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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

Marburg

(Srntmg.)

Will Pulen seine Erfolge, die bisher zwar nicht unbedeutend, aber doch imiuerhin lokal beschränkt sind, iu einem wirklich machtpolitischen Faktor ansgestal- ten, dann muß schon aus Prestigegründen zum zweiten Male versuchen, Kiew zu erobern.

Es muß also dainit gerechnet werden, bog bei eurem Angriff Polens auf die Ukraine Rußland seine Mgen Kleinasien marschierenden Kräfte zurückholt. Doch wird der russische Winter und die ungeheueren Rußlands, jn denen sich noch Mer militärische dtoß wirkungslos verloren hat, den Bolschewisten zu tzilse komme», unb ihnen Zeit geben, neue Kräfte i» sammeln.

schau zufolge, die in diplomatischen Kreisen bekannt ge­worden sind, in Ethnographisch-Pole» im Ganzen 21

Haber von Soldau au der Greife bei Klein-Koslau vorbehaltlich der Genehmigung durch da? polnisch«' Generalkoinmando in Graudenz folgendes Abkomme» über die Rückkehr der deutschen Flüchtlinge getroffen: Die deutschen Flüchtlinge können mit ihren: gesamte»' Hab und Gut an ihren Wohnsitz zurückkehren. Jeder^, der nicht eines Verbrechens überführt werden kann, wird an Leib und Leben geschont. Die Flüchtling«! können ihr gesanites Bgrvermögen über die Grenze^ bringen, ohne befürchten zu müssen, daß ihnen etwaHs sortgeuontnien wird.

I wb. Kopenhagen, 25. Ang. Ein Moskauer Finikspruch meldet, daß die Roten Truppen in Galizien den Fluß Goilaia Lipa erreicht haben und in heftigen | Kämpfen stechen, um den Ucbergmtg zu erzwingen. Das Communiauä fügt bei, daß in der Krim und im Bezirk Cherson auf dem linken User deS Dnjestr für die Bolschewisten günstige Kämpfe im ©ange seien.

Genf, 25. Ang. DerTemps" meldet aus War­schau: Bon Brest-Litowsk aus sind polnische Truppen auf der Bahn nach Kowel vorgestoßen. Die Russen weichen' auch an der Südfront, nachdem der Angriff mrf Lemberg mißglückt ist.. Das link Bugufer ist von den Russen geräumt, Der fluchtartige Rückzug gcht auf Kowel.

gegen die übrigen tvird auf Grund der Bestimmungen Sorgegange«.

B c r l ich. 25. Ang. Nach hier vorliegenden Mel­dungen hat ^General Lerond die deutschen Beschwerden zur Kenntnis'genommen und in verbindlicher Form die Zusicherung gegeben, die den deutschen Forderungen diirck>- ins gerecht wird.. Es ist daher zu erwarten, daß die Ltreistwobnug nicht zur Ausführung gelangt.

Wb. Breslau, 25. Ang. DieSchlesische Ze!- tung" meidet: Angesichts des nach wie vor tatenlosen Verhaltens der Franzosen haben die deutschen Partei- und Gewerkschastssührer am Dienstag Nachmittag um 31. UI» in einer Besprechung bei General Lerond mit

»mssischeu Punkten wird nut einer, der sich auf btr. Demobilisierung bezieht, unter Voraussetzung der Ge-

bestialischen Taten der Insurgenten, die weder vor Mord noch, Raub zurückschrecken.

I Die Entwaffnung. '

I Wb. Berlin, 25. Aug. Wie auS Oberschlesien ^gemeldet tvird, setzten die italienischen Truppen die Ent- waffnllngsaktion energisch fort, während sich die Fra,.- zoseu noch immer passiv verhalten. Die Nachricht über den Einmarsch einer 1000 Mann starken Bande auf «Ratibor bestätigt sich; da jedoch die Stadt italienische Besatzung hat und die Bevölkerung in Ratibor fast aus­schließlich aus Deutschen besaht, ist für die Stadt nichts

I zu befürchten. Die zu General Lerond entsandte Kom- I Mission der Gewerkschaften und politischen Parteien wurde I freundlich empfangen und erhielt die bindende Zusiche- ra«8, daß die Entwaffnung der Zivilbevölkerung restlos «durchgesühlt werde» solle.

