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Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marbmg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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Rolle de- Hehler» spielen.

6685t Wefischkii Bodens durch gewaltsame Maßnahmen ent-

FriedenSvertrags und

j itzegeu bei Bestimmungen de:

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Swehr angeblich von

wb. Teheran, 23. Aug. Die Lage der Bolschewisten wird immer schwieriger. Im nördlichen Kaukasus ordne­ten sie vergeblich die Gencralmobikmachuag an. Größt Erregung herrscht in den BergwerkZbezirken, und bi Landarlnitcr weigern sich, sich entwaffnen zu lassen.

richtung einer paritätische« Sicherheitspolizei in den ein- »einen Gemeinben hat die Ententekommission eine Kreis- Immission ei.rgesetzt, die aus je drei deutschen und drei polnischen Vertretern der Bevölkerung besteht. Ms Kon­trolleur dieser Kommislwn ist der französische General Lalenzue eingesetzt Wochen. Der polnische Dcmonstra-

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Wicklung tatsächlich auf eine Beseitigung der Sicherheitswehr hinaus. TaS talsächliche Ver­halten der Franzosen läßt feinen anderen Schluß zu, als daß sie den polnischen Ausstand nicht nur billigen, »übern chn unterstützen. Die Führer der deutschen Organisationen, vor altem der Gewerkschaften, sind von den Polen als vo-gelfrei erklärt und auf eine besondere Todesliste gesetzt worden. Chorzow wurde durch die SichertzcitSwehr von den Polen ge» ändert. ES bilden sich jedoch neue Ansmumlungen untb die Polen bereiten eine« neuen Angriff vor. In Gnra«, Kreis Pleß, wurde die Sicherheitswehr ge­gangen genommen und entwaffnet. Eine P/rtrouille >er Sicherheitswehr, der eS gelang, zu entkommen und Meldungen von dem Neberfall na chPleß zu bringen, wurde in Zwiklih von polnischen Banden aufgchalten unb sollte entwaffnet werden. Die Patrouille erschoß jedoch den Poleusährer Robot und entkam »«gehindert nach Pleß. Die Forstbeamtcn in der Umgegend von Pleß wurden gleichfalls von den Polen entwaffnet. DieOdeutsche Morgenpost* wurde für den Land­kreis Kattowitz »erboten.

Marruvg

Dienstag, 24. August

(Lenting.)

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44.

Benthen, Tarnowitz und Lublinitz ergriffen hat. Die 3u«dgrmeinden dieser Kreise sind fast vollständig in bni Hündeu der Ausständigen. Die Städte sind ouj» schwerste bedroht. Sohrau ist seit abends 51/. Uhr besetzt.

Der. Versprechungen der interalliier­te» Kommission sind bisher keine aus­

wehr für das polnische Oberschlesien seien.

Die paritätische Sicherheitspolizei.

tu. Kattowitz, 24. Aug. Zum Zwecke der

n ge.

K.B.

Di- Obetbeiftlcke steituna" «rlcheint (echrmal wöckentttch. Bezugooreio monatlich 4 Mk durch dto Poft 4 «> Mk- Für a,c-fn««de Nummern infolge Streit» .bet elementarer Ereignisie kein Ersatz - »erlag -Druck btt

Univ.-Buchdruckerei van Seb. Aug. koch, Markt 8123. Fernsprecher Sa.

Flüchllingsaiissage» bestätigt werben, beweisen, daß die von den amtlichen Steilen verbreitete Auffassung der Aufstand sei im Abflauen. begriffen, f äh r - kicher Optimismus ist. Im Gegenteil zeigt sich immer mehr, daß der Aufstand offeichac nach einem wshkdnrchdachtcn Plane, strahlenförmig weiter greift und bereits die Kreise Pleß, Rybnik, Kattowitz,

Nr al» 66848 zu D. Geich.

