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Antwort Sowjetrußlands an England. >
Paris, 27. Aug. Nach einer „Malins
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Die Politik Kamenew» und Krassins. ‘;”v
London, 27. Aug. In politischen Kreisen gewinnt man immer mehr die Ueberzeugung, daß Kamenew und Krassin eine Jntrigne betreiben, die bezwecken soll, vom Aktisnsausschuß in etntm besonderen Manifest zum Mei- den eingeladen zu werden. Dadurch würde ihnen gestattet, die Einladung der Arbeiterpartei anzunehmen. Kamenew und Krassin würden dann erklären, die englische Regientng nicht mehr anzuerkennen und nur noch mit dem Aktionsausschuß weiter verhandeln zu wollen. ES ist aber nicht wahrscheinlich, daß die gemäßigte Richtung der britischen Arbeiterschaft diesem Wunsch Folge geben wird, obwohl die extremen Elemente ihn nur zu gern erfüllen möchten.
London, 27. Aug. Die „Fall Mall Gazette" erfährt aus durchaus zuverlässiger Quelle, daß die Moskauer Regierung Kamenew den Befehl erteilt habe, London zn verlassen, noch bevor er das Schreiben BalsourS erhalten habe. Da? Blatt fügt bei: Es wird berichtet, daß die Delegation in einer Privatunterrckung rngegeben habe, ihre Abreise würde einer Kriegserklärung an Großbritannien in der Form eines Angriffes auf da? britische Weltreich im Orient gleich kommen.
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8. Augusts lüber wär-'
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halten zu haken, daß England, Italien und soga^ Frankreich sich der amerikanischen diplomatisch« 3*M tcrveniton in Warschau angeschlossen haben.
wb. London, 27. Aug. Ein Telegramm flttl Washington meldet, daß bie Bereinigten Staaten halb-- amtlich von der polnischen Regierung bie Versicherung erhalten hätten, daß die polnischen Truppen di, im Vertrage von Versailles festgesetzten Grenzen nicht
- Danzig
Berliu, 27. Ang. Nach Meldungen aus Danzig sind im Danziger Hafen gestern 1980 englische und französische Arbeiter aus zwei Transportschiffen eingetroffen. ES handelt sich um den ersten Transport freiwillig «»geworbener Arbeiter Englands und Frank reich» für die Ausladung der MunitionsrtanZporie für Polen. Die Arbeiter stehen im Privatvertrag mir den englischen Lieferfirmen. Zur Zeit warten im Danziger Hafen acht MunitionSschifse der Entente auf ihre Entladung für Polen.
wb. Paris, 27. Aug. Der „TimeS"-Korrespon« deut berichtet auS Danzig, daß die Entladung der Munition, welche durch französische Matrosen vorgenommen wird, sich bisher ohne Zwischenfälle vollziehe. Nicht einmal die kommunistischen Elemente hätten biSher-Schwic- rigkeiten bereitet.
Warschau, 28. Aug. Das Eisenbahnpersonal von Danzig weigert sich 2300 Polen, bie aus Amerika gekommen sind, weiter zu befördern.
wb. Berlin, 27. Aug. Infolge des russischen Vormarsches vom 13. August wurde die Transportstraße für den Ententenachschub nach Danzig und Memel verlegt. W 26. August wird sie wieder auf die frühere Linie Kottbus—Lissa—Posen—Deutsch- Ehlau zurückverlegt. Die Ententekommissisn Khrt von Danzig nach Deuisch-Cylau zurüch
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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
Beuthen, 26. Aug. Von bet interalliierten Regierungskommission wird mitgeteilt: ES ist in der Presse eine Erörterung int Gange, nach bet man bemuttert dürfte, daß die interalliierte Kommission die Bewaffnung eines gewissen Teile? der Bevölkerung Willigt hat. Die interalliierte Regicrungskommission hat ihre Unparteilichkeit oft genug bewiesen, sodaß fefa vernünftiger Mensch' berechtigt ist, zu zweifeln, baß sie alle Geschwidrigkditen, von welcher Seite sie «9 komnten mögen, mit Nachdruck mißbilligt. In ^zweideutiger Weise fordert sie alle Bürger ohne Nassen unterschied mit Ausnahme der Polizei, auf, die Raffet» sofort an die Herren KreiSkonlrolleure ab- -tgrben.
