WttUÄ 55.3M
Marburg
».194
(6r*H*g.)
Erstes Blatt.
Der WriielW ii LttksWm
eng
80
zugetragen haben.
wb. Beutben, SO. Aug. Tas ganze Randgck'-et
165
Nach Informationen an zuständigen Stegen hat es den
►ezlal-
Dien» 4-ndqranate, die etwa 20 Personen zum Teil schwer - . . t • rv..... lüi.i. UAm
tn
»|||a vgrn die Neutralltäts-Kundgebung für angebracht hielt
ltauschen.
km Sitz der großpotnischen Agitation., gefundenen sehr
rbsf. esst
K.
S?f*1
!« 23.1.
»fen
igen SU irztliche
J. Utttft
55C
Uhr MX a. ■
a ®igcr, analvoller Wahrung elementar auvgevrocy^
tf* bad französische Vtilitär bei beit Kundgebung .... ...
« Bevölkerung in Kattowitz für bic deutsche Neu-1 fandest Es wäre eine Schande, sich von einer Handvoll ralitäl im höchsten Maße heraussordcrud austral. ^gelaufener Fremdlinge terrorisieren zu lassen., Sei
Lrappen zum Einmarsch seit langem bereit standen, tl sind verskliiedene Organisalionsbefehle ausgefunden Korden. Ihtb die bei dem Sturm auf das Deutsche Haus,
diese Aufst a u do Bewegung wenden wird. Während es gestern noch so schien, avs ob französtscherseits die Polen unterstühtwürden, wurde verlautbart, dost für die deutsche Bevölkerung kein Grund vorliege, sich zu beunruhigen und daß dem Bordringen der Polen bald Einhalt geboten werde. Die deutsche Bevölkerung wird aufgefordert, die Maßnahmen der Interalliierten Kommission nicht zu durchkreuzen, sondern alles daran zu setzen. Rhe und Ordnung zu bewahren.
«r>b. B e u t h e n, 20. Ang. Tie Polen rufen zum allgemeinen Ausstand im ganzen Industriegebiet auf, her in den Bergbetrieben zum Teil eingetreten ist. Heute Vormittag wurden polnischerseits der interalliierten Kommission d-e folgenden Fordeningen vorgetraacn: 1. Beseitigung der Sickerhritswehr, 2. Entfernung aller in den letzten uoet Jahren Zuaezogeucn, ohne Rücksicht daraus, ob e3 Polen oder Deutsche sind, 3. Errichtung einer Selbstverwaltung und von Vertvaltungslörpern. die aus Oberschlesiern ober solchen Nichtoberschlesiern gebildet sind.
Wb. Königshütte, 20. Aug. Rach einer Aeuße» rang der französischen Kommandantur hat General Lerond ausdrücklich versichert, daß die französischen Truppen in erster Linie die Ausgabe hätten, für die Aufrecht«rhal» tung von Ruhe und Ordnung zu sorgen. Demgegenüber würden sie allen Unruhen, gleichviel ob sie von polnischer oder von deutscher Seite kämen, mit Energie entgegen» treten. ES würde auch ein eventueller Poleileinfall in Oberschlesien unter keinen Umständen geduldet werben. Auf Befehl der interalliierten Kommission in Oppeln seien bereits französische Truppen in Lastkraftwagen nuch Laurahütte. Bogutschütz usw. abgegangen, wo es bereit»
Wb. Berlin, 20. Aug. Zu dem Havasbericht übt.: Sie Vorgänge in Oberschlesien, wonach die deutsche Regierung, die auf einen militärischen Erfolg bet Bolschewisten spekulierte, die die Ausschreitungen unterstützt hätte, bemerkt das W.T.B., daß die deutsche Regietun, nicht das Geringste getan hat, um die Vorgänge in Ober» , •Ätefkn zu fördern, die den Interessen der deutschen Be- völkerung nut zum Schaden gereichen können. Gegen die tvl„„ V11 a .... ... „ „ . . vvutvllimvi. v..-----, . Unterstellung, daß die Bewegung durch die deutsche Re»
die ReutralitätSdeinorstrationen. in dem eS heißt: Tie I mQ(^tc nx g^ern Abend eine nervöse Stimmung be-1 gierung unterstützt worden sei, muß auf da» Entschieden^
von Oberschlesien ist von den Polen besetzt. Bogu« schuetz und Nikischacht, Laurahütte und alle östlich von Kattowitz liegenden Ortschaften sind in den Händen der Polen. In Laurahütte kam eS heute nacht zu einem schweren Gefecht zwischen bet Sicke ch'its- heitspoliz^ und den Polen. Die Sicherheitsvolizei hatte 12 Tote und eine große Anzahl Verwundeter. Die Druckerei von Schnellmann wurde vollkommen demoliert. Es wird geplündert. Die Polen stchen bereits an der Grenze von Boguschnetz-Notd unmittel-
Dombrotvska ist von den Polen besetzt. Der Post- und Telegraphenvetkehr ist stillgelegt. Die Gruben befanden
sich mittags größtenteils im Streik.
