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Amtliches Derkilndkgungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurheffifche) Overhessen
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Markt 21/23. — Retiiite<6et 55.
Die neue Lage in Griechenland
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L. 3. 120. Wie die „Könlgsb. Hartungs»« Ztg." meldet, hat das Zeppelinluftschiss L. Z. 120 nach kurier Fahrt infolge Motorschadens nach dem Luftschifshafen in Seerappen bei Königsberg z"rückkehren muffen. Seine Fahrt na» Siclp ist in?oin..<(fcn aufgeschoben worden.
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rung sei der Rückkehr des Königs Konstantin auf den griechischen Thron absolut feindlich gesinnt. Der französische Ministerpräsident habe auf die Folgen aufmerksam gemacht, die die Rückkehr Veni- zelos' auf die allgemeine Lage haben könne.
„Excelsior" schreibt, daß die Art und Weise des englisch-französischen Vorgehens nicht festgelegt worden sei. Immerhin glaube man an den A b - b r u ch der diplomatischen Beziehungen, falls König Konstantin auf den Thron zurückberufen werben sollte.
wb. London 19. Ron. Der „Daily Chronicle" glaubt zu wissen, dass die neu geschaffene Lage in Griechenland von den englischen Ministern in einer nicht offiziösen Sitzung durchberaten worden ist Für den Augenblick ist man der Ansicht, dass die Lage nicht ernst genug sei, um ein Einschreiten der englischen Regierung zu rechtfertigen. Das Blatt glaubt zu wissen, dass die Auffassung des englischen Ministeriums dahin gehe, man müsse die neue Lage in Griechenland als eine solche betrachten. die nur das griechische Volk selbst angehe Erst wenn die englische Regierung die Nachricht erhalte, dass die Absicht bstehe, König Konstantin auf den Thron zurückzufllhren, sei ein Entschluss der englischen Regierung erforderlich.
Tte .ObexchossOch« Zeitung- erfcheint feMmel ■5*e*tll*. - Bexegepeei» monatlich 4 Stu bit* bie Bolt 4.20 «k. «uegabe B mit .Dbetl). Sport-Ztz." 1 Mk. mehr.—
Wb. Innsbruck, 19. Nov. Infolge des Streiks des Bahnyersonals ruht in ganz Tirol der Eisenbahnverkehr.
Keine Beteiligung der bayerischen Wehre«.
Wb. München, 19. Nov. Die Landesleitung der Einwohnerwehren hat eine Weisung nach folgenden Richtlinien ausgegeben: Der Eisenbahnecstreik ist ei.i Hindernis, auf friedlichem Wege nach Innsbruck zu gelangen. Jeder Versuch, trotzdem an dem Schießen teilzunehmen, setzt Zwangsmaßnahmen voraus. Es liegt nicht im Interesse der bayerischen Einwohnerwehren, dass sie im Augenblick, wo um ihr Sein oder Nichtsein von der bayerischen Regierung gekämpft wird, in außenbayerische Händ^ verwickelt werden. Infolgedessen wird die bayerische Einwohnerwehr sich an dem Schießen solange nicht beteiligen, als nicht durch Beilegung des Eisenbahnerstreiks oder durch sonstige Wiedechersteltung des Eisen- bahnverkehrs eine friedliche Teilnahme an dem Wettschiesse». «folgen tonn.
rungsvertreter um möglichst laute und deutliche Worten auf die Anfragen gebeten werden, damit die Oesfentlichkeit davon Kenntnis nehmen kann, der Tagesordnung stehen zunächst
kleine Anfragen.
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Neue Luftschiff-Forderungen.
wb. Berlin, 19. Nov. Der Vorsitzende des interalliierten Luftüberwachungsausschnssrs in Berlin ho! dem Auswärtigen Amt einen Beschluss der Bot- schasterkonserenz zugestellt, worin folgende Forderungen ausgestellt werden: 1. dass die vorhandenen deutschen Luftschiffe „Bodenfee" und „Nordstern" durch den interalliierten Luftüberwachungsausschuß als Ersatz für zwei zerstörte deutsche Lenlluftschiffe beschlagnahmt werden, 2. dass die deutsche Regierung gehalten ist, den verbündeten Mächten den Wert der übrigen zerstörten Lenlluftschiffe — fei e3 in Geld, sei eS durch Neubauten — zu ersetzen.
