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Die erstrebte „Säuberung" Oberfchlefie««.
Beuthen, 29. Cft. Zn Mtchalkowitz fand eine Bersammlung statt, in der der polnische Redner, dt« Forderung aufstellle, Oberschlesien müsse vollständig von den Deutschen gesäubert werden. Ferner müße man versuchen, die Engländer aus Oberschlesien zu entfernen.
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Wb. Paris, 29. Oft Die Wiedergutmachungs- Kommission hat zu den von Deutschland bereits ge- fieferten 192 000 Tonnen, die als Entschädigung für
Die „vberbestische Seltung" erscheint sechsmal Wöchentlich. — Vemgeprri, monatlich t Ml., durch di« Poft 4.20 Mk. Ausgabe B mit „Oderh. Eport-Ztg." 1 Mk. mehr.—
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Die feindlichen Brüder. Wie die Blätter melden, hat das neulommunistische Zentralkomitee beim Landgericht I Berlin den Antrag gestellt, Dittmann, Frau Zieh und Crifpien da» Betreten de» Parteibüros am Schijj- baurrdamm zu verbieten.
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Wb. Paris, 29. Oft. Nach einer Meldung „Daily News" aus Kopenhagen erfährt das Kowno erscheinende russische Blatt „Echo" auS
Abg. Freiherr v Lersner (D. Bvt.) fragt an, ob die Regierung die Heimkehr der noch in Sibirien bf- üüblichen Kriegsgefangenen vor dem Eintritt des Winters durckzusetzen gedenke.
Negierungskommissar Stückle« erwidert zustimmend
Abg. Mumm (Deutt'chnatl.) sargt an, was die Regierung gegen die schwarze Schmach im Rheinland zu tun gedenke und verweist auf de« Notschrei der deutschen Frauen.
Ein Regierungskommissar erwidert, die Regierung habe eine Zusammenstellung über den Umfang der von den farbigen Truppen begangenen Gewalttaten versaht und hoffe, daß die französische Regierung nunmehr endgültig ein Einsehen haben werde.
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Die Reichoregicrung beabsichtigt, den Entivurf einet EventualgesepeS vorzulegen, das den Oberjchlefirrn bit bundesstaatliche Autonomie innerhalb Deutschland» sichert, falls sie nach einer für Deuischland erfolgreichen Abstimmung durch eine »eitere Abstimmung mit dem bn Arttkel 18 der Verfassung des Deutschen! Reichet vorgeschriebenen Stimmenmehrheit ('/» der ab* gegebenen Stimmen, mindestens aber die Mehrheit der Wahlberechtigten) den Wunsch nach so'cher Hundes« staatlichen Selbstständigkeit kundgeben. Das Gesetz begründet also nicht von vornherein einen neuen von Preußen kosgetrenmen Bundesstaat Oberschlesien; aber es gibt den Oberschlesiern die Garantie, daß sie durch eigene freie Willenskundgebung ohne wettere Ver- zSgerungen und Hemmungen die bundesstaatliche Au»o- uomie erhalten können, wenn sie sie wollen. Cs ist auch nach Annahme deS Eventualgesetzes möglich, daß die Obcrschlesier unter Umständen eine aus- gebaute provinzielle Autonomie innerhalb Preußens, dir insbesondere ihre Selbstständigkeit aus dem Gebiet der Kultur und Unterrichtspflege sicherst.-!lt, der bundesstaatlichen vorn chen werden. Aber darüber sollen sie selbst entscheiden, und dem -Ergebnis ‘beet Willensäußerung soll,, ob es nun für die autonome Provinz oder für den selbständigen Bundesstaat auS- fällt, automatisch Folge gegeben tverven. Das iß der Sinn deS Gesetzes, das di» Reichsregierung au»- gearbeitet hat und das im Reichstage vermutlich eine Mehrheit finden wird.
