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bohenzokkem an beit 641ebunaeit Meingt gtroeTen wären, selbst bann würde die Setriligiing dem Hans» pir Last fallen, nicht aber der Monarchie. SOa, do» fxiu» Hohenzallern betrifft, so sind die Kulturwerte, dir es geschaffen Hot, in d I e Stern« geschrieben $> i e Kulturtaten des Hause, Hohen ,| eifern können nicht dadurch nerdnnkelt werden Das seft-iisteNen. verlangt die geschichtlich« fi>er«tf)iiii' ifrit. Wenn irgendwo und irgendwann ein Schurke an der Spitz« eine, Fürstenhouse» gestanden hat. so be rechtiqt da, noch nicht, den monarchischen (bedanken »bzulehnen. Wir halten bi« Monarch!« fflr bi« bellet« G t o t f e rm, weil st« eine über den Parteien stehende Staatsgewalt darstellt und deshalb einet S^aatsantorität bellet entspricht. Wit wünschen bi« Wiederherstellung der Monarchie später auf Grund de, Volkswiklen,, und wir wünschen st« anders, al, st» war Im übrigen: wenn Kapital »erlchiebiingen norgekommen find, ist e» bereit, im Iahte 1919, also unter d«t Regierung der Inter- y e 11 o n f e n , geschehen. Di« Kronprinzessin soll »ine Tochter des Bankier, Grasser bei sich empfangen hoben Die Kronprin^lstn hot nie ein» Tochter Grnster» ge- sthen. Auch Hot bi» kranprinzllch» Familie ni » mal » 60 MiNionen Mark besesien, dl» verschoben werden könnten. Die Kronprinzessin ist niemals im Hotel Esplanade gewesen. Ebenso war die Famili« Grustzer Niemals bei der Fron Kronprinzelstn. Grastet selbst war nur einmal bei Ibr. Dies» Richtigstellungen be- deten nur Proben zur Istustriernng der Wahrhaftigkeit. Dos Lligensnstem de,Borwstrts" ist damit ans, fiarft» erwiesen. Im übrigen sind di« "Steuerer klarunnen überhaupt noch nicht erfolgt. Soweit Verstöße vorae- kommen stnd. bandelt «« stch um solche, en denen weder der Kronprinz, noch die Kronprinzessin irgend­welche Echufd trogen. Bor ostem trifft dies» Personen keine Schuld in ethischem Sinne, (Rach link«) Machen Sie mich später für jede, dieser Worte verantwortlich Die Interpellanten haben übet di» Salu» publita fWobl de, Staute,) ibr« porteipslitischen Interessen gesetzt. Hier trennt un, ein» Kluft der ethisch.nationa len Anschauungen fRach links): Andere geschichtlich« Werte oufter ihren eigenen^en basten die Sozialdemokraten so niemals gebnbf. Niemals bot ein» Bartel im Ausland stch der ort benommen. Das deutsch« Boll wird Ihnen zu ent­sprechenden Stunde antworten, svärm links. Bei still rechts.) Die Interpellation ist ein Zeugnis Ihrer politischen Schwäche. Di» Arbeiter begreifen olkmäb. kich. das, Ihre Theorien, wenn sie auch noch so reno- kutionär stnd. ihnen nicht helfen. Di» Wahlen in Sachten stemeilen das. Di» Wahlen in Preusten werden folgen. Und im Reich» können Sie gleichsgll, Wahlen hasten, wenn Sie Appetit danach »erfvüren. Die Inlerpestation ist nur «in fei Hl« sches Agitationsmittel.

