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tiefe io plötzlich verteuert hätten. Herr Fürst fügt«

seien die Eierpresse trotz der Zwaugsbewirtschaftung teurer

iroaiuten Wittibe», trete eine grohe Vermehrung der

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M etwas Fes-stehendes beschlossen werden möchte. Der vberbürge r meister machte Borschlage bezüglich Ewer Kommission und wünschte bestimmte Zusagen be-

meie eine ztommissiouSbildung. Nachdem zwei werb- stche Vertreter zu der Eiersrage gesprochen und bestimmte

btr Landtvirlschast. den feblenbc» Iiehstand und das fehlende Inventar. Das Geld siege dafür aus der Bans. Die Preise würden von oben diktiert. Die Landwirtschaft

nbebingt hätte geschehen Küssen, schon um die Emtzeit- chkeit der Politik im Reiche zu wahren.

_ Der vormalige deutsche Kronprinz ist nach Doorn iiaercist, um anläßlich des Todes seines Bruders, oes Prinzen Joachim, den Eltern einen Besuch abzustatten.

Serini ssfinaaz liet. A echrzeich Eteuvre äcksichttz

«widerte, dass die Laichwirte unr einmal im Fahre »«kauften, feoin sie abbauten nutz andere erhöhten, stieu sie wicker die Dummen. Herr Ne »deck befüi>

DHeeter, Kanzerte, Nrrlammrunae, »kW.

* Stöbt Sommertheater (Dir.: Otto Httn- HTHfil Nochmal« sei auf den heute abend 7 Utr statt- findenden ,,Richard Stranff-Abend" hingewiesea. Mit­wirrende: Meala Geiße-Winkel (Gesang), Prof. Oscar Brückner (Cello), Vrof. Franz Mannst8>t (Klavier), Wal- fer Zollin (Melodram@iwb Arden"), sämtlich vorn LaudeStheater Wiesbaden. Somitoq, 25. Juli. 4'/-> tlhr auf der Waldbükme am Kaiser Wilhelm-Turm , Tat Märchen vom Heiliaenwalb", Lustspiel von Msreb Holm und Robert Saudek. Hauptrollen Gerda Burkhardt. Margarete Cabisius. Else Rabe, Rudolf Kerb«. Richard Heising, Erich Weiher, Martin Jäaer-Westpbal, Hans Grell, C. R. Zwillinaer. Regie: Richach Helsina. Kar­ten as der Theaterkasse in den StabtfSfen; sämtliche Sitz nlähe numeriert 5,50 Mark, Stebvlatz 2,50 Mark. Dienstag, 27 Juli zmn ersten Male in Marburg da« GlasbüttenmärchenUnd Pippa tanzt" von Gerhart siaunrmann. Regie: Dir. Henning,Vipva" Marg. ^abinus,Der ulte Huhn" Rkckoss Kerbs.Michel Helkriegel" Erich Weiher.Wann" Hans Grell.

* Tie Lichtspiele, Bahnhofstraße, schreiben: Die Leitung des Theaters küickigt eine mächtige FNmschövfung NewvorkParis", der große Spionage-Konzern, für die kommenden Spieltage ab morgen an. Die gewaltige Ausdehnung dieses Werkes bedingt eine Vorführung in zwei Abteilungen, die jede für sich vollständig abgeschlossen und verständlich ist. Der LTril beginnt seine Spiel­zeit ab morgen bis einschl. 27. Juli: der 2. Teil ist eine Woche später für dir Tage 31. Juli bis 3. August frst- gelegt. Beide Riefenteile spielen also innerhalb einer Woche, um jedem Besucher den denkbar besten lieber« blick über den Zusammenhang dieses größten Filmspieles zu geben. Die EintrittSpreife sind trotz hoher Unkosten nicht erhöht Nähere? bringen die kommenden Anzeigen.