Tie Bedenken, die vom Standpunkte Preuß-n», vom Standpunkte einer starken Zusammenhalt gewährleistenden Gliederung des Reiches und nicht zuletzt vom Standpunkte Oberschlesiens gegen die Bildung eines oberschlesischen Bundesstaates erhoben werden können, sind mannigfache Bor allem ist zu bedenken, daß die Lostrennung Oberschlesiens von Preußen leicht daS Signal sein kann für die Ber« wirklichung der im Westen vorhandenen entsprechende« Bewegungen. Entscheidend für das heutige Urteil ist, daß in Oberschlesien eine starke Strömung vorhanden ist, die auf dir bundesstaatliche Autonomie hindrängt und daß — tote die Dinge nun gelaufen sind — ein Vorübergehen an diesen Bestrebungen die Einheitlichkeit der Deutschen Abstimmungsfront in Obec- chlesien beeinträchtigen würde. Wie stack diese Strömung ist, läßt sich nicht mit Sicherheit erkennen, und eben darum ist es nötig, ihr die freie Gelegenheit zu geben, sich über ihren Umfang und über ihr» kraft auszuweisen. Folgt üjr die Mehrheit dec Ober« chlesier, so soll ihr Willen für di« künftige Regelung der Stellung Oberschlesien- innerhalb Deutschland- maßgebend sein. i
»Der Friede ist auch ei« Ärieg".
wb. Paris, 29. Okt. (Havas.) Bei einem Fest- tfjen, das zu Ehren der amerikanischen Abordnung Begeben wurde, die die Bereinigten Staaten bei dem französischen Nationalfest vertritt, hielt Marschall Fach »ine längere Rede, in der er asführte: „Unsere Stärke im Kriege war die Einheit, und nur durch diese Einheit konnten wir den Krieg gewinnen. Die Einheit müssen wir auch fernerhin bewahren. Der Friede ist a u ch e i n Krieg, wenn auch nicht so unmenschlich und grausam wie das Morden des letzten Krieges, fo doch nicht weniger lebhaft und schwer. Wenn wir auch weiterhin greint bleiben, so werden wir auch den Frieden et» «hupfen.“
tob Kopenhagen, 29. Okt. „Berlingske Ti- bfltbe” meldet aus Kowno: Die Zeitung „Pslednijo Aowst" berichtet aus Brßärabien, daß im Gebiet von Odessa, im Gouvernement Podolsk und in Cherson en Aufruhr ausgcbrochen sei. Ein bolschewisti- sche- Infanterieregiment, das zur Unterdrückung des Aufruhrs ausgeschickt worden war, verlor btt Hälfte seiner Tnippen durch Desertion, während die an- dere Hälft», fast ganz aufgrrieben wurde. Die Aufrührer haben die Eisenbahn- und Telephonverbindung zwischen Odessa und Kiew unterbrochen. In Odessa wird die Räumung der Stadt infolge der Aufruhr- bewegung in Odessa und Nikolajewsk von den Bolschewisten vorbereitet. Der Ausstand breitet sich in der Richtung nach Iekaterinoslaw aus. — Aus gleicher Duelle wird gemeldet, daß das rote Herr nach seiner Niederlage am Zbrucz sich auf Kiew zurückzieht.
Die Gefamttonnage, die Deutschland als Ersatz für die versenkten Schisst von Scapa Flow heraus- zugebrn bat. ist von der Wiedergutmachungskommission auf 275 000 Tonnen festgesetzt Wochen. Der Botschafterrat hat entsprechend dem Schlußprotokoll vom 10. Januar 1920 die sofortige Herausgabe von 192000 tonnen Hafenmaterial gefordert und es der Wieder» tzutmüchungskommission überlassen, den Rest zu bestimmen, der binnen 30 Monaten zu liefern ist. Es handelt sich also um weitere 83 000 Tannen Schwimm» docks, Schwimm krane, Schlepper und anderes Mate- tial, von dein angenommen wird, daß Deutschland «8 ohne Beeinträchtigung seiner wirtschaftlichen Ent- Wicklung entbehren kann. — Was aber nicht der 8-11 ist.
