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Tageszeitung für (das früher kurhesfifche) Oberhessen
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Erstes Blatt.
Polens kritische Loge
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kritischen Entscheidungen wir unmittelbar
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ebr darüber schlüssig zu machen haben, ob
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ter um di« Vermittlung des Christlichen und des Deut-1 ordnniig tritt sofort in Kraft.
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.Deutschen Tagesztg." betont Graf Re- daß im geraden Gegensatz zu Lloi-.d
btieu »n die Sowjetregierung, einen Waffenstillstand , den Po-cn zu gewähren, wurde von den Russen abge- ’ leimt mit der von Aiillerand als „unverschämt", von
Li end Leorge, der nicht alle Brücken mit Rußland fürs erste »Lbrcchen will, als „unlogisch" bezeichneten Be-
ernsten und stehen.
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Der amerikanisch« «illiardSr William vaaderbUt ist in seiner Pariser Wohnung gestorben.
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Georges Erklärung, es liege im Interesse Europas, daß Polen nicht verschwinde, das Verschwinden des von den Westmächten „gemachten" Polens im Lebensinteresse Deutschlands wie Rußlands liege.
Im „Berl. Lokalanz." wird es als eine erfreulich« Seite ber Abschaffung der Eeheimdiplomatie bqeichnet, daß wir Einblick in das Verhältnis gewinnen, das zwt»
Hü« Abschluß seines Waffenstillstandes mit den Polen ß« bewegen. Für den Fall, daß diese Vorgehen nicht 8»in Ziele führt, sind die Verbündeten zu voller Lute rk< ützu ng Polens mit allen zur Verfügung sichenden Kräften bereit. Diese vom weltpolitischen Clandpuultc aus ungemein wichtige Entscheidung haben Rälerand und Llogd George vor ibrem Parlamente feiirtich verkündet. Damit treiben die Dinge eine» un- gkhe.,^ ernsten Entscheidung zu. Die Sowjetregierung
russischen Bolschewismus sympathisierenden deutschen Gruppen glauben ja schon den Tag zu sehen, an dem sie sich mit ihren russischen „Brüdern" und „Befreiern" vereinigen können. Und man muß immer wieder daran erinnern, daß das von Radek verkündete Ziel, am Rheine die Entscheidungsschlacht zwischen Bolschewismus schlagen zu lagen, feste Wurzeln in den weitesten bolschewistischen Kreisen gefaßt hat.
Und was die Erfahren vom Westen angeht: Es steht unmittelbar zu erwarten, daß die Westmächte über die Westgrcnze Truppen und Kriegsmarerial nach Polen zu schaffen versuchen wird. Es steht bereits fest, daß schon über die Rheinpfalz starke derartige Waffen- r.nd Munitionstransporte zu den Polen geschafft werden sollten. Sie Arbeiterschaft hat sich geweigert, diese Transporte abzufertigen. Es verlautet weiter, daß die Westmächte planen, das in Deutschland zum Zweck« der Ablieferung auf Grund des Friedensvertrage» auf- gespeichert« Geschütz- und Munitionsmatertal dazu benutzen wollen, um es nach Polen zur Unterstützung ihrer militärischen Aktionen zu schaffen. Jede einzelne der erwähnten Frage« wirft wichtige Probleme für Deutsch« land auf. Rach unserer, Neutralitätserklärung müssen wir un» jedem derartigen Versuche, den einen Tetr mit Waffen zu versorgen, mit aller Kraft widersetzen. Ein ernstlicherer Widerstand wäre un» nach Lage der Dinge aber nicht möglich. Wir würden uns nur mit Protesten begnügen müssen. Wie derartige Dinge verlaufe«, haben wir ja während des Weltkrieges an so vielen Beispielen in jenen Ländern sehen können, die
- -------ich«» Befehl auf Abschluß eines Waffen
stillstandes mit den Polen nachkommen will oder ob
schen Transportarbeiterverbandes. Es kam eine Einigung nicht zustande, da die Arbeiter drohten, die gesamte Hafenarbeit zum Stillstand zu bringen, wenn einige Arbeitswillige diese Arbeit aufnehmen würden. Die Organisationsvertreter stellten darauf die Der- mittlungstätigkeit ein.
