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Amtliches Derkllndlgungsblatt des Kreises Marburg.

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Tageszeitung für (das früher kurheffifchej Oberhessen

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Nische Frage auf irgend eine Weise zu lösen trach­ten. Sie werden sicher in der nächsten m rjähttg-n Präsidentenepoche schon um ihre außenpolitische Leistungsfähigkeit zu beweisen, an die Lösung die­ses Problems herantrettn und sie vielleicht auch schon zu bewerkstelligen suchen. E» ist sehr leicht möglich, daß der Grundsatz der Isolierung Ame­rikas, gerade mit Nückficht auf diese Tinge, so be­sonders laut und eindringlich proklamiert worden ist. Und da» zweite große Problem ist Japan. Japan ist heute das finanziell, wirtschaftlich und militärisch glänzendst organisierte Land der Ertz?. Dazu kommt, daß die Japaner gegenwärtig «ine R L st u n g s p »l i t i k betreiben, die alles birh-'r Erlebte in den Schatten stellt, vor allem wird die Flotte auf einen hochmodernen Stand gebracht. Gegen wen anders könnte sich dar alle» richttn, als gegen Amerika. Und die amerikanischen Republi­kaner werden gewiß demgegenüber die Entfaltung anderer Machtmittel betteiben, um auch dem japa­nischen Problem, wenn es sich einmal erheben sollte und diese» Problem wird die nächste W'li- epoche ohne allen Zweifel beherrschen gewachsrn zu sein.

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Der ArLeitspla« de» Reichstage».

Berlin, 5. Rov. Der Aeltestenrat des Reichs­tages einigte sich dahin, bis zum Buß- und Bettaq Vollsitzungen nicht mehr zu halten und am 18. No> vemb r mit der zweiten Lesung des Haushalts­voranschlags zu beginnen. Während der Pause soll der Haushaltsausschuß die ihm übertragenen Ar- bei'en erledigen.

wb. Porid, 6.Noch einem Mabietelegr.rmm orllärte Briantz einem Vertreter derUnited Bretz". SBitfen solle sofort zu Künste» von Marschall z«rstck- treten. Tieier solle sofort den neuzewäblten Vräli- henten Sardin» zum Staatssekretär ernennen nxd daun ebeniallr zurülktreten. Dadurch käme Harding cfn basteS Jahr früher aus seinen Posten. Im Dezember könne er dann schon den Kongreß einberufen.

Nack einer Meldung derTimes" aus Dastzington wird die republikanische Partei im Repräsentantenbanie ine Mehrheit haben, die 100 Stimmen übersteigt Die Mehrheit der republikanischen Partei im Eemu wird melle ich t 16 Stimmen betrage».

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. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

Ätr&MTCt

Sonnabend. 6. Novbr

(Stiel«*».)

2 7. Sitzung»,mb. R,»ember.

Auf der Taeesordnung stehen

36 kleine Anfragen.-

Auf eine Anfrage des Abg. Bent Sie« tD. Vvt' megen der Beschimvsung deutscher Seeleute in englischen aasen erwidert ein Regierungsvertreter, die Angelegen­heit werde von der Regiening im Auge bebakten. Wegen der bisherigen Vorkommnisse sei in London Protest erhoben worden.

Abg. Stratbmann lDeutschnatl.) fragt noch der stohl der noch in Gefangenschaft'schmachtenden deutschen Kri^saekauaenen und den Gründen für die sturückbehal- una der Offiziere.

Von Reaierungsseite wirb erwidert, datz allem Anschein nach der Austausch glatt vor.sich gehen und bereit? Ende dieses Monats die letzte» Gesanoenen aus Sibirien ^transportiert werden würden. Dir Gesamtzahl unserer Gefangenen belaufe kch noch «f rund 12000.

Auf eine Anfrage des Mg. Demeter ^Deutschnatl.' uegen Verbinder,rüg der Verschiebung »on Lebensmitteln ins Ausland wird »on der Regierung geantwortet, dost üe Grenzkontrolle im allgemeine» zufriedenstellend funk­tioniere.