W7,. Le Havre, 29. Oft. Hier sind gestern 18 givfi? Schisse mit Kohlen au» Amerika ««getroffen, «tiete Schisse werden baldigst erwartet.
"•>•‘155.
Amtliches Derkiindigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Overhessen
Der unerwünschte Völkerbund.
. wd. Haag, 29. CfL Der „Nieutve Courant'' sthrt aus, je näher der 15. November und bannt «er Tag deS Zusammentritts des Völkerbundes in ^enf rücke, um so unruhiger werbe bie französische vRffe. Bisher habe man den Völkerbund für sehr dnschuldig gehalten, aber nun beginne man in Frank- »*ich jn fürchten, daß er zu Taten übergehe. Die Versammlung mehrerer Regierungsh Supter in Gens hfk in Frankreich die Befürchtung aufkommen, daß Aoyd George den Obersten Rat durch den Völkrrbunds- ■y ersetzen wolle. Tabin könnten nicht mehr bit vtrmitnr.htittr btr sitgreichen Großmächte allein über •i* Geschicke der Welt beschließen, sondern auch die "'Mraltn und bald auch die Besiegten würden ein mitrtdtn. Frankreich fürchte Lloyd Georges bei den Neutralen. Frankreich, das noch den Vertrag von Versailler als Basis des p^eben» betrachte, wisse wohl, daß eS beim Welt- ■Wnnal nicht viel Unterstützung finden werbt. Es rsttze sich deshalb mit aller Kraft jeder Macht- •»ettenuig das Völkerbundes uub jedem dahinzieleuden
über Danzig bir Würfel fatten. Daß Danzig «icht mehr deutscher Land wird, ist sicher. Danzig ifl aber Notzdem durch und durch deutsch. Hier kann man tagen: Werden die Menschen schweigen, wenn die Steine reden? (Scbbaftrr Beifall.) Im Mittelpunkt deS Jnter- estes stehen fetzt die VerkehrSderhanblungen zwischen Deutschland und dem Osten und die Beziehungen zwischen 'Boten und Litauen. In Paris haben Verhandlungen mit den Polen am 8. Oktober begonnen, die noch nicht tbgeschlosstn sind. Ganz Europa ist daran intereffiert. n«S au» der oberschlesischen Kohle wird. Eine Abstimmung ist eigentlich unnötig. Da» Latch gehört zu Deutschland. Im ruffisch-polnifchen Konflikt bleiben wir streng neutral. Die Mächtegruppen deS iyeneral? Wränge! unb der Ukraine behandeln wir mit derselben Eurloikie, tote jeden, der sich anständig gegen Deutschland benimmt. Mit China verbandeln wir über ein toirt» chastücke» Abkommen. Dem Wunsche nach einem Na- (ienalfeirrtag schließt ich mich an. Die deutsche Rechtsordnung muß wieder vorbildlich werden.
Weitere Parteiredner.