I wb. M h s l o w: tz, 25. Aug. Die SäuberungSaktion der interalliierten Truppen ist im Gange. Sie ist an­scheinend erfolgreich im Kreise Rybnik, dagegen stößt sic in Myslotvitz und Schoppinitz auf Widerstände.

Breslau, 25. Aug. Aus Oberschlesien wird ge­meldet: Pleß, Königsdorfs und Sohrau sind von den Polen besetzt. Tie Truppen der Entente sind auf dar Dreieck j Venihen Kativcvi-, Gleiwitz zusammengezogkn. Segen» Maßnahmen gegen die polnischen Insurgenten waren | bisher in Ober>chlesien nirgends wahrzunehmen,

wb. M y z l o w i tz, 25. Aug. Die Pressefreiheit in von den Polen besetzten Gebiete wird illustriert durch die heutige Ausgabe desMySlowitzer Anzeigers", t>Er mitgeteilt wird, daß wegen der gegenwärtigen

Vcrhämiiste der politische Teil nicht redigiert werden könne. ' .

Bent den, 26. Aug . Generaldirektor Radlik von der Charlottengrube in Rybnik, der von einer polnische» Bande überfallen und schwer mißhanüeft worden war, ist seinen Verletzungen erlegen. Seine Frau liegt ebenfalls schwerverletzt darnieder. Das ist nur eine der »ahlldft« j

Die Verhandlungen.

wb. Haag, 25. Aug. DerNicuwe Courant" meldet: Einem vom 2JL 8. ans Minsk datierten Bericht! zufolge bedeutet die polnische Antwort auf die russischen Bckinguugen eine glatte Weigerung. Von den H;

Paris Midi" schreibt, es scheine, baß polnische Banden die alte deutsche Grenze überschritten hätten, um eine Art Einfall in das Abstimmungsgebiet vorzunehmen. Da? sei allerdings unkorrekt. General Lerond bemühe sich eifrig, sie zu entwaffnen. Hoffentlich gelinge ihm das. Sonst hätten die Deutschen diesmal einen guten Vorwand, sich zu beklagen, was Reichsminister Dr. Simons bereits getan habe, ganz abgesehen davon, daß die der Volksabstimmung unterworfene Bevölkerung sich vielleicht hierdurch überzeugen lasse, daß das polnische Re­gime Anarchie bedeute.

Bor neuen Aktionen.

Lublinih, 26. Aug. Zwischen Herby und Czen- stochau wird polnische Artillerie zusammengezogen. Da auch sonst viel Militär an die Grenze rückt, ist die Annahme berechtigt, daß ein neuer Gewaltakt bevor­steht. .

Wie demL.--A." von zuständiger Stelle mit» geteilt wird, ist Ratibor, das in den letzten Tagen von einer tausendköpfigen Polenbaude bedroht tvar, nunmehr außer Gefahr.

I . Wie derVoss. Zeitg." aus Oberschlesien gemeldet wird, erwartet man dort, daß von der deutschen Regierung 'n den nächsten Tagen die Einladung zu einer Konferenz über die Gewährung der Autonomie für Oberschlesien 'esolgen wird.

Die interalliierte Kommission und tue Lage.

wb. Beuthen, 25. Aug. In der Konferenz des Streikausschusses und de.r Führer der politischen Par­teien Oberschlesieus, woran unter anderem auch Kor- fanly teilnahm, erklärte der Oberkontrolleur, Maior Ort- leh, unter anderem:Die heftigen Anklagen der Deut­schen gegen die Polen und der Polen gegen die Deutschen innssen abstoßend wirken, besonders wenn mau weiß, daß jede Partei sich lediglich nach der einen Seite hin unter­richtet. Dieses Verfahren, dos heute in Oberschlesien üblich ist, hat zur Verschärfung der gegnerischen Gefühl'' der beiden Nationalitäten beigetraaen. Es ist selbstver­ständlich eine verhältnismäßig einfache Sache, Truppen auszubieten und Leute zu entwaffne», welch« das Land ohne eine Spur von Recht terrorisieren. Es wäre auch nötig, an diesen Elementen ein Erempel zu statuieren, und sie für die Nichtachtung von Befehlen und Erlässen der interalliierten Kommission zu bestrafen." Ortkch wandte sich hierauf der Errichtung sogenannter Bürger­wehren zu. die er wegen der finanziellen Belastung bet Gemeinten ablehnte unb ließ sich gegen das Treiben der Leute aus die. ohne Recht den Verkehr unterbinden, Hanssttchungen vornehmen, stehlen und rauben. Hierauf aab Ortley folgende Vorschläge bekannt, denen von den politischen Parteien zugestimmt worden ist: 1. Abschaf­fung der Sicherheitswehr und deren Ersah durch eine Abstiniinungsprlizei. 2. Für die Uebergangszeit wird eine Hilfspolizei gebildet, die der Ortspolizei unterstellt wird. Die Hilfspolizei wird ans Gemeindemitteln besoldet und erhalt keine Feuerwaffen. Diese Bildung ist sofort in die

früh 9Ubr. Wer bis dahin abliefert, bleibt straffrei.

