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Amtliches Derkündlgungsblatl des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheUche) OVerhesfen

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Blockade im Schwarzen Meer?

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Die Gärung im roten Heer,

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Diese Siegesfanfare erscheint reichlich verfrüht pl fein, da volle Aussicht besteht, daß es Wränget gelingen wird die Rätetruppen an der Landenge von Perikop aufzuhalten und ihnen den Zugang plr Krim zu verwehren, wo er einen Ordnungs- siaut hat erstehen lasien. Die Niederlage betrifft Such weniger d,e Kerntruppn Wrangels als unzu- Verlässige Hilfskorps.

Der IS. Kougreh der christlich«, Sewerksthaften findet vom 20.24. d. Mts. in Essen statt. Er wird die Aufsaiiungen kundgeben, nach denen die christlichen Ee- werkichasten da, wirtschaftlich«, sozial« und politische Leden Deutschland, in der Neuzeit geführt Witzen »oll«?,

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Deutschland und der Völkerbuud.

tob. Stockholm, 4. Nov. Wie L^on Bour­geois dem Pariser Vertretet der Nordiska Prrffe» centralen erklärte, steht die Frage noch ffcn, ob die Generalversammlung des Völkerbundes in Genf sich mit der Aufnahme Deutschlands in den Völker­bund beschäftigen wird. In französischen Völker­bundskreisen wünsche man, das, diese Frage jetzt nicht behandelt werde, da sie erhebliche Schwierig, feiten Hervorrufen würde. Niemand denke daran Deutschland endgültig außerhalb des Völkerbundes zu halten. Jetzt aber, wo die Widergutmachungr« frage noch nicht gelöst sei, würde die öffentliche Meinung in Frankreich und Belgien sich einstimmig weigern, Deutschland in den Völkerbund zuzu- lasien. Ein Antrag auf Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund würde in Genf ernste Reibungen Hervorrufen, wodurch die Eristenz de, Völkerbun­des auf das Spiel gesetzt werden könnte. Vor­läufig wünscht Deutschland gar nicht in bcn Völker­bund ausgenommen zu werden.

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Marburg

Freitag, 5. Novbr

(Webelung.)

tob. Paris, 4. Nov. Wie die in Paris er- pheinendenRussischen Neuesten Nachrichten" mit­teilen, soll die interalliierte Kommission in Kon­stantinopel beschlosien haben, die Blockade regen Sowjetrußland im Schwarzen Meer aufzurichten. Die antibolschewistische Bewegung.

Paris, 4. Nov. Ein Telegramm aus Kopen­hagen meldet, aus Moskau sei die Nachricht einge- trossen» daß General Balachowitsch Minsk besetzt habe. Er habe die Absicht, mit bcr weißen Armee Vach Moskau zu marschieren und nähere sich schon Gmolenff. Zn Moskau und Smolensk sollen Un­ruhen ausgebrochen kein.

Stockholm, 4. Nov.Stockholms Tibningen Reibet aus Helsingfors: Sämtliche Kommunisten tu Moskau würben zum Nachtwachdienst auf Grund her herrschenden Unruhen mobilisiert. Schwere kauornunruhen sollen infolge der Lebensmittel- ,>equisttionen in 15 Gouvernements ausgebrochen sein. General Brussilow soll »rrijaftet fein. Un- /erhört« Beunruhigung soll das Gerücht hsrvoc- haben, daß Balachowitsch Minsk besetzt

deren Lage noch. Hier könne wenigstens eine Milderung einsetzen. DaS Stocken der Valuta führe tum ErpaN Uns habe man Vandalismus borgeroorrcn. Der Entrntis- mu3 sei noch schlimmer, das beweise der Friedens- etat, dessen Forderungen der Redner einzeln durchgeht Das deutsche Volk könne schon seine eigenen Be­dürfnisse nicht befriebtgen, geschweige denn ,ie ungeheuer­lichen Forderungen der Entente erfüllen. Kun würde mit dem Reicksnotopser Ernst gemacht. Da? qan$e Cofer bringe, wenn es richtig ringe he, ganze 55 Milliarden Mark, decke als» noch nicht einmal die Bedürf­nisse eines Jahres. Dazu komme die Erbschaftssteuer mit ihrer 3570prozentigen Abgabe. Alles das führe zu einer