tvb. Beuthen, 23. Aug. Gestern fand eine Ber- sämmlung der Führer aller politischen Parteien statt, um einen Beschluß darüber zu fassen, was zur Wieder- lzerstellung der Ruhe und Ordnung zu geschehen habe. Es wurde beschlossen, eine gemischte Kommission nach Katto- witz zu dem französischen General Grarier zu senden, um ihm die Fordern»- zu unterbreiten, daß die Ruhe und die Ordnung durch das französische Militär wieder herzu­stellen sei. Zu diesem Zweck soll erstens die Entwaffnung der Bevölkerung allgemein dnrchzesührt werden, zweitens soll nach dec Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung, der BelagertmgSznstand so bald wie. möalich aufgehoben uierdeu. Dritten? soll da, wo noch Unruhen bestehen, die Sicherheit, durch eine unparteiische Sicherheitswehr aus leiden Volkstrileu gewährleistet werden. Viertens soll -ber auaenblicclichc Streik abgebrochen und die Arbeit am. Montag überall wieder anfgeuotnmen werden. Dort, >oo Arbeiterkreise der einen »der anderen Nationalität Ter­ror gegen die Arbeitstvilligen mtSübeu, soll von der inter­alliierten Kommission Acbeiterschntz gewährleistet werden.

ttiencral Gracier, der eben erst von einer Fnjdckiions- reise durch den südlichen Teil de- Industriegebtets zurück- gekehrt ist, erklärte, daß er überall die Rübe und die Ordnung vorgrsunden habe, und daß die Führer der Bolen ihm zugesagt hätten, für Die Aufrechterhaltung der Ordnung sdrgen zu wolle». Sie hätten ihm versichert, daß die Arbeit am Montag überall wieder ausgenommen werde . Er hoffe, soweit er dazu in der Lage sei, die Zu­sicherung geben zu können, daß er den Wünschen der Kommission tucibe Rechnung tragen können.

Eine in Beuthen abgebrochene Versammlung wurde gestern abeiK in Gleiwitz wieder mckgettommeii. Tic Versammlung beschloß, die Besprechungen mit der inter­alliierten Kommissiou fortzufttzen: schließlich richtete die Versammlung au die Bevölkerung Oberschlesiens das dringende Ersuchen, Ruhe und Ordnung zu halten, weil nur dadurch die Autorität ihrer Führer bei den Verhand­lungen mit der interalliierten Kommission gebührend gewahrt werden könne.

tot. Beuthen. 23 .Aug. Pleß und Sograu wurden gestern von den Polen besetzt.

tob. Beuthen, 23. Ang. Soweit sich ans den bis heute mittag vorliegenden Meldungen ergibt, sind bet ganze Kreis Rybnik außer der Stadt Rybnik und bt gan'.e Kreis Pleß mit der Stadt Pleß, dem Landkreis Katto- witz. dem Landkreeir Beuthen und bem Landkreis Tarn»- Witz durchweg in polnischer Hand. Die Städte Glri- u>3, Kaitountz, Beuthen und Königshütte usw. bilden zur Zeit noch wenige Inseln. AuS den besetzten Teilen unternehmen die Polen ständig Vorstöße nach diesen Orten. In dem besetzten Gebiet sind heute Maueranschläge in zwei Sprachen erschienen, in denen zur Bildung von Selbsi- schutzkomilees aus der heimischen und ortsansässigen Be­völkerung ausgesordert wird. Die Führer dieser Komitees verpflichten sich, mit alle» ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zur Aufrecherhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung zu forgen und die Wiederaufnahme der Arbeit in den Betrieben in die Wege zu leiten. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Sämtliche Waffen und Munition sind sofort abzuz-ben. Tic Gast­häuser sind abends 8 Uhr zu schließen. Privatpersonen dürfen sich von 81/« Uhr abends bis l Uhr morgens ohne Ausweis auf den Straße» nicht sehen lassen.

Zur Streiklagc im Beuthener Gebiet erfahren wir. daß fick bereits die Anfänge in der Wiederaufnahme der Arbeit auf den Gruden zeigen, anscheinend allerdings vorerst nur vou deutscher Seite.

kg. Berlin, 24. Ang. Die Lage in Ooetschlcsien war gestern unverändert. Ter französische Befehls­haber fordert in Ausrufen die Ablieferung aller Waffen aas Privatbesitz. Tie Entwaffnung der polnischen Aufständigen wurde bi» Mittwoch mittag gefordert. Die bewaffneten Polen erklären, daß sie Ltch<rheits-

England.

tvb. London, 23. Aug. Eine Moskauer drahtlose Meiduitg besagt, daß eine englische Streitmacht in Tra­pez» nt gelandet worden ist und die Stadt besetzt hat.