Die Presseabteilung de» Plebiszitkommissariats für Deutschland in Kattowitz gibt über die Haussuchung in den Räumen des Kommissariats folgenden Ausschluß: Die Räume des Plebiszitkonunissariats in Kattowitz wurden am 20. August zwischen Kund 9Uhr vormittags durch französisches Militär durchsucht. Sämtliche Akten und die für die Volksabstimmung angelegten Listen verfielen der Beschlagnahme. Sin Grund für die Durchsuchung Wurde nicht angegeben. Das Plebiszitkommissariat für Deutschland stellte bis zur Klärung des Sachverhalt» die Arbeit ein. Die Wiederaufnahme wird in der Presse bekanntgegeben.
wb. K a 11 o W i tz, 20. Aug. Die Polen sind in Stärke von 2000 Mann im Anmarsch. Sie haben eine Reihe von Ortschaften um Kattowitz beseht. Die Sicherheitspolizei bittet dringend um Verstärkungen. Die Hohen- zrllerngrube besindet sich bereit» im Streik.
Wb. Pleß, 20. Aug. Gestern abend gegen 8 Uhr wurde auf da» Schlafhau» der Heinrich-Glückgrube in Nikolai, einem Holzplattenbau, ein Ueberfall mit Gewehrschüssen und Handgranaten auSgesührt. Der Angriff richtete sich vornehmlich gegen den Teil, in dem die deutsch sprechende Arbeiterschaft untergebracht ist. Ls würben ungefähr 100 Gewehrschüsse unb 6 Hanbgrauaten auf da» HanS abgefeuert beye. gewoehen« Da sich die
loren
ts Markt! itt). Eeg. ägeben '
brunchen, wobei man sich be» Gefühls nicht erwehren ». daß die Vorgänge zum Teil auf bewußte Provv- »n für diesen Zweck mit hervorgerasen sind. Die Abdes «niakl» ist die, die Volksabstimmung zu be-
#4en und ju ihren Gunsten zu leiten, die sie t ohne Absicht so lange hinan-geschoben haben. Daß Xb^xrnnu», tu ihren Ungirefcen ausfallen würbe;
die feit mehr als 20 Jahren ununterbrochen hier wohnen. 4. Verhaftung und Aburteilung aller an den fehlen Vorgängen Beteiligten. 5. Entschädigung aller mißhandelten Polen, 6. die Stadt Kattowitz soll sofott dem polnischen Abstimmungskommisiariat vier Büro? zur Verfügung stellen. 7 .Aus Vorräten der deutschen Druckereien ist die „Gazetta Subowa" unb die „Gazetta Bobotullza" fofort in Betrieb zu setzen. 8. Entsernung aller Direktoren »nid Beamten j>k für den alldeutschen (?) Ausstand Stimmung machen .9 Besetzung der ElektrizitätS- und Wasserwerke usw. durch die öffentlichen Behörden. Werden diese Bedingungen nicht angenommen, so soll bet allgemeine Ausstand sofort beginnen.
