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Marburg

D«r «»jel9e«pte « betragt für »ie 8gefo. Zelle 76 Pf«. **b 16«/, »uffchl««, «»tliche l F, w <__i

unb euseertige 1.- Mk, Reklamezell- 3.00 Mk. Jeher R«b«tt ,ilt «l, 8«rt«bett. I 55 AESfß. »ei «Ksfunft bur<6 bie SefchsfissteSe uvb $et*ittlu*e bet «ngthie 25 Pf,, «end

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DieOberhessisch« Zeitung" erscheint sechrmal wöchentlich. Sejugepreis monatlich 4 «k.. durch bie Post 4.20 Mk. Ausgabe B mitObertz. Eport-Ztg." 1 Mk. mehr. Für ausfaklenbe Nummer« infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersah..

wb. Berlin, 27. Sept. Nach einer Havasmcl- bnaff vom 22. 9. antwortete der französische Finanz- m'nister auf die Anfrage eines Senators nach der Höhe dcr Besatzungskosien im Rheinland und der »in Deutschland bisher gezahlten Entschädigung, daß i bie Besatzungskosten bis Ende März 1920 1,8 Mil-1 liarden Franken betragen hätten und von Deutschland bis Ende Juli d.J. 1388017 245 Mark bezahlt wor­ben seien. Der Betrag von 1.8 Milliarden Franken ergibt 2,2 Milliarden Mark. Nach zuverlässigen In­formationen handelt es sich bei der Summe von 1388 047 245 Mark nur um die bare n Geldleistnn- tzen, die bis jetzt an die französische Besatznngsarmec bezahlt werden mußten. Der Wert der für die Bc- fahungsarmee getätigten Sachleistungen ist noch gar-1 nicht zu schätzen. Allein durch die R e q u i s i t i o n e n .der Besatzungstruppen dürfte ein Kostenaufwand von mindestens 6 Milliarden SOtad verursacht fein. Daß I

Pas bcm größten der deutschen Länder feinen Na- |men gegeben hat, räumlich von den übrigen Glie­dern des Reiches getrennt. Diese Trennung mag wohl hie und da das Gefühl wachrufen, als ob Ostpreußen nur allein auf feine eigene Kraft an­gewiesen wäre, als ob die engen Beziehungen zum großen Vaterlande sich lockern würden. Das dar" nicht geschehen, keineswegs. Wir lasten uns von denen, die unseres Blutes, unserer Kultur, unserer Nation sind, nicht trennen, nicht scheiden. (Leb­hafter Beifall.) Wir lasten uns von dcr Bevölke-

AmÜiches Verkündrgungsvlatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhestifche) OVerheffen

Irung nicht trennen, die noch vor kurzem bei der Abstimmung durch ihr gewaltiges Bekenntnis zum Deutschtum aller Welt gezeigt hat daß sie d e u tsch ist und daß sie deutsch bleiben wird. (Erneuter Beifall.) Diese Treue Ostpreußens zum Reiche wird das Reich mit der Treue für Ostpreußen ver­gelten. Das Reich wird immer neben und hinter Ostpreußen stehen. (Lebhafter Beifall.) Ostpreu­ßen und das gesamte deutsche Vaterland sind eins und werden eins bleiben. (Lebhafter Beifall.) I wb. Königsberg i. Pr., 27. Kept. Reichs­präsident Ebert und Reichswirtschastsminister Scholz traten gestern auf dem KreuzerMedusa" die Rückfahrt nach Berlin an. Abends fand im großen Saal der Stadthalle ein Esten statt. Der Oberbürgermeister, der Bürgermeister, Handels­minister Fischbeck und Oberprästdeut Siehr hielten mit lebhafter Zustimmung aufgenommene An- sprochen, in denen die Bedeutung der ersten deut­schen Ostmesse für den Handelsverkehr mit dem Osten gewürdigt und die nationale Aufgabe des Unternehmens hervorgehoben wurde.

Der Verkehr in den Messehallen und auf den Aussiellungsplätzen war außerordentlich lebhaft. Ein besonderer Vorzug der Oftmeste ist die streng durchgeführte Branchenordnung, die die Uebersicht über etwa 1700 Aussteller bedeutend erleichtert. Besonders hcrvorznheben ist die Textilbranche und landwirtschaftliche Maschinenausstellung, woran die besten und größten deutschen Firmen beteiligt sind. Die Zahl der Einkäufer ist größer als man vermutete und ist an dem ersten Mestetag« mit 16 000 zu veranschlagen. fr._>.

