Die Nsl der tollen kediele.
, 88. Sitz»na be» IRetdjStage» vom 6. November.
Präsident L ö be eröffnet die Sitzung 10,20 Uhr. fa( der Tagesordnung steht eine Iaterpeklation Schiffe« (Dem.), die von allen übrigen Parteien mit Ausnahme bet Links-Unabbängigen unterstützt wird. Darin wird gefragt, welche Stellung die Reichsregierung gegen de» Beschluß des Völkerbundes einnimmt, Belgien endgültig die Souveränität über die Kreise
Eupen und Malmedp
ruiusprechen. Mit dieser Interpellation verbunden wirt eine Interpellation 9 o teil (Dem ) über die Lage in dem
besetzten Gebiet de» Rbeiolaade».
Darin wird Auskunft erbeten über die Häde der 8e< satzungSkosten, über die Behandlung der Bevölkerung nick über Maßnahmen zur Herbeiführung der Rückkehr bet wegen Abwehr separatistischer Bestrebungen Ausgewicfv- nen.
Abg. Bell (Ztr.) begründet die erste Interpellation: Der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe muß ich »um dritten Male schwere Anklage erheben gegen unser» Kriegsgegner. Sie haben sich Rechtsverletzung, Vertragsbruch und Vergewaltigung zukchulden kommen lassen. Es sind Glieder in der Kette eines S v st e m ». Man will Deutschland immer mehr demütigen und zum A b« st er ben bringen. DaS erste Male protestierte ich gegen den gewaltsamen Raub unserer Kolonien, das ftneitt Mal gegen die Zustände im Saarrevier. Sollte bch dieser dritten Anklage eine Antwort von der französische, > Regierung ausbleibe», so sage ich: Keine Antwort dl auch eine Antwort. Ein Schrei der Entrüstung wirtz mir aus meiner Reble gepreßt. Die Besatzungsunkoste, sind ungeheuerlich. Was tun diese mehr als 100000 Mann im besetzten Rheinland? Diese Besatzungstruppe» > betrachte» da» besetzte Gebiet al»
Au fmarschgebiet.
Offenbar haben die Offiziere nicht» weiter zu hin, al» bei. Wild fang und die Fluren zu vernichten. Die Bürgermeister werden fast ausgeschaltet. Die Reichsregieruag muß alles tun, um Deutschland zu seinem Rechte zu verhelfen. Jeder einzustellende Beamte muß der Rhein« landkommission angemeldet werden, diese maßt sich sog« ein Veto an. Daaeaen müssen wir von der Parlaments«' tribüne auf» schärfste protestieren. (Beifall.) Weite, verweise'ich auf die Einführung von französische« Recht und französischen Theatern. Darum ruht» ich im Namen der ganzen Völker den Novell an bi» Reichsregierung, da» traurige Lo» der Rheinländer end«, lich zu erleichtern.
