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kn Gemeinden zu Gute kommen. Daneben gibt es torlmuenswürdige Menschen, di« überall sprechen Snnen. Dieser Plan mutz organifiert werden; Poli­tische Erziehung der Binnendeutschen durch Grenz- und tstislaiibdeutsche. Dazu brauchen wir den B.D.A. in seinem jetzigen Aufbau. Dazu brauchen wir di« An- Mnahmc weitester Kreise, den Bolksverein, der er Pin soll. Dazu brauchen wir weitgehendste Selbstän­digkeit der Ortsgruppen und Landesverbände und ge-

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^tz>üktenrn Studeitttnschafthcrbsigefghri. Alle irennen- |^n Schranken seien beseitigt und Lehrer und Studenten verbinde rin unlösliches Band. Die alten geschichtlichen Formen des studentischen Lebens müßten hochgehalten en. Trotzdem müsse man sich auch den anderen

rbältniisen unpassen. Jedem der arbeite, ob in der Gelehrtenstube, am Pflug oder ob er den Dammer ^oinae, müsse die gebührende Achtung entgegengebracht erden. Der Adel der Arbeit müsse voll und zur Geltung gelangen, dann würden wir aus diesen «xjten des Jammers und Elends uns wieder empor« 'Wringen Wenn es die Alten auch vielleicht nicht mehr iahten, der Jugend fei es Vorbehalten, dahin zu streben, Ajjj unserem deutschen Vaterlande auch einst wieder die Sonne des Glückes leuchten möge. 6t brachte am Ende tifltr hier dem Sinne nach im Auszug wiedergegebenen GiSführnngen ein Hoch auf unser deutsehes Vaterland und tag Deutsche Reich auS, woraus machtvoll der Gesang 1.0tDeutschland über alles" weithin in| Lahntal schallte. 'Ar Fackelträger zogen von da auS nach dem Marktplatz, gge die Fackeln unter dem Gesänge desGaudeamus (gjhtr" zusammengeworfrn wurden.

1 Uhr «in Arzt, öltet H«rr der BurschenschaftBle- gennia, der von Marburg weggeht, von seinen stu­dentischen Vereinsbrüdern vom Rathaus aus nach einem Umzug auf dem Marktplatz zum Bahnhof geleitet. Zwei Studenten, die am Schluss« gingen, trugen «In großes Bild von Marburg, das ihm als Andenken an die alt« Mnsenstadt gestiftet worden war. Mutz i denn li * Von der Eisenbahn. Beauftragt mit der Wahrnehmung der Geschäfte bc8 Vorstandes baß Eisen- ; bchn Betriebsamtes Frankenberg der beim hiesigen Eisen« haln Betriebsamt beschäftigte Eisenbahninspeftor, Jnge- Inkur Thicrsch ab 1.10.20.

i * Erfindung. Man schreibt uns: Es ist dem be- fatnten Ersinder Herrn L. Machts-Marburg gelun­gen, einen Notenblattwender zu konstruieren, der in seiner Ausführung einzig dastehen dürfte. (D. R. P.) Infolge eines kurzen Druckes mit der Fußspitze auf einen neben den Pedalen befindlichen Knopf wird das Vor- nnu Rückwärtswenden bewirkt. Der Wender wird von den Pedalen aus in Tätigkeit gesetzt und zwar «echtes Pedalvorwärts"- und linkes Pedalrückwärts" wen­den. In Spczialausfürung wird obiger Wender auch ir Violinspieler geliefert zum Aufsetzen aus. jeden Ro- Aenständer. Ich habe den Wender bei meinen häuslichen Quartetten sowie im Konzertsaal persönlich erprobt und färbe ihn ganz vorzüglich, da et die erforderlichen Be­wegungen in sehr exakter und vollständig einwandfreier Weise ausführt. 5>. Gies, Mnstkkehrer und Konzert- Pi in ist.

