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DieOberhefsilche Bettung" erscheint sechrmal »öckenttich. Bezuxrprci« monatlich

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Haag. 4. Okt. Der Brüsseler Pcessevecband gab gestern abend den ausländifchen Kollegen, die zu der internationale» Konferenz erschienen sind, ein Essen, von dem dieDeutschen ausgeschlossen puren.

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.cHe Wirtschaftliche Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich.

Paris, 5. Okt. Havas verbreitet aus die Nachricht, die Mitglieder der Finnnz-

Betriebsratekongreß.

Ivb. Berlin, 6. Okt. Heute Hut in derNeuen Welt" in der Hasenheide der erste Kongreß der Be­triebsräte Deutschlands zusammen. Die Reichs- und Staatsbehörden hatten Vertreter entsandt. Die schwe­dische und norwegische Negierung waren durch die Sozialattaches Janson und Bonewig, die georgische Republik durch zwei Abgesandte vertreten. Ferner hatten der schweizerische Metallaröeiterverband und' >er österreichische Metallaröeiterverband Vertreter ent- anbt. Auch eine größere Reihe von Parlaments­mitgliedern war erschienen. Der zweite Vorsitzende des allgemeinen deutschen Gcwerkschaftsbundes, Graß- mann eröffnete die Versammlmig Der Kongreß beschloß einstimmig, die zurzeit in Berlin weilende Delegation der russischen Gewerkschaft zur Teilnahme an dem Kongreß einzuladen. Großmann erregie wn grüßten Unwillen der Opposition, als er sagte, daß die Einladung nicht da Versäumnis sei, daß aber wiederholt die ntssisch« Gewerkschaftsvertreter hier im Lande sich wenig um die Genossen kümmerten und. daß die deutschen Arbeiter eS sich abgewöhnen inüßten, den Brüdern im Ausland« nachzulaufen. Darauf berichtete Rudolf Wiffell über die wirtschaftliche Lag« DeutschlaichD.

In der Nachmittagssitzung gab der Führer Set russischen Delegation Losowski dnen Ueberbltck über den Kampf des Mischen Proletariats.

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Die NnnektisM Togos. Nach einer Meldung der Daily Mail" au» Lome ist die Hauptstadt dor Togo am 30. September Frankreich feierlich ilbergeöert worden. ----------

In einige» Tagen soll der Parteitag der U. S.P. in Halle zusatnmcntrcten. Scho» jetzt spielt sich ein lcidcn- chaftlichcr Kainpf innerhalb der Organisationen der U. S. P. über das Recht der Teilnahme von Delegierten in Halle ab. Nachdem ein großer Teil zu den Kom­munisten llbergcwcchsrlt ist, machen di« alten Unob- hängigep geltend, daß diese nicht? mehr in Halle zu suchen hätten. Die kommunistische» Glieder der U. S. P. aber ordern, daß sie dennoch in Halle zugelassen werden und dort ihren Standpunkt geltend mache» können. Da? Zentral-Komitee der U. S. P. hat erklärt, daß kein Dele­gierter an de» Beratungen in Halle teilnehmen könne, der nicht in Urwahlen gewählt fei Auf diese Weise sucht man die kommunistischen Vertreter auSzuschalten. Da? Gothaer Volksblatt" macht sich »um Sprachrohr derjeni­gen, die gegen diese Erklärung derBon»en-Mehrheit" Front machen. ES wird ausgefordert, daß sich kein Dele­gierter abhalten lasse, nach Halle zu fahren, auch wen« er nicht in Urwahlen gewählt fei. Lieber will man eg auf eine Sprengung ankommen lasse»

Aus dem besetzten Gebiet.

Berlin, 5. Okt. TasBert. Tagebl." bespricht den Uebergang mehrerer deutscher Zeitungen an der Saar in französischen Besitz und führt dnen Abschiedsaufsatz in der seit 1743 im Besitz derselben Familie gebliebenenSaarbrücker Zeitung" an, die jetzt gleichfalls in anderen Besitz übergegangen sei.