, Die Versklavung
eine» 60 Mittionen-Volkes ist unerträglich. (Lebhafte, ■ Beifall.) Die Rheinländer sind kerndeutsch und lalle, sich durch keinen Versuch davon abbringen. (Lebhafte, Beifall.) Tie Botschasterkonferenz hat Eupen und Mal- medv den Belgiern zugesprochen. obwohl die Bevölkerung nicht frei und unbeeinslußt ihre Meinung zum Au»« druck bringe« konnte, wir die Note der Entente es iw sprechen hatte. Bon 83 000 Stimmberechtigten habe, sich nur 21 in die Abstimmungslisten eintragen lassen.. Ein höherer belgischer Beamter hat die ganze Abstimmung als „öutnbug" bezeichnet. Ein Holländer bezeich« nete diese Abstimmung als ein Kinderspiel, rin Schwede al» widerwärtiges Gaukelspiel. Eine Tiroler Zeitung schreibt: Nicht nur 271 Deutsche haben gegen diese Bet» grwaltigung protestiert, sondern 271 deutsche Helden. (Lebhafter Beifall.) Diesen Helden werden auch wir Treue um Treue wahren. Nach dem Frirdensvertrag ist die Vollversammlung de» Völkerbundes zustän« big. An sie apvellierrn wir und verlangen Nachprüfung. Große Hoffnungen dürfen wir uns allerdings nicht machen, bi» an die Stelle dieser Karrikatur ein wahrer Völkerbund getreten ist. Alle» Unglück stimmt oabet« baß man unS im Friedensvertrag al» die al lei« Schuldigen am Kriege darstellt. Demgegenüber verlangen wir, daß auch die Schuw der Entente nachge« prüft wird. Wenn der Bedrückte nirgends Recht finde« kann, wenn unerträglich wird die Last, greift er getroste« Muts in den Himmel und holt betuntet seine ero'nex Rechte, die dtoben bangen unvetäußerlich und nnzev» btechlich, wie die Sterne selbst. (Lebhafter Beifalls
Reichsministrr de» Aeußetn Dr. Simon»: Auf unsere zahlreichen Beschwerden haben wir niemal» eine umfassende Antwort bekommen. Wir wissen nicht« ob unser Material überhauvt geprüft worden ift. Unsere Versuche, darüber Auskunft zu erhalten, find gescheitert. Der Völkerbund meint, daß keine Stimmung für Deutschland in Eupen und Malmedy bestehe, weil sich von 62 000 Seelen nut 271 Einwohner eingeschrieben hoben. Diese Zahlen beweisen gerade, daß die Abstimmung nicht in der Rechtsiorm vorgenommen sein kann. Die ReichSregiernng wird keine Gelegenheit »eriäumen, bet Welt vor Augen zu führen, welches Unrecht sich in Euve« und Malmedy abgesvielt bat. €tr hallt, daß der Völktv- bund endlich eine eingehende Prüfung des vorgelegten Materials vornimmt.
Abg. So teil (Dem.): In dieser Frage find n* alle einig. Ten Beamten, die im Saarlande ausg«- halten haben, sprechen wir unierrn Dank aus. Wie Rheinländer find etn rein deutscher Stamm, mir lehnen die Eingrisie der Franzosen in unsere politische« Verhältnisse ab. Jede fibertrvbene Erruel-Propagand« verwerfen wir, aber mag kann nicht ein kulturell hoch« stehendes Volk 16 Jahre lang j
wieeinLolontalgebietbebandel«. '
Et ist unerhört, haß die Rheinlanbkomminion menten* dem verantwortlich ist und von uns Geld verlangen Ue* wenn und toizuul (U nnll. Tat jranzizstch» Voll «4
Amtliches Derkündkgimgsblati des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
T«t Sntetgenprei» beträgt für bte 8 geip. Zeile 7b Pkg. und 10 •(, «nfltlie, < und auswärtige 1— Mk., Aeklamezeile 3.00 Mk. Zeder Rabatt gilt al» B«'
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Neue Ausstandsbewegung
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Stuttgart, 7. Ron. Die heutige Nummer des Organ« der Unabhängigen, der „Sozialdemokrat", wurde wegen wilder Anfachung zn Kampf und neuer Revolution von der Regierung beschlagnahmt.
wb. Stettin, E Non. Die kaufmännischen An- gestellien des Einzelhandels sind wegen Nichtbewivi- gung der Forderung der Wirischaftsbeihilfe in den Ausstand getreten. Sämtliche Warenhäuser und die meisten mittleren und kleineren Geschäfte sind geschlossen. Die Lebensmittelgeschäfte sind vom Ausstand nicht betroffen.
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Die Dieselmotoren.
