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Amtliches Derkündigimgsblatt des Kreises Marburg.
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Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
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55. 3ihl
— Bei Betragen unter 20 Mk. «üffen wir da» Parts für die berechnen. — Postscheckkonta: Rr. 5015 A»t Frankfurt a. Main.
Neue polnisch-litauische Kämpfe
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I?« | fordern Erhöhungen der Tonnogegelder und allgemeine en i Lohnerhöhungen. Sofort aufgenommene Verhand-
nommen und gleichzeitig mit 255 gegen 35 Stimmen
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Ostwärts haben die Winnitzn und Ehola- durchbrochen, die überschritten und sind
einen Antrag der Arbeiterpartei verworfen, der sieb gegen die sofortige Behandlung der Vorlage aussprach Das Haus entsprach damit einem von der Regierung geäußerten Wunsch, nachdem sie durch Bonar Lam erklärt hatte, daß eine spätere Erledigung des Gesetz- entwurfes als eine Provokation ausgefaßt werden könnte, wenn erst einmal die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Arbeitern abgebrochen werden müßten. Die Bestimmungen der Vorlage sollen nur dann Anwendung findeu, wenn da- Vaterland in Gefahr sei. Im übrigen fand Bonar Law für die ruhige Haltung der Bergarbeiter SBort# de- Lobes.
tob. Paris, 26. Oft Wie der Korrespondent des „Statin” aus London meldet, scheint es, als ob eine Verständigung zwischen den Bergarbeitern und der Regierung zustandcgekommen sei. Die Bergarbeiter seien geneigt, die Lohnerhöhung ton zwei Schilling anzunehmen, wenn auch unter gewissen Bedingungen. Die Lohnerhöhungen soll rückwirkend ab L Oktober erfolgen.
Wb. Amsterdam, 26. Oft (Reuter.) In der Grafschaft Sligo überfielen zehn bewaffnete Männe, eine Pol'zertruppe von acht Mann. Ern Serzeani und zwei Polizisten wurden erschossen und drei Poii- zisten verwundet.
lungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Die Martinstahl' und Elektroösen sind gelöscht, und es wird geraume Zeit dauern, sie wieder in Betrieb zu setzen.
und morgen die Arbert in den Staatsbetrieben toitoet aufznnehmen. Das Werkstättenpersonal der Straßenbahn beschloß gleichfalls die sofortige Wiederaufnahme der Arbert
"cher und südöstlicher Richtuna. ukrainischen Nationallrupven bei •;rtofT die bolschewistische Front ^isenbabnlinie Schmerinka—Kiew
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■>ffien Perditschew tief in die feindliche Etnvve ttnoednin- *fn. Südwärts wurde nach barten Kämpfen die feindliche ~tont bet Bar und Iarntickern durchbrocken. Hier zieht ck der s?eind klucktartia zurück
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Näte-Nutzland.
100 Milliarden Defizit.
Wie die Zustände im Sowiet-Nußland sind, geht auS der Meldung hervor, daß die Jahresrechnung der Bolschewisten-Regierung mit einem Defrzit von tausend Milliarden abschließt.
Die Bolschewisten in Mittelasien.
wb. Paris, 26. Ott. Wie Havas aus Bombay erfährt, hält sich ein bolschewistischer Abgesandter gegenwärtig im Palast des Emirs von Buchara auf. Als dis Bolschewisten die im Palast befindliche Munition des Emirs fortschaffen wollten, entstand eine Explosion. Zahlreiche Personen wurden getöt t und verwundet. Ter Emir soll sich zufammen mit der Regierung und 500 Anhängern nach Afghanistan geflüchtet haben. Bei Karkri (Karschi?) soll eine Sch'acht im Gange sein.
Ukrainische Erfolge in Galizien.
Wb Berlin. 26 Oft. Den amtlichen ukrainischer, Heeresberichten vom 20. und 21. Oktober zufolge zeitiate Me ukrainische Geaenosstnsive ansehnliche Erfolge in ösi-
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2 Uhr.