Genf, 25. Aüg. Der9Jiatin77 meldet von bet polnischen Front: Der Rückzug der Russen ist immer noch' nicht zum Stillstaub gekommen. Die Operationen der polnischen Nordarmee gestalten sich zu einer großen Umfassung bet russischen Front. Groino ist von den | Polen umgangen. Die Russen stehen wieder am nörd- !lichchk Njemen, wo sie gleichfalls zurückgehen.

I wb. London, 25. Aug. (HavaS.) Ein Radio- telegramm aus Moskau vom 23. August, 10,30 abends, meldet, daß in der Gegend von Brest-Litowsk fich heftige Kämpfe mit dem Feind, der die Offtnsive et» griffen habe, abspielen. Auch in dem Gckiet von Grubefchow und Luow sind schwere Kämpfe im Gange.

Die lletertritte enf deutsche, Gebiet.

wb. Königsberg, 25. Aug. Wie wir hören, beträgt die Z<ch! btt übet bie Reichsgrenze über­getretenen Russen jetzt zwischen 50000 und 60 000* Seit heute nachnittag 2 Uhr kommen weitere 3Divi- fionen herüber, sodaß nach vorsichtiger Schätzung die Zahl sich auf 70 00080 000 Mann erhöhen dürste

wb. Allenstein, 25. Aug. Rach Meldungen des Mlmtzeiq« DolMlattS» sind außer den 300

D«r «nzelgenprei, beträgt für die Sgesp. Zeile 76 Pfa. und IS'/. «usschl»L «mtlichef »k W C «»artig« 1.- Mk.. ReNamezeile 3.00 Mk. Zeder Rabatt gilt ale varrabatt. I 55 I||ft ?e ?kfwnft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Anaebate 25 Via. Geit-I dergebiihr. Bei Boirägen unter 20 Mk. müssen wir oa» Port» für di« Rechnuna l ,

berechnen. Postscheckkonto: Rr. 6015 Amt Frankfurt «. Main. | le£w !

§kk E-MWr Sri«.

wb. Paris, 25. Aug. Nach einer Meldung aus London sollen, den letzten Nachrichten aus War-

3« Lm in ArrlMni.

wb. Berlin, 25. Aug. Der Vorsitzende der deut­le» Friedensdelkgation in Paris ist beauftragt worden, «m Präsidenten der Friedenskonferenz im Anschluß an

Note vom 21.8. eine weitere Note zu überreichen über Lage im overschleiischen Abstimmungsgebiet.

wb. Breslau, 25. Aug. Im Obervräsidium imirde ^Lte in Gegenwart des preußischen Ministers des Innern Ehering, des Staatssekretärs int Reichsministerium des Manern Lctuald und eines Vertreters des Auswärtigen wuteS die Lage in Oberschlesien eingehend besprochen, f^ört, wurden insbesondere die verschiedenen Vertreter

freien und christlichen Gewerkschaften aus Lberschle- r*- Minister Severing legte in tlebereinstinimung mit

Vertreter der Reichsregierung dar, daß vor iraeiid «ver gewaltsamen Aktion der deutschen Bevölkerung in ^erschlesien nicht dringend genug zu warnen fei. Dem

unb dort austretenden Verlangen der oberfchlesischen! ^wötkerung nach Bewaffnung könne vonseiten der Re» j x^ung unter keinen Umständen entsprochen werden. ««Regierung werde sich auch weiterhin streng an den Lkredensvertrag von Versailles halten und mit größtem!

bie Wiederherstellung der gesetzlichen Zustände 1 10beischlesien durch die Entente fordern. , |

