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Markins, den 18. November 1920.

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.. Der Landrat: e. Loeweustein. ,

Marburg, deu 22. November 1920.

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Der Landrat. o. Loewenstein.

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Der Landrat. $. D.: Ls»^

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Amtliche Delsnntmachungen

des Landratsamtes Marburg.

als- den

ffm 1. Ttjemtet 1920 findet mir bisher eine Vieh- zählung statt. Ich rotiie darauf hin, daß alle Vorberei­tungen hierzu ungesäumt getroffen werden muffen. Je­der Ortsvorstand hat sich von dem richtigen Eingang der Formulare sofort zu überzeugen und, wenn nötig, fehlend« Formulare anjufordera. Nach der von dem

Die Ausfllhrvngsbestimmungen zu dem Gesetze be­treffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Krank­heiten vom 30. Juni 1900, soweit sie sich auf die Be­kämpfung des Fleetfiebers (Flccktnphus) beziehen, sind geändert worden: ebenso sind einige Tlenderungen der da,zu gehörenden Anweisung zur Bekämpfung de, Fleck- fiebrr» uzd deren Anlagen »orgenommen. Der Ver­

trieb dieser neuen Anweisung ist der Firma Springer in Berlin übertragen. Der Preis beträgt 3,20 «X.

Die Ortsbehörden, welche die neu« Anweisung zu beziehen wünschen, wollen mir dies bis zum 10. De­zember b. I«. anzeigen, damit ich den gemeinsamen Bezug veranlaffen kann.

Westet deuten Wre'gr

folgen.

Marburg den 22. November 1920.

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längere Zeit Strafaufschub bewillige 2JiriieI an ..Molmraum".

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Ein Stückchen Butter- oder Margarine erhöht den S» schmack.

Marmekadr^ubding. 1 Escköftel Butter oder Mak garint, 1V> grobe Jaffe» Mehl, 1 Ei (auch Etersatzss '/j Taffe Zucker fauch weniger je nach der «üsstofet der Marmelade) % Ttrife Marmelade, 1 Teelöffel Na­tron, nickt zu viel Milch, zusammenrührrn, daß (I einen zähen Teig gibt. In der ringefetteten und aus gestreuten Puddingbüchse 1% Stunden im WafferbrR kochen._____

To« sein. <Fr war während' der setzten ftfnf Fahr, fn Deutschland verboten. Ein ?lfte spielt eine der Hauptrollen diesem Film, den sich alle ansehen müssen. Der Film wird nur ab Samstag bis Dienstag gezeigt werden. Die Preise «ve-.den während dieser Tage erhöht, bq der Ab- .chlußprris für dicjen Film sehr hoch ist.

hinzuweisen, das unter dem Namen Dr. Oetteris ®> weismahrungUrkraft" bekannt ist. Dieses enthält i> hochkonzentrierter Form leichverdauliches, der M'-ll entstammendes Eiweiß in glücklicher Verbindung m« anderen für Nerven und Knochenaufbau wichtiger Nährstoffen.Urkraft" ist leicht in Suppen und Ge­tränken zu nehmen, ist ärztlich bestens empfohlen 'M in den Apotheken und Drogerien erhältlich

König Mimst« Kmtin

Wehr« e. Jtc efcn hatte

Bettifft: Ausfuhr von vrennholz.

Meine Bekanntmachung vom 8. April 1920 (Ober- hefsilche Zeitung Nr. 85) wird hiermit aufgehoben.

marken alter Art verwendet worden find n. g. F. bald die fästig gewesenen Marken neuer Art in aufgerechneten Karten verwenden zu lasten.

