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---Z AmMches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

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Königsberg 4. Okt.

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Armeegruppe hat bei Ostopol den

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meldet, ist der Vertreter Englands in der Rheinlandlommission, Sir Harold Stuart, treten. Sein Nachfolger ist der bisherige dcler'erte bei dieser Kommission, Robertson.

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ernährutigsministerium ersucht worden, ihrerseits auf das Zustandekommen derartiger Verein- barungen im Sinne des Abkommens r.:n 28. Sept., hinzuwirken.

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Berlin, 4. Okt Die Mendblöttcr geben eine Mel­dung desOsservatore Romano" wieder, wonach der Papst dem Völkerbund in Paris ein Gesuch zur Erteilung der Einreiseerlaubnis nach Oberschlesien für den Fürst­bischof von Breslau, Kardinal Bertram, unterbreitet habe.

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Der Angriff aus Armenien.

wb. Amsterdam, 4. Ott. EinerTimes"-Mel- dung aus Konstantinopel zufolge bestätigt es sich, daß Kiafim Karabekir Pascha mit regulären Truppen in Stärke von. 1520 000 Mann die armenische Grenze überschritten und Olty genommen habe. In Armenien herrsche große Erregung. Die Regierung von Eriwan kann den Eindringlingen von ihrer 40000 Mann zählen­den Truppenmacht kaum die Hälfte gegenüberstellen, um die Nordost- und Südostgrenze des Landes nicht entblößen.

den Serwitschfluß. Die Polen melden als zusam- mengefahtes Ergebnis der letzten erfolgreichen Offensive auf der Linie LembergCholinBrest- Litowfk und Vialystok seit Mitte September die Kiesamtzahl von 42 000 Gefangenen, 160 Geschützen, 850 Maschinengewehren, 80 Panzerautos, 2540 Kaggons und zahlreiches anderes Kriegsmaterial.

Nach dem polnischen Bericht vom 4. Oktober be­sehen die Polen an der Nordfront Podlieszje und Lwojatitschi östlich von Varanowitschi. Die Polen melden eine zunehmende Panik und Zusammen- hanglosigkeit unter den bolschewistischen Truppen am Nordflügel.

wb. Bern, 4. Okt. (Ukrainisches Pressebüro.'i Die beiderseits des Flusses Slucz vorgehende

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«a meisten entggeen. Die Russen schlagen vor, eine jJ*8tÄe Lank in London zu eröffnen, wenn eventuell ** Ürdcrein'ommcn unterzeichnet würde.

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Marburg

Dienstag, 5. Oktober

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Aus dem besetzten Gebiet.

Karlsruhe, 4. Okt. Die am 1. 10. erwartete Verminderung der Besatzuugsheere im linksrheinischen Gebiet ist nicht eingetreten. In der Rheinpfalz futb vielmehr am 30. 9. neue schwarze Formationen ein- gerückt, so in Neustadt, Kaiserslautern und Speyer.

wb. -Mainz, 4. Okt. Wie dasEcho de Rhin"

Hauptwiderstand des Feindes gebrochen. Die rot"n Truppen haben den Mckzug auf Berditfchew ange­treten.

Kapitulation der russischen Südarmee?

Berlin, 5. Okt. DemBerl. Tagebl." wird berichtet *DerMatin" meldet aus Warschau: Die rMschc Südarmee hat kapituliert. 35 000 Mann haben sich der Armee Wrangels ergeben.

wb. Eharbin, 4. Okt. (Havas.) General Lesch- witzki, der den Oberbefehl über die alten nmgruppier- ten Armeen Koltschaks in Transbaikalien übernom­men hat, erklärte dem General Wrangel namens hiner Truppen telegraphisch, daß er sich ihm vollständig mtferorbne und ihn als Oberbefehlshaber anerkenne.

Litauische Anklage gegen Polen.

wb. Kowno, 14. Okt. Die Litauische Tele- gmphenagentur meldet: Die Polen überfielen mit einigen Divisionen nebst Artillerie und-" Ka­vallerie die Litauer bei Orany und besetzten nach heftigem Widerstand den Bahnhof. Beiderseits find große Verluste zu verzeichnen. Die Polen setz­ten ihre Angriffe auch an anderen Orten fort. Bei den Verhandlungen in Suwalki verlangten die Polen eine Demarkationslinie westlich des Kjcmcnfluffes, die die Linie vom 8. Dezember zu Lngunsten Litauens überschreitet. Außerdem ver­langten sie freie Benutzung der Eisenbahnlinie von Suwalki über Olita nach Orany. Die Litauer er­klärten, diese Forderungen nicht annehmen zu können. Ohne das endgültige Ergebnis der Ver­handlungen abzuwarten, griffen inzwischen die Po­len mit starken Kräften Orany an, um auf diese Weise die litauische Delegation in Suwalki und die fünfgliedrige Kommission des Völkerbundes vor vollendete Tatsachen zu stellen und durch Waffen- Siwalt die Entscheidung zu Ungunsten Litauens zu erzwingen. Dieser polnische W a f f e n st i l l - Hands bruch bedeutet eine neue Verletzung der Entschließung des Völkerbundes und ist ein neuer beweis für die rücksichtslose Eroberungspolitik Dolens gegenüber Litauen.

