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(Sch-iding.)

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England.

Daß sich innerhalb der Sozialdemokratie etwas Neues gehalten will, ist wahrscheinlich. Aber was schließlich dabei herauskoinmen wird, steht noch dahin.Am deut­lichsten erkennt man noch, wa? in der Unabhängigen So­zialdemokratie vorgeht. Die Führer und die Abgeordneten dieser Partei stehen unmittelbar vor einer Trennung in zwei Lager, weil sich die einen unter das Joch der Mos- (alter Anschlußbedingurgcn beugen wollen, die andern nicht. Damit ist zweiselloS auch eine Spaltung der -ganzen Partei verbunden, wenn sich auch vorläufig noch nicht überblicken läßt, ob Dittmann mit seiner Gegner-^ schast gegen Moskau oder Däumig mit seiner Parole füg i den russischen Bolschewismus die Mehrheit der unab­hängigen Arbeitermassen hinter sich hat. Auf jeden Fall; steht ein« Verschiebung der sozialdemokratischen Partei- * Verhältnisse bevor. Wie in dem linken Flügel die An­schlußneigung nach links weist, so wird nach der Spaltung der Unabhängigen in dem rechten Flügel höchst wahrschein­lich die Neigung vorhanden sein, wieder mit den Mehva heitssozialdemokraten Fühlung zu suchen.

I Die Haltung der Mehrheitssvzialdemokraten ist natur-

volitik -w-----------. ;

Gemcititvesrn^M t w al t und nicht regiert, und deshalb ist das sozialdemokratische Parteiregiment von Grotz-j Berlin gegen Vernunft und Erfahrung. Selbst da»Der-' liner Tageblatt" fleht, wohin der Wahnwitz seiner Hi*- tischen Freunde treibt und protestiert (so schwer es ihm nach eigenem Eingeständnis auch fällt), ia sogar Herr Scheidemann läßt von seinem Casseler Bürgermeistersitz aus seine warnend« Stimme hören. DerVorwärts* - aber schüttelt alle Warnungen ab und erklärt die sozia-, listiiche Verbrüderung in Groß-Berlin für ein Ding abso­luter Notwendigkeit. Man will eben die Unabhängigen in einem Augenblick nicht vor den Kopf stoßen, in beut sie sich zu einem Teil wenigstens wieder zurück zu ent-

wickeln beginnen.

Unter diesem Gesichtspunkt stehen natürlich die sozial- demokratischen Beziehungen nicht nur in Groß-Berlin, sondern auch weit darüber hinaus. Es ist gewiß kein Zufall, daß die Mehrheitssozialdemokraten aus ihrem Groß-Berliner Bezirkstag am Sonntag die Frage der Regierungsbildung wieder aufrolltrn und den Wiedereintritt der Sozialdemokratie in die Re­gierung ins Auge faßten. Kmard Bernstein, der ia all eine Art Bindeglied zwischen Unabhängigen und Mehr-j hcitSsozialisten gelten kann, meinte, eS dürft nie vergessen, werden, daß bte beiden sozialdemokratischen Parteien zn seiner großen Familft gehörten. Man könne mit einer

wb. Bcuthen, 11. Sept. In N-dzionkatt wurde der Landjäger (Sofia, Vertrauensmann des Verbandes heimattreuer Oberschlesien, von unbekannten Tätern erschossen. .

Die politische Bdrufsveremigung und der polnische Zculralberussverband erlassen einen Aufruf an bk polnische Bevölkerung Oberschlesiens, der sich mit neuer­lichen Gerüchten über einenPutsch" beschäftigt. Der Ausruf mahnt zur Wachsamkeit und warnt vor kom­munistischen und alldeutschen Agitatoren. Den^Berg- arbeitern würden in Gemäßheit der Mittel die streik- tage bezahlt werden.. !

