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Beginn der russischen Gegenoffensive

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haftet. Der Schwetzer Kommissar wurde heute vormit­tag freigelassen, mutzte jedoch Schwetz verlassen. Der TSprnei Kommissar, der auf einer Dienstreise verhaftet und nach Eraudenz gebracht worden war, wurde erst heute auf Veranlassung eines Offizier» des General­kommandos freigelaffen. In seinem Falle bemühten sich die höheren Beamten, die Uebergriff« wieder gut zu machen.

Die Danziger Arbeite» zu Ausladung«, bereit.

wb. Danzig, 30. Aug. In einer Vertrauens- männersttzung der Danziger Hafenarbeiter wurde be­schlossen, stch den Danziger Eisenbahnern anzuschlietzen und sämtliche Rusladungsarbelten gemäß den Bestim­mungen des Friedensvertrags auszuführen. Morgen wird über den Beschluß eine Urabstimmung der gesam­ten Hafenarbeiter stattfinden.

Der Oberkommissar Sir Reginald Tower hat das Abkommen über die Einsetzung eines vorläufigen Obergerichts für Danzig und Memel unterzeichnet.

Sm ien neuen MMmMt.

Wb Moskau, 30. Aug. (Durch Funkspr.) Anb'«N polnischen Minister deS Auswärtigen ist ein Fiuck sprach gerichtet worden, in dem es heißt: '

Ihr Vorschlag, den Verhandlungsort von ^Minfl Vach Riga zu verlegen, ist heute mit etwas Ver­spätung hier eingetroffen. Im Hinblick darauf, daß wir am 27. 8. an Sie den Vorschlag gerichtet haben, die Verhandlungen nach Estland zu verlegen und wi< sofort bei der estländischeu Regierung die hierzu evz forderlichen Schritte getan haben, ist zu befürchte», daß ein von ihnen neugemachier abweichender Vorn schlag M neuen Verzögerungen führt. Gleichzeitig mit Ihrem Telegramm, daS uns nach Riga ebiläbt, erhielten wir ein anderes vom Vorsitzenden deS Mini­sterrates Herrn Witos, der uns bittet, die technischen Schwierigkeiten der Verständigung zwisch«, Warschau und Minsk zu beheben, da letztere Stadt von chm als Ort zu den weiteren Verhandlungen ins Auge gefaßt sei. Diese Verschiedenheit der Ansichten, die deutlich daS Fehlen eines einheitlichen Entschlusses-der pol­nischen Regierung beweist, ist ein Grund mehr, bei der Einladung zu bleiben, die wir vor 2 Tagen ergchen ließen.

Wb. Paris, 30. Aiig. Havas meldet aus War­schau: AuS den letzten Nachächten, die die polnische Regierung auS Minsk erhielt, ist ersichtlich, daß die Arbeit in Minsk vollständig unmöglich ist, da der Mast der drahtlosen Station zerbrach. Es könne des­halb keine Verständigung mit Warschau erzielt werden. Tie polnische Regierung protestierte bet der Sowjet­regierung gegen die Schwierigkeit der Verbindung und bat, die Verhandlungen in N i g a iveiterzuführeu. Der Ches der polnischen Delegation begab sich mit der gesamten'polnischen Delegation nach Brest-Litowsk. Es sei sehr wahrscheinlich, daß die polnische Delegation nicht mehr nach Minsk gehen werde, sondern mit Sapieha zurückkehren werde.

Ablehnung -e» rassischen Friedeusbedingungen.

wb. K o p e n h a g e u, 30. Aug. Rach einem Tele­gramm auS Warschau heißt es in einer Note des polnischen Ministeriums des Aeußeru:Die polnische Friedeusdelegation lehnte am 27. August die russischen Friedensbedingungen ab, weil sie gegen daS Selbst- bestimmnngsrecht der Völker und gegen die von Ruß­land bereits anerkannte Souveränität Polens sprechen und fine Einmischung in die innere Politik Polen» darstellend

wb. Paris, 30. Ang. Tie Blätter melden aus Warschau: Der polnische Reichstag tritt am 21. September zusammen.

