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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

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Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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DieOberhessische Zeitung« erscheint sechsmal wöchentlich. - Bezugspreis monatlich 4 Mk durch die Poft 4.20 Mk. Für ausratlenbe Nummern infolge Streiks oder elementarer Lreigntsie kein Ersatz. - Verlag von Dr L.0ttzerottz. -Druck der Unio.-Buchdruckerei von J-h. «uz. Koch, Markt 21/23. - Fernsprecher 55.

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Montag, 9. August

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Sei Auskunft durch die Seschästsftelle und Sermittlung der «naedete 25 Pf,. So». ....

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Die Lage bleibt ernst

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Deutschland bietet:.

.Wir entnehmen dem Bericht folgende Einzel-

Ein polnisches Dementi.

Warschau, 9. Äug. Halbamtlich wird ge­

rn, und vcrdcn. lessen.

heilen:

Die Lage Polens entwickelte sich zu litärischell Katastrophe und ligcn innerpolitischen Zusammenbruch, militärischen Ratgeber Polens, die

Warschau" unterzeichnet, fordert das Proletariat auf, den russischen Brüdern im gemeinsamen Kampf gegen die Bürger die Hand zu reichen.

Die ungeheure Gefahr, die in dem Gift der bol­schewistischen Wühlarbeit iegt, lehrt der Um­schwung in der Stimmung eines großen Teils der Bauernschaft Kongrcßpolens. Das Urteil von Sachkennern lautet dahin, daß die verschärfte Preispolitik der letzten Wochen in Verbindung mit dieser Wühlarbeit den Patriotismus der Dauern - o stark nbgekühlt habe, daß man auf sie als einen Schutzwall gegen den Bolschewismus nicht mehr rechnen könne. Es sei ihnen klargemacht worden, daß die Gutsherren den Krieg entfesselt und die Bolschewisten zum Einmarsch in das Land gereizt hätten, gleichzeitig die Feinde der Vaueinfchaft eien, denn- nur sie enthielten den Bauern das Land vor, von dem sie ganze Provinzen besaß:». Sollte es in Warschau zur Ausrufung der Räte­republik kommen, so ist diese bürgerliche Regierung nur noch zu einem Schattendasein verurteilt.

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wb. Z ü r i ch , 8. Aug. Havas: Ein Furkspruch aus Moskau meldet über die militärischen Opera­tionen: Im Weste» vom Lomza haben wir My- schinez eingenommen. In der Richtung auf Siedlez fanden heftig- Kämpfe statt. Bei Vrest-Litowsk wurde Terespol besetzt. Nordöstlich von Broby schlug unsere Kavallerie den Feind. Wir rücken gegen Lucknow vor. Unsere Truppen überschritten die Strypa und besetzten mehrere Ortschaften west­lich dieses Flusses.

wb. London, 8. Aug. Moskau verbreitet radiotelegraphisch folgenden Bericht über die Lage: Bei der Station Sajadowo bei Ostrolomka sanden Kämpfe statt, wobei wir viel Kriegsmaterial, zahlreiche Lokomotiven mit Eisenbahnwagen und zwei Tanks erbeuteten. Nördlich von Brody hat unsere Kavallerie den Feind geschlagen. Auf der Prim haben wir die Offensive ergriffe» und Alexandrowsk genommen.

kg. Genf, 9. Aug. DieTimes" meldet: Die Rusien haben den Uebergang Uber dr» Rarem er­zwungen.

kg. Gens, 9. Aug. DerMatin" meldet aus Warschau: Die Polen haben am Sonntag Svlol- nois an die Rusien verloren. Der Brückenkopf von Wrrdawa ist nach hartem Kamps von de» Polen geräumt worden.

Warschau, 9. Aug. Tie in dec auswärtige» Presse stehenden Nachrichten über eine unmittelbare Bedrohung Warschaus werden. durch die Tatsache» in keiner Weise begründet. Eine Beschießung der A u ß c n f o r t s von Warschau hat bis jetzt ebenso wenig stattgesunden, sowie von einer Einnahme von Jwaugrod und der Zurücknahme der Truppen von Radomsk die Rede sein kail». Das lehrt schon ein Bück auf die Karte au Hand des letzten Heeres­berichtes. Ebensowenig ist ein Rückzug der polnischen Truppen im Abschnitt von. Rody eingeleiiet worden.

Warschau, 9. Aug. Tie Befestigungsarbeiten für die Stadt sind gestern beendet worden. Die Außenforts wurden zur Bertcidigung der Stadt in Stand gesetzt.