Den Wert der minderwertigen Marken alter wird die Landesversicherungsanstalt zu Eoffel den beitgebern auf Antrag durch die Post (abzüglich

:: Treitz a. L., 21. No». Auch ,'n nnferer Ne- »nnnbr herrscht großes Bbdürsni» vieler kleinen Lcute nach etwas Land. Das bewies di» beute abend in Bremers Saal rinberusene, sebr zahlreiche V rsammlung. in welcher nach eknprhender Besprechung eine Siedln ngSgenosienschast gegründet würbe, der sofort 20 Mitglieder be'traten. Ge- -igneteS Land ist in Gestalt eines dem hessischen Staate gehörigen, mitten in der Frkdgrmarkung 'neleaenen etwa ^0 Morgen großen Waldes, des sog. Hainbuckrs. vorban- 5en. Der Einberufer der Versammlung. Landwirt tzeinr Michel V. wurde einstimmig beauftragt, die nötigen schritte bei der beft'lch-n Siedlungslommission zu tun, damit noch in diesem Winter mit h-r Abholzung bei Jeländes begonnen werden kann. (Gietz. Anz.)

vermischtes.

Veineke als Haustier. Kürzlich ping ich. berichtet Oberleutnant Brettkrenz in derDeutschen Iäaer-Zta.". an einem schönen Nachmittag durch die Kaifer Wil- belmstratze, eine der Hauptverkebrsstrasten Breslaus, als ich einem Herrn begegnete, der einen strammen an der Sri"« führte. Reineke fcki»n an den Erost- stadtverkebr gewöhnt zu fei» und schnürte ruhig dickt -»den seinem Herrn her. Ein vorüberkommender Deutich-Kurzhaarrüb« beachtete den Fuchä nicht im ge­ringsten.

Strumpfbänder mit Edelsteinen. Dieneuen Reiches in Pari» wirken, auf ihre Art, modeschöpserisch. Di, Moden, die ihnen zu Liebe zu entstehen, zeichnen sH weniger durch Sinn und Keschmack, als durch 88 Protzerei aus. Das neueste auf tiefem Gebiete st»

Nach dem 1. August 1920 dürfen bestimmungsgemäß nur noch Invalidenmarken neuen Wertes verwendet werden, Karten, in denen dieser Vorschrift zuwider noch nach dem bezeichneten Zeitpunkt« Marken alter Werte verwendet sind, muffen beanstandet werden. Um Schreibwerk und Porto zu sparen, liegt es im Interesse bei Ausgabestellen, beim Umtausche von Quittungskar- ten, die minderwertige Marken enthalten, alsbald die Berichtigung, durch den Arbeitgeber vornehmen zu lasen, weil anderenfalls von der Landesversicherungs- anstatt Caffel die Karten an die Ausgabestellen zu die­sem Zweck« zurückgeschickt werden mühten und somit für die Ausgabestellen und für di« Landesversicherungs- anstolt unnütze Schreibarbeit und Portokosten entstehen würden.

Die Ausgabestellen werden hierm't angewiesen, bei > Ausrechnung der Karten darauf zu achten, ob in diesen 1 ttir Seiten nach dem L August 1920 noch Beitrags-

NnplMiscke TaqesnaämMen.

Da, Elfen bah»»» glück bei Warienbneq. König,- berg, 23. Nov. Zu dem Eifenbahnunfall bei Marien­burg wird festgestellt: Der um 7 Uhr 5 Min. fahrplan- mäßig von Marienburg vorgesehene Güterzug war nick« rechtzeitig zur Abfahrt bereit. Trotzdem die Fertig­meldung eG zu einer Zeit an den Fahrdienstleiter ge­langte, wo es nicht mehr möglich gewesen wäre, die Kreuzung mit dem fahrplanmäßigen.. in entgegengesetz­ter Richtung kommenden Personenzuge 1001 aus der Nachbarstation rechtzeitig durckzuführen. gab der Fahr dienstfeiter den Auftrag, den Güterzug absahren zu las sen. Er bemerkte sedoch seinen Irrtum und widerrief de» gegebenen Befehl, ohne sich zu vergewiffern. ob der lhüterzug auch nickt abgefahren fei. was tatsächlich ge sckehen war Beide Züge irafen bei starkem Neb«' an einer durch Gebäude einerseits und einen Bahnein­schnitt in starkem Gleisbogen andererseits sehr un'iher stchtlichen Stelle zusammen. Dem Güterzug war infolge des von Marienburg abaegangenen Signals von dem Bahnwärter noch da» Haltesignal gegeben worden, so- dast er fast zum Halten gekommen war. Der Personen- mg jedoch fuhr in starkem Gefälle der Strecke mit voller Kraft ans ihn. sodaß bie Lokomotiven inemander fuh­ren unb die Wagen zufammenqequetscht wurden. Da durch entstand nicht nur der erhebliche Verlust an Men­schenleben. sondern auch ein ganz bedeutender Sackicka- den. Da, Personal der Züge, trifft keine Schuld. Diese sollt lediglich auf den Fahrdienstleiter de» Bahnbos, Marienburg. An der von den V 'tretern der Eisenbabndirektian unter Führung de» Präsidenten vorgenommenen Untersuchung beteiliaten sich auch Un­tersuchungsrichter und Vertreter der Staatsanwaltschaft.