Beuthen, 28. Aug. Die Stadtverordnetenversamm- bwg beschloß gestern abend einstimmig die seitens der interalliierten Behörde angeordnete Errichtung einer Bnr- SMvehr und zwar auf paritätischer Grundlage, nach-- •em die deutschnationale und die fozialdemokratische Frak- üon lebhafte Bedenken geäußert halten. Die Bürger« i^hr erhält eine Stärke von 200 Mann und 10 Offiziere, wie Angehörigen müssen mindestens 25 Jahre alt, ans- fkbildete Soldaten, geborene Oberschlesier und mindestens w Jahre in Preußen ansässig sein. Die Wehrleute werden km Ersten Bürgermeister auf Grund von Vorschlags- ’m« der Dlebiszitkommsssare ernannt. Die Wehr wird ■»<5 etwa 3 Wochen von der Abstimmungspolizei abge- »st werden«
re Ile», 27. Aug. Aus Beuthen wird gemeldet: r* Franzosen haben in Eichenau und Bogutschütz die Bil- •*«8 polnischer Bürgerwehren genehmigt. Die bisherigen vmurgenten sind intet Belassung der^Wassen in die
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eingetroffen. Der Dantpser „Amok" brachte zunächst 885 Polen« , l ■
Die Pole« k» Soldo«. -
wb. Berlin, 247. Aug. Im polnischen Heeresbericht vom 25. August heißt «S: Das bolschewistische Komitee in Soldau, das nach Deutschland geflohen war, wurde unseren Truppen wieder ausgeliefert und vor ein Kriegsgericht gestellt.
Hierzu erfahren wir von amtlicher Stelle: Von dem bolschewistischen Komitee, dessen Mitglieder auf deutsches Gebiet flüchteten, wurde et« Mitglied namens Nküller wegen Raubes von den deutschen Gerichtsbehörden verhaftet und in? Gerich'SgetAngnis Neidenburg eingeliefert. Di- anderen Mitglieder des K-mi- teeS befinden sich aus freiem Fuß auf ostpreußischem Gebiete.
Französische Kolonialtri vve« gegen Rußland eingesetzt.
ft£ Königsberg, 27. Aua. Polnische Soldaten sagten aus, daß 40 000 französische Hilfst rupven, da- rlluter eine Division Kolonialtrnpveu an der ost- vrerrßischen Grenze eingesetzt werden sollen. Schwade Truppen sollen bereits in der Gegend zwischen Mlawa intb Praßnitz liegen.
2 wb. Paris, 27. Aug. Nach einer Havasmelduna aus Antwerpen hat der amerikanische Dampfer „War- szwawa" den Hafen von Antwerpen mit Munition an Bord verlassen und ist nach Danzig abgefahren.
General Meuaaud.
wb. Paris, 27. Aug. Der „Gaulias" meldet daß die französisckw Regierung vorschtageu werde, daß man General Weygand zum Ritter des Großkrcuzes der Ehrenlegion ernennen soll.
wb. Paris, 27. Aug. (Havas.s General Weh- aand erklärte einem Vertreter des „Petit Pcnisien": Die polnische Armee besitze alle Elemente, die eine nute Armee ausmacheu. Was der polnischen Armee fehle, sei ein Offizier- u>* llnterosflli-ekvrps, des genügend durchgcbilder sei. um alle kritischen Stunden, die einet Armee erstehen können, zu überstehen. Frankreich sei bereit, den Polen die nötige Hilfe zu gewähren, bis die polnische Armee über ein derartiges Offizier- und Unteroffizier korps verfüge,. was aber noch lange dauern iverde Die polnische Armee wolle den Frieden, schloß der General. (?)