* B a u a rbeite ra us sta nd. In einer gestern «bcid obgehaltenen Versammlung des deutschen, christlichen , Lar arbeitet- und Zimmererverbandes wurde mit allen gegen 4 Stimmen beschlossen, wegen deS nicht erledigten is Tarifvertrags in den AuSstand $u treten. In einem li Schrubm an'"den Arbeitgeber-Verband für daS Bange« werbe heißt es u. a.: Die Mitglieder der drei Verbände sind fbet Ansicht, daß zunächst die tariflicheir StundenlShne ti eb 6.4.20 und ab 1.7.20 vom Arbeitgeberverband an- i erkannt werden müßten, besonders auch deshalb weil durch das Reichsarbeitsministerium sowie dem Demobilmach- nngskommissar zu Cassel die Allgemeine Verbindlichkeit «^gesprochen wurde. Rach Anerkennung der tariflichen Lestimlnung sind wir selbstverständlich zur Beratung über tat Abbau der Löhne bereit .die aber nicht örtlich, son- .tait sicherlich bezirklich, oder gleich zentral abgebaut werden durften. Die Versammlung war weiter der Ansicht, daß die Verhandlungen sofort aufgenommkn werden sollen, und zwar aemeinfam, Maurer- und Sim» eermdter mit den Vorständen der Arbeitnehmer-Orogani« stiionen. Bis zu dem Ergebnis der Verhandlungen er» Ären die Versammelten ,bic Arbeit solange ruhen zu ,lassen, unb bittet deshalb der Unterzeichnete, möglichst «sch Zeit iiub Lokal zu bestimmen, wo die Verhandlungen ßatisindeu solle» . Es liegt also bei den Herren Unter- «Innern, die. bestehenden Disferenzen möglichst rasch bei infesen. Der Unterzeichnete wird sofort bk beiden be» teiltric:: Organisationen benachrichtigen. In Erwartung, «ine genigte Rückantwort zn erhalten, zeichnet hochachtend Änui'cher Banarbeiterverband, Bezirksverein Marburg. ' * Festgenommen wurde gestern abend hier am Po bi! Hof ein Mädchen, das bei Gießen einen Diebstahl Megavgen haft«.

ij * Gewitter. Att der Fackelzug der Studenten Astern abend den Rotenberg verließ, hörte man schon tarne# Donnergrollen. Etwa eine halbe Stunde später mstuden sich mehrere Qfamttft, die wolkenbruchartige Menzüsse mit sich brachten. In Ockershausen, am Dam- prlsberg, Rotenberg und anderen Stellen haben die . ggäfferraaffen arge Spuren hinterlassen. An den Obsi- ; zjumen hat der Sturmwind ebenfalls wieder vielen Echa- i ftn angerichtet. Die zahlreichen Brandstellen in den Araßcn, die den Nacktsüßlern, die sich meist von einem pchlzug keine rechte Vorstellung machen konnten, gestern gjenb ost unangenehm geworden waren, brachte der ßegengn ßschnell zum Erlöschen.

1 » Muß i denn zum Etädtl« uau, Unter

Krantritt einer Musikkapelle wurde heute mittag um

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hr bi« tobe deshalb einen ganzen Mann an der Spitze des ftand- zesamtcn Baues. Dieser Ausgabe gegenüber tritt gegen-

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*ber nicht braucht der V. D. A. alle zu Äackern. Nie jedoch sollte er sich wieder auf den alten Schulverein

:»ärt die Arbeit im Ausland« an Bedeutung zurück. . _3nneic Sammlung ist für alle Betätigung nach außen Itscholl' die wichtigste Vorbedingung. Hier können nicht alle <rbei»tj Arbeitsgebiete ausgezählt werden. Ihre Zahl ist groß.

