische Parlament cm 8. Dezember zu- sammentreten wird. Die Session wird mit einer Nnfprache der Regentin, der Königinmutter Olga, «öffnet. Rhallis erklärte, daß im Falle einer Zusammenkunft der verbündeten Ministerpräsidenten
Wb. Paris, 25. Rov. Nach einer Meldung 5/ „Petit Paristen" erklärte Ministerpräsident Leagues gestern im Unterausschuß für auswärtige Angelegech heilen bezüglich der Volksabstimmung in Oberschlestat daß diese gegen den 15. Januar stalkfinden werde, s
wb. T a r n » w i tz, SS. Nov. In dem bisher f(5rt recht unrtihigen Orte Stollarzowih wurde in der Nach! »nm Mittwoch bet einer Hoch.zeitsseier ein Wachtmetstck der Abstimmu-tgspsli^ei von einem Polen and au ernt belästigt. Der Bote trug schließlich ein« OhcseiH daran. Darauf wurden die anwesenden 12 Mann dtl ’Vtflimmungipört'.ei umstellt und mit- Karabinern u4 Pistolen angegriffen. Die tt'.ephonische Becbiiz düng rottroe abgeschuitten. Der aus dem Schauplak •rfrf’tinenbf eng'ische itteiSkonitoleur wurde angehaltek und mußte fich schließlich mit der Waffe Bahn schaffeH Die xmei Haupträdelssührer wurden verha ftet
wb. Oppeln, 25. Rov. Rach einer Berocki nu«g der mtrialliirrttn Kommission haben alle nicht in Oberfchlesien geboreueu Wachtmetster der Mauel Polizei das Abstimmungsgebiet binnen 14 Tagen P verlassen. ; }
Der „Vorwärts" wendet sich gegen die Aeußerimg da' französischen Ministerpräsidenten im Kammerausschi? für auswärtige Angelegenheiten. bah es strittig fei. o* allen austerhalb Oberfchlesien, wohnhaften Oberichlo sicrn das Stimmrecht verliehen werden solle und bal die intrrafiiietle Kommission darüber demnächst zu ent scheiden habe. Ta» Blatt be^ichnet die Entziehung da» Slimmierbi» für die außerhalb Oberschlesien» wohn haften OHerschlesier al» eine Revision de» Fri» densoertraae» zum Nachteil Deutschland« und sagt. und nimmer würde Deutschland eine Abstimmung bt auf solcher ksiruichlaae den Voten eiueU tetchirU (W
Marburg
Freitag, 26. Novbr (üdeixq.)
Westeuropa begeben werde, um die Ministerpräsi- tzenten über die ganze Bedeutung der politischen Vre'gn'sse in Griechenland «nrfzuklären.
Benizelos doch gewählt?
lob. Pari», 25. Rov. Nach einer Radiomel- tzutrg aus Rom ist Venizelos in Attika zum Abge- •tbr.eten gewählt worden.
Sie Frouttruppen für die neue Regierung.
wb. Paris, 25. Nov. Nach einer Havas-Mel- tzunH au» Athen ist ein höherer Offizier von der Stont eingetroffen, um dem Kriegsminister rnit- Ptteiten, fast alle Offiziere hätten erklärt, unter Met jetzigen Regierung dienen zu wollen. Die Ear- küfon von Suiyrna habe spontan einen Zug verunstaltet, dem Oelzweige vorangetragen worden bten. Es herrsche überall an der Front Ordnung. Di? Operationen würden fortgesetzt.
Sie Haltung Englands.
»K London, 25. Rov. Wie die „Times* «fährt, wird das britische auswärtige Amt der Rückkehr des Königs Konstantin keinen Wider- famb entgegensetzen, wenn sie vom griechischen Volke verlangt wird, jedoch der neuen Regierung 8ee mache«, daß sie nicht dieselbe Antersiützung «warten könne wie Venizelos.
Zörrb- r Au- InSelip1 -liste #
Dentin als einen Feind Frankreichs zu ächten versucht. An Rom aber machen sich Stimmen bemerkbar.
Räte-RMand.
Siu militärische» Rie»erringe« ausgeschloße«.
wb Senf, 25. Nov. Nach der ..Suisse" erklärte der hier eingetroffene lett-sche Minister des Aeußern, daß ein militärisches Niederringen der Sowjetregierung ausgeschlossen sei. Sowjetrußland sei militärisch derart fest organisiert, bat ein militärisches Eingreifen über irgendwelche Aktionen „weißer Generäle" ergebnislos verlausen müßten.
