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Lit Nitötckge itr Mrdti in Imtrift

$et Ä3*ig der Belgier ist wieder in Brüssel einge- troffen. Er hatte «ine lang« Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Delacroix, der da, Rücktritt,» gesuch de, Gesamtministeriums unterbreitet«.

gelassen. Wie di« Z." erfährt, ist die Vorlage über die Einziehung des Reichsnotopfers fertig gestellt und wird wahrscheinlich Donnerstag oder Freitag dem Reichsrat zugehen. Sie steht die schnelle Einziehung eines sehr beträchtlichen Tttls des R ichsnotopfers vor. Man spricht von 4050 vom Hundert, doch dürfte gestattet werden, diesen Betrag in zwei Anten zu bezahlen.

Aillon nie verpesten und nie verziehen, dass er in seiner qan-en RegierungSzeit diese Körperschaft rücksichtslos aui die Seite schob. Während des ganzen Krieges und während der Dauer der Friedensverhandlungen hat Wil­son nicht ein einziges Mal mit dem Senat Fühlung ge­nommen. Rach Versailles lieh WUson überhaupt keinen Vertreter deS Senats zu.

WoS den Völkerbund angeht, so baden die beiden Kandidaten Harding und Cox recht unklare und vor allem auch recht unverbindliche Erllärungen abgegeben, mit denen für die amerikanische Außenpolitik nicht- an;»- langen isi. Die europäischen Angelegenheiten und nament­lich die von Deutschland sind den Amerikanern von heute vollständig gleichgültig. Von diesem Standpunkte au, betrachtet, bat Deutschland weder von der Wahl des eine» noch de» andere» KandLaten irgend etwas Be- 'snderrS zu erwarten. Die Wahl insbesondere Dardings ,lS vom deutschen Gesichtspunkte au» günstig zu betrachten, wäre sehr voreilig. Harding ist ein Stockamerikaner, und nur «in amerikanische» Problem schwebt ihm vor. Wil müssen un» gerade auch in diesem Falle an die Erkenntnis gewöhnen, daß fall» Amerika mit Deutschland Ver« Hindu na sucht und pflegt eine derartige Maßnahme nicht etwa mit Rücksicht aus deutsche Interessen uitb das Wohlergehen de» deutschen WirtichastslebenS, sondern ein­zig unk allein um de»willen vollzogen wird, weil sie geeignet ist. den eigene» amerikanischen Interessen zu diene»

Senator Warrrn G. Harbin« ist ein auS dem Zeitungsfach hervorgezangener Politiker mit ungewöhnlich, vielseitigen Beziehungen zu kommerziellen und industriel­len Interessen obne ullzu durchsichtige Abhängigkeit von der Hochfinanz. Er ist am 2. November 1863 in Corsicv fC6io' als Sohn eines noch heute in der jetzigen Hei­matstadt Harding», in Marion (Ohio) praktizierenden Arzte» von schottisch-holländischer Abkunft, geboren. Unter finanzieller Beihilfe seines Vaters, bezw. durch Neber- nahme der Schulden der ZeitungStar" wurde er Eigen- kilmer diese» Blattes Seine größte Popularität bat er in den letzten Jahren al» Redner aus den verschiedensten Kongressen und Tagungen im Milieu der typischen ameri­kanischen Geschäftswelt erworben. Vielseitig und an­passungsfähig genießt er auf den verschiedensten Inter- -ssenaebieten in der Textilbranche, Stahl-, Essen-, Hütten­industrie, in der Landwirtschaft, bei Eisenbahnern und Arbeitergewerkschaften al» ein Mann de» geschickten A n »- gleichs, den Ruf praktischer Beherrschung der Probleme ohne schematisierendes Theoretisieren. I» den letzten Jahren ist Harding dreimal in Europa gewesen, sodaß er al» Sachverständiger in europäischen Angelegenheiten gilt, besonder» in Tarif* und Lobnfrageu. Auf Grund vergleichender Studien europäischer Regierung»Normen und sozialer Verhältnisse ist er aber auch zur uneingeschräntten lleberzeugung von dem hervorragenden Werte aller ent­sprechenden amerikanischen Errungenschaften gelangt. Seine volitische Laufbahn kennzeichnet sich wie folgt: Er war Mitglied de» Senat» im Staate Ohio 19001904, Vize- Douverneur von Obi» 19041906, wurde 1910 al» repu­blikanischer Gouverneur von Obi» nominiert, war Bun- desfenator de» Staate» Obio seit 1916 und rl» solcher Mitglied de» Ausschüsse» für auswärtige Angelegenheiten