Küchenzettel des Marburger Hausftauenvereins.

Montag. Mittags: Grünkohlsuvpe mit Hafergrütze. Kürbis-Reisbrei mit Zucker und Zimmt. AbendS: Pellkartoffel.. und HeringsbegrSouis.

DienStcg. Mittags: Weißkraut wrinfäuerlich mit firntefirir znsammena-k-'cht. Obstsuppe. Abends: Kar- tosielschmarrn mit Rotrüben.

Mittwoch. Mittags: Gemüsesüpvchen. Avfelkartoffeln, Törtchen Abends: Haserslockeu-Porree-Suppe.

Geschäftliche

Jungen Frauen wird es oft recht schwer bei frisch» Kräften zu bleiben, wenn sie als werdende oder stillezüt

Marburg und Umgegend.

! Marburg, 25. November (Nebelung).

> * Die Landkrankenhäuser im RegierunoS- tezirk Cassel im-Jahre 1919. Rach dem Verwattuuasbe- tickt des BezirkSverbandes des Regierungsbezirks Cassel wurden im Fahre 1919 13 703 Kranke gegen 17 ,32 im Fabre vorher behandelt. Der erhebliche Rückgang ist kn erster Linie ans die allmähliche Auflösung fast aller Lazarettabteilungen in den Anstalten znrückzuTihren, dann -'aber auch aus die Tatsache, daß die Bevölkerung mit Rücksicht aus die stark gestiegenen Derpslea- V n g s s S tz e die Krankenhäuser nur noch in den dringend­sten Fällen ailffuckt, wenn Krankenhonspflege nicht »u um- ßehen ist. Die Er lährnngsschwierigkeiten haben sich im Berichtsjahr zwar gebessert, waren aber infolge der hob<m Lebensmittkipreife immer noch recht groß. Die erheblich gestiegenen Preise aller Lebensmittel haben wiederum eine beträchtliche -.U e b e r s ch r e i t n n g bet UnterhaktiingS- znicküsse nötig gemacht Auch die Beschaffung der Brenn­stoffe gestaltete sich teilweise sehr schwierig und stockte tri einzelnen Anstalten oft recht bedenklich. Bauarbeiten temrbeu trotz der hohen Löhne und Preise für bie Baustoffe in grösi-rem Umsang in Angriff genommen. Dies war trotz der dadurch bedingten hoben Ausgaben erforderlich, Weil durch weiteres Hinousschteben der notwendigsten Ausbesserungen schwere und dauernde Schädigung der Baulickk-n'ten zu befürchten war. Auch wurde dadurch eine Beschäittgung zohlreicher Arbeiter ermöglicht, die sonst der öffentlichen Fürsorge anheim gefallen wären. Große Schwiengkeiten bereiteten nach dem Lerwaltnngsbericht im allgemeinen die Personalverhältnisie an Den Anstalten Es wurde über starken Wechsel und über die Schwierig­feiten der Ersatzbeschafsung viel gellagt. Leim Land- krankenhous in üersseld trat der Direftor Tr. 2inb- teet am 1. November 1919 wieder in Dienst, nachdem i-es über dru »ndänm'g gewesen« Disziplinarver- strhren auf Grund der Amnestieverordnung vom 16. Fehr. 1919 durch Entscheidung des OberverwaltungSberi^? riickergeschlagen war. Besondere Sorge verursachten bei Nerwoltunc die wesentlich vermehrten Ausgaben für bat iöerional. Zum Ausgleich der stark gestiegenen kosten für alb Wirtschaftsbedürsnisse musjten bie Gebührensätze mehrfach wesentlich erhöht werden.

