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Marburg

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Sozialdenwkratie betretenen Wege der Neubesetzung

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dem Gebiet« der Verantwortlichkeit, durchgeführt wird. Die Präfekten von Mailand und Turian haben die Vertreter der beiden Parteien zwecks Fortsetzung der Verhandlungen zu sich berufen.

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Die Kundgebung der preußische» Landesver­sammlung gegen die Vergewaltigung Oberschle- |en» «nd des Saargebietes siehe nächste Seite.

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Um das Kontrollrecht der Arbeiter.

wb. Mailand, 17. Sept. (Stefanie.) Auf der Tagung des Bundes der Industriellen in Mailand wurde in der angenommenen Tagesordnung die Räumung der besetzten Betriebe und Entschädigung kür die entstandenen Verluste verlangt. Die Tages­ordnung erkennt das Kontrollrecht der Arbeiter an,

auch der Mchcheitssozialdemokratie nur deutlich ma­chen, daß sie mit ihrem schwächlichen Nachlaufen hinter der unabhängigen Fraktion sichhilflos eine Sack gaffe verrannt hat." Gleichwohl besteht kaum Aussicht auf Annahme des deutschnationalen Antrages. Vielmehr tverbzn vom Zentrum Anträge eingebracht werden, das Gesetz in wichtigen Punkten abzu« ändern. In ß 11 des Gesches über Groß-Berlin soll nach dem Zentrums antrag ausdrücklich festgelezt werden, daß unbesoldete Stadträte gewählt wer­den müssen, während die sozialdemokratische Stadt« Verordnetenmehrheit nur besoldete Stadträte einsetzen will. In § 23 soll bestimmt werden, daß die Bürger­meister der Bezirke nicht vom Magistrat Berlin er- n a n n t werden, sondern von den Bczirksvertretungen g e w ä h l t werden sollen. Auch die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat einen Antrag eingebracht, der sich gegen die geplante Errrichtung einer sozial­demokratischen Gewaltherrschaft bi Groß-Berlin rich­tet. Er enthält als wesentlichste Bestimmung die Forderung, daß die neue Stadtgemeindc Groß-Berlin e r st am 1. Oktober 1921 in Kraft treten soll.

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Der Oberprufident au de« Stadtoerordneteu- vorstcher.

Berlin, 17. Sept. Wie die Abendblätter er­fahre»;- hat der Oberpräsident von Berlin, Dr. Maier, nachdem die beiden sozialistischen Frak­tionen übereingekomme« sind, die außer den beiden Bürgermeistern und acht Fachstadträten zu be­setzenden zwanzig Stadtratsposten ansschlietzlich oder größtenteils mit Parteigenossen ohne Rücksicht auf ihre fachliche Eignung zu besetzen, dem Stadtverordnetenvorsteher Dr. Weyl mitgc- teilt, daß die von der Stadtverordnetenversamm­lung zu wählenden besoldeten Magistratsmitglie- der nach der Städteordnung durch juristische, wis­senschaftliche oder technische- Vorbildung oder aus­reichende berufliche oder praktische Kenntnisse zur Uebernahme eines solchen Amtes befähigt }'in müssen. Das Amt eines auf 12 Jahre gewählten Stadrrats sei nicht mit dem eines politischen Staatsbeamten, Landrats oder Polizeipräsidenten zu vergleichen. Wenn den gesetzlichen Erforder­nissen nicht entsprochen werde, müße dies Vtt Be­stätigung beeinflussen.

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Die MW DmW.

wb. Paris, 17. Sept. (Havas.) Die Minister traten heute unter dem Vorsitz Millerands zusam­men, der sie von der Unterredung mit Deschanel unterrichtete und ihnen mitteilte, daß Deschanel nach Befragen des Arztes seinen Willen, den Rück­tritt einznreichen, kundgegeben habe. Im Einver­nehmen mit den Präsidenten der beiden Kammern wurde beschlossen, daß das Parlament auf Diens­tag, 21. September, zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenberufen wird, um die Mitteilung des Rücktrittsschreibens des Präsidenten entgegen­zunehmen. Der Präsident der Nationalversamm­lung wird das Datum des Zusammentritts des Kongresses in Versailles, der ohne Zweifel Don­nerstag oder Freitag stattfinden wird, festsetzen. Die Kollegen Millerands drangen auf ihn ein, da­mit er, wenn ihm die Nachfolgeschaft Deschanels angeboten wird, in die Annahme einwillige. Millerand beharrte jedoch auf seiner Weige­rung, indem er gewichtge Gründe angab, die ihn verpflichteten, das begonnene Werk als Minister­präsident fortzusetzen.

