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Amtliches Derkündlgungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberheffen

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Die Lage in Rußland

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zuverlä'siier Truppen zusammenqezogen, um neue Aufruhrbewegung niederzuschlagen.

Vereinigten Staaten zu begeh'i. hat die amerikanische Negi-rung besondere Maßnahmen zum Schutze der eng- li'cheii Staatsangehörigen getroffen. Das Gebäude der britischen Botschaft in Washington wird bewacht.

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in dritter Lesung angenommen.

Schutzmaßnahmen für Engländer in Amerika.

wb. London, 12. Nov. Reuter meldet Washington: Wegen der von den Sinnseinern in Vereinigten Staaten ausgebrochenen Drohung, presfalien gegen englische Siaatsangebörig« in

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Mb London, 12. Nov. Jin tlnterhause teilte Llond George mit, daß für Mitte Juni 192t eine Kon- seren; der Premierminister des Britischen Reiches an» beräumt ist.

Reichstages wurde ein Antrag des Zentrums angenom­men, wonach die Reichsregienmg ersucht werden soll, gegen in der Ablieferung böswillige und säumige Erzeuger acn Drotgei-cide scharfe Maßnahmen zu treffen und aus die zur Mitarbeit berufenen landwirtschaftlichen Beru's- t-crbände rinzuwirken, ihren ganzen Einfluß für die .ibii.'ferung von Brotgetreide, Haler und Gerste cinzusetzen.

Lin Regierungsvertreter erklärte, daß die Reichskar- tcfsclstclle hosjc. im nächsten Jahre ihre Tätigieit «in»

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breiten Massen für die Streikenden lelbst. Das direkte Gegenteil war bei diesem Streik festen stellen.

Die Wirkungen des Portierstreiks sind bis­her noch nicht allzu fühlbar geworden. Eine greß- Anzahl Pförtner, besonders im Westen, sind bi ihrer Arbeit geblieben, oa sie der Organisation nicht anqe- hören. E:n*^Anzahl Hansbcsiher hat sich bereits mit ihren Pförtnern ins Einvernehmen gesetzt und die Forderungen bewilligt.

Berlins bestellten Oberbürgermeisters Wermuth." demokratischeVofsische Zig." erklärt. Sah sich der standniemals zu einem derartigen Skandal -niwickcln könn-n. wenn das Oberhaupt der Stadt

zu übernehmen, könnten mehr Schaden Sitten mancherDraufgänger".

HBlMllEilll ttt MslMkMM.

wb. K op e n h a g e n, 12. Nov. Wie derDer-- lingske Tidcnde" telegraphiert wird, sind in Riga zuverlässige Nachrichten eingogang n, wonach die letzte Aufruhrbewegung in Moskau jetzt endz'ltig von der Sawjetregicrnng unterdrückt ist. Der Auf­ruhr umfaßt 4 rote Regimenter und fast alle Ar­beiter in d'n staatlich"» Betrieben. Die Somjet- regierung ist in der schärfsten Meise gegen die Aule rührer vorgegangen und gab d"m Kom'iee für die Aufrechterba'tung der öffentlichen Sicherheit Be­fehl, eine grotze Anzahl Mitgli der der revolutio­nären Ikt^ersuchungskomtnsssion zu kontro^ie-en. da diese Mitglieder beschuldcht werden, nicht «n v gisch ggnug gegen b;e Aufrührer vorgeaan"en zu sein. In Moskau wurden 59 000 Mann besonders

Tschecho-Slowakei.

Bratest der deutschen Parlamentarier.