* Warnung. NeuerckingS finden in größerem Um­fange im besetzte» rhein schen Gebiet sowie auch im vrit-esetzten Deutschland Anwerbungen für die französische Fremdenlegion statt. Die Agenten treten »ielsack an belebten Orten, wie Bahnhöfen usw., an Jugendliche heran, laden sie z» alkoholischen Getränken ein und ver­sprechen im Laufe deS Gesprächs hochbezahlt« Arbett $. B im Wiederausbaugebiet. Tie Angeworbenen werden dann deranlaßt, sich bei ihnen bezeichneten Werbestellen, wie solche in Köln, Bonn, Siegburg, Euskirchen, S?ran?furt- Griesheim, Mainz. Landau, Ludwigshafen und Neustadt hefinden, zu melden. Nachdem die Angeworbenen unter milftärffchem Sckntz abtransportiert lind, erfahren sie erst den wahren Zweck der Anwerbung. Sie werden dann nach ärzttichem Tauolichkeftsbesund in bie Fremdenlegion ein- <ereibt und müssen in dem ungesunden tropischen Klima Kirikas unter den größte» Strapazen und bei sehr ge­ringem Sold den Sicherheitsdienst und schwere Aultur- «rbeften verrichten.

V * AvökunstSstelle für das gewerbliche Schulwesen. Zur Vereinfachung deS geschäftlichen ^Verfahrens bei der Erteilung von Auskünften in gewerb- -siicken Sckulangelegenbeiten ist im Ministerium für $S»n- chel und Gewerbe eine Ansknnftsstelke für das gewerbliche Schulwesen errichtet worden. Von ibr werden Anftaqen euf dem genannten Gebiete durch Mitteilung von Tat­sachen. feststehenden Grundsätzen und dergl. unmittelbar beantwortet. Aus diese Einrichtung wird aufmerksam ge­macht und aus deren Benutzung bei Einholung von Aus­künften bingewiese». i - .

Heekr. Konzerte, Beelammlungen usw.

Tanz-Abend Ruth Schwarzkopf. Deute Nbend findet in den Stadtiäken der Tanzabend von Ruth Schwarzkopf statt. Beginn pünftlich 8 Uhr, Kassenöffnuna TU v br.

* Vortrag Tr. Höcker. Man schreibt nnS: Auf den vom BundDie Bura". Ortsgrupve Marburg, »eranstalteten Vortrag Dr. Höcker«Die Aufgaben der Philosophie unterer Zeit", der auch für Richt-Studierende Don grösstem Interesse ist. verweilen wir nochmals. Der , Bund macht es sich zur Ausgabe, seine Mitglieder über fSelbsterkeuntnis. prakttscke Menschenkenntnis und die sog. I Srevzwiffenfchaft anfrullären. und ist feine Vereinigung , kritfklofer Gläubiger, sondern von Menschen, die sich durch , »»widerlegliche Tatsachen Überzeugen lasse», im übriger ßvabre Menschenliebe verwirllichen woll-n. Der Bund 1 <fiMt bereits rnud 26 900 Mitglieder. Bon der BnndeS- leihtng werden Verhandlungen gepflogen, um in einigen Kunkten eine Arbeitsgemeinschaft mit den Quäkern zu schäften. Die Mitglieder haben zu allen Veranstaltungen te8 Bundes freien Zutritt. Reuanmeldungen können an bet Abendkasse erfolge». (Siehe heutige Anzeige.)

f * DaS Zentral-Theater bringt, wie es mit- teilt, den unter außerordentlich hoben Kosten für den Hieiiaen Platz erworbenem prößte» ZirlusfilmDie letzte Galavorstellung deS Zirkus Wolfton" ab Samstag. Dieser pifm wird der beste und erfolgreichste der diesjährigen Sai-

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pferde mitzuzählen.

Im z tz der Anweisung auf der Gemeindeliste M die Obliegenheiten der Gemeindebehörden eingebe^ erläutert. Die unter Ziffer 1 daselbst angeschriedeB Bekanntmachung übet die Straffestimmungen hat * jeder Gemeinde ortsüblich zu erfolgen. Die Zähler P an der Hand der Anweisung zu unterrichten.

