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niet auf der ganzen Front eine Gegenoffensive ge­gen die türkischen Nationalisten. Tie Armenier seien an Zahl ebenso stark wie die türkischen Na­tionalisten.

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Die Not der Wolga-Deutschen.

wb. Berlin. 25. Okt. Der Berlin der Wolga- deutsiben e. B.. Berlin, Mobstraße 22, erhielt, wie er mitteilt, in den festen Ta"en re-chha't'g-s und zu­verlässiges Material über die lata st rov Haie Lage der deutschen Siedelungen (*/« Millionen Seelen) im Wolgagebiet Sowjetn'ß^andS. Zu den; wirtschaftlichen Ruin und den Seuchen aller An besonders Flecktyphus, kommt der Dünger. In diesem Gebiete, da? sonst viele Millionen Zentner feinsten Weizenmehle- ausssthrte, ist 1920 eine so ngllige Mißernte, daß vielfach nicht einmal die Saat geerntet wurde. Trobdem verlangt die Moskauer -l'Ntralverwaltrmg, daß der Bauer auch die lelitkn Verrät. für da? auch bereits hungernde Zentral- rnßland h'raibt. Was nicht gutwillig abgegeben wird, wird gewaltsam genommen. Die Bevölkerung gebt zerlumpt, ohne Brennmaterial. Licht und Lebens- mittelvorräte einem langen kalten Winter entgegen. Schon fetzt richten einzelne Siedelnngen gemeinsame Sp-iseküchen für die gesamte Bevölkerung ein Aber auch dadurch wird die Katastrophe nur um zwei bis drei - Monate hinanSgefchoben. dann beginnt das große Sterben, wenn es dem internationalen Boten Kreuz nicht gelingt, auf irgend einem Wege Hilfe zu schaffen.

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Der polnisch-Danziger Vertrag.

Sie Weigerung bet Polen.

wb. Danzig. 25. Okt. Nach einem Telegramm Lord Derbys an die hiesige Verwaltung der Ver­bündeten verlangte die polnische Delegation am Sams­tag eine Frist von zwei Tagen, um mit der Danziger Delegation gesonderte Verhandlungen zu pflegen. Die Danziger Delegation lehnte die- ab und begründete ihren Standpunkt in einer Note an die Botschafler- konferenz. Daraufhin setzte die Botschafterkonferer.r einen interalliierten Sonderausschuß ein. der aus vier Franzosen, zwei Engländern, einem Italiener und einem Japaner besteht, mit der Aufgabe, eine Einigung zustandezubrinaen.

AuS Paris ist folgendes Telegramm eingegangen: Die Unterzeichnung der Konvention hat am Samstag nicht stattgefunden cha Polen Einwendungen erhoben hat. Die Danziger Delegation ist zu neuen Verhand­lungen hierüber anfzefordert worden. Die Delegatiov steht einstimmig auf dem Standpunkte, daß diese Ver­handlungen abzulehnen sind, nachdem die Bot- schasterkonferenz den übermittelten Vertragsentwurf als unabänderlich bezeichnet hat. Tie Delegation."

Trctzdem der Vertrag eine Polonisterung Dan­zigs darstellt, geht er den Pole» noch «icht weit genug.

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DieWiedergutmachungs"-Frage.

Der Oberste Rat soll entscheide».

wb. A m st e r d a m, 25. Okt. DieTimes" erfährt baß die französische Negierung in Erwiderung aus die englische Antwortnote betreffend die EntschLrigungS- srage einen Plan ansg-stellt hat, wonach die deutschen Delegierten einer Versammlung von Sachverstänoigen beiwohnen sollen, die durch die Wiedergutmachungs- kommission ernannt werden sollen und daß die Ent­scheidung über die Maßregeln, die die Erfüllung der deutschen Verpflichtungen sichern sollen, durch' den Obersten Rat nach Empfang des Berichtes der WiedcrgutmachungSkommisfion getroffen werde» soll. ES wird also diktiert.

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Vermehrte Kohlenablieferung.

