Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) OSerhessen
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Die Durchmarsch-und Durchfuhrfrage
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55. Still. 1921
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Marburg Dienstag, 27. Juli (»«teert.)
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BerhaftungDr. Dorieus
so habe er fein Verständnis für derartige 'ge»n,ächtige Handlungen einzelner Reichsstellen. * übrigen hier ein Verstoß gegen das
Eerrecht vor. Dr. Dorten sei bereits wieder auf *®* ^sge nach Wiesbaden. In der Polenfrage habe
kg. Basel, 27. Zu». Aus Straßburg wird gemeldet: Hier treffen ununterbrochen Militärtransporte aus dem inneren Lande ein. Straßburg ist mit Truppen aller Formationen überfüllt, die für die polnische Front bestimmt find.
Rotterdam, 26. Juli. Die „Times" meldet aus Köln: Hier trifft man Vorbereitungen für die Zusammenstellung britischer Hilsstruppen für Polen.
„Secolo" meldet aus Paris: Ter Beschluß des Obersten Kriegsrates, Truppen nach Polen auf kürzestem Wege zu transportieren, ist einstimmig gefaßt worden. . -
Der in Marburg angehaltene Zug.
wb. B e r l i n, 26. Juli. Es wird bestätigt, daß ein ausländischer, mit Kriegsmaterial beladener Zug aus Koblenz in Marburg angehalten worden ist. Es handelt sich offenbar r.m einen sogenannten Poloniazug, um einen der 155 Züge, die auf Grund des deutsch-polnischen Wirtschaftsabkommens vom 22; 10. 1919 zum Teil mit militärischen Gütern, zum Teil mit Gütern auch für die Zivilbevölkerung, durch Deutschland 'durchgeführt werden. Die Eisenbahndirektionrn hatten bereits vor dem Vorfall telegraphisch Anweisung erhalten, derartige Züge nicht mehr anzunehmen. Weitere Anweisungen ergehen, wenn über den Inhalt des Zuges und den Vorfall selbst amtliche Mitteilungen vorliegen.
Die Eisenbahner gegen die Transporte.
wb. Berlin, 26. Juli. Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter, die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und der Allgemeine Eisenbahnerverband richten folgenden Aufruf an alle deutschen Eisenbahnbeamten und Arbeiter:
Die Reichsregierung hat die Neutralität der Republik Deutschland in dem Kamps zwischen Sowjetrußland und Polen erklärt. • Diese Neutralitätserklärung legt Deutschland u. die Pflicht auf, zu verhindern, daß militärische Trans- porte für di« eine oder andere der kriegführenden
Bis inW WtiWinwM.
kg. Berlin, 27. Juli. Der deutsche Geschäftsträger in Paris hat Montag Mittag das deutsche Waffendurchfuhrverbot dem Obersten Rat unterbreitet. Nach einer Meldung von gestern Al end wurde der Oberste Kriegsrat von neuem für Montag Nacht einberufen. Seine Einberufung sicht im Zusammenhang mit dem deutschen Waffendurchfuhrverbot.
Die Ironie der Geschichte will es, daß die Westmächte heute ich derselben Lage gegenüber Deutschland sind wie 1914 Deutschland gegenüber Belgien. Man wird ja nun sehen, was es an innerem Wert mit der damaligen Begründung auf sich hatte, daß wegen der Verletzung der belgischen Neutralität der Weltkrieg eigentlich erst in Fluß kam. Schon die Tatsache, daß die Westmächte Truppen und Material durch Deutschland hindurch transportieren wollen, zeigt, wie es mit dem Vorwand der belgischen Neutralität 1914 bestellt war.
Die französischen Pläne.
Frankfurt a. M., 26. Juli. Der „Franks.