55. m ' 1921

Donnerstag, 4. Novbr (9t «Behm««)

Neue Eisenbahntariferhöhungen?

Berlin, 3. Nov. Am 4. November tiVt in Berlin unter dem Vorsitz des Reichsverkehrsmini­ster« der gemäß dem Reichstagsbeschluß vom 30. Juli (Antia« Helfferich) gebildete Sachverständi- genbrirat zusammen. Ihm gehören je 12 Mitglie­der des Reichstags und des vorläufigen Reichs- wirtschafssrate, sowie 14 vom Verkehrsminister berufene Sachverständige des Wirtschaftslebens an In einer Sitzung, in der der Re'chsverkehrsmini- ster persönlich den Ausschuß begrüss-n wird, soll zunächst vom Ministerium Bericht über die allge­meine wirtschaftliche Lage der Reichsbahnen er­stattet werten. Ihm wird sich voraussichtlich eine allgemeine Aussprach anschließcn, in der auch die Frage zu erörtern sein wird, ob die Steigerung der Einnahmen durch Tariferhöhungen oder durch andere Maßnahmen notwendig »nd an­gängig ist. Als weitere Punkte stehen auf der Ta­gesordnung die Fragen der Preissenkung der für die Eisenbahnen wichtigsten Rohstoffe und der wirtschaftlichen Gestaltung des Werkstättenwesens.

Nach demS. T* ist zu erwarten, daß der Sachverständigen-Beirat einer Erhöhung zustlm- m e n wird. Voraussichtlich dürfte die Frage be­sonderer Karten z« ermäßigten Preisen für drin­gende Birufrsahrten n. a. berührt werden. -

Einen Wabllampk von »»erhörter Lridenlckoftsichkrit fiat Amerika hinter sich. Unter allem typisch amerika­nische» Lärm und Getöse ist dir Wahl vor sich gegangen Am Wahltage, am Dien»tag, hallte ganz Amerika von einer Küste zur andere» wioer von den» Heule» der Sire­nen, von dem Trubel auf den Straßen und dem Tumult, der amerikanische Wahlen traditionell begleitet. Die imerikansscke Wahl ist leine direkte. Am Dienstag wurde» nur die Wablmänner gewählt. Jeder Staat stellt aber so viel Wablmänner, al» er im Kongreß Vertreter bat. E» handelt sich dabei um eine Zahl von etwa 530 Nahlmännern Erst im Januar treten bann die Wahl- männer zum eigentlichen Wahlakt zusammen Dir Stim­men werden bann int Februar in einer feierlichen Sitz»»» im Senat gezählt. Eine Aenderung de« Srimmenergeb- -nisse» ist aber nicht zu erwarten, da die Wablmänner verpllichtet sind, für den Kandidaten, al» dessen Wahlmann sie gewählt wurden einzutrrten.

Zur Wahl stehen vier ÄanMbaten: Für die Republi­kaner Harding, für die Demokraten Toi, für eine neugegründete und hauptsächlich in den amerikansscheu Mittesstaaten Minnesotas entstandene und dort fußende Partei, die fick unabhängig von der sonstigen Partei- maschinerie gemacht hat und den Namen einer Bauern­partei trägt Christiansen, ferner für die Sozia­listen Deeb», der nunmehr schon »um 6 Mal« zum amenkanischeu Präsidenten kandidiert«, viermal ebenso aussichtslos wie jede» Mal zuvor.