Sie deutsche» Kohlenliesernugen eeb bet englische vergardeUeroerbaud.

wb. Berlin, 25 Okt. (Amtlich.) Die Vermeh­rung der Kohlenlieferung an die Entente hat mit dem englischen Bergardkiterstreik nichts zu tun. Die Ver­mehrung wurde von der zuständigen Stelle bereits Anfang Oktober, also lange vor dem englische»Streik­ausbruch, ang-oeduet, um gewisse Rücksiäiide auS den volhergehenden Monaten auszuholen» sowie angesichts der in dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß eintretenden Lransportschwierigleilen am L November daS Liese- ningSfoll von sechs Millionen Tonnen sicherzustellen. Ein etwaiger Ueberschuß dient zu unserer Entlastung in den kommenden Wintermonalen Jroo uns die Abgabe bet vorgeschriebenen Wenge besonder» schwer fällt Für die Ucbkrtragung deutscher Kohlenlitzerunge» an England fehlt jeder Anhaltspunkt. ,

Polizeistunde 10 Uhr abends.

Berlin, 25. Okt. Den Abendblättern zufolge wie» der preußische Minister deS Innern durch Er­laß vom 20. Oktober die Regierungspräsidenten und den Polizeipräsidenten von Berlin an, die Polizei­stunde allgemein auf 10 Uhr abendS festzusetzen. Nur wo besondere örtliche Verhältnisse dieS zwingend er­fordern, kann die Schlußstunde auf 11 Uhr und Sams- ragS auf IV/i Uhr verlängert werden. Die erneute Verschärfung unserer Kvhlenversorgung macht, wie der Erlaß sagt, die strengste Durchführung der Ver­ordnung zur Pflicht.

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Das Ruhrgebiet.

Besuch einet internationalen Eewrrtschastskommission.

wb. Amsterdam, 25. Okt. Aus einer Konferen» der Leitung de» internationalen Gewerkschastsverbandeö kam cS zu einer eingehenden Erörterung der Lage Mittel­europas und der Folgen, die eine eventuelle Besetzung des RuhrgebieteS durch Truppen der Verbündeten !ür die weitere Entwickelung der Lage Mitickeurevo- haben könnte. Aus Ennchen der Verbandsleitung nahmen an der Besprechung der Vorsitzende Legicn und der zweite Vorsitzende Grahmann vom deutschen G-werlsckaftSbrnd teil. Es wurde beschlossen, daß noch im Läut» dieser Woche eine Abordnung de» Vorstandes deS allgemeinev iAewerkschastsverbandeS sich nach dem Ruhrgebiet begeben ''oll, nm sich dort über den Stand der Dinge zu unterrich­ten. Die Abordnung wird bestehen aus Joubaux (Frank­reich), Merkens (Belgien), dem Sekretär des internatio­nalen EewerkschastSverk'andes Finnen und einem durch die englischen Gewerkschaften zu entsendenden Vertreter.

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Der erstrebte Völkerbund.

Nur eine Erweiterung ta» Obersten - Rates.

wb. Paris, 25. Okt. DasJournal" glaubt zu wißen, daß der englische Ministerpräsident W rk darauf lege, daß die Ministerpräsidenten wenig­stens den ersten Sitzungen des Völkerbundes bei­wohnen. Nach der Angabe desJournals" liegt ihm dieser Gedanke sehr am Herzen, der daraus hinstrebt, die gesamte Tätigkeit des neuen zwischen­staatlichen Bundes der Leitung durch die verbün­deten Negierungen unterzuordnen. Nach dieser Ausfasiung würde also der Völkerbund nur ei«e Trweiternvg des Oberste» Nate» darstellen.

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Frankreich.

wb. VariS, 25. Okt. Nach einer Mekdun» aus Mar­seille konnte ein Dampfer den »äsen nicht verlasse», we>' er nach einem Hafen in der Krim Kriegsmaterial Hb General Wränget geladen hatte. Die Besatzung ve» 'äugte, daß die Munition ansgeladcn werde.

wb. Vari-, 25. Okt. DasJournal" schreibt: W>' iu3 Toulouse gemeldet wird, ist bei Bobrversucken da- Vorhandensein von Petroleum auf einer Fläche vm etwa 80 Hektar in den Gemeinden BauoS und Montan sestgestellt worden.

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Amerika.