wb. K o b l e n z, 5. Okt. Eine Sitzung des parlamen­tarischen Beirates des Reichskommissars für di« besetzten rheinischen Gebiete fand heute unter Teilnahme von Ver­tretern der Reichs- und Länderregierunzen in Koblenz statt. Von den Mitgliedern des Beirats wurden zahl­reiche Anfragen über allgemdne Fragen und einzelne Vorgänge gestellt und erörtert; so besprach man die Stel­lung der Beamten zu den Behörden der Verbündeten, die Stärke der Besatzungen, die Ouartierlasten, die Unter­bringung von Unterofstzieren und Mannschaften mit ihren Angehörigen und der ausländischen Zivilpersonen, die In­anspruchnahme von Ackerland für militärische Zwecke, die Entschädigung für Requisitionen und Personen-Schäden und die Ausweisung von Beamten und Zivilpersonen auS den besetzten Gebieten. Man betonte, daß die zahlreichen

Frankreich.

wb. Paris, 5. Okt. In dem heute unter dem Vorsitz des Präsidenten Millerand stattgefundenen Minifterrat wurde auf Antrag des Ministers des Innern beschlossen, am 6. Mürz 1921 eine Volks­zählung zu veranstalten.

Ivb. Havre, 5. Oki. Gestern kamen hier 9200 Tonnen amerikanische Kohlen an. Weitere 30000 Tonnen werden erwartet. :

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Die polnische Beute an rollendem Material.

! tob. Paris, 5. Okt. Wie derTemps" me tzet, hat der polnische Verkchrsminister Iourna Listen erklärt, die polnische Armee habe den Bo! schewisten rollendes Material im Werte von meh Deren Milliarden Mark abgsnommen, das oct wendet werden könne.

Die Herrschaft des Hungers in Räterußland.

eiiierten Gesellschaften in dieser Industrie nur loitsche Eingeborene einstellen und die Japaner Japan zu tücksch icke» würden.

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'"acht immer weitere Fortschritte. Nachdem in vielen Organisationen ei» regelrechter Faustkampf um die- P a r t e i k a s s e ausgetragen wird, wird nun die Zer­setzung auch in di« Zeit» »gen der U.S.P. gebracht«! kNon beobachtet seit dniger Zeit ein Durcheinander ix ben unabhängigen Presseorganen, rin Gegenrinander-AuS-' sp'den der verschiedenen Richtungen, ein Hin- und Her- zerre», wie es in der Parteigeschichte noch nicht da- aewesen ist. Ai» schärfsten geht eS im Berliner Zentral- Organ der Unabhängigen, derFreiheit", zu. Dort hatte die Preß-Kommission mit 12 gegen 8 Stimmen bei einer! Stimmenthaltung und bei dem Fehlen von drei Mit­glieder» beschlossen, daß die Neubesetzung per Redaktion sofort zu erfolgen habe. Die Redaktion nahm gegen diese Entscheidung öffentlich in der^reifieit" Stellung. Sie stellte dabei fest: Nirgends, wo bisher rin Miß­trauensvotum gegen die Redaktion angenommen worden ist, ist der Redaktion Gelegenheit gegeben worden, ihr« Auffassung daczustellen. Die Redaktion derFreiheit"' bezeichnet die Preß-Kommission alseine von Gehässig-! keit und Uusachlichkeit geleitete Körperschaft". Ihrer j Entscheidung will sie sich nicht fügen, sie ruft vielmehr' die Willensmeinung der Parteimitglieder an.

ko-tserenz in Brüssel hätten lebhaftes Interesse für die aus Berlin und Paris kommenden Nachrichten über eine eventuelle wirtschaftliche Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland. Man sehe in diesen Meldungen eine Rechtfertigung der An­strengungen, die die Konferenz gemacht habe, um die Wiederherstellung normaler . wirtschaftlicher und politischer Beziehungen in Europa und der ganzen Welt zu erleichtern. Diese Nachrichten hät­ten in Brüssel tiefen Eindruck gemacht. Es sei nicht erstaunlich, daß in dieser Atmosphäre getoisse Ge­rüchte besonders bei den Neutralen günstig aufge nommen würden, wie das, die Zulassung Deutsch­lands zum Bölkerbunde in der nächsten Zukunft könne eine der Folgen der Brüsseler Konferenz ein.

Ausweisungen aus dem Saargebiet auf das rechte Rhnnufer sich mtr auf das Saarland, nicht aber auf das besetzte Gebiet beziehen können, da dieses Gebiet der Zu- uändigkeit der Saarregierung entzogen sei. Einen weiten Raum nahm die Frage der Besatzungszulagen und die Er­höhung des Preises für das aus dem besetzten Gebiets bezogene Mehl entsprechend der den dortigen Land­wirten zngestandenen höheren Getreidepreise ein. Der anwesende Vertreter des Reichsernährungsamtes sagte eine nochmalige Prüfung der vorgebrachten Wünsche zu.

