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Amtliches Verkmrdigungsblatt des Kreises Matburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

beiden Kreise entscheiden soll, dies Ergebnis nicht

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als den Ausdruck des wahren Volkswillens wird 'ehen können.

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WtSSlüW« der MeWWkdemg? Ssgland und Italien gegen die französischen Absichten.

für btt 8geiv. Zeile 75 Tft- *wb 10% ÄufWeg, »mtlich« l

Rektame,eile 3.00 Mk. Jever Meiett ,tlt al, »«nebelt. I 55 Allfi eschäftrstell« uwb BermUtlung bet »»Gebote 25 Pf«. 6ew»| . '*

1921

Rückzug der Rätetruppen.

wb. London, 25. Juli. Das von Moskau am 23. Juli von der Sowjetregierung an die polnische Regierung gerichtete Radiotelegramm lautet:

Sapieha, Minister des Neuster», Warschau: Russische Cowjetregierung befiehlt Oberkommando Roten Armee, sofort mit polnischem Oberkommando Besprechrngen zum Abschluß Waffenstillstandes und Vorbereitung zukünftigen Friedens zwischen beiden Länder» zu beginnen. Russische Oberkommando wird mit polnischem Oberkommando über Ort und Zeit d?s Beginns Besprechungen zwischen Militär- befehlshabrr« beider Parteien verständigen.

Gez. Tschitscherin, Kommisiar für auswärtige Angelegenheiten.

wb. P a r i s, 24. Juli. (Reuter.) Nach einem Funkspruch aus Moskau zieht sich dir Rote Armee auf Befehl des bolschewistischen Oberkommandos zurück.

kg. Genf, 26. Juli. Wie aus Warschau ge­meldet wird, sind Suwalki und Augustows am Sonnabend von polnischer Kavallerie besetzt wor­den. *

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Entwaffnung der Zivilbevölkerung wird ein Reichs- Kommissariat für Entwaffnung gebildet. Damit wird die ganze Entwaffnnngsfrage zu einer Reichsaugelege n-- hrit gemacht- An die Zivilbevölkerung wird eine Auf­forderung zur freiwilligen Abgabe der Waffen inner­halb einer gewissen Frist ergehen. Es werden be­stimmte Prämien, die je nach Wafsenart gestaffelt sind, gewährt. Rach Ablauf der Frist wird zum Zwang geschritten. Es werden außerordentlich hohe Strafen' für das Verbergen und Verschweigen von Waffen Platz greifen. Im allgemeinen wird durch die polizei­lichen Organe die Entwaffnungsakiion durchgeführt. Reichswehr wird nur dort hinzugezogen, wo die Ver­hältnisse es erfordern. -

Tas Neichskaoinett stimmte dem Gesetzentwurf über die Entwaffnung der Bevölkerung zu. Der Entwurf wird unverzüglich dem Reichsrat und dein Reichstag zugehen.

wb. Saarbrücken, 24. Juli. Das Amtsblatt der Regierung veröffentlicht eine Verordnung, wonach die Wahrung der Interessen der Saarbewohner im Auslände der f ra n z ö si sche n Regierung anvertraut wird.

Laut Verordnung, der Negierungskommission wird ein Saarlandjägerkorps eingerichtet, dessen Aufgabe es ist, für die Ruhe und Ordnung im Saar­gebiet zu sorgen und die Gerichts- und Polizeibehörden in der Handhabung der bestehenden Gesetze und Ver­ordnungen zu unterstützen. /

Das Ergebnis der Bergemaktigung.

wb. Amsterdam, 24. Juli. Aus Brüssel wird folgende Havas-Reuter-Meldung verbreitet: Bei der i» den Kreisen Eupen und Malmedy veranstalteten Volksabstimmung haben von 33 726 Stimmberechtigten bn' ganzen 270 gegen die Einverleibung in Belgien protestiert. ,

Marburg

Montag, 26. Juli lHeuert.)