Ztg." wird unterm' 24. aus dem besetzten Gebiet geschrieben: Die Franzosen bereiten seit etwa 10 Tagen eine Expedition nach Polen durch Deutschland vor. Sie haben für die Beförderung zunächst folgenden Ausw'g gefunden:, Die Transporte werden zur Ablösung der in Oberschlesien stehenoei» Trupven in Marsch gesetzt. Um auch der eigenen Truppe das wirkliche Ziel zu verschleiern, werden die Besatzungstruppen verfchiestrpen.Formationen entnommen. Vor allem werden Artillerie und Sanitätspersonal geschickt. Ein Transport von 21 Waggons, der als Sanitätszug bezeichnet wurde, ist bereits abgegangen. Tie Waggons enthielten in Wirklichkeit Munition und Maschinengewehre. Ein zweiter ähnlicher Transport von 18 Waggons geht in den nächsten 48 Stunden ab. Die Begleitmannschaften bestehe» aus Unteroffizieren. Dies soll jedoch erst der Anfang sein. Ich höre, daß man die Aussendung wer größerer Transporte im Auge hat, und daß Frankreich beabsichtigt, ihren Durchmarsch, wenn die politische Lage es erlaubt, auf diplomatischem Weg durchzusetzen.
Pavteten durch Deutschland geleitet werden. Sollt« in dieser Hinsicht irgend ein Druck auf die deutsche Regierung ausgeübt werden, so erklären die Groß- organisationen der deutschen Eisenbahnbeamten und -Arbeiter, daß sie unter keinen Umständen eine Verletzung der Neutralitätspslichten zulasten und mit allen gewerkschaftlichen Mitteln derartig« Transporte v e r h i n d e r i»'werden. Jede dahingehende Aufforderung ist vom Eisenbahnperwnal zurückzuweisen. Jede Hilfeleistung ist Verrat am Vaterlande.
Deutschland Mitkämpfer gegen Rußland?
wb. Paris, 26. Juli. Der Berliner Korrespondent des „Petit Parisien" berichtet seinem Blatte, daß die Sowjetagenten, die die Absichte« Moskaus nicht verhehlten, Zeit gewinnen wollen, um in einigen Wochen die Operationen gegen Polen wieder aufzunehmen. Dem gleichen Blatte zufolge sollen britische Kreise in Berlin mit Luden dorff und Hindenburg über den Plan einer militärischen M'itw-irkung Deutschlands gegen die Bolschewisten verhandeln. Ein bereits ausgearbciteter deutscher Plan sieht die' Aufhebung ^des Friedensvertrages mäh- rend des _ Feldzuges, Wiederher st ellung der ehemaligen deutsch'«» Grenze im Oste», Autonomie Posens unter der Souveränität Deutschlands und Beteiligung Deutschlands an den mit Rußland erlangten Kompensa- Honen vor. Als militärische Garantien roiiuen die Verbündeten die Besetzung des linken Rhein- i-fers-LipfhebrN— -------------- ---------—
Bei der Bewertung dieser unwahrscheinlicl klingenden Meldung beachte man die Quelle, br vielleicht daran liegt, in Frankreich neues Mißtrauen gegen Deutschland zu erwecken.
Der deutsche Gesandte in Warschau über die Lage.
Berlin, 26. Juli. I» einer Unterredung mit einem Vertreter der „Boss. Ztg." erklärte der deutsche Gefaitdtc in Warschau, Graf Oberndorfs, u. a.: Nachdem ich die Nentralitälserklärung deS Deutschen Rieches der politischen Regierung offiziell überreicht hatte, ergab sich für mich die Notwendigkeit, in Berlin persönlich Rücksprache zu nehme». Ich glaubte, die Besprechung mit meiner vorgesetzten Behörde nicht länger hinausschichen zu fallen, da ja Jn den allernächsten Tagen eine Entscheidung zwischen Sow» jctrußland und Polen in irgendeiner Form herbeigeführt werden wird. Anläßlich der Ueberreichung der amtlichen Neulralitätserklärukig konnte ich feststellen, daß unsere Stellungnahme auf die amtlichen Kreise Polens in hohem Maße beruhigend gewirkt hat. Die polnische Regierung konnte sich über die Ehrlichkeit unserer Absichten kn keinem Augenblick irgendeinem Zweifel hingeben. . Aber in der polnischen Presse war wiederholt der Verdacht rege geworden, wir kännten mit den Sowjets irgendwelche Abmachungen zu Ungunüe» Polens getroffen habe», ging man doch sogar soweit, uns vorzuwerfen, wir hätten u»8 heimlich mit bett Sowjets dahin verständigt, uns über den Kopf Polenß hinweg die Hände zu reichen. Diesen Ausstreuungen gegenüber hat nun die deutsche Neutralitätserklärung eine klare Lage geschaffen. Graf Oberndorfs betonte^ daß von der Bevölkerung Warschaus weder er noch ein Mitglied unserer Gesandtschaft irgendwelche Unfreundlich erfahren hätten. Tie Stimmung in den Grenzbezirken ist, fuhr Oberudorff fort, aus naheliegenden Gründen auf beiden Seiten sehr gereizt. Tic Nervosität teilt sich häufig den amtlichen Organen mit und führt zu bedauerlichen Mißgriffen, die weder beschönigt noch geleugnet toerben dürfen. Es ist indes nicht zu übersehen, daß auch die polnische Regierung nicht immer, wie es wünschenswert wäre, die volle Herrschaft über die ausführenden Organe besitzt, sodaß sie nicht zu seder Zeit in der Zage ist, ihren Intensiv»«» ober Befehlen Geltung zu verschaffen.