Polen und Litauen.

wb. K o w ii o, 30. Aug. Die Litauische Telegraphen- Agentur meldet: In der Rote de» litauischen Autzrn- miuistcrs an den polnischen Minister Fürst Sapieha wird erklärt, datz Litauen im russisch-polnischen Kriege auch fernerhin Neutralität beobachten werde. Zur Vermeidung von Zusammenstößen zwischen litauischen und polnischen Truppen schlägt die litauische Regierung der polnischen Regierung vor, ihren Truppen zu be­fehlen, die von litauischen Posten bewachte Grenze von Litauen nicht zu überschreiten. Im Gouvernement Su« walki, wo die litauische Grenze noch nicht sestgestellt ist, schlägt die litauische Regierung die Bildung einer vor­läufigen Demarkierungslinie vor. <

wb. Wilna, 30. Aug. Die Litauische Tel« graphen-Ageutur meldet: Gestern abeiw erfolgte der Abzug der letzten Bolschewisten. Ihre Absicht, die ver­hafteten Litauer mit stch zu führen, wurde rechtzeitig entdeckt. Auf den energischen Einspruch der litauischen Abordnung und der gemischten Kommisfion wurden sie zurückgelassen.

mb. K o w n o. 30. Aug. Die Litauische Telegraphen- Agentur meldet: Ein gestern eingetroffener, an den litauischen Eeneralstab gerichteter Funkspruch der Ein­wohner Erodnos bittet um sofortige Entsendung von Truppen nach Erodno. damit die Stadt nicht ben sich nähernden Polen in die Hände fa.e.

Eine polnische Militärbafis in Frankreich.

wb. Paris, 29. Aug. Rach einer Meldung der. Oeuvre" ist in Cherbourg eine polnische Militär- üasis geschaffen worden.

Ein Pufferstaat Ostgalizien.

Wien, 30. Aug. Zn diplomatischen Kreisen der Verbündeten verlautet, daß England den Bermlttlungs- vorschtag gemacht habe, einen selbständigen Pufferstaat Ostgalizien zu bilden mit Rücksicht darauf, daß diese» Gebiet wegen seiner wertvollen Petroleum-Quellen ständig ein Zankapfel zwischen Rußland und Polen sein würde. Die englische Regierung soll diesen Vorschlag angeblich im Einverständnis mit ftamegew. gemacht

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Dienstag, 31. August

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Amerika.

wb. Loudon, 30. Äug. Aus einem Aussatz des Vertreters desDaily Telegraphs" in Newyork, der sich mit der wirtschaftlichen Lage Amerikas und Euro­pas befaßt, geh. hervor, daß die amerikanischen Gold- vorräte zur Zeit zwei Milliarden 294 Millionen Dollars betragen.

wb. New York, 30. Aug. (Havas.) Das Personal der Straßenbahn ist in den Ausstand getreten, um die Forderung einer Gehaltserhöhung unter Besserung der ArbcikSbediugangen ourchzusexen.

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Verhaftung zweier deutscher Kommissare.

f wb. Marienwerder, 30. Aug. Gestern wur- ^en die beiden deutschen Ueberleitungskommissare in bchwetz und Thorn, die zur Mitarbeit bei den lieber« 4eitung«geschäften berufen waren, von ben Polen »er

Ser Mm gegen Stiaonb?

Ans Berlin wird uns geschrieben:

Dieser Tage sind alarmierende Nachrichten in Ber­lin aus Konstantinopel über Paris einqetroffen, wonach in Baku am l. September eine große Versammlung vanislamitischer Vertreter zusammen kommen will, an welcher sich auch die bolschewistischen Vertreter beteiligen, nick -in welcher über eine revolutionäre Erhebung des gesamten Islams gegen England beraten werden soll. So alarmierend diese Nachricht klingt, so gut wird man tun, sich ihr gegenüber mit einiger Kühle zu wappnen. Die Tatsache der Zusammenkunft der islamitischen Ver­treter in Baku ist wohl richtig, ebenso die weitere Tatsache, daß bolschewistische Delegierte an der Konferenz teilnehmen wollen. Es wäre aber ein ganz ungewöhnlicher Vorgang, die Vorbereitung einer revolutionären Erhebung fein säuberlich und nach einem bestimmten Termin voranSge- sagt aller Welt und gerade denjenigen, denen der Sturz gelten fall, anzukllndigen. Für fv unklug und ungeschickt wird man die in Baku sich treffenden Vertreter ganz gewiß nicht halten dürfen.

