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AmtNches Derkündigunflsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) OLerheffen

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Der Berliner AuSstand ist insofern besonder» frnn- zeichnend, als eS sich nm einen Ausstand in einem sozialisi erten (G»meinde-)Betrieb gegen die sozia- l i st i s A »rienN'ene Ttadtaemeinde Groß-Berlin . han­delt. DieVoss. Ztg." erinnert daran, daß bei den von den llnabhänaiaen beherrschten Maqistratswablen der Hinweis eine Rolle spielte, daß der linkssozialistiscke ^instnß a»F die Gemeindeverwaltung in einer erhöhten Arbeitsfreude des städtischen Personals seine drückte 'ragen werde. Es zeige sich schon setzt, daß dieDurch­dringung" der neuen Stadtverwaltung mit sozialistischen Politikern nicht im mindesten zu einer friedlicheren Gestaltung der Beziehungen zwischen den Gemeinden und chrer Arbeiterschaft geführt habe. DieBost" bezweifelt ^toohl nicht mit Unrecht), daß derVorwärts" auch Hann den Ausstand verurteilt haben würde, wenn die Sozialdemokraten zur Zeit nicht in Groß-Berlin maß- -chenden Einfluß batten, wo er ihr Regiment durch den Ausstand schwer bedroht habe.

Der Friedensvertrag als Lehrfach.

M kl n ch t n , 9. Non. Der Münchener Gtabhat Hal auf Antrag der Demokraten einmütig beschlij jea, des Friedeosoertrag zur- jein» SBüUnge» in

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Blumenthal. Neber die Angelegenheit finden weitere Verhandlungen statt.

Wb. Kopenhagen, 8.Rod. Polnische Fliegergrif- stm gestern wieder Aown » mit Bomben an, wobei zwei Männ-r schwer »ersetzt wurden. Auch diesmal kamen die Flieger v.us Wilna Die Bevölkerung befürchtet einen großen Fliegerangriff auf Seron».

wb. Berltn, 8 Ron. D^e A b iter der städti­schen Gasanstalt in Tegel sind heute nachmittag in den Ausstand getreten. Rotstandsarbeiten werden verricht t. Infolge des Ausstandes ist im Interesie der Bevölkerung der Dr»ck im Röhrensystem zwecks Eas-rfparn!» herabn-f-tzt worden.

DieB. Z. a. M." meldet: Bei den Abstim­mungen in Groß Berlin hat sich eine Lb"wätti- gende Mehrheit für die Ablehnung des Schied'- ipruchs im Partierstreik ergeben. Daraufh'n teilte der Transportarbeiter Re-band dem Reichr- arbei sministerium mit, daß sich die Organisation»- Leitung gezwungen sebe, den Ausstand «uszurufen Der Z.itpunkt dafür ist nach nicht festgisctzt worden.

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Dienstag. 9. Novbr

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Revolutionstag-Ausstände.

wb. Berlin, 8. Nov. Auf 'der Hoch, und Untergrundbahn ruht morgen, J). November, de: Betrieb. Obgleich das Verkehrspersonal sich für die Aufrechterhaltung des Betiebes erklärte, faßt das Werkstättenpersonal' einen gegenteiligen Be­schluß, so daß wegen der Stillegung der Kraftwerke der zum Betrieb erforderliche Strom nicht zur Ver- pigung steht.

In den Eisenbahnwerkstatten beschlos­sen die Arbeiter mit Zweidrittelmehrheit für mor­gen die Einstellung der Arbeit. Eine (Sruppe will «tue Lohnforderungen stellen und die Ar­beit am 10. November nicht wieder aufnehmen. Das Reichsverkehrsministerium denkt den Eisen­bahnbetrieb morgen aufrecht erhalten zu können.

i Berlin, 9. Nov. Die Berliner Gewerkschafts- lemmission hat beschlossen, den 9. November, den Jahrestag der Revolution, durch Arbeitsein- Rrllung zu feiern. Die Berliner Zeitungen wer­den infolgedesjen heute abend und morgen früh nicht «scheinen.

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DieWiedergutmachungs"-Frage.

