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Ä6etse Unter der Anklage 8eS St*

lklln ab?'-ob der Urkundenfälschung stand zunächst ein t«na-r Mann, der in Fronhaufen in vier Fällen sich gg" 5Rc auf trauter bc5 Marburger Elektrizitätswerks gyggab und für die Beaufsichtigung der Zähl« und Knparatc Geld einkassicrt hatte. Der Angeklagte, der der 5?oft vorgesübrt wurde, gab an, ans Not tzchandelt zu haben. Bon seinen Eltern aus sei er

Limburg gefahren um dort mit seiner Brmit pisammenzutrefien. Später sei ihm sein gesamtes Gk- (f und Reisegeld gestohlen worden und diese Notlage habe ihn veranlaßt, sich ans diese Weise Mittel zu verschaffen. In Fronhausen zeigte er bei seinen Be- s«cheu eine von ihm selbst geschriebene Lezitimarion vwt Auch bet seiner Festnahme gab er feinen rich­tigen Semen nicht an. Die einkassierten Gelder hat tc wieder zurückgezahlt. Das Gericht lam in «nbe- tracht des UmstandcS, daß der Angeklagte noch unbe- graft Var, z» einer milden Beurteilung der Sache und erkannte auf 3 Monate Gefängnis und 4 Tage Haft. Sechs Wochen gelten durch die Unterfuchungs- haft als verbüßt.

*ErhShungderGtbührenfürHeLamm« Die kürzlich veröffentlichten Gebühren kür Hebammen, bte bereits im vorigen Jahre erlassen wurden, sind durch du Berhältnisse längst überholt und tragen den heudgen Teuerungsverhältniffen f» wenig Rechnung, daß behöck- licherfeitS in eine erneute Feststellung angemessener Ge- bührensätze eingetreten ist. MS »um Abschluß der dres- bezüglichen Ermittelungen wird eS nicht unbillig emvmn- den werden, wenn die Hebammen einen geringe» Zuschlag ui den Gebühren erhoffen.

Polizeiliches. Ein größerer Wäschedrebstahl. der sckon einige Zeit pirückliegt, wurde jetzt aufgckeckt. Die aestohlenen bezw. unterschlagenen Wäschestücke konnten deu Eigentümern, die teilweise den Verlust noch mcht bemerkt hatten, wieder zugestellt werden. Ferner wurde ein fremder junger Mann fcstgenommen, der am Soffweg Kartoffeln geerntet und diese verkauft hatte.

* Die BersorgungSstelle (früher Bezrrkskom« «aiido> bat jetzt die Bezeichnung Bersorgungsamt erhalten.

* HnglüdsfalL Ein in einem htestgen Vetrreb beschäftigter Arbeiter wurde gestern, mit man hört, durch Quetschung, so schwer verletzt, daß seine Hebet- suhrung in die Klinik nötig erschien.

Die Maul -und Klauenseuche ist jetzt auch in Seskrm, Sichertshausen und Oberweimar fest- gestellt. - '

xreater, Lenzerte, Versammln«,«* nfw.

» Das Stabt Sommertheater (Dir. Otto tzenningi schreibt: Heute Dienstag Vorstellung zn er- mäßigten PreisenDie Schmetterlingsschlacht" von Her­mann Sudermann. Anfang Uhr. Mittwoch, 18. 1(11.1. Opereü! nabendWenn dich die bösen Buben locken. Freitag, 20. August »enefizvorstelliingDer Meines, bauer" von Lickwig Anzengruber. Sonntag, den 22. August im Abonnement einmalige AufführungWil­helm Teil" von Schiller.