Reuorganifierung de» -eere» Wrangel».
wb. Paris, 25. Rov. Die Morgenblätter verbreiten eine Depesche aus Konstantinopel, wonach die Franzosen das Heer Wrangels umorgani- steren wollen. Die Umgestaltung werde auf Gallipoli und auf der Insel Lemnos erfolgen.
Set Kempf gegen die „weißen Truppen* Belechawitschs.
Stockholm, 25. Rov. Der Fronkbericht »es Generalstabes der Roten Armee berichtet, die Umzingelung der von Balachowitsch geleiteten Haapt- kräfte auf dem linken Ufer tes> Pripjet zu ihrer Vernichtung werde vorbereitet.
MederaufnahWe »er FrieGenoverhandlnugeu.
wb. Kopenhagen, 25. No». Rach einer Meldung aus Riga find die polnisch-russischen Friedensverhandlungen wieder ausgenommen worden.
Amerika.
Für »ea 'Frieden mit Deutschland.
wb. P a r i s, 25. Rov. Nach einer Radiomel- dung aus Washington wird Senator Knox am 8. Dezember im Kongreß eine Entschließung einbr-n- gen, in der der sofortige Friede mit Deutschland verlangt wird.
$ton Krediten für Deutschland nicht» bekannt.
wb. Berlin, 25. Nov. Die „Deutsche Allg. Ztg." rann zu den ständig auftauchenden Gerüchten über die Gewährung amerikanischer Kredite an Deutschland Mitteilen, daß weder an Regierungr- stelkc noch bei bett Bankinstituten von einer solchen Absicht der amerikanischen Finanz etwas bekannt Hi. v's handelt sich hierbei um Spekulation s- manüoer solcher Kreise, die an Schwankungen der Marttu ts^^uterejse ^abra, __.v
Dl v. Kahr in Berlin.
e• tli«, 25. Rov. Zu Besprechungen mit der Reichsregierung über die Frage der Einwohnerwehren traf heute der bayerische Ministerpräsident ».Kahr hier ein. Er nahm in der bayrischen Gesandtschaft Wohnung. Der Ministerpräsident hatte eine längere Besprechung mit dem Minister he» Auswärtigen Dr. Simons. Am Abend hatte « einer Einladung de» Reichswehrministers Dr. Gehler Folge geleistet.
Sa Unterrichteten Kre-ssu verlautet, daß v. Kahr
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Bei laetaaft bar* bi« •ef*Oftelttlle aal 9«raitttlaa» btt Baftbtie 7b At». 6ea.
£tg»;s ihr lit itMllit Snitrtit'S.
Die Abstimmung iw Oberfchlesien. — Vorstellungen wege« der Ministerreden im Rheinland. — Rußland, Griechenland.
Paris, 25. Rov. Der Kammeraurfchutz für auswärtige Angelegenheiten hörte gestern einen Vortrag des Ministerpräsidenten Leygues über die auswärtige Politik. Leygues erklärte, daß Deutschland eine Verpflichtungen aus dem Abkommen von Spaa. was die Kohlenlieferungen und die Entwaffnung betreffe, erfülle, die geleisteten Vorschüsse jedoch, die zur Besserns der Lage der deutschen Bergarbeiter hätten dienen sollen, fänden ihre Bestimmung nickt. Leygues ist der Ansicht, daß die in Oberfchlesien festzustellende Erregung innerhalb bet Bevölkerung die baldige Boltoabstimaiung notwendig macke. Zählreiche geheime SBaffenlaget würden bei den Einwohnern entdeckt. Line Frage sei noch zu lösen, ob man die Oberschlesier, die außerhalb Oberschlesiens wohnen, zur Volksabstimmung zulajsen solle. Die verbündeten Regierungen würden demnächst über diese Frage eine Entscheidung treffen. Die Volksabstimmung finde bis 15. Januar statt. Leygues sprach dann von der Reise des Reichskanzlers und des Ministers des Aeußern im Rheinland. Die beiden Staatsmänner hätten dort ketzerische und kriegerische Reden gehalten. Der französische Oberkommisiar habe die ver- biindeten Regierungen von dieser Tatsache in Kenntnis gesetzt, und es seien in Berlin nachträglich Vorstellungen erhoben worden. Wenn ein ähnlicher Zwischenfall sich erneuere, würden energische Maßnahmen ergriffen werden. Frankreich werde die alte Politik gegenüber den Sowjets fortsetzen, also die Röteregierung nicht anerkennen. Ader es werde die Anknüpfung von Wirtsckaftsbeziehungen von Individuum zu Individuum gestatten. Das bedeute noch nicht, daß man von Staat zu Staat offizielle Beziehungen anknüpfe. Leygues erklärte ausdrücklich, daß et ein Gegner der Blockade sei, die er für gefährlich und wirkungslos halte. In der griechischen Frage will Frankreich die volle Handlungsfreiheit bewahren. Er erinnerte daran, daß der Friedensvertrag von Sevres noch nicht ratifiziert sei, und daß Griechenland sich nicht wundern könne, wenn Frankreich ihm gegenüber eine andere Haltung einnehmen werde als gegenüber dem Griechenland von Benizelos.