Deutscherseits wird, wie wir hören, der Standpunkt vertreten, dass wegen der Zerstörung der Lustschisfe keinerlei Forderungen mehr erhoben werden können, weil alle Ansprüche wegen der während des Waffenstillstands äorgefcmmentn Verstöße durch daS Scapa Flow Protokoll abgegeben worden sind.
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Marburg
Sonnabend, 20. Novbr
(Rebetnns.)
Die Siilethiislmii. .
’? Kritik de» Engländers Barner. :
wb. Genf, 19. Nov. Der englische Delegierte BarneS erllärte, eS müsse festgestellt werden, daß der Völkerbundsrat es versäumt bat, den polnisch-russischen Krieg zu verhindern, oder, nachdem er schon einmal auSgebrochen war, seinen Abschluß zu vermitteln. Auch heute noch, wo kein definitiver Frieden abgeschlossen sei. müsse der Völkerbund dahinwirken, daß der Konflill durch einen endgültigen Frieden aus der Welt geschasst wird. Er richte dir kategorische Sragt an den Bölkerbundsrat, warum er in dem polnisch-russischen Konflikt nicht interveniert habe. Unter großer Aufmerksamkeit der Versammlung kam dann Barnes auf die Frage der Zulassung der ehemal» feindlichen Staaten zu sprechen. Er erllärte, mit voller Verantwortlichkeit im Namen der englischen Arbeitermassen die Forderung zu erbeben, daß diese damals feinbtirfifn Länder im Völkerbund zugelassen werden. Diese Anschauung der englischen Arbeitermassen werbe zweifellos geteilt von der Arbeiterschaft de- ganzen Welt. Die englische Arbeiterschaft vergesse keineswegs, daß die Zentralmächte im Jahre 1914 die Welt in ein Vlutmeer gestürzt hätten und leugneten die Verantwortlichkeit dieser Völker und ihre Bssicht, die verwüsteten Gebiete wieder aufzubauen, keineswegs. Aber eS sei Sache des Völkerbundes, die Welt auS dem Haß, in den her Krieg sie gestürzt habe, zu retten. Die Mitwirkung der ebemalS feindlichen Länder an der Finanzkonferen; in Brüssel sei von größtem Wert gewesen, und es habe sich schon da gezeigt, daß nur durch eine internationale Zusammenarbeit unter Zuziehung der ehemals feindlichen Staaten etwa? Positives geschaffen werden könne. Der Redner fuhr fort: Heute muß festgestellt werden, daß die kaiserlichen Regierungen und die unverantwortlichen Kanzler verschwunden sind, und daß die Regierungen, mit denen wir es setzt z« tun haebn, Vertreter deS deutschen Volkes sind, das Einfluß auf diese Regierung hat. Der Völkerbund muß nicht zurücksehen, sondern in die Zukunst blicken. (Beifall)
Mihi MM.
Sitzung vom 19. November.
Präsident L ö b e eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Er gibt einen Wunsch der Presse wieder, wonach die Regie«
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bSOUl . NM.
rr.i v. j
russlanb.
" wb. London, 19. Nov. „Times" meldet, dass .Tschitscherin die französische Regierung benachrichtigt hat, dass Polen seine Angriffe auf Sowjetruss- fenb fortfetzt und den General Petljura unterstützt und dass die Sowsetregierung mit Polen nicht in Frieden leben kann.
Erbitterte Kämpf« in Litauen.
’ wb. Kowno, 19. Nov. (Litauische Tel.-Agt.) Dee Kontrollkommission des Völkerbundes, die am 17. November in Zevje eingetroffen war, schlug den Litauern und Pole» vor, die Kriegsoperationen einzustellen. Die Litauer find einoerffcr.be it. die Polen jedoch griffen, statt eine Antwort zu Beben, am 17 November mit verstärkten Kräften auf bet ganzen Frontlinie Zelegowskis an. D's Kommission hat sich nach Warschau und Will..: gewandt. Die Polen setzten mit starken Kräften ihre Kugrisfe fort und schreiten vor. Ihre Kavaller'e hat bereits Kurkly besetzt, frute griffen die Polen fluch in der Richtung auf Musniki an. Im Zu- ssimmenhang mit der ernsten Frontlage hat der Armeebefehlshaber sich zur Front begeben. Die erbitterten Kämpfe dauern fort. ,
England.
England und Räterussland.
wb. Londo'n, 19. Nov. Die englische Regierung hat gestern eine Note Tschitscherins erhalten, aus der hervorgeht, dass sämtliche englischeEe- f a n g « n e in Russland nunmehr auf freien Fuss gefotzt worden sind.