( * Die Lichtspiele, Bahnhofstraße schreiben:

Einen reizenden Hella Moia-Film bringen uns wiederum die nächsten Spieltage ab morgen unter dem TitelDie Tänzerin von Tanagra", diesmal ein Drama, in welchem die m om Künstlerin die Titelrolle verkörpert. Eine glän­zende Photographie sämtlicher Innen- und Außenaus- nahmrn erheben diesen Film zu einem Prachtwerk der Lichtjpiclkuust. Heute abend zeigt zum letzten Mal das Programm dir hervorragende FilmschöpmngDie stcr- knbf Salome", unter anderem auch die neuste Wochen­schau, die uns diesmal außerordentlich hochinteressante

* Die Kammerlichtspiele, Kaffee Onenlln, sch-Üben: Heute Abend 8 Uhr zum ersten MaleVer­lorene Töchter", eine Tragödie aus dem Sumps der Groß- gflbt. Diese« moderne Sittendrama führt nnS mit starkem Eindruck den Lebensweg einer jungen Dame vor Augen, die snS Not und Berztveislutzg aus den besten KrnM mm Stufe zu Stufe hinal'sinkl. Der Film sch,.dert dreie spriunendr Handlung in einer vornehmen anständigen Art als eine ernste Mahnung, au alte deutschen Mütter und Töchter. ES wird gebeten, zu den Borstcllungen tzü'.ikttich zn erscheinen. t

* Das Zentral-T Heater bringt ab heute für die nächsten zwei Tage ein ergreifendes holländisches Drama ,.Hoffnung auf Segen"ach dem gleichnamlgcn Schauspiel. Tiefes Drama, ein Spiel vom Meere m 5Wien, «iet uns tvunbfttmlk Raturanfnabmcii. Ebemo D die Darstellung dieses holländischen FllmeS ganz groß- Crt:a. Als Beiprogramm wird rin erstklassiger Wild- westkitmDes Nächsten Gut" gebracht. Ab Donnerstag kommtDer goldene Klub", «in Sensationsfilm mit Madst kh'>^iians.

( Kirchhain, 15. Ang. Da sich die Maul« und Klauenseuche im Kreise Kirchhain immer mehr aus- breitet. ist bartt zu rechnen, daß die für die nächste Zeit »or-rsebenen diesigen Biebmärkte aussalleu werden.

.. Warzenbach, 15. Sag. Die Verpachtung der iSemeiudriagd brachte diesmal eine Vachtsumme von 7150 Mark ein gegen 1035 Mark früher. Pächter wurde eine Krefelder Jagdgesellschaft.

(n Gladenbach, 15. Aug. Der Landesausschuß bewilirst.: ans Antrag der Landurirtschaftskammer des Regierungsbezirks Wicsbad:« zur Hebung der Schaftuch, (m Bezirk eine Beihilfe von 20 000 Mark, die nach bestimmten Richtlinien verwendet werden muß.

(?) Homberg, 15. Aug. Eine Vertrauensmänner Versammlung des Krrisbauernuerrins Homberg erklärt? sich bereit, die für di- B-rsorgungsberechttgien des KreiftS mifzubringenden Kartofseln anstatt wie von der Reichs­kartoffelstr-le festgesetzt für 30 für 20 Mark pro Zentner zu liefern. ,

| Tsrne«, Kpirt v«d Sport.

!'' DaS Städtewettspiel GießenMar­burg nahm am Sonntag auf den Plätzen deS Mar­burger Tennisktubs einen glänzenden Verlauf. Die Mannschaften, bestehend aus je 2 Damen und 6 Herren Kraßen sich in 8 Einzelfpftlnt, 2 gemischten Dope- ttnd 3 Herrer-doppetspielen. Von diesen 13 Wett­kämpfen konnte Marburg 12 für sich entfchriden, da In Gießen gute Plätze fehlen und deshalb turnier- tnäßir,: Hebung unmöglich ist. Tas Gesamtergebnis ist für Marburg: Wettkämpfe 12:1, Lätze: 21:6, Spiele 185 :122. M. T. S.

Am vergangenen Sonntag spielte R- Sp-Bercin Germania H. gegen V. f. B.-Gießen IL uns gewann 6:1 auf dem V. f. V.-Ptatz in Gießen. Die ITT. Mannschaft desselben Gießener Vereins unterlag der HI. Germania auf dem hiesigen V. f. B.-Plah mit 6 :0.

Zu dem 8. 8. 20 siattgefundenen Staffettcnlau' wJDuct durch Marburg" sei noch besonders erwähnt, daß im Lauf der Jugeud-Stassette die Manuschaft des MaseruSport-Vereins Germania 08 durch einen präch­tigen Lndipurt der, Sieg davontrug und den 1, Preis

(Diplom) mchieft. Möge üer vrelv-rsprrihenL-n Jügend- mannschaft GermaniaS noch ost Gelegenheit geboten werden ihr Können zu zeigen. , H. H.