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lütter skürückichrauben lassen. Niemals sollt« feine Arbeit der

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V«r- dann einen i tritt [Ttinb: i gften, iw ort» einge- rressen iltung sie t mutz rnder- sland«: ch bet e Er» haben, leimat

^Stoßen Linien entbehren.

selbstverständlich kann es in Deutschland sinngemäß itei «inen unter dem Gesichtspunkt des Auskand- tartschtums arbeitenden Verein mit solch verzweigter : Organisation geben. Vereine für Sondergebiete haben daneben wohl Platz, müssen sich aber in diese Organi- feticn einordnen. Denn es kommt nur auf die Sache ®», die Volkssache ist, nicht auf Pöstchen und derglei- ichen. Andere mit dem Auslanddeutschtum zusammen- hänoende Aufgaben werden in anderer Form gepflegt derben können. Eine Konkurrenz, wie .sie bei der Dissenschaftlichen Seit« ja an sich ausgeschlossen ist, sollte Niemals aufkommen. Was aber verlangt werden muß, v vernünftige Arbeitsteilung und Arbeitsvereinigung, s^ie kann von unscrey» Eesamtvolke verlangt werden i$!b muß ohne Hilfe des Staates, nach dem wir doch *^)t mehr schreien sollten, im freien Spiel der Kräfte kfianbe gebracht werden. Hier einen Willen zu ent­wickeln und damit einen Schritt vorwärts zu tun, wird

Hauptaufgabe der gegenwärtigen L.D. A^Tagung

Mdr. -

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tüchtigkeit der Casseler.

Blockade gegen Räterußland?

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B.

Straßen unserer Stadt passieren.

kpmmend«E mit 5 Personen belebte* Automobil eine

Bojchrjnst hinabgestürzf," Läßt ,Massier Ws." V deckel

Kirchlich« Nachricht«*.

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7371, 7372, 7373. Hans«.

Fernruf 29, 136

1910

sich vor, die Stadt zu verlassen, weil bolschewistische

Tendenz: ruhig.

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4

Verantwortlich für den poittischen Test: Kurt vaink«f für den örtlichen und Provinz. Teil: Wild. Wißnerv

teil von

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Radsport. De, Sau » be»Bundes deutscher Radfahrer" veranstaltet am Sonntag, 8. August, ein Mannschaftsfahren über 100 Älnt auf bet Strecke Eie­ßenMarburgKirchhainMendorf und zurück. Start 7 Uhr früh in Gießen. Soweit bekannt, haben 6 Mann­schaften. darunter eine des »Marburger RadfahrevVer- eins" mit je B Fahrern ihre Teilnahme zugcsagt. Die geschlossen fahrenden Mannschaften werden aus der Hin­fahrt gegen 8 Uhr, aus der Rückfahrt gegen 10 Uhr die

. 3

der Frauen am Unioersitätsstudium ist seit vier aus fast elf Prozent gestiegen.

brücken, getötet worden. Außerdem wurde eine Dame schwer und die beiden anderen leichter verletzt.

der Besitzer des Automobils, ein Hert Stemcmtet und sein Wagenführer namens Sander, beide ans Saar-

ters- Und ? Zutzenbniannfchasten, T. Cp.8. 1860f 8 Alters- und 2 Jugendmannschaften, R. 6p. V. Germania und Turngemeinde-Marburg je 1 Alters- und 1 Jugend- mannschast, Athletik-Sportverein und 'Akadem. T.-V. j« eine Altersmannschaft. Da» vom Ausschuß gewählte Kampfgericht setzt sich aus folgenden Herren zu­sammen : Eaßmann-Tgmde., Peter-T. Sp. V. 1860, Lang- Athl. Sp. D., Schneider-V. f. B., Belz-R. Sp. V. Ger­mania, Heldmann-A. T. D. Anschließend an den Lauf findet im Hof des Gymnasiums die Siegerverkündigung und Ueberreichung des Wanderpreises durch ein Magi- fttatsmitglied-statt. Der Start der Jugendmannschaften erfolgt pünktlich um 11% am Fronhof, der der AUers- mannschasten um 11.45 am Hauptbahnhof.

Die Marb*rger Städtemannschaft fpiel^ km Eermaniatrikot (schwarz-weiß quergestreift) und mit weißer Hose. Die Casseler Elf erzielt« gegen Bürgel 4:3, gegen Germania-Frankfurt 3:4, gegen B. f. B.- Offenbach 4:1, gegen Gotha 01 8:3, diese gün­stigen Ergebnisse beweisen di« außerordentliche Spiel«

Smrrerr, Spiel und Sport.