Frankreich gegen di« Zerstörung.
wb. Paris,?. Nov. (Havas.) „Journal" erklärt, nicht Frankreich fei es, das die Zerstörung der Dieselmotoren fordere ober auch nur i-nterstützt habe, sondern England allein habe dieses Ansinnen gestellt und entschieden darauf bestanden. Tie französische Regierung habe sich unbedingt geweigert, die englische Ansicht zu unterstützen und habe es durchgesctzt, daß ihr« Ansicht durchgedrun- gen sei. Infolgedessen brauchten di« deutschen
entuftanl dastkick^ Äofehb ftrapoze.
Marburg
Montag, 8. Novbr
(Rebel nn«.)
gröbere Verantwortung haben, al« andere Berufsgruppen. Es liege aber leider sehr stark die Vermutung nahe, daß ein Teil der kommunistisch gerichteten Arbeiter weniger gegen den Schiedsspruch protestieren, als der Feier der russischen Revolution eine passende Umrahmung geben wollte.
Ausschreitungen in Aachen.
Köln, 7. Nov. In Aachen haben infolge des Ausstandes auf dem Hüttenwerk „Rote Erde" schwere Ausschreitungen stattgefunden. Die streikende Arbeiterschaft drang mit Gewalt in das Haus der Direktors, zertrümmerte die Fensterscheiben und warf die Wohnungseln- richtung und die Kellervorräte auf die Straße. Die belgische Besatzungsbehörde hat daraufhin Zusammen- rottimgen und Versammlungen für die nächsten Tage verboten. .
«einsam dic Frage der Wiedergutmachung prüfen Sie wird ihre Schlußfolgerungep den verbündeten Regierungen unterbreiten.
8. Der Wiedergutmachungskommission werden «an den verbünde en Regierung n die Ergebnisse der beiden vorangegangenen Konferenzen sowie ihr« eigenen Ansichten mitgeieilt werden, und sie »Itb daraufhin die deutsche Schuld in Gemäßheit des Friedensvertrages festsetzen.
( 4. Die Regierungshäupter der verbündeten Staaten werden dann Zusammenkommen, um die «ö:ig werdenden Entschließungen zu treffen. Diese Entschließungen werden hauptsächlich die Frage der Sicherungen und der etwa nötig werdenden ktrasm a ß n a h m en betreffen.
st Die Dinge werden sich vielleicht nicht so glatt «lbwickeln, wie man erwarten möchte. Es könnte möglich sein, daß die zweite der vorgesehenen Konferenzen aus anderen Gesichtspunkten heraus um eimge Wochen verzögert werden müßte. — Nach dem „Jntransigeant" soll die Sachverständigen- kenferenz in Brüssel schon am 15. November zu- hmmentreten.
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jdo» Delegierten der Amsterdamer Gewerkschafts- jhttntationale im Ruhrgebiet trägt der „$oi= •fcörts“ nach, daß Hu6, als er über da» Abkommen Spaa sprach, das ernste Bestreben der deutschen Arbeiterschaft unterstrich, das Abkommen zu er- Wsien. Die Stimmung der Arbeiter im Ruhr- Miet aber gehe dahin, sich jeder militärischen Ee-
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In kr Nacht zum Sonnabend sind die Arbeiter des Berliner städtischen Elektriziiälswerkcs nach Ab- lchnung des vom tarisiichen 6iifgung3amt gefällten Schiedsspruchs in den Ausstarü» getreten. Es handelt sich um Lohnforderungen, die den Berliner Haushalt um 44 Millionen Mark belasten roürbnt Der Ausstand umfaßte zunächst nur die Werke Lichtenberg. Obrrspree, Nnmmelsburg und Moabit, dann auch das Charlottenburger städtische Gaswerk. Die Straßenbahner haben sich für einen Sympathiestreik entschieden. Am Sonnabend Nachmittag wurde folgende amtliche Meldung ausgegeben:
Durch den wrlden Streik einiger Gruppen städtischer Arbeitet ist bte ganze Elektrizitäi»ver'o"gung Groß- Berlin» zum Stillstand gekommen. Rotstandsarbeilen sind unterblieben. Dadurch sind die Krankenhäuserstromlos. Operationen können nicht aus- gcführt werden. Zahlreiche Menschenleben sind in Gefahr. Ferner wurden die elektrisch betriebenen Pumpen der Nord- und Südbahn außer Betrieb gesetzt, wodurch nach dem Gutachten der maßgebenden Behörde die Möglichleit des Einsturzes von Häusern an oen besonder» gefährdeten Stellen Oer Friedrichstraße gegeben ist. Die Stromzufuhr von Golp- ist durch Sabotage abgeschnitten. Die preußische Regierung hat deshalb im Einvernehmen mit den Reiibsbehörden die Technische Nothilfe eingesetzt. Dies« hat den Auftrag, den nötigsten Strom zur Beseitigung der geschiloerten Gesahren herzustellen.