DasEcho de Paris" meldet, daß, falls Mille­rand kandidieren werde, er weitaus die größte Aussicht habe, einstimmig zum Präsidenten ge­wählt zu werden. Am Dienstag soll das Kabinett diesbezüglich einen Entschluß fassen und dann bei Millerand einen entsprechenden Schritt unterneh­men. Trotzdem versichert man augenblicklich, daß Millerand an seinem Kandidaten I o n n a r 1 wei­terhin festhalten werde, und auch in privaten Kri­sen soll sich gestern abend noch Millerand in diesem Sinne ausgesprochen halben. Andererseits werden neue Namen für die Kandidatur genannt für den Fall, daß Millerand selbst nicht kandidieren sollte.

Deschanels Krankheit.

Nach den Mitteilungen der Zeitungen über Descha. nrls Krankheit leidet der Präsident an Mikromanie, d. h. an einet nervösen Depression, die einen großen Mangel an Willenskraft und Selbstvertrauen zur Folge hat und eine da» Gegenteil von Größenwahn aus­lösende Stimmung verursacht. DemJournal" zufolge wurde Deschanel gleich nach dem Einzug in, Elyfte von einer schweren Melancholie befallen. Er konnte sich in der neuen Umgebung nicht zurechtfinden, be­hauptet« fortwährend, e» fehle ihm an Luft und äußert« vertrauten gegenüber die Befürchtung, daß « ihm nicht gelingen werd«, seine Aufgabe gut zu er- füllen. Schon damals waren alle Anzeichen einer neurasthegischez Krise, bfc al» Folg« einer geistigen

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Dl ihren, sehr aben bei er Wetter.

Seien die striMWe kmMmM in SttWin.

Wie mitgetcilt, hat die deutsch»atiouale Fraktion der preußischen Landesversammlung den Antrag ein» gebracht, das Gesetz Groß-Berlin, das vom 1. Oktober in Kraft treten sollte, aufzuheben und die Re­gierung aufzufordern, eine neue Vorlage einzubrin­gen. Angesichts der Art, tote die Wahlvorbereitungen für den neuen Groß-Berliner Magistrat von den beiden sozialdemokratischen Rathaus-Parteien auf Grund eines Abkommens betrieben worden sind, ent­spricht der Antrag einer Stimmung in allen bürger­lichen Parteien. So schrMbt dasBerl. Tageblatt": Tiefer Schachzug ist nicht ungeschickt; denn die unab­hängige Sozialdemokratie hat eS glücklich fertigbe­kommen, durch ihre brüt alt Machtpolitik den toetieften Kreisen der Berlirwr Einwohner die Ein» heitsgemcinde zu verekeln. Wir können nur immer wieder betonen, daß eS auf dem von der unabhängigen

Ueberarbeitung betrachtet wurde, bei Deschanel festza» stellen. DerUnfall", der den Präsidenten onu23. Mak im Eisenbahnzug bei Montargie betraf, warMtrch die krankhafte Verfassung, in de« er sich schon feit einigen Wochen befand, zu erklären. Seit den ersten Sep- tcmdertagen hat sich das Befinden de» Präsidenten derart verschlechtert, daß an eine Rückkehr In» Elyse« nicht mehr zu denken war. E« scheint, daß man sogar einen Selbstmordversuch befürchtete, da Deschanel sich wiederholt unheimlich zu dem Schloßtrich von Ram­bouillet htngezogen fühlte. Seitdem der Rücktrittsbe- schluß endgültig gefaßt und die Abschiedsbotschait auf­gesetzt ist, scheint sich der Kranke von einer furchtbaren Last befreit zu fühlen.

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Es ist eine alte Erfahrung, daß alle die Steuern gerecht sind, die der andre bezahlt, wie es auch nicht unbekannt ist, daß die heftigsten politischen Kämpfe der S-euerfragen wegen entstehen. Der Kampf um die Erbschaftssteuer iat alten Jktdj hat es gezeigt. Der verlorene Krieg, mehr «och die mit der Revolution einsetzende unglaubliche Geld- wirtschaft in unserm halb bankerotten Staate, stel­len Anforderungen an die Steuerzahler, über die sich letztere nur in ganz wenigen seltenen steuertech­nisch bewanderten Exemplaren vollkommen klar sind. Wenn das Schuldenkonto des Reichs und der Staaten in schnellem Tempo sich der Höhe der Schätzungen des Volksvermögens vor dem Kriege nähert, wenn die Quellen, die bisher dem Staate Ueberschüffe lieferten, rote Post und Eisenbahn, jetzt nicht nur völlig verstopft sind, sondern zum notwendigen Funktionieren ihrerseits Zuschüsse fordern, dann sollte aber auch der Laie vor der Frage sieben: Wer soll das alles bezahlen?