I Polen, die bei Friedrichshof die Grenze überschritte« haben, in der Gegend von Boinbrowo 6 polnische Dffi» ijicw unb etwa 100 Soldaten auf deutsches Gebiet übergeirrfen. In dem Mschnitt Johannisburg übe« schritten bisher etwa 15 000 Russen die deutsche Grenze' Die Zahl der dort übertretenden Russen wächst ständig,, und die vorhandene Besetzung genügt nicht, um eilt® ordnungsmäßige Entwaffnung der Uebergerrrtrnen vor«, nehmen zu können. Die Russen geben an der Grenz» ihre Gewehre ab unb ziehen unbewacht, soweit sie nicht auf deutsche Posten stoßen, nach Ostpreußen hineit^ indem sie von der Bevölkerung Lebensmittel erbitten,' Es besteht die Gefahr, daß die Russen, wenn die Be«, völkermig nicht mehr imstande sein wird, sie mit' Lebensmitiel zu versorgen, zu plündern anfangen uni, so zur Landplage werden. Nach einer weiteten Mel« dmtg des Blattes ist in Chotzele, das von den Pole« besetzt ist, der größte Teil der hauptsächlich aus Jude« bestehenden Bevölkerung von den Polen niedergemachtz worden. |.

Königsberg, 25. Ang. Nach Anzeige deßs Grenzämter find auch am Mittwoch neue Uebertritto! von Russen erfolgt Zwischen Goldep und Eydkuhneq' sind 2104 Nlisseu mit 210 Offizieren fibergetreten. die Soldaten und Offiziere waren jammerhast ge«. kleidet, größtenteils ohne Schühzeug und widerlege«- damit die bisherigen Behauptungen von der vortreff«', licheu Ausrüstung der Sowjetsoldaten.

I für undiskutierbar erklärt Die in der Note Curzon«. I angegebene Grenze wird als unannehmbar bezeichne^ > Die Demarkationslinie sollte nach polnischer Auffassung s der strategischen Lage entsprechen. Die Verteilungj I von Land an die Hinterbliebenen bet gefallenen f»U: Nischen Krieger wird abgelehnt Der allgemeine Einj«!

I druck ist, daß bie nächste Zusammenkunft bie letzt^ I sein wird, da bie polnische Antwort keine sichtbar« Grundlage für eine Einigung Bietet. li

tob. London, 25. Ang. Der Berichterstatter bat; Morning kn Warschau meldet: Der polnische'' Außenminister Fürst Sapieha schlug durch ein Funken» s tekegrarnm der Sotojetregierung vor, mit Rücksicht auf. die schlechten Verbindungen zwischen Minsk und Warschau die Friedenskonferenz von Minsk nach Warschau zu ver- legen. Demselben Korrespondenten zufolge ist man ift; Warschau bet Ansicht, daß der polnische Vormarsch außer; im Süden, too die russische Reiterei noch auf ostgalizische» 1 Boden steht, beendet ist.

wb. Paris, 26. Ang. Nach einer Warschauer Hadar- Meldung betrachtet man bie Aufforderung der Ver» < einigten Staaten, baß bk polnischen Truppen die ethuo« ' graphichesn Grenzen Polen» nicht überschrritm sollet ' als freundschaftlichen Rat, der von Amerika den beide» Kriegffihtenden gegenüber bekundeten Wohlwollen ntf» spreche. Weiter wird berichtet daß General Budieuntz mit feiner Reiterei ht Ostgalizien eingefallen ist nick» 5em# berg besetzt hat Bei Stryj unb Borislaw versuchten tie Bolschewisten die Petroleumquellen zu zerstören, murbai aber zurfickgeschlagen. ; r

von der Armee Wränget.

tob. Konstantinopel, 25. Nutz. Bericht lieg' Generals $3rattgd: An der Küste des Afowschen S0tew! res rücken unsere Truppen nach dem Innern trotv In Kuban geht der Feind in ba Gegend von 83oh; movoka zur Offensive gegen Waldgeim bot, wurde gegen Tschernigow zurückgcdränat. Wir nahmen eh|i Lärzes Regiment Ganges. Zg bg Gegend v«n JeW'

Wcge zu leiten. 3. Abgabe der Waffen bis Donnerstag

Obetb«ifiM)e Zeitung" ericheint sechsmal wöchentlich. vemgeprei, monatlich

iQ5 < «k., durch vi« P,ft 4,zo Mk. - Für ausfallende Nummern infolge Streiks »d«r , "

TU» 130 elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag o»n Dr. T. hitzeroth. Druck der 5j0nitetStQQ 26 SfliÖllFt

Uni».-B«chdrucker«i een I»h. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher 55. * «UtjUji.