Bi» zum 4. Dezember spätestens find die Zähst* zirks- und Gemeindelisten je in zweifacher Auf jührung bestimmt einzureichen. In dir ($emeiniiel>P ist nur die Hauptjumme aus jeder ZählLezirkslist« * übertragen.

Die Aufrechnung hat mit größter EenauizkeU zu *

Kostbare Pelzmäntel. Eine Dame, bie e» aug», lcheinlich dazu hat, hat einer Pariser Firma einen Aus trag aus einen Z<rbelmantel gegeben, der aus 150 Festq it gearbeitet fein soll, und deffen Koste» auf eine Viertes Million Franken berechnet werden. Wenn sie aber dj» fe» kostbare Kleidungsstück erhält, wird sie deshaff W|« doch nickt die Besitzerin des teuersten Mantels der SB«1. fei», vor einigen Jahren schenkten dir Adeligen tz» Provinz Therson der verstorbenen Kaiserin vo« Ruh land einen Hermelinmantel, deffen Wert auf Sh» 300 000 Franken geschätzt wurde, und in Ostgrönfentz fand ein Forschungsreisender «in Mädchen, da» (fe . Kleid otts Silberfuchs trug, das nach den gegenwär^

gen Preisen mindestens «ine halb« Million Frank, Wert wäre. Mit Ostgrönland kann also selbst Pari, 1 in dieser Hinsicht nicht konkurrieren.

Strumpfbänder mit echten, massiven Edelsteinen. Ws Mgefi eine Mode, die sozusagen nur in der Intimität i wirken bestimmt ist.

VratäpkcksemS'e, Ti« kleinsten Aepfelchen, bie mal sonst kaum vern-enden kann, werden gemascken uti

Kunst und Wissenschaft.

# Neue Rerntirfe vom alten Orient. Es ist wohl noch in guter Erinnertmg, dost unsere um - die Er­forschung de» alten Orient» so verdienteDeutsche Orient-Eefellschaft" nickt nur an verschiedenen Stellen de» Niltales, sondern anck am Euphrat und am Tigris mit grostem Erfolg gegraben hat. Der Krieg hat aber ollen beutickeu Arbeiten dort unten ein Ende gemacht ttnb der Friede hot anck hier keine Defferung ge­bracht. Wäbrend ans Jahre hinaus deutsche Erabunos- tötigkeit im Orient unmöglich ist, ist man in der kteimat mit der Verorbeitunq der reicken Ausbeute tätig. Da» kürzlich erschienene 60. Heft derMit­teilungen derDeutlcken Orient-Eefellschaft" fei beson­derer Beachtung empfohlen. Bei den Ausgrabungen des am Tiari, gelegenen Affur, die Nestdenzstadt der affvriscken Könige, hotten die Ruinen des dem Neicks- gotte Affur geweihten Tempels eine besondere Nolle gesvielt. Auster den zahlreichen Keilsckrifttafeln melcke inzwischen zum Teil veröffentlicht find, batten fick in den obersten Sckickten des Tempels anck Stein­platten gefunden, die nickt mit Keilschrift, sondern mit aromäftchen Buchstaben bedruckt waren, und deren Ent­zifferung graste Schwierigkeiten h-reitete. Diese In­schriften hat nun der Marburger Orientalist P. Jen­sen mit hingebender Sorgfalt studiert und da» Er- -bnis in dem oben erwähnten Hefte peröffentlickt. Auf alle Fragen, welche durch die Entzisferung auf- Teworfe» werden, gibt Jensen besriedia-nd« Antwort. T'te Beweis« möge man in Jensens Ausführungen nach­lesen.

etwas Sulz und Kümmes oder Dill beiß ge-nacht. ufli ^nW die Kartofteln darin (in der Kochküste) ziehen lass« tziuag

Zeitung.

Donnerstag MfttsqS: weh deputd-ug mit Pam! fein mit Gurkentunfe.

Freitags. Mittags: Llumenkohisüppche». berftmz. kartoft-kn mft Salzgurke. Bpfclkompoll. AbendS:^ nenwürselsud^e. .