wb. Prag, 12. Nov. Zm Aboeordnetenhausc gab vor dem Ueb rgang zur Tagesordnung der Abgeordne e K r o p e! (Bd. d. Landwirte) namrns des Deutsch'n parlamentarischen Verbandes fol­gende Erklärung ab: Durch die Vorgänge in Teplitz, we'che die Schwäch" dieses S aates in ®e stalt einer Meutere: von tfchecho-slowakischen Trup- ven gegen die Regierung und ihre Anordnungen öffentlich blostgelegt haben, ist nach unserer Ansicht auch der Parlam ntar-'smvs dieses Staates auf das Schwerste betroffen. Der Deutsche pa-lamentarisch? Verband ist gegen das Verhalten der Regierung in der Frage des Ka ser Franz Josef-Standbildes in den schärfsten Kampf eingetr ten. Die Grund­lage digses Kampfes hat sich jedoch durch die gestrigen Vorgänge verschoben, denn nunmehr Han beit es sich nicht mehr um die Frage der Beseiti­gung des S'andbilh«;, andern um die Frage, ob Varlament und Reg-erung dieses Staates über Haupt noch^Autorität und Ansehen geniesten. Mi: Übermassen es nunmehr den verfastungsmä^ig be­rufenen Faktoren, das Mort zu eroreif.n und zu verlangen, daß der 11 n t e r fu ch u n g s aus­schuh ohne Verzug berichte. Dis dahin werden w:r an den Verhandlungen d s Hauses nicht teib nahmen. Tann verließen die Mitglieder des Deut- lchen parlamentarischen Verbandes den Sitzungs­saal. Das Haus genehmigte, nachdem noch einige Nedcr gcfproch n hatten, gegen die Stimmen der deutsches Sozialdemokraten, die im Haufe geblieben

Oberschlefien.

tob. Beuthcn, 12. Nov. Der Beschluß der jntetaniierten Behörden, der Abstimmungspoti-ei inler- alliierte Offiziere bcizugeben, soll jetzt durchgeführt werden. In Ratibor traf eine Anzahl englischer Offi­ziere ein, die auf die Siäote verteilt werden. Major Ottkcy, der tn der oberfchlesischen Polink in den Augusttagen eine Rolle spielte, kehrt aus England nidn mehr nach Oberschlefien zurück. Ottlch ist zum Privatsekretär des Königs von England ernannt trorben.

In Ioscphsdorf wurde gestern abend der Kaufmann Schneemann, aus den bereits am Donnerstag in der Straßenbahn ein Ueterfall unternommen worden war, tn feinem Geschäfte überfallen und erschossen. Die Ermittelungen über die Gründe zur Tat find noch nicht abgeschlossen.

Skb'k 2000 Minin Mitnnnl.

Deutschland nur beratende Stimme.

Nch. Paris, 12. Nov. (Davas.) DerPetit Pori- pen ist der Ansicht, daß die Interessen Frankreichs testmöglicbst gewahrt seien, da dem Wiebecgutmuch- »ngSausschuß die Rolle erhalten bleibe, dir ihm der FricdenSvertrag zuspreche, u:w andererseits, die 5?er» tretet des Deutschen Reiches nur beratende ktimme haben sollten. Alles das sei zwar nicht zu verachten, aber es bleiben doch immer noch einige Wesentliche Fragen zwischen den Verbündeten zu regeln, wie z.B die Sicherungen uitd Strafmaßnah- «en. Da die Mark zur Zeit nur 20 Centimes gelte, »üsse man die Zahl, die sür Goldmark gefunden werde, mit 6 muftipliziercn. um die Summe in Papiermrrk zu finden, die Deutschland zahlen müsse. Wenn für Frankreich 220 Milliarden Golomark in Frage län-eit. so seien das 1320 Milliarden Paviermark. und da Frankreich nur 52 Prozent oer Gesamtentschadiguno «halte, so werde sich die lÄesamtsckuld Deutschlands auf mehr als 2000 Milliarden Papier- mar k belaufen.

(in das Mindestmaß von Tatkraft und VeraruwortuugS- aefüh! entwickelt hätte, das inan unter den heutigen Ver- i-Lltnifsen von jedem Mann an führender Stelle verlangen muß." Persönlichkeiten. die dem Ideal der U n Per­sönlichkeit möglichst nahe lammen und ftri scheuen, Anstoß zu erregen und Verantwortungen

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Aus den Ausschüssen,

wb. Berlin, 12. Nov. Im Hauvtaurschnß

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Aus dem besetzten Gebiet.

Berlin, 13. Nov. Der ,L. A." schreibt. Wie dtc P-P. R. erfahren, betrügt die Gesamtmenge des im ßesktzten Gebiet beschlagnahmten Kulturlandes in der französischen Zone I 589 077 Hektar, in der belgische:. Zone 357 078 Hektor, in der anterikanischrn Zone 167 083, ttt Dn britischen Zone 79 070, zusammen sckfo 219230b Hektar.

Aachen, 13. Nop. In der Sitzung der Stadt' derordneten von Eupen tcitle Bürgermeister Gras Metternich mit, daß er s^h nicht entschließen BSnnne, den belgischen Treueid zu leisten und daß deswegen der Gouverneur seine Cnnlnffung zum 1. 12. ««geordnet habe.