Heber dis-Wiederaufnahme der Handelsbe- ziehpngen mit Russland erklärt Lloyd George, dass der Abkommensentwurf der russischen Negie- rubg in einigen Tagen unterbreitet werben könne. Das Abkommen werbe aber erst in Kraft treten, wenn alle gegenüber ben englischen Kriegsgefangenen von der russischen Regierung eingegangenen Vepflichtungen erfüllt seien.
Der Kampf i» Irland.
wb. London, 19. Nov. Im Unterhaus« antwortete Lloyd Georg« auf verschieden«, Irland betreffende Anfragen, die Lage fei heute bedeutend besser, roa: Protestrufe bet irischen Abgeordneten zur Folg« hatte. Ter Unterftaatssekretär für Irland Ereenwood verlas ein Dokument, worin von Vergiftung,ver- suchen gegen Soldaten die Rede ist. Die irifchenAb- geordneten protestierten und bezweifelten die Echtheit diese» Schriftstücke». Die Mitteilung rief großes Aufsehen hervor. Greenwood verlas «ine bei einer Razzia in Irland erbeutete Mitteilung des Befehlshaber» der irischen republikanischen sßlrmee an den Chef des Stabes. In dem Dokument wird die Möglichkeit erörtert, ben britischen Soldaten zu liefernde Milch mit Typhus und die Kavalleriepferd« mit Rotz zu infizieren.
Die Militärwache eine» Flugplatzes in der Nähe von Limerick wurde gestern angegriffen. Der Angriff wurde abgeschlagen. Ein Soldat rourbe getötet, ein anderer verwundet.
Wegen der Ermordung eines Polizeifergeanten verwundete die Polizei in Cork gestern abend 4 Männer durch Schüsse, zwei auf der Straße und zwei in ihrer Wohnung. Die Opfer wurden in ein Hospital gebracht. Dort sind zwei von ihnen gestorben.
wb. London, 19. Nov. Da» kommunistisch« Mitglied de» Unterhauses, Oberst Malon«, wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, rr war der Aufreizung zum Aufruhr -«schuldigt.
MIkilt du blrhttim Mn!».
wb. Athen, 19. Nov. Die Minister leisteten in Gegenwart von Konduriotis den Eid. Hierauf begaben sie sich nach dem Tatoi-Palast und ersuchten bi« Königin Olga, die Regentschaft kis zur Ankunft König Konstantins zu übernehmen. Königin Olga erklärte sich dazu bereill Konduriotis ist zurückgetreten.
Di« Trupp«« fordern Rückkehr König Konstantins.
Haag, 20. Nov. Aus Athen eingetr-ffrne Nachrichten besagen, dass alle in Mazedonien stehenden Truppen ihr« Offiziere abgesetzt haben und dass die Rückkehr ihres ehemaligen Obrrbefehls- habers, des Königs Keastantkn, verlangt wurde. Diese Bewegung erstreckt sich auf nahezu alle Teile Griechenlands.
Die Wrstmächte gegen de« König.
P a i i s, 20. Nov. lieber die vorgestrige Unterredung zwischen dem Ministerpräsidenten Leygues und dem englischen Botschafter Lord Derby wird eine halbamtliche Note verö'fentlicht, die besagt: Der französische Ministerpräsident hat dem englischen Botschafter erklärt, die französische Regie-
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vorgestern eine Beratung statt, um Maßnahmen zu beschliessen, wie die aus der Krim nach Konstanti- ; »opel geflüchteten 20 000 Russen ernährt werden JBtt en, di« sich im tiefsten Elend befinden. So ist erörtert worden, ob es nicht zweckmässig wäre, sie
kchifftn hier angekommen.
Flüchtlinge steht bevor.
wb. P°ar i s , 20. Nov.
«isterium für auswärtige
Auf eine Anfrage der Abg. Frau Schröder (So».J wegen des Schutzes unehelicher Mütter, die ent« gegen ben Bestimmungen bet Verfassung aus ihren Be» amtenstellunge» entlassen worden sind, wird ttgiertrne* Fettig erklärt, daß generell keine Versügung in Aussicht gestellt werben könne, derznfolge die uneheliche Mutter» schäft kein Entlassungsgrund für die Beamtinnen und kein Hinderungsgrund für die Einstellung von Beamtinnen sei,
Auf eine Anfrage des Abg. Henke (11. S.) über et«' Monopol für die deutsche Papierau-fnbr für de» Hartmann-Konzern wirb regierungsseitig erklärt, daß der Regierung von einem Monopol der genannten Firm« für die deutsche Pavterausfnhr mit Hilfe gesetzlich« Maßnahmen nichts bekannt ist.