Quer durch M a r b u r g". 9 Altersmannschaf­ten und 0 Jugendmannschaften find für den am Sonn­tag stattfindenben Stasfellauf gemeldet worben. Das

UnpoMsche Tagesnachrichten.

Gasexplosion. Solingen, 6. Aug. In Ohligs fand in einem Wohnhause eine Gasexplosion stakt, durch di« ein Hausbewohner sowie ein englischer Soldat ge­tötet sowie 5 andere Personen schwer verletzt wurden.

Ruhrepidemie. Mainz, 6. Aug. In Biebrich ist eine Nuwrepidemie ausgebrochen, bi« sich besonders in kanallosen Straßen bemerkbar macht. Die Schulferien wurden auf unbestimmte Zeit verlängert.

Krasttvagenunfakk. Mainz-b. Aug. Heute Nacht ist bei Marienborn kurz vor Mainz ein von SrarbKckeu

Efuhsuse», » Aus. ^vmrigemr flächt wurde hier bei dem KÄusmann Ruth rin Einbrnchs- diebßahl verübt.

:: Beltershausen, L. Aug. In seiner Scheune stürzte heute morgen der Zimmermann Schwick einige Dieter hock hinab in die Tenne, wo er bewußtlos liegen blieb. Glücklicherweise scheint er außer einer Prellung des Hüftknochens keine lebensgefährlichen Verletzungen davongetragen zu haben.

r. Kirchhain, 5. Aug. Durch den städtiichen Poli- zeiwachtmeister wurden an der Bahn die Eierkisten von hiesigen und auswättigen Händlern untersucht. Es sand sich in ihnen unter den Eiern verpackt Butter und Fleisch in erheblicher Menge. Letztere beiden Posten wurden beschlagnahmt. Daß der Geldverkehr in unserem Kreis ganz erheblich sein muß, beweist, daß sich außer der Marburger Bank, welche schon längere Jahre eine Filiale hier besitzt, jetzt auch noch der .Hessische Bankverein und die Mitteldeutsche Kreditbank Fiiialen hier-errichtet haben. In dem nahen Forst haus Hof-Netz wurden 2 Fern­gläser und ein Paar gute Schnürschuhe am hellen Tag durch Einsteigen durch ein Fenster im Erdgeschoß gestohlen.

Ziegenhain, 5.Ang. In einer vom Landrat einberuseuen Versammlung erklärten sich die Eisenhänd» ler und Fabrikanten bereit, bei dem Abbau der Preise in erheblichem Nmfange mitzmoirken und das bereits eingc- kauste Eiien und die landwirtschaftlichen Geräte mit einem Abschlag von 20 Prozent zu verkaufen und sich weiter­hin mit einem Handelszuschlag von 1015 Prozent zu begnügen. Sie erhoffen von diesem Vorgehen, daß die Landwirte die Erzeugerpreise senken, und daß es auf die Lohnforderungen der Arbeiter wirkt.

Selbst. evang.»luth. Gemeinde, Rikolaistr. 1/

Sonntag, 8. Aug., VrlO Uhr: Predigtgsttesdienst. n Adventisten »Gemeinde, Am Grün 26, Hintev^ haus. part. Gottesdienst Sonnabend Nach«. 2 Uhr: Sabbatschule und Predigt.

Kursbericht des Bankhauses Baruch Strauß. Marburg unk grertfntt, bett 9. August 192#.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Gießen, 4. Aug. Da besonder« tn letzter Zeit wiederholt der Erlaß eine« Verbots für Abbrnch von Ziegeleien gesordert wurde, verösseutlicht der hessische Staatskommissar fflr wirtschaftliche Demobilmachung er neut die Bekanntmachung über Baustossbetvirtschastung vom 14. April 1920. In dieser Bekanntmachung heißt eS u. a.: Ringofenziegeleien im Freistaat Hessen dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung nicht abgebrochen oder sonstwie durch Veräußerung unersetzlicher Zubehör» teile zur Betriebsausnahme außerstand gesetzt werden. Zu» wLerhandlungen können mit GesängniS bis zu einem Jahre oder Geldstrafe bis zu 100000 Mark bestraft werden. Außerdem kann bestimmt werden, daß die Ziegelei auf Kosten der Zuwiderhandelnden in den früheren Zu­stand wieder hergestellt wird.