Da, englisch-französisch« Einoernehmen.

tob. London. 9. No». Das zwischen oct englischen nnd der französischen Reaierun, in der Frage der Fest­setzung der deutschen Entschädigung erreichte Einverueb- men wird hier als ein etwas verspäteter Schritt vorwärts auf einem schwierigen und langen Wege bezeichntt. Durch bas Einvernehmen wird der Wunsch Frankreichs, daß die Entschädigungssumm: durck den Wiederautmachungs- ausschuß fesiznsetzen ist. erfüllt: ebenso ist aber darin br« englischen Wunsche Rechnung getragen, d»ß die Summe erst festgesetzt werden soll, «renn die Frage von Deutschlands Zahlungsfähigkeit ausdrücklich geprüst wer­den ist und ein Bericht darüber vorliegt, nnd daß in diesem Stadium Deutschland ausgiebig und dauernd zu t3«te gezogen werden soll. Man glaubt unter dieien Umständen nicht, daß eS sehr schnell gelingen wird, die tatsächliche Höhe bet Summe kestrnfetzen. Die Blätter verdeblen nicht, daß die zrnze Frage schon »er Monaten batte geregelt werden können, wenn Frankreich sich nicht »en den in Svaa gesoßten Be­schlüssen zurückgezegen hätte. Sie trösten sich aber bis zu einem gewissen tiieebe mit der Hoffnung, daß die durch biese Berzögerun, ^wonneneu Erfahrungen bezüglich Deutschlands Zablungskraft zu einet vernünstigereu und gerechteren Entscheidung »et verbündeten Regierungen Gelegenhett geben könnten.

Die Diefelmotoee«.

wb. Pari», 8. No«. Di« Botschafterkonferenz hat gestern eine Sitzung abgehalten, der Ma schall Fach beiwohn!«. Sie beschäftigte sich zunächst mit der Frage der Liquidierung des deutschen Kriegs­materials und hörte darüber den Bericht zweier Vertreter der Wiedr rgutmachungskommisfion. Dann beschäs igte sich der Botschafterrat mit der Frage der Zerstörung der Dieselmotoren. Die getroffenen Entscheidungen werden baldigst der deutsche» Ne­gierung mitgeteilt werden.

»b. B e r l t n, 8. Nov. Am Samstag fand eine Versammlung der Borsig arbeite: sta't, worin tber die Vorschläge der Firma abgestimmt worden Ist. Die Vorschläge wurden einstimmig abgrlehnt. Der Ausstand geht infolgedesien weiter.

Ein Trupp von etwa 600 Arbeitslosen demon­striert« heute nachmittag am Moritzplatz und zog dann nach der Reichsdruckerei. Hier konnten »och rechtzeitig die Eingangstore geschlossen wer­den. Es wurde aber nicht verhindert, daß die De­monstranten durch den Eingang in der Komman- ^antenstraße in das Innere der Reichsdruckerei nbtangen und die Arbeiter zum sofortigen Aus­stand aufforderten. Es gelang schließlich den Ar Litern der Reichsdruckerei, die Demonstranten von *** Grundstück zu verdrängen. ~

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wb. Berlin. 8. Nov. Die Funkt onä-e und Vertrauensleute des Verbandes der Gemeinde- und S'aatsarbeiter, die etwa 40 000 städtische Arbeiter vertreten, haben heue nachmittag nach stunden­langen Verhandlungen für 12 699 Arbeiter gegen und für 14 289 Arbeiter für den Ausstand ge­stimmt, die erforderliche Zweidri telm hrheit ist a'fo nicht erreicht worden. 2000 Angestellte der Krankenhäuser stimmten g-gen den Schiedsspruch, aber auch gegen den Ausstand. Es wurde eine Ent­schließung gefaßt, in d r zum Ausd-uck komm", daß >er Schiedsspruch zu verwerten sei wegen der Klassifizierung der Löhne, daß die Arbeiter aus '"de Lohnerhöhung vorläufig »erzichten und eine gleichmäßige Lohnzahlung für alle Arbe t- n Hiner erstrebten, die in bald gen Ve Handlungen herbe'gesiihrt werden solle. Danach ist also zu hof­fen, daß morgen abend bereits die Elek riztäts- arbeiter w'eder in ihre Betriebe zurückkeh-en, so daß am Mittwoch früh der Straß-nbahnrerkehr -vieder anfgenommen wird. Die Versammlung der dem Maschinisten- und Heiz rverband angeschlos lenen Arbeiter der städ i'chen Elektrizitätswerk« dauerte in später Na-b^tunde noch an.