In dem ainerikanffcken Wahlkampfe hat die Außen« »olitik im Gruicke eigentlich nur eine Rolle hinsichtlich ber Frage der Stellungnahme zum Völkerbunds gespielt. Viel wichtiger sind für bie Amerikaner jedoch die inner« politische» Angelegenheiten. Unb hier handelt e» sich um einen Kamps mit bet ausgesprochene» Tendenz gegen Wilson unb gegen alle», wo» man in Amerika unter dem Name» Wilsonismu» bezeichnet. Jn»besondere will man sich an dem absolutistischen Wilson rächen. Sinter dieser Aktion stehe» starke und einflußreiche Kreise bet Senat». Hartung hat sich zum Werkzeug diese» Kampfes gemacht. Gerade in Kreisen de» Senat» bat man es

Ei« Vertret«» desLokalanz." gewann au, einer Unterredung mit dem Iustizminister folgen« den Eindruck: Au» all sein«» Aeußerungen ging mit unzweifelhafter Klarh it hervor, daß Herr 6e« vering weder das Kabinett noch auch nur den prea« ßischen Iustizminister vorher vor seinem neuen Er« lasse verständigt hat. Es liegt sehr klar zutage, daß Herr Severing dieQkfa^r Im Verzüge" zu dem Ende konstruiert hat, um einer solchen Füh. lungnahme mit dem Kabinett iiberhobev ;» sein. Der Iustizminister wies.im weiteren Ver­lauf der Unterhaltung auch seinerseits darauf hi«, daß di« (bericht« berufen wären, die Rechtsgül- tigkeit des Severingschen Erlasses nac^uprüfe«.

Amtliches Derkssndlgungsblatl des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

HMtsi bnilill.

wbfs. R e w q o r k. 8. Nov. (Reuter.) Die ein* laufenden Wahlergebnisse weifen darauf hin. daß Harding eine bisher noch nicht dagewesene Mehrheit erzielt hat Er ist sonach gewählt.

Obwohl der republikanische Sieg erwartet wurde, hat doch bie von Harding erziel'« Mehrheit überrascht. "Harding hat jeden Staat der östlichen Seeküst« und nördlich von der NasonDiron-L nie. desgleichen alle Mittel- und Weststaaten für sich gehabt und sogar Gewinne im demokratischen Sü­den erzielt. Ganz Kalifornien fiel den Republi­kanern zu. Der Kongress wird vollkommen repu­blikanisch fein «nd Harding eine -deale Stellung geben, um da» republikanische Parteiprogramm durchzuführen.

Mini!!« etiti MiKn.

Es ist eine seltsame und eigenartige, eben nur im nachrevolutionären Deutschland mögliche, Re« gierungsmassnahme, wenn der Minister des Inne­ren Severing im direkten Gegensatz zu de« Iustizminister Am Zehnhoff die Auslösung der Organisation Escherich für Preussen verfügt. Die Organisation dcs Forstrates Escherich stützt sich auf den Artikel 124 der Verfassung, der dem deut« chen Volke das R e ch t sichert, zu Zwecken, die den Strafgesetzen nicht zuwiderlaufen, Vereine oder Gesellschaften zu bilden. Die Frage, ob die O. E. mit den Strafgesetzen in Widerspruch steht, hat der Iustizminister als der gewiss kompetenteste Seut« teilet durch ein Gutachten dahin entschieden, dass ein Verbot der O. E. n i ch t zu rechtfertigen lei, und zwar auf Grund von Material, das ihm Herr Severing selbst unterbreitet hat. Diese Unterlage« waren nicht sehr umfangreich. Herr Severing und die auf seiner Seite Stehrnden meinen nun, an dem geringen Umfang der Unterlagen habe e» ge­legen, dass der Iustizminister nicht» Belastende» habe feststellen können. Für Unvoreingenommen« bedeutet dagegen dieser geringe Umfang, dass eben Herr Severingnur sehr wenige Unterlagen* hatte, auf die bas Verbot der O. E. zu stützen et vielleicht hoffen durfte. Nun will er dem Justiz« Minister neues Material übermitteln, von dem derVorwärts" sagt, dass esin Hülle und Fülle* zur Verfügung stehe. Man wird sehen, was be Belastendes für die O. E. sich barbietet. Herr Se­verins hätte also a b ro a r t e n müssen, ob bet Iustizminister seine Meinung bann ändert. Wen» Herr Severing das nicht tut. sondern behauptet, ohne Rücksicht auf die S'ellungnahme des Justiz» Ministers sei sofortig s Eingreifen unbedingt ge­boten, so setzt et abermals den Artikel 124 bet Ver­fassung außer Kraft. Denn dieser Artikel bestimmt ausdrücklich, daß bas Recht. Vereine ober Gesell« schäften zu bilden durch Vorbeugungsmaß« regeln nicht beschrankt werden darf. Wahrschein­lich würde derVorwärts" aus dem Häuschen ge­raten. wenn im Parallelfalle die Regierung kom­munistische Organisationen verbieten würde, in bet Annahme, daß die Kommunisten gegebenenfalls Waffengewalt anwenden werden.

