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AmMches DeMndigungsblatt des Kreises MaMrg.
Tageszeitung für (das früher kurhefsifche) Oberhessen
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Waggon mit Gummibereifung, mehrere Autos und
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eine nicht allzuhohe Ziffer für das Parlament |n j ermitteln.
otorräder. Unsere Abteilungen letzen di« Vev ^gung des Feindes fort. Südlich des Pripjet beiten unsere Abteilungen den Eisenbahnknotn-
Marburg
Freitag, 1. Oktober
(fbilbhardt.)
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wb. Berlin, 80. Sept. Nach einer Warschauer Meldung wurde im polnischen Landtag ein Antrag über die Notwendigkeit polnischer Repreffalten gegen die in Polen wohnhaften Deutschen angenommen al» Erwiderung auf angebliche deutsche Ereueltaten gegen die Polen in Nheinland und Westfalen. Zu diesem Antrag ist zu bemerken, daß von Ereueltaten gegen Polen in Rheinland und Westfalen keine Rede sein kann. In Essen wurde eine polnische Versammlung gesprengt und in zwei Fällen Polen verprügelt. Solche Vorfälle sollen nicht entschuldigt werden, erklären sich aber aus der Erregung der Bevölkerung infolge der fortgesetzten Eemalitätigkeiten der polnischen Behörden gegen die Deutschen in den Abtretungsgebieien. Deutscherseits ist übrigens das Nötige geschehen, um derartige Uebergrisse gegen die polnische Bevölkerung zu verhindern.
Nennungsschluß für die Reis« zur Abstimmung.
B r cs l a u, 29. Sept. Die eisenbahntechnijchen Vorbereitungen zur Dewälligung des Personenverkehrs anläßlich der zu erwartenden oberschlesischen Absiim- nnmg, für die etwa 800 000 Menschen nach ihren Hei- matsorten und zurück befördert werden nillsien, zwingt die für den Transport masjgebendcn Stellen zur Festsetzung eines Nennungsschlusses, der auf den tö. Oktober festgesetzt worden ist. Zur Sicherung der erforderlichen Eisenbahntransporte werden daher alle Absilmmungsberechtigten nochmals gebeten, ihre Meldung bis zum genannten Datum zu bewerkstelligen.
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Die Kartoffelfrage.
25 Mark ErzengshSchstpret».
wb. ®erlitt, 80. Sept. Der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages HÄ von einem Antrag der Unabhängigen den 8. Absatz' angenommen, nach tcm die Behörden bei Überschreitung der Erzeugerhöchst- preise für Kartoffeln sofort wegen W u cherS mit aller Schärfe einschreiten sollen, ebenso einen Antrag der bürgerlichen Parteien, nach dem der Ausschuß den Standpunkt^der Reichsregierung, insbesondere ihre Vereinbarungen mit den Spitzenorganisationen der Landwirtschaft, des Handels und der Verbraucher über bi« Kartosfelversorgung billigt und erwartet, daß die Reichsvegierung die ungestört« Ernte und Beförderung der Kartoffeln nachdrücklich sichert. Der Erzeuger- Höchstpreis wurde auf sozialoemolratischen Antrag auf 26 Mark festgesetzt.
Wie der „Vorwärts^ aui Mainz erfährt, verließen am Dienstag etwa 15 000 Arbeiter ihre Arteit?-
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wb. Paris, 30. Sept. Nach einer „Mätin"-Meldung aus London sollen aizs Veranlassung der bolschewistischen Regieruug die Verhandlungen zwischen Sowjetrußland und England 6—8 Wochen aufgeschoben werden.
