Amtliches Derksindigringsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
(RefceXting.)
Die wankende Rateherrschaft
errauit^
len
en.
Litauer haben
>'
Litauer zu um- in der Richtung
firtts oder von recht» kommt." Siehe Kopp-Putsch.) Was hat dem Kapp-Putsch zu tun? Ich Verständnis haben sollte für und wir werden an» deshalb
(Zuruf von den Eaz.: denn der Forstrat mit glaube, daß man »tM seinen Grundgedanken, an irgendwelchen An
den. um den linken Flügel der Zingeln. Der Hauptangriff wird Kowno erwartet.
wb. Kowno. 1. Roo. Die
nb#_
■Tipiln!^ rpanb
Mer bitte, deutscher Leser, nun nicht gleich auf die siebevolle Hilf« Englands gegen die Sklavenherrschaft hrmkreichS hoffen!
taube, i ofj» unb fb.isail » $ir.
17.50 «l KOI!.
tische, lach,.
trüt) M Ichaplatz,
Die polnisch-litauischen Kämpfe.
Kowno, 1. Nov. Die Polen haben ihre Angriffe auf die litauische Front enrut und sie durchbrochen. Auf litauischer Seite fürchtet man, daß die Polen ein weiteres Vordringen versuchen wer.
mos
«pariert
Deutsch-polnischeErenzzwischenfälle
Marienwerder, 1. Rov. Am 28. Oktober nachmittags überschritten bei Garns:« zwei polnische Soldaten au, Kongreßpolen die deutsche Grenze. Ein deutscher Beamter der Erenzpo'izei fordert« sie auf. die Waffen abzuliefern und erklärte sie für verhaftet. Di« Polen lieferten die Waffen nicht ab. sondern machten fie s ch u ß f e r • t i g. Infolgedessen griff der Beamte der Grenzpolizei zu seinem Revolver und schoß in der Rot- wehr auf die polnischen Soldaten. Einer erhielt einen Herzschub und war sofort tot. Der andere wurde schwer verwundet. Am Tage vorher wurde ein Deutscher, der di« Grenze passiert hatte, von einem polnischen Soldaten, der ihn einige Minuten vorher über die Grenze gelassen hatte, erschossen.
f.) .
Mitt, li
Die Erenzübertritte nach Litauen.
wb Königsberg, I.Nov. Di« wiederholt angelt eilten Ermittelungen über den Ucbergang von Deutschen über di« litauische Grenze wurden geilem abgeschlossen und ergaben folgendes: Am 14. Oktober ging eine Baud« von 120 Mann ehemaliger aufgelöster freiwilliger Polizei- truppen bei Groß-Sodehnen, einem unbedeutenden Grenz- Übergang, über die Grenze. Die Leute stiegen, mit der Bahn von Goldap gekommen, in Pillupönen an- und begaben sich angeblich zu den Wegebauten an die Grenze Der Versuch der beiden Grenzpolizeibeamten, den Heber- tritt zu verhindern, war vergeblich. Ferner trat am 13. Oktober nacht- eine Vande von 300 Mann mit brem Führer, vermutlich dem Oberleutnant Dietz, bei Eznaagem über die Grenze unter Mitsührung von zwei Gepäckwagen. Schließlich folate am 16. Oktober der Versuch von 60 Mann unter dem früheren Leutnant Svmanz« k, ebenfalls einem Angehörigen der ehemaligen Tolizeitruvve, bei Eydtkubnen über di« Grenze zu kommen. Der Führer und mehrere Leute von der Jandesgrenze wurden festgenommen, der größte keil zurückgeschickt, während ein kleinerer Teil enttarn. Außerdem find Einzelübertritte über die Grenze bis znm 16 Oktober von etwa 300 Mann nachträglich sestgestellt worden. Seit der Verstärkung deS Grenzschutzes durch zwei Hundertschaften der Sipo am 16. Oktober sind keinerlei Grenzübertritt« m<-br gemeldet worden. Einzelübertritte in ganz geringem Nm'ange über die Grenze sind möglich, da die Grenze stellenweise wegen ausgedehnter Wälder sehr unübersichtlich ist. AlleS in allem zus.rmmengefaß! sind nicht mehr alS .1000 Mann übergetreten. Alle anderen Zahlen sind unrichtig. Militärische Ausrüstungen und Bewaffnung wurden nicht festgestellt, insbesondere keinerlei Gewehre, Maschinengewehre oder schwere Waffen Pistolenausrüstung in geringem Umfang ist möglich. Reguläre Verbände jeder Art. gzich Orts- und Grenzwehren, waren gänzlich unbeteiligt. Die litauische Regierung bat am 29. Oktober zwölf Heber- getretene nach Evdtkul'nen zurückgeschickt. Diese werben im Inicrniertenlager festgehalten und vernommen. Am 30. Oktober wurden acht Mann bei dem Versuch fifttrju- treten festgenommen, darunter drei, die zu den Bolschewisten wollten.