* Die Kammerlichtspiele, Kass« Quentin, schreiben: Infolge technischer Schwierigkeiten mußte» wir seit vier Tagen daS Theater geschlossen hakten. Bon heute ab ist das Theater wieder täglich geöffnet; wir brin­ge« in da» nächsten Wochen nur dir größten und besten

durdeitz mit Äuseinandersetznngen sei nichts genützt. Wie -trr Stumpf gesagt, mütfe das Herz nntsprechen. Die Augen vieler Leute feea auf bk Versammlung gerichtet, tinn die Not sei groß. Die Landwirte wollten ja gar Arne 30 Mark für die Kartoffeln, sie sollten dock auch

Preis von 15 Mark, bet mittlerer Ernte ein solcher von IS Mark, bei schlechter Ernte ein solcher von 20 Mark al? angemessen betrachtet werden kann und ne für frei» händige Abgabe der Kartoffeln zu diesem Preise rin« treten wird. Der freihändige Aufkauf des Schlachtviehes soll nicht geändert werden. Die Metzger werden aber den Biehhaltern nur solche Preise zahlen können, die den festgesetzten Klrinverkmffsprris von 8 Mark für Kalb­fleisch und 9 Mark für Rindfleisch noch ermöglichen. Er­zeuger und Verbraucher sowie die vertretenen Magistrale und der KreisauSschuß sind einig, daß der Piehhandels- verband «sisgeschaltet werden muß und daß jede Provi­sionszahlung an ihn aufhört. Die Kreisbauernschaft erklärt, daß der Erzeugerhöchst-rei? für Milch von 1,50 Mark ab Stoll nicht überschritten wird.

Lauterbach, 20. Juli. Gestern nachmittag fand im Johannesberg eine Protestversammlung der Arbeiter­schaft für den allgemeinen Preisabbau statt. Kreisdirektor v. Werner und Bürgermeister Stöpler versuchten eine Verständigung herbeizufShren. ES bildete sich daraus ein Demonstrationszug, der zur Molkerei, zu Herrn Forstrat Eul-feS> und vor verschiedene Geschäfte zog. Warenhaus Alt setzte die Preise um 30 Prozent her­unter: der Holzpreis sank nm 20. die Schuhpreise um 40 und die Lebensnnttelpreise nm 10 Prozent. Die Mol­kerei Lauterbach teilt nun heute ftn Anzeigenteil des" .Lauterb. Anz." mit, daß sämtliche Vertrauensleute der Molkerei Lauterbach, welche gestern aus den milch« kiefernden Ortschaften des Kreises in der Molkerei ver­sammelt waren, einstimmig beschlossen haben, auch ihrer­seits beim Preisabbau mitzmvirken. Sie wollen ab 1. August mit einer geringeren Bezahlung der Milch bis aus weiteres zufrieden fei«, damit es der Molkerei möglich wird, die Vollmilch und Magermilch billiger an die Stadt abzugeben. Die Stadt kommt dadurch in die Lage, den Einzelpreis je öfter ebenfalls herabzusetzeu. Das genannte Blatt will hierzu erfahren haben, daß der Preis für Bollmilch aus 1,60 Mark, für Magermilch auf 80 Pfg. herabgesetzt sei.

Dessau, 22. Juli. Die anhaltinische Regierung beabsichtigt die Jwangsdewirtschaftung für Fleisch und Kartoffeln «miznheben.

Halle, 23. Juli. Die Hotelbesitzer und Pensionsia- haber in Schierke haben die Preise durchweg beträchttich herabgesetzt, da die Kurgäste infolge der hohen Preise sich znsammenschlossen und mit dem gemeinsamen Wegzug drohte».

Auf einem in Hei'igenstickt abgehrkteuen Eichsfelder Bauerntag wurde beschlossen, die Kartofselpreise ans 22 Mark und die Eierpreise auf eine Mark herabzusetzeu.

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«»*** JUt VU- AuliVlfllHf s n JVtlivN W»" UUty p 9t te «nmai das letzte Wort sagen. Ein SchreibwareuhäMer ktor ba f «ies auf die hohen Papierpreise hin, sobald tiefe her- et Hai; «Mirrgingen, würden sie folgen. Herr Ur ff sagte mög-

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Ebaukommisfton einen günstigen Verlauf. Pie Land- tifttschaft ist zu wesentlichen Zugeständnissen be­reit, sodaß eine Einigung ermattet werden darf.