Mit dem Sowjetvertreter in Berlin Vigvor Kopp hatte ein Mitarbeiter des „Berl .Tagebl." eine Unter- redu ng. Kopp sagte danach: Wir werden, wenn uns Polen hinlänglich Garantien für die Innehaltung des Friedens gibt, die von den Engländern vorgcichlagene Grenzlinie zugunsten der Polen weit nach Osten verschieben. Ich hoffe, daß wir in Minsk alles erreichen werden, was für einen Frieden nötig ist, nnd daß dadurch tatsächlich die wirtschaftlichen Beziehungen, die wir bereits zu Deutschland pflegen, auf eine formelle Grundlage gestellt werden.
Die russisch-polnischen Verhandlungen.
tob. Warschau, 27. Aug. Durch Fnnksvroch. Btt! Rücksicht aus die noch immer gestörte Funkverbindung mit der polnischen Abordnung in Minsk telegraphierte der Minister des Aeußer» an den Unterstaatssekrctär D»m- fcfii, er möge nach Brest-Litowsk kommen, wo er Mitglieder der polnischen Regierung tressen werde und diesen über die Verbandlnngen Vortrag halten. Während seiner Abwesenheit in Minsk solle er von Unterstaatssekretär Wroblewski vertreten werde». Die polnische Regierung veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt: Der Sieg 5er polnischen Armee ändert nichts an der Haltung 5er polnischen Regierung in der Friedensfrage. Der Ent 'stbluß der polnischen Negierung, eine gerechte Lösung 5eS Zwistes mit der bolschewistischen Regierung herbeizu- ^ühren, ist niemals erschüttert worden. Wir führen keinen Krieg gegen die russische Nation und haben es nie getan. Wir wünschen keineswegs. nnS fremdes Land anzueignen . Wir sind im Gegenteil der Ansicht, daß fteuudschaftliche Beziehungen zur russischen Nation eine Grundlage für den dauernden Frieden Osteuropas ist. llusere Friedensbemühungen müssen aber vergeblich blei- beir. wenn die Verbindung der polnischen Regierung mit ihrer Abordnung in Minsk durch technische Schwierigkeiten des Verkehrs und der Kuricrverbindnng gestört wirb., Die polnisch? Regierung muß verlangen, daß alle Schwierigkeiten der Verständigung mit der Abordnung in Minsk ohne Verzug behoben werden, denn allein eine direkte nnd regelmäßige Verbindung mit unserer Abordnung kann die Bedingungen schaffen, die zu einem befriedigenden Ergebnis der Verhandlungen führen.
Rotterdam, 27. Aug. Ein Renterlelegramm ans Warschau bestätigt das Eintreffen der polnischen Friedensdelegation aus Minsk in Warschau. Reuter fügt hinzu, die polnischen Delegierten seien unverrichteter Dinge auS Minsk zurückgekehrt. Minsk wird von den Russen in Erwartung eines militärischen Angriffs der Polen in Verteidigungszustand gesetzt.
Meldung auS London, ist gestern Abend spät die Antwortnote bet Sowjetrrgierung auf die Note Balfours bei Kamenew und Krassin «fugeiroffen. Obwohl bie Antwort noch nicht Vollständig bekannt geworden ist, glaubt man, daß sie int großen und ganzen dm englischen Wünschen so weit entgegenkom ? daß {te bif Möglichkeit zu Verhandlungen biete.
Loudon, 27. Aug. Die Antwort SowietrußlaudS ist gestern abend in London eingetroffen. Sie ist von Tschitscherin unterzeichnet und bildet die Antwort ans das englische Ultimatum. In amtlichen Kreisen wird sie als ein kühnes Manöver gegen die französische und britische Regierung einerseits und gegen da? englische Kabinett und den Aktionsausschuß der Arbeiterschaft andereseitv bezeichnet.
tob .London, 27. Ang. Zuverlässig wird mftgeteiltz daß die englische Regierung zur Zeit mit der Prüfung der russischen Antwortnote beschäftigt, sei, von der Llotch George eine Kopie übermittelt wurde. In woblmiter« richteten Kreisen glaubt man. wie Renier vernimmt, daß die Aktion der englischen Regierung vorderhand ringe- halten werden mässe, da bie Mitglieder der Delegation in Minsk jetzt die Friedenssrage lösen müßten.