Der Ausschuß für körperliche Jugendpflege hielt gestern im Rathaufe eine Sitzung <6, in welcher der Vorsitzende Herr Stadtrat Becker mi(teilte, daß die Jugendherberge fertig sei und von vielen jugendlichen Wanderern in Anspruch genommen werde. Aufnahme Stinten aber nur Wanderer bis zum 20. Lebensjahre inben. Die Uebeniachtungsgebühr beträgt für Wan- rerer bis zum 16, L-benSjahr 25 Pfg. und bis zum 20. Lebensjahr 50 Pfg. Die Sportplatz-Angelegen- heil hinter Spiegelslust tourbe fallen gelassen, da die Oberförsterei die Genehmigung versagte und der Ans­chuß sich gegen die Anlegung eines Sportplatzes hinter SpiegclSlust aussprach. An einem Sonntag Im Sep­tember finbet hier ein städtisches Sportfest statt, bei welchem die Meisterschaft von Marburg in Schlag- und Faustball auSgetragen werden soll. Zur Vorbe­reitung wurde eine Kommission bestehend aus den Herren Turnlehrer Fischer, A. Gaßmaun und Lang gewählt Der Sportplatz au fdem Hirsenfetd neben dem Universitätssportplatz, welcher bekanntlich von Herrn Gcheimrat Hensri zur körperlichen Jugendpsleg- gestiftet wurde, soll nun enbtid) seiner Bestimmung übergeben werden. Der Platz, welcher an Landwirt Löchel verpachtet war Muß am L September 1920 reigegeben werden. Mit der Einrichtung des Platzes oird alsbald begonnen. Die städtische Eisbahn am Biegen soll aufgefüllt werden unb im Winter über­rieselt werden um so eine bessere Eisbahn zu bekommen. Die weite« Ausarbeitung wurde bem Vorsitzenden übertragen. Nachdem noch einige Anträge gestellt worden waren, besichtigte der Ausschuß die Jugend­herberge im Kuhl'schen Haus auf dem Kämpsrasen.

Hessen-Nassau und NachbargeLiete.

mc. Frankfurt a.M., 16. Aug. Die unzu- riebenen Elemente aus der demokratischen Partei, bet Deutschen Bolkspartei und der MittelstandSverrinig- irng, die sich hauptsächlich aus Handwerker- und Klein- gewerbekrrisen rekrutieren, stick mit der Neugründung einer Bürgerpartei beschäftigt. Angesichts der Ver- Hntnuoig, die in den großen Parteien herrscht, ist »er Zulaus zu der neuen Partei kein geringer. - Beim tädtischen Hochbauamt wurde eine Banwirtschastsflelle gegründet, dir alle Daugesuche auf Nentablität prüfen oIL Tiefe Prüfungsstelle stellt sich als ritte Interessen- gemrinschaft dar au der die städtischen Hochbauämter Wiesbaden, Mainz, Biebrich, Offenbach, Hanau, Bad Homburg, Bad Nauheim, Höchst a. M., ferner die Bür­germeisterei Schwanheim, sowie die Eisenbahndireklion Frankfurt a. M. beteiligt sind. Eine ganze Anzahl von Reichs-, Staats- und Gemeindckehörde» haben ihren Beitritt ebenfalls in sichere Aussicht gestellt. Trotz langwieriger Verhandlungen konnte sich der Magistrat und der Hauptausschuß der Stadtverord­netenversammlung Über die Deckung der erneut be­willigten Teuerungszulagen nicht einigen, weil eben schon alle statischen Einrichtungen bis aufs Letzte heran gezogen sind. Man Hat deshalb die Vorlage den einzelnen Fraktionen überwiesen, vielleicht findet hier ein Stadtvater oder dne Stadtmutter das Ei des Kolumbus. Der Frankfurter Polizeipräsident macht bekannt, daß angesichts der katastrophalen Lage aus bem Klchlenmmckt, keinerlei Verlängerung der Polizei­stunde mehr gestattet würde. Alle Anträge feien voll­kommen zwecklos. : .