T a s I e l, 3. Aug. Der Senatspräfident Geh. Justiz- rat Dr. Moderfohn aus Hamm ist zum Lanbgerichtsprä- fidenten in Cassel ernannt worden. Der Verbangstag des Katholischen Lehrerbundes Deutschlands, der vom 8.10. August hier tagen sollt«, ist auf den Herbst ver- schoben worden.

E s ch w e g e, 5. Aug. Ter letzte Verkauf des städti­schen ObsteS ergab die Summe von 15241 Mark. Ins­gesamt wurden in diesem Jahre für den Obstbehang ans den städtischen Grundstücken 77 423 Mark gelöst.

Metzenhausen, ö. Aug. Besprechungen über den allgemeinen Preisabbau fanden hier zwischen Vertre­tern der Landwirtschaft, des Handels, der Handwerker und der Verbraucher sowie der schon vorhandenen Preis- prüfungsstelle unter Vorsitz des Landrats statt. Allge­mein wurde die Notwendigkeit der Preisherabsetzung für die wichtigsten Lebensmittel anerkannt. Tie Ver­treter bei Landwirtschaft versprechen, bei den landwirt- schastlichen Organisationen dafür einzutreten, daß für Kartofjeln, Milch und Butter die gleichen Verbilligun­gen vorgenommen werden, die bereits in anderen Krei­sen beschlossen wurden. Es wurde eine Kreispreisprü- fungsfielle gebildet, diesick baldigst mit dem Preisabbau für ander« notwendige Verbrauchsgegeustände beschäfti­ge» soll.

M e l s u n ß e «, 5. Aug. Eine hier abgehaltene Versammlung von Vertretern der Landwirtschaft, der Verbraucher und des Handels beschloß, auch in unserm Kreise eine Senkung der wichtigsten Lebensmittelpreise «intreten zu lassen. Die Vertreter der Landwirtschaft zeigten volles Verständnis für die augenblickliche Lage. Auf zunächst 2 Monate wurden folgende Preise festge­setzt: Vollmilch das Liter 1,20, Landbntter ab Erzeuger 13 das Pfund, Molkvreibutter im Kleinhandel 17 ttt Landbntter 15,50 dH das Pfd. Für Eier wurde «in Richtpreis von 1 M festgesetzt. ; \ ;

wb. Paris, 6. Aug. Rach einer Havas-Mel. düng aus London behauptet .^Daily Expreß", datz Lloyd George Krassin und Kamenew mitgeteilt' habe, es feien Befehle zur Errichtung einer neue« Blockade an die britischen Seefheitftäftc ergangen« Rach demDaily Herchld" soll das Geschwader ick der Nordsee den Befehl erhalten haben, nach de« Baltischen Meer in See zu gehen. . ,

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Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Unter dieser -Rubrik veröffentlicht Mt vchristlritung. Stimmen au» dem Leserkreis. Für die hierin aulae»; sprochenen Ansichten nnb Tendenzen übernimmt die Schriftlettung (außer der preßzesetzlichen ) kein«' Verantwortung, diese bleibt vielmehr dem Ein» fender überlassen.