Die Verhandlungen - , »
ergaben, daß sich die Arbeiterschaft zur Einrichtung einer Notbetriebes bereit gefunden hat, und zwar werden alle lebenswichtigen Betriebe wie Krankenhäuser sowie alle öffentlichen Gebäude mit Strom versorgt. Auch wird die Straßenbeleuchtung wieder inkraft treten. Die Technische Nohilfe, d'e d rei r eingesetzt war, wurde wieder zurüü- g e z o g e en.
In Charlotenburg werden nur Notstandsarbeiten gemacht. In Neukölln sind die Arbeiier zur Stelle, können aber nicht viel arbeiten, weil sie noch keinen Strom haben. In der Lichtenberger Gasanstalt wird gearbeitet. In den Wasserwerken wird mit Ausnahme von Wuhlheide, wo der Strom fehl", voll gearbeitet. — Bei eine» Abstimmung im Wasserwerk Müggelsee erklärte sich die Mehrheit der Arbeiterschaft gegen den Ausstand.
5>ttettwtr««ng dr, Deutsche« Eisenbahner« »erb« nie».
wb. Berlin, 6. Nov. Der Vorstand des Deutschen Eisenbahnerverbandes erläßt folgenden Aufruf: Wie uns aus Kollegenkreisen mi geteilt wird, versucht man von unverantwortlicher Seite die Eisenbahn« und zwar in erster Linie das Fahrpersonal und die Beamten in den Generalstreik zu tre ben. Der Deutsche Eisenbahnerverband als die größte Eisrnbahnerorganisation lehnt jede Mitwirkung und Beteiligung an solchen unsinnigen Bewegungen mit aller Entschlossenheit ab. Wir warnen unsere Verbandskollegrn eindringlich, sich in irgendeiner Weise daran zu beteiligen.
Der „Vorwärts" gegen bte Berliner Ausstand.
Der „Vorwärts" mißbilligt bog eingeschlagene Verfahren bet streikenden Arbeiter im Interesse der Arbeiterbewegung. Es ziehe Hundetttaufende von Menschen in Berlin in Mitleidenschaft und richte sich nicht gegen die kapitalistische Ausbeutung, sondern gegen einen Arbeitgeber, der in diesem Falle die von Sozialisten im Arbeiterinteresse geleitete Gemeind« Groß-Berlin sei. Man gewinne den Eindruck, daß die Wirkung von Streiks dieser Art weniger eine Stärkung bet Einheitsfront des Proletariats, als vielmehr ein Abschrecken weiter Dolks- kreise bedeute. Wenn Tausende und Abertausende von Familienvätern durch den Streik einer Arbeitergruppe gleichfalls zum Feiern gezwungen werden, werd« mancher von ihnen in der Technischen Rothtlfe nicht mehr einen Fremdkörper im Organisationsleben der Arbeiterschaft erblicken. Immer wieder fei zu betonen, daß die Arbeiter bet lebenswichtigen Betriebe eine
• *
$ Deutschland wird also bei den bevorstehend«« Drhandlungrn nicht Subjekt, sondern Objekt sein, «» nicht anders zu erwarten war.