wb. A m st erd am, 27. Äug. Die englische Presse ist im allgemeinen der Ansicht, daß die Note Tschitscherins über die Rücknahme der Bedingung über bü Arbeitermitiz eia bezeichnendes Beispiel für dir bolschewistisch« Propaganda fci&e. Es sei im Übrigen schwierig zu sagen, wie eine vernünftige Regelung bet Dinge erreicht werden könne, ohne eine allgemeine Konferenz über die oKouropäische Frage einzuberufen, wie sie Lloyd George ursprünglich vorgeschlagen habe. Trotzdem ist man der Meinung, daß die FffedenSaus- sichten infolge des russischen Rückzuges besser gewor-
Bnrgertoebren ausgenommen worden, nur die Insurgenten unter 25 Jabren wurden von den Franzosen entwaffnet. Am gestrigen Tage wurde der Gleiwitzer Vorort PrterS- dorf von Polmbanden vorübergehend besetzt.
Verständigung?
Beuthen, 27. Ana. Setten? ßeS H'ouvttm^- t-b^sses der vereiniateu bmtts-ben Raserin und Gewe'k Woft-n itnb de? Piebsfrtkamn'issar'a»? für Deullck'- fwb ist bmt« nacht K"rsauty eine N<-rständiatina-?nol? überreicht worden. Darin wird d--r mtt Korfautv fn einer Vefpre-buna n#tr«f?enett Bere'rHaruna ff»- oestimmt. Kn der Rer!lä"digunc>"nvt? b<^ßt e? am Skffuß: A^s ersten Akt des er'ften 2nffren3 beid-r Telle zur Durchfübrnna ber g-n-off—en 9?ere:n,'flnmA ballen wir bie fofortiae Veröffentlichung d-s unter RtMkt 4 voraesesienen Ausrufs an bie B"'ölkm-,,no ffit notwendig. Wir • sind zur sofortigen Berössent- ffchcknq dieses Aufruf? bereit und erwarten von llmen da? gleiche. Sie haben urfent Verlretern versicherl daß ein Aufruf ihrerseits den Frieden binnen 4R Stunden wiederher stellen würde. Sollten sie daher rögern, so müssen wir daran? entnehmen, daß sie den aeqenwärffaeu »"aefestsichen Zustand billigen und daß sie zur Verwirklichung ihrer Zusagen ckkcht gewillt oder nicht in der Lage sind.
iü. Oppeln, 27. Aua. Von maßgebender S'it? wird geschrieben: Fn Leni? ist bie Laae wesentlich eni- ft-aunt. Die Arbeit wird von den Polen in großem ttmsaua wieder anfaenommen. Eine Folge hiervon ist, daß bie bewaffneten polnifchen Insnraenten allmählich von der Straße verschwinden, besonders im Kreise Taruowitz ist eine B-fffentna der Lage zu tublden. Fm Kreise Oppeln zeigen sich seit gestern abend Banden, die aber mehr oben!eueren, als organisierte Polen sind. Es sind zumeist Elemente, die die augenblickliche u/nruhige Lage für ihr dunkele? Gewerbe ausuutzen möchten.
Der Bn^lqenprel« beträgt für bte 8g»sp. Zelle 76 ’ und euieärttg« 1.— Mk., Reklumezeil« 3.00 Mk. *_________________ _____________
Bel Aueknnst bur<h die SeschSlwfteNe und Setmlttlung der Iwgtbite 26 Vfg. 6»n- .-
dergebühr. — Bei Beträgen unter 20 Stt mSffe« wir da» Torte fit di« Bechnung II vH
berechnen. — Postscheckkonto: Mr. 6015 8mt Frankfurt «. Rain.
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wb. London, 27. Aug. „Evening Standart^ behauptet, timt antmiJieitec hi» Si4duix6e en.