ifkriJtl. kift teiurlAi 715 tnbttrg.
Jlf f» HnrnSen.—B Rtnlioe üin Wonof
Die Meldungen über gegen di« Herrschaft der Bolschewisten sich richtend« Unruhen und M u'e- reien in Ruhland werden immer erneut bestätigt sodah an ihrer Richtigkeit kaum noch gezweifelt werden kann. Heute meldet da, Wolfs-Büro darüber:
wb. Helsingfor», 1.Nov. Man bestätigt, daß in Moskau schwere Unrubrn ausgebrochen sind. Mehrere rot« Regimenter sollen gemeutert haben. Die Regierung in Moskau mußte au» Petersburg Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung brrbeirufrn
Zu der inneren Gärung kommt noch die von der Südfront drohende Gefahr, wo Gen ral Wrangel in letzter Zeit erhebliche Erfolg« erzielt hat. Es ist erklärlich, daß sich Trotzki nach Einstellung der Feindseligkeiten an der polnischen Front jetzt mit verstärkten Kräften gegen Wrangel wendet. Es soll eine neue Offensive unternommen werden und Wrangel zum Rückzug gezwungen worden sein:
tob. Konstant! nobel, 1.Nov. Di« Bolschewisten haben aus der ganzen Front die Offensive ausgenommen Die Truppen Wrangel» müssen sich zurückziehen; sie haben Berdjansk und Alexandrowsk geräumt.
Bestätigung bleibt abzuwarten.
Amerika.
Di« Präsidentschaftswahlen.
gestern früh im Gegenangriff Podselvi Wydsen schki zurückerobert und in hartnäckigen Kämpfen den Feind zurückgedrängt. Ein polnischer Flieger hat gestern über Wilkomir Bomben abgeworfen. Er wurde mit Maschinengewehren beschoffen. 11 Zivilisten find tot. 13 schwer, viele leicht verl tzt. Das Militär hatte keine Verluste. Es wurde «in Kriegsrat von 4 Mitgliedern gebildet.
Di« Abstimmungskomödi«.
wb. Paris, 1 Rov. Rach einet Meldung des „New Pork Herald" aus Warschau soll die polnische Regierung die vom Völkerbund vorgeschlagene Volksabstimmung zur Regelung der territorialen Streitigkeiten zwischen Pol«n und Litauen angenommen haben.
rt err ng. i
Cee.___
i[fen
Laste» hl. L» idjäfteft. 9. üütf
t> Jahr» efannt» lecolle» bis Stz f, cu4 Snbar.g r ernst» in mög» ts caf gesandt bOO a»
bS567 wünscht ilt di» en un» n. SK rau at eilige«, gönne«'
r Axt er DaeeeL lei 5181
Ftagen, eine bisher noch nicht erreichte Zahl. Nach einem. Telegramm der „Krmzzeitung" dürften die deutschen Atomen geteilt sein, nachdem in den letzten Tagen noch
Parteien energische Anstrengungen machen, fit für
griffen gegenüber bleiern Manne nicht beteiligen. Wtt haben durchaus Verständnis für das Merk, was et im. Bayern geschaffen und bi, heute aufrecht erhalten bat Mir werden uns auch dagegen mehren, daß eine Organisation, die nickt gegen die Gesetze verstößt, vom preußischen Ministerium des Innern verboten wird. Ich möchte bitten, daß der preußische Minister be» Innern die Säte bat, da» Gutachten «• veröffentlichen. da» der preußische I u st i r »• r- • ft e r auf Anfordern des preußischen Gtaatsminifi w«n. «*»r die Organffation kscherick erstattet bat. In bie|em Gutachten kommt der preußische Iustizmlnister zu dem Ergebnis. daß keinerlei Handhabe gegeben ist, diese Organisation, die durchaus auf dem Vode« der Gesetze und der Verfalsung steht, zu ver» bieten. Deshalb find auch die Redeverbote in Breslau und die Verbote dieser Organffation durchaus ungesetzlich und müssen meiner Meinung nach rektifiziert werden.