* Di« Stimmung der Arb-i^r des Ruhrgebiet».
r| Berlin, 6. Nov. Zu der Informationsreise
Der Ausstand in Oberschlesien.
wb. Berlin, 6. Nov. Nach Meldungen aus Oberschlesien ist von dem Elektrizitätsstreik nur der östliche Teil des Industriebezitks betroffen, während der westliche Teil, wie Gleiwitz und Hindenburg, noch Licht hat. Die Verhandlungen vor bet Ententekommission sind bisher ergebnislos verlaufen. In bet llebetland- zenträte Ehorzow ist die technische Nothilfe eingesetzt wotvrn.
B e u t h e n. 6. Nov. Unter Ausnutzung de, Lichtstreiks drangen drei Bewaffnete In das Postamt in Morgenroth ein und raubten einige Geld- und Einschreibebriefe sowie 180 000 M Bargeld.
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Revolutionsseiern.
wb. Berlin, 7. Nov. Am Jahrestag bet russischen Revolution veranstalteten vormittags bet linke Flügel ber u. S. P., die K. P. D. und die kommunisti» sche 31!gerb Deutschlands in Groß-Berlin 20 öffentliche Versammlungen, die durchweg nur mäßig besucht waren und einen ruhigen Verlauf nahmen. In allen Versammlungen wurde über das Thema „Die russische Ikevoknti'on tntb das deutsche Proletariat^ gesprochen. Unter Absingnnj, oer Internationale fanden die Ver- °ammluug:n ein Ende. Darauf zogen die Demonstranten mit roten Fahnen und unter Gesang nach acht btstimmtrn Treffpunkten und später zum Lustgarten, wo etwa zehn Führer der Kommunisten und Netikommunisteu Ansprachen hielten, bie nut Hochrufen auf die Internationale und ote Weltrevolution schlossen. Abordnungen metschikttcu donn nach dem Friedhof der Märzgefallene» und nach Friedrichs- silde, wo an den Gräbern Karl Liebknechts und Rosa Luremburgs Kranz: niebergelegt wurden. Die übrigen Teilnehmer zerstreuten sich nach allen Rtchtungen.
Plakate an den Häusern und Zäunen, die heute in aller Frühe angeklebt waren, fordern zum sofortigen Generalstreik auf. Sie sind unterzeichnet von den revolutionären Lrbciterrälen, den kommunistischen Parteien und bet allgemeinen Arbeiterunion.
tob. München, 7. Nov. Heute vormittag versammelten sich etwa 8—10000 Arb.i er mb Nrd-te- linnen in der Arena der Ausstellung. Abg. Rvß- haupter (Mehrh.-Soz.) sprach über bie „Errungenschaften aus ben Revolutionstagen". Nach der Feier zogen bte Arbeiter ruhig in kleinen Gruppe» in ihre Bezirke zurück. Es kam nirgtnb» zu Zufammeusteßon. Die Betriebsräte veranstaltete» eine klein« Feier im Gewerkschaftshnus«, bei der eine eiserne Tafel enthüllt wurde. Die von bet U. S. P. und K. P. D. anbe» raumten Versammlungen waren ziemlich schwach k sucht.
Pte „OberbeiRnbe Zeitung" erf*ei«t fe*emel «ö-veuttich. - »tiugipreis menatlld- 4 Mk., bur» bie TSeR 4.20 Mk. «usgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg." 1 Mk. «ehr.— giSr eusteOenbe «ummetw Infolge Streits oder elementarer Ereignisse kein Eriah. - vertag »en Dt. C. fiiteretb. — Druck der Univ.-Btis-druckerei eon Jetz. Ang. Kock,, Markt 21'23. — Rerxiptetber 55.
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Lei Luoknnit durch die Selchäftoftelle un> Ser«ittlung der Angebote 75 vi«. Son- ___“ “
dergedüht. — Bei Beträgen unter 20 Mk. mässen wir da« Port» für di« Rechnung berechnen. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Rranltnrt a. Main.