'cht. uti binnen; ob ihr Spiel bannt gewonnen ist, bleibt aller- n lasse» ~
5 5 W F-’’ ■). London, 25. Rov. Reuter erfährt, daß die S. 8$ Ufte Beratung zwischen Lloyd George und Leygues t d. 3* Arscheinlich morgen stattfinden werde.
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ininchck l * 88U EU» Rom gemeldet wird, ist •ielitti nicht in bw Sage, der Einladung Lloyd George» zur Teilnahme
oberfchlrsifche Boden bürgt aber noch andere Schätze:, die Gebeine der G e m « r t e r t e n un5 im frimyfe für die Scholle Gefallenen, und bjyfe sollen uns eine Mahnung, ein, daß wir zusammengehören tat gemeinsamen SBotw lande. H
Abg v k o n s k y (So».): Der ArbeiterfLast und meinet. Vartei ist es schwer geworden, den Autonomieplan oninwj nehmen. Wir haben ober schließlich aus Zweckmäüip« keilsgründen unsere Bedenken fallen gelaffen. Die toej beiter werden nunmehr sich auf den Boden dieses GefetzeM stellen. Die kommunistischen Oberschlesier, die sich grstz^ »enteils auS Dolen rekrutieren, sind entschlossen, f•• DeuLkchlanb zu stimmen. Wie aber auch die Abch stimmung ausfgllt: Die Entente bat die Mackt und es ■ möglich, daß sie den Dlan eines Freistaate« mit EinsckluA polnischer und stzcheckischer Geknetsteike in« Augr saßt, Daaeqen werde» 6y Arbeiter Front macken.
Abg. v.Kardorff (D. Vvt.): Eta Neberaang Obe» Schlesiens an Polen bedeutet den Ruin der ffjbfenfeflw und die Brotloswerdnng der Beamten und Arbeiter. FL» daS Bekenntnis für Deutschland aus, so kann die Snteirto sich dieser Kundgebung nickt entliehen. Auch uns fällt '>er Verlust für Preußen schwer. Wir wollen diese W S-nfen aber im Inteeeise Deutschlands und der heuliqmtz Debatte nickt laut werden lassen. All? Kenner der ober« 'chlesischen Psvche, voran der deutschnationale Landrat n. Ovven, betonen, daß dieser Entwurf die Abstimmung aünstig beeinffuff-n kann. Da ist es unsere Pflicht, deoß besetze zuzustimmen. KouFauenzen für andere Landes^ teile lehnen wir entschieden ab. V
Treue im Hn glück
zu wahren, war immer deutsche Art. Deutscher foeti ienmut hat Oberschlesien vor >°en Schrecken des Kriegest bewahrt. Das mögen die Oberscklesier nicht vergessen. ; • Abg. Ledebour (U. @ r.): Wir werden für b# Vorlage stimmen, weil sie der Auftakt zu der von uns a«4 orderten Neugliederung deS Reiches ist. Allzu otnV nistischc Hoffnungen darf man aber auf das Gesetz nickt 'etzen. Eine Losreißung Oberschlesiens würde zunächst •ine schwere Schädigung unserer gesamten Montanins dustrie bedeuten und die Arbeiterschast Oberschlesienst 'chwer gefährden. Polen kann für den Arbeiter auch
entfernt das leisten, was 6er deutsche Staat bisbep '..stet hat. Der Redner begründet dann feinen Antrags ..u- Kommission von 28 Mitgliedern zur Vorbereitung' iiier Neugliederung Deutschland- einzusetzen. >
Abg. Leicht (Baue. Volksp.) begrüßt die Borlagtz dir nicht nur die Einlösung eine- Versprechens bedeutttz andern auch im nationalen Interesse liege.