Ab«. Frau v. Obeimb (M. Vvt.) fragt wegen der gesundheitlichen Gefahren für unsere Kinder durch Aus- 'ieferung von 810 000 Milchkühen.

Staatssekretär ÜB ü(Icr erwidert, die Summe von 810 000 Milchkühen, bw angeblich Frankreich fordere, 'refft nicht zu. Es handele sich vielmehr nm ffetnere Teile, die sich über alle Ententeländer verteilen. Uebri- ?n5 b-be die Regierung unter Klarlegung der wirtschait- 'tchen Gesabren gegen die weitere Auslieferung von Milch- 'ühen Einspruch erhoben. Eine Antwott sei noch nicht /snaeggngen.

Die deutscbnationoke Jntervekkation über die Aar» wffeküeferungsverträge soll «n einem der nächsten Tage behandelt werden.

FortsetzungderpolitisÄenAursvrache.

Abg. T i t t m a n n (U. r.) erllärt, das Auftreten der Adgg. H-'ffench und Westarp sei eine Provokation für das deullche Volk. In keinem Lande der Well würde man oiefen Volksverderbern gestatten, noch in dieser Weift den Muno anszutun. Tie systematische Ausplünderung Deutschlands durch die Entente führe zum Zusammen­bruch der Weltwirtschaft. Aber erst wenn das Prole­tariat die Machtmittel in seiner Zand vereinige, werde es unftr Wirtschaftsleben zn neuer Blüte bringen. Ob die zweite Diktatur des Proletariats sich wieder glatt voll- richen werde, halte er angesichts der Anstrengungen der Rechten, die alle Staatsgewalt wieder herzustellen, für sehr zweifelhaft. Daher müsse dir Arbeiterschaft in ständiger Alarmbereitschaft fein, obne sich zu Unhesonnenbeiteu binreitzen zu lassen. Herr ». Seeckt werde seinen Putsch besser vorbereiten als Herr ». Lüttwitz.

Reichskommissar für Entwaffnung Dr. PeterS Mont auf eine Anfrage wegen der Entwassnung der Orgefch und der übrigen Organisationen, datz zunächst die Ablieferung der schweren Waffen wie Beschütze, Maschinengewehre usw. erfolgen solle. Wegen der sonstigen Entwaffnung müsse uran die verschiedenen Verhältnisse in den einzelnen Ländern ins Auge fassen. In Bayern werde man sich

Die Dentscknattonale Vollspartei hat in der vreußfe fchen Landesveriammlung an dir StaatSeeg^mng ttm Ansr«»e gerichtet, in der sie« da« Verbot bet Oraomlaeio» Escherich in Preu he» durch bee Minister Se« Inner» als «efttzwidr a bezeichnet »nb tw Staatsreglern»» fraot« ob sie bereit sei, die durch die Retchsversaliung gewlöt* leistete Vereinssreiheit gegen de» Minister m schützen« Die Deutsche Bollstzaaei hat eint ähnlich lautende Anfrage eingebracht.

Die preußischen Wahlen.

wb. Berlin. 5. Noo. Durch Beeeinbarnntz brr Parteien der Laudevocrsammlung ist der 1^ Februar 1320 endMttg al» Wahlt--a für Preutzetz frllükietzt morden.

SBa» nun die eigenen außenpolitischen Pra­hme Amerikas angcht, so liegen die Dinge etwas i^plizirrter. Das Echo, das der Sieg dermerb Ästchen Republikaner in Mexiko finden wird, an» über mancherlei belehren. Man weiß pi bk amerikanischen Republikaner die rnezila-

Wildwest in Deutschland.

Der Uetzer soll ans St an »tage.