Aus eine Anfrage des Abg. Ziegler (Dem.) wegen der mangelhasten Kartosfelzufuhr im rheinisch». westfälischen Industriegebiet erwidert «in Regierung»«. Vertreter, es seien nach dem Jndustrierevier bisher scho» 18 Millionen Zentner Kartoffeln mehr geliefert worbe» al- im Vorjahre. \
Ans eine Anfrage des Abg. Hertz (11 ®.) wegen d« noch immer nicht gezahlten Entschädigungen für die in Not geratenen Angehörigen der durch Oberleutnant Markoß erschossenen 29 Matrosen erklärt ein Regierungsvertreterr Die Prüfung der ganzen Sachlage ist Sach« der erbeut» lächen Zivilgerichte. Einen Einstuß hat die Reich»« regierung darauf nicht. Dessenungeachtet bat daS Reich jedoch in allen Fälle«, in denen eS darum angegange» wurde, Beihilfen bezahlt und zwar in Höhe von 100 bil 1200 Mark für daS Vorjahr, die auch noch für daS Jahr 1920/21 bezahlt werden sollen, vorbehaltlich beS Abzuges etwa zu zahlender Abfindungen oder Renten.
Nachdem noch eine Reihe weiterer Anfragen ertAigl Worben ist. wird di« Besprechung der Interpellaffotz «bergt (Dentschnatl.) über den Berliner ElektrizitätS- ürrif und der Interpellation M üller»Fr«nken (Soz.) über Kapitalverschiebungen nach dem Ausland auf nächst« Woche vertagt, nachdem die Reichsminister Koch trab Wirsb ihre Bereitwilligkeit aussespeochen habt», bau» zu antworten. l
Der Äntroe aller Porteie» wegen Belass««, ber Ieitungspostgebührensätze bis »um 81. Mär» 1921 wirb .instimmig angenommen. V
CS folgt die erste Beratung eines Gesetze» über bei Staat-gerichtShok,
als dessen Sitz Leipzig vorgeschlagen wird. ....
Abg. Dr. Radbruch (Soz.) drückt feine Brv» tminberung darüber aus, daß fa diesem Entwurf i» Gegensatz zu allen bisherigen Entwürfen, die dem Ber- 'issungsausschuß Vorlagen, von einer Aburteilung bet Kriegsschuldigen keine Rede mehr sei. Dem widersprech« seine Partei entschieden. Auch die Zusammensetzung de» Gerichtshofes errege schwere Stbenfen.
Abg Grö k-Thüringen (Deullchnatl.) protestiert gege» die im Ausschuß erhobenen Befürchtungen der Abg. Eobn und Sinzheimer. die Rechte für ben Kriegsausbruch nerantwortkich zu machen. Solange daS Ausland nicht ebenfalls eine Untersuchung über seine Schuld anstellt« febnen wir eine einseitige Untersuchung bei unS ab. Di« Tätigkeit de» StaatSgerichtshose» könnte von großer Bedeutung werben, nicht etwa, weil er da» Kernstück der bemokrotischen Versassung ist. sonbern weil er de» Bestrebungen, die sich in einzelnen Ländern aus Lockerung d«r Rrichsfestigkeit geltend rnachken, am besten Ottawa« treten kann. Daß bet Gerichtshof auch gegen M'nistet vorgehen soll, ist ein Novum. Auch bei Der Beguidi-» tungsfrage muß drr Reichstag auSscheiden, benn der Arte lläoer kann auch nicht begnadigen.
Abg. Kahl (D. Vpt.): emvffehlt die Angliederung be, Staatsgerichtsboses an da» künftige ReichSvenvak« tnngsgericht. nicht etwa an ba» Reichsgericht, b» diefes not der Berührung mit jeder Politik gefchützt werde» müsse. Für den deutschen Richterstand muß ich arge» hie Ausfübrungen de» Abg. Radbruch Widerspruch «•’ heb-n. Der Sih de» Gerichtshofes muß Leivzig sein. |
Reichsminister Koch: Nach meiner Meinung liegt efj nicht im Interesse des Parlaments und des ganzen deutschen Volke-, hier nochmals die Frage bet Kriegsschuld aufzurollen. Diese Frage wirb im UntersuchungWi-sschuß. 'cstgestellt. Das Volk ist aber dessen m fl_be. stets ton diesen Dingen hier zu hören. Daß dem Stja*»g*n<6f»» auch winschaslsvolitische Fragen übertragen Werbe« Zollen, leuchtet ein. Hierher gehört zum Beispiel di» Uebetttagung der Wasserstraßen auf bas Reich und di» abericklesische Autonomie. T er Staatsgerichtsdof wirb somit ein Hort des Wiederaufbaues bei Republik tritt.