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wb. Berlin, 27. Sept. Die auf der Brüsteler internationalen Finanzkonferenz von Deutschland überreichte Denkschrift legt u. a. dar: In den letzten Jahren vor dem Kriege wies der deutsche Außenhandel mit 11 Milliarden Eoldmark auf der Einfuhrseite und etwa 10 Milliarden Mark auf der Ausfuhrseite eine mäßig passive Handelsbilanz auf. Die Mehreinfuhr wurde mit Erträgen aus Auslandskapital und mit Gewinnen aus der See­schiffahrt und anderen internationalen Dienst­leistungen mit Leichtigkeit bezahlt. Die natür­lichen Grundlagen der deutschen Wirtschaft haben sich durch das Ergebnis des Krieges außerordent­lich verschlechtert, selbst wenn man von den allge­meinen Folgen des Krieges und den politischen Wirren absieht. Die deutsche Wirtschaft erlitt eine empfindliche Einbuße besonders inbezug auf ihre Kohle und Eisenbahnen. Zudem ist die Industrie in hohem Maße durch den Krieg verschuldet und hat durch den Frieden von Versailles unermeßliche Verpflichtungen aufgebürdet bekommen. Die Erhal­tung einer dcr bisherigen Volkszahl entsprechenden Bevölkerung auf deutschem Boden ist n u r möglich, wenn es gelingt, einerseits den Eigenbedarf dieser Bevölkerung in den denkbar engsten Grenzen zu halten und ihn so wohlfeil wie möglich zu decken und andererseits dieser Bevölkerung Gelegenheit zu bieten, durch Arbeit so viel Werte zu schaffen, daß sie in der Lage ist, diesen eigenen Minder­bedarf zu bestreiten und darüber hinaus allmählich die Verschuldung an . das Ausland abzuiragen. Deutschland ist, wenn es überhaupt je wieder zur Gesundung kommen soll, in noch viel stärkerem Maße als in der Vorkriegszeit darauf angewiesen, Rohstoffe einzuführen und Fertigerzeugniste aus­zuführen. Dächer muß es unbedingt im Gegensatz zu der passiven Handelsbilanz dcr Vorkriegszeit zu einer stark aktiven Handelsbilanz kommen, weil nur dadurch nach dem Fortfall von Erträgen aus Aus­landskapital und Schiffahrt eine Zob'ung auf die ausländischen Schulden überhaupt möglich wird. Deutschland kann die ihm auferlegten Geldschulden, wenn überhaupt, so nur mit Waren bezahlen. Deutschlands Vorräte und Bedarfsmittel waren l'ei Beendigung des Krieges vollständig erschöpft. Der Außenhandel Deutschlands nach Aufhebung der Blockade stand unter dem Zeichen, eines außer­ordentlich starken und dringlichen Einfuhrbedarfs an Lebensmitteln und industriellen Rohstoffen. Andererseits konnte die Ausfuhr infolge der star­ken Unterernährung der Bevölkerung sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten nur allmählich wieder in Gang gebracht werden. Der Einfuhrüberschuß im Jahre 1919 kam auf die er- chrcckende Höhe von 22.319 Millionen Mark. Da­tei ist nicht berücksichtigt, daß erhebliche Teile der Ausfuhr der deutschen Wirtschaft nicht zugute kamen. Von Januar bis Mai 1920 kommt hinzu ein Einfuhrüberschuß von rund 4800 Millionen Mark. Dabei ist nicht berücksichtigt, daß erhebliche Teile der Ausfuhr der deutschen Wirtschaft nicht zuguie kamen. Von Januar bis Mai 1920 kommt hinzu ein Einfuhrüberschuß von rund 4800 Milli­onen Mark. Die Handelsbilanz weift eine Passivi­tät von einer Höhe auf, die auf die Dauer zur völligen Aushöhlung und Erschöpfung der deutschen Wirtschaft führen müßte. Sehr zum Scha­den der deutschen Wirtschaft sind bis zum Frühjahr 1920 wieder große Mengen an nicht lebensnotwen­

digen Bedarfsmitteln und ausgesprochenen Luxuswaren auf Anordnung der Besatzungs­mächte über die tatsächlich dem freien Handel ge­öffnet gewesenen Zollgrenzen des besetzten Gebiets n das deutsche Wirtschaftsgebiet gelangt. Die lusfuhr nahm infolge des zähen Sturzes der Markwährung eine ungesunde und für die hei­mische Bedarfsdeckung gefährliche Entwickelung. Der starke Valutaanreiz dauerte bis zum Frühjahr 1920. Dann wirkte auf die deutsche Ausfuhr die in allen Ländern czntretende Absatzstockung ein, die infolge des starken Finkens des Preisniveaus auf der einen Seite und des schnellen Sturzes der Pe- visenkurse aus der anderen Seite in Deutschland bald del Charakter einer ernsten Wirtschaftskrise annahm. Die Tatsache, daß die akute Lebensgefahr für Deutschland noch nicht überwunden ist, zwingt das Land nach wie vor zu sehr einschneidenden taatlichen Einwirkungen aus die Wirtschaftsfüh­rung, insbesondere auch auf dem Gebiet des Außen-