Nachrichten aus Rußland ist Trotzki im Begriff, einen Winterfeldzug großen Stils gegen die Polen

. Paris, 14. Sept. Nach dcmMatra" sprach der französische Chef der Militärmisston in Polen, General Marry, den Wunsch auS, nach Frankreich zurückzu- kehren. Er wird durch General Niessel ersetzt werden.

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üt bald VOit j, . Roser

mb. Warschau, 14. Sept. Generalstabsbericht der volnischen Armee vom 13. September: Im Bereiche Sokol erreichten unsere Truppen die Linie KristinovolSokol. Nördlich von Sokol brachen wir nach heftigem Kampfe den Widerstarck» des Feindes mib überschritten den Strizianka. Westlich Kowel nahmen lvir trotz des heftigen Widerstandes des Fein- des den Ort Maeiejow. In der Gegend von Sipo­tale Und Scpenk: wurden wiederholte Angriffe von :ünf bolschewistischen Regimentern abgewicsen. Der

Feind wurde zum fluchtartigen Rückzüge gezwungen. Die Beute betrug in diesem Abschnitt 132 Gefangene und drei Maschinengewehre.

Borbereitung eine» Winterfeldzugs?

Hclsi» gfors, 14. Sept. Nach hier vorliegenden

Die Unruhen in Petersburg.

Wb. Paris, 14. Sept. Havas veröffentlicht ein Telegramm aus Petersburg, daß infolge des Bekaunt- werdenS der russischen Nicherlage in Polen, die die Volkskommissare solange wie möglich verheimlicht hatten, es in Petersburg zu schweren Unruhen ge­kommen sei. In der Unfgebung von Kronstadt hat man vom 22. bis 26, 8. und am 6. 9. ununter­brochen Geschützfeuer gehört. Mai» gl-ubt, daß die Mannschaften der Flotte gemeutert haben.. Wir meldeten bereits Aehnliches. 1

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Ein neuer Aufruf Korfantys.

Die Volksabstimmung nut formelle Bedeutung.

ssor, llb. fit« er Der im« cs'.tztei, ldaner, :n 1921 worzu- rbieten gut«

MO an 67398

Amlliches VerLndlgungsblaü des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

. Rom, 15. Sept. DerTribuna" zufolge vev«; üffentlicht das BlattCrbine" in Ancona eine Depesche aus Fiume, wonach die Truppen d'Anunzios dft Inseln Arbo, Cherso und Voglia besetzt haben sollen.

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SMöiiM n. KihitilsMilkrolratei

5« Krieg im SIten.

Wb. Königsberg, 14. Sept. Lagebericht. Die litauisch-polnischen Kampfhandlungen int Gebiet von Suwalki dauern an. Im Abschnitt GrodnoNiemen wurden örtliche Angriffe bet Bolschewisten abgewieseu, desgleichen loiedcrholte stärkere bolschewistifchc Gegen­angriffe nordöstlich von Brest-Litowsk auf Stepanka. Im Anschluß an die erfolgreichen Kämpfe der Polen lach der Uebrrfchreitung des Bug int Abschnitt Cholm 'etzten weitere Abteilungen aus der Gegend von Grube- cholv über den Bug. An der Gnila Lipa südlich von Lemberg haben nach der Heranführung von Verstär­kungen Gegenangriffe der Bolschewisten eingesetzt.

eingestellt werde». I

Die Beehandlnngen in Riga.

wb. Kopenhagen, 14. Sept. Der Warschauer I Berichterstatter derGerliugske Tid.'lide" meldet aus ! gut unterrichteter Quelle: Die polnische Friedrnsdele- gatio» reist heute über Danzig nach Riga ab. Der Leiter der polnischen Delegation ist Dombski. Dl- Grundlagen für die Friedensverhaudlungen wurden im 1 Verteidig,rngsrat angenommen, während sich der Staatschef Pilsildski auf einer Frontreise befand. Daß er bei bleiet Sitzung nicht anwesend war, führt man auf die heftigen Angriffe zurück, die von den Kon I servativen gegen ihn gerichtet werden.. I

Friedenszustand zwischen Rußland und Lettland.

wb. Popenhagen, 14. Sept. Wie das lettische Pressebüro aus Riga erfährt, ratifizierte Rußland nunmehr den Frledensveetrag zwischen Rußland und Letttand, nachdem der Vertrag lettischerseits bereits am 2. September durch die lettische Nationalversamm­lung ratifiziert worden war.