Polens Waffenstillstandsbitte.
wb. Paris, 23. Juli. Nach einer Mitteilung des „Temps" hat gestern mittag 2 Uhr die polnische Regierung durch einen Funkspruch die Regierung von Moskau um den Abschluß eines Waffenstillstands ersucht.
Ein nationale« Koalitionskabinett.
wb. Paris, 23. ^uli. Nach einer .Havasmeldung > aus Warschau ist dort ein nationales Koalitionskabinett'
«rbgeliefert.
Berlin, 28. Juli. Nach dem „L.-A." sind bk Schulschiffe des Schulschiffvereins „Sroßherzog Friedrich August" und „Prinzesstn Eitel Friedrich" an den Feind abgeliefert worden.
Stroh- Äinb, billig. 2. L_ ifeffw Inster» u aett 12,1t
sich für neutral erklärten. Was insbesondere Vte Absicht angeht, das deutsche Kriegsmaterial den Polen zur Verfügung zu stellen, so müssen wir freilich mlk allen» Nachdruck geltend machen, haß eine derartige Verwendung diese» Material» völlig dem Frledensverlrag widerspricht. Nach diesem muß das Material zu» Zwecke der „Zerstörung und Unbrauchbarmachung" aus- geliefert werden. Einer militärischen Weitervermen» düng müssen wir auf das Entschiedenste widersprechen. Aber auch hier würde uns, wenn ernst gemacht wird, die Kraft fehlen, unseren Einspruch und Wider- spruch auch Geltung zu verschaffen.
Wir ersehen aus diesen Betrachtungen, vor welchen
ird laufen 6 6141 ä» la barg.
rse.
Enaar. uM.Z.
rünscht
Marburg
Sonnabend, 24. Juli
(6e*ert.)
Truppenteile auf ostpreußisches Gebiet in Rechnung gezogen. Auch für den Fall des Eintreffens von Flüchtlingen ist gesorgt Erschwert werden die ostpreußischen Abwehrmaßnahmm dadurch, daß über das Abstimmungsgebiet die interalliierte Kommission das Recht der Staatshoheit ausübt. Eine Genehmigung zum Einmarsch deutscher Truppen in das Abstimmungsgebiet, die beantragt ist, ist noch nicht erteilt. Inzwischen übernimmt dort die Sicherheitspolizei, die im Abstimmungsgebiet verhältnismäßig stark ist und die im Augenblick noch verstärkt wird, den Grenzschutz,^ Da sie überfeine Anzahl berittener tzundert- schMru verfügt, ist sic im stände, den ersten not wendigen Schutz z» gewähren, falls Uebertriite erfolgen. Reichswehr ist bereit und wird im Augenblick so verlegt, daß sie in der Nähe der Gesahrstelle konzentriert bleibt, um bei Grenzverletzungen sofort vorgeworsen werden zu können. Weitere Maßnahmen sind im Gange.
Berlin, 21. Juli. Mit Rücksicht darauf, daß daß die Kämpfe zwischen den Russen und Polen in der unmittelbaren Nähe der ostpreußischen Grenze statt- ßinden und daß durch den Uebertritt von Erenz- truppen und Flüchtlingen Zwischenfälle eintreten können, hat der Reichspräsident, um die Wahrung der Neutralität und die Erfüllung der Pffichten der Neutralität zu silbern, auf Grund der Reichsverfassung '"en A u ö n ahmez usi a nd für den Bezirk des Wehr-
■ge&ÄSet worden. Den Vorsitz hat Witos (Volks- parftjst Vkzeprä^'dent ist der Sozialist Duszynski. Pri^M<Utäeha behält das Ministerium des Aus-
Sti einem weiten Minen?