Die Lage in Galizien.

tob. Warschau, 4. Okt. Der Ministerrat hat ^schlossen, dem Landtag einen Gesetzentwurf vorzu- ltzen, der eine ukrainisch Universität in Stamslau Ersieht. Ferner beschäftigte sich der Ministerrat mit «er Lage in Galizien infolge der bolschewistischen Jn- ütsion und beschloß sofort einen Kredit zu eröffnen, tai unmittelbar die Wiederaufnahme der Arbeit zu bnwglicheu und um Maßnahmen zu treffen, um der «rölkerung die Rückkehr zu ermöglichen.

i. toi. $ e r U t 4. CfL Nach einerTemps"-Meldung V« London sind die Verträge, die Krassin mit englischen pt,oti5I;'hif?rn abgeschlossen habe, annulliert worden *

tob. Varis, 4. Oki. Nach einer Meldung MatinZ aus London ist gestern aus Simla Telegramm eingetvoffen, in dem von Arbeiterunruhen

in Indien berichtet wird. Auch aus Assam werden Un­ruhen auf einer Teepflanzung gemeldet, wobei 5 Eng­länder, darunter der Polizeichef, schwer verletzt wurden. Die Lage sei recht gefährlich, Truppen würden zusam- nieitgc'zogcn, Wie dieTimes77 au« Simla meldet,

Str Ärito im Alten.

Die Mißerfolge der Rätetruppen.

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. Die Lebensmittel-Versorgung.

Bei. in, 5. Okt. Zn einer Besprechung, die am Samstag beim Reichspräsidenten mit dem Vor­stand des allgemeinen deutschen Gewerkschafts- bundes stattsand, wurde von der Regierung die Erklärung abgegeben, daß sie in letzter Zeit mit Erfolg bemüht ist, mit Hilfe des Zufcu:...enfchl'.:jfes der Produzenten auf der einen Seite und der ge. werkschaftlichen Verbände als Arbeitnehmer­organisation auf der anderen Seite die Preise wichtiger Verbrauchsgegenstände zu verbilligens So "am am 28. September zwischen Führern der Land­wirtschaft, des Handels und der Arbeiterschaft ein Abkommen zustande, wonach ein Erzeugerpreis von 25 -4t für den Zentner Kartoffeln in keinem Fall überschritten werden darf. Dort, wo es örtliche Produktionskosten gestatten, sollen die Kosten nach Möglichkeit gesenkt werden. Di« Ernährungs. Minister der ^nzelnen Länder find vom Reichs-

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Kriegsschauplatz wird unterm 3. Oktober gemeldet: gn der Südfront und der Zentrumsfront ist die Lage unverändert. An der Nordfront überfchrit- Kn die Polen nach der Einnahme von Nowogrode'

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Frankreich.

Schöne Worte.

tu6. A msterda m, 4. Okt.Standard77 schreibt, daß Millerand beim Empfang des deutschen Botschafters Mayer sd't öne Worte über die Zusammenarbeit an den großen Wecken des Friedens geredet habe. Schade, daß die franzöii'cke Politik praktisch in ganz andere Bahnen gelenkt toerde und, daß von der großen Friedensarbeit keine Rede sei. Die aggressive dentsch-seind- ltche Politik der jetzigen sranzösisäien Regierung bilde eine große Gefahr für die Wiederherstellung ausrichtiger freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Siegern und den Besiegten und verhindere ein zweckentsprechendes Zusammenwirken zum Wiederaufbau des schioankenden Europa.