wb. Berlin. 8. Nov. Bei den Ve Handlungen mit den Elektrizitätsarb-itern vor dem Tarifei n- gungsamt wurden den Arb-i ern n'cht une hebliche Zugeständnisse gemacht. Differenzen waren deshalb entstanden, weil man den E'elt"!zitäts- arbeitein zwar btt S undenzutage von 50 Bkg. tüi die Tagesarbeit brw'll'gen, ihnen aber den Zu­schlag »on 60 Pfg. für die Nachtarbeit abzeh-'N wollte. Inzwischen gab die Stadt nach nnd b e willigtedie Zulagen für die Tages- und die für d-e Nachtarbeit. Der Ve'band der Hei'er und Masch'nisten berief d'shalb für h"ute nachm'ttar eine Versammlung der Betriebsräte und Ver­trauensleute ein. in d r diese Zngeständnisie be­kanntgegeben wurden und die Wiederaufnahme der Arbeit vorg'sch'agen werden soll.

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Schutz der arbeitenden Angestellten.

«b. B e r l i n, 8. Nov. (Amtlich.) Ter Magi­strat van Berlin forderte auf meine Anordnung sämtliche Angestellte der Elektrizitä swerke auf. hren Dienst weiter zu versehen und sicherte ihn'n den Schutz gegen Maßregelungen oder irgendwer he wirischaf lich- Nachteile zu. Zch werde dafür sor­gen. daß die Angestellten gegen jede Belästigung und Bedrohung mit allen polizeilichen Mitteln nachdrücklichst geschützt werden.

Polizeipräsident Richter.

Die Ketanng de, Minister, de, Innern.

Berlin, 8. Nov. Der Minister des Innern Se- nering 8«bette gegenüber einem Vertreter derB. Z. a. M."s Die Regierung zieht aus den Berliner Bor- göngen und dem Elektrizitätsstreik die Lehre, daß sie Maßnahmen ergreifen muß, die geeignet fein werden, kiinftiohin das wirtschaftliche Leben der Städte vor Gewalttat und Wi"kür undiszivlinierter Kruppen zu schützen. Die bisher bewilligten Erhöhungen der Löhne und Gehälter belasten die städtischen Finanzen mit nahezu 90 Millionen Mark jährlich.

England.

Sie tznndeksbeztehungen mit Rußland.f* - wb. London, 8. Nov. Dielimes" meldet: Wenn nicht ein unvorhergesehenes Ereignis ein» tritt, werden die einleitenden Maßnahmen zur Wiederaufnahme de, Handels mit Rußland tnn r- halb der nächsten Tage beendet fein. Tie britischen Behörden seien jedoch der Ansicht, daß sie sich zuvor unbedingt davon überzeugen müßten, daß die Be­dingungen ordnungsmäßig erfüllt werden, bevor sie da» Abkommen inkraft treten lasten.

Set Kampf in Irland.

wb. London. 8. Nov. In Londonderrq wuto den in der Nacht zum Sonntag fünf Polizisten r- schosten oder verwundet. Hierauf wurden mehrere Sinnfeinern gehörende Häuser ang steckt. Ti, Brandstifter feuerten auf die Wasserpumpen. Bomben-, Gewehr- und Revolverfeuer dauerte die ganze Nacht on. Die Sinnfeiner äscherten die in» besetzte Küstenstation Torrhend in der Graftschaft Antrick ein. Ferner wird berichtet, daß in der Nähe Non Tralee sieben Einnfeiner getötet worden sind.

wb. London, 8. Nov.Daily Ehrontcle* veröffentlicht ein Faksimile eines von Sinnfeinern in Cork verbreiteren Zirkulars, das zur Zeichnu tg von Geldern auffordert. di« die Erhaltung der irischen republikanischen Armee und die Fortsetzung ihres Kampfes ermöglichen sollen.

Danzig.

wb. Danzig, 8. Nov. Der Obrrkommissar er- ' hielt heule ein Telegramm der Botschafterkonferenz, in der mitgeteitt wird, dasi die Verfassung bet reten Stadt und bt# Gebietes von Danzig am 15. November in Kraft treten wird und daß die gegen­wärtige Verwaltung der Berbünbeten bestehen bleibt, bis weitere Instruktionen von der Botschafterkonfs- renz eintreffen. Gleichzeitig ist der Oberkommissar von der Bolschafterkonferenz ersucht worden, alle Be­teiligten aufzufordern, von irgendwelchen übermäßigen eber herausfordernden Kundgebungen aus btejem An­laß Abstand zu nehmen. Der Oberkommissar bestimmte daher, daß die versastunggebende Versammlung für ;«n 15. November zusammenberufen werde zur Ver­kündung der freien Stadt.