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und die Gewerkschaften einig darin seien, baß als Grund­lage der Preisfestsetzung der Friedenspreis zu gelten habe. Bet setzt 50 und 100 Prozent herunteraehen könne, liefere St Bttveis, daß früher verhältmsmäßig hoch gegangen ldru sei. Das habe der Landwirt nicht gekonnt Wenn tim Landwirt gesagt würde, was er bezahlen müsse, Knne « auch sagen, was die Eier uslo. koste». Landrat v. G > l- ks-Kirchhain meinte, «S müsse positive Arbeit geleistet

Kraner), Rose. Eine Resolution für den Abbau der Wangswirtschast wurde angenommen und ebenso eine Ermäßigung der Post- und Eisenbahngebühren befür- tiortet. Damit hatte die Sitzung nach etwa 3stündiger «auer ihr Ende erreicht Hoffentlich bleibt der Erfolg dicht auS. Ein altes deutsches Spttchwott heißt: Jt8o

Wille ist, finbet sich auch ei» SSeg."

Achtet daß die Polizei eine Verschwörung gegen den Kencral B-ltia, den belgischen Oberkommissar für die Bezirke Eupen und Malmedh. aufgedeckt hat. 68 würben pngcsähr 30 Deutsche verhaftet

Aus dem besetzten Gebiet.

Saarbrücken, 23. Juli. Sonntag Abend ergriff Neunkirchen ein marokkanischer Sergeant den zehn-

,8ab Wildlingen, 23. Inst. Eine Versammlung tir Landwirte der B>erkreiseS beschloß, den KartoffelvreiS <«r den eigenen Schorf nicht für gewerbliche Zwecke den hiesigen Verbrauchern von 30 auf 20 Mark für Zentner herabzusetzeu.

^Dillenburg, 2L Jull. Am 19. Juli fand im pttishause eine Besprechung über den Preisabbau statt.

einer amtlichen Bekanntmachung heißt es, daß die K^ttwendigkeit deS Abbaues der Preise, der sich auch landwirtschaftliche Produkte erstrecken muß, allgemein Jtirfannt wird. Die Kreisbauernschaft erklärt, daß unter *fen Umständen bei guter Ernte ein Sattosfelerzeuger-

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Wien« «gaben wünschten, meinte Herr W i l d h a ck, daß nun

und man bürfe auf die Jugend hoffen, rm die sich der Redner besonders wandte. Es gebe aber keinen Wie­deraufstieg, wenn das deutsche Volk nicht seine großen Männer wieder ehre und Autoritäts- und Pflichtgefühl zurückkehre. Auch das ältere Geschlecht wolle am Wie­deraufstieg Mitarbeiten, wenn es auch die Oeffnung der Tore des Kyffhäusers nicht erleben werde. Stärkster Beifall gab die Zustimmung der Anwesenden zu den von heißer Vaterlandsliebe und tiefem sozialem Emp­finden getragenen Ausfüh-nngen wieder, die hier nur in großen Umrissen gekennzeichnet werden können. Man nahm reichen innexen Gewinn mtt nach Hause.