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England.

Neue Mote an Räterußland.

wb. Brüssel, 5. Okt. Nach demDaily Tele­graph" soll die englische Regierung die Absicht haben eine neue Note nach Moskau zu senden. Diese wird sich mit der Frage der noch tn Baku und anderen Orten zurückgehaltenen englischen Gefangenen und mit der bolschewistischen Propaganda im Orient be­fassen.

Deutsch-Oesterreich.

Der lebensnotwendige Anschluß an das Reich.

wb. Graz, 5. Oft. In einer von der sozial­demokratischen Laudesparteileitung einberufenen Wäh- lerversammlung erklärte der Präsident der National­versammlung Seitz, der Friedensvertrag von St. Germain machte ans Deutsch-Oesterreich ein wirtschaft­lich', finanziell lind politisch unmögliches Land, da Oesterreich allein nicht leben könne. Es gäbe nur zwei Möglichkeiten, entweder die Wiederherstel­lung des alten Oesterreich in Form einer Donausöde- ralftm oder den Anschluß an das große Wirtschafts­gebiet Deutschlands. (Stürm. Zustimmung.) Die Tonausöderation würde aber auf den heftigsten Wider­stand des tschechischen Volkes stoßen und auch die anderen Sukzessionsstaaten würden sich ihre Unab­hängigkeit nicht rauben lassen. Der Zusammenschluß mit dem arm gewordenen Ungarn bedeute nichts ande­res, als ivenn zwei Bettler sich zusanunentäten. Hin­gegen sprächen für den Anschluß au Deutschland zwingende wirtschaftliche Gründe. (Stürmischer Beifall.) Südslawisch« militärische Borbereitungen zum Einfall

in Kärnten.

Berlin, 5. Okt. Mehrere Blätter berichten aus Klagenftirt, daß sich die gewaltsamen Unternehmungen der Südslawen gegen Kärnten für den Abstimmungstag durch militärische Vorbereitungen ankündigen. Nahe der Ostgrenze des Abstimmungsgebietes seien vier Militärzüge angekommen und hätten u. a. 1000 Hand­granaten ausgeladen. An der Südgrenze ständen zwei üdjlawische Brigaden mit Feldbatterien einmarschbe­reit. Der Bischof von Laibach drohte in einem Hirten­briefe jedem, der deutschösterrreichisch wähle, schwere Strafen in der Ewigkeit an.

wb. Wien, 5. Okt. Wie die Politische Korrespon­denz erführt, hat die Botschaftskonferenz den österreich!- chen Antrag auf Besetzung der Kärntner Abstimmungs­zone durch verbündete Truppen abgelehnt. In der Frage wegen der Besetzung durch neutrale Truppen ist noch feine Entscheidung getroffen.

Win es augenblicklich in her U. S. P. auSsteht, davon gibt Ledebour, wahrlich keiner der Sanftesten, öffent­lich ein Beispiel in Gestalt eines Drohbriefes, der ihm wegen feiner Ablehnung der Moskauer Bedingungen aus den Reihen der U. S. P zugegangen ist. Es heißt in jenem Zeitdokument:Hüten Sie sich, die nvolutio- ttäre Arbeiter- und Rätebewegung weiter mit Ihre« leider noch zu großen Einfluß und Wissen, wenn auch; im gute» Glauben, zu hemmen und zu bremsen. Bit müssenLur rücksichtslosen Diktatur und tion kommen. Dir Wirtschaft ist reif dafür. Die Füh­rer finden ein gewisses Recht auf Personalschutz, aber \ wenn Sie und Ihre Richtung so weiter handeln, bann' fönnfe eines Tage», der garnicht mehr so weit sein braucht, in den Bettungen stehen: Ledebour, Hikserding, Kauls ky usw. sind von oder im Auftrage deS Erekutio- komitces der revolutionären Arbeiterwegen politische! Bremsuug erschossen worden". Ledebour erklärt dazu baß er hab« seststellen lassen, daß der Schreiber dieses Briefes feit 1915 in bet U. S. P. organisiert sei. Er fei auch auf der Redaktion betFreiheit? erschienen, wo et feine» Brief verteidigte and ausdrücklich versicherte^ bei ct nicht allein stehe. !