Die polnische Presse bezeichnet die Lage als ernst. Die interalliierte Kommission habe die schärfsten Maßnahmen ongeorbnet, um die Ordnung wiederherzustellen. Alle Schuldigen sollen in Haft genommen und summarisch vor einem Kriegsgericht ahqeutteilt Werben. Gerüchtweise verlautet von einem Polenputsch in BeutHen, ber heute abend ins Werk gesetzt werden soll. Die Vorgänge in Lanrahütte-Siemianowitz bestätigen sich. Eichenau. Schoppinitz und Mhslowitz sind in polnische» Händen. In Schoppinitz hat die polnische Bevölkerung nach einer polnstche» Grenzzeitung die Sicherheitswehr entwaffnet, yr Zusammenstöße» gekommen sei. ..... ...
3m ♦ He ♦ >548 |
Wb. Kattowitz, 20 Aug. Bogutschütz l-efindet sich in den Händen der Pole«. Die Sicherheitspolizei stürmte vielmal gegen sie a», mußte aber, da sie auS den Käufern stark beschossen wurde, sich mit mehreren Toten
jtatf.
«riet:.
. b 878!
wird die oberschlesische Bevölkerung angesichts d.-k vlksabstimmuug, deren Hinausschiebung feiten? ber t-iite die sonst so ruhige und gelassene Bevölkern *g ein beträchtliches Stadium von Unaedulb und Br- rgnis gebracht hak nur nm so enger zusammeu- cheßen und das übrige Deutschland um jo^ schärfer raus verweisen, daß es nichts ungetan läßt, das ährdele Gebiet beim alten Mutterlande zu erhallen.
$!e llimiik» in SbniMrn
Es liegen folgende Meldungen vor:
ten i »erbeticn, tatogfret ihl l Th.
Tie „vberhesstsche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. - «e.piMptete «««•*{** 4 KU durch die Post 4.20 Mk. - Für ausfallende Nummern infolge Streik oder elementarer Ereignisse kein Ersatz - Verlag von Fitzer-th. - Dr»« der Mntw.s^5ud)btuierei von 3oh. Mttg.Äofl), 21/23. — Ferni prrihtr oo.
knvutoete und eine Frau tötete, warf. Dazu kam noch küie Weigerung, für die Verwundeten Verbandsstosse zu 4881 leben, und das empörte die Menge noch mehr, sodaß sie
~ j» — . , r . • • . .... _ < ii .X L.. a4. aiiaI '
Slt FnWINk 6« Mn.
Königsberg, 20. Aug. Ter russische Nord» slügel stand gestern in heftigen Nachhutgesechten bei Goßlershausen und Strasburg. Tie Bagage» waren bereits über Soldau und Mlawa im Rückzug. Eino. Aufnahinestellung Nördlich und westlich Soldau wicht, vorbereitet. Tie Polen dringen Weiter über Chiechanom vor. Die Lage der russischen NordflüzelS ist unhald- bar. Mit dem Uebertritt russischer Tnrppenteile in der Gegend Neidenbnrg über die Grenze ist zu rechnen. Tie Kämpfe nördlich Chiechanoiv sind noch unentschieden. Hier ist starker Widerstand der Russen unb ein Einsatz größerer Reserven zn melben. Bei Pul» lusk und Serock ivurbt bet Narew von bett Polen überschritten. Auch nordöstlich Warschau ist der russische Widerstand gebrochen. Die Polen haben bei > Wyschkow den Bug überschritten. %afc polnijchM Zett» - trum ist auf der Gesamtfront im Vormarsch auf den Bug, hat be« Bug bei SokoloW-Blakr erreicht «d bei Drohiczyn überschritten. Südöstlich halten die Polen starke Angriffe der Bolschewisten am Bug znrückge» schlageiu In Galizien schwere und wechselnde Kampf» Handlungen.