Der ÜMWU iiü SW!

Ter ei was überhastete Vormarsch der bolschcwisti- fche» Heere auf Warschau hat zu einer Katastrophe geführt, die dem Belsch-ewismus den Todesstoß versehen kann, wenn nicht die Polen selbst wieset durch ihren Segesiibcnnut die Russen zirm energischen Widerstand aufpeikschcu. Den letzten Berichten nach kann die vierte russische Nordarmee als vernichtet betrachtet »erben. Ein großer Teil luurbc wie bekannt über die deutsche Grenze abgeb rängt und nur einem verhältnismäßig kleinen Teil konnte es gelingen, bei Thorzelle die polnische Umklammerung zu durchbtk^5'n.

Die außenposstifcheu Folgen dieser Niederlage sind bet Mbruch der Verhaudlungen in Minst, der- mittelbar bevorznstehen scheint. Jn der ersten Zone des Bolschewismus hätten dessen Führet sich an die Well um Frieden wenden können, aber jetzt bedeutet die Bitte der bolschewistischen Führer um Waffen­stillstand das Eingeständnis ihrer 9iieber(age unb ihrer Berzichtleistimg aus die Weit-Revolution. Die G.'o riete der Unbesiegbarkeit, der uiMeng den Bolschewis­mus umgab, ist verblichen. 'Nicht nur eine Schlacht, sondern einen Feldzug muffen lne Sowseitrnppen als verloren buchen- Daß England sich nünmehr. wieder auf die Seite der Gegner der Bo'sche.eisten stellt, ist nicht verwündetlich. Nur Amerika glaubt Polen Wanten zu müssen, die ethnographischen Grenze» zu überschreiten, unb dadurch das russische Nalionalgesühl wieder anf5 tiefste zu verletzen.

Für die innere Politik des SvwsetrußlaudS dürfte! diese Niederlage wohl ebenfalls von entscheidender B'- deuttlng fein. Alle dem Bolschewismus feindlichen Kräfte, bie bisher durch dessen Erfolge gebunden traten, werden sich wieder freier regen könne», und mögliche.-! weise könnte es diese» gelingen, die GewaltherrschaftI der SotvjetS zu brechen. Die lerdeufchastliche» Vor- kämpserrdes BickschewisiiinS liege» ja auf ben Schlacht- Wbent Polens, unb da die Russen genötigt sein! werden, zur Auffüllung ihres Hecres auch aus andere PcvSkkeriingZkreise znrfickzugreifen, als auf die Arbeiter- fchast, so dürfte im Laufe der Zeit der bolschewistisch-1 militaristische Geist des SowjethecreS sich halb ^c 1 setzen. I

Für Tenlschlmid ergeben sich, ans der jetzige» Lage! keine neue» Kmisequenzeu. Der Statldpunkt bet Neu-! ttattfär muß unter allen Uinftäuben aufrecht erhalten I werde». Es ist eine Lüge, sowohl der Entenie wie auch gewißer radikaler Elemente in Deutschland, wenn I die Ehrlichkeit unserer Neutralität aiigezweifelt wird. I ® bedürfte daher wohl kaum der Kontrolle der Waffen-1 iiativporic durch die Arbeiterorganisationen.- Die I Träumereien und Phantastereien eines Revancke Feld-! ztrges zusammen mit de» Russe» gegen die Entente dlirsten wohl infolge der letzte» Ereignisse aufhoren.! Zeder vernünftig und ruhig Denkrirde konnte jedoch! wissen, welche ungeheueren Vorräte an Tanks und Nugzcuge» die Entente besitzt. Deutschland muß sich I hüten,die rote Kartest auszuspielen, wenn es auch I »twist alles Interesse an künftigen wirtschaftlichen I Beziehungen zu Rußland hat.