I Jp6. Amsterdam. 23. Rav. Wie der Wmffcr- dawer Vertreter de? Walf-bstros von einer dem vor- , totofin»n Kro"prinen nabestehendenH'e erfährt, be- teif'ofen fick weder der vormalige Kronprinz noch fein Begleiter, Masot v. Mstldner jemals hewustt oder un- dewnstt an der Kapitak>-erfck>bnng von Deutschland Vach dem Auslände. Die Beziebnnge i des früheren Kronprtnz-n zu Grnff-r rühre» daher, daß btefer sich dem Kronprinzen nach dessen H<-bfrtritt ans holl Sn- d'scheS Gebiet al? einer der ersten zur Verfügung Pellte und ihm an? seiner bedrängten finanziellen rage dadurch half, daß er ihm 5000 Gulden vor« streckte, um damit über die erste Reit hinweg,nkommea. Seitdem d»strritet der Kronprinz seinen Leben-unter­halt aus Mitteln, dir er vom vormaligen Kaiser bezieht.

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Der Reichswehr-9 aushalt.

Abstriche von Generalen und Obersten.

f Berlin. 23. Rov. Gestern wurde im Honpi- Uttkschtik de» Reichstages der Haushalt des Reichs- Wehrministerium? weiter beraten. Reichswehrminist.r .Br. Geßl'r stellte fest, daß das Reichsweh nniniste- lrium von seinem Vorgänger sehr sorgfältig organi- pert worden sei. Die Hauptsache müsse setzt sein. He Bestimmungen des Frirbensvertrage» auszusühren ßu der von mehreren Seiten beanstandeten zu graß'n 8ahl von Rieren Offizieren und Unterofsiz erea erklärte bet Minister, daß bei der veränderten Struktur des Neuen Heeres, das nicht mehr aus 20 bis 22, Shrigen sondern aus 20 bis 32jährigen Soldaten bestehe, für die von ihm zu erfüllenden Aufgaben gerade eine sträßere stahl älterer Offiziere und Unteroffiziere Mtig fei, so zur Aussicht in den heute meistens

Nachdruck »erboten.

Erkämpft.

' Roman von Otto Lists«.

18) Fortsetzung.

Wie könnten den Versuch wiederholen", fuhr der Arzt fortBitte Baronesse, kommen Sie morgen Mit der gnädigen Fran wieder das h« stt. wenn Sie. gnädige Iran, sich der Mühe unterziehen wollen" !iGewiß. Von Herzen gern.*

Nun denn, auf Wiedersehen, meine Domen. Ich stabe jetzt die beste Hoffnung! Was sagte ich Ihnen, Baronesse? Wenn eine tiefe seelische Erregung diese tzeistige Depression überwindet, ist Hoffnung, ans Heilung vorhanden! Und ich glaube, daß dies; seelische Erregung jetzt eingdreten ist.*

Er verabschiedete sich von den Damen, und diese bet« Lcßen das Sanatorium.

f Schweigend gingen sie eine Weile durch den Wald, f Dann sagte Berta mit einem scheuen Seitenblick Uns Mory:

>Soge mir nur, wie das alles zugegangen ist ?* fIch denke*, entgegnete Mary ernst,der Arzt stat da? Richtige getroffen. Laß uns nicht w»i't:r da­rüber rätseln, sondern laß uns an der Tatfache ge­nügen, daß mein Einfluß aus deinen Detter da wohl­tätiger ist* , , ; ' _

Und du willst...* -

/Ick» will ihn von seinem furchtbaren Wahn heilen, wenn mir Gott die Kraft dazu verleiht!" sagte Mary teit einem feierlichen, ernsten Ausblick zum Himmel.

15. Kapitel. i1

f In einem elegant eingerichteten Zimmer de» an fern Hau pt st ran de gelegenen Kurhotels ging der Ritt- Weister van Meerwart unruhig auf und ob. Er trat fftei an das große, fast bis zur Erde reichend: Fenster And frbthtte angelegentlich auf die Promenade hinaus.

fk »Aha, da sie endlich! So lange hat mich noch |

ganz kleinen Garnisonen, wo off mtr ein bis zwei siompagnien ohne gemeinsame Spitze untergebrrcht leien. Erfahrene Offiziere brauche man auch zue Er­ziehung des Ofsizierkorvs, nachdem bet Fri-densuer- trag eine höhere geistige Airibildungsmöglichkeit der Kriegsakademie und des großen Generalstabs leider aiisgefchlosfen habe. Dee byitige Grundsatz müsse fein baß im Heere der Jüngere sich am Kelteren bilden muß Man könne ihm nicht pnnuten, unsere bewähr- ten und aktverdienten Unteroffiziere jetzt einfach aus die Straße zu setzen.