England gewährt Aegypten einige Selbständigkeit.

wb. London, 23. Aug. DieTimes" gibt Auf­klärung über die Bedingungen, die zwischen Low Milner und Saab Foglut Pascha vereinbart worden sind. Hiernach wird England die Integrität Aegyp­ten? gegen jeden fremden Angriff sicher steilen. Da­gegen aber muß Aegypten England im Niltal eine bevorzugte Stellung einräumen und im Falle eine-, Krieges ihm jede Erleichtenlng zum Einorivgen auf ägyptisches Gebiet geben. England wird eine Garnison in Aegypten in der Kanalzone unterhalten, deren Basis jedenfalls Gan tarn wird. Aegypten soll feine aus­ländischen Beziehungen selbst leiten unter der Be­dingung, daß es keine Verträge abschließt, die sich nicht mit der englischen Politik vertragen. Aegypten werde auch das Recht haben, diplomatische Berireier int Ausland zu halten, jedoch würden sie wuhrschciniich gegenwärtig achf die Länder beschränkt blechen, in denen Aegypten Handelsinteresscn 'habe. Die Kapi­tulationen werden aufgehoben und die Kontrolle bet Gesetzgebung über die Ausländer dem Obcrkommissar übertragen. Tas Abkommen, das getroffen werdeU soll, soll vom englischen Parlament unb von der ägypti­sche» Nationalversammlung ratifiziert werden.

un­srer ie Koch- n. Ang.

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Meldung des BcrgarbeitervereinS liegen 23 Schächte völlig still, auf den anderen wirb von 1527 Prozent der Belegschaft nicht gearbeitet. Die Kohlenlieferung ist aur mehr als die Hälfte gesunken.

DemVorwärts" wird über die Lage in Oberschlefirn beschrieben: Die Großpolen suchen das Experiment von Posen in Oberschlesien zu wiederholen und die Welt vor entt fertige Tatsache zu stellen. Sie genießen dabei den Schutz der Enteute. zummindesten aber Frankreich? Die Polen dürfen heute n.ijt mehr daran glauben, daß sic eine Mehrheit bei der Abstimmung finden. Tic Stimmung ist grürcklich nmgkschlagen und darum ber« suchen sie es mit Gewalt, wobei die Franzosen die

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Neidenbnkg, 22. Aug. Der Plan Pilsudskis, die russische Flügelarmee im Korridor abzuschnciden und zu vernichten, oder über die deutsche Grenze zu drängen, ist vollständia mißlungen. Die Russen haben in vollster Ordnung den Korridor geräumt, dafür ziehen endlose Scharen deutscher Flüchtlinge mit ihren in letzter Stunde zujammengerafften Habscligkeflen auf Wagon und Karren nach Deutschland. Die Polen drolten, mit deutschen Köpfen die Straßen pflastern zu wollen. Der Schrecken und das Elmd bet deutschen Flüchtlinge sind sehr . roß.

wb. Neidenburg, 23. Aug. DieNeidcn- bnrger Zeitung" meldet. Am Samstag war dec Ver­kehr mit Soldau vollkommen unterbunden. E? kamen keine Flüchtlinge mehr über die Grenze. Die Vorhuten der polnischen Armee erschienen Samstag früh gegen 8 Uhr in Soldau. Die letzten russischen Truppen, verließen um 12 Uhr uachts Soldau. Soldau ist von den Polen eingenommen worden, ohne daß ein Schuß gefallen ist Gestern ivat Soldau von einer Kompagnie Soldaten besetzt. Die Polen marschierten non Strasburg nach Lautenburg die Grenze entlang. Die Russen luotten sich bis Ghorzele znrückzieheu, da ihnen die Munition sihlt und sie teilte Verbindung mit den rückwärtigen Truppenteile» haben. Anderer­seits wird dagegen m-tgeteilt, daß Munition reichlich vorhanden ist. Am Sonntag waren etwa 4000 Russe» bei Karerau und Roggen über die deutsche Grenze gekoinmeu. Die p,ai)t wächst noch beständig. Die übergetreteuen Nusse.i wurden entwaffnet und mit zwei Sonder,zügcn den Jnlernicrungslagcrn zugeführt. Darunter befindet sich eine Anzahl Schwer- und Leicht- verletzter Ein Ossi'ier sagte mt5: Wir waren soweit, daß wir einfach nicht mehr kämpfen konnten. Seit acht Wochen befinden wir uns im Vormarsch. Die Kavalle­risten schliefen auf den Pferden, und die Fußtnippen brachen nach' bet Schlacht bei Strasburg zusammen. Um ber Gefahr der Gefangennahme zu entgehen, f>uh wir über die brutsche Grenze getreten.

wb. Königsberg. 23. Ang. In der Gegend von Wilkenberg sind bis jetzt rund 7000 bolschewistische Sol­daten übergetreten. Die Entwaffnung ist ohne Zwi­schenfall verlaufen . Die Internierung erfolgt im Lager von Aryl. Wie verlautet, begaben sich die in Königs- b-rg stationierten Neberivachungskominissionen der En- i.'ntc au verschiedene Grenzortr.