Warschau, 20. Aug. Jnl Heeresbericht heißt es: Der linke polnische Flügel hat Pultusk, der rechte Flügel Suebfice und Bielsk erobert. Bei Pultusk wurden 300 Gefangene gemacht, 70 Maschinengewehre : und 3 Kanonen erobert. Auf dem mittleren Flügel gegen Norden tvurden bei Siedliee 5000 Gefattgene I gemacht und 20 Kanonen erobert. Die 68. Sowjet» division ist von uns vollständig aufgerteben Worden., Die Gefahr für Warschau ist endgültig beseitigt. !
wb. Kopenhagen, 20. Ang. Rach einem Tel» I gramm au» Warschau meldet der polnische Heeresbericht: Nachdem die Polen die Bolschewisten sich den äußeren Fort» von Warschau hatten nähern.lassen, I unternahmen sie alsbald eine Gegenoffensive, bei wrl» I diet ber eine Flügel unter bent Kommando des Mar» schallS Pilsudski von Jwmrgorod in der Richtung I Brest-Litowsk vovgiug, wöhreich der andere Flügel vo» I Modlin aus längs de» Narew vorrnckte. Andere Trrft," I penabteilungen begannen den Kamp? in der Richtung lauf Mlava. Tie Truppen unter bem Kommando Pilsudski warfen den Feind auf der ganzen Linie dem Wieprz und Rarew um 40 bis 80 Kilometer zurück. Itsie stellten die Bereinigung mit dem rechten Flügel I nördlich von Rarem her. Belgische Ossiziere halt,m Ida» Kommando übernommen, und die Stunntruppen I erreichten sehr schnell daS Ziel der Operationen und I setzten die Polen in den Stand, das nördliche Ufer Ides unteren Rarewlaufe» vom Feinde zu befreien. I An der Eisenbahnlinie Danzig waren die Polen bi» I Über Ciechanow, 25 Kilometer südlich von Mlawa, I vorgerückt. Tie ^eoölkernng in Warschau begrüßte die I französischen Ossiziere mit Jubel, die, durch da» Ein- I setzen ihrer Person im Kampfe, die Hauptstadt gc- I rettet haben.
wb. Kopenhagen, 20. Aug. In dem pol- I nischen Heeresbericht vom 19. August heißt es: Die I Beute d.r letzteir Tage beträgt 2000 Geiangene, über 160 Maschinengewehre und eine bedeutende Material» I menge. Im Anschluß an die Offensive an der Ost- I front begann der rechte Flügel den Vormarsch am 17. | August, llnfcce Abteilungen machhirke» weit« »st.
,eln» r.un» ilten?
, von Bi
bar vor Kattowitz. Heute morgen 4 Uhr tarn es zu einem schweren Kampfe zwischen bett Polen und der Sicherheitspolizei, die der Uebermacht weichen muffe. Wie sich aus bett ^gemachten Gefangenen ergibt, kämpfen unter den Polen gut ausgerüstete H-ckler- soldaten. Die Polen beabsichtigen heut« vormittag 10 Uhr bic Bergwerke stillzulegen. Nach einer weiteren Meldung wird bereits auf der Florentiner und der Preußengrube gestreift. Groß-Sombrowska ist von Sokols umzingelt, die das Wasser abgeschnitten haben. W
Kattowitz, 20. Aug. An» Rodzin-Schoppinitz schein, ob-, ob ble interalliierte Kommission sich gegen wird gemeldet, daß Vuchdruckeretbesttzer Vater erschossen worden sei. In Bogutschiretz dauerten die Sttaßen- kämpfe etwa von 4—?V2 Uhr früh. Der Ort besindet sich, nachdem die Sicherheitspolizei vor der Uebermacht den Kampf aufgegeben hat, um weiteres Blutvergießen zu venneiden, in den Händen der Polen, die seine Zugehörigkeit zu Polen ausgerufen haben. Später nahmen Franzosen mit ben Polen den Patrouillendienst auf.
: »ngreeic cd vr«.