Saarbrücken 12.Nov. Der französischeKriegs- tninist-r fordert demNeuen Saarkuri-nck' zufolge für da- Jahr 1921 dre Summe von 41750 000 Franken für die Unterhaltung dcr Truppen im Saargebiet. D'e- fer Forderung liegt eine Aufstellung von 263 Osfi- giere.i und 7193 Mann zu Grunde.

Landau, 12. Nov. Wie der ,Landauer Anz?" «eldet, Hal zwrcks einheitlicher Behandlung der Kar- Üofsekpreife für den Bezirk der Pfalz der Lberstaais- tzmwalt die Staatsanwälte angen-tesrn, gegen alle Per­sonen, die höhere Preise als 25 Mark für den Zentner fordern- unnachsichrlich einzuschreiten.

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Hefter den mtßerordentlichen Ernst her Lage bee deutschen Wirtschaft besteht nirgendwo ein Ziveisel. Bon dem stolzen Gebäude der Borkriegszett ist mit ein Scherbenberg übrig g-bl'eben. ES gilt dieses Geröll miskinanderzuzerren, um daran- einen neuen Pau aufzurichten. Quack'alber und Wundertäter brau­chen wir dazu nicht. Wir müssen uns zegenwänig fialten, daß nicht nur die Wirtschaft Deutschland-, sondern die ganz Europas ausgelockert und zerstört worden ist. Das ist die Wirkung des Krieges, der ja noch immer anbauert, der also noch immer mehH Güt c verschlingt und vernichtet. Äs gtetchzeitig er­zeugt werden». Ties M Verhältnis »wischen Erzen« onng und Berauch ist auch die eigeD'.che Ursache bei Wirtschaftskrise, die die gesamte.Erwirtschaft erbeben macht. Die Ueb-rwindung der Krise kann nicht das Ergebnis eines Wunders sein, sondern ist abhängig non der Steigerung aller wirtschaftlichen Energien. In Deulschland wird diese Steigerung vielfach von der sogenannten Berizesellschahung der Erzeugung-- mittet erwartet. Das ist Haupt- und Kernsatz bei fozialdemokratischen Lehren. Dabei bestehen bei den Anhängern der marxistisch-sozialistischen Wirtschnst-- ausfassung selbst Gegensähe über Form und Wesen der Sozialisierung, die sich nicht überbrüden lasten, Während ein Test bet Sozialisten sich damit begnügt, die dafür reifen Wirtschaftspveige zu sozialtsteren, will ein anderer Teil, das sind bte Kommunist«« alles auf einmal sozialisiert haben. Der Teil, der nut die reifen WirlschaftSzwe'ge sozialisieren will, hat für die Vergesellschaftung deS Koh'enbergbau- eine starke Anhängerschaft getoorbtn. Die sozialistische Schulung hat es nun verstanden, ihre Anhänger dazn zu erzuhen, ihr zu folgen, aber nicht zu folgern. Es genügt nicht, irgendeine Forderung dem Volke einzuhämmern, es ist auch notwendig, die uuoermetb« liche Entwicklung klar und eindeutig darzustellen. Hebet tiere Entwicklung hinsichtlich der Sozialisierung des Kohlenbergbaue- wird unT von sachverständige» Seite geschrieben: L