Die Brüsseler Konferenz«

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England.

wb. Rotterdam, 27. Sept.9?. Rott. Cour." meldet aus London: Der König und Lloyd George haben Millerand telegraphisch zu seiner Wahl zum Präsidenten Glück gewünscht. _ ;

wb. Paris, 27. Sept. WieTemps" aus Son- doN meldet, haben die Unruhen cm Sonntag in Belfast weiter gedauert. Schützen haben auf die Straßen­bahn ein Feuer eröffnet und 19 Personen verwundet. Der Fanatismus der Bevölkerung ist außerordentlich groß.

wb. London, 27. Sept.Sunday Expreß" mel­det, daß der Burgermcistcr von Cork auf Befehl des englischen Ministers des Innern aus dem Hospital krach dem Gefängnis übergesühct wurde. Mit Ausnahme der Gefängnisärzte und der Krankenwärter

wird niemand zu ihm gelassen. ?

M Handels. Die anormale Entwertung dcr Mark- P Valuta brachte die Erscheinung, bog die pricah>,teci= ischaftlich in Mark kalkulierten deutsche^ KretigA^t

> die Ansprüche insbesondere in dem französischen Bc- 's satzimgsgebiet nicht int Zuräckgehen begriffen sind, ! ergibt sich daraus, daß nach zuverlässigen Nachrichten i feu-3 der Nheiupsalz in der Nähe von Kaiserslautern jerft in den jüngsten Tagen ein wertvolles Wald- ftzeländc von etwa 600 Hektar zur Errichtung eines ! Munitionsdepois beschlagnahmt wurde. Die Gcsamt- kosten hierfür werden auf mindestens 110 Millionen j Mark angegeben, deren Zahlung von Deutschland ver- - langt wird; die in der Nähe von Kaiserslautern ge-- ] Plante große Benzin-Tank-Anlage, deren Errichtung* s von Deutschland gefordert wird, verschlingt nach über-1 fchlägiger Schätzung weitere 40 Millionen. Beide I i Anlagen sind für die Versorgung einer Millionen-! fermee ausreichend. Bei Trier planen die Fran ! Hosen ferner den Bau einer Feldbäckerei, die täglich! zunächst 100 000, später 200 000 Brote, also einen Tagesbedarf für 200 000 bezw. 400 000 Mann, her-1 stellen soll, sowie den Ban eines Ucbungsplatzes für! Eifcnbahntruppe», mit dessen Van bereits begonnen I Worden ist. Hierzu werden nach anderen Mitteilungen! i 300 Morgen des fruchtbarsten Ackergcländes, fast durch-1

B lvcg Kleinbesitz, beansprucht. Die alten deutschen, . % - s! Flugplätze im besetzten Gebiet reichen den Franzosen!

feud Belgiern nicht ans. Sie haben angeblich als Gegen den Berliner Stndticknllrat l «eserveslngplätze für den Mobilmachungssall wert-

volles Ackergelönde beschlagnahmt. Der Erntcaussall I Konsistorium der Mark Brandenburg hat bet durch die Beschlagnahmung von insgesamt 800 H« einem Schreiben an den Oberpräsidenten den Hektar b'sten Ackergeländes erwächst und der schwere Antrag gestellt, die Wahl Dr. Löwensteins zum s Schaden silr die meist kleinbäuerlichen Grundbesitzer Stadtschulrat von Groß-Berlin abzulehnen (d. h.