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Der Reichstag.
Berlin. 26 Okt. Der Reichstag tritt zur Beratung des Haushalts morgen um 1 Uhr zusammen. Der Mittwoch ist für die Regi'rungserklä- rnngen vorbehalten. Reichskanzler Fehrenbsch wird sich mit den innerpo'itifchen fragen befchäf t'gen, 'hauptsächlich mit Obe schlesien, und der Passus der Rede Fehrenbachs hierüber ist in einer Gemeinsamen Besprechung mit der nrenß f-hen Regierung festges'ht worden. Auch die Sozialisieruwgs- frage wird der R ichskanzler eingehend behandeln. Rach ihm wird der Re'chsminister des Aeußern Dr. Simons über die außenpolitische Loge sprechen. Am Donnerstag beginnt die Aussprache, die nach den bisher getroffenen Dispositionen zwei Tag dauern wird.
Staaisarbeiter beschloß, den Lermittluugsoorfchlag
LevrctrrS bei LesMardrULmuMuiuM Lnzune-MLN
Oberschlesien.
Berlin, 26. Lkt. Ter „Berl. Lok. Anz." melde» aus Gleiwitz. Bei einem Mühlenbesitzer in der Nähr von Preiskretscham wurden kürzlich 80 Gewehre, 4 schwere Maschinengewehre, 1 leichte» Maschinengewehr, 10 Leuchtpistolen sowie 2 Kisten mit Gummiknütteln gefunden. Ter Besitzer ist ein Pole und nimmt in der polnischen Eokolbewegung eine führende Stellung ein.
wb. Beuthen, 26. Okt Die Verbrechen in Obcrschlesien mehren sich wieder. In Dzietzkototy bei Birkenthal überfielen 25 Personen mit Karabinern, Revslvern und Handgranaten in der Nacht zum Mon. tag daS HauS bei GutSverwalierS Fiebig, plünderten es vollständig auS und nahmen sämtliche ßlctbet, Wäsche, Schuhe, Betten, Nahrungsmittel und Schmuck- fachen mit Tie Familie ist jeder Habe entblößt. Dte Beute wurde anscheinend über die Grenze geschafft
tob. Katt o w i tz, 26. Lkt Im Schiafhause zu Schoppinitz haben in der letzten Zeit wiederholt Schießereien stattgesunden. Eineplötzliche Revision führte Waffen mit reichlicher Munttion zutage. 5 Insassen wurden verhaftet und 2 von ihnen al* berüchtigte Banditen aus dem Kreise Pleß sestgestellt
wb. Bismarckbütte, 26. Okt Gestern Abend sind die Arbeiter der elektrischen« und Maschinenbetriebe, ungefähr 2500 Mann, auf der Btsmarck- hüttc in den Ausstand getreten. Infolgedessen stehen alle Betriebe der Bismarckhütte fttiL Di« Streikende»
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Kreditunfähigkeit Berlins.
Dieser Tage erbat sich die Stodt Berlin bei einen* großen Bank-Konzern die Gewährung einer Anlethe in einer Millionenhöhe, die man unter den heutigen ^rbältnissen nicht allzu sehr angespannt bezeichnen konnte. Dennoch aber hat das sachverständige Urteil zu e*ner Ablehnung des Antrages geführt, mit der Begründung, daß die Kreditfähigkeit der Stadt Berlin mit Rücksicht auf die jüngste verwaltungspolitische Entwicklung als nicht gegeben betrachtet werden könnte. Bor kurzem hat die Stadt Berlin eine ictnige Anleihe zum Kurse von 88»/« herausgegeben. Der Gesamtbetrag dieser Anleihe konnte aber moch nickt einmal vollends untergebracht werden. Die Gemeindeverwaltung sah sich gezwungen, Darlehen zu begründen, die eine viel höhere Verzinsung gewähren. Demgegenüber muß man darauf Hinweisen, daß die
iHltttitfMtr $Mleltai.
