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Marburg

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«, Ne- onstiz« ;6Ie<ä;e irtikel, Sachen, »er Lasse!.

bet, wie man erwartet, auch Lloyd Georg« teil­nehmen wird.Daily Ehronicle" schreibt, dte all­gemeine Ansicht geh« dahin, daß die Eisenbahner und Transportarbeiter nicht in einen Syrnpa'hie- ausstand mit den Bergarbeitern treten »erden. In d«n Bergwerksgebieten herrscht vollkommene Rub«.

Einer Londoner Meldung derDeutschen Allg. Ztg." zufolge gab es bei dem Zusammenstoß von demon­tierenden Arbeitslosen mit berittener Polizei in der

-Downing Street iiber 120 Tote und verwundete.

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DieWiedergutmachungs"-Frage.

Keine Dcrscharsung der Meiuungsvcrschiedenherte«.

wb. P a r i s, 18. Oft.Journal des Tx-batt" veröffentlicht iiber das Wiedergutmachungspro- gramm folgende halbamtlich« Note: Di« Verhand­lungen zwischen Paris und London und zwischen Lord Derby und dem Quai d'Orsay dauern fort. Die Antwort der britischen Regierung auf die letzt« Note der französischen Regierung ist heute vormit« tag tm Ministerium des Aeuhern eingetroffen. Entgegen den Nachrichten Pariser Zeitungen ver« langt sie nur Aufklärungen und Präzisierungen über die letzen französischen Vorschläge. Es heißt, daß die Meinungsverschiedenh'iten zwischen Lon­don und Paris sich n i ch t verschärft haben. Dan» im Gegenteil.

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wb. London, 18. Ott. Wie gemeldet, glau- tn die Bergleute imstande zu sein, ben Ausstand Aindestens sechs Wochen durchzuführen.

Haltlose polnische Anschuldigungen.

wb. W » r s ch a «, 1». Ott. Die Polnische Tel.-Agt. meldet amtlich: Die polnisch« Regierung stellt mit großem Bedauern fest, dah die Bedrückung und di« Schi- tene, der die polnisch« Bevölkerung in den Abstim­mungsgebieten, em Niederrhein und in Westfalen ees= gesetzt ist, eine schädlich« Zuspitzung der Neutralitäts- Verhältnisse in den ehemals preußischen Teilgebieten hervorruft. Die deutsche« Behörden entfernen aus Ost­preußen zahlreiche dort seit langem ansässige Polen trotz der Intervention und des Protests des polnischen Konsuls in Königsberg. Ter polnische Konsul in Königsberg gab dem Oberpräsidenten Siehr die Er­klärung ab, daß im Falle weiterer unbegründeter Aus­weisungen von Polen eine ebensolche Anzahl Staats­bürger. die im ehemals preuhischen Teilgebiet wohne«, «usgewiesen werde. Das Ministerium für das ehemals preußische Teilgebiet hat schon eine ent­sprechende Liste ausgefertigt. Die polnisch« Regierung wird gezwungen sein, sich dieser radikalen Mittels zu bedienen, wenn die preußische Regierung nicht eine energische Revision ihrer gegen die in Deutschland woh­nenden Polen angewandten preußischen Berrvaltungs- Methode vernimmt.

