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Amtliches Derkündkgungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen
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Marburg
M ftr-1 4 ®tL bur* bt^Poft 4.20 Mk. «»»gäbe B mit „Dbetb. 6p«tt-Ztg.» 1 Mk. mehr.— »rarourg
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Markt 21/23. — gtrelpretbet 55. (Rrtclintg.)
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Die Mietgebühr sei niedrig be
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Die Gebranchsmöbel seien nach
^iss. | Ntlbet: Heute fand ein Ministerrat statt, der sich Mit der neuen (Ententenote zur .Auflösung der
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Stadt übernommen sei. Taxe verkauft worden.
Ter Antrag Mumm-Lr. Helfferich in Sachen der Lrsitwagc» wtrd einmütig angenommen, , --------
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einschließlich der Krieg rasest schalten — wesentlich ruschränlen, 8 dem NeickStage ein Verzeichnis der 1. Oktober 1919 und der am 1. Oktober 1920 Reichskostrn »nterbastenen Krastwa-en, einschließlich der AriegSgesellschasten. vorzulegen."
Abg. Mumm bemerkt: Erwünscht wäre, da?
flttnf der Kasseler Schloßmobek durch Süeidemann en4getkärt und der gegen b*n früheren Reickrfinanrminister Erzberger ersehene Vorwurf der Steuerdefraudatio- nen »ntenncht und da? Ergebnis im einzelnen dem Ileicht- tage vorgelegt werde.
Abg. Richter f$. vpt.) fordert eveusall» Einschränkung der Dienstkrastwagen. e
Abg. Dr. Roesicke (Deutschnatl.) erklärte, von einer Korruption könne man bi er nicht sprechen. Schuld tragen die gesamten Verhältnisse, wie sie sich im lVegensad zur kaiserlichen Regierung nach der Revolution im Reiche herausgeiildct haben.
Abg. Schmidt (26$.): Er sei für größte Svarsam- keit und habe für sich in Weimar kein Auto gebraucht Allerdings habe sich Herrn v. TilluS Ant» gut bezahl! gemacht. Durch seine Unermüdlichkeit sei 130000 Menschen Arbeit »erschafft worden.
Reichzfinanzminister Tr. Wirth teilte auf Anfrage Mumm» mit, daß eine Nachprüfung der Stenererklärun- aen ErzbergerS i m G a ng e sei. Die Prüfung werde wohl in dieser Woche abgeschlossen und daS Ergebnis der Ocf- sentlichkeit mitgeteilt wreden.
Abg. Hoch (Soz.l hält die leihweise Abgabe der Möbel auS dem Kasseler Schloß an Oberbürgermeister Scheide
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Die Forderung der Verbündeten auf Auslösung der K Einwohnerwehren.
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nische Pressedienst wurden geschlossen.
Einsatz von Reichswehr an der litanischeu Grenz-, mb. Königsberg i. Pr., 2. Noo. Vom Oder« präfibentcn in Königsberg wird mitßeteilt: Cb« wohl an bet Grenze nach Litauen seit dem 16. CI« tobet keine erfolgreichen Ih bertritte fcftgrft U worbe» tzud, har der Cberprasident .Stehr bet b«^
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s vb. München, 2. Nov. Tie „Munch. Ztg." Melbet: Heute fand ein Ministerrat statt, der sich
Oberschlefien.
Die Autonomie.
Wie das „Verl. lag^M.“ mitteilt, befaßte sich das preußische Kabinett u. a. mit bet Frage bet oberschlcsifchrn Autonomie. Es sei ein Beschluß gefaßt worden, bet sich mit bet Entscheidung l :r Reichsregietung, Oberschlesien durch Reichsg setz die Stellung eine» selbständigen Staates zu gewähren, deckt.
fünf Armeen da» Heer Wrangel» von allen Seiten zermalmen und daß da» Schicksal der Hauptstreit- kräfte Wrangel, entschieden sei.
H a a g, 8. Rov. Die holländische Presse äußert übcTclnftimmenb die Ansicht, daß eine völlige Vernich ung de, Wrangel-Heeres vorliege. Rur wenige optimistische Blätter weifen darauf hin, daß es Wrangel immerhin bei seinem Rückzug gelun. gen sei, einen gewissen Teil seines Heeres zu retten.