»et erste Tag.
Aus den Ausführungen des Partelvorsttzenden Staatsmintster a. D. Hergt tragen wir n"4 einiges von dem nach, was et über die Stellung der Deutsch- nationalen Bolkspartei zu den übrigen Parteien und zur Regierung gesagt hat: Wir find nicht freiwillig in die Opposition gegangen, man hat uns hineingebe ö n g t. Wir haben aber durch unsere Opposition positive Mitarbeit geleistet. Wir halten es für unsere heilige Pflicht, unter der partoinentartschen Herrschaft Opposition zu treiben, damit der jetzigen Regierungsmehrheit das Gewissen geschärft wird. Das Positive ist, daß wir uns zu "einer einheitlichen, ge- ckloffenen Weltanschauung burckgekämpst baten. Wir lehnen die hinterhältige Konpromisipolitik ob. Die Parteitage bet anderen Parteien haben Enttäuschungen ober Fiaskos gebracht. Die Deutsche Volkspartei hat ich nicht zu bem großen.Schwung erbeben können, weil sie zuviel aufzuklären und zu berichtigen hatte Der Parteitag in Holle hat eine Pattei zerschlaaen und, wenn von Ea'iel ein Ttiumphgeiong berübettönt, so kann man wohl sogen, es war eine Kitmesmusik; denn die Cozialoemokratie bat es nicht vermocht, Stellung zu den brennenden Tagesfragen zu nehmen. Wir muffen es ols ein Unglück bezeichnen, wenn zwjfchen den beiden großen Teilen bet Bevölkerung die große Kluft nickt üterb-ückt werden könnte. Soll ein Zusammengehen der Sottasdemokratie mit uns öerbe «geführt werden, so müßte sie aus die Sozialisierung verzichten. In der Deutschen Dolkspattei scheint man setzt einzuseben, was man an- gerichtet t'at. Es wat sehr wohl die Möglichkeit gegeben. eine bürgerliche Kesamtfoatitian berbeiwffibren. ^as Zentrum und die dewakratilche Partei hätten die Perantwottung her sozialistischen Mißwirtschaft nicht tragen können.
Hauptsckrift^itet Baecket von der „Deutschen fogeszeituna". bet bie Frage nach ben künftigen staatlichen Nerbältni^en Deutickl-ands behandelte/ 'fübrte aus kwas wir bereits gestern andentetens- Das neue Reich soll in einem Punkte stärker Hn al, bie Sckönfung Bismarcks: es soll alle deutlchen Stämme »mfo^en. Die Deutscknationale Bottei ist eine groß- deutsche Bartei. ober das D»,iticke Reich kann die Harke staatsbildende Kraft des Rreußentums nickt entbehren. Als einen befanderen Mangel des pteußticken Berfab'ungsentwnrfes bezeichnet es d-r Redner daß er die Kultutfraoen austckalte. Rach bem Riederbruck von Jena wurde bie Per'inet klniversttät gearünbet. heute svrickt man vom Abbau bet Hochschulen. Dis ist bet Ilnter'ckied zwischen bem verarmten Preußen von einst und dem verlattert»n Rttcke von beute. Wit hören seist, daß die preu^slcke Reaiernnq fünf Monate zur Porb-teituna der Wahlen brauckt. ^ck verpflichte mick mit einem Stabe preußischer Allestoren diele Wahlen in vierzehn Tagen zu macken. Allerdtnas muß der Apparat auf dem Londe funktionieren. Aber diele Reaierung bot io damit, daß ste diesen Berwaltuna-apparot zerschlagen hat, bewiesen, daß fick mit ibr nickt, anfangen läßt. Sie ist io unfähig, daß sie nicht eine Stunde länget auf dem Posten bleiben dürfte.