Polen.

tob. Berlin, 8 Nov. Von den in Bromberg Verhafteten sind bisher wieder freigelassen der Fürsorgekommissar Rechtsanwalt Dedeck, Sanitätsrat Dr. Dietz, .Direktor Tr. Jabn, Vorstandsmitglied der Ver- einigung de? deutschen Volkstums in Polen, Direktor der Treuhandgesellschaft Kuhlwein, Herr Hölzel vom Mfieren Bund irr Landwirte und Kunstschriststeller Meißner. In Sooft befinden sich gegenwärtig noch der Leiter der deutschen Vereinigung Qkäbe, der ü'-eschäitssührer des 8er- l-andes deutscher Handwerker Tobbermann. Studienrat tzudelock und Buch hau« bei der Deutschen PoUSbanl

Frankreich.

wb. Paris, 8. No». Die Kammer hat heut« ihre Arbeiten wieder ausgenommen. Sie beschäfna« sich mit einem von bet Regierung eingebradjten Ge­setzentwurf über die Bewilligung der Kredite für di« Jubiläumsfeier her Republik, für die Uebersührung des Herzes von Gambetta nach dem Pantheon nnd die Beisetzung eines unbekannten, im Kriege zeiab lenen Soldaten. Der Sozialist Bracke sprach sich g-p-, den Gesetzentwurf aus. Hierbei entstand ein ung» beutet Lärm und eine heftige Auseinandersetznnf zwischen der Rechten und der Linken. Die Sozialist!« wollten den Nationalisten Dauert; d'Bssen nicht troei lassen, sodaß Präsident Peret genöligt wat. die Sitz nng zu unterbrechen. Nach Wiederausnahme M Sitzung trat Ministerpräsident Leygues für den trag bet Regierung ein. btt schließlich auch <nfl^ iwmmeu wurde.

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Oberschlesien.

wb. Berlin, 8. Nov. Nach einer Meldung aus Gk'iwi'-, beschlossen gestern bie U. S. P., K A. P. 2. und die Kommunistische Partei Olteetchlestenr chre Bereinigung zu einer kommuntstrschen Parret. D-r Etkulivausschuß will sich mit den Zentralen in Deutschkand und Bolen Verb nden.

wb. Beuthen, 8. No». In kh»tzow ist die Lage ttnreränbetL Militär «nd technische NoMf- sind grfleni abend abgerückt. Heute findet in Kattowix eine Bersammlung der Betriebsräte ganz Ot-erschlesienS patt. Tie Direktion des oberschlefische.-r 6 ettn,iitd.S- w-rkes wurde nach Oppeln zur Interalliierten Äom- mission b.rufcn.

tob. Beu then, 8. No». Nach einet Mitteilung des Reichskohlenkommissars, die er in einer Besprech­ung mit Vertretern der bayerischen Industrien in München gemacht hat, wird wahrscheinlich noch Ende des MonatS ein allgemeines Ueberschichten- abkemmen in Oberschlesien unterzeichnet werde«, das allen Reichsteilen zugute komme« soll.

rreichd« u taufet . Eingabe ei» unter 739t

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Itr 9. Kootmitr.