Berlin, 5. Roo. Bei dem Ueberfall «nf Brnun- I«ge im Harz find de» Verbrechern, wie die Berliner Blätter melden, insgesamt 1800 M, die sich in der Frachtenkasse de» Batznhofe» befanden, in die Hände ge­fallen. Nutzer sämtlichen Telephondrähten ring, um den Ort find euch die Signalleitungen der Eisenbahnen von den Räubern zerstött worden. Der Nachtwächter Braunlage» wurde «ezwungen, den Pestverwalter zu wecken, der z» dem Hauptmann der Aufrührer kommen sollte. Der Postverwalter hat dem aber keine Folge ge- leistet, sondern fich mit der Pistole in der Hand den Banditen im Postamt »egenübergestellt. Al» in Braun­lage Alarm geschlagen wurde, ergriffen die Räuber die Flucht in Richtung Rordhausen. Man vermutet datz diese Räuberbande dieselbe ist, die seit einiger Zeit Rordbausen durch schwere Eintzriite beunruhigte. Auch der Batmhof in Bad Sachsa ist von einer Bande über­fallen worden. Auch hier dürften die gleichen Verbre­cher in Frage kommen, die in Braunlage waren. In Rord!>anfen wurden gestern vier Personen sestgenom- men, unter dem Verdacht, an den Einbrüchen in Nord- Hause» und dem Ueberfall in Braunlage beteiligt zu sein.

nach ben gemachten Erfahrungen nur schwer von ihr rennen, und bei unserem Landschuh in Ostpreußen liege es z B. nicht anders. Man müsse daher in diesem Punkte etwas Zeit lassen. Inzwischen werde er mit dem bäuerischen Minister verhandeln. (Ironische Zurufe von links.) Er werde im übrigen seine Pflicht ab'rktiv er­füllen, wie es da» Gesetz vorschreibe, ohne sich von rechts oder links beeinstnsftn zu lassen.

Abg. Dem bürg (Dem.): Tie wichtigste Frage ist die Revision des Friedensvertrage». Bon ihr bangt unser ganzes Schicksal ab Der Friedensvertrag ist eine magna carta der Gewalt, der Bedrohung und der Vernichtung. Er ist schlechterdings nicht durch führ- tz a r. Der Beweis dafür ist schon erbracht. Clsrnen- cean hat bei ben Verhandlungen die 14 Punkte Wilson? anerkannt. Wir haben also einen rechtlichen Grund, dir Revision zu fordern. (Lebhafter Beifall.) Auch die Beschlüsse der Louferenz in Brüssel sind der l>eftt Beweis für die Undurchsührbarkeit des FriedenSvettrages. Dieser Vertrag kann in 100 Jahren nicht erfüllt werden. Das deutsche Volk tritt leider mit mangelndem Verständnis diesem furchtbaren Vertrag gegenüber. Eine restlose Zufammengebörigkeit aller Berufe und Stände in diesen großen Fragen ist angebracht.

Abg. Dr. Levi (Kom): Die Waffen de» Rechts, geschwungen allein mit der Siebe, werden die Dinge noch viel weniger ändern, als die Worte des Reichskanzlers. Der neue Etat ist nicht mehr wett, als das Papier, auf dem er gedruckt ist. Er ist aufgebaut auf einer Volks­wirtschaft, die am Zusammenbruch ist. DaS Sinken des MarkwertcS bedeutet eine neue Hungerblockade für Dutzende von Millionen deutscher Proletarier.

Abg. AlperS (Welfe): Rach dem Ausgang des Welt­krieges duldet das deutsche Volk keine preußische Vorherr­schaft mehr. Wir Nickersachsen nennen uns- mit Stolz Deutsche, Wir wollen auch dann, wenn wir übers Jahr unsere Selbständigkeit errungen haben, mit unseren Nachbarn östlich der Elbe in Frieden und Freundschaft leben. Die Entwicklung, die Stettin genommen, gereicht Deutschland nicht zur Ehre.

Abg. Eisenberger (Bapr. Bauernbund): Hätte Kaiser Wilhelm zwei Wochen eher abgedankt und hätte man daS preußische LandtagSwablrecht neugestaltet, bann wäre eS anders gekommen. Tie Berliner Wasserkopf- Politik kann nicht so weiter geben. Die Eigenart der einzelnen Länder muß aufrecht erhalten werden. Man darf nickt alles verpreußen. Die Weimarer Verfassung muß revidiert werden.