Abg Stresemann (D. Bpt.): Mit der Hal- tuug des Außenminister» sind wir einverstanden. Rur hätte in der Frage der Milchkübt darauf hinge» wiesen werbe« müssen, daß von einem moralischen Anspruch der Entente keine Rede sein kann. Be- -üglich der Sozialisierungsfrage erkennen wir grundsätzlich an. daß bie Bodenschätze btr Allgemeinheit gehören. DaS hat absolut nichts mit der Frage zu tun. ob bit Utbtrsührung btr Bodtnschätzt in die staatliche Hand ratsam ist. Es gibt kein stärkeres Urteil gegen bie Sozialisierung, al» den Bericht der SoziaMerungskommission. Auch bie radikalen Vertreter bet Arbeiterschaft wünschen die industrielle Führerschaft nicht zu beseitigen. Die Verwaltung und Produktion von Kohlt unb GaS müsst« tinh-it» lich g-staltet toerbtn. Dee Gedankt bet Winschafts- vrovinzen ist feint Gefahr für baS Reich. Wir wüt- den baburch eine Mehrförbentng von Kohle, billigere Koblenpreise unb eine Uebersührung ber Mehrheit de» B sitze? in die Hanb ber Allgemeinheit erreichen. Die Unmöglichkeit, toitber zum Aufschwung zu kommen, liegt in bem Mangel an Kohle. Eint große Gefahr 'ür unsere finanzielle Grundlage liegt in bem großen Bramtenbeer des Finanzwesens, bas schon einen 'chr großen Teil ber Mehreinnahmen vorwcgnimmt. Hoffentlich ergibt sich einmal bie Möglichkeit, unsere Industrie zum Steuerträger zu machen, woburch das aesigt Beamtenheer entbehrlich würbe. Ist mit der Verringerung der Zahl ber Hilfskräfte in ben Reichsbetrieben ber Anfang gemacht? Die Zwangs- wirtschaft ist schon während deS Krieges zusammen- gebrochcn. Wir müssen ben Weg zur freien Wirtschaft weiter gehen, auch wenn wir jetzt bit Krankheiten bn Uebergangszeit ertragen müssen. Wir haben Volks Verständnis für das Werk des ForstratS Escke- rich. Im Interesse der großen zu lösenden Aur- aaben ist es ratsam, bie Frage der Staatsform überhaupt auS der Diskussion auszuscheiden. Die Deutsch- rwt-onale Bolkspartei läßt manchmal bit Rücksicht auf bie schwierige Lage Deutschlands vermissen. Angesichts der schwierigen Lagt sollten die Parteikämpie zurücktrcten. Ten Geist btr Revision bes Frie- bensvertrages müssen wir mit allen Mitteln stärken, wenn wir einer georbneten Zukunft entgegengehen wollen ^Beifall).
Abg. Cr, spien (RechlSunabh): Die Bonr- gcoisie beherrscht bie Regierung und Verwaltung. Die Wehrmacht ist restlos in ihrer Hand. Uebctoll Kampfansage an die Arbeiterschaft. Die Arbeiterschaft ist verelendet durch die rechtssozialistische Kompromiß. ' Politik Die Rechtssozialisten haben den Militaristen ' ben Degen in bie Hanb gebrückt. Wenn ber Reichskanzler in seiner Naivität, sagt, eS gäbe keinen Mrii- wrismuS in Teutschlanb mehr, so ist baS angesichts >et Orgesch und der Einwohnerwehren eine Lüge vor der Weltgeschichte. In München hat sich eine neue Mörderzentrale ausgetan.
Abg. Heim (Bayr. Lolksp.): In diesen schweren Zeiten sollten alle Parteilämpse schweigen. Hock- bringen tann uns keine einzelne fßartet, sondern nur die gemeinsame Arbeit aller. Ts hau- delt sich vm keine deutsche Not, sondern um eine europäische. Giaf Westarp sollte bedenken, daß wir unser Schicksal nicht mehr se bst bestimmen können. Die Sozialisierung des Kohlenbergbaus erscheint unausführbar.
Das Haus vertagt sich. Samstag 10 Uhr Weiter- bcratuug.
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Sitzu ng vom 29. Oktober.
Vizepräsident B e I Eröffnet die Sitzung nm 12 Uhr werden zunäckst kleine Anfragen erledigt.
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Verhaftung fünf Deutscher in Bromberg.
Berli«, 28. Okt. Wie die „Deutsche Zeitung" vcm glaubnn'i.rbiger Seite erfährt, sind am 26. b. Ms. tu Bromberg fünf deutsche Herren, bie sämtlich führende Stellungen in deutschen Vereinen und Verbänden ehu nehmen, von den Polen unter ntbtsiagenbcn Vorwänden ins Gefängnis geworfen worden. Es handelt sich um die Herren Sanitätsrat Tt. Dietz, Oberlehrer Hei- bet, Direktor Zahn, Gewerkschaftsführer Dobbetmanx otoie einen fünften Herrn.