Kein Achistuudrntag in Rordfrankreich.

wb. P a r i s, 4. Okt. Wie derZntransigeant" mitteilt, haben die Bauarbeiter in Nordfrankreich

Der Anzeigenprei, iefrägt fir »ie Sges». Zeile 74 Pf«, ttnb 10% »»fsckl««, «Etliche I » / «nb ««artige 1. Ak., Stekl«»ejeUe 1.00 Mk. Irrer 3Ub«t( gilt «I» B«rra4«tt. I 55

Bet durch die SeschSft,stelle uwb Vermittla«, der »««e»«te 75 Pfg. 6«»-1

vergebühr. Sei Beträge» »»ter 20 Ak. »äffe« wir da» P««u (St bte Kechaung I 1 19g berechnen. Prstscherkkmrt«: Ar. 5014 Amt Frankfurt «.A«i». |

Der englisch-russische Handelsvertrag.

' tob. London, 4 Ott. DieTimes77 sagt, die rüst we Handelsdelegation hege wegen der Verzögerung des äbschlusses eines englisch-russischen Handelsvertrages ge­wisse Bestirchtungen. Am 24. September wurde die Tele- N-ion benachrichtigt, daß ihr die Bedingungen eines Vertrages am.27. September mitgeteilt würden. Bisher sie ihr jedock nicht zugegangen. Die Delegation «ßt diese Verzögerung de» folgenden beiden Ursachen $1. den Gerüchten, die über eine antibolfchewistifche Atocgung aus Rußland umgehen, 2. daß zwar die Bvl-

A^isten im Prinzip der Bezahlung gewisser Schulden, ^cht »her den Forderungen der Banken und anderer T®Ütr Finaniinstitute zugestimmt haben Diese letztere Mch- steht dem Abschluß eines Uebereinkommens viest

England. x

Kris« auch im englischen Handel. ;

tob. Amsterdam, 4. Okt. Wie derTelegras'7 aus London meldet, tritt die Krise im englischen Handel und der Industrie schon früher ein, als man sie erwartet hatte. Eine der größten Fabriken von Shef­field bat gestern Tausende von Arbeitern wegen Mangel mi Aufträgen entlassen. Die Fabrik steht in Verbindung mit der United Steel Corporation, einem der größten Konzerne der Welt, und man betrachtet daher dieses Ereignis als den Beginn der größten wirtschaftlichen Depression, die seit einiger Zeit schon erwartet wird. Einer der größten Fabrikanten hat erklärt, daß viele andere Fabriken in Kürze die gleiche Maßnahme tresfen müßten.

Der Kampf der Sinnseinrr.

wb. Dublin, 4. Okt. Bewaffnete Leute hteltcn in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ztvischen Sligo und Dublin den Vostzug an und raubten alle amtlichen Korrespondenzen.

wb. London, 4. Okt. In der Nacht zum 3. Oktober ihm es in Cork wiederholt zu Angriffen aus Polizei- Patrouillen, wobei ein Polizeibeamter getötet und vier verletzt wurden. Arhnliche Nachrichten kommen aus Dub­lin und French. In French wird eine Polizeikasertte von den Sinnfeinem belagert. In der Grafschaft Cork

Die Wllil Der DM« Sollswiel

Einer Mitteilung des Pressedienstes der Deut­schen Volkspartei aus Weimar ist zu entnehmen, daß bei den Beratungen der Fraktion der Deut- schen Volkspartet die Nachricht, der Aeltestenaus-1 schuss der preußischen Landesversammlung habe be«, schlossen, die Neuwahlen zum preussischen Abgeord- netenhaus erst drei Monate nach der Verabschie­dung der preussischen Verfassung stattfinden zu las­sen, einmütig der Auffassung begegnete, dass «in derartiges Hinausschieben der Preußenwahlen eine' unmögliche Lage schaffe, da die Verschiedenartigkeit der Regierung im Reiche und in Preußen schon bis­her zu den schwersten Mißhelligkeiten führte unR weiterhin führen müsse. Die preußische Regierung, verfüge über kein« Mehrheit in der preußischen Wählerschaft und matze sich deshalb mit Anrech^ an, grundlegende Gesetze, wie beispielsweise bte, Kreis- und Provinzialordnung, noch verabschieden- zu können. Bei dem Bestreben dieser Verschiebun-^ der preußischen Landtagswahlen tret« Immer deut« licher das Bestreben der Sozialdemokraten zutage,' ihre Machtposition in Preußen über das Matz um' berechtigterweise auszunutzen. Innerhalb bet Fraktion besteht bte bestimmte Erwartung, batz es' den in der Reichsregierung eingetretenen Parteien durch ihren' Einfluss auf ihre Parteifreunde in Preußen gelinge, ein derartiges, die Reichsinter­essen schädigendes Vorgehen zu verhindern. $

Angesichts der bevorstehenden Wahl des Reichspräsidenten beantragte die Fraktion, daß der Parteivorstand sich wegen der Einigung' über eine auf nationalem Boden stehende Persön­lichkeit mit den anderen Parteien und den großen Organisationen d«, Reiclw» in Verbindung setze. Die Fraktion hält an der gegenwärtigen Koali. tionsregierung fest. Angesichts der Haltung, welche die Sozialdemokraten bei der Regierungsbildung # im Juni und erneut bei den gegenwärtigen Er­örterungen über die Frage ihrer Hinzuziehung zur Regierung eingenommen haben, besteht für dis Deutsche Volkspartei keine Veranlassung, oo»: ihrer Seite aus die Frage bei Erweiterung bet Koalition nach links noch weiter zu erörtern.