Königs berg, 23. Äug. Im Verlaufe de» Nach­mittags sind noch eine Schwadron und einige kleine Abtei­lungen Der Russen über die ostpreußische Grenze gekommen. Südöstlich Willenberg fand in Gegend Chorzele in den Nachmittagsstunden ein Gefecht statt, und zwar handelte es sich um abgeschnittene Teile des 3. Kavalleriekorps, das früher aus Wloclawec vorgestoßen war und noch einen Durchbruch versuchte, um sich den Rückvcg nach dem Osten zu erkämpfen. Die Polen richteten an diese Abteilung lunkentelegraphisch die Aufforderung, sich^ zu ergeben. Die Forderungen wurden aber vo» den Russen nicht angeuommeii.

wb. Baris, 23. Aug. Davas berichtet aus War­schau: Die Nachrichten von der Front lauten wieder optimistisckjer. Tie Bewegungen der Armee Pilsudskis entwickeln sich unter den besten Bedingungen weiter. Ma» meldet zurzeit mehr als 35000 Gefangene und 20 Geschütze.

wb. Paris, 23. Aug. Havas: Der Bericht des oolnischen Pressebüros in Warschau lautet: Mlawa, Ostro- lenka, Lomsha und Bialystok sind von der polnischen Armee besetzt worden. Tie in dem polnischen Korridor operierende Armee des Generals Sikorski hat 20 000 Gefangene ge­macht. Weiter wird berichtet: Dir polnische Gegenoffen­sive schreitet seht rasch vorwärts. Die bolschewistische Armee verläßt den polnischen Korridor. Wir habe» Gol- lub, Dobrzin, Gronica und Nowa-DiaSsko besetzt. Die Brest-Litotos? .sowie die östlichen Forts Vieser Stabt sind von uns genommen worben. Der Generalstab bet 17. bolschewistischen Armee ist in unsere Hande geraten. 18 000 Gefangene wurden hier gemacht. Im 5üben ist die bol­schewistische Kavallerie bei Nikolajew geschlagen tourt*n.

tob. Paris, 23. Aug. Nach Mitteilungen ber Abend- presse haben die Polen eine Umgruppierung ihrer Streit hafte vorgenommen. Sir haben eine Nordarmee gebildet, die General Haler befehligt. und eine Armer des Zen­trums. deren Oberbefehl Pilsudski übernommen hat.

tob. P a t i S. 23. Ang. Ein Sonderberichterstatter deS Matin" spricht in einem Telegramm von den Schwierig­keiten der roten Truppen angesichts bet Haltung ber pol­nischen Bevölkerung. Jede isolierte Gruppe bet Bolsche­wisten fei sicher, pon ben Bauern massakriert zu weichen.

Auch die arbeitende Bevölkerung erhebe sich, und in den Vorstädten PlockS waren eS Arbeiter, die mit bet roten 'Rose im Knopfloch die bolschewistischen Truppen beit» mieden.

In verschiedenen Blättern wird davor gewarnt» von einem völligen Zusammenbruch bet russischen Armee in sprechen. _ < L L-iF

Was Moskau berichtet. ,

wb. London, 23. Aug. Die Radiostation von MoS- kan übermittelt den bolschewistischen Heeresbericht sehr unvollständig. Der Bericht schließt mit einer Anspielung auf die polnische Offensive und sagt: Die russischen Armeen haben unter dem Drucke der polnischen Legionäre einige Städte verlassen. Es sind zahlreiche Verstärkungen unter­wegs, um die polm'sche Macht zu vernichten.