Sonnabend. Mittaos: BunteS Hbn von wrK-, r Bohne» und Mohrrüben. Apfelweinsppe. S&mam von fierte (fei- und Gemüseresten mit Salat.

Sonntags. Mittags: Tyt.r.'-?er karteffel."k» y Sauerbraten uns Rotkraut. Vanilleäpfel.

MaiSgriesbrei mit Obsitnnke.

frSfeln, abgezogen, in Scheiben geschnitten. Auf 8 Pstz Herzieh Kartosfein etwa V> Liter Butter- oder Sauermilch utN

Herrschaften ordnuugsmästig untrrznbrmgen. In : Stskf<*n der «lronsp, Sck»»«wig-<»olstein find befspi,

Mutter die häuslichen Pflichten auf sich zu nehm« L baben. Diese Zeiten bilden denn auch ost den Errmd M-.« stein für langdauernde Körperschädigunoen. Es ist N an der Zeit, auf ein hervorragendes Kräftianngsmiim

Porto,) zurückzahken. Die genau« Adrrffe -der Arbeit­geber ist anzugeben.

Bei der Aufrechnung sind die Marke» alte» Werte», die durch neue ersetzt find, nicht mitzuzählen.

Marburg, den 13. November 1920. (902

_ . , Da» Lerstcherungsamt. I. D.: Loock.

Herrn Staatskommiffar für Bolksernährung und be* -y Herrn Landwirtschoftsminister auf Erund des 8 2 det M. Bekanntmachung vom 30. Juni 1917 (R. <5. Bl. 6. öl erlaffenen Anweisung sind auch am 1. Dezember d. 2* ^*hrss

anster Rindvieh, Schafen, Schweinen, Ziegen. Kaninchek ' W» und Federvieh in Preusten di« Pferde, ohne Milrtätz ke 8a

Das Sparen an Brennmaterial.

Der Teeabend des Marburger DausfrauenveroinS am Donnerstag der vorletzten Woche war gut besucht uns wohl gelungen. Er brachte in der Tat verschiedene Neuernpgen und Anregungen zum Sparen bei fetzt so teuren und not- endige» Brennmaterials: an Sparkochherde» wurden lezeigt: DieBrennherr" mit zwei Brennstellen,fioch- fix",Süchenschatz",Küchenmeister und noch ein Svar- '»cker mit nur einer Brennstrlle, sowie bet Dampskochtovs .Moderna". Die vorgezeigten Sparkocher find alle gut, /eder bat feine Ausführung etwas verschiede». Gebeizt werde» sie mit Holz, Brikett auch eiförmige, Antbrazitkohlr, Braunkohle, kur, mit bem, was man hat. Tie tzaupt- bebingung ist, baß bet Küchenherd guten Zug hat, raucht dieser, dann kann bet Kohlensparer, welcher in die Eisen- n'nge der Herdvlatte eingesetzt wich, natürlich nicht bren­ne» und die Speisen zum Kolben bringen. Man tut also aut, vor dem Anlaufen eines solchen, fick erst einen von der Nachbarin oder Verwandten zum Ausprobieren zu leiben, um sich vor Enttäuschungen zu benmhren. Teure ei kann Vorkommen, daß derselbe Svarberd im Erdgcschost notzüglich beizt, in der Mansarde dess.lbcn Hauses aber durchaus nickt. F» diesem Falle liegt die Schuld nickt am Sparhechchen, sondern an dem mangelhaften ffna be-3 Schornsteins. Hat man aber erst mit dem Spar- 'ochkr umzugehen gelernt (beim auch hier muß man seine Erfahrungen macken), merst man, wie wenig Kohlen tat­sächlich zum Kochen der Speisen benötigt werden, und in Mich unsinniger Weife durch den Küchenherd wobl durch die meisten das Brennmaterial zum Schornstein binausgeblafen wird. Je mehr aber der Küchenherd rin .Koblenfreffer" ist. um so mehr lohnt sich bie Anschaffung M KoblensparerS. denn einmal um so besser funktioniert dieser, und vor allem wird gespart. Aber dürfen wir -s uns denn wirklich noch leisten, in dem Küchenherd zur Herstellung der Malzeiten einen hohen Korb voll Hol, !» verbrenn-n statt unS zur Anschaffung eines der oben -rwäbnten Svarkocher zu entschließen. HierbWVä wird in derselben Zeit und zum Garkochen derselben Steifen nur 'ne Hälfte, ja mit Hilfe der Kochkiste vielleicht nur ei re Drittel des Hri,Materials verbraucht.Aber die-Kock- vte kann im Winter unmöglich die Küche erhitzen", hörc >ck rinwenden. Soll ffe auch garnicht, obwohl durch den Sparberd auch die Küche recht leidlich erwärmt loirb, denn der Mehrverbrauch an Brennniaierial bient ja auch nur mm kleinsten Teile zum Heizen, neun Zehntel gehen sicher- 'ich unansgenutzt zum Schornstein hinaus. Und dagegen must ganz energisch Front gemacht tverden. Rehmen wir fci, durch Benutzung eines fiwblensparers sparte die Hausfrau täglich nur 3 Pfund Holz oder Kohlen, wahr- lcheinlich wird es bedeutend mehr fein. Dann verbrauchen Me 5000 Haushaltungen Marburgs täglich 150 Zentner Holz oder Kohlen weniger Die Ersparnis rt Wochen und Monaten usw. ist ja lrickt auszureHnen, und zu ungeheuerlichen Zahlen werden wir kommen, wenn wi' siefe Berechnung aus die Großstädte, zuletzt aus gan» Deutschland ausdehnen. Hätte nrauebe stillzelegte Fabrik diese Mengen, sie könnte sickteriich ihren Betrieb wieder "oll aufnehmen zum Nutzen unserer Ausfuhr und unterer Valuta, auch braucht: das Reich toeufaec Erioerbslo'en Unterstützungen zu zahlen. (Ein jeder kann sich die toelf­teren Schlußfolgerungen selbst ziehen.)