Deutscherseits ist zu dieser amtlichen palnischen Ver­öffentlichung folgendes zu bemerken: Es ist durchaus »nzutreffend, daß die polnische Bevölkerung in den Abstimmungsgebieten, am Niederrhein und in West­falen der Bedrückung ausgesetzt wäre. Deutsche polni­schen Stammes finden bei deutschen Deörden regelmäßig ihr Recht. Wenn gelegentlich zwischen deutschen und polnischM Staatsangehörigen bedauerliche Unartig­keiten vorgekommen sind, so geschieht Aehnliches in mindestens gleichem Maße jenseits der polnischen Grenze, und die deutsch« Regierung bedauert ihrerseits die eine wie die andere Art van Unbill, die durch die gespannte politische Lage erklärt, aber nicht entschuldigt werden kann. Eine Rückfrage beim Oberprästdenten der Provinz Ostpreußen hat ergeben, daß Ausländer polnischer Staatsangehörigkeit in seinem Berwaltungs- bereich niemals anders behandelt worden sind wie an­dere Ausländer. Amtliche Beschwerden hat der Konsul beim Oberprästdenten daraufhin weiter nicht oorge- bracht. Mit diesen Feststellungen dürften die von der polnischen Regierung gezogenen Schlußfolgerungen be­züglich der Behandlung deutscher Reichsangehöriger in Polen entfallen. Da von einer Ausweisung oder von Ausnahmemaßnahmen gegen deutsche Staatsangehörige polnischen Stammes nirgendwo die Rede gewesen ist, so kann rgohl auch die polnische Regierung schwerlich eine Ausnahmebehandlung polnischer Staatsangehöriger deutsches Stamm« in Polen ins Auge zu fassen hzchqz,

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wb. Budapest, 18. CfL DaS ungarische relponbenz-Büro meldet, daß Stadt und Somit at Stuhl« Weißenburg zum Andenken an den vor Jahresfrist erfolg -en Einzug der ungarifchen Rationalarmee eine ©AenJ- faule errichten ließen, bei deren Enthüllung am eng der Reichsverweser eine Ansprache dielt. Rach btt fcharse« Zurückweisung der Sonderbestrebnngen einzeln«« rnppe«, die das Volk nicht zur Ruhe kommen laste» wollten, kam der Reichsverweser ans die S6n(g8fr«ge i« sprechen. Alle Un-rnrn s«en eines Sinnes, daß da» Land als Königreich iortbesieben solle. Der aber di« Personenfrage vorzeitig austverf«. vergebe sich a« bet Einheit der Nation. Der Reichsverweser schloß mit den Wo.teu, daß er das zweite Jahr im Zeichen der imve- ratipe« Beruhigung beginnen »volle, damit mit (Sorte» Hilfe ein reiches und mächtiges Ungarn erstebe, an dessen Svitze ein g-krönter König gelangen toetbe, den die Nation begeistert und mit offenen Armen empsangrn werde.

wb. Paris, 18. Oft. (Savas.) Der Berichter­statter desFigaro", der sich gegenwärtig in Budapest aufhalt, hatte ein« Unterreduno mit bet» CEtl&eneg Joseph. Bus dieser Unterredung hat der Berichter­statter den Eindruck gewonnen. daß der Erzberzo, den unoarifchen Thron gern annehmen würde, »venn er ib« von der Mehrheit de« Volkes ongebote» würde: aber unter der Bringung, daß England und Frankreich nichts dagegen einzuweube« hätten. Weiter schreibt bei Be­richterstatter, daß der Erzherzog Joseph m enger Ver­bindung mit dem bayerischen £> o f stehe, wo eben­falls die Wiederaufricktung der Monarchie möglich, wenn rnch nicht bevorstehend sei. Die Möglichkeit wichtig« Treinnisse in Mitteleuropa stehe in kürzer« oder länge­rer Zeit bevor.

wb. London, 18. Cft DemDaily Telegravh" zu folge verlautet, daß mau als Kandidaten für den anaa« rischen Tbron entweder einen standinavüchen Prinzen ijer den zweiten Sohn des Königs der Belgier auser­koren habe.Man" hat auserkoren. Der ist SaS? Für einen ihnen präsentiertes König werden sich die Un­garn bedanken.

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Ser ««plante Kindermord.

Geheimrat Professor Dr. Czerny weist hN Verl. Lok.-Anz." auf die grausamen (jotgen die die Auslieferung der verlangten 810 000 kühe haben werde, besonders für di« Kinder, M« infolge der Blockade während des Krieges nut da« allernotwendigste Minimum an Milch erhalte» haben. Er fordert nicht nur die Aerzte, sonderst das ganze deutsche Boll auf, sich zusammenzuschlt« ßen zu einem Appell an die gesamte Menschtzetch mw Liefer Barbarei ein, Ende zu mache».