Ein anderes aber ist richtig und wichtig: Daß nämlich das bolschewistische Rußland mit allen Kräften auf eine Bolschcwisierung der islamitischen Welt hintreibt. Die grosie Gefahr, die aus dem Vordringen des Bolschewismus in Zentralasien für England erwächst, ist von diesem sehr wohl erkannt worden, und England hat, soweit es 'n seiner Macht stand und diese Macht Englands ist gerade in der islamitischen Welt recht groß alle Vorkehrungen getroffen, um seinen Herrschaftsbereich in­takt zu halten . Der jetzige Alarmruf au? Konstantinopel wird den Engländern nur daS Signal für noch große Anstrengungen nach dieser Richtung hin fein. Tie Bol­schewisten aber, ohnehin im Kampfe tpu ihre Ezistenz nach der Niederlage, die sie ictzi auf dem polnischen Kriegsschauplätze erlitten haben, fegen zweifellos alles darauf an, den Engländern große Schwierigkeiten zu machen. Ein russisch-mohammedanisches Bündnis liegt in der Tat durchaus nicht im Bereich der Unmöglichkeit. Wir sind über das Vorgehen Rußlands gegenüber Indien und Asien und ben dortigen englischen Herrschafts- Sphären nur ungenügend unterrichtet, können aber doch so viel daraus erkennen, daß wohl noch fein Unternehmen so planmäßig, man möchte beinahe sage», mit so brutaler Folgerichtigkeit und dabei mit solch grausamer Ruhe und Kaltblütigkeit in die Wege geleitet worden ist, wir der bolschewistische Verseuchungsversuch der islamitischen Welt durch die Herren von Moskau. Es trifft weiter zu, daß die bolschewistischen Heere, die auf jenen Kriegs­schauplätzen gegen die englischen Armeen kämpften, sich sehr stark mit türkischen, tatarischen Streitkräften und mit Stämmen aus den verschiedenartigsten islamitischen Gebieten vermischt hatten. Rordinbien insbcfoirdere ist ein Hauptherd bolschewistischer Agitation, die durchaus englandseindltcheu ^Charakter hat. Die englische Macht in Indien ist sicherlich groß, aber ob sie dem Ausbreiten jener Bewegung auf die Dauer gewachsen ist, läßt sich doch recht schlecht erkennen. Immerhin ist Baku zweifel­los ein ganz gewaltiges Warnungssignal für England, aber auch eine Fanfare für die übrige Wett. Das russische Problem rückt in Verbindung mit dem, was jetzt im Osten geschieht, insbesondere mit der schroffen Kampf­ansage der russischen Sowsetisten gegen Frankreich, die sich mLalichettveise zu einer Kriegserklärung Rußlands an Frankreich belichten kann, und unu mit dem Versuch der Bo.'schewisierung des Islams In neue unabsehbare Ausmaße!

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wb. Bagdad, 30. Aug. Sikhs (indische Truppen) besetzten gestern wieder Baknva, wobei sie wenig Wider« stand begegneten. Sonst ist die Lage überall itnt*t6nbetL

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wd- Moskau, 30. Aug. (Durch Funkspr.)' Eine Kundgebung btr Regierung-besagt: Die russische Armee hat in neuen Stellen die Umgruppierung vollzogen lönd die Offensiv« wickle« ausgenommen. Sie hat bereits einig« Ortschaften in der Nähe von Bialystok und Brest-Litowsk erreicht.

In Galizien haben die russisch-ukrainischen Armeen ebenfalls neue Erfolge gegen die Polen «rzielt.

Die polnischen Erzählungen über ungeheuere Ver­luste der russischen Armee gehören in das Reich der Fabel. ES gab schwierige Augenblicke während deS Rückzuges der russischen Abteilungen, die in schwie­riger Lage ihren Weg fanden und sich in neuen Stel­lungen umgruppierten. Den polnischen Märchen, tvo- nach die ganze russische Armee zersprengt worden sei, darf man keinen Glauben schenken.

kg. Rotterdam, 30. Aug. Reuter meldet: Die Russen haben an der Nord front wieder Kavallerie eiftgcsetzt. Di« polnischen Stellungen nördlich von Grobno widerstehen dem russischen Angriff. Der russi- sch« Vorstoß gilt der Wiederherstellung der Ver­bindung mit Ostpreußen.

DieTimes" meidet aus Warschau: Die polnische Südfront ist auf den Bug z u r ü ck g e n o m m c n. Die Russen greifen mit Artillerie und Flammenwerfern an, aber nicht mit Infanterie. In Warschau schätzt man die Höchstdauer der neuen Russenoffensive auf wenige Tage. ES zeigt sich nirgends Besorgnis.

kg. Genf, 30. Aug. DaS PariserJournal" meldet auS Warschau: Der polnische Generalstab hat zur Vermeidung unnötigen Blutvergießens an der Nordfront und im Zentrum Fronikorrekturen vor­genommen, die polnische Hauptstellung ist dagegen an keinem Abschnitt zurückverlegt worden. Die Polen haben an der Südfront, ohne Berührung mit den Russen, Cholm geräumt.

Memel, 30. Aug. Nach einer Meldung des littauischen Büros ist S u w a l k i wieder von einer Abteilung Russen besetzt. Di« Polen sind vom unteren Njemen auf Grodiw zurückgegangen.