Das Votgchen des Ministers des Inneren wird in der Presse feiner politischen Gegner scharf ge« brandmarkt. Der Pressedienst der Deutschen Volks« Partei nennt es einenbrutalen Bruch der ver« sassung aus einer Regung parteipolitischen Hasses*. Es fei selbstverständlich, da mandiesem tollen Treiben bet sozialdemokratischen Machthaber i« der preussischen Regierung" nicht untS'ig zuschaue« dürfe. Die Reichsregietun« habe bie Pflicht, bi« verletzt« Verfassung in ihre Rechte wieder dnju» setzen und Herrn Severing klar zu machen, dass et nichtder Pascha von Preussen" sei. sondern dass er die Pflicht habe, auf Gesetz und Verfassung z« achten. DieDeu'sche Tagesztg" schreibt u. <t: Herr Severing weiss doch wohl, daß all das, was et der Orgesch als Auflösungsgrund anrechnet, bei anderen Organisationen längst gang unb gäbe ist. Der Umstand, dass die Orgesch die Ab­wehr jedes Rechts, oder Linksputsches zum Ziel hat, soll ihr polizeilichen Charakter geben. Dan« eignet dieser Charak'et auch z. B. de» sozialdemo­kratischen Gewerkschaften, die in miebetboU ten öffentlichen Kundgebungen bie Arbeiterschaft auf ben Schutz bet Verfassung in jedem Augenblick verpflichtei haben. Und im weitere» Sinne könnt« damit jede politische Partei getroffen werde«, bie den Schutz der Verfassung in ihren Satzung«« ha." Das Blatt weist ferner darauf hin, daß bet Minister des Inneren Ursache unb 3ßirtu.ig vertausche, wenn er bie O. 6. als das Pri­märe. die Organisation der Linksradikaten «k- Sekundäre hinstell«.

Di« PutfchgerSchte. Me diev. Z. e.von aetfa kicher Stelle erfährt, sind alle Gerüchte über eine» bee vorstehende« Putsch m« recht» oder Unb UAbegrimdach

Sie iitrlthliltn MtzmMn.

Verhandlungen lm Hauptausschuß.

Berlin, 3. Rov. Der Hauptauskchuß bei Reichs- i*e» Ä in bie Besprechung über die Ausiühntng des gtiebe»S»ertrnoe» eingetreten. Reichrschatzminister von Raum er machte vertrauliche Mitteilungen und bean- tagtf. die Kosten für die Besatzungstruppen von 20 auf 10 Millionen zu erhöben. Er führte au»: E» wurden frrtanblungtn mit den maßgebenden Stellen der Be- ^nngsmächte ausgenommen, und e» steht zu hoffe», daß foe Milderung der Befatzungsauote zu erwarten ist. firn dies zu erreichen, sei e» erforderlich, auf eine Her- Webuna der BesatzungSstärke hinzuwirken, ferner die taamisoncn endgültig festzulegen. Der Reichsschadminister gab mehrere Erläuterungen bet außerordentlichen Posten, hir bisher erwachsen seien und noch zu erwarten stehen tarne Forderungen der Besatzungsmächte und das Ab- sshtußergebnis des ersten Halbjahres verlangte» die Er- ßShunq der Kosten.