Damit schließt die politische Aussprache, die Inter­pellationen sind hiermit erledigt.

Sonnabend 10 Uhr: Interpellationen über smpen »nd Malmcdh und Über die Kartofsellieserungsvert ige.

Sie ireniIHe StMiii.

Sie zweite Lesung beendet.

174. Sitzung der preußischen Landesversammlung vom 6. November.

Da» Haus ist stark beseht. Bizevtäsiderck Dorsch -rtzflnet die Sitzung »m 11,14 Ubt. Die zweite Beratung der Verfassung wird bei de« Bestimmungen Aber Ml Selbstverwaltung fortgesetzt.

Abg. Scho lich (Soz.): Wir sind der Ansicht, datz keiner Provinz, auch Oberschlessen nicht, etwa? ausge­zwungen werden darf. Wenn der deutsche Einbeftsqe- danke so stark gesäbrbet worden ist. so trifft die Deutsch- nationalen eine große Schuld. (WLerspruch recht».) Ire»» ßen ist in seinem Bestand aufs schwerste erschüttert. @ht* verstanden sind wir mit dem Ausbau der Selbstverwaltung auf allen Gebieten, wo e8 ohne Lockerung des Staat»- gedankens geschehen kann.

Abg. Leidig (D vpt.): Auslösung Drenßeu»! Das ist die Gesinnung, mit der die Landesversammlung « tzie Berfvfsungsberuttmg herangebt. Arme» Te-itschlandl Anne? Preußen! De« 858a, der die Grundsätze btl Landtagswahl auch auf bje Wahlen zu Nrn Prov-nziafe und KreiSvertretunae« ausdebnt, lehne« wir «k

Staatssekretär Freund: Die Provinzen lege« de, Hauvtwert auf ihre Mitwirkung hei Ernennung des höchsten Provinztalbeamten. Weitere Hauptforderung die Beteiligung an der Gesetzgebung durch die Begründ««» de» Staatsrats.

Abg. Dr. Toh« (N.S.): Wir beantragen die Hufe nähme de» Schutzes der nationale« Minderheite« in bei Provinziallandtagen in die Verfassung.

Abg. Dr. Preust (Dem): De« Antrag bet lln* hänaiaen lehnen wir «1.

Abg. Dr. Lauscher (Z.) wendet sich gegen de« Einlluß, den Preußen im Reich gegen die Minderheit»» intereffen au8ü6t. Der Zug der Zeit führt zur Stärkung der Reichsgewalt und damit zur Schwächung Preußen». Set Redner will keine Aatastrophenpolitik, aber Deutsch­land gehe über Preuße««.

Abg. Seitmann (Soz.l: Bon einer Auflösung Preußens befürchten wir die Gefahr der lkleinstaaterei.

Abg. Dallner (Deutschnatl.): Während majt im Reiche alles zentralisiett, will man in Preußen alle» dezentralisiere«. Ist da« nicht widersinnig? Per»« ße« darf nicht zersplittert werde«. (Beisall rechts.)

Die allgemeine Aussprache über diesen Abschnllß schließt. Der 8 58a erhält den Zusatz, daß die Zulassuntz z« den Gemeindewahlen von einer Aufenthaltsdauer in der Gemeinde abhängig gemacht wird. Im übrige« wird der Abschnitt in bet Ausschußfassunz angenom* men. >

Es folgt die Beratung eines von ben Deutschnationafe« beantragten Abschnitte« 7a über die Beziehungen en Religion und Schule zum Staat. Damit wird verbünde« ent von bet Deutschen Volksvartei beantragter AbschnM über die Beziehungen «er Kirche.

Ein demokratischer Antrag auf Ausgestaltung M PatronatsrechteS wirb angenommen. Am» dem Antre» Sergi (Deutschnatl.) wird die Bestimmung angette«* tuen übet b.n ReliqionSaustritt. '

ES folgt der Abschnitt übet bfe StaatlbeamitW^ A 60a und folgende. |

Abg. Sageborn (Deutschnatl.) begründet ehe» Antrag seiner Partei, der besagt: Die wohlerworben^ Rechre der Beamten sind unverletzlich Bei der Ausam stoltung ihrer Verhältnisse wirken die Beamte« vutch Äuf* fchüise und Beamtenkammern mit !