Zu dem Vorstoß des Ministers des Innern Benering erklärte eine führende Persönlichkeit der ivrganisation Escherich einem Mitarbeiter des
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Breslau, L Rov. Do« den sieben Hundertschaften der neuen A bst i m m u ngspo (t je I, die der Sruppe Kattowttz unterstehen, sind Me stührer von fünf Hundertschaften Kroßpolen. Don insgesamt 21 Offizieren find dort nur neun Deutsche. Don den Unterbeamten find meist nut weniger al» die Hälfte Deutsche.
Da da» polnisch« Abstimmungskommissariat dem mit der Interalliierten Kommtsston in Oberschlesien abgeschlossenen Vertrage auf Lieferung von 1 Million Zentner Kartoffeln au» Polen nicht nachgekommen ist. ist Oberschleflen. zurzeit ebne Kartoffeln. J« vorigen Monat hatte die deutsche Regierung die von ihr versprochene Menge ohne weitere» geliefert. Die bisher von den Polen glücklich bereingefommenen 50 000 Zentner waren jedoch für die menschliche Ernährung überhaupt nicht zu gebrauchen. Nur die Oberschicht mar mit Speis-kartoffeln bedeckt, darunter lagen Futterkarteffeln und andere«.
wb. Roseuberg (DberftbL), 2. Rov. Heute nachmittag wurden tu einem Gasthaus ein LandiSgek aus Rosenberg und ein Lehrer am Bierti'ch hinterrücks erschossen. Die Täter find noch nicht ermittelt. Der Landjäger hatte einige Verhaftungen vorgenommen.
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Dos 5rn!ttrjt(wl5 In $rttiti.
Höherer Ertrag al» 1919. — vermehrter Kartoffel nubau.
wb. Berlin. 2. Rov. Die Ermittelungen des preußischen statistischen Landesamte» ergaben, daß die Anbaufläche für Kartoffeln entgegen den vorläufigen Mitteilungen in dieftrn Wirtschaft? jahr in Preußen in erheblichem Umfange gestie gen ist. Sie beträgt 1920 nach den Feststellung^ l (35 390 Hektar, während sie im Vorjahre nu 1 344 091 Hektar betrug. Mithin liegt eine Ver mehrung der Anbaufläche um beinahe 25 Prozent vor, die ohne Zweifel auf die der Landwirtschaft im Frühjahr durch die Verordnung vom 13. März - besprochenen Mindestpreise zurück,n- führc» t. Die Verordnung erreicht mithin in Preußen den gewünsch'en Zweck und veranlaßte die Landwirtschaft zu einer erheblichen Anbauvermehrung. Au» den übrigen Reichsteilen liegen bestimmte Nachrichten noch nicht vor. doch ist voraussichtlich auch dort mit einer Vermehrung des Anbaues zu rechnen. Desgleichen ist nach den Feststellungen der Saatenstaodsberichterstatter der Ernteertrag 1920 auf den Hektar erheblich höher als 1919. Rach den Berich en der Saatenstandsberichterstatter stieg er gegenüber dem Vorjahre um 14,1 Doppelzentner auf den Hektar. Entsprechend diesen höheren Hek arerträg n in Verbindung mit der Anbauflächenzunahme erfuhr auch die ©efomterntemenge eine erheblich? Steigerung und übersteigt die vorjährige Twenge um 37,13 Prozent. Während bet ffiefam'ernte?rtrag im Vorjahre in Preußen 149 024 033 Toppehen' n-t betrug, beläuft er sich 1920 aus 204 359 465 Doppelzentner. Das Ernteergebnis kann al» durchaus befriedigend bezeichnet werden und gibt. zu. mal die Ernt? in der Hauptrache vor Eintreten der Frostes geborgen wat, zu Desotgnisien keine Veranlassung. Zu Angstkäufen liegt für das Publikum kein Erund vor. Sofern der aug-nblickli he Frost bald aufhört und den weiteren Abtransport der Kartoffeln gestattet, darf damit gerechnet werden, daß die Wintrrversorgung der Kar'ofseln im allgemeinen sich erheblich besser als 1919 voll»- zieht. Voraussetzung dafür bleibt, daß die Eisenbahner sich jedes Eingriffe» in die Transporte enthalten. . •
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Die „Wiedergutmachungs"-Frage.
