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Marburg, 12. Oktober (Eildhardtj.

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Mstglredeevevsammlung

Donnerstag de« 14. Oktober 8 Uhr Bei Seebade.

Tagesordnug:

1. Beschickung des Parteitage» in Hannover.

2. Mitteilungen.

3. Kommunalpolitik (Herr Sonnenschein).

71/, Uhr Borstanbssitzung ebenda.

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* Schulamtlicher. Endgültig angestellt: Du <-ebrer Neuß in Schwabendorf und «erste in Louisendorf Einstweilen angestellt: Die Schulamtsbewerber Koch in EmSdorf nick Herbold in Ziegenhain. In den Nnhe- tzanb versetzt: Die Lehrer Schulz in Reddehausen und Müller in Wolfshausen.

* Kreisziegenzuchtverein. Unter der Lei­tung de6 ftrltoertrrtenden Geschäfts» und KasseniührerS des Vereins, Herrn Lehrer Schmidt-Elnl>anse», tagte «m Sonntag in der Reithichen Gastwirtschaft jn Weiden­hausen eine Generalversammlung des Kreisziegenzucht- vereins für den Kreis Marburg. Da der seitherige Borsitzende, Herr Landwirtschastslehrer Müller, tunt Direk­tor der landwirtschaftlichen Wintrrschule in Schlüchtern gewählt und deshalb von hier verzogen ist, mußte ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Gewählt wurde Herr A. Groth. Weidenhausen 36, und zum Kreis,nchtwart Herr H. Kleinberg aus Ockershausen. Bei der Gelegen­heit gedachte man auch in gebührender Weise der Ver­dienste, die sich der seitherige Vorsitzende nm die Ziegen­zucht urch um den Kreisziegenzuchtverein erworben hätte und die stets in dankbarer Erinnerung bleiben würden. Zm weiteren Verlaufe der Versammlung wurde bedauert, daß der Bockhaltung von den zuständigen Stellen nicht genügend Entgegenkommen gezeigt würde. Sin Beweis, das: die Bestimmungen des BockhaltungSgeketzes doch viel­fach noch nicht genügend bekannt seien. Den Mitgliedern wurde ans Herz gelegt, im nächsten Jahr mehr Lämmer und Bocke von eingetragenen Ziegen groß zu ziehen, damit die große Nachfrage nach solchen befriedigt wer­den kann. Abgekörte und nicht angekörte Böcke sind nicht hei den Ziegen zuzulassen. Den Wünschen vieler Mit­glieder Rechnung tragend, sollen nächstens mehr Vcr- Sammlungen stattsinden.

Theater, Konzerte, Serfemmlungen «sw.

* Marburger Konzert-Verein. Die für die Zeit vor Weihnachten geplanten Konzerte wurden bereits, vor einigen Tagen veröffentlicht. Es wird alle Abon--! nenten besonders freuen, daß es nun doch noch gelungen ist, Has bedeutendste Trio der Gegenwart der Herren Carl Flesch lVioline), Hugo Becker (Cello) und Karl Friedberg (Klavier) für den 11. De^mber zu gewin­nen. Infolgedessen wird der ursprünglich für den 6. De­zember eingesetzte Klavierabend von 8. Hühn eine Ver­legung erfahren. Die Termine werden rechtzeitig be­kannt gegeben. Die zu einem ersrenlichen Abschlnß ge­langten Verhandlungen mit einem großen auswärtigen Orchester können leider vor Weihnachten aber kaum ver- Imrt'icht werden, da die StadtsSle an einem Sonntag

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«. Sommert5 Hausen, 11. Okt. Bei strahlenden- ^erbstwetter sand am Sonntag, den 10. Oktober in Hommertshausen ein deutschnationales Part ei fest d:ü Krei­ses Biedenlohs statt. Die Festrede hielt unser heissi'cher Vanernschriststellcr Naumann -Nauzhausen. Heimat- 'iebe, Nöchstrnliebe, GtolteSliebe waren die Lrci Forde­rungen. die feine warmen Dort' uns in sieser Zeit Ser Not onus Herz legten. Noch ihm sprachen: Herr Schule- Cassel. Vertreter des Bundes der Landwirte, nufer Reichslagsabgesrdnettr Arbeiterfülirer Hartwig. 8er Vorsitzende unseres Arbei'tsbezirkes Herr Sonnen­schein-Marburg. und Landwirt Christian. Alle Vedner betonten den einen leitenden Nedgnken der d-utsch- -'ationalen Grundsätze: nicht der materielle Sozio.l'sxin? der Sozialdemrkrati'. sondern allein der christliche Soziä-

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«Fartnr» *ttb ^r»nl-«rt, Wett 10. Oktober 1629.