Die Munition der Sowjettruppen.

Haag, e. Aug. Die Washingtoner Militär­behörde glaubt nach einer Mitteilung derTägl. Rundschau", daß die Sowjettruppckn über genügend Munition verfügen, um den Krieg auf der gegen­wärtigen Grundlage in Polen fünf Tage fortsetzen zu könne». Alle Munition, über die sie verfügen, stammt von der Entente und ist von dieser wäh­rend des Krieges an die verschiedenen gegenrevo­lutionäre» Regierungen geliefert worben und später in die Hände der Sowjettruppen gefallen.

Köln. Ztg." veröffentlicht einen inier- Bericht über die inneren Verhältnisse der im übrigen manche Vergleiche gegen«

meldet: Die Meldung des Baseler polnische» Presse­büros über das Eintreffen der polnische» Regierung in Krakau ist, was die Tatsache selbst anbetrifft, als auch in den Einzelheiten vollkommen erfunden. Die polnische Regierung befindet sich nach wie vk? Warschau und hatte auch keine Veranlassung, einzelne Dienststellen, Archive und sonstige Abteilung?» aus Warschau zu entfernen.

Warschau, 9. Aug. Das polnische Amtsblatt ver- öfsentlicht eine Liste über die dem Einfuhrverbot unter­liegenden Waren, wie Seife, Samt, Juwelen .Silber, Gold usw.

Die Botschafter reifen nicht ab.

wb. Paris, 8. Aug. Rach einer Meldung aus Warschau, dis die Abrndpreffe wiedergibt, reife»

gaben am Donnerstag mittag ihren

preis und bestellten bei dem deutschen General­konsulat für sämtliche Missionsmitgieder schleunigst

' keruug eine Panikstimmung. Die Banken wurden um 1 Uhr mittags geschloffen, die Börse um 111/» Uhr vorzeitig abgebrochen. Die Lebensmittel- chefchüste wurde» gestürmt, die jüdischen Läden im Chottovicrtel wegen der Progromstimmung mit Eisenftangen und Rolläden verschanzt. Die Regie­rung begann die Stadt zu verlaßen, zuerst das Finanzministerium. Als Fluchtort galt Czen- stochau, möglicherweise Krakau oder Kalisch, keinesfalls Posen. Von einer einheitlichen pol- ,Nischen Regierung kann somit »icht mehr die Rede fein. Ministerpräsident Witos befindet sich mit feinem Stabe höherer Beamter in Lemberg, die iiübrige» Minister vermutlich i» Czenftochau. Der ^Stabschef, der gleichzeitig als Oberkommandieren- ;ber gilt, und die militärische» Zentrabehörden beU iben in Warschau. Pilsudski sagt man in Offiziers- sikreisen nach, er wolle lieber de» Tod auf 'dem ^Cchlachtselde suchen, als Polens Elend überleben. Noch zerbrochener ist die innerpolitischs Lage. Man rechnete in den letzten Tagen mehr und mehr mit der Wahrscheinlichkeit, daß die Räterepublik in Warschau ausgerufen würde. Die bolsche­wistische Propaganda hat sich seit Wochen in den Vorstädten Warschaus eingenistet, ohne daß man ihrer habhaft werden konnte. Zu einer fortschrei­tend wachsenden Gefahr wurden die bewaffnete» ! Deserteure als Kern der militärischen Demorali­sation. Alle Züge waren bis auf die Dächer mit bewaffneten Fahnenflüchtigen angefüllt. Auch von. desertierten Offizieren wimmelt es in Warschau.

Polens, _

über den Verhältnissen im November 1918 für

Pässe zur Abreise. Wegen Perfonenmangels bei den deutschen Behörden übernahmen drei franzö- fische Majore die Schreibarbeit im deutsche» Ge- k ucralkonsulak. Die einzige'militärische Hoffnung f Polens, die von General Haller aufgestellte Frei­willigenarmee, leistete in de» ersten schwere» , Kämpfen, die sie Anfang dieser Woche mit dem