Der Kampf der Iren.

wb. L o n d o n, 24. Juli, Nach Meldungen auS Belfast kam es gestern abend wieder zu großen Unruhen in einigen Stadtteilen. Di» Menge stürmte eine katholische Kirche, in der sich Militär brsand. Mehrere Salven wurden auf die Menge abgefenert, nachdem diese vergeblich anfgcsordert worden war, sich zu zer­streuen. Man sah zahlreiche Personen hinsinken. Es werden auch einige Fälle von Plünderungen gemeldet.

Nachmittags wurden drei erfolglose Versuche ge­macht, dir Telephonzentrale anzustecken. Eine große Anzahl amtlicher Schriftstücke sind beschädigt worden.

wb. Rotterdam, 25. Juli. Im englischen Un- terhause hat Sir Greenwood den Schicken, den die Sinnfeiner in den Jahren 1919 und 1920 tu ver­schiedenen Teilen Irlands angerichtet haben, wie folgt angegeben: Ulster 162 772 000 Pfund Stelling, Mun­ster 1 201139 Pfund, Connaught 191 669 Pfund, Lein- stcr 411079 und im Stadtbezirk Dublin 40 510 Pfund.

MWM AMsWtttMlW.

wb. Berlin, 24. Juli. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Deutschland hat seine N e u - tralität gegenüber Rußland und Polen erklär!. Maßgebend für das Verhalten der deutschen Re­gierung werden nur die allgemeinen Grundsätze des Völkerrechts sein. Da Deutschland und Ruß­land dem Völkerbund nicht angehören, kommt hinsichtlich der Durch- und Ausfuhr von Waffen und Munition für beide Teile das Haager Abkom­men von 1907 in Betracht, das diese zu Gunsten der beiden Teile gestattet, aber cs jedem Staate f r e i st e l l t, die Transporte auch zu un­tersagen. Der Fricdensvertrag von Versailles zwingt Deutschland nicht zur Aufgabe der Neu­tralität. Zwar hebt er den Friedensvertrag zwi-, scheu Rußland und Deutschland auf, stellt aber den Kriegszustand dadurch nicht wieder her. Die Aus­händigung der von Deutschland an Polen abzulir- fcrnden Waffen kann nicht verlangt werden, da die Waffen nach ausdrücklicher Bestimmung zer­stört werden sollen. (Artikel 169.) Truppentrans­porte der Verbündeten durch deutsches Gebiet sind nur zur Durchführung des Friedensvertrages vor­gesehen (Artikel 375), können also nicht zur Un­terstützung Polens im Kriege gegen einen am Frie­densvertrag unbeteiligten Staat vorgenommen werden.

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DieObtrtztsftsche 3eitv*s" ersch-int jech.mal wöck-ntlich. Bt;uq»pieis monatlich 4 ML, durch di« Poft 4.20 Mk. Für auisalltnbt Rummer-i inrolR« Streiks oder elementarer «reigni!se kein Ersatz. - Bertas von Dr. E. Hitzeroth. - Druck der tlniv.-Buchdruckerei von Jotz. »eg. «och, Merkt 21'23. Fernsprecher 56.

Die Ratevegierung zu Wafferr- stillstandsbesprechungen bereit

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Die Entwaffnung der Zivil- Bevölkerung.

vv Berlin, 24. Juli. Zur Durchführung

teia 11 i g u n g erblicken, die in Eupen und Malmedy tor sich gegangen ist. Wenn kaum ein Hundertstel der ^tintmen für Deutschland abgegeben worden ist, so ist dies Mißverhältnis so handgreiflich, daß kein Unbe- ^tcheuer daran vxrüocrgehen kann und daß auch der Völkerbund, der nunmehr über das Schicksal der

Aus dem besetzten Gebiet.

Dorten verhaftet und wieder sreigelasien.

wb. Mainz, 25. Juli. DasEcho du Rhin" bringt unter der Ueberschrist:Ein schwerwiegen­der Zwischenfall" die Meldung, daß Dr. Dorten gestern nachmittag vor seiner Wohnung in Wies- onen verhaftet, in ein bereitstehendes Auto geworfen und alsbald in das unbesetzte Deutschland verbracht worden ist. Die deutschen Behörden in Wiesbaden seien in Ungewißheit über die Verhaftung gehalten worden, die von Frank­furter Polizeibeamten ausgeführt worden sei auf Befehl des Reichsgerichts in Leipzig wegen politi­sch, r Handlungen, die in die Waffenstillstandszeit zurückführten.