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|-;i toi. Beut hen, 30. Aug. Ans Jndustriekreisen vick «ftgeteilt: Tie Ausstandsbeweguug ist wie mit einem Schlage verschwunden. Das innere nnb das äußere Leben wickelt sich wieder normal ab. Die Arbeit ist durchweg im Gange. Welchen materiellen Schaden die Augustereignisse, abgesehen von sonstigen Weiterungen, in Oberschlesien angerichtet haben, ist poch nicht zu übersehen. Doch wird man mit außer- vrdeutlich hohen Zahlen rechnen müssen. Fordern doch die Polen für ihren Schaden in Kattowitz von der Stadt allein 6 Millionen Mark. Daß die Kohlen- förderung außerordentlich beeinträchtigt Wurde, liegt bei der Tauer des Streikes und den Gewalttaten tzkge» die Acoeitswilligen auf der Hand. Bei Aus­bruch des Streikes am 19. August betrug der Haupt» tzersand 112 000 Tonnen täglich. Diese Ziffer war tot 20. 8. auf 15»;«, am 21. 8. auf 38»/«, am 23. 8. auf 25V«, am 24. und 25. August auf 23»/» gesunken.

L8»m 26. August ab fing sie wieder langsam an zu steigen. Der Ausfall vom 20. August bis 26. August ; beträgt rund 400 000 Tonnen: Tie Wirkung dürfte tu erster Linie die Eisenbahn treffen, weiterhin die Industrie, Gas- und Elektrizitätswerke' vor allem aber die Znckerindustrie ,die bis zum Ende September zwei- britirf ihres gesmntew Kampaguebedarfs gedeckt haben «iist.

w8. Kattowitz, 30. Aug. In dec Nacht znm Sonntag und am Sonntag nachmittag nahmen fran­zösische BrsatzuugStn-ppen im Verein mit italienischen Truppen eine Dnrchsuchungdes Polizeiprä - sidiu ms vor. Die Italiener beschränkten sich auf die Turchführnno ber Absperrung Ter Zweck der Durch­suchung sollte die Abholung der im Polizeipräsidium vorhandenen und ben Besatzuiigstruppen gemeldeten SBafimi und Munition ft in. Damit begnügten sich die Franzosen jedoch nicht, sondern erschienen wiodee- holr im Polizeipräsidium, drangen in alte Räume-c:n, öffneten alte irgendwie verdächtig erscheinenden Be­hältnisse und suchten sogar unter den Schriftstücken nach Waffen. Was irgendwie nach Waffen aussah, wurde mitgenommen, darunter auch die von der Krimi­nalpolizei bei Kriminalfällen lny-hlagnahmten Waffen.

Dee Abstimmungstermin noch nicht fesigefetzt.

wb. Berlin, 30. Aug. Die interalliierte Ab- siimmLiigskommission Oberschlesiens dementiert die Zeit;-'gsmeldung, daß die Kommission vom Obersten Rate die Anweisung zur Festsetzung des Abstimmungs- !ermin-s erhalten ha.be. -

ejjte neue polnische Mordtat.

lob. Veuthen, 30. Aug. Nach derMorgenpost" wurde in dem nahen Josephsthal eine grauenvolle Mordtat aufgedeckt. Mehrere Deutschgesinnte, die aus Maczeikcwitz von einer Bande weggefiihrt worden waren, wurden in Josephsthal erschossen und die Leichen verscharrt. Fünf Leichen wurden bereits anfgefunden.

i - Die deutsche Rote.

Basel, 20. Ang Nach einer Straßburger Vläi- ttrmrfbting aus Paris soll der Oberste Rat die deutsche Note über Oberschlesien bereits am Sonnabend be- i raten haben. Tie Behauptungen ber deutschen Note r nicht in Einklang mit den Berichten der inter- «Knerten Kommission zu bringen.

Frankreich und bif Breslauer Vorgänge.

Unter der UeberschristFranzösische Forderungen für Breslau" wird in derDeutschen Mlg. Zeitung" aus- geftihrt, daß, während die französische Regierung erst den Bericht der Berliner Botschaft über die Breslauer Borgäuoe euvartei, ehe sie die Bestrafungen nnb Wieder« «utmachuugeli, die sie für notwendig halte, zur Kennt­nis Bringe, die französische Presse berefts einen festen «tandpunki in der Frage eingenommen zu haben scheine. Rationakistischc Blätter stellten bereits die Forderung, .die Schließung der Universität Breslau zu desehleu, die ein wohlbekannter Herd des NattonallsmuS Ni- Außerdem solle man der Stadt eine schwerc Geldbuße ttfetfegen. Ein Ausgleich in der Richtung, wir ihn die französische Bresse andeutet, sagt du? Blatt, würde i weder den Tatsachen noch dem Gefühle ber Billigkeit Rechnung tragen. Indem die französische Presse die Bres­lauer Vorgänge mit übertriebener Schärfe behandele, scheine sie die Erörterung bet oberfchlesischen Angelegen- Herren in ben Hintergrund drängen zu wollen.