- Wlveisliüg der MsteMeMm.

1 »b. Berlin, 18. Oft. Dem Vorsitzenden des Lrekxdivkomitees . der Dritten Internationale, Oinsrojew, und dem Präsidenten bet allrussi- ttflt Hewerkschaftsverbände, Losowsky, wurden Aer* die Ausweisungsbefehl« zugestellt. , Mne Meldung von der Berfößnng der Ausweisung der Msien wurde bereits gestern durch bas Wolff-Büro auS- iwefcn, aber gleich darauf wieder zurückgezogen, angenommen werten mußte, die AuStveffnu« sei picht angeordnet. Dem Ersuchen um Nichtver- KiruKichnug der Meldung nachgalommen, hielten wir «r selbstverständlich.)

Mehreren Blättern zufolge haben Sinowjew kofowski um Aufenthal1sverlänge-«ns ersucht, ghr Rschtsbeistand, merkwürdigerweise ihr po- tztifcher Gegner, der rechtsunabhängige Rech's- «mvalt Dr. Rolenfelb, hatte mit dem Minister des Fmr»rn Seoering und dem Berliner Palizeiptäst- knle« Richter bereits verhandelt, hat aber eine kufrmhaltsverlängerung bis jetzt nicht erzielen 8m»rn. Die unabhängige Fraktion des Reichstags Hai einen schleunigen. Antrag eingebracht, in dem sie gegen die Ausweisung Sinowjews und Losowskis Pwtsstiert und um sofortige Aufhebung der Aus- VGsfnngsverfügung ersucht.

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tzrnder,

Amtliches Verkündlgnngsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) OSerhessen

M Men in Meneifl.

Erfolg der Christlich-Soziale«.

wb. Wien, 19. Ott. Son insgesamt 151 8» stesetzenben Manbaten für ben Nationalrat ß«d nach vorliegenben offiziellen Berichten bisher ge< wählt: 57 Sozialbemokraten, 71 Christlich-Sozial«, 12 Großbeutsche, 2 Bauernpartei unb 1 Bürgerlich« Arbeitspartei. Nach bisher festgestellten Ergeb­nissen verlieren die Sozialbemokraten und btt Großbeutfchen j« 6 Mandate, davon bie Trotz, beutschen 2 an bie von ihnen abgcsplitterte Bauern. Partei. Die Jübisch-Nationalen unb bie Tscheche» Slowaken verlieren je ein Manbat. Die Ehrtstlich» Sozialen gewinnen 12 Manbate.

Zu biefen 151 Mandaten kommen noch 9 Man« bäte aus Kärnten, bie bis zur Durchführung bet borkigen Wahlen von ben bisherigen Abgeorbnete« 4 Sozialbemokraten, 3 Christlich-Sozialen und 2 Eroßbentfchen) vertreten bleiben, auherbem die noch auf Grunb der Reststimmen zu verteilende« 18 Mandate.

In Wien erhielten bi« Sozialbemokraten 436 369 Stimmen gegen 513 145 im Vorjahr, bi« Christlichsozialen 279 966 gegen 210 548 und We Eroßbeutschen 78149 gegen 63 983 Stimmen.

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Nachdem die bürgerliche deutsche Regierung offenbar eb das Maß der in Deutschland besicüenden Freiheit th-weisen dem bolsckn'wisiischen Blnttvranne« Sinotv- eikaubt hat, Büraerkrie, und schärfsten Terror gegen Ktverfluchte Bourgeoisie" zu predigen und Samen «zchustreuen, aus dem Umsturz und Zerstörung alle; LcÄrhenden erwachsen soll, hat sie sich unter dem Druck feet entrüsteten bürgerlichen öffentlichen Meinung nun rnKtzlosten, Sinowjew und feine» Gesinnungsgenossen skoioEn den längeren Aufenthalt in Deutschland zu -pkübeeten.