Der Rinkfier de» Innern verfügt Auflösung der Organffation Escher ich.
wb. Berlin, 1. Nov. Der Minister des Innern S e v « r i n g hat einen Erlaß an die Oberpräsidenten, Regierungspräsidenten und Polizeipräsidenten betaue« gegeben, in dem et sie ersucht, sämtlich« zur Organisation Escherich gebärenden oder mit ihr verbundenen und auf gleichen Boden stehenden Beteine gemäß | X des Reichsvereinsges-tze« auiznlöfen. insbesondere alle Betsammlungen zu verbieten und zu verhindern sowie in der gebotenen Weife gegen Zeitung» anzeigen, Aufrufe und bergt vorzugeben. da die Organisation Elckerick einerseits eine immer wachsend« Gefahr für die öffentliche Ruh« und Ordnung darstell» und die Allgemeinbett zum Ungehorsam gegen die Staatsregierung aaflerbere, andererseits durch ihr» Agitation ben Zusammenschluß bet auf entgegengesetztem Boden stehenden Rreife bet Bevölkerung Hervorrufe. Schließlich verstoße bet Berdanb gegen bi« Be» sügung de» Staatsministerium» die Auflösung der Einwohnerwehren betreffend, da et al» «in« Umgebung dieser Einwohnerwehren anzuleoen und demgemäß mit dem Versailler Friedensvertrog nicht la Einklang zn bringen fei. Selbstverständlich lei in derselben Weis» wie gegen di« Organisation E'ckerlch auch gegen all» auf entgegengesetztem Boden stehenden Bet» bände und USereintgngcn sowie deren VeröifentlichungeU vorzugehen.
Der preußisch« Iustizminister ist also der Mei« nung, dah die Organisation Escherich auf dem Bo» ben der Gesetze und der Petsaffung steht und baß also keine Handhab« zu dem Verbot der <?rganU saiion gegeben ist, der Minister des I vetz»
troZdem^rr Luflofung. - - ■*
»Berlin, 1. Nov. Nach Meldung krtoifbenfr Blät- F ans Newyork sind für die morgen beg-nuenden Wahlen Amerika 30 Millionen wahlberechtigte Stimmen ein-
in tet leienu*' bM*,’
Der Kampf der Iren.
wb. London, 1. Nov. (Reuter.) Amtlich wird aus Dublin gemeldet: Gestern abend wurden tsf Polizei und Milffar in Irland 14 Angriffe iwsgeführt. Sechs Polizisten wurden ermordet, 8 berroundet; ferner wurden 2 Militärperfonen ver- »irndet.
wb. R o t t r r d a m, 1. Rov. „N. Rott. Tour." Meldet aus London: Der 19jährige Student der Medizin, der in Dublin wegen Teilnahme an ^nem Angriff auf die Polizei zum Tode verurteilt borden ist, wurde heute vormittag gehängt.
sieht in ihm einen neuen Märtyrer für "t irische Sache. Gestern abend hatten Tausende
seinem Gefängnis gebetet.
Griechenland.
Verzicht König Konstantin,?
Basel, 1. Rov. „Petit Parifien" meldet: Prinz Paul befindet sich auf der Reise nach Athen. Er wird angeblich der Regierung pcrsön. lich ein Handschreiben seines Vaters, des Exkönigs Konstantin überreichen, worin dieser den endgültigen Verzicht auf den Thron ausspricht.
lei.