Heffen-Nassau und Nachbargebiete.

Ces sei, 11. Okt. Der Haupsm-rkamwlüng d-s Deutschen Vereins für das höhere M ädchenschnln-es.-n srckgte am Sonnabend die des Vrenstischen Laades- rereinS für das höhere Msdchenschnlw^en. Auch sie stand unter dem unmittelbaren Cinflust der Reichssckml- konserenr, der der erste Vorsitzende. Studiendirektor Justus Baltzer-Ha^le als Vertreter beiqewsh-rt hatte Sein Vortrag®ie prenßisch?» Lehrpläne und die Reichslchnlkonserenz" suchte den Mitgliedern des Ver­eins klarzumachen, wie die allgemeinen Forderungen der Reichsschulkonsrrenz im besonderen das Ziel der höheren Schitle» für die weibliche singend, die Aus­wahl der Unterrichtsfächer, die Stoffgebiete »n'o di« Methode notwendig beeinflussen werden. Hiernach müssen die Lehrfächer ausgewWt und ihre Stoss­gebiete bestimmt werden. Viele Redner fowerten die dreijährige Grundschule, da die Begabten in drei Fahren für die höhere Schule reif seien; aus jeden Fall toutbe für eine gründliche Ausbildung der Mäd­chen dos 7-klasfige Lyzeum mit anschließendem Frauen- schuljahr verlangt. Dem Unterrichtsministerinm sol­let durch den Vorstand rechtKeitig Vorschläge für

dessen ein Liederabend von Fron Lula Mysz-L m ei »er als L o l k s k o n z e r t ftatifinbea; falls sich iu den betr. Kreisen entshrecheudes ' Interesse für derartige Veran­staltungen zeigt.

^Klavier abend Kwast-Hodapp. Fran Fri:La Kwost-.Hodapp hat für ihren Klavierabend am 16. C'tofer im PhstiPPshauS > .n überaus gediegenes Progrenrm js« fammengestellt. Als Haupt-mmmer B-ethoveus 3S Ver­änderungen über einen Walzer von Diabelli. Tiefes^ geniale Werk bezeichnet Hans von Lülow als <-d-" Mikrokosmos des Leethovenschen Genius, ja sogar': Mbild der ganzen Tonwelt i-n AuSzuge": es bildet einen Drüfftein für jeden bedeutenden Naniston. Als !veit.-ren Klassiker HacndelS Chaconne in G-dnr in der Bearbeitung non James Kwast. Dann folgt Chopirr mit seinem chocturno ei§-moll und Bseesrole Fis-dsr, und den Ab- ickluü bildet Liszt mit drei Glanznummern: Greita, rhafle neige und Wilde Jagd. Sorten in den Musik«liew- handlvugen von Kurt Neufeldt.

* Promenadenkonzert der Reichswehr findet morgen nachmittag von 4.30-5.30 Uhr auf srm Markt- vlatz statt.

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,5 * Polizeiliches. In der Nacht vom Soun- u. z«m Montag ist aus dem Wege Ockershausen ^iversitätSstraßeRudolphsplatz ein silbernes Kettcn- ^nband wahrscheinlich verloren worden. Es han- sich mn das Andenken eines Gefallenen. Es » auch der veracht «neS Diebstahls aufgekomnaen. Hchon um einen etwa Unschuldigen von dem Verdacht leg Diebstahls zu befreien und mit Rücksicht aus Andenkenwert, totrb die Abgabe deS Arribandes, Ms es gesunden worden ist, dringend erwartet. Die Lieferungsfrist von 3 Tagen läuft am Mittwoch xbend ab. Zurückbchaltnng solcher Fund gegenstände brrciten dem »nschlüssigcn Finder doch nur Unruhe; str ist ober auch als Fundunterschlagung strafbar, wenn tzrr Fund nicht innerhalb drei Tagen angeineldet ist.