Abg. Dr. Levi (Somm): Was in dem Entwurf bei lloleu zugesickert wird, iftz Macke, und ob der Gutow tut Durchführung gelangen wird, steht auch noch dahiT Unruhe und WEerlpruch.) i
Abg. Graf Bernstorfs (Welfe) begrüßt die ®ot* ^age al« einen Sckritt auf dem Wege zur Neugestaltnitt >es Reiches auf brr Grundlage der Stammrszugebörigm -ud erhärt daß feine Partei die Notlage be« Vaterlands Ar ihre Zwecke nicht ouSnützen werde.
Der Entwurf wird dann in zweiter Lesung gegen bi Stimmen der Teutschnationalen angenommen. Desgleicheil i»irb auch, da fein Widerspruch erfolgt, die dritte Leiuns -rledigt. Der Antrag der Nnabdängigen wird abgeleh-ch
Freitag mittag 1 Uhr: Anfragen, Juterpellationeyi darunter die über den Berliner Elektrizitätsstreik, Anträz»
»daß dH PM» eine vollendete Tatsache zu schaffen, ehe bie den, dtz Herbündeien einschreiten können. Auf dieser Sein In be H man nämlich, wie ziemlich in allen internationalen beffyiel, längst nicht mehr einig. Frankreich ist
tzer ausgesprochene Feind der neuen griechisch-n
iste N ngebe»
86. Sitzung be« ekeichStoge« vo« j'; L5. November.
Die Interpellation T r i m b o r n (Ztr.) wegen der politischen Beschimpfung der rheinischen Bevölkerung durch den Direktor der Reicksgetreidestelle v.Falkenhavn gelegentlich einer Besprechung im Oberpräsidium in Koblenz roitb beantwortet werden, sobald daS Ergebnis der eingeleiteten Unterfuchuno vorliegt.
Es folgt die zweite Beratung be» Gesetzentwurfs über bte Bildung
ein e« Lande» Oberschlesien
'Autonomiegesetz). Hierzu liegt ein Antrag bet Unabhängigen vor auf Einsetzung einer Kommission zur Vorbereitung der Neugliederung Deutschlands •ntfanmb her natürlichen landwirtschaftlichen Zusammenhänge sowie der wirtschaftlichen Bedürfnisse der Bevölkerung.
Reichskanzler Kehrenbach: Der Tag der Abstimmung naht. Das genaue Datum wissen wir noch nickt, jedenfalls aber im Monat Januar. Deutschland bermaq ohne die Kohlenschätze Oberschlesiens nicht auszukommen und die Forderungen des Kohlenabkommens von Svaa nickt zu erfüllen, wenn Oberschlesien von 'bm loSgerissen wird. Daß Deutschland wie Polen alles Mögliche tun, um die Wähler in diesem Sinne zu beein- stufsen, ist Nar, und es wäre auch nichts dagegen einzu- wenben, wenn diese Agitation von den Polen mit den zulässigen Mitteln getrieben würde. Gegen den
Terror der Bolen
müssen wir Einspruch erheben. Auch die Pofen haben Oberfchlesien eine Autonomie versprochen. Tie Ober- fchlesier aber werden sich daran erinnern, daß sie ihr wirtschaftliches und kulturelles Aufblühen Deutschland zu verdanken haben, während Pofen mit seiner zusammengewürfelten Bevölkerung bisher noch den Beweis seiner >Leistungrkähigkeit auf diesem Gebiete schuldig ge- 'lieben ist. Die Frage der Autonomie ist ein entscheidender Faktor geworden, und alle Elemente haben sich in dem vorliegenden Entwurf zusammengefunden. Nickt alle Bedenken sind freilich beseitigt worden. Aber die Sachverständigen, und das sind vor allem die Oberichleiier selbst, haben sich auf den Entwurf geeinigt, und selbst die orevßische Regierung hat ihre ursprüngliche gegenteilige Ansicht geöndett. Ich hoffe, daß seitens der Alliierten alle- geschehen wird, den Tag der Abstimmung frei von ■eber Beeinflussung und jedem Terror verlaufen zu lassen. Um nun irgendwelche Schäden zu vermeiden, und do weder eine äußere noch eine innere Anregung zu einer -wchmaligen Debatte vorhanden ist. bitte ich. beute jede Debatte zu de rmei Yen. liebet das, was uns das tzerz bewegt, können wir später sprechen. Wir erwarten von Vn Oberschiesiern, daß sie in der Frag: der Autonomie sen Anlaß nehmen werden, sich für ihre feste Zugehörigkeit rum Reiche auszusprecken.