Abg Meyer (D Bpt): Die Rechte der SSettmtat mfiften auch in der preußischen Verfassung gena« feftgete® «werben.

Abg. Bartel« (Dem.): Zwischen Reichsbeamte« tn* preußischen Beamten muß Gleichmäßigkeit herrschen.

Ab« SbetSbach (Deutschnatl): Es waren gerat« Herren aus Der demokratischen Partei, die 1909 die Bo- amtenferberungen nicht erfüllen wollten. (WBetsotuch M den Demokt.) Herr Hergt ist bet erste gewesen, bet Vertreter bet Beamtenschaft zu Verhandlungen »«ge­zogen bat.

Rach weiteren Aussührungen der Abg«. Street (Demi nick« Dr. Leidig (D. Set.) werden die U üb« da« Beamtenrecht mit einet von den Mthrheitspaneie« votgeschlagenen Aendetung, wonach Staatsbeamtr roiba ihren Willen nur unter den gesetzlich vorgeschriebene« Voraussetzungen entlaste« oder versetzt werden sollen und für »ermögensrechtliche Ansprüche der Rechlsieeg offei steht, angenommen. Tie AbänderungSa«träge der Rechte« werben abgelehnt.

Damit ist die ß.resnng bet Verfassung erledigt. Nächste Sitzung Montag. 15. Rovern der, 2 tttzr: Justiz- Verwaltung. Bergvenvallnng. ,

jetabe im Falle Harding übereinstimmend das Ur- «057 Mfesl dahingehend ist, daß sowohl von Zdeen wie

ze Sa. . tlA rche, n. latnuBt i. 2, 11.^

n ofhiah«, »housf«.

Amerrk« für die Herabsetzung bet Metzer« gutmrchil^fumme?

Haag, 5. Noo. Währentz die französische Prrsie di« Wahl Hardings günstig deutet, erregt eine Washingtoner Meldung derCentral Nieuws" leb­hafte Beunruhigung. Darin wird versichert, daß Amer'.ka entschlosien sei, das gesamte beschlag­nahmte deutsche Gijantum zurückzugeben uiü> .nit aller En schicdcnhe't darauf dringen werde, tzie Wiedergutmachung»summe, die Deutschland zahlen muß, möglichst herabzusetzen.

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tUft Entschlußkraft nicht gerade übermäßig viel bei IHlL-J Hm zn beobachten ist, sondern daß der ganze

T*t liutigenyttie beträgt ftr »le »«es». Zelle 75 Pf».«» 10% WefleU«, »»«licke - __

H«b «märtiae 1. Ml., XeNamezetle 3.00 Stt. Jeder ««bett «ttt «U Bert«bett, jj njilL vel «»»k»»ft bar» die S«lckätt«ltr»e »»» TfetmUlleeg bet «»«fbite 75 »ft 6»n* **

dergebilhr Sei Setrige« »««er 20 Ht msllrn wir b»» Seit» tüt dl» Neck«»»» 10yl

berechne««. Postschecktont»: Nr. 5015 Satt R«»«!te«t o. Rel«. Uüe

Sie Mk Siülil Mn»«.

,W« zuverlässiges Urteil darüber, wie fich na^ ckr Wahl des Republikan-rs Harding zum Prä- «besten bei Vereinigten Staaten die Politik Ame­rikas bei nächsten Zeit gestalten wird, läßt fich im f Augenblick naturgemäß nicht gewinnen. Auch 'n 1 Amerika, vielleicht dort noch mehr wie sonstwo, ' MgA man auf Wahlversprechungen nicht viel jfbt«. Bi» der neue Präsident am 4. März 1821 sein Amt antritt, wird vieles shon längst Wieder vergefie« sein. Möglich freilich wäre, daß Harding früher als zu diesem üblichen Termin in fein Amt käme, nämlich in dem Fall, daß Wilso > Vorzeitig zurücktreten sollte. Eine derartige Absicht hatte ex früher schon einmal für den Fall des ßieger eines republikanischen Kandidaten ge- t iufjett Im übrig?« wäre gerade unttr Berück- Bigung der amerikanischen Parteive'hältnisie zu u, daß für die Bestimmung der Politik Ame- s weniger die Ideen eines Kandidattn und die 1 Entschlußkraft, mit der et seinen Auffassungen zum .Ersslg verhelfen will, entscheidend sind wobei