General v. Brann von der Personalabteilung des Reicksmehrminist-riumS betonte, daß bei der Aus mahl der Offiziere lediglich die Tüchtigkeit und nid)* Namen ober Adel maßgeblich seien. Ferner wies er daraus h-'u. daß endlich die Beförderungen w'chr «i'fgenpmmen werden müßten. Ties sei ein bringendes Gebot; zumal sie seit zwei Jahren fast völlig stocke. Oberst v. Kreß vom Reickswehrmi->isierimn führe ans. hinsichtlich der Besetzung von höheren Oss-zi'r stellen seien wir von den Vorschriften des Verbandes abhängig. Ter Andrang znm Offizierl'ernf Habe bereits stark neAgelaffen menen der geringen Zukunft» aussicht.-n, die sich dem Offizier Heute böten. Im einzelnen begründete der Redner die Rorweudigke' der Kapalkeriefonnationeu, di» Zahl der ang-forbertm Pferde sei nicht zu groß, fonbern stelle das Minimum dar. das zu" Aufrechterhaltung einer geringen KaoJl- (rrie notwendig sei. Eine große Anzahl von Mi'itär Pferden werde autzeroem ständig der Landwirt­schaft k» hweise zur Verfügung gestellt.

Stig. General v. Gollwitz (D utschnatl.) erklärt' die von sozialdemokratischer Seite bemängelte allzu Hahr Zahl der Offiziere im Reichswehrministerium da­durch. daß eine große Anzahl von früher selbstän­digen militärischen Behörden in das Reichswehr- ministerium einbezogen worden fei. so daß allein hier­aus bieget Zentralbehörde ein Zuwachs von ungefähr 100G Offizieren entstanden. Ferner machte der fRcbnrr darauf aufmerksam, daß ihm aus den Kreisen der alten entlassenen Soldaten dauernd Klagen zngeh t über bie. schleppende Art, wie die Zahlung bet Unter­stützungen und der Renten erfolge. Er bat nm Ab­stellung dies«- Mangels. Von Zentrumss ite wurde rin Vorschlag unterbreitet, der Ausschuß selbst solle Richtlinien für die Umorganisierung der Wehrmacht ausstelken. Dem widersprach Abg. Admiral Btü - ninghou» (D. Vpt.). DaS müsse dem Reichs vehe- ministenum überlassen bleiben. Außerdem trat er lebhaft für die Morine ein und legte dar, daß, wie von sozialdemokratischer Seite gewünscht wurde, eine Verkleinerung des kärglichen HeereS. das uns die Ver­bündeten gelassen haben, unter feinen Umständen ein- treten dürfe.

wb. Berlin, 23. Rov. Im HauptanSschuß des Reichstags wurde bei der Beratung deS Haushalts­plans de» Reichswkhtminister nm» der allseitig unter­stützte Antrag, von den fünf beantragten Generalen zwei zu streichen, einstimmig angrnommen. Ein sozialdemokratischer Antrag, statt 1 i Generalleutnants nur 10 zu bewilligen, wurde abgelehnt und nn von den Koalitionsparteien und den Drutschnatioualen un­terstützter Antrag, 6 Generalmajore zu streichen, angenommen. Angenommen wurde ein Antrag der bürgerlichen Parteien, die Zahl bet Obersten um 15 zu vetmindetn.

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Ausstände.