Ei« geplantes Handelsabkommen.
wb. Paris, 80. Sept. Die Pariser Blätter berichten: „Daily Mail" veröffentlicht Einzelheiten über da« englisch-russische Handelsabkommen, das zwischen der englischen Regierung und Kamenew getroffen werden soll. Das Abkommen sei noch nicht unterzeichnet worden, aber man erwarte, daß in einigen Wochen Unterhandlungen über einen cndgiltigen Friedensschluß mit Rußland beginnen könnten. Unter den Bedingungen werden genannt: Die Sowjetregierung verpflichtet sich, jede Propaganda gegen Großbritannien zu Unterlasten. Sie werde auch gewiß von der zaristischen Regierung kontrahierte Schulden anerkennen. Man glaubt, daß es sich um Schulden handelt, die sich auf Warenlieferungen und auf geleistete Dienste beziehen. Der Vertragsentwurf liegt nunmehr dem Kabinett in London vor. Achnliche Abkommen werde Rußland nach der „Daily Mail" auch mit Japan und Italien treffen.
wb. London, 30. Sept. Tie „Times" meldet, daß die führenden Londoner Bank«- und Finanzleute an Lloyd George da« schriftlich« und dringende Ersuchen richteten, die Anerkennung aller russischer Schulden zur unerläßlichen Bedingung für die Wiederaufnahme des Handels mit Rußland zu machen. .
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Russischer Protest.
Ivb. London, 30. Sept. Ein bei Krassin ringe- gangener Funksprnch Tschitscherins besagt u.a.:
Teilen Sic bitte Lord Curzon solgendcs mit: Die Sowjetregierung hat die von dem Vorsitzenden der russischen Delegation mitgeteilten Boriyaude für die Einstellung der politischen Verhandlungen zwischen Rußland und Großbritannien zur Kenntnis genommen. Sic suhlt sich gezwungen zu erklären, daß fit darin "nichts anderes als einen Versuch sieht, den Abschluß eines Uebcrein- kommens zwischen den beiden Staaten um jeden Breis zu verhindern und die Wiederaufnahme der friedlichen Beziehungen zwischen Rußland und Großbritannien aus unbestimmte Zeit zu verzögern. Bis zum 1. Juli erklärte die britische Regierung, als sie der Sowjetregierung ihre in vier Punkten formulierte’.! Forderungen mit teilte, daß die Annahme dieser vier Punkte zu einem Wasfen- stillstand zwischen Rußland und Großbritannien führen und einen vorbereitenden Schritt zum endgültigen Frieden bilden würde. Da nun die russische Regierung diese vier Punkte angenommen hat, konnte sie wohl die Erwartung hegen, daß die Friedensverhandlungen zwischen Rußland und Großbritannien und die sofortige Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen den beiden Länder» 5te Folge sein werde. Trotz aller Anstrengungen der Sowsetregicrung hat die Annahme der britischen Forderungen zu nichts geführt. Die offenen Widersprüche zwischen den von der britischen Regierung für die Einstellung der politischen Verhandlungen mit Rußland angeführten Gründen lasse!, ihren bewußten Widerstand gegen die Herbeiführung friedlicher Beziehungen mit Rußland umso klarer hervortreten. Indem die Sowjetregierung gegen das Verhalten der britischen Regierung gegenüber der Delegation der russischen Regieruug, als einer Handlungsweise, die unvereinbar mit den internationalen Grundsätzen ist, protestiert, beincrkt sie, daß die anfangs Juli abgeschlossenen Uebercinkommen als verletzt betrachtet werben müssen, und legt her britischen Regierung die volle Berantrvortung für die Nicht- wiederausnahmc der politischen Verhandlungen auf, die für die Herbeiführung des Friedens zlvischen Rußland und Großbritannien erforderlich sind." . ■ : .
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Die einseitig polnische'Zusammensetz««g der Abstimmungspolizei.
>vb. Berlin, 30. Sept. Von zuständiger Seite wird rnitgeteilt: Von den 13 ernannten Offizieren der oberschlesischen Abstimmungspolizei ist nur einer deutsch. Die Abstimmungspolizei hat auch Lesehallen eingerichtet, die Zeitungen und Zeitschriften. verschiedener Länder enthalten, aber keine deutschen.