I. m.
öbel
8m ilt Drionihlloi Slttriä.
Dee preußische Instlzminlster gegen da» verbat dm Organisation Escherich,
Im Verlauf der politischen Auasprach« Im Reichstag sagte der Führer der Deutschen Volkspartei D«. Strefemann über Forst rat Escherich und sein» Organisation folgen bei:
Man hat geglaubt. Beziehungen zwischen der Reich» wehr, zwischen reaktionären Anschauungen in ihr and der Organisation be» Forstrat» Escherich feststellen zn muffen. Herr Scheibemann sagf Wo» soll bae bedeuten „Für Selbstschutz und Verfassung"? Ich vee- stehe. baß er sagt E« gibt keine Selbstschutzverbönb«. Dieser Schutz liegt bei der Regierung. Ganz ritbttgl In einem auf georbneter Macht und Autorität gestützten Staatswesen liegt der Schutz der Bürger bei bet Regierung, und fie hat bae Recht, sich gegen leben Selbstschutz zu wenben. Aber ich möchte Ihnen ein Beispiel vor Augen führen. Lesen Sie doch die Schrift Ihres Genossen, Ihre, Fraktionskollegen Roske »Von Kiel bis Kapp", um einmal die ganze Leidensgeschichte einer Regierung vor Augen zu haben, ble nicht einmal in bet Lage war, sich s e I b st zu schützen, geschweige denn ihre Bürger, um zu verstehen, rote nach alledem, was damals vorgegangen, heule in" einem Staat, dessen Macht von außen durch bi« Entente, von innen durch große soziale Gegensätze gebrochen ist, deffen Polizei sich nicht anders bewaffnen kann, al» e» der Feind gestattet, in einem Staat, in dem im Innern der Kommunismus ganz offen jeden Tag in seinen Zeitungen davon spricht, daß er zu neuen Taten rüstet, um den Bürgerkrieg zu entfesseln, um zu verstehen, wenn der Bürger sagt: Ich muß einen Schutz gegenüber diesen Gefahren haben, wenn der Staat durch den Feind so schwach geworden ist, daß et seinen Mitgliedern diesen Schutz nicht mehr gewähren tarnt. Gegenüber diesen Gedanken soll man nicht da«, wo« bet Forstrat Escherich in Bayern durckgesiihrt hat, In bet Weise angreifen, al» sei dieser Mann und al» seien diejenigen, die zu ihm halten, Träger von Gedanken, die sich gegen die Verfassung, gegen die Gesetze, tickten. Wir haben oft Gelegenheit gehabt, mit Forstral Escherich zu sprechen. Unb die Erklärungen, die et setzt erlassen hat, stimmen wörtlich mit dem überein, wo» er sagte, als ich ihn zum ersten Mal in Berlin sah. Damals erklärte er mit: „liniere Organffation will nichts anderes al» Leben, Sicherheit unb Ordnung schützen unb sich jeder Regierung zur Bersünung stellen znm Schutze der Berfallung, ob nun bet Angriff voft
Ein finnischer Dampfer angehalten.
Berlin, 1. Rov. Mit 70 Paffagieren an Bord lief im Danziger Hasen bet finnisch« Dampfer „Ariadne" ein. Är Dampfet war von Stockholm nach Hessingfors unterwegs. Wie vom Kapitän mitgeleili wurde, ist der Dampfer in der Ostsee von einem eng. lischen Kreuzer angehalten worden. Rach der „Doff. Zig." wurden acht Passagiere verhaftet unb auf ben englischen Kreuzer übergejichtt, well jw russisch« Bei» jch«stsi«S jets -------- -----
Oberschlesien.
wb. Berlin. 1. Rov. Der Entwurf eines Gesetzes über Oberschlesien wurde im Reichsrat den zuständigen Ausschüffen überwiesen. D«r Ges tz- entwurf wird im Lause dieser oder Anfang nächster Woche fertiggestellt und dem Reichstag zur St» schlußfaffung vorgelegt werden.