Brüssel und Senf.
wb. Pari», 2. Rov. Wie aus amtlicher Duelle verlautet, sind noch keine endgültigen Entscheidungen über die Wiedergutmachungsfrage getroffen worden. Die Verhandlungen zwischen London und Paris werden fortg setzt. Es scheint aber, daß in kürzester Frist wahrscheinlich in Brüssel eine Zusammenkunft zwischen den Sachverständi- gen des Wiedergutmachungsausschusses und den deutschen Ver'retern stattfinden wird. Sobald diese Sachoerständigenkonferenz ihre Entschlüsie tilge« trilt hat, wird wahrscheinlich in Genf eine ähnliche Konferenz wie in Spaa stattfinden.
Bei einer Besprechung dieser Angelegenheit schreibt das „Journal" zum Schlüsse: Diese neue Konferenz besagt nich's, wenn sie nicht sagen will, daß England seinen Standpunkt energisch vertritt Alle anderen Fragen find von untergeordneter Bedeutung und es interessiert lediglich, ob die Verbündeten bereit sind, eine praktische Lösung zu suchen und diese Deu'schland aufzuzwingen. Alle anderen Methoden würden zu einer Enttäuschung führen.
E» bleibt bei 810 001 Milchkühen.
wb. Paris, 2. Nov. Die Nachricht Berliner Blätter, die Westmächte hätten ihre Forderung auf Rückerstattung von Milchkühen auf die Hälfte, also um 400 000 Silick vermindert, wird von „Journal des Dubais" als falsch bezeichnet. Es sei in Berlin keinerlei Mitteilung dieser Ar* gemacht worden. Die verlangte Zahl von Milchkühen sei nicht herabgesetzt worben.
Die Oktober-Lieferungen erfüllt.
Berlin, 2. Nov. Wie die Blätter vernehmen, ist da» Spaa-Abkommen für den Monat Oktober voll erfüllt worden.
Die Wertschätzung der deutschen Offiziere im Ausland.
Dor dem Kriege weilte eine den sche Militärabordnung unter dem damaligen Oberst K u n d t in Bolivien, um das bolivianische Heer zu reorganisieren. Kundt, der am Weltkriege teilgenommen hat, ist nach Bolivien zurückgekehrt und dort festlich empfangen worden. Ein Bttef aus La Paz von Ende August an die „Deutsche Zeitung" in Chile berichtet darüber: „Seit etwa zehn Tagen weil: hier der verdiente Organisator des bolivianischen Heeres (Beneral Kundt. Er war (Gegenstand großer Sympathiebezeugungen, denn er ist im ganzen Lande beliebt wie wenige. Die Regierung wird seine Dienste in Anspruch nehmen, wenn auch fürs erste nicht für den aktiven Heeresdienst. In der Bevölkerung von ganz Bolivien herrscht der Wunsch, daß der verdiente General, der im Weltkriege sich ausgezeichnet hat, sich dauernd im Lande niederlassen möge. Sein Empfang in allen Städten des Landes, die er bei feiner Reife berührte, bezeugte seine allgemeine Beliebtheit in allen 'Vollskreisen."
In Deutschland beschimpft man die deutschen Ofsizere, deren Blutopfer im Weltkrieg prozentual größer waren al» die der Mannschaften und Unter» Offiziere, weiter in Parlament und Presse.
wb. S e 11 i n, 2. Rov. Wie verlautet, werbe* ... Brcmberg neuerdings eine große Anzahl her« vorragender deutscher P rsönlichkeilen verhafa t e t. Die Deutsche Volksbank und der dculsch po!«
Frankreich.
wb. Paris, 9.Rov. Ter Nationalrat bet fran- töstichea Bergarbeiter ist hier iufammengetreten, um über die Lodnsrage »u verbandeln. Tie franzöiücken Berg- arbeiter verlangen für alle Arbeitergruppen einen rünfsach höheren Lohn al» er 1913 bezahlt wurde. Sie verlangen, daß die Frage bt» zum 12. November geregelt werde. Tn Antworten der Erubenbesi-er laute» im großen und ganten ablehnend.
Str Smnk! cts« WM.
• Das Gutachten des Justizministers und 'm« Mm Minister des Innern verfügte verbot.