Zermalmung des Bürgertums, wie sie schließlich auch der radikale Sozialismus sich nicht besser wünschen könne. Unsere WirtsLiftskraft fei somit am Ende ihrer Krall. Ta nütze keine Schön­färberei. Die Entente müsse die Tinge sehen, tv't sie sind. Daher müsse eine feste Zahl als Grenze unserer Verpflichtungen festgesetzt werden. Tie Mindererträge bet der Eisenbahn und Post müßten genau untersucht werden Tariferhöhungen bfirien nur erfolgen, wenn es gar nicht mehr anders gebt. Eine wesentliche Vereinfach­ung der Steuergesetzgebung müsse erfolgen. Der Redner fordert eine Revision der Reichsbesoldungsordnung in dem Sinne, daß die Besserstellung von Landesb-amteu gegenüber den Reichsbeamten vermieden werde. Es passe auch nicht zur Sparsamkeit, daß 25 900 Beamtenstellen neu geschaffen und durch Notnachtragsetat vom 6. August dieses Jahre« in aller Stille neu eingerichtet wurden, den das Hau« en bloc angenommen habe. Hter- !>er gotzöre auch die Sozialisierung. Seine Partei lehne

tob. Kopenhagen, 4. Nov.Berlingske T1- britbe meldet aus Helfingfors: Nach Meldungen ms Moskau herrscht unter den bolschewistischen truppen eine allgemeine Erbitterung über das Vorgehen der Mitglieder der ausierordentlichen ^nterfuchungskommissionen. Die Sowjetbehörden ^fürchten infolgedessen eine Empörung der ,m- ►friebenen Soldaten in -Lkoskau.

Die Besatzungsk-sten.

wb. B e r l i n, 4. Nov. Der Hauptausschutz des Reichstages nahm b i der Weiterberatung des Haushalts für die besetzten Gebiete einen Antrag auf Herabsetzung der Besatzungsziffer und Begren­zung der Kosten zu drängen, einstimmig an. Fer­ner wurde ein Regierungsantrag, die Kosten für di« Besatzungsbehorden von 20 auf 40 Millionen zu erhöhen ebenfalls angenommen. Desgleichen wurden einige meliere von der Regierung gefor­derte Erhöhung bewilligt. Außerdem wurde ein Zentrumsantrag angenommen, darauf hinzuwir- ken, daß die Zahl und die Tätigkeit der im Rhein land aufgestellten Delegierten sich im Rahmen des Rheinlandabkommens hält.

Um die Organisation Escherich.

Der Oberste Rat »erlangt Auflösung? 1

Bafel, 4. Roo. Der Oberste Rat wird ehrt Note an die Regierungen von Deutschland nutz Oesterreich senden, in der di« Auslösung der Org» nisation Escherich gefordert wird, weil bi« Bestre­bungen dieser Organisation nach der Meinung b«e Obersten Rate» auf eine Eabotierung des Frieden»« vertrage» hinauslaufen.

WahlmauSaee.

DerKöln. Zig " wird au« Dresden gemeldet: Dls von sozialdemokratischer ©eite stammenden Mitteilungen über die militärische Organisation, die Absichten und ben Einfluß der Organisation EiLerich in Lachsen werben hier immer mehr al« ein WahlmanSoer ausgeiaßt. Am 14. November finden die Wahlen zum Landtag ftatch und die Aussichten weder der Mebrheiissorialisten noch d-r Unabhängicn sind nach den Vorgängen in ttalte glänzend. Der aus dem äußersten linken Flügel der Mebrheitssozialisten stehende Minister de« Innern frühe hat zwar eine rücksichtslose Untersuchung eingeleitet. «MX ihr Ergebnis scheint die Behauptungen der ©op«1«

ü Bandenüberfall auf Braunlage.

Blankenburg (Harz), 4. Nov. In der ver- ►ngenen Nacht wurde, wie dasBlankenburgr -Kreisblatt" berichtet, Braunlage im Harz von foer bewaffneten Bande in Stärke von 20 bis 30 «Mann überfallen. Die Banditen hatten sich die ^dsichter schwarz gemacht. Zunächst zwangen sie **1 Bahnhofsvorsteher mit vorgehaltenem Rc- oloer, die Kasse herauszugeben. Auf dem Postamt i'ttb der Staatsbank blieb der Raubversuch erfolg;

weil die Feuerwehr den Ort alarmiert Haire ^And bi« Straßenbeleuchtung eingeschaltet worden ~at> Di« Banditen sind unerkannt entkommen.

Ueberfall war planmäßig vorbereitet. Sämt- Telephonleittwgon waren abgeschnitten.

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*V Die ÄätetrnpptH an den Toren der Krim.

tob. M o s k a u, 4. Nov. Der Heeresbericht be­tagt: An der Südfront dauert unser Angriff fort. F« Melitopol erbeuteten wir drei unbeschädigte Panzerzüge, 18 gebrauchsfähige Geschütze, 100 Waggons mit Geschossen. 25 Lokomotiven und über | Millionen Pud Brotkom.