wb. H i n d e n b v r g, 1. Rov. Der mehrfache Mörder und Bandenhäuptling Kotz aus Bielscho- witz, der kürzlich den Oberwachtmeister Wiezorek und den Landjäger Cchielett auf offener Straße erschoß, rburde in Eintrachthütte mit zwei anderen Verbrechern verhaftet. Bei der Einlieferung in das Hindenburger Cerichtsgesängnis versuchte der Mörder, dem „Oberschl. Wandere" zufolge, einen Polizeibeamten zu überfallen. Der Beamte griff in der Notwehr zur Waffe und verwundete Kotz durch einen Unterleidsfchuß. Kotz starb bald darauf.
Ausstände.
wb. Berlin, 1. Rov. In den Berliner Borfigwerken sind seit etwa 14 Tagen die Facharbeiter ausständig, weil die Direktion di« neuen Lohnforderungen nicht bewilligen zu können erklärt. Jnfolgedeffen ist die Führung de» ganzen Betriebes mit 5000 Arb itern derartig beeinträchtigt, daß der Betrieb geschloffen wurde.
wb. Hall«, 1. Rov. Die Magistrats-Hilfs- angestevten «rklätten sich zu 90 Prozent für den Ausstand. Die Hilfsangestellten des Magistrats traten demzufolge heute in den Ausstand. Die Vrotmarkenausgabestellen wurden teilweise geschloffen. — Der Ausstand der Maurer und Bauarbeiter, der am Freitag begonnen hat, dauer: noch an.
ins
er ärjtL
am t
281»
Köln
tob. Paris, 1. Nov. Nach einer Meldung aus ^Uhington stehen die Wetten zu Gunsten des republika- ^chrn KrSsidentschaftSkandidateu Satbingt 8 :1,
sensu», Bertaut
7 Gg._ 28. zu« Sk« ch- verzier« ir ii’et«
linder •bn. a« d. brülO ■
z irn bei Ira» ibt.
Danzig.
Set vertrag zwischen Danzig »nd Polen.
wb. Danzig. 1. Nov. Am Sonnabenb traf hier folgendes Telegramm der Danziger Delegation in Pari» ein: Die Botschafterkonferenz bestätigte bet Delegation schriftlich, daß wesentliche Punkt« be» Vertragsentwurfes bet Botschafterkonferenz nickt mehr diskutiert werden dürfen, unb daß auch in ben Neben- punkten keinerlei Veränderungen vorgenommen werden sollen, die nicht die Genehmigung der beiden Parteien finden.
IM« „OdertzeMsche Bettung* erscheint leck,»»! Wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4 Mk durch die Post 4.20 Mk. Ausgabe B mit .Oberh. Sport-Ztz. 1 Ml. mehr — Xfir aurta Sende Nummern infolge Streits oder elementarer Ereignisse fein Erlast. - Serina non Dr. L. Sitzerath. - Druck der Nnio-Vuckdruckerei »en 2oh. Bug. «ach, , Markt 21/23. — Kernsprecher 55.
ibtiei«: i» gemutnen.