Die Mark geht zur Zeit wieder mit Riesen­schritten in der Schätzung des Auslandes der Null entgegen. Es mag sein, daß diese Bewegung mit , den außenpolitischen Verhältnissen im Zusammen­hang steht. Daß der auswärtige Kapitalist zum Deutschen Reich kein Vertrauen aufbringt, wenn er sieht, was in Oberschlefien vor sich geht, oder an­dererseits die Hoffnung verliert, daß die Entente zur Vernunft kommt", kann man ihm gewiß nicht verübeln, denn Vertrauen wie Liebe läßt sich nicht erzwingen. Ob Versailles, Spaa oder Genf, die Melodie, die gespielt wird, ist nicht geändert und wird yicht geändert, nur die Instrumentation ist gelegentlich eine andre. Ist doch diese Ueberzeugung selbst in dem so hoffnungsfreudigen Deutschland jetzt endlich heimisch geworden. Entscheidend aber ist doch für die Bewertung unserer 3u6«ft, wie wir uns selbst einschätzen. Die Tatsache, daß wir noch heute, fast zwei Jahre nach dem Aufhören de» Krieges, in einer, durch Organisation nur mühsam verdeckten, ohnmächtigen Unordnung uns befinden, spricht Bände. Dazu gehört auch, daß die Regie­rung erst sehr spät daran gegangen ist, die Steuer­frage zu regeln. Steuern machen nie populär.

Daß die Erfasiung der Kriegsgewinne zu spät kam, ist eine alte Weisheit. Daß die Übrigen Steuern aber so dilettantisch wie möglich aufge­stellt sind, dieser Erkenntnis verschließen sich die Betroffenen, in diesem Falle das gesamte deutsche Volk, immer weniger. Der Protest gegen den Steuerabzug hat dies letzthin erst von Seiten der Arbeiter klar gemacht. Seit der Maienblüte so- zialistischer Hoffnungen der neuen deutschen Re­publik hat das Schlagwort von der Sozialisierung keinen sonderlich günstigen Einfluß auch auf die Steuerpolitik ausgeübt. Die Praxis hat in den Wein der Pläne der Sozialisterungskommisston viel Waffer gegoffen. Die volle Sozialisierung in Rußland ist der dortigen Industrie nicht gut be- kommen, und nachdenkliche Sozialisten in Deutsch­land, selbst im unabhängigen Lager, sind d-von überzeugt, daß sie sich hier auf einem schwierigen Gebiet bewegen. In der Steuerpolitik heißt das, daß ein allzu starker Eingriff in das Betriebskapi- tal bei alle» andern bestehenden Schwierigkeiten verheerend wirken wird und vor allem der Klaffe, die sich besonders für Sozialisierungspläne er- wärmt, den Arbeitern, die Erwerbsmöglichkeit stört. Dieser ungeheuren Gefahr für unsere Volks- wirtschaft werden sich allmählich auch ave Volks- kreis» bewußt. Da» Wegsteuern her zur Aufrecht- erhaltung der Betriebe notwendigen Vermögen wird am gefährlichsten in dem Reichsnotopfer, und daher kommt es wohl auch, daß der Plan aufge­taucht ist, das Retchsnotopfer durch eine Zwanas. anleihe zu ersetzen. Dies« Plane scheinen freilich noch keine feste Gestalt gewonnen zu haben, was -> angesichts der Beunruhigung, die durch das Volk geht, sehr zu bedauern ist. Geht die dilettantisch« Steuerschraube, die einfach mal hier, mal be an» setzt, je nachdem ste irgendwo nach populären Agt- tationsschlagworten Geld vermuret, so weiter, ft* kann man freilich den baldigen Ruft» jeder xroduß»

Tet Snjeigenptei« beträgt fit bl« Seel». Zeile 75 tSfg. !/< M«f1*l««. «etliche «nb ««»»artige 1. Mk., Keflamejetle 1.00 Mk. Jeder Äebett gilt «l» Betteten. Lei Auskunft durch die TefchSst,stelle «»» Vermittlung der 1 «geböte 25 Ltg.«« dergebühr. Bel Beträgen ««ter 26 Stt. muffen eit da, Loti« für die Rechn««» berechnen. Postscheckkonto: Sir. 5015 Amt Frankfurt «. Stet«.