Wie derBerl. Lokalanz." meldet,^ist Dr. Dor­ten bereits wieder freicelaffen worden.

Lebensmittelunruhe«.

wb. Mainz, 26. Juli. (Havas.) Bei Kund­gebungen gegen die teuren Lebensmittel wurden zahlreiche Kaufläden geplündert. Die Polizei müße von der Waffe Gebrauch machen. 9 Poli­zisten und 6 andere -Personen wurden verletzt. 30 Verhaftungen wurden vorgenommen. Die fran­zösischen Truppen stellten die Ordnung wieder her und zerstreuten die Menge. Die Gemeindebehörden haben Ansammlungen unter Androhung strenger Strafen verboten.

Köln, 24. Juli. In Trier kam es gestern abend zu schweren Lebensmittelunruhen. Die Menge plünderte die Läden und Warenhäuser und zertrümmerte zahlreiche Fensterscheiben. Da die Polizei der Ruhestörer nicht Herr werden konnte, mußte die Hilfe der französischen Besatzungsttup- pen in Anspruch genommen werden.

Verbot der Aus- und Durchfuhr von Kriegsmaterial.

wb. Berlin, 25. Juli. (Amtlich.) Die Reichsrcgierung hat ullterm 25. Juli eine Verord­nung erlasten, nach der im Hinblick auf die Neu­tralität Deutschlands im Kriege zwischen Polen und Sowjetrußland die Ausfuhr und Durchfuhr von Waffen, Munition, Pulver und Sprengstoffe« sowie von> anderen Artikeln des Kriegsbedarfs verboten wird, soweit diese Gegenstände für die Erbiete eines der beiden kriegführenden Län­der bestimmt sind. Die Reichsregierung hat mit dem Erlaß dieses Verbots von der ihr nach dem anerkanntn Völkerrecht zustehenden und durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages unbe­rührt gebliebenen Befugnis Gebrauch gemacht. Dadurch ist jeder Möglichkeit vorgebeugt, daß eine kriegführende Partei vor der anderen durch Zufuhr von Waffen ufw. durch deutsches Gebiet begünstigt wird.

B e r l i n , '26. Juli. Der Vorstand des Eisen­bahnerverbandes erklärt sich für eine unbedingte Neutralität. Jede Verletzung der Neutralität durch Transporte von fremden Truppen oder Kriegsmaterial durch deutsches Gebiet müsse mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln verhindett werden.

Hilfstransporte für Polen.

kg. Danzig, 26. Juli. Im Hafen sind die ersten Dampfer der Verbündeten mit Material und Truppen für die Polen eingelaufen. _> .

Der Anjtigknxret» beträgt

und Mswärttge 1. Mk., ! ..... ....

Bei Auskunft durch btt Eefchüft,stelle uwb Vermittlung bet Angebote 26 Pfß. 6»w« bergebiihr. Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir bas Porto für bi« Rechnung berechnen. Postscheckkonto: Rr. 5015 8mt Frankfurt «. Main.

kg. Berlin, 26. Juli. Heber den Bahnhof Friedrichstraße sind in der Nacht vom Sonntag eine Anzahl französischer Offiziere nach Warschau gefahren.

Siehe auch unterMarburg und Umgegend"«

Die deutsche Grenzschutznote.

wb. B e r l i n , 24. Juli. Dem Präsidenten der Friedenskonferenz in Paris wurde unterm 21. 7. folgende No:c überreicht:

Nach den Mitteilungen, welche die deutsche Re­gierung erhalten hat, sind die Truppen der Sow­jetregierung nur noch wenige Tagemärsche von der ostpreußischen Grenze entfernt. Zur Wahrung der Neutralität, zur Sicherung der Grenzen und.zur Beruhigung der Bevölkerung, die noch in Erinne»^ rung an die früheren Russeneinsälle aufs äußerste erregt ist, erscheint es erforderlich, eine frei­willige Schutzwehr der Eingesessenen zu bilden, die im äußersten Notfall zur Hnterstutzung der Erenzschutztruppen herangezogen werden kann. Die deutsche Regierung bittet die alliierten Regie­rungen, hierzu ihre Zustimmung zu erteilen und darin nicht einen Verstoß gegen die bei den Ver­handlungen in Spaa getroffenen Abreden zu er­blicken. Gleichzettig bittet die deutsche Regierung, ihr zu gestatten, die zur Wahrung der Neutralität und für den Schutz der Grenzen erforderlichen Truppen durch die Abstimmungsgebiete Allenstein und Manenwerder an die Grenze dieser Gebiete zu senden. Tie deutsche Regierung geht davon aus, daß nach dem Friedensvertrag die Souveränität im Abstimmungsgebiet bei ihr verblieben und sie daher völkerrechtlich verpflichtet ist, die geeig- iiete.i Vorkehrungen gegen. etwaige Verletzungen der Neutralität und der Reichsgrenze zu

wb. A in' st e r d a m, 25. Juli. Ter Londoner drahtlose Dienst meldet: Wie verlautet, wird das an die Verbündeten gerichtete Ersuchen der deutschen Re­gierung um Zustimmung zur Verstärkung der deutschen Truppen in Ostpreußen ggeenwärtig geprüft. Mau ist der Ansicht, daß das Ersuchen in gewissem Grabe mit der Erklärung des deutschen Ministers des BeüsttW daß Deutschland die Durchsührung verbüicketer Trup­pen durch deutsches Gebiet nicht gestatten könne, in Widerspruch steht.

Der Ausnahmezustand in Ost- Preutzen.

wb. Berlin, 24. Juli. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Der in Ostpreußen ver- hängte Ausnahmezustand ist erforderlich zur Wah- rung der deutschen Neutralität und zum Schutze unserer Grenzen. Da es sich hierbei in erster Linie um militärische Maßnahmen handelt, ist zum In­haber der vollziehenden Gewalt der Kommandie­rende General des Wehrkreises I, General v. Das­sel, ernannt worden. Ihm wird es obliegen, jede Formation, die bewaffnet die deutsche Grenze über- schreitet, zu entwaffnen und zu internieren. Auf der andern Seite wird er jeden Versuch, im In­nern der Provinz eine bewaffnete Unterstützung einer der kriegführenden Parteien zu organisieren, wie etwa durch die Bildung weißgardistischer For­mationen oder Roter Garden, rücksichtslos im Keime-z^rsticken. Die Wahrung der Rechte der ZivilbevWerung ist durch die Einsetzung des Ober­präsidentei? für Ostpreußen Dr. Siehr als Regie- rungskominissar gesichert. Er wirkt beratend mit bei allen Anordnungen an die Bevölkerung. Bei Verfügungen, durch welche die Berfassungsrechle der Bevölkerung eingeschränkt werden, wie z. B. Ein­griff in die persönliche Freiheit des Einzelnen und in die Presse- und Versammlungsfreiheit, ist di« Zustimmung des Regierungskommissars erforder­lich.

Berlin, 25. Juli. Wie dieDeutsche Allg. Zeitz." aus Königsberg meldet, hat der Befehlshaber des Wehrkreises ch Generalmajor v? D a s s e l, anläß­lich der Verhängung deS Ausnahmezustandes über Ostpreußen einen Wehrkreisbefehl erlassen, in dem er sagt, daß er in keiner Weise beabsichtige, in den augenblicklichen Streik eittzugreisen, aber erwarte, daß die Ruhe unb Ordnung in der Provinz nicht in einem Augenblick getzött werde, in dem die Gefahr bestehe, daß Banden über unsere Grenzen bringen und unser blühendes Land verheeren.Wir wollen und werden", so heißt es weiter,unsere Frauen und Kinder, unsere Arbeit und Heimat schützen. Fül

5181 m! rika.