Waffenstillstand und Friedens- Konferenz.
Rotterdam, 26. Juli. „Tally Mall" verbreitet folgenden Moskauer Funkspruch: Der Waffen» siillstand soll nach den Beschlüssen der Sowjets fü« %ie Dauer von zwei Wochen bewilligt werden. Truppentransporte der Verbündeten nach Polen dürfe» während dieser Fritz nicht vorgenommen werden.
Die Heeresberichte aus Warschau und Moskau bet richten noch von schweren Kämpfen am Njemen, Styl und Zbrucz, fötobni itz den den RätetruWez geräumk
N«kiMilligkeit abgegeben haben.
^ Minister des Aeußer» Dr. Simons verweist zur
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cgung Lohn : frei. 66195
Llsyd George zu unseren Gunsten ein gegriffen. Er habe dabei aber sicher nicht an unseren Barteil gedacht, aber ei habe einen offenen Blick, nnd et wolle ihm wünschen, da er jetzt erkrankt sein soll, daß er bald wiederhergestellt sein möge. Mit Italien werden sich unsere Beziehungen bald wieder einrenken, da wir viele gemeinsame Jirteressen haben. Mit Amerika befinden wir uns immernoch im Kriegs zu -' stand. Ein Ende sei vor März nächsten JahreS nicht abzusehen. Dafür haben drüben huiwnitäre Bestrebungen eingesetzt, für die wir herzlichst danken. Ter Minister bespttcht dann die äußeren Erlebnisse in Spaa und bedauert, daß so vielfach der
Haß der belgischen Bevölkerung zutage getreten sei. Er geht dann zu einer Schilderung des Verlaufes der Konferenz über und legt dar, wie allmählich anstelle des bloßen Diktates sich die Möglichkeit von Verhandlungen ergeben hätten, was namentlich bei der Abänderung der Stcherh-'ilspott-ei zutage getreten sei. Bei der Entwaffvungsfra - sei die Entente unbeugsam geblieben, trotz drohender Verwicklung im Osten. Wir wollen im russisch-polnischen Kriege ncut ral bleibkH, trotzdem uns der Vertrag von Versailles dies sehr erschwert. Man macht es uns zum Vorivurs, daß wir die Sowjetregierung anerkennen würde«. Wir Haden dies aber schon beim Fricdensschluß von Brcst-Litowsk getan. ' Er sehe aber auch nichts Schlimmes in der Sowjetregierung. Es werde dort eine rege Aufbauiätigkßit, getrieben, die uns vielfach als Muster dienen könne. (Beifall. Zuruf: Gelt, das habt ihr nicht erwartet?) Nun sagt man uns nach, daß !vir uns Rußland ganz in di-» Arme werfe» wollten, um den Versailler Verpflichtungen zu entgehen. Tics liegt uns gänzlich fern. Wenn Polen ein Scheidestein zwischen Deulschland und Rußland bilden wolle, so habe e£ eine dunkle lüöflk es aller eine Peilur vitven, ?•) sei dies sehr zu begrüßen. Deutschland habe nichts gegen Polen. Er kommt dann auf B e l a K y u n zu sprechen. Solange sich die Festgenommenen sich bei uns befinden, wird ihnen nichts geschehen. Stellt es s'.cb heraus, daß Bela Khan nur ein politischer Verbrecher ist, so wird er dorthin gebracht werden, wohin er zu gehen wünscht. Jin anderen Falle werden wir ihn aus liefern urüssen. Der Minister bespricht bann die Verhandlungen im Reichswirtschaftsrat. Er verliest öle dort eingebrachte Entschließung und appelliert an das-Haus die Forderungen zn unterstütze». Er schließt mit einem Ausblick auf die Konferenz in Genf, wo zwischen unserer Leistungsfähigkeit und den Besorgnissen Frankreichs die Mitte gezogen werden müfle. Er appelliert on sas Haus, der Regierung das gleiche Bertr«l«n zu schenken, wie auf der Konferenz in Span.