Landwirtschaftliches.

Der Kampf gegen »le Maul» und Klauenseuche

Da augenblicklich die Maul- und Klauenseuche in Deutschland wieder stark verbreitet ist und in diesem Jahre außerordentlich viel Opfer, besonders unter dem Jungoiehbestand und unter den Ziegen, fordert, wird es die betreffenden Kreise lntereffieren, daß uns der Abgeordnete Dusche mitteilt, der Reichsernährungs- minister Hermes bade gelegentlich einer der letzten Sitz­ungen des Ausschusses für Volkswirtschaft erklärt, die Reichsregierung gehe mit dem Plane um, dem Reichs­tag dentnächst einen Gesetzentwurf vorznlegen, nach welchem die Maul- und Klauenseuche den entschSdi- gungspflichtigeu Seuchen zugerechnet werden soll.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Geständiger. Mörder. Berlin, 17. Aug., Ter 22jährige Koch Thom, der unter dem Verdacht, in der brandenburger Straße in Berlin feine Mutter ermor­det zu haben, verhaftet wurde, hat ein Geständnis ab­gelegt, daß er um zu rauben die grauenvolw Tat be glng.

Wasferflrmen«D. 42 abgestürzt Kopenhagen. 16. Aug. Die kürzlich eröffnete Verkehtsroutr Kopeu dagenWarnemünde wurde gestern von einem Unfall betroffen. Das deutsche WasserflugzeugD. 42", das nach dem Aufsteigen in Kopenhagen infolge Motorscha­dens gezwungen, in Oereftmd nieder.znp.rhen, wob?, es sich überschlug. Die Insassen, ein deutscher Flieget, ein Mechaniker und ein schwedischer Fahrgast, wurden ge­rettet und das Flugzeug in beschädigtem Zustande nach Kopenhagen zurückgeschleppt.

In sMeMk Mzr KeWO«.

Seit dem Zusammenbruch Deutschlands und vor allem seiner traurigen Finanzlage hat sich die Not der geistigen Srbrittr, aber auch die Rotvr Hochschulen tmb der ganzen wissenschaftlichen Forschung mehr und mehr gesteigert. Immer wieder wurde betont, daß Deutschland tote bisher an der Spitze der Kultur mit vortrnmarschieren müßte, daß hier noch ungeheuere Ausgabe« seiner harrte«. In zahlreichen Berhand- lunnen der Einzel-Darlamenie, der Nationalneriatum- (tntg und des Reichs-ags hat man über die verschieden­sten Abhilfe-Mittel beraten und führende Persöissich- leit.n nicht nur ans den Kreisen der Hochschulen selbst und den Kultusministerien der einzelnen Bundesstaa­ten, sondern auch aus dem Wirtschaf sicbeu haben s:ch mit dieser Frage befaßt. Immer wieder d-ang die Ausiasfuug durch, daß im Nahmen unseres Wiederauf­baues unbedingt auch dir Unterstützung der geistigen Arbeiter und die Förderung der Wissenschaft eine not­wendige Aufgabe des Reiches und der Staaten sei. Nunmehr ist auch bei dem vorläusigen Rrichswirt- schaflsrai durch keine Mitaiieder Dr. Leon Zeitlin und

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Der Landrat: v. Loewenstet«.

2.

verweigert werden.

Marburg, den 17. August 1920.

Wird verössentlicht.

Marburg, den 17. August 1920.

Handel», und Marktnachrichte«.

Frankfurt a.M., 16. Ang. (Getreidemmckt.) Sei reger Nachfrage fand Hafer bei ftster Tendenz Aufnahme« Hülftnfrüchte sind in guten OualitSten gesucht, bes wnderS Biftoriaerbsen finden Abnehmer, auch Äcker- bohnen ziehen im Preise an. Lupinen und Seradellch batten stille? Geschäft. Fest lagen Oelsaaten. besonders fiel Raps durch regere Umsätze attf. Heu spärlich angeboten« Stroh ruhig.i

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pett, bie für einen tm Gange befindlichen ooetz einen drohenden neuen Krieg bestimmt find, zsf vermeiden. Die Leitung des iutsrnaiionaleit' Transportarbeiterverdandes wird noch hr dieser^ ivoche znfammenkommen, um internationale Richt« Omen aufzustellen. (Freiheit.")