Berlin, 23. Rov. Zur Beilegung de» Kon­fliktes im Pvrtrergewerb» begannen heute im ReichS- arbritsminiperium die Verhandlungen.

8 e r, i n , 23. Ao». Bt öttenneldungen au» Stettin zufolge, sind die Verhandlungen über die Seilegun.- be» Londardeiterstreik» abermals gescheitert. Nack Meldungen von Rügen ist es dort zu Ausschreitungen der Ausständigen gekommen.

wb. Görlitz, 23. Rov. Heute früh fegten die Metallarbeiter die Arbeit nieder, nachdem wegen Lohn Differenzen der Streikbeschluß mit euer Mehrheit von 82®'« der beteiligten Arbeiter gefaßt worden war.

wb. Hrrschberg, 23. Rov. Im Lohnstreik der niederfchlesifchen Metallarbeiter wurde von den Ar- beitiiehmern der gefällte Schicksspruch abgelehnt mit ollen gegen 6 Stimmen mit der Begründung, daß die Zugeständnisse ungenügend seien. Es ist mit einem.

keine Tarne warten lassen!" setzte er mit leichtfertigem Lachen hinzu.

Dann trat er vor den Spiegel, um nachzusehen, ob auch sein Anzug. Bart und Haar in Ordnung seien.

Noch einer Weile klopfte es, und dec Kellner trat ein.

Eine Dame erwartet den Herrn im Kondcrsatisns- zimmer", meldete er. "

Ich werde sogleich kommen!"

Ter Rittmeister ergriff feinen Hut nnb eilte hinaus?

Im Konverfat ons^imiuer stand Mary; sie wandle sich bei dem Eintritt Meerwarts langsam um.

Sie sind also dach gekommen, Fran Martz", rief der Rittmeister.Wie danke ich Ihnen dafür!"

Er wollte ihre Hand ergreif-n, ab.t mit nicht miß zuverstehender Gebärde zog Mary sie zurück.

Zuerst möchte ich Sie daran erinnern, Herr Ritt­meister", entgegnete sie kalt, »daß mein Name Frau Marten ist!"

Der Rittmeister fuhr aut

Ich bitte tnn Verzeihung aber untere eiten Beziehungen"

Sind nicht derartig, daß sie zrl Vertraulichkeiten berechtigen. Toch genug! Wollen Sie mir, bitte, sagen, was Sie mir rnitzureilen haben? Ich bin Ihrer Einladung nur aus Rücksicht auf meinen Vater ge­folgt."

Dann, Fron Starten, entgegnete der Rittmeister in scharfem Tone,hätten Sie auch die Rücksicht nehmen sollen, den Wunsch Ihres Vater» zu erfüllen, der Sie vor mehreren Tagen dringend ersuchte, zu ihm zurückzukehren.

Ich habe meinem Vater den Grund geschrieben, weshalb ich nicht kommen kann, und daß ich aus die Reise nach Paris Verzicht leiste!"

Ja aber in dem Brief Ihres Vater» war doch auch noch von einer andern Angelegenheit die Rede/'

» (Fortsetzung folgt.)

die stanze Provinz Rsiderschlesien, mit Ausnahme der eicht Breslau, umfassenden Slrrik zu rechnen. Im Ricseng birge legten die Arbeiter sämtlicher größerer Werke die Arbeit nieder. ,

=4-, '

rtnWt EinitnttlmlMg.

17 7. Sitzung vom 23. November.

Präsident Sei nett eröffnet die Sitzung nachmittag? 2 Udr. Die Vorlage betreuend »ine erhöbte Anrech­nung der von den Beamten und Lehrern »urückgctegten -lrirgsbiensitärigkrit wird endgültig angenommen.

Tie Novelle zum Kirchensteuergesetz für bie katholische Kirche geht an einen Ausschuß.

Die zweite Beratung der Gesetzes.zur Einführung einer Altersgrenze wird bis morgen ausgesetzt.