kiMe Woikikiltii ihn hie WBiiit SiiitiL
f Offener Brief an PoiaearL
1 Wh. Amsterdam, 1.Nov. In «in«« offenen griffe an Poincarö, der nach Ansicht der Engländer lat „mächtigsten persönlichen Einfluß in der französischen Politik" habe, schreibt Gardiner in der „DailvNews": i „Die Politik von Paris, für die Sie vielleicht mehr als mfctrt Personen verantwortlich sind, hat über die Politik von Washington triumphiert. T«r Hauptzweck Ihrer Politik ist einfach, nämlich die wirtschaftliche unb sdlitischeZerstörungDeutfchland«. In ganz gttrooa haben Sie dieses Ziel verfolgt mit Geschicklich- fiit, Kühnheit. Energie, die ebenso glänzend tote verbäng- msvoll und k u r z s i ch t i g ist. Aus der einen Seite wird Deutschland unter der Drohung einer schrankenlosen Entschädigung gel-allen, wodurch seine finanzielle Wiederherstellung so gut wie ausgeschlossen ist, auf der anderen Seite wird es mit dem Raub der Quellen seiner wirtschaftlichen Kraft bedroht, die «8 ihm ermöglichen pürden, einen vernünftige Wiedergutmachung zu leisten kort feinen drei Koblengebieten ist ihm eines genommen. Zm Falle Oberfchlesien arbeiten Ihre Militär- Renten unaufhörlich, um zu erreichen, daß Oberschlesien Mk Polen fällt. Im Fall« des Rnhrgebirtes ist Ihre offen zugegeben« Politik, das Ruhrgebiet mit Ihren Heeren zn besetzen, um es als Werkzeug für die voll
i tzlche Zerstückelung Deutschlands zu gebrauchen, für die Absonderung einer süddeutschen Konföderation unter französischem Protektorat. Die deutsche Bevölkerung Blt- OesterreichS wird in Bruchstücke zerteilt und zur Verarmung und llnterbriitfung verurteilt, um eine Bereinigung mit einem Volke einer Sprach« und Rasse zu tzerhindern, die Oesterreich wünscht. Zugleich mit der Verfolgung dieses Zieles, Deutschland mit Gewalt nieber- Prhalten, bauten Sie dos an?, roa5 die „New Republic" ■ den frechsten Jmperiolistenplan, seitdem das Alldeutschtum [ftintn Zenith erreichte, genannt bat: Der Koninenl wird »ft Ihren militärischen Bündnissen und Schwärmen Ihrer Militärmissionen übersät. Die fron- tösifche Politik Hal Polen zu dem wahnsinnigen Imperialismus ermutigt, der die Aussichten dieses unglücklichen Sanne» vernichtet. Tie französische Politik unterstützte Wranoel und macht den Frieden jnit Rußland unmöglich. Die großen Waffen- ^hriken von Skoda sind unter französischer Kontrolle. Ungarn ist jetzt ein Vdrposten Ihres Militärsvstems: man läßt ihm 350000 Mann, während daS österreichische Heer ans 30000 Mann herabgesetzt wurde unb die ktreitkrätte deS gesamten Deutschen Reiches auf 100 000 herabgesetzt werden sollen. Ihr Vertrag mit Belgien, kn beim Völkerbund eintragen zu lassen Sie sich ge- teeigeti baden, macht dieses Land zn etwas, daS sick von einem französischen Protektorat wenig unterscheidet. Ein offen zugegebeneS Ziel ist die Oefsnuno kt Schelde: diese Oefsnung würde Antwerpen zu einem »Schtigen Flottenstützpunkt machen. Ihr« Politik führt pt einem unvermeidlichen Bruch mit Großbritannien und Italien und zu einer bauernden Eden Freundschaft zwischen Germanen und Bla wen. Ihre Politik ist der Todesweg für alle: sie fährt zur allgemeinen Anarchie und Auflösung. Die Geschäfte EuropciS können nicht weiter fortgeführt werden, toem einer dem andern den DolS abschneidet: sie können £ «ar fortgesetzt werden wie alle anderen Geschäfte: durch Itflenfeilige Unter ft Übung unb freundschaftlichen Geist, idie Zeiten deS Halsabschneidens sind vorüber!"
Id
»U lauft, I« W !(.•
ilüi iilft Obe
t. Räu'tt Hngebot* iufttn n»
7U»
-Verlag 0 rbol
STZrfrliitrr» Ttt ■wtg«"»«*» betragt fit»,« «g«i». 3«u« n Pi». ■«» 10% e*n»u«, •■tit*»| -- — .
___ VMl If und auswärtig« 1.- Mk., Reklame,«Ift tz.aa, Mt. Jede, Rabatt «Ilt al» varrabatt I 55 ASlft- 9 ^T?nnr>tn'A»r *»»t««ft durch die 6e|*äft»ft«Q« inb Vermittlung der Na,«bat« 7b Vit San-1
«Lticitoiug, -IlDüemUer bergebützr. - vei Beträgen unter 20 Mk. müllen mir da» vaet» für di, Rechau», I 1911
berechne». — Pafticheckkanta: «r. bOtb Rmt Frauklart a. «al». I 1*41