Basel, 26. Okt. Die Getreideernte in den Ver­einigten Staaten wird mtf 3216 192 000 Scheffel ge­schätzt, das sind etwa 90 Millionen mehr als in den besten Jahren der letzten Zeit.

wb. P a r i», 25. Okt. Nach einer Reutermeldunß Washington erklärte der demokratische PrSsidentschait? Sanditat, Cor, in einer Reoe, er zweifle nicht einer Augenblick daran, daß Irland seine Freiheit wieder erlangen könne. Er werde nötigenfalls, wenn er gewäbl' werde, die Sache Irlands persönlich verteidigen uns zu diesem Zweck an die gute» Absichten der «anzf Welt appelliere».

Ungarn.

Bevorstehender Staatsstreichs

P a r i s, 25. Okt. »Echo be Paris" meldet au« Zürich: Die In Wien wohnhaften ungarischen Kreise erklären, daß ein Staatsstreich in Ungarn unmittelbar bevorsteht, desie» Urheber die demo­kratische» und fortschrittliche» Parteien feie«.

Ausstande.

wb. Bremen, 25. Okt. Da, technisch? Personal der städtischen Bühnen hat fick» dem AuSstrnd ange- schlvsscn, außerdem 250 Arbeiter bet Betriebswerk- flaue bet Straßenbahn. Die KafsechauSmusiker und bie Arbeiter bet FriedhcsSiuspektion stich ebenfalls r» den SnSfumb getreten. Auch die Müllabfuhr streikt.

Hamburg, 26. Okt. Von dem Nielerstrrik sind sämtliche Hamburger Werften betroffen. Du Leitung der Deutschen Werst hat beschlossen, ihren Deirub gänzlich zu schlicßen. Auch die übrigen Wersten wer­den eS tun müsse», wes» bet LusZaud »icht jchnrü-

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Nach längeren Verhandlungen mit dem inter­alliierten Ueberwachungsausschuß ist betreffs 3 tf* lösung der Sicherheitspolizei und Neubill.' g der Polizei in Preußen volles Einvernehmen erzielt werde«. Hierauf hat der Minister des Inner« einen Erlaß nebst Ausführungsbestimmungen her. ausgcgebcn. Danach beträgt die Stärke der preußi« schen Polizei 85 000 Mann, dazu kommen noch 9100 Landjäger (früher Landgendarmerie). Auf die einzelnen Provinzen entfallen von diesen 85 J00 Mann 70 750, und zwar auf Lstpreuß n 8950, Pom« mern 3000, Niederschlesien 3630, Oberschlesien 2370, den Reg.-Dezirk Schneidemühl der früheren Pro- vinz Posen 1800, Brandenburg 19 300 (davon SJcr« lin allein rund 17 000), Schleswig Holstein 2400. Hannover 2500, Hessen-Nassau 4000. West­falen 5110, den Reg.-V z. Düsieldorf 8890, Provinz Sachsen 8800 Mann. Die an 85 000 fehlende« 14 250 Mann entfallen auf die uniformierten Po« lizeibeamten der Gemeinden. Für ganz Deurfch« land war uns in Spaa eine Polizei von 150 000 Mann zugebilligt. Da Preußen hiervon 85 000 Mann 4- 9100 Landgendarmen 94 100 Mrnn erhält, verbleiben 55 900 Mann für die übrigen Staaten.

Die von den Weltmächten zugesianden« Bc« waffnung ist tm Verhältnis zu den heute un­gleich schwierigeren Aufgaben der Polizei als vor dem Kriege nicht ausreichend. Zugestauds« sind für jeden Beamten die blanke Waffe, Pistol» und Handgranate, für je br-i Beamte ein Gewehr ober Karabiner, für Je 20 Beamte eine Maschinen« pistole, für je 1000 Beamte ein Panzerwagen mit zwei schweren Maschinengewehren. Schwere Ma« schineng"wehre mit Ausnahme der auf den Pan« zerwagen. montierten, Minenwerfer und Ge­schütze wird die neue Polizei in Zukunft nicht führen dürfen. Wenn man an die schweren ^ampf« aufgaben beispielsweise an die vorjährigen Märzkämpfe in Berlin, wo den Anführern alle mo« tarnen Eroßkampfwafsen zur Verfügung standen, zurückdenkt, die die Polizei zu lösen fjat'e und möglicherweise, da wir nicht "genügend Reichswehr hierfür haben, auch wieder wird durchführen mäs« feit, muß das gänzliche Fehlen der Groß'impf« waffen besonders bedenklich erscheinen. Man tann nur hoffen, daß die Entwaffnung-wktton ein fo durchgreifendes Erg-bnis hat, daß Eroßkampsvaf- fen in Zukunft in Händen von Aufruhrern nicht mehr verwendet werden können.