"Strafkammer (Feriensitzung). Zwei ältere Män­ner, beide schon mehrfach vorbestraft, standen unter der Beschuldigung des Diebstahls. Ihnen wurde zur Saft aelcgt. in Tretssa bei einem Lanbwitt mittelst Einbruchs 4 Schinken, 9 Seiten Sveck und 20 Würste gestohlen zu haben. Der eine Angeklagte gab seine Schuld zu und entschuldigte sich mit Fettnot. unter der er mit seiner ffebenkovsigen Familie nu lechen habe. Der Mitangeklagte, ein kränklich aussehercher Mann, meinte mit kläglicher Stimme, er wisse von nichts. Bom Gericht wurde ihnen vorgehakten, daß sie die gestoblenen Sachen teilweise nach Cassel schaffen wollte» unb dabei abgefaßt worden seien. Der bestohlene Landwitt gab an, er wisse nicht ttenart, wieviel Speckseiten und Würste ihm genommen worden seien, die Diebe hätten sich die besten Würste keransgesucht. Ei» Antrag de? Verteidigers, de» einen Angeklagten auf feinen Geisteszustand zu untersuchen, wurde abgelehnt. Der eine Angeklagte wurde z» l1/«. Jahren und sein Genosse zu 9 Monaten Gcküngms ver­urteilt. Außerdem wurden ihnen die bürgerliche» Ehren­rechte einige Zeit aberkannt. Bei dem folgenden Fall hagelte es sich um einen ehesichen Zwist, der sich ans dem Ackdr abgespielt hatte. Bei der Arbeit wurde sich das Ehepaar, das jetzt in Scheidungsklage lebt, uneins, und schließlich gab eS eine Schlägerei. Das Schöffengericht in' Böhl hatte den Mann zu 2 Wochen nud die Frau zu 1 Woche Gefängnis verutteiÜ. In der heutige» Berufungsinstanz wollte jedes der angegriffene Teil gewesen fein. Eine Frau, die als Zeugin vernommen wurde, fiel nach ihrer Aussage vor Aufregung in Ohn­macht. Das Gericht kam schließlich zu der Ansicht, daß nicht lestzustelle-. s> wer die Schlägerei begonnen hätte und sprach beide frei.

Schöffengericht. Ein junger Gärtnergehilfe von Wetzlar-Riedergirmes war feine» Elter» ausge- ttffen und nach Marburg gefahren. Hier quattiette er sich unter dem. Namen Fähnrich Waldemar von Hohen­hain in einem Privathause ein und trat mit einem in demselben Hause wohnenden Fräulein in nähere Be­ziehung. An einem Tage, wo das Fräulein nicht an­wesend war, stahl er dieser die Handtasche mit allerlei Inhalt, nahm Spazierftock und Schirm mit und begab stch auf die Reise nach Rodheim an der Biber. Dott angekommen, quartierte er stch als Quartiermacher von einem Casseler Regiment ein und prellte den Gastwirt um 21 .ss. Bon hier aus reiste er nach Darmstadt, wo er verhaftet wurde. Der Angeklagte, welcher schon mehrfach vorbestraft ist, wirb wegen Diebstahl und Be­trüb und unter Einbeziehung einer in Darmstadt gegen ihn erfannten Strafe zu 9 Monat Gefängnis verur­teilt. Eine Zeugin, die nicht erschienen war, erhielt 50 Jt Geldstrafe. Ein Invalide aus Frankfurt, der an der hiesigen Bahnsperrc einen Schaffner beschimpfte, weil dieser ihn wegen einer Jahttarte angehaltrn hatte, wurde zu 30 .11 Geldstrae verurteilt.

» Sie neue Waldbühne am Kaiser Wilhelm-Turm. Man schreib« »ns: Es fei an dieser Stelle noch besonders daraus hingewiesen, daß die Wirtschaftsderriebe Kaiser Wilhelm-Turm und Spie- gelsluft feil UeSrrnnhme dnr-ft Herrn Paul Lowka (Stadtsäle) allen Aufordcrungen gerecht werden und in vorzüglicher Wesse eingerichtet worden find. Nament­lich auch mit Rücksicht auf die neue Waldbuhne ist so­mit einer der herrlichsten Plätze Marburgs zu einem ganz bevorzugten Aufenthalt gestaltet worden. Mit ungeheuerer Mühe und Kostenaufwand ist der Zu­schauerraum für die Waldouhn« hergerichtet. Er be­steht die Absicht die neue Waldbühne in Verbindung mit den Wirtschaftsgebäude» noch weiter artszubauen, vor allen Dingen durch Schaffung terrassenförmiger Stehplätze zu erweitern. Dies ist aber in heutiger Zeit alles nur durchführbar, wenn vom Publikum den Witt- schastsgebüuden sowohl wie der neuen Waldbühne das gröfite Interesse und die größte Unterstützung zu teil wird. Dies dürfte nm so selbstverständlicher ie"m, als wohl kaum ein zweiter so herrlicher Auf ent holt in un­mittelbarer Rabe der Stadt vorhanden ist. Die wun­dervolle Fernsicht, die herrlichen Waldungen und die unter Leitung Direktor Hennings stehende Waldbühne find drei Ratteren, die mit allem Nachdruck dos Jnter- efie des Publikums auf diesen herrlichen Fleck deutscher

teufen muffen. Der Pächter Herr Paul Lowka hat durch feine Tätigkeit gezeigt, daß das Publikum leine» Au.ordn '.ngen volles $ertrauen entgegenbringen kann. Es ist daher entnehmen und M hoffen, daß die­ser herrliche Ausflugsort einer neuen Blute entgegen«