Das Gutachten des preußischen Zustizmini'ters, er auf Anfordern der Staatsregierung am 11. Oktober über die Organisat'on Escherich ersta'tel p hat, führt aus, daß die Organisation nicht den §§ 127 und 128 R -St.-E.-B. widerspricht, da von einer Bewaffnung der Mitglieder in den Satzungen nicht die Rede sei. Auch das tatsächliche Verhalten der Vereinsmitglieder ergebe nicht einen Widerspruch gegen diese Vorschriften. Es sei weder «wiesen, daß die Organisation Escherich bewaffnet eufgetteten fei, noch daß Waffen in ihrem Zesitz seien. Eine etwaige Befürchtung, daß sie sich künftig bewaffnen und bei gegebener Gelegenheit einen bewaffneten Haufen bilden könnte, könne die Auflösung nicht rechtfertigen, da nach der Reichsver- safsung das Vereinigungsrecht durch Vorbeugungsmaßnahmen nicht beschränkt werden dürfe. Die ,D. E. widerspreche auch nicht der Verordnung »m 30. Mai 1920, die den Zusammenschluß von Verbänden „militärischer oder polizeilicher Art" verbietet. Auch die Verordnung übet die Auf- ßfung der unter amtlicher Mitwirkung eingerichte- iten Einwohnerwehren treffe nichtdie Orgesch. da sie eine rein private Vereinigung fei. Er hebt allerdings hervor, daß ihm für die Beurteilung des tatsächlichen Wirkens der O. E. nur sehr wenige lln- tlElagen mi"geteilt sind, und stellt dem Minister des Innern anhe'm, im weiteres belastendes Material zu übermitteln. Wenn einzelne örtliche Organisationen sich mit den Strafgesetzen in Widerspruch stellten ober einzelne Mitglieder gegen die Strafgesetze verstießen, könnten die örtlichen Organisationen aufgelöst und die Mitglieder bestraft werden. Dadurch werde aber die Frage, ob der Verein O. E. als solcher aufgelöst oder verboten werden könne, nicht berührt.
Den Widerspruch zwischen dem Gutachten des Iustizministers und dem von dem Minister des Inneren verfügte Verbot sucht letzterer dadurch abzuschwächen, daß er erklärt, die Stellungnahme des Austizministers sei ja noch nicht endgültig. Seiner eigenen Anregung entsprechend werde er ihm das r »eitere, noch in der Sammlung begriffene Ma terial über das Wirken der O. E. zur erneuten Prüfung übermitteln. Ohne Rücksicht darauf aber sti sofortiges Eingreifen, wenn nicht schweres iUnglück eintreten solle, unbedingt geboten.
fr Weiter gibt die Reichsregierung ihren Beschluß bekannt, den sie. am 23. 8. über die O. E. gefaßt hat. Der Beschluß lautet:
p „Das Reichskabinett befaßte sich mit der Behandlung der Organisation Escherich. Die Reichs-. tegierung war einmütig der Ansicht, daß dieser Organisation keine Ausnahmebehandlung zu gewähren sei und der Reichskommisiar für Entwaff »ung sie schon mit Rücksicht auf den Friedensvertrag die Abmachungen von Spaa nicht anders zu
Polen.
Die „Gleichberechttgvag" der Deutsche«.
SMiiiO o)k Smitluni?
wb. Paris, 2. Rov. Rach einem Conder- bericht aus Konstantinopel haben die Roten Truppen in S arte von 140 000 Mann die Truppen des Generals Wrangel angegriffen, die sich in Ordnung auf Perikop zurückziehen. Der Rückzug soll morgen beendet fein. Eine Wrangelsche Division erlitt große Verluste.
wb. L o n b o n, 2. Rov. Einer drahtlosen Meldung aus Moskau zufolge gab Trotzki bekannt, daß
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ibehandeln habe, als andere Staatsbürger. Zu irm 'Verbot der Organisation Escherich durch die preu- ißische Regierung Stellung zu nehmen, tag bei dem Meralistischen Charakter des Reiches für die .Reichsregierung f r in Anlaß vor, da die Handhabung des Vereins- und Versammlungsrech es !ht den Händen der Länder liegt. Den Beteiligten ^steht es frei, übet die Rechtmäßigkeit des Ve-bo's jtzerichtliche oder verwaltungsgerichtliche Entschei. E^Oung hcrbeizuführen."
1 M Entgegnung der Organisation Escherich.
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Der Fall Herme». — Minister einst und setzt. — — Nachprüfung der EteuerklSrung Erzderger».