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die Neugestaltung der Leffrpläne vorgelegt werSen. Eine lebhafte Aussprache brachte der Antrag, dahin zu wirken, daß eine weitere Schulgekdechöhung nicht eliiireten dürfe, da saust das Eingehen vieler höherer Lehranstalten für die tveibliche Jugend zu befürchten sei. Nachgeiragen soll werden, daß am 5. und 6. Lkwdc: der Verein für da« boberc Mädchcnlchulwesen tagte, der alle Anstalten der Mittel- und zktemstLte und Landgemeinden umfaßt, die nach dem Plan der anerkannten Lyzeen unterrichten

me. Frankfurt a.M., 11. 0ki. Tie Kr'minat- polizei verhaftete drei junge Burschen, die mit einem Hammer auf dem Weste waren, «iueu Airyändler im firiiutt Hirfchgraben zu ermorden. Das Verbrechen konnte in letzter Minute vereitelt werben. In den Äerichtssälcn, wo früher strenge Sitte und Ordnung berrfchtrn, find migenblicklich Zustände eingerissen, die dringend der Abhilfe bedürfen. Nicht nur, daß die Zuhörer in aller Ger-tütsruhe ihr Frühstück verzehren, mit viel (Geräusch Zeitung lesen, sich einander erzählen, sondern eine Dame bracht- es sogar in der vorigen Woche fertig, während der Verhandlung zu häkeln. Es >st ja auch so angenehm, wrnn men gemütlich hm-darbeiten kann, während andere Menschen ins Gefängnis geschickt werden. Eine hiesige große Firma schloß einen Vertrag mit der Firma G. Mar- chels Fils in La Claqurtte im Maß auf Lieferung von Baumwollwaren ün Werte von zweihunderitausrnd Franken. Die Franzosen haben nichts geliefert. Nun- mrhr sind sie beim Landgericht aus achtfigtanseud Mar? Schadenersatz verklagt. Die kommende Schwur- gcrrchtssitzung, die auf drei Wochen berechnet ist, hat eine Reihe schwerster Verbrechen abzuurteilen. So steht ein Münzverbrechen gegen sechs Angeklagte aui der Tagesordnung, wofür allein vier Verhandlungs­tage angesetzt sind Außerdem werden mehrere Plün­derungen und EtraßeniLubrrcien abgeurteilt.

Frankfurt a.M., 11. Okt. Das Flugzeug D. 61 der Tcufschen Flugzeng-Neederei startete heute mittag 12','. Nhr mit einem Passagier und einem Hilssmonlcur unter L'Uung des Flugzeugführers Gräf nach Leip'ig. Das Flugzeug war bereits über dem angrenzenden Stadtwold angelaugt, als die Benzol- zusu.hr versagte. Mit großer Geistesgegenwart Ursi Gras das Flugzeug an? die Krone eines großen Baumes fallen, wcbei das Flugzeug zwar stark beschädigt wurde, während die Insassen sämtlich unverletzt auf den Boden gelangten.

mc. Aus dem M a i n g a u, 10. Okt. Die Kar­toffelernte ist im allgemeinen beendet. Eine Mirte'- ernte ist das Ergebnis bi:-'-:? Jahres. Die starke Frühjahrstrockeriheit hat der Entwicklung der Staudru mehr geschadet, wie man annahm. Ter Kartosse - sturm durch Käufer aus den Großstädten hält nach wie vor nnvenniiidert an, die trotz aller Abmach- intßtn preistreibend wirken. Man bringt vielfach tute den Landwirten Geschenke, um sie so geneigter zu Lieferungen zu machen.