Die Verhaftung des Bergwerksdirektocs Wiggerl entspricht den Tatsachen. Der 61 Jahre alte Manu befindet sich seit drei Tagen in Untersuchungshaft, Er hatte sich in einem Auto der Sicherheitspolizei Kach Oppeln begeben; in dem Auto sollen Wasseu geschmuggelt worden fein. Wiggert ist aber an dieser Sache unbeteiligt. ;
Der Stimmenkauf der Polen. — Die polnischen Plane im Industriegebiet.
Berlin, 80. Sept. Wie das „Berl. Tagebl." meldet, wurde in Buer (Westfalen) der polnische Agitator Kvwalla festgeuommen. Er Ist dadurch ül»er- führt worden, daß er einem Oberschlesier 1000 Mark gab, mit dem Ersuchen, für Polen einzutreten und den Teutschgesinnten Oberschlesiens ihr Stimmrecht abzulocken. Für jeden Stimmenkauf eines Oberschlesiers versprach Kowalla 1000 M. Bei einer Haussuchung wurde bei Kowalla Material vorgefunden, das den dringenden Verdacht rechtfertigt, daß die. Eroßpolen des Industriegebiets mit Hilfe der Kommunisten und Unionisten die Bergarbeiter in einen Eenerchl- streik treiben wollen, um so die Erfüllung des Abkommens von Span unmöglich zu machen.
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Die preußischen Wahlen.
Neuwahlen erst im Februar.
Berlin, 30. Sept. Im Aeltestenrat der Landes- Versammlung wurde ein Antrag der Demokraten angenommen, die Neuwahlen drei Monate nach der Verabschiedung der Verfassung abzuhalten. Als wahrscheinlich wurde angenommen, daß die Verfassung im November verabschicket wird, daß also die Neuwahlen Mitte Febril ar siattfinden können.
AuS denk Entwurf des Gesetzes über die Wahlen in Preußen teilt das „Berl. Tagebl." nach Mitteilungen von parlamentarischer Seite u. a. mit: Jeder Wahlkreis hat mindestens drei, höchstens sechs Abgeordnete zu wählen, doch ist diese Einheitlichkeit nicht überall gewahrt. Die Einteilung der Wahlkreise ist so gedacht, baß Wahlbezirke gebildet werden, die mög- lichsk mit Gemeinden zusammenfallen sollen. Große Gvneinöen können in mehrere Wahlbezirke zerlegt wecken, Reine Gemeinden mit benachbarten Gemeinden zu einem Wahlbezirk vereinigt wecken. § 16 bestimmt, daß die Kreiswahlvorschläge imb Verbandswahlvorschläge die Erklärung enthalten müssen, welchen Lan- deswabkvorschlägen ihre Reststimmen zuzurechnen find. Auf je 44000 Restssimmen entfällt ein Abgeockneter, wobei ein Rest von mehr a!8 22 000 Stimmen vollen 44000 gleichgeachtet wird. Auf Berlin allein entfallen 42Abgeordnete. Ter Gesetzentwurf sieht für die ober- fchlcsischeu Kreise folgende Abgeocknetenzahlen vor: Oppeln, Ratibor, Pleß und Beuchen je 5 Abgeordnete, Kattowitz 6 Abgeordnete.
Der „Solalans.0 will mitteilai können, daß die Staats regieruug, oie ursprünglich eine Stimmenziffer von 44 000 erwogen habe, in den nächsten Tagen
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■? :n' Sitzung vom 80. September. !
Zur ersten Beratung sieht der Gesetzentwurf über das Gemeindewahlrecht in Helgoland, der das geltende Gemeindewahlrecht auf der Insel mit der Maßgabe ausdehnt, daß seine Ausübung von einem fünfjährigen Wohnsitz in der Gemeinde abhängt. Die Bevölkerung soll dadurch gegen eine Majorisierung durch die Fremden geschützt werden.
Abg. Drecour (Soz.) hält die allgemeine Vorschrift einer V-jöhrigen Ortsansässigkeit für Helgoland für ausreichend. Die Ausnahmevorschrist solle nur dazu dienen, den Einfluß der Arbeiter in der Gemeindevertretung zu schwächen.