Hierauf wird die zweite Beratung be» Haushalt» bei der Zu stizvctwaltnng fortgesetzt.

Iustizminister Dr. A« Zehnhasf weist zunächst bie Angriffe be» Abg. Heitmann (Soz.) gegen bie preußischen Richter wegen ihrer angeblichen Parteilich­keit zurück (Beifall) Die Richter feint durchaus pslicht- reue Beamte. (Sei(alL) Irrig ifl bie Ansicht, ber "lickterstand würde besser, wenn feine Wahl durch das Volk erfolgte. Wie sollen denn die Wählet wissen, wo die gee bneten Kandidaten zu sinden sind? Auch die Bemerkung, baß bet Richletstanb meistens anS Hohen- otternjüngern befirbe, weife et zurück Die Richter sind vaterlandsliebende Beamte. Auch bei bem überzeugtesien Monarchisten ist ti ausgeschlossen, baß er einen -epnblikamschen Angeklagten nicht objektiv beurteilt. Die Bestrafung der Kapvverbrecher ist Sache des Reichsgerichts-. Wir hoben daher alle irgendwie zur Verfolgung geeigneten Falle an da« Reichsjnstizministerinm abgegeben. Den ktiegsverbrechem, die mir angeblich schützen, kommt die "om Rat der Vnlksbeanftragten erlassene Amnestie vom l Dezember 1918 zugute In Sarden des Bonn-Films hat bet frühere Kaiser im subjektiven Verfahren keine .stlage erhoben, im objektiven Verladern bat er denselben Erfolg gehabt wie EbeA und Noske. Der Film bezw hie rin Radebild wiebetgebende Postkarte sind rin gezogen (aorben. Für bie Verzögerung des Verfahren» gegen t>. Kessel ist ba» Gericht nicht verantwortlich, da Kessel narb dem Urteil medizinischer Sachoerstänoiger nicht vernehmungsfähig ist. Der Fall ber

Marburger Stubenten wird erneut vor dem Schwurgericht verhandelt. Dir Versonalakten ber Beamten können nicht eingestampft wer­den, weil sonst für die Beamten selbst wichtige nnb nütz­lich» Notizen verloren gingen. Ti» griarbarte Verord­nung des StaatSministeriumS zur Anffösung ber Fidki- kommiise ist inzwiffchen erschienen. kBeifall.)

Abg. 831 r n bt (Dem.): Das Laienelement muß stärker zur RechtSpstege herangezogen werben. Auch Bolksfckul- lebrer müssen Schöffen und Geschworene werde». Dem Antrag auf Zulassung ber Frauen zum Rickt-r- und Staatsanwaltschaftsdienst und zur Recktsapwaltich-ist stim­men wir zu, sind aber gegen die Vermehrung der Sonder- eerichte. Das Arbeitsrecht darf dem ordentl'cken Rich­ter nicht entzogen werden. Zu Vertretern der Parteien vor den Gewerbe- und Kaufmannsgerichten müssen atuf Rechtsanwälte zngelasfen werden. Den Angriffen Heil- manns können wir zwar in Einzelsällen znstimmen, hüten hn8 aber vor Verallgemeinerung. Unser Richterstand hat sich tu den Stürmen der Zeit intakt gehalten. Den llebergang vom Anwalts» »um Richterstands sollte man erleichtern.

E,n Reg« rungSvertreter teilt mit, baß die Steigerung der Straftaten, eine verstärkte Heranziehnmi von Assessoren zu den Strafkammern zur Folge gehabt habe.