Ma. P o b 1 m a n n lDem.f erstattet den Bericht des BuifchusieS. Die oberlcklefffcke Frage ist ein, euro- vaüch: Frage, Denn den Bei tust Oberschlesiens könne und Preußen noch v-enia-r ertroaen als alles entere. Der Entwurf entfvricht dem Selbstbestim- mungsgedankrn. Die Reicksregierung wird sedenfalls bereit sein, etwaigen Wünschen der Oberfchlesier z» cutsprechen. Oberschlesien verlangt beute von uns Treue
Treue um Treue k
wich Mich uns die Treue haltens Die Oberschlesier übe« ihre £wwet unb sinh stolz auf ihre deutsche Kultur Mnüß bat eine starke polnische Agitation auch schon voi dem Kriege bestanden. Trotzdem find wir mit den Polen ausgekommen Jetzt aber, wo daS Negiment des M o r • bes unb der Brandstiftung verricht, zeigt Ober- .'chlesien erst recht bitte deutsche Gesinnung. Dafür danken wir ihm. Tiefes Gesetz soll in Oberschlesien die Kerfübweuj der beiden Rationen brinzen. Obericklesier. «ib Sach der Beranttvoctuno bewußt, die auf Euch n>bt'
Abg. Schultz- Arombers lTeuffcknatl.lt Wir vermögen dem vorliegc>tdeit Gesetzentwurf unsere Zustim- r.tung nicht zu erteilen. Durch die geltenden Ber- »siungsbc'timmuugcn ist den Oberscklesier« dasjenige Maß von Selbständigkeit, das daS Lantz zu seiner Eniwicklun, ^raucht, in ausreichendem und weit höherem Maße als durch das inhaltlose palnische Aatonomiever- ,"brechen gewährleistet. Wir halten die Vorlage auch »eshalb fftr beivnktich, ja gefährlich, tveil sie geeignet ist, Verwirrung in die geschloffene Front unserer oder- "chlksischen Vollsgenosten hineinzarrogen. Darüber hinaus lann sie unmittelbar zum Signal für die
Aufteilung deS preußischen Staate» werden. Wir müssen sür die E r h «l t u n g B r e n ß e n?. dieses geschichtlichen GrundpfeiterS deutscher Macht, käm- jirn, wie für die Erhaltung des Reiches stldst. Ober- chlesien ist ein untrennbares und unersetzliches Glied »ti leicheS. Wir bauten den Deutschen in Oberfchlesien, Saß sie in allen Stürmen ihr Deutschtum treu beweint haben. Das Vaterland etwa riet von jcoem Oberfchlesier. daß er fich durch nichts von der Erfüllung seiner nationalen Lflicht «bbalten Iahen wird.
Abg. Dr. Herschel <8.): Wir bitten um möglichst einheltige Annaame dieser Vorlage, tveil sie ein toii-zlickes Mittel ist zur Ethaltung Oberschlesiens beim Reiche. Inder oberschiciffchen Frage sollten r.il: Parteien in Burgfrieden uni; iteimatiiebe »usamminstehen. Der Redner schließt mit der Bitte, an die äußerste Linke, im wohlverstandenen Jntcreiie der Arbeiter Sem llfesrtze zuzustimmen
df« m« Konstantin Partei ergreift Der französisch: Mmsterpräsident hat in der Kammer König Kon-
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Bte toeue griechische Regierung, die bet Rückkehr ft» Königs Konstantin den Weg nach Athen zu ebnen tacht, spielt als Regierung eine» Kleinstaat» gegen itat Gruppe gegnerischer Großstaaten ein unsicheres Die Chancen sind aber doch nicht so ungleich jtrttitt, wie es auf dem ersten Blick den Anschein Ea könnte. Das griechische Volk hat mit einer en Deutlichkeit sein Votum für den vertriebenen jg «nt> gegen den Entente-Söldling Benizelos itzns-esprschen, daß die neue Regierung auf außer- Mtzenrlich festem Boden steht. Sie hat deshalb auch Doch kurzem Zögern nunmehr die Volksabstimmung
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tf) eteti 9« Rom aber machen sich stimmen bemerkbar, dte aß ue’oH ivt einem brutalen Vorgehen geze-t Griechenland
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mtrÄko Abstimmung ausfallen wird, ist nach dem Ergebnis ■fn, tzer Kammerwahlen kein Zweifel. Der griechischen h wird« Negierung wird es voranssichtlich auf diese Weise ge- * ™ Ingen, wenigstens in der Befragung deS griechischen
* Regierung unb ihrer Pläne, wie denn auch Veni- '£ J” zelos in Parts Zuflucht gefunden hat. So ist auch bie französisch« Regierung die erste, dte öffentlich gegen