3Hi Bezug auf die Politik der Reichsregierung wurden die Vorgänge der letzten Zeit eingehend erörtert,' Tie Fraktion nahm mit Genugtuung davon Kenntnis, daß die Reichsregimmg den Versuch, auf dem Gebick' des Transportwesen- eine Nebenregiemng einzurichten, zurückgewiesen und' die Verfügung über die TranS- Porte wieder fest i« die Hand genommen habe. G| wurde die Erwartung ausgesprochen, dass diese £>ak tung bet Regierung weitet durchgeführt werden möge. Auf wirtschaftlichem Gebiete wurde der Abbau bet Zwangswirtschaft, bet den Wünschen der de«k- schen Produktionskreise entgegenkommt, gebilligt. I« Einvecständnis mit sührci^n Persönlichkeiten der Partei und den großen Lan^Sorganisationen bet D. B. P. richtet auch die Fraktion an btt in Betracht kommenden Kreist dit bringtnbt Mahnung, in ihvt, Preispolitik aus btt Jnttresstn der Vtrbtaucher gv-' bühtenbe Nücksichf zu nehmen, um de» Uebergang in bie freit Wirtschaft ohnt Schwierigkeiten auf beflj Gebiete bet Versorgung durchführen zu können. Dir weitere Auflösung der KrtegSgesellschafken, die »sreulicherweise eingesetzt habe, sollte mit Nach­druck sortgeführt weiden. AuS finanziellen Gründet müsse dahin gewirkt werde», daß Ersparnisse te Finanzwesen, vor allen Dinge» durch Verminde­rung dcS angeschwollene» bürokratischen Apparates htrbeigesührt fptrbtn. ES wurde als Pflicht all« Minister hingestellt, in ihren Ressorts dafür zu sorgen, baß neue Organisationen deS BcamtenkörpcrS, btt entbehrlich geworden find, aufgehoben, und daß auf eine Verringerung der Arbeitskräfte in diese» Ressorts umsomehr hingewickt wird, als nur dadurch die Möglichkeit geschaffen ist, die notwcitdigen ®e« amtenkräfte ausreichend zu besolden und ihren berech- tigten Ansprüchen gerecht zu weiden. Weiterhin wurde gefordert, daß namentlich bei den (Staatsbetrieben die Zahl der beschäftigten Personen das Maß des für bic Produktion Notwendigen nicht überschr-ite, und zwar schon mit Rücksicht auf bie psychologischen Wirkungen einer derartigen Uebersüllung mit Arbeitskräften i» den einzelnen Vettitbe». ;

In Bezug aus bie auswärtige Politik ver­trat die Fraktion bk Auffassung, daß das deutsch« Recht auf der Konferenz von Genf mit Entschieden­heit zu vertreten fei, und dass man sich gegen di» französischen Versuch« wehten müsse, die internaHond gegebene Zusage für bie Genfer Konferenz zu btfeitiget und die deutschen TachverZändigen auf ein ffiegN

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wurde ein Zug angehalten und das Militärmaterial ihm geraubt.

Unruhe» in Indien.

Die Entwaffnung der Zivil- Bevölkerung.

Reichskommissar Peters über bie Durchführung bet Entwaffnung.