llnd hier wieder der Beweis, .wie unlöslich der lkinzelhaushaft mit der Allaemrinheft verbunden ist, er ist -in kleiner Zahn im Getriebe der Räder der Maschine Aber kehren wir zu den 3Pfinch Aolj zurück. Erstens' welche Ersparnis auf die Dauer an Holz, im Vergleich dazu And die Anschaftiinaskosten für den Sparbeck gering- fochfix 35 Mk.. Kückenschatz, Küchenmeister 8090 Ml. Zweitens: Seit ick keinen hohen Korb voll Hol; täglich für bie Küche benötige, haben die nnergnicklichen Berhält- nisse ans dem Bauhof ihre Schrecken^für mich verloren, denn ich hole nur selten Holz, llm'nber irrigen Mei nnngen zu begegnen, mns; ick zum Schlüsse noch bemerken, daß ich weder am Verkauf oder am Gewinn irgend eine? Kosilensvarers beteiligt bin, noch rin persönliches Intereft habe. Letzteres habe ich nur der Allgemeinheit gegenüber wie schon oben ettvähnt, und daher auch m. E. die Pfticht, meine Erfahntngen zu veröftentlichen. Daher an dieser

nur von Stil und Blüte befreit, dann mit ein wetch .

~e!t in einer Deckelpfanne geschmort, zuletzt noch ef®M 9® Salz, Zucker und aiiaerübries Mehl daran, so daß tieö» tzvr ei den zerfallenen Aepfelchen etwas Tunke entsteht j 'Tpfttn

Wohnungsnot der Sträfling«. Baku nachSueona bi des Weltkrieges trat in Deutschland ein eigenartig, . Umstand zutage: die Straftaten nahmen in einer Mels *727* ab, das; sich an vielen Orten die Gefängn-ffe enträlke» W1® ten und nicht selten zeitweise völlig leer standen. I» 7® zwischen ist der Ausfall an Verbrechen zehnfach wird» -Rk-i! eingeholt wsrd-n, rnb dis Zahl der Sünder, jo «Ma jhifltn, llch vor dem Kadi erscheinen, ist Legion, sodaß b# kosteH

weise die Eesängniffe durchweg derartig rthertnRi, da &i ffe keine Strllflinae mebr ausnehmen können. 5

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