Um Irlands Selbständigkeit.

wb. Amsterdam, 5. Okt. DieTimes" ver­öffentlicht einen Brief des vormaligen Ministerpräsi­denten Afguith, worin dieser für die Eewührung der Dominion-Homerule an Irland eintritt. Nach Asquith sollte Irland das Recht zugestanden werden, selbständig internationale Beziehungen anzuknüpfen, die eigene siskalische Politik zu regeln und eine Militär­macht für die innere Verteidigung zu bilden.

wb. N e M y o t k, 5. Okt. Der Führer der Ire», de Va l e c a, erklärte, daß er dem Staatsdepartement eine Eingabe unterbreiten wolle, dahingehend, man möge die irische Republik anerkennen. ;

Eine Freihandelskonserenz.

wb. Paris, 8. Okt. Nach einer Prioatmeldung be3Temps" aus London ist eine internationale Frei­handelskonferenz zusainmcngeireten. 200 Delegierte sind anwesend. Folgende Staaten sind vertreten: Eng­land, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Oester­reich, Belgien, Ungarn, Holland, Rußland, Finnland, Schweden, Polen, die Schweiz und die Tschechoslowakei.

wb. London, 5. Oft. Nach bett von derPall Mall Gazette" an zuständiger Stelle porgiurommeneu Untersuchungen tritt überall eine merkliche Neigung zu P r e i s c ü ckg ä ng e n zu Tage. ;

Dir Japaner in Australien.

wb. London, 5. Okt. Reuter erhielt ein Tele­gramm, wonach die Zahl der japanischen Einwanderer im südlichen Australien stetig steige. Sie widmeten sich der Perlenfischerei, was Beunruhigung Hervorrufe. Man erkläre deshalb, daß vom Donnersta ab die inler-

©iiarbian" meldet aus Riga, daß das bolsche­wistische Regime, das jetzt eine außerordentlich schwere Krise durchmache, jetzt bei der Schluß­phase einflctroffe» sei. Die Russen seien jetzt be­reit, non den Polen einen neuen, auf der Grund­lage des Pertrages von Brest-Litowsk, aufyebauten Friede» anzunehmen, denn sie litten H u n g e r.

M oskau , 5. Okt. EinFunkspruch an ..eitel: Das allrussische Zentral-Vollzugs- konütee fasste folgenden Beschluß: 1. Von allen ar­beitenden Bauern Rußlands wird die vollständige und unweigerliche Ausführung der Lebensmittel ablteferung verlangt. 2. Die Arbeiten zur Bereit­stellung von Nahrungsmitteln find in kürzester Frist zu beenden. 3. Zu den Berforgungsarbeiten sind die besten Kräfte heranzuzieh:n. 4. Den Ver- fokgttngsarbeiten ist dieselbe Bedeutung zitzumessetr wie den Transportarbeiten. Der Fv.nkipruch for­dert zum Schluß die russischen Arbeiter aus. dem Ruse des höchsten Organes Folge zu leisten und alle Kräfte zum Kampfe gegen den Hunger nii- zusporiiett.

Ein Wlntorfclüzug unvermeidlich?

tob. Kopenhagen. 5. Okt. Wic der Zeitung Politiken" aus Helfingfors telegraphier! wird, erstattete Lenin auf dem allrussischen Kongress in Moskau Bericht über die Lage an den Fronten, Er erklärte, es fei unzweifelhaft, daß die West- möchte Polen und General Wrangel im Kampfe gegen Sowjetrußland unterstützt hätten. Ein Win- terfeldzug werde kaum zu vermeiden fein. Die mi­litärische Macht und die wirtschastliche Lage Sow- jetrußland? böten jedoch genüget Gewähr fiit den endgültigen Sieg. Diese Meldung steht zn den beiden vorhergehenden in einigem Wider­spruch.

Matisscnaufruhr in Petersburg.

wb. Paris, 5. Okt. Nach Blättermeldungen soll es aln 12. September in Petersburg zu einem Rirtroseiraufruhr gekommen sein. 1400 Matrosen ans Kronstadt hätten einen Teil der Stadt besetzt. Die Arbeiter Hütten sich ihnen angeschlossen. Bei de» Kämpfen, wobei sich auf feiten der Regierung auch Chinesen beteiligten, seien einige hundert Personen getötet oder verwundet worden. 51 Matrosen seien wegen der Teilnahme an dem Auf­stand zum Tode verurteilt worden.