Ä* di« Unaehcuerlichkit zu beleuchten, daß mgn knwwjew uaü Salle auch noch d«S Auftreten in Berlin ertskrtte (wo er nur wegen Heiserkeit nicht reden konnte fe® dirBoss. Ztg." folgende Parallelen auf:Man stelle sich l>«r: eines T.,geS käme Marsckmli Fock auf den fhfoH, als Redner in einer Münchener Versammlung «nstutreten unb im Namen der gemeinsamen katbolischev Esche zu einem S?cmit6hi«g$toet fitgen Preußen au'" prssrtern. Und in seiner Rede kämen etwa folgende EtM» Lor: Dir Bagern sollte« nicht in den Fehler ver­fallen, zu gutmütig zu fein «nd irgendwelche Sch-,nun» zu ü6»n. In einem richtige« Btigerkrieg sei die Sanvt- fctfte die verscharrte Form der Geuealt, b« Terror man sich vorzustrlle«, daß die Berliner Regre- ren l,ne moralisch abzudanke«, sich eine solche Robe

1 fallen lasken konnte? Oder aber: der Oberpräsident veu dann ober suchte sich einen passenden saal in tzetersburg au», um alle nichtbolsckiewistischen 8le- esate ausznsordrrn, die Gewaltberrschait eine« Minder­heit obzirWerren und sich mit alle« Mitteln gegen die 8iÄe»-ehr dieser Tyrannei zu sichern.Kerenm um, seine Leute", so könnte er sagen,sind zu dumme und gut- tätige Kerl; gewesen unb haben Leute freigelgssen. die sich «mhber an bie Spitz- der bolschewistische« Gegenrevo- hlk-R hellten . Wenn ihr an die Regierung kommt, wie- trr-slt nickt diesen Fehler! Wenn es sein muß, dann wich die versckärste Form der Gewalt: den Terror." tea8 würde der Diktator von Petersburg, S-rr Srnow- jew, zu einer solchen Rede des Seron Noske ragen?

8? ist klar, daß schon die bloße Borstottung lacher- ; ES ist.

Wirkungen der Spnttung.

I Brtlin19. Ott. Wie bie Blätter melden, Nti sich auch bie R e i ch s t s, s f r a k t i o n bet Lnabhängisisn gespalten. Bei bet gestern an- «rfetzten Frattionssitzung waten nut bie Mit- M»dsr bes rechten Flügels in Stärke »on 59 Ab- zeordneten anwefenb. Die Linke hat sich, 22 Ab- ttorbneie stark, als unabhängige fozialbemo- i datische Fraktion,Sektion Eichhorn", konstituiert.

Berlin, 18. Okt. DerVorwärts" melbet «ns Halle: Die Lintsunabhängigen unb Kommu- >»stsn besetzten morgens bas Hallefche Partei fttteieridt unb verwehrten einem bet Sekretäre, der auf bei. Seite der Rechten steht, ben Zutritt Ito Büro. Ebenso bntften bis beiben bisherigen »olitischen Redakteure besVolksblatts" nicht >»ehr bi« Redaktion betreten, weil ste Segnet der Aoskauet Bebingungen sinb.

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Ti« CbtrbeiRiAt Zeitung" erscheint lech,mal «ö»«nMch. Aeznzopret» monatlich 4 Mk'., durch dir Poft 4.20 «k. Ausgabe B mitvberh. Sport-Ztg. 1 Ttt. metjt. - Ie NuM»-rn infolg« erteil, oder elementarer Eieignisie kein Er>atz.- bitzrrottz. Druck der Unio.-Rnchdrnckerri von 2»h. Äug. Koch, Markt 2123. Fernsprecher 55.

wb. § o 11 e a , 18. Oft (Funkspruch.) Es sinb dlächtigo Einflüffe am Werk, um eine baldige Re­gelung im Dergarbeiteraussiand herberzuführen. I parlamentarische Eewerkschastsausschuß soll | i«h« foforttge Aktion planen. Morgen findet im I ^brtfrhause eine ausführliche Vefprechung statt, an

Der Nnzel-enprei, ».trögt fir M* Saesp. Zett« 7» W *xb 10% »«W«».