Bolschewistischer Bormaesch gegen Afghanistan.

wb. London, 14. Sept. DieDaily Mail" be­richtet aus Kalkutta, daß nach einer Meldung aus Ka 6ul und Simla die Bolschewisten in Buchara ein- marschiert sind und ihre» Vormarsch gegen Afghanistan sortsetzen.

Kamenew und Lloyd George.

wb. Amsterdam, 14. Sept.,Wie derTelegraaf" aus London meldet, stellte das' englische Unterhaus- mitglied Kenworthy derTimes" eine Abschrift eines Briefes zu, den er von Kamenew vor dessen Abreise aus London erhielt. Kamenew beklagt sich in diesem Briese, daß Lloyd George während seines Aufenthaltes in London auf allerlei Weise jeden Versuch, über den Frieden zu unterhandeln, auf die lange Bank geschoben und schließlich den Abbruch der Verhandlungen durch Beschuldigungen gegen Kamenew als Vertreter der Sowjetregierung maskiert habe. Kamenew weist alle vier durch Lloyd George vorgebrachten Beschuldigungen zurück. Der schwache Punkt in Kamenews Brief ist, so sagt der Vertreter desTelegraaf" in London, daß er nicht bestreiten kann, daß die Sowjetregierung einem Direktor desDaily Herakd" eine Unterstützung von 75 000 Pfund Sterling gab. Die englische Negierung werde die Antwort auf Kamenews Brief nicht schuldig bleiben. Wie der Privatsekretär Lloyd George» er­fährt, sei darüber noch viel zu sagen.

. Beuthen, 14. Sept. Korfcmty richtet heute einen längeren AufrufAn die Bevölkerung Ober­schlesiens". der an die neuerlichen beunrubigenden Nachrichten anknüpft und hierfür In erster Linie die Prefle verantwortlich macht. In dem Aufruf heißt es: In Wirklichkett wird die Lage Oberschlesiens von Ta« zu Tag ruhiger.' Wir wären langst zu normalen Ver- hältnisien zurückgekehrt, wenn nicht die alldeutschen Machinationen (!) dem entgegenarbeiteten." Der Auf­ruf spricht weiter von Besprechungen zwischen alldeut- ------J------ ------

scheu Agitatoren und Kommunisten, welch letzterer man I gemäß durch diese Entwicklung einer nahen Zukunft stack sich als Werkzeug für die neuen Pläne bedienen wolle, beeinflußt. Es werden int Süllen gewiß schon Borbo- Di« polnische Arbeiter- und Landbevölkerung wird I Teilungen getroffen, um den verlorenen unabhängigen aufgefordert, Ruhe und Besonnenhelt zu wahren unb I Sohn aufzunehmen, wenn er in die Arme der Mehrbeits­alle Kräfte für die Aufrechterhaltung der Ordnung ein. sozialdemokratie zurückkehren will. In Berlin ist die Pvli- zufetzen, die kommunlstischen und alldeutfchen Agita- tik der Mehrheitssozialdemokraten schon völlig auf dieseß toren abzufassen und sie den interalliierten Behörden I Ereignis eingestellt. Sie geht mit den Unabhängigen - - - auszuliefern. Der zweite Teil des Aufrufs beschäftigt durch dick und dünn, die Groß-Berlin ungefähr wie einen

eiuzuleiteN. Er stellt neue Heere an der Beresina I... angeblichen Versuchen, die polnische Bevölke-!Kleinstaat behandeln, der nach dem System parlamen- unb am oberen Dnjestr auf. ' - ' rung gegen die italienischen Besatzungstrnppen aufzu. tarischer Partciherrschaft regiert-wird. Sämtllche Ma-