Reichstaasabg. v Graefe fprach übet die Revision ke8 Versailler Vertrages. Rach einer Darlegung der Vorgeschichte der Unterzeichnung und der einzelnen Be- "immungen des Vertrages fübtte et aus: Reben unserer "ollständiaen Webrlosmackung sind die Arbeiten bet Wiederautmachiinaskommission geeignet, den letzten Rest ^rutschet Oberhoheit zu vernichten. Und statt, daß das deutsche Voll sich dielet Totsacke bewußt wäre, singt und tanzt eS, als wäre nickt? gefcheben. Mr sind Hrtb die verlogenen Selbstbekenntnisie unferer Sckuld der Verachtung der Welt prttsqeaeben, wir hoben ouige- hört ein selbständiger Staat zu sein. Unser Mttsckasts- frben ist tödlich getroffen, der Wiederaufbau durch die Er- vresserbesiimmunarn auf immer unmönlick Wer bat nun recht gehabt? Dreseniaen, die im Rovembet 191R auf b-efe Entwicklung himviesen. oder die, die dem deutschen -TWf Sand in die Augen gestreut hoben? Was haben dle ossiziellen Stellen gegen den Vertrag getan? Minister ■Simon? bat ja gesagt, daß dieser Vetttag bi» an die Grenzen der MSglichkstt durchgelübtt werden müsir, um leine Nndurch^übrbarkeit |« bewttsen Das ist ein ähnlicher Beweis, wie der Vewtts. daß ich nicht ffieaen kann und mich desbalb vom vierten Stock auf den f'of stürzen kann, ^ssebbaftes „Seht ri<6tig!") Ich erinnere an ben ge» 'äbrlichen Optimismus de« StaatssekrttärS Veranmnn -'n Vrüstel. an die Tragikomödie deS UnterluchiinasanS- "cknlle?, der unsere Schuld fest stellen sollte. Und um allem die Krone «utiufefcen. hat das Auswärtige Amt gegen den Major » Stülvnaael Strosontro« gestellt, weil er über die französischen Verbrechen ein«, deutsche Gegenliste ausgestellt hat. (Stürmische Psiri« rufe.) Rack dieser Gegenliste hat da» deutsche Volk geschrieen, und jetzt gebt man gegen Stülpnagel vor. well er fick be< amtlichen Material» bedient bat Erreichen mir die Revision des Fttedensvettrage« nickt, bann können wir auch nickt an den Ausbau Herangehen, dem» wir würden nur f i r Eng Ui nbtr und Piro n ff eg arbeiten. Eine Unterschrift, btt mit bet Pistole «uf** 4 jjruft erpreßt worden i& hat kein» rechtliche Gültig«««
Ausstände.
Bremen, 26. Okt. Tie Versammlung
3?liO«B‘fis oil Komis?
wb London, 26. Okt. Die „Times" berichtet aus Warschau, daß harte Kämpfe zwischen den Truppen des Generals Zeligowskt und den Litauern stattfanden, wobei die ersteren die Ober- Ijanb behielten. Man befürchtet einen Bormarsch Zeligowskis auf Kowno.
wb. Ko p e n h a g e n , 26. Ott. „Berlingske Tidende" meldet aus Kowno: Polnische Infanterie und Kavallerieabteilungen, die von Panzerzügen mit Schnellfeuergeschützen unterstützt wurden, unternahmen Sonnabend nacht einen kräftigen Angriff gegen die litauischen Stellungen an der Eisenbahnlinie Landwarowo—Orany. Rach üpfstündigem blutigen Kampfe wurden die Litauer gezwunsen, sich vor dem "mächtigen Feinde 3 Klm. zurückzuziehen, nachdem sie diesem jedoch schwere Verluste gugefügt hatten.