Die Besprechung wich, auf morgen vertagt. Eine Reihe kleinerer Auträg^Herden in allen 3 Lesungen akÄjt. Nächste Sitzung Dienstag Mittag 2 Uhr.
Die DverveMlcke Reituna“ erscheint sech»*«l wöchentlich. — Seingeptel« wenetlt* 4 Stt, bVrd) bie P°ft 4JO Mk. - 3« «u«f«Benbe «uwnettt infolge ^""« ab" elementarer Ereignisse kein Ersatz. - Berlaa von eJ®L[L«Äe«55( ”
Uni».-«uchbru«kerei »an 2»h. lug. Äe*. Markt St/». — ^rrni»re«,e< m.
ietoIl ßiiterstühung seiner Ausführungen aus die vom Aus- «iahlt igrtjgen Amt hetaitsgegebette Denkschrift, die nameut- tbens- - - - -.
Die Haltung der Deutschen Bolkspartei.
B e r l i n, 27. Juli. Sie Deutsche Volkspartei hielt gestern eine Fraktiansfitzung ab. Übmohl die Deutsche Balkspartei an bet Rede Simons' Verschiedenes bemängelt, glaubt sie trotzdem der Formel zustimmen zu könne«, die ein Vertrauensvotum ersetzen fall. Es ist aber anzuneh»en, daß die Balkspartei ihre« ganze« Einfluß geltend machen wirb, um eine Formel durchzusetzen, in der ihre» Bedenken Rechnung getragen wirb. Die Deutsche Volkspartei billigt die Stellnugnähme bet deutschen Delegation in Spaa unb will unter allen Umstäuben eine Krise vemeibe«.» Die Deutsch- nationale Volkspartei dürfte nach finge der Dinge eine ablehnende Haltung einnehmen, während die Mehrheitssozialisten der Formel zustimmen dürften.
Die Konferenz fn Genf.
wb. Paris, 28. Juli. Rach dem „Echo de Paris" ist es sehr unwahrscheinlich, daß die Konferenz von Genf vor Ende September zusammen- tr|tt.
Anfrage im Reichswirtschaftsrat wegen der Lebrns- mittelunruhe«.
wb. Berlin, 26. Juli. Auf Anregung der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels wurde im Reichswirtschaftsrat von Arbeitgebern und Angestellten nachstehende Anfrage an die Reichsregierung gerichtet: In vielen Orflen wurden durch Anwedung von Gewaltmitteln — teils durch offene Plünderungen, teils durch erzwungene Anordnungen der Behörden — Einzelhandelsgeschäfte genötigt, ihre Waren zu Verlustpreisen abzugeben. Was gedenkt die Rgirung zu tun, um diesen ungesetzlichen Eingriffen in das wirtschaftliche Leben des Handels schleunigst entgogenzutre- ten, und wie gedenkt die Regierung die durch Plünderung-» und Gewaltakte schwer geschädigten Einzelhandelsgeschäfte schadlos zu haltens
pflbe* wiedergewählt.
Mg. Schultz (Teutschtkatl.) bemerkt dazu, daß Partei ait ihren Bedenken gegen die Person des Mtzhängigen Vizepräsidenten noch immer fcsthaltc, fyt frine Konsequenzen mit Rücksicht auf die Gesamter daraus ziehe» wolle.