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PF '' Forderungen der Deutschen. ^Breslau, 17. Sept. Die Abendblätter mel- !den: Die deutschen Parteien und Gewerkschaften »n Oberschlesien haben angesichts der Tatsache, daß ulle bisherigen Maßnahmen zur Wiederherstellung Ruhe und Sicherheit ergebnislos ge­blieben sind, nochmals eine Eingabe an General ifittonb gerichtet, die folgende Forderungen ent­halt: 1. Sofortige Beendigung des Aufstandes tob Wiedereinführung von Ruhe und Sicherheit. U. Die gesetzlichen Behörden und ihre Träger sind überall, wo sie verjagt worden sind, wiederum, ein- Mführen. 3. Keiner, der mit der Waffe in der Igjanb oder durch Erteilung von aufrührerischen -Weisungen an diesem Aufstand teilgenommen hat, ; totf Angehöriger der Hilfspolizei, der^Abstim- Igurgspolizei fein oder sonst öffentliche Aemter bekleiden. Das Gleiche gilt für die Teilnehmer an dem Augustaufsiand von 1919. 4. Die Entwaff- mmg ist scharf durchzuführen. Um die Unter­

stützung der Oeffentlichkeit hierfür zu gewinnen, -st das Ergebnis der Entwaffnung womöglich von Zeit zu Zeit bekannt zu geben. 5. Die Entwaff- tong würde einen Farce bleiben, wenn nicht die Grenze aufs schärfste gegen WaffLnschmuggel ab- Pescherrt wird.

' Die Hallersoldaten in Oberschlefien.

wb. Berlin, 17. Sept. Nach in den Händen » btt deutschen Regierung befindlichen polnischen t-Dapicren sind Soldaten der Armee Haller in l-sObcrschlesien dorthin mit vollen Gebührnissen be­urlaubt worden. Vorsichtshalber werden ihnen an der Grenze von Polen die Soldbücher nnd anderen jßnilitärischen Papiere abgenommen. Neben ande- ttn Stellen wurde das polnische Rote Kreuz in ilKeuthen mit der Auszahlung des Soldes an die ^Kallerssldaten betraut. Die Soldaten kämpfen ialfo mit Borwiffen und Genehmigung der polni- ßchrn Regierung.

Die parteiische Haltung der Franzosen.

I" wb Paris, 17. Sept. Wie derTemps" aus tiLondon meldet, sind mehrere englische Kontrol- ifcure, die sich in Oberschlesien befanden, zurück- betreten, weil sie der Ansicht sind, daß die Hal- zkimg der französischen Militärbehörden bei den ^lktzten Streitigkeiten zwischen Deutschen und Po- ilen n i ch t streng unparteiisch gewesen sei. Die ^englische Regierung hat diese Frage der in Paris sagenden Botschafterkonferenz unterbreitet.

Die Sühneparade vor dem sranzösischen Konsulat.

wb. Breslau, 17. Sept. Das französische Konsulat wird in den nächsten Tagen seine Tätig­keit wieder ausnehmen. Der militärische Akt vor dem Konsulat ist heute ohne Störung bei aus­gezeichneter Htltung der Truppe vor sich gegangen.

Der Zentrumsfiihrer Dr. Porsch

erster Vizepräsident ber»^ preußische» Lanbesversamm- ilung, beschäftigte sich in einer Rede, die er nach Schluß ^ber Würzburger Katholikentagung in einer öffentlichen fpolksvcrlammlimg hielt, auch mit der Lage in Ober- -schlefien. Er sagte u. a.: Mit welchem Haß man unser pBoIt verfolgt, davon kann ich Ihnen al» geborener iOberschleficr ein Bild entwerfen. Gewiß, die nicht sehr zahlreichen italienischen Truppen und die nach Ober- iischlesien kommandierten englischen Offiziere verhalten jldj wirklich neutral, aber die französische Be- sfatzung sieht kalten Blutes zu, wie polnische Aufrührer iihre deutschen Landsleute abschlachten. Trotz aller Bitten und Vorstellungen der deutschen Parteien in ^Oberschlefien unterläßt man es, di« polnischen jBandcn zu entwaffnen, während man gleichzeitig den sDeutschen die Waffen nimmt und sie damit der Hilfs­mittel zur Verteidigung von Eigentum und Leben be­raubt. Dies Bild sieht etwas anders aus als der Lölkerfticde des Hl, Vaters.