Zu der Mitteilung in Rr. 169 vom 23. JuliKrieger« vereine. Vaterland und Internationale", übernommen au»* derVersorgung", Beilage zur .Lrieger-Zeftung", daß I betReichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbkie» i denen und Kriegsteilnehmer" ans seiner Bundestagung,' zu Würzburg mit zehnfacher Mehrheit beschlossen habe, Verhandlungen zum Anschluß an die Internationale ei» zulciten, wird uns geschrieben:

Bor einiger Zeit ging durch die Presse eine Mitteilung, veranlaßt vom Kliishäuserbund, daß derReichsbund bet Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinter« bliebenen" auf seinem Bundestag zu Würzburg mit großer Mehrheit den Anschluß an dieInternationale" beschlossen habe. Diese Mitteilungen werden verschiedentlich dahin«, gehend kommentiert, daß der Reichsbuud der fitiegSbe*" schädigten nunmehr tatsächlich nicht mehr patteipolitisch neutral sei. Diese Mitteilung ist unwahr und irreführend.^ Der Beschluß des Bundestags lautet nicht aus einest Anschluß an die sozialistische Internationale, sondern auf die Beschickung des Jnterustisnaken Kriegsbeschädigtem- kougresses in Mailand im Lause dieses Jahres zum Zwecke eines eventl. Anschlusses an eine internationale Kriegs« beschädigtenorganislftion. Diese internationale Kttegsbe- schadigtenorganisation hat aber weder mit der sozialistische« Internationalen, noch sonst mit einer parteipolitischen internationalen Verbindung etwas zn tun. Sie erstrebt lediglich den parteipolitisch neutralen internationalen Zu» sammenschluß der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter» bliebenen zum Zlvecke der Nevision deS Versailler Friedens«, Vertrages, nm auch Deutschland die Möglichkeit zu geben,' sozial für seine Kriegsopfer sorgen zu können, also eint internationale Regelung der Versorgung aller Kriegsopfet zu erstreben. Tiefe Verbindung soll weiter der Berbreft tung des Gedankens der Völkerversöhnnug und des Frie» deus dienen. Wenn man brdentt, daß die Kttegsbe« schädigten am besten wissen, was Krieg heißt, ist eine solch« Fühlungnahme mit den unglücklichen Opfern des KnegeS aller Länder ohne weiteres verständlich. Es muß weiter in Betracht gezogen werden, daß in Schleswig-Holstein,1 Schlesien, Ostpreußen, Elsaß-Lot-ringen usw. noch Tau« sende von deutschen Kriegsbeschädigten und Kriegshinter­bliebenen vom Reiche abgetrennt werden und au3 der Ver­sorgung Deutschlands ausscheiden.- Diese LeidenSgesähr« kn gehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Es ist unsere selbstverständliche Pflicht, für diese durch einen inter­nationalen Zusammenschluß der Kriegsbeschädigten unb, Kriegshinterbliebenen ebenfalls weiterhin einzutrtteN. Mit, parteipolitischen Angelegenheiten hat das nicht daS Ge», riugste zu tun. Gerade der Bundestag zu Würzburg war ein einmütiges Bekenntnis zur weiterhin sttengsten Wah«! rung parteipolitischer und religiöser Neutralität, um den Opfern des Krieges durch Schaffung einer einigen und: mächtigen Organisation den ersordettichen Rückhalt zu i geben, den sie als die Schwächsten im schweren Kampfe ums Dasein benötigen. \ q

Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer unb'

Kriegrhinterbliebenen. Ortsgruppe Marburg a. L- -J __Z. U s _______________ '''S*

Hochschulnachttchten.

X Habilitation. Für das Fach bet Geologie tfnb Paläontologie habilitierte sich in Gießen Dr. Karl Hummel, Assistent am mineralogischen Institut, mit einer Probevorlesung über das ThemaDer Zeitbegriff in der Geologie".

X Die Zunahme der Studentinnen. Die Zahl der an den deutschen Universitäten eingeschriebenen Studen­tinnen bettägt zurzeit 8122 gegen 3914 vor fünf und etwa 2000 vor zehn Jahren. Der verhältnismäßige An-

Letzte Nachrichten. .