Ketchskonzler F e h r e n b a ch erstattet dann Bericht Lee Spaa unb dankt dem Minister des Aeußern Dr. jip-, 0 ii s für die geleistete Arbeit. Viel Neues lasse ch i'wer Spaa nicht sagen, zumal das Meiste schon »kch die Presse bekannt geworden sei. Die Vcrhand- ntgto hätten sich nicht zwischen gleichen Parteien kHsgen, sondern den Charakter eines
ultimatumartigenDiktats chkSgen. Zweimal standen wir vor der Frage des
W 5«r Entwasfnuiigsfragc und zur Kohlensrage gc- mue Üütetiageii gibt und auch die Stellungnahme der hchtzerstäudigen enthält, namentlich die Ausführungen he Herren H u e und Stinnes. Er dankt im taen des 5kabinetts allen Sachverständige« für ihre imgeöei'de Tätigkeit. Flic die Ergebnisse von'Spaa fc» kragen die Minister gemeinsam die Verantwortung tzrd harren des Urteils des Hauses. Daß unsere Geg- httben Friedensvertrag von Versailles außerordentlich wst nehmen, ist uns in Spaa klar- geworden. Da «ißk ec- nicht, iUimer von einem Schmachfrieden zu Ärr:, fsnda««- ö-ie Zähne zusammenbeißen und ihn brrchzusührr» versuch en. Der Friede entspricht weder er: Wasümstillslaitd noch dem Völkerrecht. Wir müs-
nng geben, genau so, wie wir in vielen Fällen str. uns verlangt haben. Gegen die französische ft in München habe er bereits protestiert, . r D»»d habe den bayerischen Ministerpräsidenten Kothen aus dem Busch überrumpelt. Bayern ' natürlich keinen Gesandten nach Paris ent« Die Furcht der Bayerischen Regierung vor ttenen Mainlinic als Grenze sei absolut nnbe-
| i jtittnM md 6iniB5 im WM IL 10. Sitzung vom 88. Juli.
r Tribünen weisen eine reiche Fülle auf, desgl. a He Ministerbank stark besetzt.
t Präsident Lobe gedenkt des Abstimmungsergeb- »Les i« Ostpreußen. Ei» Stolz und Trost für unS! gk können jetzt der Abstimmung in Oberschlesien in hHr entgegenschen. Die Abstimmung erfüllt uns auch -g der Hoffnung, daß auch die anderen uns auf« Lasten des Versailler Friedensverlrags wiedei Lg* gemacht werden. Freilich nicht mit Gewalt, 5* jafetsn ans der Macht des Rechts. (Beifall.) >0 9er bisherige Präsident und der Vizepräsident
a Watten, bis fiilc h ö h e re M a cht die Gegner eines ®^ertu belehrt. Bis dahin aber wollen wir uns bep Bert rag zu entsprechen. Die Alliierten würden den Einmarsch ins Ruhrgebiet als einen ins Dunkle nur sehr ungern vorgenommen wt#, aber sic würden es trotzdem getan haben, n»ii Gras Sforza selbst sagte. Was bann bei hr «mfetzeudc» Sabotage geschehen wäre, läßt sich Vicht usdenken. Ich freue mich, jetzt in dem Bot- Nhc Laurent einen Mann nach Berlin bekommen k hoben, er die wirtschaftlichen Beziehungen zu ^rnheich wieder ausbauen will. Der Redner kommt •Kn ans die Flaggenangelegcnheit zu sprechen. Die vilzöfischc Botschaft habe das Auswärtige Amt von bevorstehenden Feier verständigt. Wir waren int
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oder gesucht Ernten dalt»- 60190
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nein» itbelt 50.
j; Lbrnchs der Verhandlungen. Wir haben uns schlich gefügt, aber sowohl bei der Entwafsnnngs- «ge wie bei der Kohlenfrage unseren Standpunkt gc- -ehrt. Unser lliechtsstaud datiert aus dem Völker- M. Deshalb müssen wir den Einmarsch der fremden 'ryppen ablehnci^. Gegen den Einmarsch gibt es n-r ein Mittel: die "'".z<>ganq«"«n Bei-aflichtunoen e frtigjältig wie möglich zu erfüllen. Fehrcnbilkh KriiL6or eiwaigen Putschen ober Unruhen, die jetzt KmSt-eut Verbrechen an der Nation seien. In Pen nächsten Tagen werde eine Gesetzesvorlage bett, bie Entwaffnung dem Hause zugehcu. Auch in der trfn'niftage find viele Sachverständige der Ansicht, ch die nns auferlegtcn Lasten unmöglich seien.
i 6er in der Gefahr greift mau zu dem letzten Mittel, Stoffe, fm> das größte Unglück für das Vaterland zu ver- i iRise«. Fehrenbach dankt den Bergarbeiter» für ihre ■ | b-teÄändifche Kundgebung, daß sie die Last aus sich pchmen: desgleichen auch den Transportarbeitern, die hw Reichswirtschaflsrat eine ähnliche Erllänmg der
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