Breslau, 25. Ang. Bei Woischnek wird d'q- , . - - ..... - Uebertritt regulärer polnischer Truppen auf obeiN*

Dtvtsionen operiert haben, von denen bereits 6 voll- schlesisches Gebiet gemeldet. Auch bei Preustisch-Liss^ kommen vernichtet worden sind. sind mit der Bahn aus Czenstochau Polen bewaffnet'

wb. Königsberg i.Pr., 25. Aug. Deu zu- I und in polnische» Uniformen eingetrosfen. Der ®n«^

I famm.engerafften Resten der 4. bolschewistischen Arinee, I tcntekommisfion in Oppeln wurde sofort von dem beut# beten Nachhuten in der Nacht zum 24. August den scheu Vertreter Anzeige erstattet, ohne daß bis gefterx

Dmulew überschritten halten, ist es nach heftigem Abend Maßnahmen der Entente ergriffen waren. j

iWnnps gelungen, in der Mchtung Kolno durchzubrechen. 1 wb. A11 enstein, 25. Aug. Wie dieMen- Aer heftige Widerstand, ben diese Abteilluigen bei I st einer Zeitung" meldet, wurden zwischen Geheimtak' NyscgNlnetz leisteten, zwang 300 Polen zum lieber- «von Jerin, Meustein, und dem militätischen Befehls-' tntt über die Reichsgtenze bei Friedrichshof. Szernein ,*c ~ - - - -

ift am 24. August von den Polen besetzt luerben.

Die polnische» Vorhuten ha§en am 24. August Prostken erreicht. Die westlich von der Bahnlinie Mlawa Moblin abgeschnittenen Nckerreste der 4. bolschewisti» scheu Armee werde» von den Polen abgefangen. Die I aller Schärfe gefordert, daß die inkraltierte Kommission I verfolgeichen polnischen Armeen der Zentrumsfrout jetzt endlich durchgrcisc. DaS Verbalten bet Franzose» erreichten in flankierender Neberholung gegen Nord?» ^-insthärffjcr Weiselritifiert. Sollte bis Don- die Linie Kynschin- Sleviski-Kolno. Hierdurch er- ß- krcne Aenderung e-ntrete», hielte» sie einen Ring um die 4. und 13. bolsche» dann soll dentfcherstits der Generalstreik nut aller-echarte I !/

durchgesfißrt werde». - Nach derSchlesischen Zeitung" I *e , $IC bolschewtst.sche» Truppen ver»

kann der polnische Generalstreik als völlig, zusammenze-!' -eit' einen Gegenstoß der Umllamme-

brochen bezeichnet weft>en. tung zu entziehen. Nach der Einnahme von Bialystock

| wb. Beuthen. 25. Aug. LautGreuzzcitung" I^rch die Polen fand daselbst noch ein ztoauzigstfindiger wurde die Stadt Beuthen vom Kreiskontrolleur bereit? I Siraßenkamp,'' mit der Besatzung statt, der für die verständigt, daß aus dem gesamten Abstimmungsgebiet Pole» siegreich verlief. Die Poleii melden eine große di- Sicherheitspolizei entfernt werden und eine Ab- Anzahl Gefangene sowie große Beute. Im Abschnitt fdmmm'gspollzei geschaffen wecken soll. Jn Beuthen Brest-Litowsk unb im Abschnitt östlich von Cholm und Friebenshutre toirb für bie Uebergangszeit eine I ----- w

Büigerioehr ausgestellt, bie tu Beuthen 200 Mann uri I ' Smbetg halten bie Polen lokale I geuseitigkett gutgeheißen. ' Z

10 Offiziere.in Frickeuöhütte 50 Mann und 2 Offiziere V® . oe n, m | Die Forderung der Entwaffnung und der HeranS-

umfassen soll. Die Bürgerwehr wick zu gleichen Teilen L . London, 25. Aug. Reuter erfahrt von zustän» «gäbe des Kriegsmaterials ivird mit Entrüstung abgv- auS Deutschen unb Polen bestehen. Stelle: Die Polen melden, daß sie 63000 Ge» I miefeiu Die Punkte, bie sich auf die Bildung einet'

r$a°Äi!5' 251 9f"5- Astern laste hier zum fangene gemacht unb 200 Geschütze sowie 1000 Ma- | Arbeitermiliz unb auf bie Verfügung Rußlands übet* ersten Male das 'nteralltierte Kriegsgericht Es wurden schinengewehrc erbeutet haben. < die Bahnlinie Bialystock-Grajewo beziehen, wecke«'

nur leichte Falle behaickelt. Wegen Beletdig!lng»franzö-' tnr> °= «#-- re--- m - »-- - - - --- - ..T*

sischer Offiziere erhielt ein Angeklagter 2 Wochen, ein zweiter wegen Uebertretung eines Befehls zum Weitrr- gehen 5 Tage Gefängnis. _ ;