Abg. Schmiljan (Dem.): Wir flehen dem Entwurf freundlich gegenüber. Es werden für drei bis vier Jahre infolge des Friedensvertrages noch viel auswärtige Ar- beiter gebraucht inerten, die unbedingt später wieder Hekgo- land verlassen nick darum unmöglich in den Gemeinbeange- legenheiten ausschlaggebend sein dürfen.
Abg. Klingemann (Dentfchnatl.): Auch wir billigen die Grundlagen des Entwurfes. Die eigenartigen Verhältnisse Helgolands bckürfen besonderer Berücksichtigung. >'!
Abg. Kilian (U.®.): Wir werden ter Ausnahme- Vorschrift über be# bjährigen Wohnsitz den schwerste« Widerstand entgegensetzen.
Die Vorlage geht an den Gemeindeausschuß. Der Gesetzentwurf zur Eroberung ter Zusammensetzung der Schuldeputationen und Kommissionen wick nach den Beschlüssen deS Ausschusses in zweiter Lesung angenommen. Dabei wick gegen den Widerspruch der U. S. der PassuS wiederhergestellt, baß ter Geistliche ohne weiteres Mit- güeb der Deputation ist.
Es folgt die erst« Beratung tes Gesetzentwurfes über baS Hcbammenwesen. Nach der Vorlage soll dir Geburtshilfe künftig mzr noch von Bezirkshebammen auS- geübt iverden, das heißt von solchen Hebammen, deren Berufstätigkeit ans ein bestimmtes räumlich begrenzte! Gebiet beschränkt ist. Neber die Bedeutung der Vorlage herrscht bei ollen Parteien Uebereinstimmung. Die AnS- spiache bewegt sich eigentlich nur um die Frage, ob die Vorlage ay den Hanptausschußst,zu überweisen ist, wie ein Antrag des Zentrums verlangt, ober ob Vorberatung im Ausschuß für Bevölkerungspolitik erfolgen soll, tote die beiden sozialdemokratischen Parteien es wünschen. Die Vorlage wick schließlich dem BevölkerungsauSschuß überwiesen. > |
Die Anfrage der Demokralen 'über dir gewerbsmäßige ■ Nebenarbeit von Staatsbeamten wick da« ! durch ertebigt, daß ein RegierungSvertreter erklärt, soweit, sich Mißstände zeigten, werde etngeschritten werden. GÜ . beständen schon em« Reihe von Vorschriften, welch« big ’ gewerbsmäßige Nebenarbeit von Beamten in bestimmte» Staatsbetrieben verbieten. v i,
Zur Anftage des ZentrumSabgeordneten Hager über die drohende Zahlu ngSnnfähigkett der Ht' mtinben, da noch Monate vergehen würden, bis daß Reich den Gemeinden ihren Steneranicil entrichte, eriolte« ein RegierungSvertreter, daß die Einnahmen aus bei Hecken ersten Steuervierteljahren 1920 den Gemeinte» zufließen wtlcken, nm den drückendsten Sorgen zu te« gegnen. - i I
Ein Antrag Hoffmann tU. S.) gegen den Abbruch von Ziegeleien wick angenommen, nachdem ein Re« giernngSberfreter darauf hingewiesen hat, daß von 1800dl Ziegeleien etwa 250 abgebrochen seien, von denen nur ein Viertel noch betriebsfähig war. Lecker fehlten ter Regierung noch die Machtmittel, den Abbruch völlig zi verhindern. Zur Zeit herrsche übrigens keine Knappheit«' sondern ein Ueberflnß an Banmitteln.
Ein Antrag ter Demokraten ersucht die Regierung um den Erlaß einer Verfügung, nach der bte Ausbildung ter Bewerberinnen, die die Prüfung als Lehrerin der weiblichen Handarbeil und der Hau swi rt sch a ft ikuube abzulegen gckenken, in einem zweijährigen Kurs mit durchgehendem Lehrplan erfolgen soll. Der Antrag geht an den ldnterrichtsauSschuß- . .. .