- Bei Beträgen unter 20 mt menen «it m JSotte für die Aechnuug lI/g berechnen. - P.stlcheeNonto: Rr. 1016 Amt Freekfnrt «. »«in.1*t‘*
^11040 Diester können angesichts der bltttigen Unruhen der ' Cie »värmsten Sympathicn. Ce;o.nitdcn schlands sicher teilt r. 1040
sich gegen ihn wandte. Diese Gewalttat von natronat- bolmscher Seite ist in dem Bericht der Kommisnon Ächt erckhnlten. Ebenso verschweigt dieser Bericht, daß bet erste Zusinnrnenstoß dadurch entstanden ist, daß dre stckerülliierte Kommislion ein militärisches Einschreiten
Die Vorgänge in Stattortifc sind leider aber geeignet,! «V schwere Sorgen über das Reich zu bringen. Tie achnchten sind, wie immer, einander widersprechend, eß s-ch schwer ein al schließendes Urteil fällen läßt, i ber Darstellung der interalliierten Komiuission fällt ich auch dem naivsten 'Leser die einseitige Färbung aus. _Sc die M.uae dazu kam. die zivei Jäger zu töten, darauf Kt der Bericht keine Antwort. Er spricht Weiter von irei Zniammenftuten ber Massen vor dem Hause der iuteralsiierten Kommission unb betont, daß plötzlich^ aus tiittm Hanke schräg gegenüber der Kommission ein «schuß siel, der ein Fenster durchbohrte. Und kurz daraus eine Handgranate aus derselben Richtung geworfen wurde, gbic schweren Schadet? unter den Demonstranten an» lkfügk haben dürfte". Deutsche Blätter melden, daß wf den Demonstrationszug zugunsten der -keutralität kr polnische Arzt Dr. Milecki aus selnem Hause cum
Sonnabend, 21. August IM;'."!1
statt 7
555}
khepaar ebeooll,
Amtliches Derkilndigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
wußten sie ganz genau. Die Feststellung, daß unter i Insasse» sofort auf den Boden oder in bte Keller ge- I den polnischen Trappen auch Hallertritppen waren, zeigt flüchtet hatten, wurden nur ri»« Arberter verwundet, deutlich, daß es sich um eine Angelegenheit des pol-l wb. Ben t hen, 20. Aug. Bis Mltternacht kam es in ttfeben Staates handelt. Es unterliegt keinem Zwei- Kattowitz zu keinen weiteren Zusammenstößen, um " 'rl, daß dieser Verottvaltigungsversuch ei» schwere Brr- Uhr waren die Verbindungen mit Kattowitz wriber» Atzung bes Versailler Friebensvertrages ist unb vor hergestellt. Gestern Abend fanden dott- um zur Lösung -((em unserer Neutralität. Inwieweit da» polnische Ber- der Lage zu kommen, Verhandlungen zwischen den Gewerk- fahren durch die Entente gedeckt wird, wird sich ja ,'chaftSvertretern und der mterallnerre» Kommission statt,
halb zeigen. Wir Deutsche können nur fesistellen, baß I In diesem kündigte der Vertreter der alliierten Kommis-
es sich in Wahrheit um einen von langer Hand vorbereite- sion die Festnahme der Gewerkschaftsvertreter für den
te» Raubzug der fanatischen Bundesgenossen unserer Full an, daß die Unruhen sich sortsehen ft-lltem Als aus
immer noch erbitteren Feinde, der Franzosen, handelt, bic Frage nach den Forderungen der GEkschastsver'
T*v- — - ,■ z m K.„ | der wieder einmal zeigt, was von dem Gerede vom ewigen I tretet, bte Ablösung bet französischen Trappen burch
stMi Führer immer mehr Korf an t Y tn b *■ Gerechtigkeit und Selbflbestimmungsrecht zu Hal-1 italietpsche ausgedrückt wurde, lehnte der Bertteter der
ntrtb tritt, bte Stimmung geschaffen, bte letzt zum So yje( fo(Ite a6et doch wenigsten» erwartet interalliierten Kommission btefe Forderung schloss ab und
lusbruch gekommen ist. Nur vorübergehend haben m ba8 bie Entente ihre eigenen Beschlüsse auch un3 brock die Verbanblungen ab.