MU» am ooer-n I _ . P B bb Einen Gegensatz zwischen den ftanzöstschen gistratsstellen werden mtz besoldeten Genossen besetzt, und

Polmsch-litaukschrt WafsenMstand. | italienischen Truppen zu konstruieren. Korfanty das Groß-Berliner, immer noch -christlich funbameaherte

ferbett den italienischen Truppen und Behörden über. Schulwesen wird Dr. Löwenstein unterstellt, der nach

- - ........ ' « 1 -.....- "lingeständniS eine christentumSfeiMtche Schul-/

tben will- bekanntlich wird ein städÜlcheD

Aus dem besetzten Gebiet.

.. - wb. Memel, 14^ Sept. Vor längerer Zeit wurde

StClltCn. I auf dem Vorwerk Heinrichsthal des dem früheren

Der Konflikt zwischen Industrielle« unb Arbeitern. Tilsiter Landrat und späteren Mitglied des Memeler wb Pari- 14. Sept Nach einer Radiomeldung Landesdirektoriums v. Schlenther gehöre-wen Gutes aus Rom haben 3000 Industrielle eine TagesordnunL Baubeln ein von deutschen Truppen int ^98 angenommen, in der sie die Industriellen ausfordern, zuruckgelasfe.ies Flugzeug gesunden. Die Angs-- die Bedingungen des Arbcitervecbandes abzulehnen leoenheit beschäsügte gestern das srarizösische Kriegs-, und den Kampf bis aufs äußerste zu führen. geritzt in Memel. ES hatten sich »u verantworten:

Nach einer tzavasme-dung aus Rom berichtetMessa-1 y. Schlenther, fein Oberinspektor Aschonert und der gern" aus Mailand, daß letzte Nacht von Unbekannten Käplwerer deS Vorwerke- Heinrichsthal, Loschkewitz, auf die Fenster desAvanti" Revolverschüsse abgegeben Urteil lautet« gegen Loschkewitz auf 1 Monat Ge- wurden. Die Redakteure desAvanü" erwiderten das jängni3 (Strafaufschub), gegen Aschonett auf 1 Monat Feuer. . Gefängnis und 100 Franken Geldstrafe und gegen

wb. Rom, 11 «epi.Epsca" meldet, daß em L,? tolIte4 «ui 2 Monate

Kriegsschiff i« Begleitung mehrerer Torpedoboote mit alSsiw IL Schl«tth«

Lantmngstrujw« im Hafen von Genua eingetroffm ist.! GesKngnis und o00 Lck. t«u>iviqy.

1 wuche ts Haft bchalten. ,

wb. Kopenhagen, 14. Sept. Nach einer Kow ................-------1 ------

ttoer Meldung ist der Waffenstillstand zwischen Polen an blefeI6e Freundlichkeit rote den französischen ent- eigene, und Litauen in Kraft getreten. I gegenzubringen. Der Aufruf schließt:Wer die Ruhe

wb K o w v o, 14 Sept. Auf die letzte Note und Ordnung stört, trägt zur Verschiebung de» Ter-

SS. V«,l «>»»-» > ?- fS, taFo» ffnFTfi

reit, die Streitfragen auf srtedltchem Wege auf der I unb mcraIi^ bereits einen Teil der

Grundlage des in Saptchas Note enthaUeueil Vor- ^rcien Volksrepublik Polen bildet." .

kchlages zu erledigen. Die Delegation würde am 14. Scptemltr in Kalwarja eintreffen. Litauischecseits würden die Feindfelizßeiteu am 13. September mittags