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Fordemngen des Beamtenbundes.
tob. Berlin, 29. Cft Der zweite Beamtentag bei Deutschen Beamtenbundes, der Aber l/« Million Beamte vertritt, nabm am 27. Oktober folgende Entschließung an: Der vom 25 bi» 27. Oktober m Berlin tagende zweite Beamtentag de» Deutschen Beamtenbunde» warnt die Regierung, die Volksvertretung und die CetkntMMi :n zwölfter Stunde die letzte wirtschaftliche Wüierstand«- krast der Beomtenschast durch kurzsichtige Sparmaßnahme« zu vernichten, um dadurch da» Rückgrat bei Staate» za brechen. Die Voraussetzung für den Eriolg einer »ade» nngt nötigen gerechten Lösung der Beioldungssragr ift, daß alle Wege beschritten werden, die geeignet sind, die Kaufkraft des Geldes zu heben Während der ArbeitSlod« bi» zur Unerträglichkeit durch Steuern belastet cft, friert die Spekulation mühelos Triumpk. Der zwei« Beamtentag verlangt, baß hiergegen endlich mit rücksichtsloser Energie vorgegangen wird. InSdewuderr wc» bert er. daß jeder Mehrwert an Grund und Hoden, bet aus der Arbeit der Gesamtheit entsteht, bie Gründern«, sowie alle arbeitslosen Okwinne ani Monodolen restlos bet • Zwecken btr Allgemeinheit nutzbar gemacht «verben. Nur bierdurch ist es möglich, die deutsche Votkswirtjckakk roirbrr leistungsfähig zu machen und zu be'eftigen. Rat bann kann mit Millmrdenau'wenbungen für dir Beam«»- we-oldnng eint toirlUch toitüame ÄeiolbungSrrjorm ge* ichasic« Melde«,
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I Markt 2123. — KernfnreAct 55 ... ' * *'”**’’* berfie»t»t. - Bet Selraaenunter 20 3Kf. müfien wir ba« TtrU ür bie Kt«nunt
__'Ä t :lSilbhntvt.) berechnen. - Poftt-deckkonw: Jlt. 5015 »ml Rranfritt «. Main
\ bi# Bsrfenkuug der Flotte von Scapa Flow zu liefern pnb, Ertgänzungsziffern von 82 000 Tonnen festgesetzt.
informierter unb sicherer Quelle, daß bet Sturz ber Sowietregierunng unmittelbar bevorstehe.
Auf eine Anfrane be» Abg. Tr. Rießer ID. VM wegen be» Einbrüche- franzSsifcher Solbaten in die Kirck- weihfeier zu Oberingelheim in Rheinhessen, wobei dir 'Giäbrigt Ella Kaiser an? Frankfurt a. M. tödlich verletzt wurde, erwiderte ein RegicrunaSkommisfar, daß unfer Botschafter in Paris beauftragt worden fei, bei her französischen Regierung die Bestrafung der Schuldigen zu fordern und Genugtuung zu verlangen. Tie Antwort der französischen Regierung sei noch nickt eingegangcn.
Abg. Hepp (D. Vvt) fragt nach der Beschlagnahmt der Domäne Armada bei Wiesbaden durch bie Franzosen wodurch die Milchversorgung der Umgebung gesährdct werde.
Ein Rrgkerunaskommissar erwidert, die Regierung Hobe den Reichskommissar bei der Rheinlandskommission an» aewieien. Protest zn erheben und die Aushebung der Be» 'chlagnahm? zu fordern. Desgleichen sei bie deuifche Frre- ben5be(egntion in Pari» beauftragt worden, in Varis Einspruch zu erheben.
Die Interpellation Ettrrf'rnb die Souveränität übr Euven und Malmedv wird nach der Erklärung bei Regierung in nächster Zeit beantwortet werben.
Noch ©rlebigung kleinerer Vorleben geht ba8 Hau» zur Fortsetzung ber HaushaltSberatung über, mit der bie Interpellation über bie Dieselmotoren verbunden wird
Rede des Außenministers.