[ - «6«. Dr. Helsserich (Deutsch»»«.) forderte, da e» «ch um die höchste Position des ganzen Haushalts von 8er 40 Millionen Mark handele, die Anwesenheit des Minitzev» deS Auswärtigen oder seine» Vertreters. Er ftogte, ob es bisher nicht möglich gewesen sei, von ben Okkupationsmächten genaue Zahlen über die Kosten der CRmwfion zu erhalten. Wenn die Angaben des ReichS- sthatzmmisters richtig seien, daß Amerika die Kosten feiner 17000 Mann starken Okkupationsarmee auf täglich 1220000 Dollar beziffert, so feien da» rund 90 Millionen Dapiennark pro Tag ober rund 32 Milliarden Mark im gohr für 17000 Amerikaner. Das fei doch eine vol- |Mete Unmöglichkeit. lAlkfeitige Zustimmung.) Rack l dem heutige» Kurs seien 500 Milliarden Franken an grtnhri* zu zahlen. Es handle sich hier gar nicht mehr Nm sin-»zielte, sondern um astronomische Zahle». MrS heute besetzt fei, gehe weit über die im Wasfen- Mlltandsvertrag erwähnten strategischen Punkte hinan», svir müßten Festhaltung an dem ursprünglichen Sinne

i Abg. Frhr. vLersner (D.Bpt.) forderte eine au»« gebige Erörterung der ganzne Augelegenheit in bet Vollversammlung deS Reichstages.

V i Stostssekretär Walter sprach Über die Requisi­tionen, die eine besondere Härte darstellten.

' i' Abg. Fleischer (Z.1 erwähnte, daß manche Fami« ßtu im besetzten Gebiet durch die Ansiedlung der Fran« tzosen obdachlos gemacht ivorden seien.

1 Bon den Deritschnationalen wurde beantragt, die Heicksregiernng zu ersuchen, mit tunlichster Beschleuni- X jpmg eine Denkschrift vorziilegen über die bisher vom [ Weiche für die Kosten des Hohen Ausschüsse» und die Vnterhaltung der alliierten und assoziierten BesatznngS- jtmppen im Rheinland verausgabten Beträge.

f i Mg. Dr. Breitscheid (U.r.) weist daraus bin, daß I Mr mit 15 Milliarden Mark einen großen Teil der skamösischen Heereslasten tragen müssen.

I i; ASg. Frhr. vLersner (D. Bpt.) beantragt, die e»rn Minister al» erforderlich bezeiÄneten Erhöhungen Pi bewilligen.

Abg. Korell (Dem.) fordert bei der Vielheit der kesssrts die Schaffung einer einheitlichen Stelle in Ber- Ihi für die besetzten Gebiete. Die Schaffung von Luft- 1 fchisshsllen »um Schaden deutschen Ackerboden» sei nner« X kägkick.

[ Abg. Gebhart (D. Bpt.) forderte die Schaffung Mer Rrichsstelle für da» besetzte Gebiet.

Staatssekretär W a 11 e r: Cs ist bamit $u rechnen, daß Vai») am längsten die Besatzung zu tragen haben totrb.

I 1 Staatssekretär Lewalb berichtet über seine Unter« harckluna betreffend die Höhe der Besatzungstruppen.

Reichsschatzminister v Saemer erwidert auf die Au»- Wrungen des 9TLg. Dr. Helfferich, daß die bean­tragte Erhöhung nichr abznsetzen ist. da es sich um Aus- jeabtn handle, zn deren Tragung wir nach dem Rhein« Kubcbfemmtn verpflichtet sind.