Moskau, 22. Aug. Durch Fimkspruch Operations­bericht der russischen Sowjetrepublik vom 22.8.: Westfront: Abschnitt Lomsha: Unsere Truppen kämpken mit bem Gegner, der seinen Angriff nördlich bet Stabt Ostrow entwickelt. Abschnitt Brest-Lilowsk: Wit verließen di« Stadt Brest-Litowsk. Oestlich Wlodawa und Ehvlm hart­näckige Kämpfe. Abschnitt Galitsch: Unsere Truppen erreichten im ganzen Abschnitt den Fluß Solotaia Lipa unb kämpfen um die Hebernänge über den Fluß. Krim­front, Abschnitt Orechow: Unsere Tnippen brachen den Widerstand des sich hartnäckig verteidigenden Feii'deS unb rücken kämpfend vor.

Die'Berhandlungen in Minsk.

wb. London, 23. Aug.Daily Expreß" glaubt z< wissen, daß die polnischen Delegierten in Minsk mit War­schau in Verbindung stehen, und daß die allgemeine Lag« als günstig angesehen werde.

tob. Paris, 23. Aug. Rach einerMttin"-Mcl- bung auS Minsk sollen die Borfriebensverhandlungen und bie Besprechungen über die Waffenstillstandsbedinguugen nicht voranschreiten. Man versucht, die Wasfenstillstands- fungen weiter zu führen, aber unter Bringungen, die et ben Russen unmöglich machen solle», gegen Genera' Wränget vorzugehen.

Deutschland unb der Kampf im Osten.

tob Warschau, 23. Aug. Wie ber polnische Heeres­bericht mitteilt, sind 12 Deutsche in ben Kämpfen bei Strasburg, die angeblich mit der Waffe in ber Hand iu den Reihen ber Bolschewisten ergriffen worden sind, erschossen worden.

tob. Berlin, 23. Aug. Die Nachricht berTimeS" aus Danzig, daß Trotzki, der am 16. August in Bialystok gewesen ist, auch nach Prvfken in Ostpreußen gekommen fei, um mit Delegierten der deutschen Regienmg politisch« und strategische Verhandlungen im Hinblick auf eint svätere Aktion zu führen, ist ebenso von Anfang bis End« frei erfunden, wie die Mitteilung, einige deutsche General- stabsofsiziere seien zu einer Begegnung mit Trotzki ab­gesandt worden. -

wb. Berlin, 23. Aug. TasPetit Journal" greif' in einem Telegramm aus Zürich, erneut die vou deutscher wie auch von russischer Seite feit langem amtlich wider­legte Lügeunachricht auf, daß deutsche Ossizierc in der Sotojetczrmee bienen. Die Quelle dieser Erfindung ist ebenso durchsichtig wie die Absicht, die mit derartigen Verleumdungen verfolgt wird. Es wird zu dem Züricher Telegramm nur Stellung genommen, damit seine titi Heber das Uebersehcn ihrer Erdichtung nicht als eine Be­stätigung der Richtigkeit in Anspruch nehmen können.

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, Sulin, 23. Ang. Amtlich., Nachdem gestern hwäb eine Besprechung bei dem Herrn Reichs- piäMenke" stattgefunde» hat, beschLstigt« sich die heu- Ügi Ackstinettssitzung wiederum mit ber oberschlcsischen «tsgfc Tic Vorgänge der letzten Tage wurden ein» »chttlA burchg-sprocheu ttiib alle Mittel erörtert, um Mefe» «cbiei"lnögtichst bald ruhige Iustände zu sichecu. » dem Friedeusvertrag liegt eS der iuteralliier- stu Hommission ob, Ruhe und Ordnung in dem Ab- stiSWHiugsgcüiet ausrechizuerhalieu. Die Reichsregie- xflag bebautet auf» tiesste, daß weite Teile von Over- Msteu sich tu ber tatsächlichen Gewalt polnischer KchsMnten öesiuderi und damit eine Lage eingetteien ist, di» unsere schlesischeii Brüder in Bedrängnis bringt, hie jäebtidje Arbeit, nanieullich die Kohlenförderung, stärn» bie für das gesamte europäische Wirtschafls- krS» ßtz wichtige Leistungsfähigkeit des Landes geätzt- betr Die ReichSregirrnng hat durch ihre Vertretet bei der inreralliierten Kommission in Oberschlesie» und burrh ihre Botschafter i» Rom, London und Pari? LorTctküngen erhoben und verlangt, daß die intet». «Hiici.ee Kommission mit völliger Nuparteilichkeit und Ittü üllc» Mitteln gegen den von langer Hand hur ch politischcAgiiarion vorbereite­te n Ans st and vorgrhe und das Leben und Eigen- tetn btt deutscheii Bevölkerung schütz!.