Di, Polen gegen dir blaue Polizei.

wb. K a 11 o w i tz, 5. Oft. Die Befatznngsbehörden lösen jetzt die sogenannten Ortswrhren und sonstigen wilden Potizeisormationen energisch auf. Die Polen in den Grenzbezirken leisten aber dem Wiedereinzug der blauen Polizei besonderen Widerstand. In Myslr- witz kam es in einer gemeinsamen Sitzung der St.tot- verordneten und des Magistrats mir dem französischen Kreiskommandanteü, der den Befehl überbrachte,.daß die blaue Polizei ihren Dienst sofort wieder aus- nehmen, die einstweilige polnische Polizei zurücktreten oder sich, soweit sie dazu geeignet sei, der ordnungs­gemäßen Polizei zur Verfügung stellen solle, zu wüsten Auftrtiteu. Die polnische Fraktion lehnte unter großem Lärm die blaue Polizei für Myslowitz ab und drohte mit dem A n f fl a nb. Vergeblich gebot der französische Kommandant Ruhe. Als ein polnischer Stadtverord­neter durch den" Saul schrie:Und wenn ich meine Familie unglücklich mache, ich schieße den ersten Blauen, den ich aus der Straße treffe, über beut Haufen!" verliess der französische Kommandant unter dem Tobe» der Polen den Saal. Die mästen Auf­tritte setzten sich dann auf der Straße fort und riefen dort Zusammenrottung«» hervor. Gestern erschien die blaue Polizei für Myslowitz. Sie wurde von den fralizvsischcn Abstimmungsosfizieren empfangen und nach dem Polizeigebäude geleitet, das von oer pol­nische» Ortswchr, die aus lauter halbwüchsigen B u r s ch c u bestand, sofort geräumt wurde. Zusam- menrottungeu auf der Straße wurde» von dem fran­zösischen Militär auseinandergetrieben. In Mysto- tvitz ist die Lage wieder sehr gespannt. Auch in Beglttschütz lehnen sie Polen die Rückkehr der blauen Polizei schroff ab und fordern deren Auflösung in ganz Obrcschlesieii.

Ein für Polen bestimmter holländischer Dampfer < a »gehalten.

wb. Kiel, 5. Okt. Der Reichswafserfchutz hielt gestern bei der Holtenauer Schleuse einen holländischen Dampfer an, der angeblich Kriegs­material für Polen an Bord haben sollte. Es stellte sich heraus, daß die Hauptladung des nach Königsberg und Danzig bestimmten Schiffes aus «merikanifchen Rinderkonserven für die polnische 1; Armee besteht. Ferner find zwei englische Flug­zeuge und drei Maschinengewehre an Bord. Der Dampfer wird vorläufig festgehalten, wird aber wahrscheinlich die Rückfahrt durch den Kanal an- : treten müssen.

MI' Die polnisch-Danziger Verhandlungen.

wb. D a n z i g, 5. Ott. Von bei Danziger De­legation in Paris traf heute beim Magistrat ein Telegramm ein, wonach bte Delegation die amt­lichen Beziehungen zur polnischen Delegation auf- fienommen habe. Paderewski teilte mit, daß der Asm, des Oberbürgermeisters Sahm schon vor F Einiger Zeit von der Auslieferungsliste ge stri­ch e ii worden fei. (

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Oberschlesien.

wb. Paris5. Okt. DasEcho de Paris" erklärt die ^eslauer Meldung, daß General L e r o n d bereits sei» Mt in Obcrschlesicn wieder angetreten habe, für ver- M. Er werde »war seinen Posten ivieder antreten, aber W vor Ende der kommenden Woche nach Oberschlesien «rückkehren.

l ® reslau, 6. Oft. DieBreslauer Morgenztg." Leidet aus Tarnowitz die Einstellung der Gruben- Nriebes der Schlesischen Mckelwerke, weil sie teinen,

i n n mehr abwürfen. Während des Krieges waren ?VO Arbeiter auf den Werken beschäftigt. Dem größten

4 der Beamten und Arbeiter ist goküichjst toorbtjt

Amtliches VeMndigungsblaü des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen