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Englisch-französische Aktion im mittleren Oste».

wb. London, 28. Sept. DieWestminster Gazette" schreibt: Die Pariser Beratungen zwt- chen Churchill und dem französischen Kriegsmini« ster führten zu wichtigen Beschlüssen bezüglich einer gemeinsamen Aktion im mittleren Osten.

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Das polnisch: Ziel.

Berlin. 23. Sept. DerLokalanzeigcr" ver­zeichnet als ein neues Anzeichen für das Bevor- stchen eines abermaligen polnischen Putsches die Unterbringung polnischer Artillerie als Eutern bei Fraustadt. Es wird berichtet, polni­scherseits verhehle man sich nicht, daß die Polen eine vollendete Tatsache schaffen und so den Einspruch der Westmächte unwirksam machen wollten.

wb. B e u t h e n, 23. Sept. Gegen den Haupt- schrifileiter derOstdeutschen Morgenpost", Dr.

Zur Wahl Millcrands äußert die ..Kreuzzeitung": Was Deutschland von ihm als Präsident der Republik Frankreich zu erwarten hat, darüber gibt man uch wohl kaum einer Täuschung hin. Das ihm von Ele- incnceau vermachte Testament, die Vernichtung Deutschlands, wird er wohl weiter mit Nachdruck zu vollstrecken suchen. DieMorgenpost" erinnert da­ran, wie Millerand, als er sich von Longuet, dem Schwiegersohn von Karl Marx, zum Sozialismus hatte bekehren lassen, der Anwalt der wildesten Stürmer und Dränger wurde. Aber ihm sei der Sozialismus ledig­lich Mittel zum Zweck, das Sprungbrett, das ihm zu gegebener Zeit den Weg in ein Ministerium bereiten sollte, gewesen. Als er das Handelsministerium über­nommen hatte, verstand er es ausgezeichnet, sich den veränderten Verhältilissen anzupassen. Der Kaiser von Oesterreich verlieh ihm das Eroßkreuz des Ordens der Eisernen Krone und der damalige deutsche Bot­schafter schlug ebenfalls den französischen Handelsmini­ster zur Dekoration vor. Ter einstige Sozialist kann als der charakteristischste Repräsentant des heute maß­gebenden Teils des französischen Bürgertums gelten.

Die Nachricht von der Wahl Millcrands hat große Begeisterung hervorgerufen. Das Publikum begrüßte einstimmig die Wahl, und es ertönten die ....... Vor dem Elysee er-

)en lause». »h«s.

Da die sozialdemokratische Reichstagstz.aktion, wie derVorwärts" schreibt, mit Sicherheit darauf rechnet, daß Hit Frühjahr Neuwahlen zum Reichstag stattfin­den, fo wäre es, wie das Blatt meint, am praktisä>ien, auch mit den preußische» Wahlen bis dahin zu war­ten. Dann würde die Landesversammlung mit aller Ruhe ihre Ausgaben erledigen können und sich rechtzei­tig auftöttn, sodatz die Neuwahlen zugleich mit .denen zum Reichstag stattfinden könnten.

fpruch einlegen, dem unbedingt stattzugeben ist. Bisher hat die Stimme dcS Reichssinauzmimsters im Kabinett nur einfach für seine Person und sein Amt gegolten. §z war daher bisher möglich, daß der Finanzminister durch dir Mehrzahl der übrige» Minister überstimmt werden konnte. Das ist seht ausgeschlossen, denn eine neue Finanzposition kann künftighin ettc dann «iS bewilligt gelten, wenn auch der Finanzminister ihr zugestimmt hat. Jetzt kommt es darauf an, ob die gefaßten Beschlüsse, über die im Einzelnen noch nicht itlles bekannt ist, ohne Schwanken und Zaubern auch durchgeführt werde» können. Solange man da­rüber keine bolle Klarheit besitzt, solange kann man die Krise nicht als beigolegl, sonder» nur als ver­tagt bktrachtrn, zumal im Hinblick auf die Haltung der'Sozialdemokraten. Wie cs heißt, habe» bei inoffi­ziellen Verhandlnnacn zwischen den RegicrungSpar- tnen und den Mehrheitssozialiste» diese erklärt, bis zum Frühjahr alles beim alte» lassen zu wollen, f Sie verzichte» zunächst auf den Wiedereintritt.in die

Rr'-h.-rcgiernng, aus eine Umgestaltung des Regie- «mgsblocks, ans die Neuwahlen und verlängern die wohlwollende Neutralität, die sie seit Ende Juni dem

i Kriegsverhalt,iiste erzwungenen rohen prozei'.luale» Zuschlägen zu den alten FriedenStarise» müsse auf- geräumt werde». Tie Tarife müßten wieder organisch gestaltet werden. Tas Personal der Eisenbahnen, rom obersten Beamten bis zum letzte» Arbeiter, müsse wieder mit freudiger H ingabe die Arbeit verrichten. Seine (des Ministers) Aufgabe werde es sein, mit fester Hand einen klare» Kurs zu schaffe» und , für Aufrechterhaltung der Ordnung uiid Disziplin :iu sorgen. Er wisse, daß die große Masse des Per- >jonals durchaus auf dem Boden eines gefunden Ord- teungsgedankens stände und bereit sei, an der Ge­sundung mitzuarbeiten. Von außen werde aber "immer noch Unruhe und Unzufriedenheit in ine Eisen 'kühner hineingetragen. Er werde es ntzchst buche», daß die Eisenbahner zum Tummelplatz voliti scher und wirtjchasllicher Händel gemacht werden und

die Präsidenten der verschiedenen Parlaments­gruppen. Er erklärte ihnen tt. a, daß er zur er- chlgreiche» Fortsetzung des begonnene» Werkes Datauf zähle, mit den Mitgledern des Parlaments n enger Fühlung zu verbleiben. Freitag wird er den Präsidenten des Senats Leon Bourges»» und hierauf de» Kammerpräsidenlen Peret empfange» und sich mit ihnen über die durch den Rücktritt des Kabinetts geschaffene politische Lage zu besprechen.

Wie es den Anschein hat, hat Vriand die meisten Aussichten, Nachsolgrr Nkillerands zu wer­den. Zu diesem Falle wird Briand auch Minister des Neußeren werden.

DasJournal" meldet über die gestrige Ab­fahrt des Präsidenten Deschansl, daß der Präsi­dent abgemagert und sehr schwach sei und nur ge­stützt mit größter Schwierigkeit sich sortberoegen konnte. Er wird seine» Aufenthalt vorläufig in der Umgebung von Paris nehmen. *

gegenwärtigen Kabinett zu gesichert haben, bis zum Fr ilh j ah r. Baldigen Neuwahlen in Preuße» setze» sie keinen Widerstand entgegen. Dabei scheint still­schweigend vorausgesetzt zu sein, daß die Regierungs- parieien bis zum Frühjahr von einer Neuwahl des Reichspräsidenten absehen, so daß Reichspräsident Ebert mindestens bis zum Frühjahr im Amt bleibe» wird. ES würde sich also in den nächsten Monaten nichts iu der Zusammensetzung des Regierungsblocks und des ReichslabinettS ändern. Im Frühjahr aber spätestens wird die jetzt vertagte Krise vermutlich wieder akut werden.

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Kleiner, wurde von den interalliierten Le- ätzungsbehördeu ein Strafverfahren eingeleitet. Der Grund hierfür ist der Aufsatz vom 25. August in der ,S>std.eutschen Morgenpost",, worin von dem Aufenthalt polnischer Truppen auf oberschlefischem Boden, von der Waffeneinfuhr über die Grenze und von Perbrüderungen zwischen Franzosen und Polen die Rede ist.

Breslau, 23. Sept. Der Breslauer Krimi­nalpolizei gelang es laufVolksmacht", ein pol­nisches Büro in der Odervorstadt aufzuheben. Es wurden wichtige Dokumente und Listen gefunden. Auch ein hiesiger Staatsbeamter ist nach dem ge­nannten Blatt in den Listen als polnischer Agi­tator verzeichnet. Die drei angetroffenen Personen wurden verhaftet.

Bon einem sratrzösischen Offizier erschossen.

Breslau, 23. Sept. Rach.einer Meldung aus Oppeln wurde dort gestern abend auf der Ro- enbrrgstraße der Eisenbahnwerkstättentischler Franzek von einem französischen Offizier erschossen.

Die Politik Le Rsnds in Paris gebilligt.

wb. B e n t h e n , 23. Sept. Nach der polnischen Erenzzeitung wurde der polnischen Telegraphen­agentur aus angeblich gut insormierten Kreisen in Paris berichtet, daß der Votschasterrat die Politik Le Roilds vollkommen billige. Le Rond werde auf dem oberschlesischen Posten verbleiben und dorthin in allernächster Zeit zuröckkehren.

Dir Gemeinsamkeit der oberschlesifchen und deutzchcu Interessen.

In unterrichteten Kreisen erwartet man, wie die Boss. Ztg." meldet, daß die Reichsregierung der ober- schlesischen Frage nunmehr ei» Interesie entgegen^ bringen wird, das sich nicht auf passive Pro- f efic beschränkt. Oberschlesien sei ein gemischt sprachliches Land, dessen gesamte Wirtschaft so eurg mir bem Deutschen Reich verknüpft sei, daß eine Zer­reißung oder Lockerung der Verbindung Oberschlesien in die Armut früherer Jahrhunderte zurückwerfen

Amtliches Verkündigungsblaü des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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(Sitzung vom 23. September.

Bor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Präsi­dent L e i n e r t den Wortlaut des Proteste» der preußischen Regierung über die Uebereignung von

Eupen und Malmedy

an Belgien mit. Hiernach entbehrt die Entschei­dung des Völkerbundsrates der Rechtsgrundlag«. Ihrer Entscheidung sollte nach Artikel 34 des Versailler Friedensvertrages eine freie und unbeein» lußte Volksabstimmung vorausgehen. Da» habe« die verbündeten Regierungen in ihrer Rote wm #. Juni feierlich anerkannt. Was aber ist geschehen? Di« 1 Listen waren so kurze Zeit ausgefegt, daß sich di« Mehrzahl bei iBevöMMNg nicht etntragg# konnte. Uebrigeus wurde diUWteiheit ihrer AbstiMivng boa den belgischen Behörden durch Beeinfluffung, Jrre- ührung und Bedrohung bewußt unterdrückt. Di» Bedingungen des Vertrages sind also nicht erfüBt worden. Das deutsche Volk wird die Entscheidung de« Völkerbundsrates niemals als bindend »anerkenne«. (Sehr richtig.) Di« preußische Regierung bittet di« Reichsregierung, dies zum Ausdruck zu bringen und gegen das uns zugefügte Unrecht feierliche Verwahrung einzulegen. Ich frage die Landesversammlung, eb sie ich diesem Protest anschließt. (Geschieht einstimmig.) Die Bevölkerung von Eupen und Malmedy aber bitten wir, in dieser schweren Stunde sich als zu uns gehörig zu beirachten und mit uns zu erwarten, daß die Bor- ausfetzuugen des Friedensvertrages, die der Völker­bundsrat mit Füßen getreten hat, nachträglich erfüllt werden und daß feine Entscheidung geändert wird. (Lebhafter Beifall.)

Auf der Tagesordnung steht die Anfrage des Abg. Dr. Faßbender (Ztr.) betreffend die

Entsittlichung de» Volkes

durch Nacktvorstellungen in Verbindung mit einem An­trag Mentzel (deutschnatl.) gegen die unstttliche Literatur.

Abg. Dr. Faßbender (Ztr.) verweist auf die seit Krieg und. Revolution bedenklich zunehmende Ent­sittlichung des deutschen Volkes. Durch schamlose Schauvorstellnugen würden breite Volksmassen auf schmutzige Abwege gebracht. Für die Verwahrlosung des heutigen Geschmackes sei die Aufführung eines natura­listisches Ballets in einer BerlinerTannhäuser"-Bor­stel! ung bezeichnend. Gegen Kinoauswüchse gebe « ein Gesetz. Ein Theakergeseh fehle aber noch.

Abg. Mentzel (deutschnatl.) begründet seinen An­trag gegen die frechen und gemeinen Anpreisungen ge­wissenloser Buchhändler, die in der Jugend furchtbare sittliche Verheerungen Hervorriefeu. Woher beziehen trotz der großen Papieruot die Verleger solcher schmutzi­ge» Druckerzeugnisse das Papier? Die Regierung habe die Pflicht, ihre Machtmittel zur Bekämpfung der Schmutzliteratur auszunützen.

Ministerialdirektor Meister erwidert: Gegen un­sittliche Reklame würde schon jetzt eingeschritten. Die Berliner Nacktaufführungen seien bereits Gegenstand gerichtlicher Verhandlungen.

Abg. Meyer- Herford (D. Vpt.) hält die Aus­führungen des Regierungsvertreters nicht für U» friedigend. Er verweist auf das ungeheure Ansteigen der Kriminalfälle, die aus der Zerstörung der Jugend durch unsittliche Schaustellungen hervorgegangen find und appelliert an Familie, Kirche, Schule und Presse, mitzuhelfen, der Verseuchung unserer Jugend entgegen­zuwirken. Alle diese Bestrebungen müßten in bcu Jugendämtern ihre Zentrale finden.

Frau Dr. Wegscheider (Soz.j erklärt sich gegen die Ausdehnung der Zensur auf das ganze Theater. Die Erfahrungen mit der polizeilichen Zensur seien zu übler Natur gewesen. Dagegen könnten die Vorschrif­ten der Kinozensur auch auf die Kinoreklame ausgedehnt werden.

Abg. Kimpel (Dem.) ist gegen alle gewalt­samen Eingriffe in das Kunst, und Literaturleben. Die erforderlichen Schutzgesetze seien bereit» vorhanden. E» hapere nur mit der Ausführung.

Abg. Kilian (ll. 6.): Seine Partei weigere fich entschieden, der Polizei neue Machtmittel zum (Ein­greifen in die Literatur und Kunst zu geben. Nur die Lebemänner sehnen fich nach Nacktvorstellungen.

Die Anfrage und der Anttag gehen an den Aus­schuß für Bevölkerungspolitik.

Es folgt die Anfrage des Abg. Adolf Hoffmann ; (U. S.), weshalb der Beschluß der Landesversamm- . lung. da»

Eheverbot bet Lehrerinnen

und Staatsbeamtinnen aufzuheben, bisher nicht ausge­führt worden sei. In Verbindung damit wird über eine gleichartige Anfrage de» Abg. Dr. v. Krause

1 (Dt. Vpt.) verhandelt.

Abg. Frau PSblmanu (Dt. Vpt.) meint, da, Verhalten bet preußischen Regierung verstoße gegen die

I Reichsverfafiung. Auch ihre Partei wolle nicht, baß : das Verbleiben verheirateter Lehrerinnen im Amt« zur

Regel werde. Wem; sich aber eine Lehrerin zutraut.

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müßte uns daß gleichzeitig der deutsche Wiederaufbau völlig unmöglich würde. Die Aufgabe einer aktiven Poliii! muffe fern, die unlösbare Eemeiu- famkeit zu betonen und z» verstärken. Der nationale Gegensatz fei in Oberfchlesien eine Erscheinung neueren Datums und in seiner Zuspitzung das Werk der radikal polnifche» Agitation, die von außen künstlich hereil!getragen worden sei.

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wb. Kopenhagen, 23. Sept. Rach einem Telegramm aus Warschau besag der polnische Heeresbericht vom 22. September, daß die polm- schc-» Truppen jetzt an der Südfront das ganze Ge­biet bis 5um Zbrucz eroberte». Auch die Stadt Prufhany ist in polnischen Händen. Die Litauer ziehen neue Streitkräfte zusammen.

wb. Moskau, 23. Sept. (Funkspruch.) Der Russischer Heeresbericht vom 22. September: Im Abschmitt Grodno schlugen wir auf der ganzen Linie den Vormarsch des Feindes zurück, gingen 5um Gegenangrss über und nahmen nach Kamps eine Reihe von Ortschaften ein. Im Abschnitt Wol- komyschk dauern die Kämpfe mit wechselseitigem Erfolg: nn. Wir machten Gefangene. Im Ab­schnitt Prushany ist die Lage unverändert. Im Abschnitt Tarnopol stehen wir in hartnäckigem Kampf- bei der Stadt Woloschiesk. Krimfront: Im Abschnitt Jekaterinoslaw führen unsere Abtei­lungen hartnäckige Kämpfe.

wb. Königsberg i. Pr., 23. Sept. Lage­bericht: Im Kampfabschnitt vom Dnjestr bis zum Pripet säubern die Polen nach der Erreichung des Zbrucz und Gorin das eroberte Celgände von ver­sprengten und zurückgebliebenen Bolschewisten- abteilnngen. Südlich von Pinsk nähern sich die Polen dem Styrslutz. Im Raume östlich von Kobryn und Prushany setzten die Bolschewisten ihre Angrisfe fort, die bisher von den Polen a b - gewiesen wurden. Polnische Angriffe auf im Raume westlich von Wolkowyschk zu Ossensio- zwecken bereitgestellte bolschewistische Truppen- ansammlungen waren erfolgreich, wobei die Polen 1100 Gefangene machten. Der Brennpunkt der Kämpfe liegt zur Zeit im Abschnitt Prushany westlich von Wolkowyschk, wo die Bolschewisten ihrs neu herangesührten Kräfte konzentrieren. Im Suwakkigebiet dauern die örtlichen Kampf­handlungen zwschen Polen und Litauern an. Die Litauer führen ihre Verstärkungen anscheinend im Raum von Seyny zusammen.

wb. P a r i s, 23. Sept. Rach einer Radiomel­dung aus Warschau soll General Budjenny schwer verwundet worden sein.