Rehmen wir an, daß die vom Reichskanzler an« gekündigte Sozialisi.rung des ÄrhÄiberg'aaus morgen Gesetz wird. Wir wollen ganz davon absehen, Wil hoch die Entschädigung ist, bte das Reich bafüe leisten muß. Sie kann nicht gering (ein; denn bie Bblö>ung muß auf Grund des heutigen Getvwerte- geschehen. Steigt der Geldwert wieder, so sinkt damit nicht die Nrnnsumme des Ablosungskapitals, so daß unverändert sür M:ragung und Verzinsung der »er* bältnismäßig hohe Betrag gezahlt werden muß. CS ist dabei zu beachten, daß das Ablösungskapital in Form von Schuldverschreibungen auf den Geldmarkt gebracht werden muß, der sich weigern würde, sie auf* zunihmen, tvenn in absehbarer Zeit eine H rabsepunß des Nenatveries der Schuldverschreibungen erfolgen würde. Die Zinsen kämen also unverändert im Kohlen* preis zum Vorschein, der deshalb und aus anderen Gründen sehr hoch sein müßte. Diese andern Gründe sind im Zu stand V eS Kohlenbergbaus zu sucken. Er ist ein Scherbenberg, bet gerade so wedel aufgebaut werden muß. wie die ganze deutsche Wirr» schakt. Die eifrigen Anhänger der Sozialisierung düv» seu nicht vergessen, daß seit sechs Jahren tm Kohlen» (ergbau etn unerhörter Raubbau betrieben wov» den ist. Es ist leicht, am grünen Tisch Sozialisierung-* plane auSziiarbeiten. Zunächst muß aber geprüft wer­den, wie das Soz alis erung objelt aus sieht. Tat>'Sch- lich eigner sich k e r n O b j e k t weniger zur Sozia­lisierung al- der Kohlenbergbau. Es g.vt testen Wirt­schaftszweig, dessen Betrieb mit größeren finanpellen Wagnisfen verknüvft ist, als der Kohlenbergban. ein« Behauptung, bie auch durch den Hinweis auf bie hoben Ueb rschüj'e nicht widerlegt werden kann. Tiefe Uiberschüsse seine keine Gewinne, sondern B trieb-- und Erncuerungsspesen. Seil sechs Jahren ist so gut tote niiht- für die Justaudhalrung der Kohlen« 'chächte geschehen. Neue LH ächte sind nicht abg-teuft worden, trondem das eine zwingende Notwendigkeit «ar und if£ Wenn die Kohlenförderung trotz ver­mehrter Belegschaft zurückgegangen ist, so haben wir hier echte Wirbangen des Raubbaus. Tie Soziali* fierung kann al,o Oie Förderung nicht heben, auch wenn die Bergleute sich zu Urberfchichten bereit et» Bären. Habe n wir aber einmal den Bergbau fejia* lifiert, so muß das Reich soson Miltiarden alls Betriebskapital ausbringen, um den ganzen Kohlen­bergbau wieder ergiebig zu machen. Cb das Reich dies Betriebskapital eiyatten wird, ist eine Frage jil sich. .Vermag c-t das Betrwb-lapuat aujzubruigcn, jt

Die Lage in Berlin.

. Berlin, 12. Nov. Wenn auch des Votinittags vi Wiederaufnahme des Straßenbahn; erkehrs in d u Verschicdenen Richtungen noch schwach war, konnte doch gegen Mittag überall wieder regelrecht gefahren werden. Tie Tirektron der Graß-n Berliner Straßen­bahn steht lautVerl. Lekalanz." aus dem Stand­punkt, daß eine allgemcute Bezahlnnz der Streik­tag: nicht in Frage kommen kann. Cs könne sich Mur darum handeln, die Arbeiter zu bezahlen, bie tatsächlich durch oen Ausstand an der Arbeitsleistiing duh-ndert waren, und im übrigen aber den Nachweis tos Arbeilswil.tgkci! erbrachte».

Durch den mit einem vollen Mißerfolg been- toti Ausstand der städtischen Elektrizität-arbeiter ist, tote derVorwärts" schreibt, wieder einmal hand- Lreislich tot Auacn geführt, wie Lohnbewrgunge», tvenn nicht alle geirerlschafttichen Erfahrungen in den ELind gkichlc-gen werden fallen, nicht geführt we'.deu »ürsen. Äußer der Berechtigung der Forderungen Müssen Ausstände, wenn sie Aussicht aus Erfolg Haien tollen, auch getragen werden ooq der Sempach ir der

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wb. MoZknn, 12. Nov. Russischer General- stabsbericht vom 5. Norember: Im Abschnitt P-cekop dauern bie Kämpfe um den Besitz der befestigten feind­lichen Stellungen an. Oc^ich davon bringen toir über Siwasch in die Halbinsel Krim vor und erreichten Karad.

wb. Konstantinopel, 13. Nov. (Neurer.) Der schwere Kamps an der Krim front nimmt feinen Fortgang. Tie Bolschewisten greifen mit Ung stüm an.

wb. Konstanrinopel» 12 Nov. Gene eil Wränge! hat über die Krim den B e l age ruiiLS- znstand verhängt.

Kritik an Wermuths Untätigkeit.