DieLberhessilche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich Marvrrrq

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L Vf, 215 elementarer Ereignisse kein Ersatz. Seil« »on Dr. T-Hitzeroth. - Druck der OOHHClUCTtV, 18. öCptvt, k 711 Uni°..Buchdru«erel von Ioh Sug.Koch Markt 21/23. - &er«fote$et 55. ' r

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Der Stieg im Dien.

Luck von den Polen genommen.

wb. Warschau, 17. Sept. Im Generalstabs- bericht vom 16. September heißt es: Unsere Trup­pen nahmen, den Widerstand des Feindes brechend, Luck. Nordwestlich Kowel überschrit­ten unsere Abteilungen den Stochod und drangen in der Richtung auf Roscyzcze vor. Das 214. Ulanenregimcnt nahm Turynsk, eroberte 4 Loko Motiven, 180 Waggons, einen Panzerzug, 3 Pan­zerautos, 8 Geschütze, 30 Maschinengewehre und viel Kriegsmaterial. Im Gebiet von Pinsk be­kamen die Truppen des Generals Ralachowicz Fühlung mit aufständischen Abteilungen, die im Rücken der bolschewistischen Truppen operieren. Au der Suwalkiftont herrscht Ruhe.

Di« Konferenz in Riga.

wb. Kop e n h a gen, 17. Sept.Berlingskc Tidende" meldet aus Warschau, daß eine Schwie­rigkeit für die Arbeiten der Friedenskonferenz in Riga darin liege, daß die Frage der Verbindung zwischen Warschau und Riga noch ein ungelöstes Problem ist. Zn Anbetracht des polnisch-litauischen Konfliktes könne die Verbindung nicht mehr über Kowno erfolgen, jedoch hoffe man, daß es der pol­nischen Delegation in Verhandlungen mit den let­tischen Behörden gelingen werde, eine feste Ver­bindung zwischen Riga und Warschau herzustellen.

wb. London, 17. Sept. Nach einem offi­ziellen Telegramm aus Riga, befindet sich unter bett Delegierten Rußlands als Sachverständiger General Psliwanow, der nach dem Sturze des Generals Suchomlinow russischer Kiiegsmin'.- ster gewesen ist.

wb. London, 17. Sept. DieTimes" berichtet aus Stockholm, daß Kamenew am Donnerstag mm dort nach Reval abgercist fei. ,

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Die ÜWMmÜmW.

Gemeinsam mit den preußischen Wahlen?

wb. Berlin, 17. Sept. Das Reichskabinett hat in seiner letzten Sitzung zur Ansetzung der Nachwahlen zum Reichstage in Schleswig- Holstein und in Ostpreußen Stellung ge­nommen. ' Eine Hinausschiebung dieser Svahlen solange, bis die Wahlen in Oberschlesien stattfin- den können, scheint bei der Unsicherheit des Ab­stimmungstermins für Oberschlesien nicht an­gebracht. Dagegen ist ein Wahltermin selbst ttoch nicht angesetzt worden, weil bet der herrschenden Wahlmüdigkeit versucht werden- soll, die Wahlen in Ostpreußen und in Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Wahlen zum preußi­schen Landtag zu legen. Gemeinsame Wahlen zum Reichstag und zum Landtag haben sich bereits in den letzten Reichstagswahlen in einer Reihe deut­scher Länder durchaus bewährt. Voraussetzung für die Zusammenlegung ist, daß dadurch keine allzu große Verzögerung der Wahlen in Ostpreußen und Schleswig-Holstein stattfindet. Die Reichsregie- tung wird daher, bevor sie ihre endgültige Ent­scheidung trifft, abwarten, welchen Abschluß die zur Zeit in der Schwebe befindlichen Verhand­lungen über den Zeitpunkt bet Wahlen in Preu­ßen finden. 1. - i, ;.

wenn cs auf gesetzlichem Wege festgeregt wird und im

Sinne eines Zusammenaibeitens zwischen den verschie-, - -

btflen Elementen der Produktion, hauptsächlich aufs des Berliner MagistratSernfach mcht gHt;toirronnrN

AmtNches Verkündigitngsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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