Freitag 1 Uhr: Anfragen Und Anträge.
*nb Janow ein. Dabei ist die 4. Sowjet-Jnsan- Eeriedivision vollständig vernichtet worden. Der ^nncesiab, den eine Gruppe des Generals Kre- ^kwski durch einen heftigen Angriff überraschte, Del in Pinsk vollzählig mit Ausnahme des Kommandanten und des Stabschefs, denen es im letzten Augenblick glückte zu fliehen, in unsere Hände. Röd) den bisherigen Feststellungen machten wir *00 Gefangene, eroberten 100 neue Maschinen- ♦öenre, -100 Waggons mit Kriegsmaterial, einen
im Vrrfajsimgßaürschuß den Vorschlag mache« wecke, stätte, um in der Umgebung von Mainz teut bei La»d- btl Zahl auj 611000 vchöhe», um aus diese Weise | bKÄleriwz die HMutKgab« bau KartofsUu zu mrge-
Sie Weier WmWttW.
~ wb. Brüssel, 30. Sept. Die Finanzkonferenz sg-hm heute vormittag die armenischen und ungarischen Finanzberichte entgegen. Vizepräsident de Wou- kr8 verlas einen ausführlichen Bericht über die Lage htS Welthandels. Der Krieg habe neue Handels- Wege geschossen. Die Krise sei zwar allgemein, die Rationen hätten aber trotz der wirtschaftlichen Erschütterung noch Möglichkeiten zum Aufschwung und yfirbett in einigen Jahren eine bisher nu gekannte Blüte erleben. Zur Erleichterung des Aufschwunges her Völker müsse ein internationales Zusammen- gtbeiten organisiert werden. '
Die anschließende Aussprache brachte keine wesentlich neuen Gedanken zum Ausdruck. Ein Ber- heter Italiens betonte das Recht aller Staaten «if Rohstoffe. Ein spanischer Delegierter sprach sich für die Erleichterung der Paß- und sonstigen Erenzvorschrisen aus. Bemerkenswert ist noch, daß bet japanische Vertreter bemüht war, die von dem belgischen Handels Minister gekennzeichnete günstige wirtschaftliche Verfassung seines Landes abzu- fchwächen. — Auch für die Frage des internationalen Handels wurde eine besondere Kommission gebildet, die über alle Einzelheiten noch zu beraten hat. gehört von deutscher Seite Bank- tzirektor U r b i g an. ,
wb. Brüssel, 1. Okt. (Havas-Neuter.) In bet Nachmittagssitzung erklärte der Vertreter Indiens, Indien als Rohstoffe produzierendes Land fei bereit, nn der Wiederaufrichtung der Länder «itzuarbeiten, die durch den Krieg betroffen feien. Indien beabsichtige, seine Industrie durch ein Schutzzollsystem vorwärts zu bringen. Quartiert ^Italien) trat für die gemeinsame Bewirtschaftung der Rohstoffe ein. Die Nationen, die Getreide und Dohlen produzierten, trieben die Preise dieser Produkte in die Höhe. Die Konferenz müsse zu einer kesellschast der Nationen einladen und diejenigen -Maßnahmen beseitigen, die Monopole für gewisse Rationen schaffen. Pigueras, Vertreter Spaniens, trat pc ~' wirtschaftliche Schranken zwischen den Ländern ,hb für wirkliche Solidarität zwischen Hnen ein. Ter Japaner Toschikaia Ukubo schöpft aus dem S'.eigen der Gehälter Vesürchtungen für -Japans Zukunft. Man müsse die Masien überzeugen, daß man keinen Reichtum durch Schieberei schassen köiu- r sondern daß man nur durch A r - deit in aller Welt den Wohlstand wieder her- !Dellen könne. Die Sitzung schloß mit den Finanzberichten von Argentinien und Uruguay.