Berlin, 2.Rov. Drr H?uvtaussckufi de» Reichstages bebanbette heute die Angelegen beit HermeS Staatssekretär Dr. P>ubet berichtete über den Fall Augustin, an dessen Erledigung er wesentlich beteiligt fei, eine Bestechung sei nicht erwi-sen. da nichi 'estgestellt sei, daß Augustin von der Geichenkannobm' feiner gran etwas gewußt habe. Er sei der Ansicht, das das eingelcitete Strafverfahren mit Freisprechung enden werde.
Reichsminister Herme» teilte auf sorialdemokmti'sche Anfrage mit, daß die ReichSstelle für Gemüse lOber- regieriingsrat v. T i 11 u) zwei AutoS, ohne Borwissen deS ReichSsckadministet» hinsichtlich de- zweiten AutoS in Betrieb habe.
Abg. Buklage (Str.) gab der Heberjeununa AuS druck, bafj mit zu schweren Geschützen geschossen worden sei. Immerhin sei die Sache staatsrechtlich nicht in Ordnung.
Abg. Dr. Helfferich (Deutschnatl.) beklagt di- Verstösse gegen die Sparsamkeit. Ein Auto im Preise von 280 000 Mark im staatlichen Verkehr überschreite unter allen Umständen weit den Bedarf. In der Sei* vor dem Krieg«, «IS noch die alte Sparsamkeit herrschte, hatte nur der Kanzler einen Zweispänner, der Minister des Heitreren einen Einspänner alle anderen Minister gingen zu stsufi ober nahm'-!: eine Droschke oder zahlten selbst, wenn sie fuhren. Jetzt braucht jede? Ministerium für sich ein Auto, was jährlich 80 bis 90 000 Mark Unterhaltunatzko^en ausmacht, d. b 300 Mark für den Arbeitstag. In Weimar hatte jeder Minister sein Auto, und die Entsernunarn waren dort wirklich nicht groß. Man hätte gegen Augustin ein Disziplinarverfahren einleiten müssen in s-inem Interesse, im Interesse bei Amtes und im Interesse der Staats- autcritär.
Die Teutschnationalen Mumm, Dr. Helfferich, Krüger- Hovenrabe und Dr. Noes'cke bringen folgende Entschließung ein: „Die Neichsregierung wird aufeeforbert, 1. die Zahl der auf Reichskosten unterhaltenen Krostwaaen —
Der »»„lAenprrl, bettigt f«t bte Bgtlp. Zelle 75 Vfi. nnb ist, tetH*. I -- w «
«nb ««'»-rttge 1.- 9tt, Jteft.meidk » So Kt. Ä.b«n «ilt .l. ?«r.«b«r, 55 Set «aetunft bet* bte Ke|*äft«ftette en» Bermttttieg bet 1etebete 71 »t» £««. | •»' bergebützt. — Set Settäeen eiter 20 Mk mflijee ett ba» Sette tüt bte Xeteeee« derechnea. — SeUI*etftente: St. 5015 Seit Rtaehett «. Mete.
jfcSerl. Lok.-Anzeiqers": Der Erlaß de, preußischen Innenministers ist als reine Parteimache Mzufprechsn. Der Minister kann sich auf kein Tat- -ftchenmaterial stützen, da es solches nicht gibt Hätte er solches Material, so würbe er es sicherlich fingst veröffentlicht haben. Die Behauptung der jEefahr eines Rechtsputfches durch die Organisation -Escherich ist völlig aus der Lust gegriffen, dagegen Hegen recht bcdrnkliche Nachrichten vor, daß dir Links-Putschisten für solche Absichten wohl organisiert find. Die Organisation Escherich ist bekanntermaßen keine Rechts-Organisation, sondern sie setz! sich au» Mitgliedern aller Parteien zusammen bi« denkt nicht daran, auf den rechtwidrigen Er- !«b etwas zu tun. Macht Herr Severing Ernst, ^Mssiann werben die Gerichte sprechen müssen.
Einwohnerwehren befaßte. Wie da» Blatt bemerkt, ist in bet Angelegenheit der Einwohnerwehren die Haltung der Regierung bekannt und hinreichend festgelegt. Es ist nicht ausgeschlosien. daß Ministerpräsident Dr. v. Kahr in den nächsten Tagen im Zusammenhang mit bet Note zur Frage bet Einwohnerwehren nach Berlin reisen wird.
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