Feind an der Rorofront halte, zwar teilweise \unter ungeheure» Verlustes Heldenmütiges, ver­sagte teilweise aber auch vollkommen. Zersetzend wirkte besonders die eigenartige Stellung der französischen Generalstabsoffiziere, des Generals Wevgand, die als Berater de» höheren Stäben beigegeben waren. Das militärische Ehrgefühl' der Pole» sträubt sich dagegen, sich von den Franzosen i bevormunden zu lassen. Häufig wurden von de» polnischen Führern des einen Abschnitts Befehle <>u-geführt, im Nachbarabschnitt aber außer Acht gelassen, so daß das" Endergebnis dieser sogen, französischen Hilfe eine heillose Verwirrung der Kommandoverhältnisse an der Front war. Am 'Dienstag und Mittwoch wurde das letzte Hinder­nis für den Vormarsch gegen Warschau, der,Fluß- : lauf des Bug, in 40 Kilometer breiter Front zwi- scheu Ionow und Drohytschin überschritten. Hier­bei wurde eine Brigade der Freiwilligenarmee derart auseinandergetrieben, daß die Trümmer in aufgelöste» Trupps bis Warschau zurückfluteten und abgerissen, ermattet, verwundet oder gesund, Mir oder ohne Waffen, in Rudeln von 20 lis 40 Manii die Straßen durchzogen. Die unmittelbare Bedrohung der Hauptstadt durch den Feind wurde Mrrch die Bildung einer Bürgerixehr und die Ein- "ifeijimg eines MilitürgouverrMrs mit außer- ^ordcntlichen Vollmachten zur aHzemeinen Kennt- fitis gebracht. 'Die beiden noch intakten Weichsel- ibriidc» wurden zur Sprengung vorbereitet. Aller 'Schiffsverkehr auf der Weichsel wurde bei Todes- Ztrase verboten. Nach dem Urteil polnischer Mi- kliiärs galt Warschau schon seit Donnerstag schwer 'igesährdek, doch galt es als Ehrensache, er bis zum -letzte» Blutstropfen zu verteidige». Infolge dec ptiibi» Lage an der Front bemächtigte ^fich im Laufe des Donnerstags der Warschauer Bevöl-

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Am Mittwoch wurde gegen 300 fahnenflüchtige Offiziere ei» K - i eg sgeri ch t s t-e r fahr en eingeleitet. Am gleiche» Tage wurden 25 Mann wegen R Fahnenflucht in der Zitadelle erschossen. Ein

die Botschafter Iusserand und Lord d'Abernon nicht ab, sondern bleiben vorläufig in Warschau.

wb. Berlin, 7. Aug. Aus Warschau wird gemeldet, daß ein großer Teil der deutschen Ko­lonie die Stadt verlaßen hat. Der deutsche Ge­sandte Graf Oberndorfs verblieb auf feinem Posten. iB...

Der Papst für die Rettung Polens.

wb. Rom, 8. Aug. Der Papst förderte in einem Schreiben den Kardinalvikar von Rom auf, alle Gläubigen für die Rettung Polens beten zu lasse».

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wb. Paris, 8. Aug. Rach einer Havas-Mel- dung aus Erzerum haben die Truppen Mustafa Kemal Paschas Erzerum geräumt. _

sie LethaOlmW Holens Mit MM.

wb. Berlin, 8. Aug. Wie dieDeutsche Allg. Ztg." aus Warschau erfährt, hat der polnische Mi­nister des Aeußern denr Generalsekretär des Völ­kerbundes nm G. August nach San Sebastian mit- geteilt, daß trotz der Bemühungen Polens, einen Waffenstillstand und einen gerechten, dauernden Frieden mit Sowjet-Rußland zu erhalte», das Verhalten der Sowjet-Regierung es Pole» unmög­lich mache, die kriegerischen Handlungen einzu­stellen. Seine Regierung werde aber nicht auf­hören, alle mögliche» Anstrengungen zu tun, um zürn Abschluß eines Friedens zu kommen. Die Ver­antwortung für die weitere Dauer des Krieges falle vollständig auf die Sowjet-Regierung.

wb. Paris, 8. Aug. Havas meldet aus War­schau: Die polnische Antwort auf die russische Note konnte am G. August nicht übermittelt werden, da die Moskauer Funkenstation deren Annahme ver­weigerte und andere Stunden als gewöhnlich fest­setzte. Das Gleiche war am Samstag der Fall, wo Mosman wiederum die Entgegennahme des Funf- fpruchs verweigerte.

Kopenba.gen, 9.Aug. Wie ein Telegramm aus Moskau meldet, will die Sowjet-Regierung keine Waf- stnstillftauds-, sonder» gleich Friede usverhand- lange» mit Polen führen, weil sie Nachricht erhalten hat, daß augenblicklich Polen durch einen Waffenstill­stand nur Zeit für eine Neuorganisation g e tu i n u e n I» o ((e. Diese Aeuhernng brauchte der pol­nische Außenminister dem französischen Sozialisten Lafant gegenüber, welcher sich zur Zeit in Warschau befindet.