Abg. Dr. Seelmann (Teutschnatl.): Die Rede d's Abgeordneten Heilmann läßt jede Objektivität vermissen. Sie ist nur ans der Nähe der Wahlen zu erklären. lZunife deS Abg. Adolf Hofsmann:Sie sprechen doch auch in ber Nähe der Wahlen!") Herr Heitmann hat '-diglich aus Gründ von Zeitungsausschnitten berichtet. Für bie Reform ber Strafkammern haben auch wir zahl­reiche Wünsche. Mancherlei haben wir an der Justizver­waltung ausznsetzen. Ucber bie Angriffe bra Abg. Heil­mann aber ist ber preußische Rickterstand erhaben. Erregte Zwischenrufe links.) Es gibt keine Klassenjustiz bei un?. Unserer Dankespflicht gegen bie Richter entledige ick mich besonders gern anläßlich ber Heilmannscken Rede -Beifall.) Im Strafverfahren fehlt es unS Iribex noch au der wünschenswerten Einheitlichkeit.

Hieraus wird die Weiterberatung aef Mittwoch Nach­mittag 2 Uhr vertagt. Vorher Gesetz übet bie Alters­grenze.

Dem$ert Tagebl." zufolge bereiten die Sozial­demokraten eine Entschließung im preußischen Laad-

Kunst und Wissenschaft.

# Die Rot bet deutschen Wissenschaft. Hm bie Ab­geordneten und die-anderen führenden Kreise mit ber Not der deutschen Wissenschaft sowie mit den Zielen und der Organisation ber zu ihrer Behebung gegründe­ten Notgemeinschaft bekannt zu machen, hatte der Neichsminifter des Innern Dr. Koch für Dienstag zu einem parlamentarischen Abend in den Rämen des Neichstagsgebäudes ringeladen. Der Reicksminister wies darauf hin, daß es die deutscke Wissenschaft zu rei­ten gelte, das einzige, worum uns bie Welt noch be ntibt. Eine Reihe von Bortrögen beleuchteten den Zweck bet Organisation. Der Generaldirektor der preu­ßischen Staatsklbliotbek Erz. Dr. v. Harnack fpra» über Wissenschaft und Kultur, der Direktor b»e Kaiser Wildelm-Inftituts für Chemie Geheimrat Prof. Dr Haber über bie Wisiensckaft und Wirtschaft, bet Ge heimrat und Universttätsprofessor in München Tr. Friedrich v. Müller über Wistenlckaft und Balksge- hmbheit, fckllehltch Minister a. D. Dr. F Eckmibt- Otto, der langjährige Leiter bt» preußischen Hochschul­wesens, über die Organisation und die Ausgaben der Rotgemeinschaft. ,: .

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Hochschulnachrichten.

X Berufnxg. Prof. Dr. Paul Ehrenberg. Direktor des agrikulturchemischen Institut» in Göttingen, hat den an ibn vor einiger Zeit ergangenen Ruf an bie Universität Steel a^i als Nachfolger des Geh. Reg.-Rat» Th. Pfeiffer an­genommen.

X Die Cnrnmun» be« a. a. Prokeffor, Tr. ret. pol Fritz Terhalle in Jena zum Ordinarius in Mün­ster ist erfolof. ihm mürbe bet neuertidjiete Lehrstuhl für Swatswi?»nschaften übertraatn.

X Ltheauftraz. Dem Privatdozenlen art bet Hnh nerfität Münster Prof. Tr. Paul Klock Hohn ist ein Lehrauftrag zur Vertretung der beuttoen Philolo­gie mit Leiander« Berücksichtigung bet Kulturgeschichte erteilt n-^den.

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leben zu gewähren.

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ches das Vermögen der Hohenzostern dem preußjfchx-' Staat ohne Entschädigung übereignet wird während diesem die Verpflichtung anferiegt wird, alft^ letzt lebenden Mitgliedern des HanseS Hohenzollerg eine angemessene UntcrhallsrciUe bis zn ihrem Ah»

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Der RevudManstcke FSbeerbend in ErlduS-ru.

pEN Vera tunaen des Rev>'bkikani '»en FSbrerbmibes » Berlin wurde von bet Bundesleitung »in Slnttaa _