Ern «euer schwerer Zwischenfall in Oberschlesten., Beuthen, 16. Aug. Der T.-U. wird gemeh bei: Samstag abend stieß eine Rangierlokomo«^ t tive auf den seitens der Arbeiterschaft abgestellte«, ranzöstschen Transportzug. 2 Franzosen find tot und 7 schwer verletzt. Unter den oberschlesischen Eisenbahnern herrscht große Aufregung. Dit" Eisenbahnerschaft hat an die interalliierte Äonu, Mission ein Ultimatum gestellt, die Truppe«] transporte sofort einzustellen, widrigenfalls bU Arbeiterschaft die Arbeit niederlegi. Seitens der! nteralliierten Kommisflon wurde zunächst die An« icht vertreten, daß bie Eleiwitzer Vorfall ein Akt )et Sabotage sei. Jedoch wurde Sonntag abenhs von Seiten bet Eisenbahndirektion als auch vo< Seiten bet interalliierten Kommission geäußert, raß bavon keine Rede sein könne. Gestern wurde] den ganzen Tag zwischen der Arbeiierschaft, die', einen Sechserausschnß gebildet hatte, und bet] interalliierten Kommission verhandelt. Das Ultt« matum läuft heute morgen ab. Die Truppen <»f' Eleiwitz find entladen und abgerücki.

Prsst Dr« Jskckh ein Antrag elnzrLracht rvor'srrr, wonatz brr wirtschsftS-politische Ausschuß dieses Par­laments beauftragt werden soll, die zur Abhilfe der wirtschaftlichen Notlage der iu wiflcuschaftlichm und künstlerischen Berufen Tätigen ünb zur Sich-erstellung wissenschaftlicher Forschungsarbeit und künstserifchcu Schassens in Betracht kommenden Maßnahmen um­gehend zu prüfen und bem Rrichswirtschaftsrat Vor- chläge zur Beschlußfassung zu unterbreiten." Der Antrag geht wie viele dahinzielende Anträge davon tms, daß die ungünstigen wirtschaftlichen Verhält- nisse der in geistigen Berufen Tätigen in erschrecken- bem Maße zu einer Verelendung der geistigen Arbeiter geführt haben und daß ein naher Zusammenbruch unserer wissenschaftlichen Forschungsarbeit und unse­res KnnstschassenS zu befürchten sicht. Neben den kul­turellen Gefahren ergeben sich aber dadurch auch direkte chwerstr volkswirtschaftliche SchDigimgen, da gerade n Deutschland Technik und Wisienschaft zum Ausstieg der deutschen Volkswirtschaft fo enorm beigetragen haben. Für den wirtschaftlichen Wickerausbau Deutsch- andS ist das Gckeiheu der wissenschaftlichen Forschung »urchauS notwendig, noch mehr aber für die Wtcker- aufrichtung des gesamten Volkes, dessen Moral, geistige und körperliche Gesundheü durch dar Krieg und seine chweren Folgen so schrecklich gelitten hat, und dessen Gesundung mit eine Vorbedingung für das wirtschaft­liche WicdcrauMühen bildet. Dabei darf man nicht außer acht lassen, daß die feindliche Propaganda, die uns als Hunnen",boches",Barbaren" nfw. verschrie im gesamten Auslande nicht ohne Erfolg gewesen ist und selbst heute noch norfjflingt, und daß wir unser geschädigtes Ansehen gerade durch unser Streben und unsere Geliung auf wissenschaftlichem und geistigem Gebiete Wicker ntit begründen und estigen Dunen«

Amtliche Bekanntmachungen

des Landratsamtes Marburg.