t Der Ausbruch oct Revolution jährt sich zum zweiten Male und wird zum zweiten Male, teils als osiizieller teils als inossizieller Feiertag, gefeiert »on denen, die Glauben, am 9. November einen Sieg errungen zu haben gl sollte daSdeutsche Volk" gewesen fein, dasauf bei mmze« Linie gesiegt" habe. Es wird aber viele geben, ße damals sich dieses vermeintlichen Sieges freuten, die jetzt zu der Erkenntnis gekommen sind, daß iie, falschen Uropbeten glaubend, sich her schlimmsten Täuschung bin- gegeben haben. Friede, Freiheit, Brot sollte die Losung fst die neue Zeit sein. Statt dessen hat uns die Revo- letion, indem sie unS wehrlos in die Hände der Feinde geferte. den vernichtendsten Wirtschastskriez, die drückendste kklaverei und die ärgste Aushungerung gebracht.Wehe tzna Volke, daS die Waffen fünf Minuten zu früh an die Banb stellt!", hatte einst dervorwärts" selbst geschrie­ben. Wir haben die Waffen fünf Minuten zu früh Heggetnorfen, weil verblendete ober Verführer dem Volke tzorredeten, es brauche nur Kaisertum und Militaismus z« beseitigen: dann würden die Gegner dem de itschen Volke, gegen das diese ja gar nicht Krieg führten, einen gerechten und anständigen Friede» gewähren. Der Skla- tzen- und Erpresserfriede von Versailles war »ie Omtiung. tn dem Deutschland umso schwerer trägt, als im Inneren kin katastrophales Wirrwarr und Durcheinander den Wirtschastskörper des Reiches immer gebrechlicher macht Die Bilanz auch des zweiten Jab res nach der Reva- bttion ist absolut negativ, ein gewiss.mhaster Revisor müßte kn Bankerott feststellen. Einsichtige Sozialtzemo^aten tote « B. Winnig, haben daS auch offen zugegeben und He Ideenarmut der Revolution bellagt, die nur zu einer Lohnbewegung berabge'unken sei. Auch Schesdenmnn sitrach ja vor einem Jahre von dembeschämenden Tief- siand weiter Kreise des Bolles", wie er in den Vorgängen «ach dem Umsturz sich ausgedrückt habe, als die sozial­demokratische Regierung selbst in der Reichskanzlei ge­fangen fast und erst von Soldaten und Offizieren alt-n kchlages befreit werden mußte. Und wenn er kürzlich «nf dem Parteitag in Cassel von derKefchlossenbeit" der Arbeiterschast sprach, so bildeten die verhandlunaen in Halle sogleich eine beredte Widerlegung seiner Worte. 8« jeder Versammlung der Linksradikalen hagelt eS kchmähungen und Drohungen gegen ihn und feine Rich­tung, diedie Arbeiterschast verraten habe". In den Arbeitervierteln Berlins fingen die Kinder ein 2ied, dessen Kehrreim lautet:So schlagen wir Ebert und Scheibe» »Bonn tot!" Freilich haben sich daS beide früher nicht träumen lassen, daß sich die Objekte ihrer iahrelaugen Agitation eines Tages gegen sie kehren würden. Es H eben leichter zu versprechen, als das Verheißene zu tzertoirllichen.

Es handelt sich jetzt aber nicht um Ebert und Scheide- Wann und die anderen sozialdemokratische« Führer, f»n° kern um Wohl und Zukunft des deutschen Volkes. Und tza» muß, wie das Berliner Beispiel »eizt, auch beute »»och sehr kräftig auslösfeln, was ibm der 9. November tzor zwei Jahren eingebrockt bot. Wir wollen aber den Gedenktag nickt bannt begehen, daß wir uns dieser bitteren Empstndung hingeben, sondern wir wollen unsere Gedanken in dem Entschluß sammeln, daß wir alles baran setzen werden, um über den 9. November wieder ßinwegzukontmen.

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Die Milchkühe-Forderung.

wb. B e r l i n , 8. Nov. Im Hauptausschuß de» Reichstage» erklärte auf eine Anfrage Helffe. ri chs (bntl.) Ministerialdirektor e. 6i mf 0n, was die Milchkühe angehe, so müsie betont werden, daß die Ziffer 810 000 die Endsumme der in de« vorläufigen Liste« der Verbündeten aufgenom­menen Kühe bebeuto. Eine amtliche Mitteilung darüber, daß auf Lieferung dieser 810 900 Milch­kühe unter allen Umständen bestanden werde, liegt bish r nicht vor. Hierüber würden, ebenso wie über die anderen in den Listen verzeichneten G«. genstände, noch nähere Verhandlungen crforderl ch ein. Von deutscher Seite könne nur immer wieder hervorgehoben werden, daß es eine «ngcheure Härte bedeuten würde, wenn bei der gegenwär­tigen Lage der Milch- und Fettversorgung dies« Forderung aufrecht erhalten bliebe.

wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Einsicht al» Lehrgegenstand de» Schulunterrichts einznführe«, '«t Redner der Unabhängigen begründete sein» Zustimmung mit dem Hinweise, daß der Frieden«- vertrag, wenn er ausge'nbrt werde. Deutsch­land auf ewige Zeiten vernichte» würde.

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