In einer Kundgebung Trotzkis vom 2. 11. heißt w: General Wrangel liegt in den letzten Zügen, fünf Armeen halten ihn von allen Seiten umring'. Durch den letzten Ansturm der tapferen roten Regi- nenter wurde der Feind von den Landengen abge­

schnitten. Er sucht jetzt in feder Richtung einen Ausweg. Wrangel ist noch nicht vernichtet, aber sein Schicksal ist b siegelt. Dieser große Erfolg »ird, falls er glücklich beendet wird, uns bald den Zugang zur Krim verschaffen. Erst müfienaber Jt« Hauptkräste der Weißgardisten zersprevgfl werden Durch den energischen Schlag werden ttti^le Tore zur Krim öffnen. Die 'Krim, die bisher ak^Festung für die Gegenrevolution diente, wird für die letzten Weißgardisten zur Grabstätte werden. Unser Er­folg'an der Front des Generals Wrangel wird lo- fört auf unsere internationale Lage zurückwirken. Polen, das mit uns den Vorfrieden abgeschlosien hat, versucht durch Petlfura, Sawinkow und Ba- llu^)wttsch den Krieg gegen uns sortzusetzen. Die französische Börse versucht den dienstbereiten Pil- fudfki wieder in einen Kampf gegen uns zu vrr- tokckeln. Unsere Ausgabe ist es, das weißgardistische Reptil im Süden enbgültia zu vernichten und sie Träume der französischen Schacherer zum Scheitern pl bringen. Schließlich spricht Trotzki die Heber* -eu/Ang aus, daß am 3. Jahrestage der Oktober­revolution die Tore zur roten Sowjetkrim geöffnet fein werden.

Sarllncs Mißtt.

tob. R e.to york, 4. Nov. Harding wird bt« Stimmen von 330. Eox diejenigen von 127 Wahl- männern auf sich Bereinigen. Der Senat wird statt feiner bisherigen republikanischen Mehrheit voa einer Stimme in Zukunft eine wesentlich stärker« republikanische Mehrheit aufweisen. In einem Telegramm ^glückwünscht (Tor Harding zu seiner Wahl und erklärte, daß et sich dem Entschluß d«r Mehrheit unterwerfe und bie Regierung unter allen Umständen unterstützen werde.

wb. Amsterdam. 4. Nov.Telegraaf" meldet über London: Folgende Staaten, die 1916 eine demo­kratische Mehrheit brachten, sind zu den Nevublikanern fibergegangen: Arizona. Kalifornien, Colorado, Kan­sas. New-Hampshire. Nord-Dakota. Ohio. Tvafhington. Di« Demokraten hielten sich in Asabama, Arkansas, Florida, Georgia. Kentucky, Louisiana. Miisiisiovt, Nord-Carolina, Oklahoma, Süd-Carolina. Tenneste«, Texas, $f-ginia. Auch die Stadt Newvork, bt« ge­wöhnlich als demokratisches Bollwerk galt, ging zu den Republikanern über, Tox verlor seinen eignen Wahl­kreis Ohio. In einer von dem Vorsitzenden bet nationalen demokratischen Kommission abgegebenen Erklärung heißt es: Heber das Schicksal und die Frei­heit Irlands sei durch den republikanischen Sieg end­gültig entschieden.

tob. New York, 4. Nov. Infolge des Ergebnisses der Präsidentenwahl wurde zum Gouverneur von Newvork an Stelle des jetzigen demokratischen Gouverneurs ein republikanischer Kandidat oewäblt.

Französische Urteil«.

tob. Paris, 4. Nov. DerPetit Parisien" begrüßt die Wahl Hardings und glaubt im allgemeinen, daß die Freundschaft zwischen Amerika und Frankreich damit gesichert sei.Echo de Paris" glaubt, daß die Waill Hardings keine klaren politischen Richtlinien gebracht habe. Gewühlt seien Männer der Geschäftswelt, die Drbmtng im Innern und Vorsicht in der Politik nach außen wünschten. Auch derMotin" nennt darding einen Mann der Ordnung und Klarbeit. Nack demPetit Journal" hat die Wabl Harding« dem Internationalist mus einen schweren Stoß versetzt. Der Rationalismus habe gesiegt.

Regerverbrennungen.

wb. Amsterdam. 4. Nov. Hebet London wird demTelegraaf" aus Orlando (Floridas berichtet: Neger, die zur Wahl nicht zugelasien wurden, da sie die. Steuern nicht bezahlt hatten, veranlaßte» einen Auf­lauf. wobei zwei Weiße getötet und andere verwundet worden sind. Die Menge hing einen Reger auf und verbrannt« fünf andere: bie Häuser, in bie sich bie Neger geflüchtet hatten, würben angezündet.