Der Oberbürgermeister von Berlin Dr. W e r m n t b wird w-'wn f'iner üntätinfrit während des Ausstandes der Elektrizitätsarbeiter nicht nur von rechtsstehender Seite scharf angearissen, sondern nicht minder scharf von demokratischer So hat der Vorstand des BezirkSver- bondeS Berlin der demokratische Parteieinmütig feiner tiefsten Entrüstung Ausdruck gegeben über oas völlige Versagen des zum Schutze oer gesamten S'tiäfleran,-

Einfiihruna des neuen Berliner Magistrats.

wk>. Berlin, 12. Noir Heute vormittag sand lm Bürgersaal des Berliner Natbmfes die feierliche Ein- "übritni des Oberbürgermeisters Wermuth, des Bür­germeisters und der Magistratsmitalieder in die neuen stl^mter statt. Die bürgerlichen Pfraktionen haben sich rösttenteils nicht an der Sitzung beteiligt Oberpräsiden, Meyer, geführt von dem Stadtverordnetenvorstehe' Wevl. eröffnete die S'knng mit einer Ansprache an her Oberbürgermeister, in der auf die Schwere der Zeit und die große Vstrae, di- die neue Einheitsgemeinde in Ber­lin mit ihren vier M'lllonen Einwohnern mit sich bringe, 'angewiesen wurde. Oberbürgermeister Wermuth gab hn Anschluß an ferne TankeSworte für den Ober- hrä?ibenten einen Rückblick aus die Geschichte Berlins, wo- bei er auch den Zweckverband kurz erwähnte. Er d-utete die Bstlheir der schwierigen Ausgaben im neuen B-rlin kurz an und gab seiner Genuatming Ausdruck, bei diestm schwierigsten Werk, das je einer Kommune ob- gelegen habe, Mitwirken zu dürfen. Nach der Anfübruv- de? Oberbürgermeisters erschienen die Fraktion her Deut­schen Volfspartei unb bie Deutschnationale Fraktion, die her Einführung des Oberbürgermeisters ferngeblie­ben waren. Wermuth führte dann die neugewäbltm Stab träte ein und dankte den Ausgeschikden.m für ihr Tätigkeit. Stodtverordnetennorsteher Dr. Wevl sagst in seiner Begrüßungsrede an den neuen Magistrat, die Nichtbeschästigung von gewählten Magistratsmitgliedern fei ein Schlag ins Ostsicht der Selbstverwaltung. Er be­zeichnete den neuen Magistrat als eine homogene Körper­schaft zur Vertretung der Minderbemittelten. Der so­zialistische Magistrat werde sich für eine sozia­listische Wirtschaft einsetzen: bie Interessen der Arbeiter müßten in den Vordergrund treten.

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»«rQMeawi*eeeHHseBseeeeeee«eeieeeeeaeeet waren, unb bet tschechischen sozialdemokratische« Linken bie Regierungserklärung, worauf bi« Sitzung geschloffen würbe. Auf der Iag-sorbnun> der für den 17. bs. Mts. einberufenen nächste» Sitzung steht al» erster Punkt der Bericht be» Untersuchungsausschusses über bie Dringlichkeit»« anträge betreffend die Teplitzer Ereignisie.

stellen zu können. Zur Zeit sei sie noch in starkem Umfange beschäftigt, da die Durchführung der Liefe- runasverträge und die Verwaltung der Reichs"eserren er­hebliche Arbeit mache und die Bevölkerung bie ReichS- lirtosielftelle in starkem Umfange noch immer in Anspruch nehme. Der Haushalt des ReichsernährungSministeriumS wurde angenommen unb erledigt.

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Der Kamps der Iren.

wb. L o nd o n, 12. Nov. Nach einer Meldung der ..Dailv News" bat brr Staatssekretär für Irland tm Unterlaufe erklärt. eS feien in den letzten 12 Monat-n in Irland 1300 Personen getötet unb 500 Bcrfonen verwundet worden.

Der in Dublin berf-afteie ehemalige Abgeordnete Oberst -Matone hatte in einer von der kommunistischen Par­in veranstalteten Verfammtung einen Vortrag über den PolfchcwiSmns gehalten und darin 'aufgefordert, bie Minister an den Laternenpföhl en auszu- ' n ü p s e n.Tenn was bedeutet", so sagte Malone,ein CHurchill und Cha mberlain am Laternenpfahl, gegenüb-r den Metzeleien in Indien und den Revressa- lien in Irland."

Oberst Malone wurde gegen eine ansehnliche Kaution für eine Woche auf freien Fuß gesetzt.

tob. London, 12. Nov. Das Unterbau- hat mit 183 gegen 52 Stimmen die irische Homerule-Voxlage