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Hamberg, 23. Sept. Aus dem Kreise Hemberg find dis zum 1. September vou der neuen Ernte über 2000» Doppelzentner Roggen» Weizen und Gerste an die Reichsgetreidestelle obgetührt worden gegen rund 3200 Doppelzentner zur gleichen Zeit des Vorjahres. Di« Getreideablieferung hat fich also mehr als ver­doppelt. In der am 19. d. M. in Homberg stattge- fundenrn, gemeinschaftlichen Versammlung des Kreis­bauernvereins, des Landw. Kreisvereins und des Bun­des der Landwirte wurde, TautTaff. Mlg. Zig.", fast «inftimnrig beschloffen, auch die Vertragskartoffeln z» 20 den Zentner zu liefern.

November beginnen nNd bis zum 14. Dezember dauern wird. Herr Prof. Dr. Heiler wird überReligion und Sittlichkeit" sprechen, ein Thema, das für jeden ernst denkenden Menschen von größtem Interesse ist, ganz besonders in der gegenwärtigen Zeit. Sind wir uns doch darüber klar, daß unser Volk wieder zu den Quellen seiner Kraft zurückgreifen mutz, wenn es an­ders zum Aufftieg fähig fein will. Die 8 Vorträge finden im Hörsaal 20 der Universität statt. Der Vor­verkauf der Karlen begiimt am 15. Oktober in der Elwertschen Buchhandlung. Preis für Mitglieder so­wie für Studierende 6 <K, für Nichtmitglieder 10 M. Einzelvorträge 2 «M.. Die Anzeigen folgen demnächst.

Die Lichtspiele, Bahnhofstraße, schreiben: Der heutige Programmwechset bringt den 2. Teil der großen Filmschöpfung3m Banne der Frauen. Die goldene Mauer". Ebenbürtig seinem Vorgänger zeigt uns auch diese Schöpfung eine hervorragende Handlung mit reicher Ausstattung in grohartiger Prachtentfal­tung. Herrliche Autzenaufnahmen krönen dieses große Werk. Die ersten Vorstellungen beginnen heute 6 und 8 Uhr.

«erztlkcher Sonntagsdienst

am 26. September: Sau.-Rat Dr. Hoffmann, Bar- fiissrrtor 8, Frl. Dr. Klammer, Grün 15.

Zahnärztlicher Sonntagsdienst

am 26. September: Zahnarzt Co teil, Universitäts- strntze 17, Sprechstunden von 1011 Uhr.

Sonntagsdienst und Wochennachtdienst

vom 25. Sept, bis 1. Okt. Tranben-Apotheke.

Kirchliche Nachrichten.

Sonntag, de» 26. September.

Pfarrkirche. 9 Uhr: Beichte. »Vi Uhr: Pfarrer Fokken. Abendmahl. 11 *4 Uhr: Kindergotte-dienst. 2 Uhr: Pfarrer Metz.

Elisabethkirche. 8 Uhr: Pfarrer Manger.

Ahr: Pfarrer Metz. Beichte und Abendmahl.

Zn beiden Kirchen Kollekte für die evangelische Kirche in Oestereich.

Ockershausen. 1 Uhr: Kindergottesdienst.

Im MsabethhauS und Jnstenstkft von 47 Uhr: Jungfrauenverein.

Ref. Stadt- und Universitäts-Kirche. 8l4 Uhr: Pfarrer Essenberg. 10 Uhr (pünktlich): Pfarrer Lic. Plannet. 11)4 Uhr: Kindergottesdienst, Pfarrer Lic. Plannet.

Philippshaus. 114 Uhr: Pfarrer Eisenberg.

Kathol. Kirche. °48 Uhr: Hl. Messe mit Früh- lehre und Kommunion der Frauen; %10 Uhr: Hoch­amt und Predigt; 11 Uhr: Hl. Messe und Predigt; 2 Uhr: Christenlehre und Andacht; 4 Uhr: Iung- frauen verein.

Diakonissen-MutterhauS Wehrda. Sonnlag, voran. 9 Uhr: Gottesdienst, <- * * r,T ' >

LandeSkirchl. Gemeinschaft Marbura^Süd, Schwanallee 51. Sonntag vorm. 8 Uhr: Morgen- andacht. Lorrn. 11 Uhr: Sonntaakschule. Nachm. 41/. Uhr: Jungfrauen stunde (Wilhelmstrahe 8).