Kritik Helfferichs.

, Sitzung vom 4.Novembet.

Abg. Dt. Helfferick (Dentfcknatl.l weiß jedesten- lut seiner Partei sowohl von feiten des Abg. Schiller wie auch von feiten des Außenministers zurück. Der Redner warnt vor her obcrfdtfriiidkn Autonomie, nickt so sebr vom preumschen Standvunkt aus. al? im Hinblick auf die Wirkung, die der bloße Gedanke schon auf rimm großen Teil der oberschlesischen Bevölkerung an^aeübt habe. Der Hamburger Zwischenfall, den der Außen­minister auf das Konto seiner Partei geschoben habe, fei -in ansgebauschter Wirtlchaftsskandal. Wit hätten so schon genügt Zwischenkälle gehabt, als daß der Miuiller noch solche Fälle künstlich konstruieren sollte Der Minister soll« sich lieber um die lieber griffe der Polen kümmern, da schon wieder in Brombero 11 Deutsche verhaftet wurden Die Auslassungen 'des Aba Müller-Franken, daß Denffckland gegen die lieber griffe der Entente machtlos sei, wirken wie eine Einladung an das Ausland, neue lieber,grille zu begeben. Der Redner polemisiert dann geaen die A-uße- rungen Scheidemanns, über die Entbindung bet Beam­ten und Soldaten vom Treueid gegen den Kaiser und über die Offiziere. Diese hätten

die Treue halt«» wollen

und sich zu Tausenden am 8. November Mt Ber- sügungB gestellt, seien aber nach Hause geschickt worden. Dann kam bcr Erlaß über das Sckießverbot Kurz, es ist klar, daß in der Regierung selbst die diimlicke Förderung der Revolution saß. Der Kaiser ist, um den Bürgerkrieg zu vermeiden, nack Holland gegangen. Abg. Müller-Frauken hätte es freilich lieber gesehen, ikm ru-der Spitze -feiner Garden den Tod kucken sehen. Abg. Müller gehörte dock auch zu den Periön- tichkeiten. die am Tage des Kapv-Putsches nach Dresden 'eslüchtet seien. Er sei also am wenigsten geeignet, über den Kaiser den Stab zu brechen. Der Redner Hole* misiert dagegen, daß man seiner Partei ständig die Ab­sicht einer Gewalttat unterschiebe und greift bie, äußerste Linke an, weil' sie offen die Gewalt predige. Er *ritt für die Orgefck-Organisationen ein, bespricht die Stellungnahme des preußischen Justizministers und for­dert die Rej-chsregierung auf. dem Gesetz gegenüber den Gewaltakten des preußischen Innenministers Geltung zu verschaffen und das Material über die Orgesch der Allaemeinbeit zugänglich zu machen. Er warnt vor der bewaffneten roten Arme« und vor der Anknüpfung von Hondelsbeziebungeu mit Rußland, die nur ein Bor­wand dafür seien, dem Bolscheivismus Tür und Tor zu öffnen. Das einzige Handelsobjekt, daS Rußland be­sitze, sei die Revolution. Nackdem er noch die energische Ablehnung der Tiesclmotoren-Dünfche her En teilte gefordert batte, gebt der Redner zur Besprechung des Hou- alts über. Er bezweifle, dnß sick das Gleichgewicht wieder herstellen lasse. Den Ausgaben von 100 Milliarden stünden an sicheren Einnahmen nur 30 Milliarden gegenüber, sodaß 70 Milliarden un­gedeckt seien. Bei seinem Ausscheiden aus dem Rrichs- schatzamt betrug die Staatsschuld 40 Millkdrden, heute 210 Milliarden, und am Ende des Rcchnungsiahres wird sie auf 325 Milliarden gestiegen kein. Eine Bankerott­erklärung entbinde das Reich nicht von seinen Ber- vflichtungen gegen seine Beamten, gegen die Verstüm­melten und gegen die Entente. Dann bespricht der Redner die Valutafrage, schildert das

Wettrennen zwischen Löhnen und Preisen und betont die Notlage der kleinen Rentner und

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4 Ms kut* Me Post 4.20 tot. Ausgabe B mitObetil. Epart-Ztz. 1 Mk mehr. tf« Zit «uriaSende Nummern infolge Etreikr oder elementarer Srei,niste kein «kwU. -

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:ebf Sozialisierung ab. Sie prollamke« nicht den Klaf- "enfampf, sondern die

Klassen Versöhnung.