Zeligowsti» Trnppenmacht.
wb. Kowno, 26. Okt. Die Litauische Tele- graphen-Agentur meldet: Zuverlässige Nachrichten besagen: General Zeligowskt erhält andauernd Verstärkungen. Es find bereits leben Divisionen vorhanden. Auch traten neue Panzerziige mit Schnellfeuergeschützen in Tätigkeit Gestern traf der erste Gefangenentransport aus Polen ein. Die Gefangenen waren voll^änd'g ausgeraubt, ohne Schuhe und Mützen. Nach Aussagen von lleberlaufern herrscht in den besetzten Gebieten unerhörter Terror. Alle Litauer, besonders die Geistlichen, werden netfo’g*. Alle Pfarrer wurden verhaftet, einige davon erschossen. Ean'e
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süddeutschen Hauptstädte und auch die rheinischen größeren Industriestädte mit Leichtigkeit für ihre Itytigen Anleihen einen Kurs zwischen 98 und 99«« notieren können. Die jüngste verwaltungspolitischc Entwickelung in Berlin, die allerdings durch bie schuld bc8 Bürgertums eine rote Diktatur über Berlin herbei- führte und bie zu einem schweren Kampf um bte Sfr- bet Magistrats posten sühne, ist mit daran daß da« Vertrauen an eine ersprießliche lom- Entwickelung Berlin stark gesunken istj.
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Ser lot ies Silits im StMeiüii.
g. Die Frage der ThrOnnachfolge.
r wb^ Athen, 26. Ott. (Reuter.) Das Knbinett Hat eine Botschaft an das Volk gerichtet, in der ipttgeteitt wird, daß Prinz Paul zur Thron- ßesteigvng aufgefordert worden ist.
wb. A t h e n, 26. Ott. (Havas) Das aufge- ßfte Parlament wird unverzüglich zur Wahl eines Regenten einberufen werden. Die Wahl des Admirals Kondur^otls scheint gesichert zu sein, jvie Wahlen zur Nationalversammlung werden um ,i»e Woche vertagt.
7 Die Beisetzung des Königs findet am Freitag nachmittag statt.
Dörfer wurden niedergebrannt und die Lebensmittel beschlagnahmt..
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< König Alexander, der 27 Jahre alte zweite Sohn KtS Königs Konstantin, ist im Herbst 1916 nach der Lnstteibung feines Vaters auf den Thron gekommen: grgendwie hervorgetvtten ist er nicht, da Venizelos tzrn keinerlei Einsluutz auf die Regierung ließ, sondern diese als getreuer Vasall der Westmächte selbst führte.
Dem Hingeschiedenen König Mexander von Grie- jhenland widmen die Blätter teilnahmsvolle Brtrach- dmgen. Der „Lokalanzeiger^ meiitt, der frühe Tod te ungen Königs sei geeignet, das Königreich Nricchenland in neue Wirren und Verwicklungen zu pktreTi. Das „Berliner Tageblatt" hebt hervor, daß fchne Popukaritätshascherei der junge König in der hrjjn Zeit seiner Regierung sehr volkstümlich ge- Werben sei, was er seinem einfachen, jedem zeremoniellen Wesen abholden Charakter verdankte.
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Tie „Dberheif.1*e Zettuii," erscheint fe»5*al Wöchentlich. - «ezugsprei, monatlich Ä„. 4 WL durch die Post 4.20 «k. Ausgabe B mit „Oberd. Sport-Ztz." 1 Mk. mehr.— 731 IfSr «„fallende Nummern infolge Streiks «der elementarer Ereignifle kein Erlatz. - XI« t-tll verl«- von Dr. k. Hitzerath. - Druck der Unlv.-Buckdruckerei von Ioh.»«,. K«ch, Markt 21/2S. — Kernlprecher 55.