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wb. Warschau, 23. Sept. (Funkspruch.) Der Reichstag wird am 24. September wieder eröffnet. . ............ , : - ...

bitte auch an dieser Stelle die Versammlung und durch sie die Lffeutliche Meinung um Unterstützung einer Bemühungen, die Ordnung und damit die Ge- rrndung der Eisenbahnen wieder zu erreichen.

Die Versammlung trat dann in die sachliche Bc- 'ratuitg der Tagesordnung ein, die die Neuregelung der deutschen Eisenbahngütcr- und Tirrtarise zum Gegenstände hatte. Tie Sachverständigen entsch'ede» fich mit alle» gegen zwei Stimmen für den Vorschlag der kündigen Tariskommissio» der deutsche» Eisenbahnen und des ihr bcigeordneten Ausschusses der Verkehrs^ intcressentcu, zukünftig bei den Gütertarifen zum S t a s s e l t a r i s s y st« m übcrzugehen und hierbei die teuren Güter stärker zu belasten und die geringwertigen, zu schonen. Ein weiterer Vorschlag, die Fracht- berechnung nach den Hauptwagenladungsklasse» im Grimdsatze po» der Ausnutzung des Ladegewichtes der Fünfzehntonnenwagen abhängig zu machen, fand ein- Hnunige Annahme, desgleichen ei» Vorschlag über die Neuregelang der normale» Beförderungsgebühren im Ticrverkehr.

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wb. Paris, 23. Sept. (Havas.)Bei der h:u- ti.qen Präsidsntcnwah! wnrds Millerand mit 695 von 892 Stimmen zum Präsidenten der Repu. b!ir gewählt. Dclsrr; (Ssz.) erhell 69 Stimmen. Der Präsident verkündete, daß Millerand f.r die Dauer von sieben Jahren zum Präsidenten d:r Re­publik gewählt ist. Die Be-sammlung erhob sich mit Ausnahmr der Eozänstes mit Hochrufen auf bas neue Sttaissberhaupt von ihre» Sitzen.

Der Lnzeigivpr«!» beträgt fSr die Sgefp. Zeile 75 Pfg. u«b 10 Nufsihl««, rw *1e%ee

und auswärtige 1. Mk., Aeklamezeile 3.00 Mk. Jever Rabatt gilt «I« Barrabatt. 33 ö®Nll« Sei Auskunft durck die Tefchäftsstelle unb Sermlttlunj der Augelwte 25 Bfg. 6ea.

veraebühr. Bei Beträgen unter 20 Mk. wüfjen wir ba, Part» für bi« Aechauaß 1 U/H berechnen. Pastlcheckkant«: 5kr. 5015 Amt Frankfurt «. Mein.

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r6., pa. artoff, lerffluf. str. 80.

| Nach dem, was über die entscheidende Kabinett- - fjtzm'.g vom Mittwoch bekannt gegeben ist, ist die innere i Krise vorläufig behoben. Der Reichsfinanzministcr ; bleibt im Amt, nachdem er mit der Forderung nach pnwdlcgenden Maßnahmen zur Gesundung der kata- Wrophale» Finanz- und Wirtschaftslage im Sinne größter Sparsamkeit und beschleunigter Durchführung ! der Steirergesetze durchgcdrungen ist. Die Stellung tzez Reichsfinanzministers ist in einer außerordcnt- sichen Form gestärkt worden, dadurch, daß der Reichs- simmzminister nun in jedem Falle ein besonderes i Vetorecht erhalten hat. Der Finanzminisier kann bei Anforderungen anderer Ressorts jetzt feinen Wider-

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Der Rcichsverkihrsminister über die Notwendigkeit von Ordnung und Disziplin.

wb. Berlin, 23. Sept. (Amtlich.) Heute früh begann im Fcstsaal des preußischen Abgcordnetc-u- . Hauses unter Bcrsitz des Reichsverkchrsministcrs eine Besprechung über die systematische Neuordnung der Güiertarise. Da der in der Keichsversammlung vor- gesehene Reichsciscnbahiibeirat noch nicht gebildet ist, sind als Sachverständige die Mitglieder der Eisen- bahnräte der bisherigen Staatseisenbahnverwaltungen xclade», deren Kreis durch Vertreter der verschiedenstc» Erzeuger- und Berbraucherverbände verstärkt ist. Ter Rcichsverkehrsmi.nister wies in seiner Begrüßungsrede ans den ungeheueren Ernst der Wirtschaftslage hin, zu deren Gesundung in erster Linie der Wiever- «usbau der Sirichseismbahnen.und Ordnung in »ihren Finanzen notwendig sei. Taz» gehöre 'vor allem die Anpassung de-s Tarifsystems an die h-i-tige» WirischastSverhältnisse. Mit den durch die