' fcejcnberer Seit?, schreibt man uns über die p,özffche» Folgen des russisch-polnischen Krieges:
Et» zweiter Weltkrieg ist im Anzugs Dioj» Totsache ist erschütternd für die gesamte Menschheit Wi« begrüßte damals alle Welt den Präsidenten als den „Weltfriedensbringer"! Wie oaute MN eo| diese Theorien, denen man die Zauberkraft zu- traote, daß sie ein für alle Mal alle kriegerischen Kon- pikte «vsrnumten, sodaß nunmehr eine Aera des allgemein» Bölkersriedens angebrochen sei! Und wie schne« rag der Wahn — denn ein solcher war cs — zp $«>«} Knapp 18 Monate nach dem Inkrafttreten jenes Dokumentes, das sich „Friedensvertrag" nennt, steht >te Welt vor einem neuem Brande, der unmlttel- kdr von neuem die Menschheit den Schrecken, Leiden pnd Entbehrungen eines zweiten Weltkrieges von nicht t Hcrülgerenl Umfange, wie der erste ihn hatte, ausseht.
Der »ussisch polniche Krieg wird sich in der TavLU < k eiuevr neuen Weltkriege auswachsen, wenn nicht' in ckrtzter Stunde noch ein grundsätzlicher Umschwung statt- stnSev Uebermütig war der Streit von den Polen, SÄtneo de» ..Sieg" zu Kopfe gestiegen war. vom Zaune tzebrmLen Die Polen fingen die neue Zeit, die nach den Worten der Herren der Welt, wie sie Versailles heroargeöracht hat, angeblich jedem Imperialismus ab
laden sollten. Da die Arbeiter sich wei g er ken, dies .
Arbeit auszuführen, bemühte sich der polnische SSertre I rreiskommandos I (Ostpreußen) festgesetzt.
wärtigen.
Der Leiter der polnischen Militärmission in Paris General R o z w a d o w s k i, ist zum Ches des polnischen Generalstabs ernannt worden.
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wb. Königsberg, 23. Juli. Vom Overpräsidium wird zur äußeren Lage der Provinz mitgeteilt: Der Stoß der bolschewistischen Truppen geht nach allen hier vorliegenden Nachrichten aus Warschau. Es ist unwahrscheinlich, daß Trnppenäbzwei- quugen zum Zwecke eines Angriffs auf Ostpreußen 'taitfinden. Tiefe,Möglichkeit wird aber dauernd im Auge behalten und scharf beobachtet. Ebenso wird die Möglichkeit des Uebertntts abgcdrängtor polnischer
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t gensche»! Konflikt gezogen und dadurch an ihm be- kttffgr irin. Deutschland ist wasfen- und wehrlos. Es l K eine eigenartige Fügung des Schicksals und eine Jipnie, wie sie bissiger garnickt gedacht werden kann, «5 die Westmächte in Spaa Deutschland in demselben •uaenblttte des letzten Restes seiner Militärleben graste rücksichtslos beraubten, als gerade dieses Deuifch- «ld n»ch die Kraft gehabt hatte, als einziger «all gegen die Bolschewistenflut eine das Schicksal ganze» Welt bestimmende Rolle zu erfüllen.