Dir intkralliiettc Kommission iu Oppeln Hal erklärt, haß 'si den gegenwärtigen Ausstand als eine Anflch- litt5 gegen ihre Regiernngstzewalt anfieht. Sie sei p»ksrhk»ffen, mit Nachdruck gegen die Rillständigen vor» tzrg.che.!, Eniwafsnuirz durchzufühtenunb für Mcumß^U)erstell»ug georbnetec Zustände sowie für Heu Schutz ixt w'chrlose» Bevölkerung Sorge zu tragen, c Die deutsche-Regierung hofft, Laß e» b.« inter- tiliittfen Kommission gelingen wird, diese Zusage zu erfüll ei: unb dem ihr anvertrauten Lande in Kürze hi« Ruh? wieder zu geben, und richtet außerdem au die Bevölkerung von Öberschlesien die eniste und drin- tzktwe Bitte, sich ruhig zn verhalten und durch keiner­lei Uktbetonueuheit Vorwände zu neuen Unruhe» zu Lesern.

Sie Bevölkermig Oberschlesiens kann versichert sein, haß sic deutsche Regierung bie oberschlcsischen Inte­ressen mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln ver- r licken wird, daß sie sich auf Gedeih unb Verderb mit - Overschlesieii verbunden fühlt und nicht stillschweigend [ Hmuehmcu wird, daß auch nur ein Fußbreit ober-

kunz auf Beseitigung ber Siiheche

beu. Franzose» abgelchitt warbt» ißtz läitft Die Eut»! ttsuöstiÄt auf Den Grube» geht Weiter. Nach einer

! 3 a- . oder Haus- üe re» ich- ist Haus« würbe n-te« ehuag Itiilen

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Der Lazeiaeaprei» beträgt fit Me Sgefp. Zeile 75 Bfq. unb 10 *1» Bufichla«, amtliche un> aueeeitige 1. Mk., Meftome»eite 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt al» varrabatt. Bei fttnshieft durch die Teschüfisfteke und Sermlttlung der Nnqebuie 25 Vfq. Gen- dergebüht. Bei Beträgen unter 20 Mk. müüen wir dar Bort» für die Rechnung berechne». Pcstscheckkentv: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai».

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reichenden Maßnahmen gefolgt. Die deutschgesinnie Bevölkerung ist völlig schutzlos. Insbesondere richtet sich der Haß der Nussiändigen gegen unsere Mitglieder, in deren H Luden die wichtigsten Vorarbeiten für die-Ducchführung ber ikollsabstimmung liegen. Mord, Mißhandlung und kerschlcppnng sind bie Mittel, mit denen vercils an zahiretchen Stellen gegen sie vorgcgangen ist Die kggesmnicn Adstimuiurigsarbeiten sind nicht nur aufs schwerste gefährdet, sondern auch weite Kreise der dculschgesinnte» Bevölkerung fürchten, daß ihnen das Schickfac Posens aufgezwungeii wird. OLcrschjcsicu erwartet und verlangt von bet Reichsrcgietuiig, baß ße fchnkllstcns alle z» Gebote stehenden Mitteln zur NeiWng ObelschlesicnZ anwcnbr.'.

fTiese hier vc-n den vereinigten oberschlesische» L<r- bänben gegebene Schilderung der Lage entspricht der Ansicht, wie sie in Rcgicrungskreisen herrscht. Man is. sich dort über den Ernst der Lage durchaus klar. Die Reichsrcgiernng wird sich, wie ihre gleichzeitig versfseutlichte Erllörnng besagt, jeber gewaltsamen Ab­trennung oberschlesischeii Gebiets mit alien Mitielu wioerietzen.)

Breslau, 23. Ang. Obwohl KorsantyZ Fordc-

jgeoei! den Willen der Bevölkerung vom Dcuischen getrennt wird.

rd Breslau, 23. Ang. Anläßlich der Vorgänge l-ku Oberschlesien richtete» die Vereinigten Verbände i shrimaitreuet Oberschlesier in Breslau gestern ein Tete- tzrmsm an den Reichskanzler. Alle Nachrichten, die hier au- Öberschlesien eiulausen und durch zahlreiche