Abg. Lipinski (U. S.): Do» Verdal-'en btt ®e« rsch'.säöse gegen bie Arbeiterorganisationen beweist, daß die Richter noch nicht den neuen Geist in sich ausgenommen haben. Ter Gesetzentwurf bringt leine Erleichterung b« Au Deckung der LnegSichutdige«, -1
S/l «■«(«Henke Äummetu infolge 6treH» oder «lementarer Ereignisse kein Erfatz. —
/II« *•* Sttleg »en Dr. C. Hitzerot!,. — Druck der Univ -ruck>vrucker«i ton 3oh. lug. Red),
Erstes Blatt
rvor »agfffi I «teMSar- MUna
)on 7
6.«il Die netten Reibungen »Wäschen Polen und Rate- 8. m t.
ries'
. Das Landesschietzen der Tiroler Heimatwehren.
wb W i e n, 19. Nov. Amtlich wird mitgeteilt: r Di« interalliierte Heereskommission hat kürzlich km Bundesministerium für Aeußeres mitgeteilt. - ^5 di« technische Form des am 20. November in Innsbruck beginnenden Scheibenschiessens in einem ^wissen Widerspruche zu Artikel 133 des Friedensvertrages von St. Germain stehe. Das Ministerium Mr Aentztres ersuchte daraufhin die zuständigen «tellen, das Schützenfest womöglich seines Lsfiziel- «n Charafters 'u entkleiden. In diesem Sinne er- King auch die Antwort an die Kommission. Die Kommission antwortete darauf, dass nach dieser Dachlag« kein Grund vorhanden sei, die Aufgabe f «r Feierlichkeit zu fordern.
f ® tot. Wien, 19. Nov. Der Ministerrat hat in Mner heute vormittag stattgefuudenen Sitzung die M Innsbruck anläßlich des dortigen Lanbesschießens ihuftambtnc Lage erörtert und u. a. beschlossen, der Ißfffia , | fcwlec Landesregierung den Rat zu erteilen, alle ansvev I die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung b»84« : ^forderlichen Maßnahmen zu treffen, insbefondere aus ■ Einschränkung oder Einstellung des Festschieß.ns '1 ^"öutoirken.
r I | t tob. Innsbruck, 19. Nov. Das Preisschießen e ““oa ? •?? tiroler Heimatwehren hat heute früh am Berg ' "ftl phne Störung begonnen. ________
r ttif Türkei, Thessalien, Griechenland und Serbien |« verteilen.
6 0634 atze 11. tsReii Ipteis z» 6>a>imtrt , Krieg«- :.7de öe»
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Dir Spannung in Indien.
wb. Amsterdam, 19. Noo. Wie an» Delhi ge» meldet wird, wurde ein der Kohet-Drigade zugeteilt« Oberstabsarzt von Gingeborenen in seinem Haus« ftt schossen und sein« Frau schwer verwundet.
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Sie Solimertn ii let 8tim.
V r »6. Moskau, 19. Nov. Aus Sebrstopol ist tzi« Meldung eingetroffen, dass die letzten W angel- fchen Truppen am 13. 11. Simferopol verlassen haben, das von den roten Abteilungen der 25. Reiter- «nnes eingenommen wurde. Am 14. 11. wurde in ßebastopol ein Nevolutionskomitee gebildet. Am 15. zogen rote Truppen ein. Auch in Jalta hat ein Evolutionäres Komitee die revolutionäre Ord- »ung «ingeführt. 10 000 ehemalige Wrangelfche Soldaten und einige zurückgebliebene Generale »erben nach Norden befördert.
Di« Unterbringung der Flüchtling«.
wb Belgrad, 19. Nov. Das Südslawische Prossebüro meldet: General Wränget «suchte die südslaWische Regierung um Unterbringung russischer Flüchtlinge und Soldaten. Die Flüch linge Bitb Soldaten, die mit General Wrangel N ihland »rlaffen haben, werden auf Griechenland, Rumä- «kn, Bulgarien und Südslawien verteilt.
w6. K 0 n st a nt i n 0 p'e l, 19. Nov. 40 000 Flüchtlingen aus der Krim find an Bord von 40
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