_________ .MWh «».Bärtige 1.- «t, Rekl.m.zell« S.00 Mk. Jeder 5U»«d gilt al» ««Utt. rts«__,__«ei Ukn«st durch di« »«Ichöst.ftelle nn» Vermittlung der Ängedot« 7» Attz. »»»-

^DienStCin, 19. DttOllCt I geta«»Ht. «ei Betrögen unter 20 Mk. müssen Mir da, «ort» für di« Kkchnung ° -- 1 drrechnr«. «»ftlch.ckkont«: Rr. 5015 Ämt Fr.nttnrl «. Stet«.

sind.

Die Handels- und KtiezsslaWe.

wb. Moskau, 19. Okt. (Durch Funkfpruch.) Die Zeitungen »eröffentkichen eine Vetfiig'ing des allrussischen Zentralvollzugskomitees" mit bei Be­stätigung bes stbirifchen Revolut'onskomitee». Da­nach wirb eine gemeinsame Handels- unb Kriegs­flotte errichtet. Die rc'.c Fahne mit golbrnen Buch­stabe« R. S. F. S. R. (russische sozialistische födera­tive Sowjet-Republik) und bem Löwen im oberen Felde soll beibehalten werben. Wt bie Handels­flotte wirb bie rote Fahne mit großen »eitzen Buchstaben R.S. F. S. R. in bei Mitte eingeführt. Für bie Hochseeflotte gilt bie tote Fahne mit bem Bnket und einem toten Stern in bet Mitte bes Ankers sowie ben weißen Buchstaben R. S. F. S. R. im »beten Teil bes Ankers.

Der englisch-russische Eefanxeneuausausch.

wb. ßonbon, 18. Oft. Die Sowjetregierung hat auf eine Roie bei britischen Regierung geant­wortet, baß bie russische Regierung vorbereitet sei, unverzüglich mit dem kesangencuaustausch zu be­ginnen. Die russische Regierung schlägt »ot, ben Ausiemsch übet bie fi«tische Svernze zu bewerk-

telligen. Die Sowjetverireter in Tiflis feien in» truiert, bie Frag« bet Rückkeht bet Balu-Eefan- genen so zu behanbeln, wie es in bet Note von Curzon vereinbart würbe. Bezüglich bet russischen Sowjetgefangenen hofft bie russische Regierung, baß sich bie Auslieferung in Aegypten, Konstanti­nopel unb Baku ebenfalls bewerkstelligen lassen wirb.

Der Goldschatz de» Emir, von Buchara.

Kopenhagen, 18. Okt. Den bolschewistischen Truppen in Buchara ist es gelungen, sich des Eold- chatzrs des Emirs von Buchara zu bemächtigen, der aus einer großen Anzahl von Eoldstangen im Werte von mehreren Milliarden besteht. Diese Goldbarren wurden in der Staatsbank von Moskau hinterlegt.

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9» SstgkW m BiiM.

Die polnische Regierung bat den Zug bes Ge­nerals Zeligowsk i nach Wilna alsMeu­terei" offiziell gemißbilligt. Zn Wirklichfeit siehf sie in demMeuterer" mit bei polnischen öffent­lichen Meinung eine Art Nationalhelb, bet eine von allen polnischen Patrioten bejubeltevollen­dete Tatsache" geschaffen hat. Etwas unvorsichtig äußekte sich darüber bet Vizepräsibent bes pol­nischen Ministerrates Daszynski Zournalisten gegenüber. Er erflärte, ntemanb habe ein Recht, sich in diese Angeleegnheit einzumischen, unb wenn et es boch tue, werbe Polen ben Kampf äuf­ne h m e n. (Also ben Kampf zugunsten eines M uterers"!) Entweber werbe Wilna einen un­abhängigen Staat bilben, ober ober es werbe sich mit Polen vereinigen. Herausgeben wirb Polen danach Wilna, die H:imaistadt bes sich mit Rücksichtsabsichten tragenden Staatschefs Pil- s u d s k i, nut unter bem Druck bet Westmächte, unb daß ber nicht stark ausfällt, dafür wirb Franf- teich. bie Schutzmacht bes seinen Zwecke« bienenden Polens, schon foregn.