m nsten Monaten seit ber Besetzung bte polnischen l »Enüber bäll. I Kattowitz, 21. Aug. Bis »m Mitternacht war
Blockungen Einfluß auszuuben vermocht: die gegen-1 ' • . • les gestern Rat 10^^511 W- Es bestand begründete
tiligt Stimmung ist stark undhervsrgewete'i, Korfanty, der Leiter der polnische» Propaganda, I stgnde'wiede? hergestem" werden. Die Besatzungstrup-
KTm S k .» rM”.I»-tz—.,r<«»« _____________________________________________
Msem Stiutmiingsuinschwttng beirosfenen, meist ans I au$ D^„i'schkand zugelausenen sozialdenwckrattschet» unb I gber^auch" hirr kam es zu'keine» Zwischen-1 P^wahtttng eingelegt weiden.
Mcheitcin, auch polnischer Nationalität, bestehenden I kommunistischen Agitatoren beabsichtigen Hand in Hand I bas Leben ging seinen normalen Gang. In I Berlin, 20. Aug. Die französische Zstitung ibretfe haben sich eng mit der übrigen BedSlketutig mit ben preußischen Militaristen da? oberscklesische Volk I p p e l n ist es auch ganz ruhig. Der Durchgangsver-1 „Journal" meldet an» Berlin, die preußische Regie» ^satmncnoeschlossen und sich eins gefunden in dem l ins Unglück zu stürzen. Er forderte zum Boykott oller I mirch Oppeln ist autzergewöhnlich stark, wohl weil I habe anläßlich der Vorgänge in Kattowitz fpon» iM'tusch deutsch Hüben zu wollen. Dieses Gefühl Kaufleute unb Gewerbetreibenden auf. bte sich an W« j Flüchtlinge aus Oborichlefie« komme»,- die sich tan dtn: französischen Botschafter fein Bebauer» übe» fr. Teni?Ät'.ms - wobei geaenwäriig die Frage, in ftmtbgfbung bete-bgen würben. Für ben W, baß bte bcm Reiche begeben. Der Landkreis befindet sich re Vorfälle ausgesprochen. Hiervon ist, Wie schon Dl- x.ciu,u;i.uiro mv-jv US, ■>. "v..., | s»..trrfu>n rttun.tft »nrumenden versuchten, sollte 17 vLk.. Ni. itt» Ilnmeten ouck I" ,et 'U wurde an zilständtger Stelle nicht» bekannt.
Dagegen ist eS rtchttg, daß dem srauzSsischen Bot» fthafter das Bedauern der deutschen Regierung über die Vorgänge ausgesprochen worden ist, bie sich in Schneidemühl gelegentlich bet Durchsuchung eines iutet» nationalen Transports durch Teile der Bevölkeru»/>
In Oberschlesteti hatte man aber auch zu viel ooy nnb Verwundeten zurückziehen. Der Singang ^zu Groß- einer bevorstehe ndcu polnischen Besetzung erfahre». Die' -. .. -
bt^04 Mitionaft'olen versuchten noch am 19. August 1920 Mnifcbe Tnipven itach Kattowitz zu bringen, deren deikermarsch allerdings von der Bevölkerung verhindert tatrbt. Man wußte (val. unsere gestrige Meldung), baß
Kro Del grotzpoinncyen agiiatwH, BcinnotiK» icyi Sh ljUri »wßen Mengen von Wafsen, Munition, polnischen
Arbeitet nnb Bürger haben sich gemeinsam ß’g n wachsam, besonnen unb ruhig, zum Kampfe bereit!" iic französisch-polnische Gewaltpolitik erhoben. An sich I Da sieht man, wet die Erregung schürt, iild'die Vorgänge höchst bedauerlich, aber in demselben vcaß nur zu begreiflich. Tie oberschlcsssche BevösseA» img weist, was ihr von ihren gegenwärtig n MachDI abtr-.i droht, sie hat jctztvein dentlicheZ „Höndewcg I sr- dentschen Obetschlc'ien" ausgesprochen. Tie Oder-1
^igblättern usw. sprechen genügend für bie Absichten nb bie Schuld der Großpole». Die jetzige» Vorgänge bl Kattowitz, die zudem noch keineswegs beigelegt sind, . . k* die leider noch besonders durch die brüske Sprache
Buysl» französischen Ober kommandierenden General Gattey et die Behörden und die Führer der Gewerkschaften .1 Jenen Zündstoff erhalten haben, lassen noch einen recht iw» wsben Ausblick auf bte nahe Zukunft offen.