Der Antrag der Denffchnationalen auf Borlage einer r idenkfchrifi wurde einstimmig aneenemmen, nachdem die l Nogierung sich bereit erklärt hatte, dem Anträge nötigen« käs entsprechen.

fHlanÜMVA |T«t gtnzetaenprrts beträgt ftr Me »gef». steile 7» Pta. Wt «astlbtaa, eetlt*«

»(OrOttvn linb anevatti«e 1.- «t., Rtflaeeieiie S.00 $tL Jever Mafcati «fit «le Fanekatt.

Sei «uitenft »ur» Me GeschSlleftelle an» Sermittlnng ver ««gefcete 7V Pf,. San» vergediihr. Bet Beträge« unter 20 Mk. müfie« eit da, P-rt, fit Me Xe*««M berechnen. Poftichecktonw: Ät. 5016 «et strantwr« «. Main.

Nach einer Bekanntmachung bet Reichseifen- bahnverMaltung treten bie neuen Eisenbahngüter­tarife am 1. Dezember in Kraf. Die neuen Tarife bringen eine Reihe von Frachtermäßigungen, ba- neben aber auch Tariferhöhungen. Im Tarif­verkehr wird mit Ausnahme von lebendem Ge­flügel bie Fracht nut noch nach Stiickfatz berechnet.

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Das Arbeitsprogramm des Reichs­tages.

Im Reichstage hat man die Verteilung der parlamentarischen Arbeiten für bie nächsten Wo­chen wie folgt vorgenommen: Die politische Aus­sprache wird in dieser Woche noch zu Ende geführt Die ganz« nächst« Wach« soll von Sitzungen des Plenums freibleiben, nm dem Reichshaushalts- ausfchuß Gelegenheit z» geben, den Haushalt f»- eeit vorzubereiten, dass bie Vollversammlung übet genügenden Stoff verfügt. Die Regierung beab­sichtigt. sofort bei Beginn der zweiten Lesung des Haushalt, durch den Mund des Reichswirtfchafis- Ministers Scholz ein umfassendes Wirt­schaftsprogramm »erkunden zu lassen Dieses Programm dürft« ausserordentlich wichtige und in unfere gesamtwirtschaftlichen Verhältn'.ssr tief einschneidende Neuerungen bringen. Dieser wirtschaftlichen Seite d^r Reichspolitik wird sich ohnehin das politische Interesse der nächsten Zei' in erhöhtem Masse zuwenden müssen, zumal die Neuordnung der Dinge in innigem Zusammenhang mit der Finanzpolittk dc, Reiche, steht.

ITIe Ov»rh«!Mch» 3ett«aa" erfWtiwf fe*»wal e5*ewt!i*. «yageptei« aienatM4 4 WtL 4.10 Wt. «N^ak B mitOberb. Spori-sttg." 1 Mk. mtbt.

«er infolge Streit, -der SretzaMe ket» $*)««.-

Serlaa oo-Dr. «.»ttzefPth. - Druck »er U»io..«»<vvrackeret »M Sah. lag. Xe*. Marti 21'23. -emlorecker 54.

Berlin, 3 Rov. Rach amtlicher Mitteilung beträgt die gesamte Haushaltsanforderung des Reichsschatzministerium, für die Besatzungs'rupprn fa den Rheinlanden einschliesslich der Kosten für tat« interalliierte Rheinlaubkommission 15 721 [ Millionen Mark.

I " tob. Mainz, 3. Rov. Der anläßlich her Berbaftunx t Br. Lortens seinerzeit seine» AmteS als Remernngs- präsckent in Wiesbaden entsetzte Dr. M o m m ist von der Rheiulandkommission in sein früheres Amt wieder ein« «efeN warben, da sich ergeben hat, daß er der Verhaftung Br. Dorten» vollkommen fern stank

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Die Einziehung des Reichs- Notopfers.

f Beilin, 3. Rov. Das angekündigte Mrt- isthastsprogramm der Reichsregierung ist vom Wirt­schaftsausschuß des Reichskabinett, fertig gestellt. 6, enthalt fest umrissene Pläne in der Ernäh­rung». und Verkehrspolitik. Der Gedanke der - Mrichrsirlfchaftsbank ist in dem Programm fallen

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