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am Sonntag ftattfindeu soN, hatte b« ReichsptcistdrUt und Frau Ebert Einladungen ergehen lasten, zu bei zahlreicke Persönlichkeiten der führenden Kreise etfchi» nen. Der Präsident hielt eine Ansprache, in bet et btt großen Not der deutschen Kinder gedachte. Et dankte für die selbstlose Tätigkeit weiter Kreise zu Gunsten btt Kinder. Besonders gedachte et mit herzlichem Donk bem auslänbifcken Hisiswerk. namentlich aus Skanbtz navien, der Schweiz, den Niederlanden nnb aus Am»

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rika. Der Reichspräsident richtete an aste Kreife bk dringende Aufforderung, mit allen Kräften den Kw> bem zu helfen. Es handle sich um das heiligste H« um die Jugend und Zukunft.

Bund bet Kinderreichen. In Berli« und ettseset größeren Städten des Reiches hat stch ein Bund bei kinderreichen Familien Deutschlands gebildet.

Offiziere als Etraheabahnschaffn«. In Betlft haben sich mehrere entlastene Offiziere als bahn^ckaffnet gemeldet und Anstellung gefunden.

Ee'audtenwechsek in Ficmlarid. Nsrdiska Presto zentrale meldet aus Helfingfars, bet deutsche Gefa-rdti Freiherr n. Brück habe dem Präsidenten der RepnAL Fein Abhenrsungsschreiben überreicht. Der neue Ge­sandte v. Manroth wird morgen in Helsingior» erwartet (Ein neuer italienischer Botschafter in Berlin. Auch einer Sfefanimelbung wurde eine Aenderung fet >tt Tesetzuna diplomat-ichet Pesten befchloffen, der zufstzt ber Botschaster in Berlin de Martin» zum Balschch ter in London ernannt wird. An seine Stelle tritt Se­nator Frasfati.

Auf dem Bergbcamteutaq der technischen AngefteL ten und Beamten aus sämtlichen Sentretricren Deutsch­lands wurde die Bo 1 lsoz ia lNiet ung desDerz- battes verlangt und von der Reichsregierung etn ent sprechend-» Geletzevtwurf gefordert.

ein Geisteskranker. In einem vor mehreren Woche» in Berlin verhandelten großen Kommuniftenvtozrtz Se» nahm sich der Recht-mnwakt Lamp aus Elberfeld fff anffehenerregender Meise. Kurze Zeit nack feiner Rück­kehr mich Elberfeld wurde er unter dem Verdachte be Hochverrats und ber Teilnahme an Verbrechen geze» das Sptenaftoffgesetz in Untetm»ung6t>aft genommen, worin er stch gegenwärtig noch befindet. Inzwischen bat sich herausgeftent, daß Lamp «in schwer geistes­kranker Monn ist. Das Entmiindigungsverfahren 9

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De lern Interi Favibi Pützen Dauve I» M gffoaai gkfo 61 t fe zeugen Jhtb. bestril -eit

kaff zur Versaffung vor, in her sie die StaatSregirrmK £2k' \ ausfordern, ein Reichsgefetz herbritusühren, durch wch, y,,«t

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bereits geoen ihn eingeleitet.

Die Beschlagnahm» der «oldfendunq von 109 Kile- grarnm auf dem Berliner Anhalter Bahnhof ist wieder aufgehoben worden Di» Angelegenheit wat ber Staatsanwaltschaft zur weiteren Untersuchung übet- neben worden. Diese stellte fest, daß es sich hti btr Goldsendimg trat »Ine ordnungsmäßige Goldfendmq aus Schweden na» bet Schweiz handelt. Das SÄd bient zur Bezahlung von Waren, bie aus btt Schwatz nack Schweden geliefert worden sind.