Sun hat Deutschland, wie es nicht anders vermochte, mne »»lle Neutralität gegenüber Polen wie »zenAber Rußland erklärt. Diese Neutralktäts- Erkläeung ist innen- wie welt-politisch von der aller- t^ßlen Bedeutuilg. Um das letztere vorweg zu nevmen: «'r bekennen mit ihr, daß wir nicht nur mit Polen, W^eru »uch mit Rußland in Frieden leben wollen, ««sik wird der letzte Zweifel darüber, ob urschen und Rußland der Friedenszustand herrscht, Rußland muß daraus seine Konsequenzen »Wu. Seine an der ostpreußischen Grenze erfchemen- rR Üeugpen müssen deutsches Land respektieren. Tun »k es nicht, so würde ein Hineinziehen Deuisch- E"d» >te kriegerischen Ereignisse kaum zu oermci» ?*" Nfa. Dieses Hineinziehen kann aber auch auf an- ^^Weffe geschehe«. An der -sipreußischon Kreuze französische Regimenter. Frankreich befin- E sich Nw offenen Kriegszustand mit Rußland. Die «wwrfchierenden Russen hätten also das Recht, diese ^nzöstkchen Truppenkcrper ohne weiteres mit Krkegs- 3» bekämpfen. Damit würde der Krieg mit all Schrecken von neuem in deutsches Land unwei- htneingetragen. Um diesen Schwierigkeiten zu ^'Seh«,, Hai man vorsorglich an jene gesährvcten Wwfte deutsche Retchswehr-Konkingente, verstärkt vurch *’Tt»weiren gestellt, was natürlich im Einvernehmen
r>ene»> h!ost t lig. bet b«L7
• Men der Sache des russischen Bolschewismus und dell deutschen Kommunisten besteht. Die rote Bolschewisten« armee In Deutschland brauche kein Pulver zu verschwen-
' den: ihre Sache sei in den Händen der deutschen Kom- i munisten und der geistig von ihnen völlig unterjochte« Unabhängigen vorzüglich aufgehoben. Selbstverständlich werde auch int Geheimen fleißig gearbeitet, wie dir Veröffentlichungen über Umsturzvorbereitungen beweisen, die allwöchentlich sich mit beängstigender Regel-
• Mäßigkeit wiederholen. Wenn da die Westmächte trotz- : dem auf Deutschlands Entwaffnung bestünden und sich» i so stellten, als wenn sie an die Möglichkeit eines Dür- . gerftieges nicht glaubten, so könne man ihnen das nicht , verübeln." Die Mehrheitsregierung betrieb nut die । Kappisten-Iagd, und das neue Kabinett setzt sie, wie , fortgesetzte Verabschiedungen von Offizieren beweisen, , mit demselben Eifer fort, während sich die Ruhr-Kom- _ munisten nach wie vor der Schonzeit erfreuen und nicht das Geringste von deren Entwass- n u ii g verlautet." Der drohenden Gefahr zu begegnen sei nur möglich durch den Zusammenschluß aller bürgerlichen Parteien, die zahlenmäßig ihren Gegnern überlegen seien. Vorbedingung dazu wäre allerdings, daß die als Sport betrieben« Aechtung der Deutschnationalen ausge, hoben werde. Das neue Kabinett solle seinen Scharfsinn lieber der Bekämpfung be» die Gesellschaft a u f =
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Die Lage an der Front.
K o p»e n h a g e n, 23. Juli. Aus Warschau wird gemeldet: Die Lage an der polnisch-russischen Front verschlechtert sich dauernd. Die polnischen Truppen, die sich zwischen Angustowo und Suwalki zu neuem Widerstand versammelt hatten, sind durch neu ausgestellte russische Formationen überrascht worden. Bei Grodno gelang es russischer Kavallerie, in die Flanke des poinischen VerteidiaerS z« kommen und diese zum Rückzug über den Njemen zu veranlassen.
Gumbinnen, 23. ^fuli. Die russisch-polnische Kampffront liegt zur Zeit etwa 60 Kilometer von der ostprenßischen Grenze entfernt. Bei Marg- grabowa und Lyck kann man von Zeit zu Zeit den Geschützdonner deutlich vernehmen.
Vorbereitung einer Gegenoffensive.!
Basel, 23. Juli. Laut „Anzeiger" meldet Havas aus Warschau: Warschau wird nicht geräumt. Alle militäriscken Maßnahmen zum Schutze der Hauptstadt sind getreffen. Die Maßnahmen der polnischen Heeresleitung füc eine umfassende Gegenoffensive sind im Fluß.
Die Frage des Durchmarsches.
Rotterdam, 23. Juli. „Morningpvst" drahtet aus Paris: Seit Mittwoch tagt der Oberste KrieaSrat irnire Fochs Borsitz ohne Unterbrechung. Bis Donnerstag Mittag lag eine Entschließung über den Einmarsch i» Polen, noch nicht vor. Der Transport der verbündeten Truppen durch Deutschland wird sich i n keinen! Falle vermeiden lassen, wenn es zu einem aktiven Eingreifen kommt.
„Journal des Debats" hofft, daß Millerand und Marschall Fach keine Verhandlungen mit den Deutschen aufnehmen werden, nachdem sich der Reckfts- ausfchuß des Obersten Rates für das aus dem Friedensvertrag resultierende Recht zum Transport über deutsche Bat)«en ausgesprochen hat.