'Widerfvruch.) Die Sozialpoliffk habe den deutschen Ar- Hefter besser aestellt, als irgend einen anderen auf der Welt Nur durch Versöhnung könne ein Ausgleich zwi­schen Kavital und Arbeitern gesunden werden. In Eng­land sei das ja auch der Fall gewesen. Die Sozialisierung Str Gesinnung werde auf beiden Seiten dazu helfen. Die soziale Versöhnung ist die Grundbedingung für die Wieder- rufricktung nnsereS Vaterlandes.

Erwideruna des Reichsfinanz- Ministers.

R-icksfinanzmiitister Dr. Wirth bedauert, daß der Vorredner dielfäch die Grenze des Erlaubtes überschrit­ten Hobe, habe er doch selbst während seiner Tätigkeit al? Finanzminister keine Geistesblihe besonderer Lei­stungsfähigkeit zurückgelassen. Das Weißbluten des deut­schen Volkes habe sckon während des Krieges begonnen. Gewiß sind v'le Angriffe gegen uns berechtigt, aber 'ch vermisse in der Rede Helffericks einen einzigen Bor- schläg, wie wir jetzt ans der Finanznot herauskommen. 'Sehr richtig bei der Mebrbeitü Ich bin kein Zentralisi. --der dir Vereinheitlichung der Reichssteuervettvaltung war für unS Süddeutsche eine Selbstverständlichkeit. Wir standen vor der Wahl: Zwangsanleihe oder rasche Ein­ziehung des ReichSnotovsers, und das Kabinett hat sich kür da- letztere enffwieden. Die Landwirte verlangen die Veranlagung nach der Wehrbeitragseinschähung. Das ist unmöglich Wir müssen dock die Entwertung des Geldes berücksichtigen Ick habe die Besoldungsordmtna bercits vorgesunden, als ick mein Amt antrat. Es :var rin# undankbare Aufgabe, sie durchzuführen. Zerr Helf­ftrick mag sick bet seiner Partei erkundigen, wie viele neue Btamfensttllen sie selbst gefordert bat. Leider ist jeder Gemetnfinn im deutschen Volke geschwun­den. Gewiß ist der Aufwand für unser Personal außer­ordentlich groß. Er beträgt 15 Milliarden. Sind aber die jetzigen Bezüge geeignet, den Angestellten und Be­amten ein auskömmliches Leben zu sichern? , Ick hätte auch ongtnommtn. daß Herr Helfkerich an die Schwer­industrie einige mahnende Worte richtet. ILebbafte Zu­stimmung bet der Mehrheit.> Herr Helfstrich, Sie haben uns selbst gar keine Anregung für neue Einnahmen ge­geben. Wir werden in den nächsten Tagen vielleicht

eine Milliardenvorlage

machen müssen, nm unserem Volk daS nötige Brot zu silbern. Tie Franzosen werden allerdings noch nicht ans ihrer KriegSpspchose befreit tverdtn können, daß Deutschland alles btzal.-lr» wird, wie Fach ihnen getagt bat. Der Mann, der den fundamentalmi Irrtum dt- langrn hat, einst zu sagen, das Bleigewicht der Kriegs- 'osten sollen die anderen hinter sich berschleppen, der Mann ist nickt berufen, als Ankläger gegen die jetzige Regierung aiifzutreten. (Beifall bei der Mehrheit.)

Abg. Dr. O u a a tz (D. Vpt.): Der Aufbau d«S formellen Etats ist ebenso lückenhaft wie unklar. Ferner ist die Beifügung einer Tenffckrist über die Grundsätze bei der Aussttllung des Etats zu fordern. Ter ReichSffnanz- minister ist nur bestrebt, die Einnahmen zu steigern Man kann einen großen Betrieb nicht durch Steigerung der Einuabmen sanieren. Tie Sanierung muß auf der Ansgabenseite, nicht auf der Einuahmensrite beginnen ßHn weiterer Punkt ist der Widerstand gegen die weitere St-ioernng der feindlichen. B-satzungskosien. Dei Redner bespricht dann die Entwertung des Papiergeldes und bedauert die Angriffe der Sozialdentskraten in her auswärtigen Politik. Die Spargroschen des Arbeiters gehören in das W e r k hinein. Wir müssen ein geschlosse­nes Volk werden, dann erst-tverden wir zum Wiederaufbau kommen.

Das Haus vertagt sich auf Freitag 12 Uhr: Anfragen, Interpellationen über die Sanoffellieferungen, Writrr- beratung und kleine Vorlagen.

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