xekbftblockade. Bekanntlich dürfen fett einiger Zeck Ausländsdeutsche nnb deutschfeindliche An-ländet ihreff- Freunden und Derwandten In Deutschland roteb« "iebesanbenpakete mit Lebensmitteln fckicken. Ra» zuv-rlässigen Zitierungen hat aber bet Reichskoi» niiffar in Berlin die Einfuhr v-rn Fett, Marqarintz -Brot und Süßiakeiten ans 2 Bftmd b-schränkt. bie Ei« fußt von Butter, Fleisch. Sveck, Mehl und Zucket paK verboten; größere Sendungen an wohltätige Am t ; itaTten wurden zum Teil beschlagnahmt. Tiefe ME nahmen btenttt nickt zur Setbe^erng unserer nährunasverbältniN» und erwecken überdies bei unsere« Gegnern die Vorstellung, «le ob wir in Deutschland « -

nickt, Mangel litten. Tie Abgeordneten ber Teut;®« - Volksvartei Frau Mende, Runkel. Moldenhauer s ^empkes haben daher an die Reicksregieruna bie S* k «rage gerichtet,' was sie zur Abänderung dieses unra*F - hären Zustandes zu tun gedenke.

Di« kindlichen BrSdet. Wie die ..Deutsche All» l ( Ztg" au, Halle meldet, wurde in Wckerslehen ei« j Versammlung der U. S.P in her Dittmann über . nolitische Lage sprechen tollte, non Kommunisten iprenat. die die Tribüne stürmten und Dittmri"

Deutsch-Oesterreich.

Die Aevßernngen Dr. Eimon» über EnStirst, -

Wien, 23. Nov. In der Nationalversammlu^ kam Präsident Dinghofer auf die Aeußecungrn by deutschen Außenministers Simons und des druisch«tz Botschasirts in Rom über Südtirol zu sprechen r-ch sagte:Es ist wahr, daß bei uiz» ein tiefet Unp.-ig, ühr derartige Aeuß-ningen rege geworden ist, uch wir können nicht glauben, daß ein deutscher Ma,, sich zu einem derartigen Verrat an den deutsch», Volksgenossen hergeben konnte. Einen derartige, Schritt, mag daS Deutsche Reich unS auch noch-s, befreundet fein, müß en wir als befremdend aitsch«,

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Politische Tagesnachrichten.

Ta, Befinden der Kaiserin. Wie een maßgebend«, Seite verlautet, ist im Befinden der ehemalig«, Kaiserin eine Verschlechterung nicht «ingetreten. Roch Ansicht ber Aerzte besteht eine unmittelbare Lehen» gesahr nicht. Die Kaiserin ist bei Bewußtsein. Doorn befinden sich an Familienangehörigen außer be« Kronprinzen, bet heute nach Wieringen zurückzufcchrr, gedenkt, Prinz und Prinzessin Adalbert, der Herzoß und bie Herzogin von Braunschweig und Prinz Osk«, Diese waren auf die Nachricht von bem Befinden btt ehemaligen Kaiserin unaufgefordert nach Doorn geet^ um in der Nähe bet Mutter zu sein, für deren Leb«, nach Art ihrer Krankheit befürchtet werben mutz.

Kinder in Not. Die Wshltötigkeitsverelne «8tt Parteien und Konfessionen haben sich z» einem Hty» werk für das deutsche notleidende Kind juiammeng» schloßen. Als Einleitung für bie Boltsfammlung. dst

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Ttefit, bet bie Auflösung des Republikani'^ Tubrethunbe, mm 1. Januar fordert, da Ne fina^ eilen Schmierigkeiten nur noch diese eine ^0^.: - ließen. Diesem Antrag wurde von den meisten Te- gierten enerai'ch roiberirretf-en nnb die ver'chie^ t artigsten Sanierungsvor'chläae gemacht. . Ji läsung-rantrag wurde schließlich mit großer gegen die Stimme bet Bnndesleitung abgele b n r

Die schlechte wiri'chaftliche Sage de, früheren Karl. Mt der .Chicago Tribüne- au« Senk

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