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1 Dieselmotoren nicht zerstört zu werden. E, könne i gar nichts schaden, so sagt das Blatt, wenn man drüben über dem Rhein wisse, daß die so blühende deutsche Schwer-Oelmotorenfnbustrie es Frankreich zu verdanken habe, daß diese Forderung zurückgezogen worden sei, deren Durchführung eine schwere Schädigung nicht nur der deutschen, sondern auch der französischen Industrie bedeutet hätte.
Ei» nationaler Iraucrtag. Für die im Kriege aus deutslber Sette Gefallenen wird al« Gedenktag di» Ein- sühtung «Ine« nationalen Ttaurttage» in einem An. t:a$3 bn $axtel<a »otgeschlagen.
$ie „Wiedergutmachungs"-Kommisfiou besti irmt.
Dir deutschen Vertreter werden „befragt".
wb. Paris, 6. Nov. Wie die Havas-Agrntur »Meilt, hat der englische Botschafter Lord Derby heute dem Ceneraldirckior Verth lot den Text der Antwort seiner Regierung auf die französischen Vorschläge in der Wiedergumachunzsfrige Übersicht. Nach dem „Temps" ergibt sich daraus, daß die englische Regierung mit der französischen Neuerung darüber einig sei, daß es Sache der Wiedergutmachungskommission sei, in Ee- I gläßheit des Friedensvertrages die deutsche Schuld ftstzustellen,. Es bestehe also keinerlei grundsätzliches Hindernis gegen eine Einigung, die von beiden Regierungen gewünscht wird. Es könne h:ute schon als sichere Tatsache betrachtet werden, daß die Frage der Wiedergutmachung auf folgende Wrtse gelöst werden wird:
1. Eine Konferenz, an der neben den deutschen Sachverständigen die von der Wiedergutmachungs- ksmmission zu bestimmenden Sachverständigen letl« «ehmen werden, wird zuerst die sachlichen llnier- lagen gewisser Fragen durchsprcchen, und die Sachverständigen werden ihren Regierungen Bericht «statten.
r 2. Eine weitere Konferenz aus Vertretern der «rbündeten Mächte, die auch die Vertreter der deutschen Reg erung befragen werden, wird ge-
' Der Chef der interalliierten Heereskontroll- EHlmisfion, General Rollet, hat in seiner Note 15. September das Entwaffnungsgesetz bean- f«!nd«t. Auf diese Beanstandung erwiderte das .Auswärtige Amt mit einer Note vom 21. Sep- •tobet. Die Antwort Nollsts vom 12. Oktober wtb erst jetz von der Regierung vrröffent.icht. Er *!ucht darin um Mitteilung derjenigen Maßnah- die die deutsche Regierung zu treffen gedenke, KB,n die E n t w a f f n u n g der Selbstschutzorgani- Monen zu beschleunigen, 2. um die A u f l L s u n g Beseitigung dieser Formationen sicherzustellen, ersucht ferner, so bald als möglich mitzuteilen: '?*• Gesamtsumme der von den Celbstschutzorgani- jflionett angegcbnnen Waffen, die Gesamtsumme Waffen, die von diesen Organisationen in Aus- W^kung der in der deutsch:« Note vom 21. Sep- 5*®tbet bekannt gegebenen Anordnungen des j»»eichskommissars abgegeben worden sind.
Ludwig non Canern, der Senior de« Hauses ift im Sliter von 00 Jahren entschlafen.
*alttat zu widersetzen, möge darauf folgen, ;*«s wolle. Darum könne den Kameraden draußen toX- ®cialen werden, in ihrem Lande die öffentliche -««inung darauf einzustellen, daß ein militärischer gegen die Arbeiterschaft des Ruhrgebiets die
/«hlennot nur vergrößern werde.
[ Die Rot« über die Selbstschutzorgauisatisne».