Eine neue Aufforderung an Warschau.

Warschau, 8. Aug. Die Sowjetregierung hat nach derFranks. Ztg." am Samstag abend

wb. Paris, 9. Aug. Nach einer HavaSmeldunß aus Hythe dauerten die Beratungen am Sonntag bi* abends 7 Uhr 30 Minuten an. Man glaubt, daß, die Sowjets sich weigern, die angebotene Waffenruhe anzunehmen, weil sie Zeit gewinnen wollen, um War­schau einzunehmen. Tie militärischen Sachverständige» werden den Auftrag erhalten, bis Montag vormittag einen Bericht über die zu ergreifenden Maßnahme» anszuarbeiten. Es scheint eine Verschärfung der Blockade gegen Rußland in Aussicht genommen zu fein. Lloyd George habe sich davon überzeugt, daß die Erhaltung Polens für die Sicherheit Europas notwendig fei.

wb. Paris, 9. Aug. Nach einer Havasdrpefche aus Hythe hat die Sowjetregierung von Moskau die englischen Vorschläge endgültig angenommen. Man berichtet, daß dix. polnischen und die bolschewistische» Delegierten sich kommenden Mittwoch in Minsk treffen werden, denn eS sei vorauszusehen, daß die Bolschr-: reifte» und die Polen sich unter sich allein verständigen,'

Noch keine Lntfcheidung in Hythe.

kg. Eens, S. Aug. Nach einer Havas-Mel» dnnq hat die Sonntags-Konferenz der verbündeten Staatsmänner i» Hythe eine Uebereinstimmung über die gegen Rußland einzuschlagende Haltung gebracht. Ein Beschluß über Aktionsmaßnahme» gegen Rußand wnrde bis zum Eintresfe» der ruf- - fischen Antwort ausgesetzt.

wb. L o n d o n, 9. Aug. Reuter melltet auS Hythe, daß die französischen Delegierten morgen nachmittags »ach Frankreich zurttckkehren werden. a

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wb. London, 8. Aug. Reuter: Zwischen ' Washington, London und Paris findet fortgesetzt ein reger Meinungsaustausch über die polnische Frage statt. Es ist bekannt, daß die Verbündeten versuchsweise bett Plan für eine von Amerika ttn. _ Polen zu gewährende Hilfe in Vorschlag brachten;: die Einzelheiten werden indessen sorgfältig gr- heimgehalten.

wb. London, 8. Aug.Daily Herald", der infolge der ernsten Lage auch heute, Sonntag, er» schien, schreibt, wenn die Verbündeten sich heut« für den Krieg erklären würden, statt einen ehren» haften Frieden mit einer sozialistischen Republik zu schließen, müßte die Arbeit morgen im ganzen Lande ruhen. Man müsse den Krieg durch den Streik verhindern.

Turin, 8. Aug. Die51 a m p a erfährt, daß sich Eiolitti und Millerand im Laufe dieses Monats kt « Aix-les-Bains treffen werden, orher werde eine Br- gegsnug Eiolittis mit Lloyd George in Luzern statt» finden. !

von Moskau eine» von Tschitscherin unterzeich­nete» Funkspruch a» die polnische Regierung ge- saudt, in dem sie diese auffordert, am 8. August abenbs 8 Uhr auf der Chaussee^Miedzyrzecz

wb Paris, 7. Aug. Havas zufolge sind Millerand und Fach heute an Bord eines Torpedobootes nach Folkestone zur Zusammenkunft mit Llody George abgereist. Die Rückkehr nach Frankreich wird am Montag ecfolacn.

gesetzt werden sollen.

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Brest Litowsk Delegierte zu entsenden. Die rus­sische Regierung erklärt sich in dem Funkspruch bereit, auf der Basis der vollständigen Unabhän­gigkeit Polens in Verhandlungen einzutreten, in tenen gleichzeitig die Friedensbebiugungen fest-

Rußland und die Entente.