Abends 8/. Ahr: Evanaelisation. Montag, nachm. 4 Uhr: Frouenftunde. Abends 8V. Uhr: Gesang- stunde. Freitag, abends 8V, Uhr: Wbelstnade.

Stadtmissiou, Rotergrabe» 5. Sonntag, 8s4 Uhr: ^rübstnnde. Bonn. 11 Ubr: Sonntoqsschule. 48 Uhr: Jungfrauen stund«; 8l4 Uhr: Versamm­lung. Montag 8%. Ahr: Chorstund«. Freitag 834 Uhr: Bibelstund«.

Metbodillengemeind«. Wörthstr. 15a. Sonntag, den 26. Sept., vorm. 9.30 Uhr: Predigt; 11 Uhr: Sonntagsschule; 8.30 Uhr: Predigt. R. Schopfs.

Christlicher Berein junger Männer, llniverfitätsstratze 32 (Phtktppshaus). Sonntag, 3 Uhr: Spaziergang. 834 Uhr: Bibelstunde. Mon- i tag, 834 Uhr: Turnstunde. Dienstag, 834 Uhr.

Uebungsstunde des Posaunenchors. Mittwoch, 834 Uhr: Eesaugstande. Donnerstag, 834 Uhr: Bibel­stunde. Sonnabend, 834 Uhr: Gebetstunde. Zunge Männer sind herzlich eingeladen? .

Mxgern enb «rschäftslenten Marburgs find Elenoreise gestiftet und weitere in Aussicht gestellt.

i>en schon jetzt vorliegenden Anmeldungen zu ur- -len'wird die 18. Allgemeine Junggefliigelschau alle Ausstellungen übertreffen.

Klein- und Mittelrentner. Man :m uns: Noch ist das Reichsnotofer nicht bezahlt, * & schon droht ein neues Opfer, die Zwangsanleihe. Liildcsiens wird sie eifrig erwogen. Von dieser zins­ten Staatsanleihe bleiben die Empfänger der ®ln hohen Gehälter und Löhne befreit, wieder wird T\et! staatlichen Lastträgern, des Kapitalisten, aufge- ^imrgen, und unter diesen auch den kleinen und mitt- rL Rentnern. Ihre schon versiegend« lieht« Ein- L^rieQueUe soll, trotz täglich wachsender Ausgaben, «iter verschüttet werden. Rentner und Rentnerinnen Z?6cn als gute Bürger bisher genug geduldet und ge- Gwiegen. Wohin solches Schweigen führt, zeigt die nft dieser Kreise. Es ist daher geboten Protest zu «r- Lfcn. Der Einzeln« ist «achtlos, er wird, das hat fich ^«igt, zrrtreten. Rur der Zusammeuschlutz Wer gibt j^cksame Kraft, die Beachtung erzwingt. Di« hiesig« Ortsgruppe des Klein- und Mittelrentner-Bundes Met Gelegenheit, fich an diesen anzuschlietzen, und «in zaschlutz liegt im Interesse Aller, die unter den gegen- särtigen Zustanden seufzen. Der Jahresbeitrag be- jchgt 5 ,4t. Die Anmeldungen können bei der Schrift- izhrerirr, Frau Wanda Schneider, Donnerstags und ®rtüa$5, nachmittags von 34 Uhr gemacht werden. V ist nicht Bedingung, datz bem Berein nur Rentner M Rentnerimren beitreien können, sondern All», die frytik «in Interesse für die Sache hohen, können Mit­glieder werden und auch solche, die rin für hentiM Be- gUsfe schwaches Einkommen haben und in dem allge- gtfinen restlose« Anschluss durch Vertretung berechtigter Ateressen Abhilfe erwarte».

Tbeatrr, Ksnzert«. Verfewmlnngen ns».

Mission» ko nferenz. Am Mittwoch, den 27, Oktober, 11 Uhr vor«., findet im Philippshause M« Missionskonferenz für den Kouflstorialbezirk Cassel statt mit Vorträgen von Professor Otto überDie Auf­gaben der Missten an den grossen Kulturreligionen des Ostens" und von Misstonsiujpektor Schomerus-Aer- «nvmsburg überDie Aufgabe« der Mission in Afrika".

* Frauenbildung Frauen studium. Dee Verein wird, wie im Borjahr, diesen Winter einen zssentlichen Vortragszyklus veranstalten, der am 3.