Der machtlose Völkerbund.

wb. Paris, 18. Okt. Padetewski erflärte einem Vertreter besNew York Heralb", «r sehe nicht ein, was bet Völkerbund in bet Angelegen­heit von Wilna Ur könne. Er hab« keine M a ch t, bie Truppe« bes Swotels Zeligowsfi zu zwingen, Mlna z« räumen.

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Frontberichte.

wb. Moskau, 18. Okt. (Durch Funkspruch.) Im Operationsb"richt der Sowjetrepublik vom 15. 10. heißt es: Zm Abschnitt Minsk fanden hart­näckige Kämpfe 20 Werst westlich unb 35 Werst übwestlich von Minsk statt. Unsere Trunpen Klugen bie feindlichen Angriffe zurück unb gingen elbst zu Eegenstößen übet. Zm Abschnitt von Sluzk bauern bie hartnäckigen Kämpfe weiter an. In ber Richtung von Luninez wurden bie feinb­lichen Angriffe Sstlich von Turow zuriickgeschlagen. In ber Richtun, Nowograb Wolhynsl setzen unsere" Truppen ihre« Vormarsch fort. Zwischen ber Eisenbahnlinie nach Proskurow unb dem Dnjestr bringt der Feinb mit überlegen-n Kräften vor.

wb. Warschau, 18. Oft. Zm Eenetalstabs- hericht vom 17. Oftobet ber polnischen Armee beißt cs: Am nörblichen Flügel marschieren unsere Truppen weiter vor, um die im Waffenstillstand vorgesehene lettische Grenze zu erreichen. Der Feind, der infolge der bedeutenden Verluste der letz en Tage bie Kampflust verloren hat, ^setzt uns feines namhaften Widerf'and entgegen. Zm Be­reich »en Minsf ziehen sich unsere Truppen auf bie Waffenst'llstanbslinie z « rLck.

»b. Moskau, 18. Oft. Hier eingetreffene Funkfprüche der polnischen Heeresleitung schlagen di» EntseNbun« von Offizieren vor, bie bevollmach tigt sinb, bie Einzelheiten des Praliminarvertrags iestzusetzen und zwar in zwei Gruppen. Die erste Ab»rbnun, s»A in Baranowi schi, bie zweite Truppe in Berbitscheu, zujaNimenUmMe« ««b z«>ar am 18. Dfteber.

Starke Opp*fiti»n gege« di« Räteretziee«»».

wb. Kopenhagen, 18. Oft. Wie dieB«r- lingrk« Tibenbe" aus guter Quelle erfährt, Wat sich in letzter Zeit in Moska«er Kreise«,, die 1« den Stützen der MasUuer Rätegeiirru«, gehöre«, eine starfe Opposition gegen bie bisherige Politik bet S»»jetr»tzierunz bemerkbar gemacht. Die Opposition »erfetgt das Ziel, bie Sowjetreßierxvg 3« zWiagen, eine gemäßigtere Politik zu führe«. Die Stellung Trotzkis soll stark t r - schüttert sein, ba bas Sowjeiexekut i»k»mitee sh« cU Mißtrauensvotum erteilte. Man glaub?, daß die Entwicklung der Sowjetrepublik, «>e sie von dieser Richtung angestrebt wirb, i« W«bem Maße die Bemühungen erleichtern würbe, die Ver­bindungen mit Rußland wicber aufnehme«, um daburch Rußlands Woderaufrichtung durchzu­führen.

Echlechte (Setrerttetwie.

wb. Kopenhagen, 18. Oft.Berlingske Tibenbe meldet aus Hrlsingfors, baß nach einer ' amtlichen russischen Statistik nur halb so viel Brot- getreibe geerntet würbe, als zur Unterhaltung ber Bevölkerung notwenbig ist. Dagegen soll zurzeit '^Nais in reichlicherem Maße vorhanden sein, weil die Bauern zum Schlachten des Viehs gezmungen

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