Erfreulich ist bei tat Neuorganisation bie Vereinheitlichung und allmähliche V-rstaat« lichung durch Aushebung der bisher bestehend « Zersplitterung her Pelizei (wir hatten 15 vershie- bene Arten von Polizeiformationen, dir nebeneia« ander, häufig sogar gegeneinander arbeiteten^ und Beseitigung einer Unzahl von Polizeiverord« nungen. Dadurch wird einheitliche Führung und Verwendung der neuen Polizei wesentlich oer« besiert und erleichtert.

Während früher ihre Aufgabe in bet D rhin« derung polizeiwidriger Handlungen von Einz'l- perfcirn lag, muß die neue Polizei gegenwärtig immer noch mit Masienangrrsfen gegen Staatso.d« nung, Person und Eigentum rechnen. Dcshilb muß die Möglichkeit ihrer Zusammensasiung zum wirksamen Eingreifen auch derartigen Massen, angriffen gegenüber besonders dankbar begrüßt werden.

Daß man hierbei an di« einzelnen $eam*cn be­züglich ihrer körperlichen Tüchtigkeit und Ausbil­dung im Waffengcbrauch erhöhte Anforderung:« stellen muß, ist felbstverständlich. Zu dieser erfor­derlichen Schlagfertigkeit gehört auch die Kaser­nierung. die durch die im Erlaß de; Minister» bestimm'. Unterbringung In besonder« Dienstwoh­nungen *ncer Berüäsichligung der örtlichen Ver- hältnisi«, soweit ein polizeiliche» Bedürfnis vor­liegt", gesichert ,» sein scheint.

Di« neue Polizei Kle BezeichnungSicher­heitspolizei" gibt es nicht mehr wird bie grünt Uniform beibtfoulten; sie wird sich je nach Ihrer Störte 1« Züge, Hundertschaften un» Abteilungen gliedern. Der Führer eines Zuge» (3040 Beamte) ist ein Polizeileutnant, bc: einet Hundertschaft (100 Mann) ein PoNzeihauptmann, während größere Abteilungen (bis zu 10M) MannH von einem Polizeimajor geführt wuden. I» ein­zelnen Großstädten werden über diese Abteilungen hinausGruppen" gebildet. Die gesamten Poliz'i- hafte Berlins werden von einem dem Polizetpräst- beuten unterstellten Kommandeur geleitet Die einzelnen Verbände könne» 4m Notfall auf beso v bete Anordnung bet Landespolizeibchötde (Rezla-

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rungspräsidenteu) außetfoalb ihre» DienslorteM verwendet werde«, wen» dit örtlichen Polizttträsr^U tültzt mtLStch«,.' ' . ®°*

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Tageszeitnug für (das früher kurhessische) OLerhessen

DieOderhelfiphe Zeitunz" ttj*ti*l keinmal Böetentlid). - Bezuz-prei- monatlld) 4 $tt durch di« Post 4.20 3it. Susgabe B mitOderh. Eport-Ztg." 1 SJlt. mehr. ftät ausfeUer.be Stummem infolge tztt-ik, ober elementare! titeignifk tein (£t|an. - Vertag »on Di. C. fitteteth. Druck der Univ.-Vuchdruckekei »on 2»h. Xug. Äed), Markt 2123. Fernfprecher 55.

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W du Äöaiy oon SrirtzuM.

i wb. Athen, 26. Ott. (tzavas.) Der König DB» Griechenland ist gestorben.

Die Stellung König rtoustantin».

' wb. P a r i s , 25. Okt. Nach einerTemps"- Dkeldung aus London hat König Konstantin ynem Vertreter derDaily Mail" erklärt, es sei khm unmöglich zu sagen, ob er seinem Sohn ge­golten werde, den Thron von Griechenland zu be­steigen oder ob er die Bedingung annehme, die die s-iechischc Regierung vielleicht stellen werd«. Et ptlte sein Anrecht auf den Thron von Eriech.nland ««frecht. In der Umgebung des Königs er­kläre man, König' Konstantin werde sich nur unter­werfen, wenn eine Volksabstimmung sich gegen chn ausspreche.