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irrigen Sobn deS Feldhüters und verging sich an ihm, ^obei der Junge ftbmer mißhandelt wurde. Der marok- j^ische Sergeant wurde sestgenomme».

ivb. Brüssel, 22. Juli. (Savas)Peuvle" be­

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tals ei Wie verlautet, nehmen die BerHandlungen bet Preis- ft Hefti »bbaukommisfion einen günstigen Berlaus. Die Sank-

feile immer der schuldige Teil fein, das müsse er zurück- Zeisen. Herr Fürst schloß sich ihm an. Durch solche Uusföhrnngen würde nichts genützt. Der Landwirt fei stich an Papiergeld aber arm io feiner Wirtschaft. Der Boden fei ausgeraubt und das Papiergeld reiche nicht, lun den alten Stand wiederherzustelle». Wen» gellte Landwirte anderer Meinung feien, so würden ihre Sage verkennen. Meistens feien die Mitteilungen Nicht richtig. Die Landnnrte seien darin einig, gegen jche ungesunde Preisbildung vorzugehen. Der Zwischen­handel und die Zwangswirtschaft verteuere die Pro- bnfte. Der Redner brachte verschiedene, besonders drafische Fälle, die da? schlagend bewiesen, zur Kenntnis. Herr ktumx- pflichtete seinen Ausführungen bei. Heute heiße es, fte'-villig Opfer zu bringen. Wie solle es mft den gartefidii werden? Herr t)amm erklärte nachträglich, M er doch für die Stellmacher einen Abbau von 15 Prozent in Aussicht stellen wtile. Bttiüglich des Bange- fchästs teilten die Herren Ziggel und M ü n s ch e r eil, daß dies ja ganz barnieberfiege. Herr Mink« Wolishausen erklärte, daß bestimmte Zusagen gegeben leerben müßten, auch könne nur auf Grund der Fr jeden s- IKrifc'abgebattt werden. Der kleine Bauer, der fünf Kin« tir habe, kSuue das Geld für die Schuhe nicht aufbringe», wenn er seine Ernte verkaufe. Heber die Eierpreise befragt, meinte Herr Mink, daß die Aushebung des Zwanges

Marburg und Umgegend.

Marburg, 23. Juli (Heuert).

Rene Amtsbezeichnungen Tie Kreissekrr- inre werden von jetzt an den Titel Kreisobersekrctäre, die Kreisassisteuien den Titel Kreissekretäre, die Kreisboten bat Titel Kreisamrsgrhilfe» führen.

* Der akademische Gottesdienst am nächsten Sonntag finbet tote gewöhnlich pünktlich um 10 Uhr statt.

* Polizeiliches. Tie btäxn Herren, btt sich gestern abend gegen 9 Uhr eines öfteren bewußtlosen Herrn in ber Biegen straffe angenommen haben, werden gebeten, sich bei ber Polizeiverwaltung, Kilian, Zimmer 4, zu einer kurzen Rücksprache zu melden.

* Gewerbegericht. Ein aus seinem Arbc rts- verhältnis ausgeschiedener Gebisse klagte wegen Ausfttl lung eimS anderen Zeugnisses. Das Gericht trng feinem Verlangen Rechnung.

* Ss naht der Herbst. Die sogen. Turm- oder Mauerschwalben haben ihren Rückzug nach dem Süden angetreten. Man sagt im Bolksnmnd, wen» diese Schwal­ben die ersten Kornhügel sehen, zichen sie fort.