wb. Paris, 30. Sept. Nach einer Havasmel- dmig aus Brüssel ist den Mitgliedern der Finanz- fonferen- heute der französische Finanzbericht jtugestellt tuorben. Er lenkt di- Aufmerksamkeit der Konserenz aus die Wiedcraiisbaufrage. Der Wieder- tefban sei von grundlegender Bedeutung für die WickkrhersikUnng des wirtschaftlichen Gleichgewichts in Europa. " •
Es ist möglich, daß die Konferenz noch wenigstens sieben Tage brauchen wird, um ihre Arbeiten zu vollenden. ?si»ch«s-K!vei tvichtige Probleme sind zu prüfen: die Frag-' des internationalen Handels und tes internnii;'” - .-n Kredits.
ü Staatsstuetar Bergmann ist nach Paris ab- tzereist, nm dort Wiederguimachungsfrageu, die äugen-, Mcklikh' in der Cchivebe sind, zu besprechen.
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Jet Stieg ii fiten.
Weitere polnisch« Erfolge. - '
wb. Warschau, 30. Sept. Zm polnischen Generalstabsbericht vom 29. Sept, heißt es: Auf ikm nördlichen Flügel nahmen unsere Truppen in .«nein sorcierten Angriff Lida wieder ein. Der Feind, dem der beste Rückzngsweg dadurch ab- -Rschninen ist, zieht sich eiligst in nordöstlicher Dichtung zurück. Die neuausgestattete 21. Sowjet- Lnfanteriedivision ist vollständig zersprengt worben, 9 Geschütze und 15 Maschinengewehre fielen M unsere Hände. Oestlich Wolkowysk nahmen wir iki der Verfolgung des Feindes die Orte Pinsk
punkt Saran. In Wolhynien ist die Lage unverändert. , ।
Die Berhandlnnge« in Riga. -1'''
- wb. Paris, 80. Sept. Havas berichtet aus Warschau: Nach einer Auskunft an glaubwürdiger Stelle soll Joffe aus Moskau Instruktion erhalten haben, alle von Polen gestellten Bedingungen, so hart sie auch seien, a n z u n e h m e n , jedoch die Bedingung abzulehnen, die Sowjetrnßland verpflichten solle, die Entwaffnung der Noten Armee ganz oder teilweise durchzuführen.
Nach einer „Matin"-Meldung aus London teilt der Berichterstatter des Blattes aus Warschau mit, Joffe habe der polnischen Delegation einen vollkommen fertigen Friedensvertrag unterbreitet, bei 24 Paragraphen enthalte. Nach diesem Vertragsentwurf sollen Weißrußland, Litauen und die Ukraine selbständig werden, lieber Galizien soll eine Volksabstimmung entscheiden. .
Sowjetrepublik Weißrußland. M
W a rschau , 30. Sept. Die Bolschewisten haben in Minsk Weißrußland als eine selbständige Sowjetrepublik proklamiert.
Die „Oberhessifche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezuzsprei» monatlich m aiA 4 Mk„ durch di« Post 4.20 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Eport-Ztg." 1 Mk. mehr.— ■f 77U l^Lr «urkallende Nummern infolge Streiks «der elementarer Ereignifle kein Ersah. — Lerlia -en Dr. L. Hi per« th. — Druck der Uni«.-Buchdruckerei von Joh. Aug. Koch, Markt 21723. — Fernsprecher 55.
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Der «n,tiA«npi- , betragt f»r »I. Sgesp. Zeile 7i Pf«, und 16*/, »uflchl««, «mtlich. mk* euiwathse 1 - «k., Nekl«m.,ell« 8.90 Mk. Jeder Xa»«ti gilt «Urr.ditt. «ei «u.knnft durch dieE-fch-ftsstelle und BetmUUiwg der »«geböte 25 Pfg. S.« dergebühr. - Bei ««tragen uuter 20 Mk. müssen wir da, Port, für die ».chnung berechne«. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt 8rankf»rt «. Mii«.