Der Ausstand im EaargeLiet.

wb. Saarbrücken, 8 Aug. Der Streik Saargebiet nimmt an Am sang zu. Die Eisen­bahner sind in den Ausstand getreten. Die Post­beamten und Etrahenbahner werden heule folgen. Es ist vorauszufchcn, daß der Streik noch bedeu­tend an Ausdehnung gewinnen wird und sich unter Umständen auf das ganze besetzte Deutschland aus­dehnen kann.

Der BolschewisM«» in Persien.

wb. Paris, 6. Aug. DieTimes" meldet aus Teheran: Die Europäer in Täbris bereiten

Berlin, 6. Aug. DemL -A." zukolge meldeten bti hessischen SiLte und Landgemeinden bei der Staats« resierung einen Steuerbedarf für 1920 von 140 Mijs Honen Mark an. Davon sind 40 Millionen ungedeckt.

wb. Kristiania, 6. Aug. DaS Norwegische Telo« graphenbüro crfiSri, daß die Meldung deutscher Blätter' über bolschavistische Unruhen in Norwegen auf frei« Erfindung beruht. Im ganzen Land« herrscht vollkomB; mene Ruh«und Ordnung. / ..< .

* Strafkammer. Eine Fran, dir tont Schöffen­gericht in Homberg wegen Falscheids zu 2 Monaten Ge- sängnis vLrurteilt worden war, erzielte heute Freisprech­ung. Sinei junge Leute hatten gemeinsam allerhand Diebstähle begangen. Der eine wurde zu 1 Jahr und der andere zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

* Schöffengericht. Gestern beschäftigte sich das Gericht ferner noch mit einer Anklage wegen Jagdver­gehens. Urteil: 250 Mark Geldstrafe. Eine Anklage wegn Unterschlagung endete mit Freisprechung. Ein hinget Mann cher an unerlaubter Stelle in der Lahn gebabet. hatte, wurde in eine Geldstrafe von 20 Mark genommen. Ein junger Mann, der in einer Miet- streitigkelt sich deS Hausfriedensbruches schuldig gemache hatte, wurde ,u 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Zum Schluß der Sitzung, die bis in die NachmitiagS- stunden dauerte, wurde ein GeschäftSgehilse, der seinen Arbeitgeber bestohlen hatte, zu 2 Wochen Gefängnis ver­urteilt.

* Berichtigung. In der Besprechung von FlachSmann" ist ttchttg zu lesen im Anfang: Wel­cher Schmiß lag in dem Schlußauftritt usw.

nnter, l«M«rte, verfammlnnzen usw.

Versammlung. Heute Freitag abend 8 Uhr findet im Ledererschen Saale eine gemeinsame Ver­sammlung be» Gewerbeverein» und de» Grund- und Hausbesitzer-Vereins statt. Dazu wird uns geschrieben; Die heutige Versammlung wird sich mit Fragen von all­gemeinem Interesse befassien. Besonder» die von dem Magistrat beschlossene Erhöhung der Realsteuern wird für die betroffenen Kreise eine drückende Last bedeuten, die von vielen auf die Dauer nicht getragen werden kann. Vielleicht läßt sich noch durch gerechte Verteilung der zu bringenden Opfer für die neue Beamtenbesoldung ein sozialer Ausgleich schaffen. Eine rege Aussprache über diese wichtigen Fragen wird im allgemeinen Inter­esse liegen.