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Sss Me-MMu.

9k Hungersnot Nur Revolution im Westen kann - den Sturz bet Bolschewisten aufhalten.

wb. Paris, 25. Okt. Der Berichterstatter des ^Journal" hatte eine Nnlerrrdung mit einem Freunde kinowjews. Dieser hat ihm nicht verhehlt, daß He Lage in Räternßland sehr bedenklich geworden

daß der Winter, der jetzt schon boomten hat, eine chrcckkiche Hungersnot im Gefolge haben icrbt und daß das Volk von Tag zu Tag unzufriedener Werde nach all den Entbehrungen, die es durchgemachl Hat. Die Arbeiter regen sich, und die Bauern haben Nair so viel Land bestellt, nm das zu erzeugen, was Pe selbst an Lebensmitteln notwendig hrben. El Me daher in den Städten auch vollkommen an Brot. Alle Bemübnugen, mit den ausländischen Mächten die ^ntndschaftlickien Beziehungen wieder herzustellen, haben nur ein sehr mageres Ergebnis gehabt Cng- hmd und Deutsckland würden erst in einem Jahre Lkomotivcn liefern können. Sowjetrußland fürchiete Nttbe« diesem Zustande Polen, die Ukraine und vor allem General W r a n g e l. Sinow;ew habe wörtlich «klärt, daß, falls nicht im Lause dieses Winters im Elften revolutionäre Bewegungen zum Ausbruch Janen, müßten bie Volkskommissar« zu- fkücktreten. Zurzeit richten sich alle Anstrengungen WoskauÄ nacl? Italien und der Tschecho-Slowakei. tot Bolscbewisten seien der Ansicht, nur von diesen Lärchern und vielleicht noch von England könnten ihnen Hilfe kcnnmen. Ein wenig rechne» sie auch auf Deutsch­land, und in Berlin wisse man wohl, daß ganze Bd)gre u Agitatoren die Häfen, Westfalen, das Nudrgeblct und Thüringen überschwemmen. Zum Ehl'-ffe habe Sinowjew noch die Erklärung Kopps iestäligt, daß Rußland nicht daran denke, seine Schul- fctn ir. Frankreich an;uerken»en und daß «S leinen( Dfennig davon bezahlen werde.

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Tie lebhafte Agitation in Deutschland durch bol- hhkwistifche Agenten erscheint jetzt in einem so hellen Licht, daß sich auch der deutsche Bürger tmskenue» wird.

' Der Waffenstillstanb und Botfttebe mit Polen.

wb. Warschau, 25. Okt. (Funkspruch.) Auf ter antibolschewistischen Front sind bie Opera­tionen nach Unterschreibung des Waffenstillstandes tengestellt worden.

wb. Posen, 23. Okt. (Funkspruch.) In der heuritzen Sitzung wurde der Wasfenstillstands- tob Borfriedensvertrag mit Sowjetrußland ein- ßimmig angenommen und das Oberhaupt zur Lnterzeichnnng ttomett» der polnischen Republik evnächtigt.

wb. M o s k a u, 25. Ott. (Funkspruch.) An der Westsront werden unsere Truppen umgruppiert. *® die in den Waffenstillstandsbedingungen vor- stesehene Linie z» besetzen. Die Kampftätigkeil wurde eintzestrllt.

jl Et« Kreuzer von Meuterer« vernichtet?

" , wb. Paris, 25. Okt. Nach den hier erschei­nendenNusfifchen Neuesten Nachrichten" soll in Kronstadt die Besatzung des KreuzersTrogmobi" lemeutett und die Kommisiar« und Offiziere Getötet haben. Der Kreuzer soll dann vernich­tet worden sein.

Ein polnisch-ungarisch-fi»nisch-r»«änische»

« MilltSrabrommen.

* 83arschan, 26. Ott. Polen, Ungarn, Finn- "htb und Rumänien haben ein Militärabkommen

di« Dauer von drei Jahren vereinbart. Jeder ** vertragschließenden Teile ist im Falle eines bolschewistischen Angrifses verpflichtet, de« Ver­endeten militärisch« Hilf« zu leisten.

Gegeaofsenstoe der Armenier, '

mb. Paris, 25. Okt. Nach einerTlmes*- aus Konsttniinopel begannen die Arme­