Griesheim (Mains. 11. Okt. Jn der Nacht vom Samstag auf Sonntag ivntbe in der katholischen Kirche eingei'rochen nnb wertvolle kirchliche Geräte gestohlen. Es fehlen n.a. eine Moustranz und ein goldener Mrßkelch.

me. Wiesbaden, 11. Okt. Die Domäne Frauen- ftein wurde von fern Franzosen beschlagnahmt und der Viehbestand, 40 Stück Rindvieh, 9 Pferde ufw. ver- steigert. Da? gleickie Schicksal soll auch der Domäne Mechtilder 5?of bei Hochheim-Erbenheim bevorstehen.

"MININ

Lagdverpachtung.

Die der Gemeinde Lahr», Bahnstation der Strecke NiederwalgernHerborn, direkter Anschluß der Haupt­bahn Frankfurt e. W.Cassel, zustehende 1162 Hektar große Wald- und Feldjagd, ausgedehnter Wald, soll in drei Losen, event. zusammen, am Mittmach, den 27. Oktober, nachmittags 4 Uhr, in der Gastwirtschaft Rau auf sechs Jahre Sffentlich verpachtet ««den.

Lohra, 11. Oktober 1920. (6746

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Frankfurt e.SR., 11. Okt. jNochenmarkt) Fmmer noch sehr reichlich sind Weiß- und R»tkc«»t sowie Wirsing arrgefahre». Unser eigentliches Wintergemüse, der Spinat, ist heute in größerer Menge al? seither zum Verkauf gestellt. DaS Pfund sehr schSnor Ware wird mit 1 Mark bezahlt. Sehr reichlich war wies« die Obst» -usuhr. Jn erster Linie sind es wieder Arpfel und Binien. Zn de» Äepseln hat sich ein Preisabschlag vou 4050 Pfennig pro Pfund bemerkbar gemacht. Kltr Edeläpsel werden 1,Al1,50 Mark bezahlt, wöhreick man noch in der vergangenen Woche 1,802,00 Mark für d« schönste Sorte anlege» mußte. Tostläpfel find fit 80 bis 100 Psg. zu haben.- und Wirtschaitstpfel zu GO bis 70 Lfg. das Pfund. Für Birnen dagege« haben die Preise von der vorigen Woche gehalten. Für Ätlbirnm ist die amtliche Notierung 1,501,80 2Sart_ Dabei ist aber zu bcrücksichtt'gcn, daß zu den niedrigsten Sätzen keine Birnen zu haben sind. Tafelbirnen kosten 1,55 bis 1,50 Mark, Eßbirnen 7590 Psg. und Kochoirnea 5060 Psg. das Pfund.

Frankfurt a.M., 11. Okt. tGetrctdemarkt.) Das Hauptgeschäft vollzieht sich i« Hilsskutterstoksen, in welchen die Preüe ein weiteres Anziehen eiittdwer Ar­tikel erkenne» lassen. Peluschke», Merbohne^ Futter- «bsen blieben begehrt. Hüksensrüchte hatten wenig Um­satz. Lupinen und .Wicken sanden zu bencreu Pretseu Käufer. Raps ruhig. Seradella in guter Ware findet schlanke Abnehmer. Mais wenig, verändert. Fest lag Hen nnb Stroh.

Berlin, 11. Okt. lProdnktenmarktt Wegen der Steigerung der ausländischen Zahlungsm'ttel waren -'m Produktenverkchr die Maispreist bei etwas erhöhten Ninsätzen befestigt. Von Hsilsenirüchten zeigte sich Kauf- sttst für Viktoriaerbsen und besonders für «ringere Sor­ten von Veluschken. Für Ackerbohnen und Wi.ken zeigt «chleswig-Holürin größeren Bekirs. Mischkutter findet r-gelmößigen Absatz. Stroh liegt bei knavve« Material fi>st. Stork angeboten werden Runkelrüben. Für die übrigen Arttkel bot sich nichts von Bedeutttnq »rändert.

Nach. A. Wir können uns nicht persönlich mit den ^«ch-rern befassen. Diese müssen dem Gericht anrezeizt w-rden. Teilen Sie die Sache doch der Otz-ndarm-rie mit. «eratttroorturb ritt fti volitticheu Teil: 9urt Hatnke; Mr den örtlichen und provin, Teil: Wild Wt'ßner«

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