* Das Stäbt. Sommertheater (Dir. Otto Henning) schreibt: Heute literarischer AbendSBopjeJ", Trauerspiel-Fragment (22 Bilder) von Georg Büchner. Ausnahmsweise Anfang 8 Uhr. Sonntag, 8. August, uachm. 4 Uhr auf der Waldbühne am Kaiser Wilhelm- TurmRenaissance", Lustspiel in 3 Akten von Schön- than u. Koppel-Ellfeld. Dieses poesievolle Werk ist als eine Perle des deutschen Lustspiels zu bezeichnen. Tie Hauptrollen spielen Marg. CabisiuS, Gerda Burkhardt, Emmy Reinhacht, Elsr. Kerbs-Sims, Else Rabe, Rud. Keibs, Rich. Hessing, C. R. Zwillinger. Spielleitung: Rich. Hessing . Montag, 9. August: Vorstellung zu ermäßigten PreisenMein Leopold" von Adolf L'Arronge, Musik von R. Bial. Mittwoch, 11. August:König Richard III." von Shakespeare, in der Uebrrsetzung von Schlegel. DenRichard III." spielt Dir. Hcmring, der diese Rolle bereits mit außergewöhnlichem Erfolg n. a. qm ehern. Hoftheater Dresden, Hoftheater Han­nover, am Deutschen Stadttheater Riga. Stadtthcater Nürnberg gespielt hat, und dein diese siiolle, wohl die bedeutendste Rolle für einen Charakterdarsteller, besonders gut liegt. Freitag. 13. August findet aus vielseitigen Wunsch wieder ein Operetten-Abend statt:Wenn dich die bösen Buben locken", satittsche Operettenposse von Sturm u. Bachwitz, Musik von Rudi Gsallcr.

* Die Lichtspiele, Bahnhofstraße, schreiben: Mit einer langersehnten und mit Spannung erwarteten Fort­setzung des Monumeutal-FilmesDie Spinnen, da§ Brilliantenschifst' wartet das Theater im neuen Programm ab Morgen auf. Ein glänzendes Filmwerk, das in seiner Größe und Vollendung unübertroffen in allen Städten Deutschlands einen ganz außergewöhnlich großen Skifall sand. Von den einzelnen Ausnahmen feien nur erwähnt der Wolkenkratzer aus Stahl, die Verfolgung durch die Takelage deS Sturmvogels mit dem Sprung Kay Hoog? ins Meer. Eine überaus fesselnde Handlung, deren Span­nungsstärke au5 demGoldenen See" wohlbekannt, er­wartet die zahlreichen Besucher.

* Da» Zentral-Theater bringt heute, wie rS mitteilt, »um letzten Mal das tiefergreifenbe Drama Schwarze Perlen" mit Eva May in der Hauptrolle. Ein Film, wie er inhaltlich noch selten gezeigt werden konnte. Außerdem läuft ein zweiter Hauptschlager mit Bruno Kastner in der HauptrolleDie Bodega von Los kuerros". Ein durchaus erstklassiges Programm, baffen Besu chbesonders zu empfehlen ist. Ab Samstag der r:il großer Spannung erwartete erste Großfilin der neuen Harry Hill-Serie. Außerdem wird einer der beliebten Konrad Dreher»FilmsLottos Vater" gezeigt werden.

Sie Kammerlichtspiel«, Kaffee Quentin, schreiben: Heute abend 8 Uhr zum ersten Male bet Cri» ginal-AmerikasilmSein Geständnis". Der Film ist mit Erlaubnis der zuständigen Behörde in Deutschland eingeführt. Dem Filmwerk ift sofort anzusehen, bah er im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten ausgenommen wurde, es verrät eine gewandte Regie in Verbindung mit den besten Schauspielern und kann sich mit seiner fabelhaften Ausstattung jedem, auch den erfolgreichsten deutschen Detektiv- und Kriminalfilmen an di« Seite stellen. Wir erhallen den Film vom ersten Theater in Eassel, wo er 8 Tage die größte Zugkraft ausiibte.

Mm ler Drentlis« gteei Solei

D» Heer wt8 Warschaus Fall. ' wb. Pari s, 6. Aust. Nach einer Havas-Mel« dnng ist die Antwort der Eowjet-Negierung «tot getroffen. Die Boschewistea erklären» im Auge», blick die Operationen gegen Polen nicht einstig len z« können. Wen« die Regiernng den Befehl auch gebe, werde das Heer nicht gc(ot$(<> Die bolschewistischen Soldaten wollen nicht e$e$ ruhen bis Warschau gefallen ist.

sind insgesamt 162 Läufer. Die Mannschaften verteilen i , , . ... . ... .....

sich auf die hiesigen Vereine wie folgt: B-f.B.: 3 Al-1 Banden in der Nähe der Stadt eingetrossen sind.

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