wb. Hamburg, 4. Okt. Dcr Rcichskommissar für die Entwaffnung der Zivilbevölkerung Peters, der zu einer Besprechung bet Entwafsnungsftage mit dem Senat und dcm Landrskommisfar in Hamburg weilte, batte «in« Ihttertfbung mit dem Vertretet desHam­burger Frrmbenblattcs", in bet er betonte, daß bie Methode der freiwilligen Mb'-eferung "unter Zusiche­rung von Straffreiheit und Veschleunigungsprämien sich dutchatis bewährt habt. In allen Landesteilen habe die Bevölkerung die Gelegenheit zur Waffenabgabe sofort nach Eröffnung bet Ablicfetnngsstellen in An­spruch genommen. Man könne nicht sagen, daß sich irgendeine Schicht der Bevölkerung oder irgendeine Gegend von der Waffcitablieferung in merklicher Weise zurstckgehalien habe. Ebenso unrichtig sei die Be­hauptung, daß infolge der Entwasfnuttg sich irgendwo bie Störungen bet öffentlichen Sicherheit vermehrt hätten. Der Zeitpunkt, an dem die von den Leitungen der Grcnzschutzorgantsationen und Einwohnerwehren angemeldetcn Waffenbestände abzugeben seien, würde von Fall zu Fall im Einvernehmen mit den Landcs- behörden festgesetzt. Alle schwere Wassert dieser Orga­nisationen wie Geschütze, Minenwerfer, Flammenwerser und Maschiueitaewehre würden im Oktober eingezogen. Wenn die Ablieferungsfrist abgelaufen fei, roetbe man die Erfassung verheimlichter und zurückgezogener Waf­fen mit allen Mitteln erzwingen. Gegen Tinzel- pcrsynen, Personengruppen ohct Gegenden, die sich der Waffritzurückhaltttng verdächtig gemacht hätten, werde mit Durchsuchungen vorgegangen. Ebenso wür­den gemäß den Bestimmungen des Eutwaffnungs- hesetzes für Mitteilungen, bie zur Waffenerfassung zwnldienlich seien, beträchtliche Belohnungen ausge­setzt. Der Rtichskommissat erllärte weiter, baß er ohne Ansehen der Person und ohne Furcht vor Wider­ständen den Willen des Enttoafsnungsgesetzes unpar­teiisch durchführen toerde, ohne sich durch Ein­würfe ober Kritiken von irgendwelcher Seite von seinem Wege abbringen zu lassen. Es werde nicht ohne Härten abgehen. Wer aber die Ablieferungsfrist ungenutzt verstreichen lasst und die Gesrtzeswohltat der Straf­freiheit jetzt nicht in Anspruch nimmt, der habe es sich selbst zuzufchreiben, wenn er später dit schwere Strafe des Gefetzt auf sich nehmen müsse,

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DieLberhestische Zeitu»," erscheint sechrmal »öckentlich. Be,»,,prei» monatlich ___ 4 Ak., durch kie Soft 4.20 Ak. Aurgabe B mitOberh. Tport-Ztg." 1 Mk. mehr. 7<<7 Sfr BM»f«He»ike Sluetmei* infolge Streik, oder elementarer Ereignisfe kein Ersatz. J|l> Berl«- »«» Dr. L.-itzer«ih. Druck 6er Lnt».-B»»6ril<erei »on 2oh. An,. Koch, A«rkt 21/21. Fernsprecher 55.

ist dos sozialistische BlattDaily Herald" in Indien verboten worden.

tob. London,. 4. Okt. Man meldet derTimes" unterm 1. Oktober aus Bombay: Die Streikepidemit dehnt sich weiter aus. Die Arbeiter der Gasanstalt habt» ihre Arbeitsstellen verlassen. Die Stadt ist im Dunkeln. Die Unruhen in Assam dehnen sich weiter au?.

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beschlossen, zugunsten des Wiederaufbaues neun bis zehn Stunden zu arbeiten.

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Die BMelkk Mlennz.

wb. Brüssel, 4. Okt. (HavaS.) Die Finanz­konferenz wirt» am Mittwoch wieder zu einer öffent­lichen Sitzung zusamuientreteu. Die Ausschüsse nröei- ten inzwischen in geschlossenen Sitzungen an der Aus­arbeitung der Entschließungen. Havas glaM zu wissen, daß man den Völkerbund um Intervention bei den Negierungen zwecks Abbaues der Rüstungen ge­beten habe. Die Schaffung eines ständigen inter­nationalen Finanzorganismus sei von der Kbnferenz ancrkaunk worden, und mau suche jetzt nach den Moda­litäten dieses- Organismus. Es sei, ganz wahrscheinlich, daß diese Einrichtung der dcS iulcrnationalen Ar- bettsbüros entspreche, wie es in Genf tage.

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Um die Genfer Konferenz. " \

wb. Haag. 4. Okt. Der Londoner Korrespon­dent derHaagschen Post" telegraphiert, daß von einem Aufgeben der Genfer Kotfferenz noch keine Rede sei. Die englische Regierung halte noch im­mer an diesem Gedanken fest. Er bilde augenblick­lich den Gegenstand eines lebhaften Gedankenaus­tausches zwischen der englischen und französischen Regierung. t

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