Die Unruhe« ia Mesopotamien. '' «einer großen Famtlft gehörten. Plan könne mit einet mH q n b o n 14 Sep*. Nach einem amtlichen Annäherung dc? reckten Flügel? der U. S. P. an die alte

s w"d- M «Ul»»- *-*

'chlagen. listen und linabhängige in der Groß-Berliner Gemeinde-

"5" , . vcttvaltunq Hand in Land gehen. In dieser Beziehung

wb. Pari-, 14. Sept. Nach einer Savasmeldung I, fj£n f.^ Q(f. h{t $inge frit bcm Ium dieses Jahrrtz aus London, ist heute früh der Postzug, d * 0 - , -. verschoben, und man wird da» nicht außer Acht

tarnte englische Post sür Dublin und Cork beförderte ny ,^n man die neuerdings sehr stark

überfallen und ausgeraubt worden. | ventilierte Frage erörtert, ob die sozialbcmokcalische Par-

wb. L o n d o n, 14. Sept. Die Regierung beichlog .n t ^^rung teilnehmen wolle oder solle.

einen weiteren Staatssekretär für Irland zu oesteb.en, I '

der hauptsächlich mit allen Ul st er betressenden Fragen Fragen betraut «erden soll. Sein Sitz soll Belfast jem.

alge Gtieits oder <yy>"a e. i< ti. - Dr.« der MlttwvL, 15. Septbr.

Deutschlands Zulassung zum Bölkerbund.

, wb. Paris, 14. Sept. Wie die Blätter melden, erklärte gestern Giolitti den Vertreter» der Presse, daß Deutschland zum Vötterbcundr zugelassen werde kenn es den Willen zeige, die Friedeusbedingungen »uszuführen. Ob dieser Zeitpunkt nahe oder lern sei, ^änge allein von Deutschland ab.

Die Preisgabe der Genfer Konferenz

lvb. Pari 5y 14. Sept. Bei der Besprechung des Ergebnisses von Aix les-Bains sagt berAvcnir": Äcbcr die Wicbergutmachungskommission stehe Tein Hort in bet amtlichen Erklärung. Mau werde sich jtiit bet stillscklvcigenden Z u st i m m u ng Giolitüs zu der belgisch-ftauzösischen Anregung begnügen muffen Und zwar in bet Hoffnung, daß ihr Lloyd George Ebenfalls zuslimmen weide. Die Entscheidung in ber Soirjciftage nennt das Blatt fürchterlich. Sie be­deute das Ende jeder gemeinschaftliche» interalliierten Politik Rußland gegenüber, d. h. den ersten offiziell llrkl ä r t e n Bruch zwischen den Enteuteregieruugen A bestimmten Punkten.

wb. Loudon, 14. Sept.Daily Chronicle" A-ceiBt mit Bezug auf die Ergebnisse der Konferenz »«; Aix-les-Bains: Italien habe, wie klar ersichtlich a, Zugeständnisse an Frankreich gemacht. Das Blatt tmuert, daß darunter auch die Preisgabe der 7» n f e r Konferenz mit bem deutschen Falle sei. 1 sei nicht leicht, zu sehen., welche Bedeutung man Fx Bemerkungen übet das Erzwinge» der Erfüllung .i i» den letzten Jahren geschlossenen Verträge üei- . essen müsse. _. ,

Daily Rcw-" sagt: Soweit bekannt )et, hätten -roßbritannieii unb Italien bic Genfer Konferenz £vunscht und Deutschland, das an der Konferenz lnehmen sollte, bezeichne ihre Preisgabe mit einer szewissen Berechtigung als Vertrauensbruch. Senf sei dazu bestimmt gewesen, die Fortsetzung der Konferenz von Spaa zu bilden. Tic Schad en ersatz- frage sei der Hauptpunkt bei ber Konsceenz von Spaa tzewefen, und die Deutschen hätten dcm Ersuchen der verbündeten gemäß ihre eigenen Pläne für die Scha- denersatzzahlungen vorgebracht. Wegen Zeitmangels friert diese Pläne nicht erörtert, »nb die Konferenz von Genf fei ausdrücklich anAcsctzt Wochen, um sich mit dieser Frage zu bcsasser^

$35 Ergebnis non üi-les-Stins.