(fflAfftnrn Der Anzeigenpreis beträgt fit die «ge!». Zeile 75 Pfa. and 10% lafidilaa. amtliche
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97 OfAr Lei Aaskunft durch die SeschSitsstelle und Vermittlung der Aagebate 75 1f«. San-
«UIUIIÜVII), < . XjllUüvt dergedlihr. — Sei Beträgen unter 20 Mk. mfifien wir das Varta für dle Rechnung 1MB
(Srlbhentdt.) berechnen. — Postscheckkonto: Rr. 501» Amt Rranhatt a. Mai«. Iv^V
Eine englische Note.
i! Keine Beschlagnahme deutschen Eigentums bei Ür Nichterfüllung des Friedrnsvertrtge*.
ff wb. Berlin, 26. Ott. Mit Bezug auf 818 der Unlage2 zu Artikel 244, Teil 8 des Friedensvettrages, her lautet: „Die Maßnahmen, zu denen die allnetten ttnb asioziierten Regierungen, falls Deutschland vorsätzlich seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, berechtigt fbtb uub die Deutfchlanb sich verpstiÄtet, nicht als I fkindsetige Handlungen zu betrachten, können in lvitt- zchsMchen und stnanziellen Sperr- und BergeltungSmaß- Mlhmen, überhaupt in solchen Maßnahmen bestehen, l«!che die genannten Regierungen als durch die Umstände '.fcrtofet erachten", hat bie großbritannische Regierung btmh ihre hiesige Botschaft dem Auswärtigen Amt am 116 10. eine Rote zugehen lassen, wonach ste für den ■BaH der vorsätzlichen Nichterfüllung dtt deutschen Ver-
^llchtungen unter Teil 8 des FriedenSvettrage» nicht beabsichtigt, von dem ihr nach §18 der Anlage 2 zu btefon Teil des Vertrages zustehenden Rechte zur Be- fchkasnahme des Eigentums deutscher Staatsangehöriger in f ÜroRbritannien Gebrauch zn machen. Weiter wird mit* tztteilt, daß dieser Verzicht sich auf in Großbntannien «dtt britischer Gewalt befindliches deutsches Eigentum 6f Acht, ob dieses nun in Bankguthaben ober in auf kritischen Schissen befindlichen ober in nach Großbri-
[ .kr.fi 'm zum Berkaus gesandten Waren bestebt.
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England.
!- . Der Märtyrertod de« Bürgermeister« von Eork.
wb. London, 26. Okt. In London find 33 städtische Beamte aus Cork eingetroffen, um der feiertiäjcit A"fbahrung und Ilebersührung der Leichs des Bürgermeisters Mac Swinaq beizu- , wohnen. 8 irische republikanische Freiwillige, die die Beamten begleiteten, wurden in Holyhead verhaftet, weil sie rrpublikanilche Uniform trugen.
wb. Rotterdam, 26. Ott. Der „Nieuwe Rorterd. Cour." meldet aus London, daß es in Belfast anläßlich des Todes des Bürgermeisters von Cork zu Unruhen kam. Die E"gner der Binnfsiner verhinderten das Hifien von Trauerfahnen. Bei den entstehenden Schießereien wurde rin Bürger getötet. Es ist« wieder ein Hungerstreikender gestorben. In London ist eine Leibwache von 50 irifchen Freiwilligen eingetroffen, um bte Leiche des Bürgermeister» von Cork nach Frland zu gefliten.
wb. Amsterdam, 26. Okt. Reuter meldet, daß Dublin aus Anlaß des Todes des Bürgenueisters km Cork Trauer angelegt habe.
tob. New Bork, 26. Oft. Der Tod deS Bürger- weifteeS von Cork hat unter den Iren in New Kock tzioß- Erregung hervorgerufen. Verschiedene irische Gesellschaften erließen heftige Proteste; eS tocrotn Riesenversammlungen angekündigt. Der Bürgermeister km New Kork, Hylan, der ein gebocencr Jrlänüer ist, Ite§ zur Ehrung „eines der edelsten Märtyrtt, die jemals fit die Freiheit gestorben sind", die amerikanische Klagge aus dem Stadthaus aufziehen.
Der Bergarbe'.ierausstand.
ich. London, 26. Lkt. Tas Unterhaus hat die ■ Aber die von der Regierung veclanaleii Aus