!' tob. Berlin, 27. Aug. In dem zufolge bet Ab- !ßk»mu»g tvikdrr zu Deutschland gelangten Teile West- iPreußens machte sich in den jüngsten Tagen die monale- kange Erregung der Deutschen in bedauerlichen Vorfällen Lvst. Wenn es auch nicht zu Ausschreitungen gegen Leib ttnb Leben gekommen ist, so hatte doch die polnische Bevölkerung mehrfach zu leiden. In Frevstadt wurde der -Bfe mer au? der Kirche geholt und gezwungen, polnisch-' kfshoen zu verbrennen. Bei BifckiosZwerder Tieft sich He erregte Menge zur Verletzung der Grenze Kinreißen. An anderen Stellen wurden polnische Einwohner zum Verlassen der Häuser gezwungen und mit Vertreibung bedroh!. Die "Reichsrcgierung hat bereits ihre ernste Mißbilligung derartiger Vorfälle zu erkennen gegeben. Ne toi cd mit aller Energie für die Aufrechterhaltung der Rill'? und Sicherheit in den Gebieten mit deutsch- !Polnischer Bevölkerung sorgen. Nnr dann, wenn der in ^Deutschland lebende Pole durchaus unbehelligt bleibt, dernrag bie Rrschsregieruug mit Nachdruck für die in Polen lebenden Deutschen einzntrelen.
wb. Berlin, 27. Aug. Der Stellvertreter des NeichSmi uiirers des Auswärtigen, EKsartdter v. Rosenberg, hat sich h.-ute zum französischen Botschafter und $nw ^polnischen Geschäftsträger bcgebcn pnd ihnen baS Be- . dauern bet deutschen Regierung über die gestrigen Vorfälle ll k Breslau anZgesprochcn. s--- *
Der Streik. \ «
BoI! ihen , 27. Aug. Korlantv und sämtliche völkische Organisationen erlassen einen Aufruf, in dem es «.«. beißt: Die Lage ist derart, daß durch weitere» Streik nnb Unruhen unsere gerechte Sache nur leiden würde. Mir rufen deshalb zur Aufnahme der Arbeit auf, zumal die Gründe zum Streik nicht mehr vorhanden sind. ‘ Bleichzeiüq rufen tuir zur Abgabe der Waffen auf. Ferner jmfiffen alle Angriffe auf die deutsche Bevölkerung auf-- > höre», damit tvieder Ruhe nnd Ordnung in Oberschlesicn ^emtrelen.
; Breslau, 27. Aug. Die interalliierte Kommission jWriiof sür das Abstimmungsgebiet die Aufforderung Mm Streik und die Teilnahme am Streik.
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wb. Königsberg, 27. Aug. (Lageberich.) Der polnische Nochfiügel rückte nicht weiter über die Linie Graftwo—Osfowise vor. Eine Umgruvvicrung der zwischen dem Bug und der deutschen Grenze stehenden polnischen Verbände ist im Gange. Bei Bialvstock gestern abend heftige Kämpfe. Ocstlich von Lemberg und auf denk Westufer de? Bug wird gekämpft.
Basel, 27. Aug. Die „Nationalzeitunq" melbff am Freitag den erneuten Durchbruch der Russenfront durch die Polen bei Losha am Nj.mten. Die Polen stehen tm Rücken der vierten russischen Armee.
Genf, 27. Aug. Nach einer Meldung aus Warschau vom Freitag stellten polnische Flieger über Minsk fest, daß bie Russen <m Raume von Minsk neue Truppenmaffeu kouzentriet haben. Diese Feststellung habe Umänderungen >m strategischen Plane der Polen zur Folge gehabt. Eboltn ist am Mittwoch von den Polen genommen, an der Notd- front besetzten die Polen Dembron, östlich von Grodno, und Wolkowiff.
wb. Konstantinopel, 27. Aug. Wraugel meldet die Einnahme von Naworofsisk und Jekateriuodar.
ein russischer Bericht.