-ngcsich-s der Zerstörung ihrer Wirtschaft findet bei offenbar: nicht zu bestätigen). Der Umstand, daß ben französischen und belgischen Militärbcsehlshabern! einem Manne das Amt des Stadtschulrats an- i ftmerfei Verständnis. Ter geldliche Schaden, den! vertraut werden soll, der seiner Vorbildung und ; bas Reich außerdem zu tragen haben wird, ist zur seiner Erfahrung nach, insonderheit aber in seiner | ßeit überhaupt nicht zu schätzen. Die Belgier fordern Stellung als Dissident für diesen wichtigen Posten 'weiter die Errichtung von vier großen Truppenlagcrn!vöHig ungeeignet sei, werde als eine unerträgliche bei Neuß, Herdt, Rheinkamp und Repelen, deren Bau Zumutung und von den christlichen Kreisen über 47 Millionen Mark kosten wird. , | als ein unerhörter Angriff auf ihr Bekenntnis,

der Ausfuhr zu einer schweren volkswirtschaftliche«» Gefahr wurden, die unter dem Schlagwort des deutschen Ausverkaufs gekennzeichnet z» werde«« pflegt. Es war daher ein notwendiger Aki der Selbsthilfe, zu Valutazuschlägen zu greifen, ss lange In- und Auslandspreise infolge des schnelle!» Sinkens der Valuta eine übergroße Spannung auf­wiesen. Zurzeit ist die Einfuhr wichtiger indu- strieller Rohstoffe, insbesondere von den vornehm- lichsten Faserstoffen, von jeder staatlichen Einwir­kung frei. Auch für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln sind weitere Erleichterungen geschaf­fen. Hinsichtlich der Ausfuhrpolitik haben sich bie Verhältnisse gegenüber der Kriegszeit wenig ge­ändert. Ein staatlich organisierter Warenverkauf nach dem Ausland hat auch während des Kriege, so gut wie nicht bestanden.

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wb. Brüssel, 27. Sept. (Haväs-Reuter.) Auf der Finanzkonferenz stellte der Engländer Brand, Vizepräsident der Konferenz, als Grundsatz auf, daß der Reichtum eines Landes vor dem seiner Regierung den Vorrang haben muffe. Der Krieg habe einen Umsturz in der Lage jedes Einzelne» und eine Revolutionierung aller Kapitalisten Be» wirkt. Vor allem sei es also wichtig, die Lage wiedcrherzustellen. Brand rät den Regierungen, sich allen solchen sozialen Maßnahmen zu wider­setzen, wie z. B. der Sozialisierung, die die Lage nur verschlimmern könne. Der Redner wünscht im Jntereffe der europäischen Finanzen die nWglichst rasch erfolgende Aufhebung aller Beschränkungen der Handelsbeziehungen zwischen den Nationen. |

wb. Paris, 27. Sept. HavaS meldet aus Brüssel: Der englische Vizepräsident Brand, der im Nam« der englischen Delegation sprach und der infolgedessen »r Dolmetscher des Gedankens feiner Regierung ist, bat in feiner Rede eine Erllärung abgegeben, bereit Bedeutung beträchtlich ist. Die Regierungen aller kriegführenden Staaten können die Lösung des Prob- lemS ihrer auswärtigen Schuld ' ' - wobei unter diesem Gesichtspunkt die Wieocrgutmachung der Schäden ein integrierender Bestandteil der aus­wärtigen Schuld Deutschlands und Oesterreichs bildet. Es ist also in den Augen der englischen Delegation selbstverständlich, daß bie Bezahlung der KriegsschÄeu durch Deutschland e'in Teil der Schuld Deutsch­lands bildet u«ch infolgedessen eine coitbitio fine gua non für den Kredit ist, den Deutschland in der Welt finden soll. Das ist wenigstens die Auslegung, die den Worten Brands in ben Wandclgängen der Konfe­renz gegeben wird. 1.i

Lord Ehalmer besprach die Darlegungen Brands und betonte, das wichtigste Heilmittel für die gegenwärtige Lage sei die Verringerung der Ausgaben, insbesondere für die Rüstungen. |

wb. Paris, 27. Sept. Der Berichterstatter bei PetitJournal" meldet, daß die Konferenz in Brüssel zwei Entschließungen angenommen habe, die den Zweck haben, die verschiedenen Delegationen einander näher zu bringen und die Beratungen weniger langsam zu gestalten. Es sollen fünf Kommissionen gebildet wer­den, die sich beschäftigen sollen: 1. Mit dem Vergleich der Finanzbilanz der verschißenen Staaten, 2. mit der Münzsrage, 3. mit ben Mitteln zur Termindo- rung der Ausgaben, 4, mit den internationalen An- leihen und Krediten, 5. mit den Mitteln für Erleichte­rung des internationalen Handels. ;

wb. Brüssel, 27. Sept. Nach einer Haval- Neutermeldung von der internationalen Finanzkonf»- renz setzte nachmittags Rizzi (Italien) auseinander was fein Land getan habe, um die eigenen Schwierig­keiten zu lösen, Avenol (Frankreich) umgrenzte die Stellung Frankreichs gegenüber der Finanzfragß und gab seiner Genugtunrrg darüber Ausdruck, daß gemeinsame Heilmittel gegen die traurige Lage bei Welt gesucht werden sollten, -