Die Konferenz in Hythe

hat stattgeftmden. lieber ihren Verlauf werden fol­gende z. T. widersprechende Nachrichten ausgegeben, die wir nachstehend verzeichnen:

wb. L o n d o n, 8. Aug. Nach einer Reutermeldiing wird keine Auskunft über die heute nachmittag in Hythe abgehaltene Beratungen grgbccn. Es sei wahr­scheinlich, daß die Beratungen der Konferenz noch morgen den ganzen Tag in Anspruch nehmen werden.

wb. Paris, 8. Aug. Tie Ltonserenz zwischen Mil­lerand und Llohd George begann in Hythe heute vor­mittag 10 Uhr 15 Miu. und dauerte bis 1 Uhr 30 Min. mittags. Um 2 Uhr 30 Min. wurde folgendes Coniinuni- gAÜ aus englischer Quelle veröffentlicht: Tie englische Re­gierung hat von den Sowjets eine endgültige Antwort auf die Note, die ihnen am Freitag überreicht wurde, nicht erhalten. Indessen erhielt sie Andeutungen über die Ab­sichten der Bolschewisten und sie lasse» vorauSsetzen, daß diese sich weigern, der vorgeschlagenen Einigung zuzu- stimmen. Man weiß, daß nach der Konferenz, die Lloyd George, Bonar Lato uub Lord Curzon am Freitag mit de» Hauptdelegierteu der Sowietregierung in London hatten, ein Memorandum nach Moskau geschickt wurde, um den Abschluß einer Waffenruhe für die Zeit von zehn Tagen an der russisch-polnischen Front zu erlangen, unter der Bedingung, daß man beiderseits in ben Stel­lungen verbleibe, ohne sie während dieser Zeit zu ver­bessern. Da sich dir Sowjets weigern, die Operationen zu

wb. London, 7. Aug. Reuter: Ein von acht Mit­gliedern der Arbeiterpartei des Unterhauses und hervor-, ragenden Gewerkschaftsführern unterzeichnetes Manifest warnt das englische Publikum vor der Möglichkeit, daß üas Land in einen neuen Krieg hineiugcführt werde. Polen wird beschuldigt, daß eS sich von Ländergier habe leiten lassen. Das Manifest erklärt feierlich, der englische Arbeiter lehne es ab, bei einem Krieg Polen als Bundes­genosse zu helfen.'

Graf Stvrza über die italienischen Beziehungen

zu Rußland.

wb. Rom, 7. Aug. Anläßlich der Beratung über den Frieden von St. Germain in der italienischen Kammer führte Graf Sforza ans: Bon den beiden Möglichkeiten einer Politik gegen RiMand hat diejenige einer Stachel­drahtabsperrung überaltLöcher bekommen. Die Vlockade- politik aber brachte Rußiaitd mehr moralischen Vorteil als greifbaren Schade». Diese Politik ist nicht '.mch dem Sinne des italienischen Volkes, das gern mit den Regie­rungen und Völkern kühlt, denen »ach seiner Meinung Gewalt geschieht. Das kommunistische Experi­ment muß sich in Rußland bis zu Ende> ungestört entwickeln und der Volschewis- mus soll aus eigner Kraft fortbestehen oder u»tergebe»:erdarsabernichtrumMär1y- rergemachtreerden. Je ungehinderter der Berk.hr mit Rußland ist, umso fester wird unsere gesunde und klare lateinische Denkart an der sicheren und schnellen Ent­wicklung unserer Jahrhunderte alten Ueberlieferung ftst- balten. Deswegen haben wir mit der Regierung in Moskau ein Abkomme» getrosten, das die Zulassung eines riifj'ischen Agenten in Italien und eines italienischen Agen­ten in Moskau betresst. Diese Agenten sollen an der Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen de» beiden Ländern arbeiten. Der russische Agent wird erwartet und wir werden seine Reise erleichtern und et wird in Italien das freieste Gastrecht genießen. Natür­lich versteht eS sich ganz von selbst, daß dieser rufiische

unterbrechen, fand den ganzen Vormittag ein reger Mei­nungsaustausch über die zu treffenden Maßnahmen statt, der um Uhr nachmittags wieder ausgenommen wer­den soll. Lord Riddell, der dieses Kommunique ben Journaliftru mitteilte, beendete seine Erklärungen mu de» ffiettnv, SW Sagt ist ernst,

Agent sich nicht in die inneren italienischen Angelegen­heiten einmischen dars. Gleichgültig, ob die Russen sie wollen oder nur ertragen, fuhr Graf Sforza fort, die Regierung in Moskau besteht und wir können »icht wünschen, daß Europa die Einbildung, aU ob Bußlaich nicht ba sei, länger^fortsetze, :