Auf Grund des § 5 bet Bekanntmachung über dich Errichtung von Prcisprüfungsstellen vom 25. Ccpttw 6er 1915 (R. G. Bk. 6. 607 ff.) bestimmen wir, daß weg Gegenstände des notwendigen Lebensbedarf» im Klein« handel feilhält, verpflichtet ist, ein Verzeichnis tn fek nem Verkaufsraum anzubringen, aus dem der genaue Verkaufspreis der Waren im einzelnen ersichtlich tjL

Die angetfinbigten Prelle dürfen nicht überschritt«»

Hochschulnachrichten.

x Göttingen. Der Vertreter der vergleichenden in* dogetm. Eprachwisicnschast an der Kieler Universität Prof. Dr. Emil Sieg hat einen Ruf nach Göttingen als Nachfolger H. Oldenbergs erhalten. Zum Nach- olger des Geh. Reg.-Rat» W. Voigt auf dem Lehrstuhl der Physik an der Universität Göttingen Prof. Dr. James Franck, Privatdozent an der Berliner Uni* verfltät berufen. Der Strafrechtslehrer Prof. v. Hipp«! in Göttingen hat den Ruf an die Uni­versität Leipzig als Nachfolger von Exz. Prof. Wach abgrlehnt. '

X Lebranstrag fit Bank- und «Srsenwefen. Dem Rcichsbankvorsteher Dr. Bernhard Hecke, tn Greifs­wald ist ein Lehrauftrag zur Vertretung bet Technik des Bank- und Börfenweftns erteilt worden.

Detmold. Der Allgemeine Etudeulenausswuß der Hochschule für Berwaltungswisieufchastkn i« Det­mold (Fürst Leopold-Akademie) wurde auf dem Allge­mein De'.ttjcken Studententag in Göttingen in die Ver­tretung der Deutschen Studentenschaft aufgenommen.

Kirchlich« Aachrichten. _<]

Selbst evang.-luth. Gemeinde, NikokaMaße 1*j

Mittwoch X18. Aug.,/j9 Uhr: Betstunde. i>

Donnerstag, den 14. August, 8 Uhr: OckerShaufe«z

Pfarrer Fokken.i

Städtische Bekanntmachungen

Morgen, Mittwoch, den 18. d. Mts., vorm. 8U Uhr im Hafienpflugfchtn Laden am Markt Verlauf von;

1. Feintalg das Pfund 13 M

Korsberlclit des Bankhauses Baruch Strauß, iRovlurg und Zranftnik.de« 12. Kegelt 1820.

Frrnrnt 20, 136 7371, 7372, 7373. Hansa.________ -

Di« PreispriifungssieAel

gez. C. E. Winkel, Geheimer Regwvmgsrar,'

_. Reis das Pfund 5 JW.

8. Braune Bohnen das Pfund 3,50 JL

Letzte Nachrichten.

Berlin, 17. Aug. Ein schwerer Zusammenstoß ereignete sich gestern Nachmittag mn Uhr auf dem Bahnhof der Hochbahn Berlin-Warschauerstraße. Ein einfchrender Zug fuhr einem aussahrrnden in dir Flanke. Dabei wncken die beiden Triebwagen schwer beschädigt und zahlreich« Personen verletzt, zwei davon schwer. __

Berlin, 16. Ang. Der Reichspräsident empfing den spanischen Militärattachee Oberstleutnant Valdivia in Audienz, der im den Dank der spanischen Regierung für die geschenkweise Urberlasiung des für Museums- Zwecke gceizueten Heeresmaterials zum Ausdruck brachte. Der Tmnsport dieser Museumsstücke nach Spa­nien geschieht in den nächsten Tagen durch das bereits im Hamburger Hafen liegende spanische Kriegstrans- portfchifiAlmiranto Lob«".

Kopenhagen, 16. Aug. Di« Minengefahr an der Ostküste Islands hat sich vermehrt. Ein Kutter ist auf eine Mine gestoßen und in di« Lust geflogen, .oie Besatzung i<t umgekommen. Drei weitere Kutter wer­den -ermißt. Jnsvekiiansfchiffe sind entsandt worden, um die Minen zu beseitigen.

Bor-lc-Duc, 16. Aug. Der Eeueralrat des Departements Meufe hat Raymond Poincare einstim­mig zn feinem Präsidenten ernannt.