' Meere in Frage stellen und Polen auf eine lauge Wecke hin des' rechten Weichselufers berauben g Hicke. Polen würde dadurch nicht mir. eine oder g jteei Eisenbahnlinien verlieren, die eS mit Danzig verbänden, sondern auch die freie Schffsahrt aus der . MeiÄsel, die ihm der Versailler Friedensvertrag garan- ckstre, wäre ihm nicht mehr gesichert. Die Botschasler- Mnfcrcn: suche nun einen Ausweg aus diesem Emmfl. Es sei beabsichtigt, auf dem rechten Weichsel- Mer einen genügend breiten territorialen treifen Polen zuznsprechen.

r Wie einige Blätter melden, sollen sowohl England Brie Italien diesen Lösungen nicht zustimmeu, und Dkchv de Paris" sagt, daß England und'-Italien die «zeitig: R ä n m u n g beider Bezirke wünschten. Sie klärte», da sich eine deutsche Mehrheit er- 4en habe, besitze Deutschland das Recht, ohne Ver- n^dort wieder zur Herrschaft zu gelangen.

.Und nach Geschichte, Sprache unb wirtschaftlichen Interessen ausschließlich zu Deutschland gehören, fo wirs man gerade in den mitgeteilten Zahlen den

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auch 1 t beu#n Beweis für die u N g e he u e r l i ch e Berge

wtz. Paris, 25. Juli. Zn den gestrigen beiden j Atzungen der Botichafterkonferenz, die sich mit den Maßnahmen befaßte, die infolge der Abstimmung in Ku Bezirken von Marienwerder und Allenstein zu ^reifen sind, wo 92 Prozent der Abstimmenden sich p-Gunsten Deutschlands aussprachen, schreibt «Petit Parisien", nun sei die neue Grenze zwischen tzrn beiden Ländern noch sestzustellen. Die Grenze von 1914 könne nicht aufrecht erhallen werden. Mög- sichcrweife würde eine Anzahl Dörfer, die vollständig Politisch'! oder in der Mehrheit polnische Bevölkerung btsaßeu, Pqlen zuerkannt. Andererseits fei bezüglich fctr Gegend von Marienwerder ein weiteres Problem AisgeUncht, da der vollkommene Anschluß dieses Ge- Viets an Deutschland die Verbindung Polens mit dem

Die Abstimmung hat bekanntlich unter belgi­scher Leitung sbattgefunden. Die belgischen Be-- hvchen haben ein wahres System von Schwierig- friien, Schikanen, Weiterungen und Drohungen er* ilmtben, nm eine wirkliche Abstimmung zu ver- 4^hindern. Jedem, der für Deutschland stimmte, *tbmbe die Verlehrsfreiheit, die Lebensmittelversorgung fttnb bi r Geldumtausch entzogen, und obendrein Jteiltet er mit Ausweisung bedroht. Bei dieser Sach- /kage kann es nicht wunder nehmen, wenn die einge- fchüchlerie Bevölkerung sich nicht getraute abzustimmen. ®enn man daher in Belgien über das bekanntgegebene Ergebnis jubeln sollte, lvürde man sehr unklug sein. 3in Gegenteil! Berücksichtigt man, daß die beiden Ereist nie belgisch waren, nie nach Belgien verlangten

Bela Kun.

Auslieferungsforderung Ungarn«.

wb. Berlin, 24. Juli. Die Reichszentralstelle |ir Kriegs- und Zivilgesaugeue teilt mit: Ein Trans- Port russischer 'Kriegsgefangener aus Oesterreich, der |$ aus der Rückfahrt nach Passan befand, ist dem Durchgangslager Neiße zugeleitet worden. Es ist fest- Dtstellt, daß zwei Mairn sich nicht einwandfrei als russische Kriegsgefangene austveisen konnten. Der krausporl wird über Narva heimbefördert.

Die beiden aus dem Transport ausgesonderten Persönlichkeiten heißen nach ihren Angaben: Kun, jSda, geb. 28. Februar 86 in Sziiagycsch und Gabor, Roses ,geb .5. Mai 88 in Uzhorod. Ihre Identität bnd Rationalität wird uachgeprüst. Für ihre Unter­bringung und klcberlvachnng ist Sorge getragen.

Nach einer Mitteilung der hiesigen ungarischen MkMetnng befindet sich ein Kurier mit dem Ans- lie s c r n u g s b e g e y r e n der ungarischen Regierung .aus der Fahrt nach Berlin. Das Begehren wird aus ßrmtb des beizubringenden Materials genau geprüft Verden.

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