Reichsminister des Aeußern Dr. Simons: Dir Anf- faffttnp des Grafen Westarp, der Friedensvert--ag ron Versailles fei unter falschen Voraussetzungen erschlichen und habe daher für nicht existierend zu ge!t-n kann von der deutschen Regserung unmöglich geteilt werden. Wir müssen die übernommenen Verpflicktungen einhalten und nach Möglichkeit aussühren .Allmählich beginnt in ber Bevölkerung bie Eckenntni» aufzudämmern, welche schwere Verpflichtungen dem deutschen Volke von bem Friedensvertrag auferlegt worden Mk Eine Widerfctzung gegen die Erfüllung würde einen neuen Krieg unvermeidlich mack-n. Tie Entente muß bedenken, es gibt nur zweierlei, entweder die Kuh melken ober bie Kuh schlachten Wir haben ben ehrlichen Willen zur Leistung. Unsere Vorschläge sind leider immer wieder abgclehnt worden. Die vielerörterte angebliche Forde- na» von 810000 Milchkühen ist zunächst nur eine Feststellung der angemeldcrcn Schäden. Die Forderung als solche müßte auck von der deutschen Regierung anerkannt werden. Die Zerstörung von Kriegsmaterial, zn der wir verpslicktet sind, darf nur von der de ui sch: n Regierung selbst veranlaßt werden. Deshalb ist die nid)tuug wertvoller optischer Gegenstände als angeblichem Kriegsmaterial durch einzelne Ententeossiziere auiS ent» schiedendste »urückzuweisin. Hier hin gebärt auch die Folgerung nach Zerstörung der T i ese l m o tore n. Auf einen förmlichen Protest der deutschen Regierung ist di- Anordnung, die Motoren zu zerstören, bi- zur Entscheidung durch die Botschaster'onfercn; hinau-geschober toorbrn. Tatsächlich finb viele dieser Dieselmotoren nur »u gewerblichen Zwecken gebaut unb verwenbet. Deshalb ist bie Forderung der Kontrollkommission unberechtigt Die Zerstörung wäre vom wirtsckaftlichen Standpunkt geradezu toibttfinnig. Die TäusckungSabsicht gegenüber . em Ausland, von der Graf Westarp sprach, trifft nicht zu Erfreulich ist e», daß England an dem Versprechen der Genfer Konferenz festhält, auS bem Gedanken heraus, daß das Problem der Wiedergutmachung nur durch mündliche Besprechung zu lösen sei. Einen Antrag auf Ausnahme in ben Völkerbunb zu stellen, würde der deutschen öffentlichen Meinung nicht entsprechen. Der Vorwurf bes Grafen Westarp, baß wir un» ber französischen Regierung gegenüber würdelos benommen -oben, trifft nickt zu. Die Worte unseres Pariser Gesanbten bedeuten durchaus keine Anerkennung des FriedensvertrageS. Durch die Hetze einiger Zeitungen toirt) eine Ctimmnnr erjfugt, die dazu führt, daß wir uns Frankreich gegenüber ins Unrecht s-tzen Der Hamburger Vorfall ist zum Beispiel auf eine solche Verhetzung zurückzuführen. ES muß sestgesteklt werden, daß die jetzige sran;ö>i>'ck» Regierung ent;(hieben geneigt ist. bit Wege zu beschreiten, die al3 ersprießlich betrachtet werden können. Mii Italien finb bit Verbindungen verhältnismäßig leich! anfzi,nehmen. Hier beißt ber Streitpunkt Süd-Tirol, da» dem deutschen Herzen besonders teuer ist. Bei Süd- slavien heißt die wunde Stelle Kärnten. Herzlicker Dank gebührt den Kärntnern für ihre Treue. Südffavien gegenüber sind wir schon wegen der Donau auf gute Beziehungen angewiesen Ein schwieriges Kapitel unserer ÄUiwäiliac» LoUick iß Selen. Zn Paris weweu zctzt