wb. Moskau, 27. Aug. furch' Funkspru'ch. Russischer Heeresbericht vom 26. August. Westfront: Abschnitt Brest-Litowsk: Unsere Truppen kämpfen hartnäckig um den Besitz de? Festungsgürtels von Brest- Litowsk. Ink Abschnitt Lemberg hartnäckige Kämpfe mit wechselseitigem Erfolge. Krimfront: Abschnitt Cherson: Unsere Truppen drängten den Gegner erneut »nrück und machte» Gefangene. Abschnitt Orechow: Hartnäckige Kämpfe mit beträchtlichen feindliche^ Ka valleriestreitkräften.
wb. Paris, 27. Aug. Nach einer Radio-Meldung aus London soll der Oberbefehlshaber der russischen Armee Tuchoschewffy einem Korrespondenten des „Daily Harald" erklärt haben, in zehn Tagen werde bte Rote Armee stärker sein benn je. Man sei entschlossen, die Revolution um jeden Preis zu verteidigen.
Die Uebergetretrnen.
Königsberg ,28. Aug. Bis Freitag Abend hatten 71000 Russen die ostpreirtzifchcn Grenzübergäuge als Kriegsgefangene passiert.
Königsberg, 27. Aug. Vom Oberpräsidium wird uns mitgeteilt, daß der Abtransport der internierten Bolick, ei oisten noch dem Innern des Reiches rasch vorwärts gehen wird. Anfangs der nächsten Woche werden täglich 2000 Mann nach Villau abtrauSportiert werden, deren Zahl bis Ende her nächsten Woche voraussichtlich auf 4000 utib ih der übernächsten Woche sogar auf 6000 Mann täglich wird gesteigert werden können.
wb. Allen ft ein, 27. Aug. Dem „Bllenfteiner Volksblatt" zufoloe sind am 2H. August bei Grolffeu der Ttab der 10. ru-s-fthen Jnfa:tterir-Division und daS Oberkommando der 3. Kavalleriedivision, beide zur 4. Armer gehörend, mit dem Führer General Gey übergetreten. Tie ganze polnische Grenze ist nunmehr von den Polen gesperrt. :
wb. Swine m ü nde, 274. Aug. Heute nachmittag ist der erste Transport der in Ostpreußen über dieAixnzr ge! re lenen Truppet» im Swinemünder Haien
Die „Oberhtsstich« Ztitong" «richeint sechsmal wöchentlich. — Be,ua«»rei, «onatlicv
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r mb. Be rlin, 27. Ang. Den letzten Nachrichten et8 Oberschleffen zufolge befinden sich die sieben Grenz- Krise mit Ausnahme dcr Städte immer noch in her Hand der pol nischen Bauden. Me Aus- standsbetyegung hat sich weiter auf den Kreis Groß- Mrelitz ausgedehnt nnd ist sogar in den Kreis Oppeln Meingetragen rvorden . Nur in Rybnik kant es dank !tzeß energischen Auftretens der Italiener zu einer Besserung 'her Lage. Von, den Franzosen sind nur leere Worte, Her keine Taten zn berichten. Nirgends ist ein Aktives Einschreiten der Franzosen gegen Hf« bewaffneten Polen festzustellen.
tob. Breslau, 27. Aug. AuS Oppeln wird hierher gemeldet: Heul- trafen hier Hallersobdaten in Zivil ein. kic wurden von den hier weilenden 500 Flüchtlingen anS Boguschütz erkannt. Zwischen den Hallersoldaten mtb den Flüchtlingen kam es zu Schlägereien, wobei französisches Militär die Hallersoldaten tu Schutz nabm. Es jetbetfcefe sich auch der Berlwftnng. .des Anführers der i-flürrsoKatell durch die Sicherlteitspolizei und geleiteten sir nach dem BaHnhof. Als darauf bte Menge den Babn- ßn'g zu erstürmen verruchte, zog ein französischer Offizier seinen Revolver. Es gelang jedoch, den französischen vsf'sier, n Begleitung mehrerer französischer Soldaten, h feine Wohnung zu bringen. Der Anführer der Haller- k-»a!/n wurde auf die französische Hauptwache gebracht.
Die Aufregung ocr dentfchen Bnvohner.