> tu6. Paris. 14. Sept. Die gemeinsame Erklärung, Oft zwischen Giolitti und Mülcrand über die Zusammen- Must in Aix les-Bains vereinbart worden ist, besagt u. a.:

Der italic ursche und der französische Ministerpräsident ihaben ihre Ansichten sowohl über die Lage Eurovas Wie tftbet die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen «ransreichs unb Italiens in vertrau'envollstem, freund- Wastlickstem Geist ausgetauscht. Sie sinoglücklich ge­wesen, die allgernciue Ucbereinstimmung der Interessen Ker beiden Länder festzustellen. Giolitti und Milli-rand Aabeu erkannt, daß die erste Grundlage eines Friedens, der !«recht sein inuß, um dauerhaft zu sein, die enge lieber» ieinstimmung der Verbündeten England, Italien und Kraukrcich in der ganzen Welt und besonders in Europa bleibt. Die Wiederherstellung der volitrschen unb chioralischen Ordnung beruht auf der gerechten und auf» jrichtigen Durchführung der großen Verträge, die dem Kriege ein Ende gesetzt haben, sowie der Verträge, die chock zu schließen bleiben, um den Frieden Europas end- güliiz zu sichern. Diese Verträge sind untereinander soli­darisch. Sie müssen bet Eckstein der neuen internationalen Oc.ichiingeu bleiben. Die Sieger müssen dabei den Geist des Wohlwollens und dec Mäßigung mitbringen. Die Uussührung deö FticbcnSvettrages von Versailles ist für Fiaukresch eine Lebcnsnotwendigkeit. Die llnabbängig- keit und Freiheit Polens in seinen ethnographischen Ercuzen, geschützt gegen jeden Angriff, ist vas^Ziel, ba-3 befee Regierungen in gleicher Weise verkolgen. Sie halten In der Neberzeugung fest, daß die edle polnische Nation hei den Friedensbrdingungen. die sie den Sowjets vor» fchlage'.! wird, in ihrem Siege ebenso viel Mäßigung pnd Achtung vor der lluabhänkugkeit ber Völker bctvcrsen jkird, iuie sie Entschiedenheit in ihrer Verteidigung ge- r'igt hat. Giolitti und Milierand haben sesigestellt, daß ic italienischen und die sranzösischen Interessen in Kleinasien sich parallel in sren-iLfchaftlicher Zusam- .jncnarveit der beiden Länder entwickeln müßten. Ter all» ietr.cine F-iede kann nicht vollständig verwirklicht tuet» Jen, ohne daß die großen curopäischcir Probleme ihre Lösung gefunden haben. An der Spitze stehen die Wieder­aufnahme normaler Beziehungen zu Rußland und die Regelung bet Adria-Frage. Die italienische und die sianzöjische Regierung achten die Handlungsfreiheit der

Sotvjciregierang und sind sich in dcm Wunsche einig, daß sich mit Rußland ein Zustand herausbilden möge, der t5 diesem großen Lande gestattet, tvieber in das sried- litije Konzert der Völker einzutreten und den wictschast« ilichen Mkdero.usbau in Angriff zu nehmen, dec so Stift bild) sür das eigene Land wie für die ganze Welt ist. ,$ie Heiden Ministetprasideuten sind der festen Uebcr- :zeugung von der Notwendigkeit der Entente zwischen den beiden großen lateinischen Ländern.

Nach demBerl. Lokalanz." stimmten in zahlreichen

Stabten der Provinz Sachse» und der angr.'tr/itben föe» , biete Konfereitz- und Mitgliederversammlungen der U.S.

11 Der nationale Bollzugs-1P. sür den Anschluß an Moskau. Die Pltttctleitun, ausschüß der Arbeiterpartei hat den Antrag der freien {Vj Mlig^aufhebe^' V

kommunistischen Partei um Aufnahme zurückgewmen. > Lclbstaudigkett der U. S. P. vomg aus, Diese Partei trat für daS Rätesystem, sür die Diktatur des Proletariats und für die dritte Internationale cm.

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