Die blutigen Vorgänge in Kattowitz gewinnen ihre kbettfu- 3 durchs den politischen Untergrund. Hier M in gerechter Empörung,die monatelang geauältc lolksftel« französischen Verwaltungsbehörden
Ara im $ereiiffntt den polnischen Agitatoren, als
- Mt», W mg
ge
— wobei geaenwärlig die Frage, in | Kundgebung betetligen würden. Für den Fall, I tmu, «m v,--------- - ■ •
r , , feiner Ausdruck ^utsrhen Puischtsten Gewalt anzuwenden versuchten, sollte I . tn Hgnden der Polen, die ihr Unwesen auch,
a S sesamte männliche polnische Bevölkerung sich bereit ^,7 ^"is Pleß ausdehnten, wo sie Schrecke» ver-
, .... Ai.... aiivrtfhan I ba^en und s , . , , .•,,. , 3“ I leiteten. An der oberfchlesisch-polnische» Grenze herrscht
anger, analvotler Gabrintg e.emetttar auugebwch. ., I notron,))jge Hsife zur Unterdrückung der deut,chrn Ma- I Lb„aus reger Verkehr. Die Polen zogen unbewasf- ’"’-eu I chinationeu zu bringen^ „Wir sind die Herren^ des I d fiJ)er bU (gtcnj)e und kehren schwer bewaffnet zurück.
: Ganze Militärverbände wurden in Zivil hiniiberge- 1 | bracht, um bewaffnet zu werden. Es scheint, daß pol- | nische reguläre Truppen sich unter den Insurgenten I befinde». In Mys low itz wurde eine Hundertschaft | bet Sicherheitspolizei entwaffnet und zum Teil nach | Pale» gebracht. Schoppinitz, Myslowitz, Laurahütte | waren nicht zu erreichen, auch der Eisenbahnverkehr noch Port "War unterbrochen. Das polnische Hauptquar- Her der Aufständischen befindet sich in Scheppinitz und Eichenau. 'Im Kreise Pleß traten gestern nachmittag polnische Banden in Aktion, umzingelten den Ort Anhalt und setzten diesen in Brand. Ein Teil des Dorfes ist niedergebrannt. Von hier aus zogen die Banden auf Milin und Alt-Berun zu. Der Bevölkerung des Kreise, Pleß hatte sich eine ungeheure Erregung bemächtigt. Aus Laurahütte lagen bis gestern abend noch keine vollständigen Nachrichten vor. Es steht nur fest, daß dort auch stark geplündert worden ist. Leobfchütz- Snb bei Kattowitz befand sich in den Händen der polnischen Aufrührer. Es kam dort zwischen bet Sicherheitspolizei unb den Polen zu schweren verlustreichen Gefechten, in deren Verlauf sich die Sicherheitspolizei wegen ungenügender Bewaffnung vor den an Zahl weit überlegenen Gegner zurückziehen mußte, um weiteres Bftttvergieße« zu verhRsir. Die Streikbewegung im Berarevier bat großen Umfang angenommen. Bon den | großen Grubenbezirken um Kattowitz und Myslowitz dehnt sich der Streik auch auf den Bezirk Hindenburg aus. Es ist zu erwarten, daß die Streikbewegung heute noch größeren Umfang onnehmen wird. Uebet Katto- witz-Lond wurde der Belagerungszustand verhängt.
Run haben bie Polen ben Zeitpunkt für gekommen Ekmhtet, die seit langem vorbereitete Vergewaltigung Ober- ein;tt.'au' Allsten» vorzunehmen. Als fadenscheinige Begründung !'-"ttPßre» ÜRnfatÜ, werben sie bie Vorgänge in Kattowitz