Mitteilungen aus dem Le^rkreils. Unter dieser Rubrik veröffentlicht die Schriftlestuug Stimmen aus dem Leserkreis. Für die hierin ausge­sprochenen Ansichten und Tendenzen übernimmt di« Schriftleitung (äusser der pretzgesetzlichen) kein« Verantwortung, diese bleibt vielmehr dem Ein­sender überlassen.

Der Dank des Vaterlandes ist Euch gewiss." Mit | obigen Worten wurden wir in den Kriegsjahren 1914, 15 und 16 ins Feld geschickt. Nach allzu kurzer Zeit ist aber der Krieg mit all feine« schweren Folgen vergessen, und der Dank des Vaterlandes macht sich für uns Kriegs­beschädigte, sowie für die Kriegerwittven und Waisen leider sehr, sehr wenig bemerkbar, in den meisten Fällen ist sogar Undank das, was an Stelle des Dankes geerntet wird. Gerade hier in Marburg, wo doch der Patriotismus stell so hoch stand und noch steht, läßt mau eS die Kriegs, beschädigten nnd Hinterbliebenen so recht fühlen. wenigen und sehr gering berechneten kknterstützunga reichen nicht im Entferntesten dazu aus, daS Leben Kriegsbeschädigten zu fristen, und es ist bauz noch einmal vielen Arbeitsfrrudigen Gelegenheft geboten, durch Arbeit ihr Auskommen zu schaffen. Kaum glaub­haft erscheint «S wohl dielen der Leser, dass «S in Marburg trassiert ist, daß eine Stelle, die mit Leichtigkeit von einem Ivvproz. erwerbsunfähigen Kriegsbeschädigten be» bient werden könnte, von einer Dame besetzt wurde, die sich dazu noch in der angenehme« Sage befindet. Sei ihrem j Eltern in guten Verhältnissen leben zu können, während : der Kriegsbeschädigte, der Frmt und Kind zu ernähre«! ; Hot, schroff abgewiesen und mft einer Anterstützung von 300 Mark auskommen soll. Es wäre wirklich zu be- grüßen ,wenn man diesen Schwerkriegsbeschädigten, die i doch so viel dem Vaterland geopfert haben, und gern« eine Beschäftigung aufnehmen würden die sich ja hier häufig genug bietet mehr Entgegenkommen gv- schenkt würde. Zunächst wäre durch diese, wenn auch ««nigenVerdienste, mancherFamM«, der « geradezu un» möglich ist, mit der geringen Unterstützung auszukommen, s viel Sorge in der jetzigen Zeit erspart, ferner wäre auch i den Schwerkriegsbeschädigte« Gelegenheit geboten, i« der ) Arbeit ihr schweres Schicksal mr veraessen uftd dadurch j wieder Freude an demtrostlosen" Leben zu finde«. ; j

Ein Kriegsbeschädigter.

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Verantwortlich für den politischen Teil: Kurt Haink«' für den örtlichen und Provinz. Teil: Mlh. W i ss netz,

Amtliche Bekanatmachnngen i Landratsamt Kirchhain.

Unter der Schafherde des Schafmeisters Karl Ra»t- Hurnn zu All^shauftn ist di« Maul- und Klauenseuche »llsgsbrochen.

Kirchhain, den 22. September 1920.

Der Sandrat: v. Gilsa.,

Anter dem Rindviehbestande des Ritterguts Holz- Hauken ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festge stellt. Guts- und Gemeindebezirk werden als Sperr­gebiet erklärt. Für das Sperrgebiet und di« Seuchen- gehöfte gelten die Vorschriften der §§ 120 meiner Kreisblattbekanntmachung vom 28. Zuni 1920. (Kirch­hainer Zeitung Nr. 91 vom 29. Juli 1920.)

Kirchhain, den 23. September 1920.

Der Sandras v. Gilsa.

Die S&iotbnuHgen über Gerste- und Hafirbewirt- schastung (Nr. 219 derOberhess. Zig") »erd«« auch Pir de« Kreis Kirchhain veröffentlicht.

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-Tafiel, den 25. September 1920.

6387 Die Handwerkskammer.

Der 2. fiurfite beginnt am 18. Oktober t. Zähre».

j im lokalen Teile. 62ÜJ

Landwirtschaftsschule Weilburg a. L. 6192 Beginn des Winterhalbjahrs sm 13. Oktober.

Aufnahme in KL IIIJ. Anmeldung baldigst erbeten. Anekunlt erteilt Direktor Prof. Dr. Helmkampl.

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