W i e n , 16. Aug. DerMorgen" meldet, daß ein« MiMärpairouill« auf zwei Donauschleppern aus Bayern kommende Munition, sowie Maschinengewehre beschlagnahmte, die unter falscher Deklaration verladen waren. Bicher ist nicht festgestellt gewesen, ob es sich um Waffen und Munition bayrischer Herkunft handelt, oder ob die Munition von Frankreich nach Bayern ge­bracht wurde, um von dort auf dem Donauweg nach Rumänien rind von dort weiter nach Südrußland zu General Wrangel gefchasft zu wecken.

wb. Moskau, 16. Bug. (Funkspruch.) Der Wassenstirlstanb mit Finnland ist auf 31 Tage ab­geschlossen worden. Er ist heute in Kraft getreten und läuft, falls er nicht von einer Regierung nut zehntägiger Frist gekündigt wird, weiter fort Die Demarkationslinie, welche jetzt die Sowjetkraft« von bei-en Finnlands trennt, wird nicht als die künftige Grenze zwischen den beiden Reichen be­trachtet. .

wb. Va gdad, 15. Aug. Die Lage am Euphrat zwischen Hillah und Bagdad hat sich nach einer Reutrr-Meldung gebessert. Die Engländer haben am 14. Muscyid und am 15- die Sperre von Hin- diyah wieder besetzt. Damit ist die militärische Lage in diesem Gebiet« wieder hergestellt. Aus Mosel find infolge der Unterbrechung der Tele- graphenlinien keine Nachrichten eingetroffen.

Kein Zusammentritt des außenpolitischen BuLschusscs.

V e r l i n, 16. Auz. Die von dem Vorsitzenden de: sozialdemokratischen Fraktion geforderte so­fortige Einberufung des Ausschusses für auswar- tigs Angelegenheiten wird, wie dasB. T." hört, in. dieser Woche voraussichtlich nicht mehr erfolgen, da man im Auswärtigen Amt die Lage nicht für derartig hält, daß ein solcher sofortiger Zusam­mentritt notwendig wäre.

Internationaler Nntikriegsansruf.

Amsterdam. 17. Aug. Die Leitung des internationalen Transportarbeiterbundes hat am 14. August einen Aufruf an die Transportarbeiter, Seeleute und Eisenbahner aller Länder gesandt, jede Beförderung von Heeresmaterial und Trux-

1$rifflc|ten der 64tiftf«ltewt,

Wohratal. In einem ganz unbcdeutkicken Bruch« :l unserer Aufllrae war durch Versehen an der Kartoffel«. sieferirngSZiffer eine Null zu viel. Es muß hechel, ' i 500 ftentner... ;

Verantwortlich für den pizfitilchen Teil: in Vertr. Dr«. C. Hitzeroth: für den örtlichen und provinzielle«j

Teil: Mlh. Wis, ner. 1-

lverden. Die Abgabe der Ware an Verbraucher zu bert angekündigten Pressen gegen Barzahlung darf nicht

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4. Haferbockmehl das Psund 5 ttt

5. Apfelfchnitten das Pfund 3,50 Jl

6. Erbsen das Pfund 2^0 M

7. Suppenwürfel das Sluck 1 X

8. Bohnenmehl bas Pfund 1,50 X

9. Malz«rtrakt die Dose 4,30 X

11 Haferflocken das Pfund 2 X 11. Ackerbohnen das Pfund 1,60 X.

an jedermann. Gefäße sind mltzubrlngrn. , Mittwoch, den 18. und Donnerstag, den 19. d. Mts^ vorm. 812 und nachm. 1%514 Uhr wecken an bttj nackstehenden Bezirke pro Kopf 10 Pfund Kartoffeltzj ausg«g«ben. Der Verkauf erfolgt tn der Turnhalle, Mittwoch, den 18. d. Mts. an die Bezirke 18; {

Donnerstag, den 11 d. Mts. an die Bezirke fr11 nnd 40.

Die Abfertigung eines Bezirkes nimmt eine StundH ht Ariivruch. Hiernach ist di« Reihenfolge genau et» zuhalten. - '

Marburg, den 17. August 1920. 8^9

Städtssch« WirtfchsftsM^ !

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Vft'Ho Deutsche Echitzanw. .

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