Parks, 30. Aug. Den Blättern zufolge werde Milleranb darauf bestehen, daß Deutschland in feierlicher Bonn seine Entschuldigung wegen der Breslauer Er- eisnksfe ucrbiinge und nicht nur den Opfern der Un- j tu Beu volle Entschädigung leistet, sondern auch die Be- ßrasung der Schuldigen mit aller Strenge vornimmt. Die Entschuldigung, die Herr v Rosenberg und der gegen­wärtige beiiHdie Geschäftsträger Graf Wedel vorgebracht härren. dürste als ungenügend betrachtet werden. Frank- vich fei stark genug, um eventl. militärisch Ordnung zu Raffen

Amtliches VerMndlgungsblatt des Kreises Marbmg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

Dl«Oberhesstsche Zeitung" «rlchelnt sechsmal wSchentlich. Bezugspreis «onatltch

Ö« 4 V'k., durch di« Post 4.M Mk. Für ausfgüende Nummer» insolg« Streit, »der Jll» 4U4 elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag »e» Dr. T. Hitzerath. Druck der Lniv.-Buchdruckeret een Iah. «Ug. Noch, Markt 2L'23. Fernsprecher 56.

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tob. Königsberg, 30. Aug. Von ber oft» preußischen Süd grenze ist nichts Neues zu melden. IhBertritte erfolgen nicht mehr. Die Umgruppierung der polnischen Kräfte hält an. Die Frontlinie Gra- jewoOssoviekBialystokBrest-Litowsk ist nur mit Vortrnvvcn in der Richtung GrvdnoWolkowysk und »iach Kobrin überschritten worden. Es besteht nur geringe Fühlung mit dem Feinde. Südöstlich Eholrn finden örtlich« Kampfhandlungen statt. Nördlich der galizischen Grenze schreftet die Offensive der Armeen Budjennys in der Richtung auf Samostje fort Bud- jennh überschritt den Nutzva. Im Abschnitt Lemberg finden tvechselnde Kämpfe statt.

rvb. Allenstein,30. Ang. Wie dieAlleusteiner Zeitulng" erfährt, betrat am 28. 8. eine polnische Patrouille deutsches Gebiet südlich Willemberg. Hieroci kam eS zu Zusammenstößen mit der Grenz- iva.che. ES entstand ein kurzes Gefecht, in dessen Verlauf ein Grenzpolizist verwundet worden ist.

Reine Aussicht auf baldigen Frieden.

kg. Genf, 30. Ang. TerTemps" gibt Aeuße» rnngeu Millerands wieder, eS sei auf ein. baldiges End« des Krieges im Osten nicht zu rechnen, man müsse vielmehr darauf gefaßt sein, daß das bluiige Ringen im Osten noch anhalten und den Wiittee überdauern werb«.

Die Rusievgefahr in Ostpreußen.

Königsberg, 30. Aug. Uebcreinsiimmend tocifen die an die Grenze enlsandten Berichterstatter der hiesigen Blätter darauf hin, daß die Bttoachung der in Ost­preußen internierten Russen gänzlich ungenügend ist. Die Stuffen wissen sich immer wieder der Aussicht der allzu svärttchen Bewachungsmannschaften zu entziehen unb tret» ben sich in Massen in Arys, wo sich das Internierungs­lager befindet, herum, wobei sie alle möglichen Geschäfte, in der Hauptsache Pferdehandel treiben. Mehrfach ist sestgestellt worden, daß übergetretene russische Kommissare von deutschen Spartakisten in Ziviikleidung gesteckt tjor- den find, dadurch der Internierung entgehen nnd sich ungestört ber bolschetviftifchen Propaganda widmen. Die Spartakisten und Kontmunisten wetteifern miteinander, den Russen Lebensmittel und Liebesgaben zuzustecken. Mit Bezug auf ihr« miigebrachte Bewaffnung äußern sich viele Ruffeu, sie hätten sie vor ber Abnahme an die deutschenroten Brüder" verkansi.

Brussilow erschossen?

Kowno, 30. Aug. Gefangene haben berichtet, daß die Generale Brussilow und Klembowski erschossen wor­den jeien- .. - .--letto.