Zürich, 23. Juli. „Secolo" schreibt: Das militätische Eingreifen der Verbündeten für Polen stehl vor der Durchführung. Auf Ersuchen des Verbündeten Rates ist die Mobilisierung vou zwei italienischen Divisionen am Donnerstag ausgesprochen worden.
Der „Tagesanzeige^ meldet aus Paris: Der Verlangen des Verbandes an Deutschland, seine Hilfstruppen durch deutsches Gebiet zu transportieren, ist Dienstag nach Berlin abgegangcn.
Die deutsche Rote über de« Schutz der Oftgrcnje-
ivb. Paris, 23. Juli. Wie der „Temps" niit-, teilt, ist die am 21. Juli vom Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation überreich le Note über Vorsichtsmaßnahmen an der deutschen Ostgrenze dem BP-- schafterrat überwiesen worden. Die Note bildet augenblicklich den Gegeiistmid einer Pnisuug durch die verbündeten Negierungen.
Ein polnischer Kriegsmaterialdampfer in Reufahrrvasser.
Danzig, 23. Juli. Die „Danziger Zeitung" meldet, daß gestern morgen in dem Hafen Neufahrw«sser ein polnischer Dampfer mit Kriegsmaterial für Polen eingeiroffen ist, den die Hafenarbeiter nachmittao» ent-
si« dessen ungeachtet, den Kampf gegen die Polen, sei es bis zur milttärtjchen Enijcheidung oder fei es dis zur Annahme der Sowjetbedingung durck di« Polen, lort- faiett will. 3m letzteren Fall« aber ist der Krieg zwi- fcheu S-wjelrußlaiid und den Westmächten Lat- *t6e,
. müssen i,t aller Ruhe und in kühler Ueber- ftSiMg uns klar machen, was eine derartige Zufptumig kr T ige für uns als Land und Volk bedeutet. Wir i «erbiii gewiß nicht unmittelbar in diesen krie-
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Held sein soll, damit an, daß sie mit sebr hochfab:«nven cscheine»Mrmkifiischeu Zielen dem sowjetistischen Rußland 499t ^«aenäbil traten. Nun, da ihre Hoffnungen zuschanden st««». wmdei!. hoben sie de- und wehmütig allen derarngen
'ches Versprechen bildete erst die Voraussetzung für die ytunitictjt von den Verbündeten in die Wege geleitete ^Vermittlung bei Rußland Das Ansinnen der Berbün-
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. «rhsrndetteu, deren erste Aktion die Anerkennung der fflfl ; Towierregierung sein müsse England hat nun erneut * einen Schritt bei Rußland unternommen, um dieses
Di« „Obkrhessisch« Zeituilg" «rscheint s«ch,m«l wöchentlich. — Be,u»,pr«i« wenatli* 4 ®tt., durch dir Post 4.M Mk. — Für ausfallende Hummern infolge Streiks »der I/U elementarer kreignisse kein krsatz. — Verlag »ox Dr. L. Hitzerold. — Druck d«r Uniy.-Vuchdruckerei »ex J»tz. Lug. Koch, Markt 2123. — Fernsprecher 55.
MkNiki iin 6m.
Polen wird nicht vergeblich warten.