rnt^-ikanische Parteiapparat hier die ans- Jif 2bcnbe Nolle spielt. Es handelt sich dabei tznr Traditionen, die unter Berücksichiigung der itmerikanischen Verhältniffe weniger in politischen, »re in finanziellen und wirtschaftlichen Eedanken- Söngen fuße«. Die großen amerikanisthen Finanz- tzrurgKnmachen" doch hi der Hauptsache di-re Wahlen mit allem ihrem Tamtam und Trara. Sie sind es auch, die sich durch den Parteianva-at ihren Einfluß auf den Gang der politischen Dinge sichern. sRun ist es ja allerdings richtig, daß d'e Repu- Mikaner sich n i ch t in ganz derselben Abhängigk::t i»on der amerikanischen Finan-w lt befinden, als Hie das bei den Wilfonfchen Demokraten der Fall Var. Gerade weil die Mlsonfche Politik int . iHruude eine Verfilzung des amerikanisch-englischen ckoxitals herbeiführte, und so ganz zwangoläu'ig h einer Beteiligung Amerikas am europäischen Hrirge tarn, um das englische Kapital durch die Aussicht auf den Verlust des Krieges nicht in Ge- fehi ja bringen, mußte Ameridi von dem bis da- testet« eradezu heilig gehaltenen Grundsatz der pKitischen Isolierung abweichen. Diese politische Isolierung, die sich auch heute noch auf die kehren und das Vermächtnis Washingtons stützt, wird zweifellos unter dem neuen republikanischen Hegime in Amerika demnächst ausgepräg er ge­wahrt werden, als das bisher der Fall war. Da- ,^«rch, daß Wilson selbstherrlich die gesetzgebendea Faktoren ausschaltete, geriet er bei den Friedens- »erhandkungen in Versailles immer mehr unter kn Einfluß der ihm weit überlegenen curopäisch-n Staatsmänner, die es verstanden, den über die ttsropsischr« Verhältnifie völlig ununterrichteten >Wilson ihre imperialistischen Eedankengänge auf feizwingen. Amerika wurde ohne weiteres aus sritrer Zfolierung herausgedrängt, dadurch, daß Gilson fich unter dem Druck Clemenceaus und kloyd Georges mit Amerika einem Völkerbünde >trlchrieb, bet die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten »on den europäischen Händeln für immer kseitigt hatte. Und hier liegt auch der tiefere »rund für bi« katastrophale Niederlage Wilsons, J»* hie sich der überwältigende, mit derartigen Ne- »rdziffern bisher noch nie erlebte Sieg dos Repu- kikanets Harding herausstellt. Am meisten inter- uns Deutsche natürlich dir kunft'ge Stellung- ^hme Amerikas in der Frage der Wieder- krstevung des Friedenszustandes mit fatsch land. Wir stehen hier einer unzwei- kvttgen Erklärung Hardings gegenüber. Er um- Wtieb sein« Absicht dahin, daß mit größter Be- Mrunigung dieser Friedenszustand zwischen Ame- anb Deutschland hergestellt werden müfi«. «war nicht auf dem Wege eines Sonderfriedens, aber durch die Vorlage einer Entschließung ? dem Kongreß, in der die formelle Brendigung >k* Kriegszustandes und bei; Wiebcrhrrstellung les okiebenszustanbes mit Deutschland ausgefproch-n «ird. Dieses Programm ist in ganz Amerika, wie r* Dahlziffern für Harding zeigen, gebilligt wor-