Ein englisches Urteil.r 1

wb. London, 27. Scpt. Der Pariser Bericht­erstatter derWestminster Gazette" äußert sich sehr pessimistisch über die Brüsseler Finanzkonferen-. Er schreibt: Da man bie von Deutschland zu zahlende Entschädigung nicht festsetzen und bte Macht des Wiedergutmachungsausschusses als bi« einzige Autorität auf diesem Gebiete widerher- stellen wolle, sei die Zuversicht, die anfänglich ge­herrscht habe, verschwunden. Die Konferenz tx Brüste erhalte infolgedessen eine in der Hauptsache akademische Bedeutung, denn um das finan­zielle Gleichgewicht zu finden und bte ungeheure» Probleme zu lösen, bie sich über bte Welt jsrfou Menschen, wäre es tu erster Linie notwendig g* wesch^ eine fjlibe Grundlage zu haben nutz gfeM»

iearien eröffnet. Oberbürgermeister Dr. Lohmeyer s Wilderte bie Schwierigkeiten, in bie Ostpreußen tdurch bei« Versailler Eewaltfrieden gebracht wurde «nd betonte, daß, wie in Königsberg vor 100 Nchren mit der preußischen Städteordnung ein - köstliches Gut in die Selbstverwaltung und in Unser öffentliches Leben eingeführi worden ist, jetzt «e wirtschaftliche Selbstverwaltung für unser Wirtschaftsleben durchgesührt werden müste. Wei­ter müsse Ostpreußen das Verbindungsglied in .^>ch viel höherem Maße als früher zwischen'dein i"eich und dem früheren großen russischen Staats- Mesen sein. In der Ostmeste sei dasjenige Binde- Med zu erblicken, das diese Handelsbeziehungen I Meder anknüpfen und neue schaffen müste. Reichs- ^asident Ebert dankte für die Begrüßung und Mrte weiter aus: Die Meste im Osten soll ein- *rri«glich vor Augen führen, was Ostpreußen uns W ist, was wir an Ostpreußen und in Ost- «eufjen besitzen. Vor allem aber soll diese Meste, ^uchdem der Krieg bsrndet ist und Handel und I Gondel wieder ihre al«:« Wege suchen, ein Zentrum I

deutschen Handel» Lach bem Osten sein. Ein I Ufa»;-» Geschick hat dieses kerndeutsche «

Es bedarf angesichts der finanziellen Lage des! Kirche und ihre pädagogischen Grundsätze .deutschen Reiches keiner Antwort auf die Frage, wie!empfunden. In der Tat kennzeichne sich ja auch Deutschland neben diesen, lediglich französischen und! diese Wahl als rücksichtsloser Vorstoß einer ein» ; belgischen Heereszwecken dienenden ungeheueren Be-1 seifigen Parteipolitik.

satzungSkosien Wiedergutmachung leisten soll. Wohl! Der interkonfessionelle Ausschuß hat an bas Äcr darf Deutschland Antwort auf die Frage erwarten, preußische Ministerium eine Eingabe gerichtet, wo- diese getvalfigeir militärischen Aufwendungen wi rk-! rin er dringend bittet, Dr. Löwenstein die Bestäti- lich nur für ben Zweck ber Frickensbesetzilng, wie sic! gung zu versagen. Die Bestätigung würde die Ge­ter Bcrtrag von Versailles vorsieht, erforderlich sind? ! M)r eines leidenschaftlichen Kuliurkampfes be- r . ______*_____ . :! deuten.

rr . rx- . -r ' ? I großer Teil der Schüler der 13. Realschule

Rimesse tn Königsberg. 1 war am Sonnabend nicht. zum Unterricht er- l Königsberg i. Pr., 26. Sept. Bei wunder- Lfe^C'kunn..,>erß^t.attete tiIs Priest gegen die terrem Herbstwetter wurde vormittags bie erfte T1! fiomenfteins einen Demonstrationszug. steutsche Ostmeste mit einem festlichen Akt im Tier- I ^re verjuchten vergeblich, die Schüler bet 5. Real- -' - - ,chule zum Anschluß zu veranlasten. Herbeigeholte

Sicherheitspolizei hinderte die Schüler am Ein­dringen in bie Schule. .