wb. P a r i S, 23. Juli. Im Senat ergriff Ministerpräsident Miller and das Wort, um sich in erster Linie über die Verhandlungen von Spaa auszusprechen. Seine Erklärungen decken sich inhaltlich mit dem, !vaS er am Dienstag in der Kammer gesagt hat. Wicdecum erklärte Millerand, «S sei ein Irrtum, zu glauben, daß er lvünsche, weitere Teile von Deutschland besetzen zu können. Die Verbündeten hätten zu eine« gegebenen Moment di« Verhandlungen über die Kohlen« frag« unterbrechen müssen wegen der lächerliche« B o r s ch! o g e Deutschlands. Sie hätten die Marschalle F o ch und Wilson berufen und die Eventualität einer Besetzung ins Auge gefaßt. Mitlerand sprach dann über die Kontrolle, die bei de» Kohlenlieferungen auSgeübt werden soll und erklärte, gewiß habe man eine finanzielle Last auf sich genommen. Aber man hab« das getan, um zu dem Ergebnis der Herabsetzung d«S Kohlenpreises zu kommen und um die Deckung dchs-^KohkenbriiarfS für Frankreich auf 80 Prozent bei früheren Bedarfs zu erhöhen. Zum Schluß sprach der Ministerpräsident von der Lag« -in Polen. Die Verbündeten seien entschlossen, ldas AMlicht und Unmöglich« zu tun, «m ihren BerbünMen zu Hilfe z« kommen. Jetzt sei keine Zeit, Vorwürfe zu machen. Polen erwarte von Frankreich ander«». Er flhnu die Versicherung geben, eS werd« nicht vergeblich warten.
Nachdem R t b o t gern Ausdruck gebracht hatte, daß die Verbündeten den polnischen Staat nicht von den Bolschewisten knfiSzter« lassen dürften und daß auf all« Fälle Deutschland diese» Mal den vertrag au»- führen müsse, erklärte Millerand, solang« Deutschland nicht feine Verpflichtungen erfüllt habe, werde da» link« Rhetnuser »icht geräumt werde».
D«r »x,«i,«xpreis »«tragt fit di« 8««f». Zeil« 75 Mß. uxb 10»/, «xsichlaa amtlich« xx» auswärtige 1 — Mk.. «eklamezeile 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Kariabatt. Sei Sxstuxft durch die Seschäftsstell« ux> Vermittlung »er «xgebete 25 Pfg. Gan* detgebüht. — Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir bas Porto für die Rechnung berechnen — Postfcheckkont«: Rr. 5015 Amt Frankfurt «. Mai«.
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lösenden Kommunismus widmen m.d Aui- nestien da anwenden, wo sie wirklich ii i Gu-ü? j!aa! erhaltender Versöhnlichkeit wirken.
; griindüng, daß England nidit unvatlriiicü genug für feeine derarlio« Vermittlung sei. 3m übrigen fixierten bsilitMtzj, V»if«l'»wi>ten ihre Bedingungen gegenüber Polen dass sie nur mit einer „proletarischen Regierung"
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mit den Westrnächlen geschehen mußte. Ob bei dieser Sachlage alle Fäbrkichkeiten für deutsches Gebiet behoben sind, kann man bei den Wechselfällen kriegerischer Vorgänge ja nicht sagen.
Vir müssen aber auch a« die vielfältigen anderweitigen Weiterungen denken, die sich bei einet Ausbreitung des polnisch-russischen Konflikts und nach Eingreifen der W«st:"ächte für uns, gerade wegen unterer Neutralität, ergeben könnten. Es ist sehr wohl möglich, daß die russischen Truppen, trotz bisheriger ent- gegeiistchender Erklärungen von Moskau, versuchen werden, in Deutschland e i n z n d r i n g e n , möglicherweise-, um den Kampf nach dem Westen zu tragen. Wir müssen sehr zurückhaltend gegenüber den in letzter Zett sich häufenden und saft ausschließlich aus russischen Quellen, stammenden Versicherungen sein, daß der russische Boljchcwismus heute einen nationalen Charakter habe. Die bolschewistische Idee wurzelt im Internationalismus Das Ziel der Bolschewisten ist die Ausbreitung ihrer Ideen und die Verwirklichung ihrer Pläne über die ganze Welt. Erfolge, wie sie die fowjetistifchen Truppen jetzt gegenüber Polen erstritten haben, müssen solche Absichten nur noch ver- tätken. Es wäre also verwegen, nicht auch mit den krassesten Möglichkeiten zu rechnen. Gerade bei derlei Konflikten, die sich mit kriegerischen Mitteln abspielen, kennt man ja den Anfang, aber man weiß nie das Ende. Zedensalls sieht man eine ungemeine Rührigkeit der bolschewistischen Agitation, sogar schon auf deutschem Gebiete, sich entfalten. Die mit dem
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