V* Sait rag v. Graefe. Hebet den Dortrag des Reichstagsabg. v. Graefe, der am Mittwoch in bet Mitgliederversammlung der Deutschnat. Bolksparrei über bas ThemaUntergang ober Wiedergeburt?" sprach, wird uns geschrieben: Zeder ber Anwesenden wird es dankbar begrüßt haben, daß er Gelegenheit hatte, den bekannten nationalen Politiker und packen­de», temperamentvollen Redner, Herrn v. Graefe, einmal zu hör«; zugleich muß es bedauert werben, daß es infolge des Mangels an größeren Säle» nicht mög­lich war, daß Herr v. Graefe statt vor Hunderten vor Tausenden sprechen konnte. Der Redner zog die Zu­hörer von Anfang bis zu Ende in feinen Bann, mochte et nun die Gleichgültigkeit und Lauheit des deutschen Bottes, gerade in b« Kreisen bet In­telligenz, geißel» oder Kritik an der Politik der deutschen Regierungen seit 1914 üben ober Wege des Wiederausstiegs zeigen. Seine sehr klar disponierten Ausführungen zeichneten die verschiedenen Etappen aus dem dunklen Talweg, in den bas beutsche Volk hinein- geführt wurde und hineingestolpert ist unb aus dem der Ausgang noch ungewiß ist. Drei Meilensteine auf die­sem Wege wurden unterschieden: Die Ausnutzung der Notlage des deutschen Volkes für innerpolitiW Zwecke während des Krieges, der sogen. Wassenstillstand und Versailles-Spaa. Herr o. Graefe brandmarkte es scharf, daß schon in den ersten Augusttagen 1914 dem einigen deutschen Bolle die Einigkeit des Reichstags dadurch vorgetäuscht worben sei, daß die Zustim­mung einet* kleinen Gruppe, die den bentschen Sieg nicht wollte, zu den Kriegskrediten durch innerpoli- tische Versprechungen erkauft worden fei. Man hätte bas deutsche Volk am 4. August 1914 wissen lassen sollen, wer gegen die Kriegskredit« sei. Dann das Hilfsdienstpflichtgesetz: Es habe auf einem richtigen unb gefunden Gedanken beruht, fei aber durch den Einfluß der Gewerkschaften mit seinem Reklamie- rungs- und Drückebergersystem und seinen nngesunb hohen Löhnen, die an der Front aufreizend wirten muß­ten, zu der eigentlichen Ursache unserer fetzigen unhalt­baren wirtschaftlichen Lage geworden. Endlich habe die Hebertragung ber Kommandogewalt von der Krone auf die Zivilregierung (während die Gegner Dittateren einsetzten) zur Revolutton führen müüen. Das, was man dem deutschen Volke alsWaffenstill­stand" habe mundgerecht machen wollen, sei eine K a - pitulation gewesen. Aber man habe nicht den Mut gehabt, bas zu sagen, nachdem man sich trotz vorheriger gegettfeUifler Versicherungen unterworfen habe. Ter Redner räumte auch mit bet immer noch dem Volke vorerzählten Legende auf, al« ob der Abschluß bee Waf­fenstillstandes auf Hindenburg zurückzuführen sei. Als Hindenburg zum Abschluß riet, hatte die Revo­lution die Möglichkeit des Sßeiterfämpfens, die vor­her bestanden hatte, beseitigt. In Versailles habe man unterschrieben, obwohl man vorher die Unmöglichkeit der Erfüllung des Vertrages festgestelli habe. In Spaa cheine es gerade so gewesen zu sein. Stlnnes sei preisgegeben worden, und von da an fei das Spiel verloren gewesen. Aus Dt. Simons laste die Schuld, die Abdankung des Kaisers verössentlicht zu haben, obwohl sie noch nicht erfolgt gewesen sei. Trotz­dem bas deutsche Volk sich zu 99 % weggeworfen habe, glaubt Herr v. Graefe doch noch an die Möglichkeit des Wiedetaussttegs. Die Rot werde einigend wirten,

iTrtnftW die hessische Regierung aus dem Ergebnis bet lldllLL Axjchstagswahlen noch nicht die Tchteßfolgerung gs- oaen und Neuwahlen ausgeschrieben habe, was

Binitok i Hktr Kaiser-Gisselberg trat den Ausführungen ' , f bfg Herrn Jlk entgegen. Er erwähnte den Raubbau in

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nrb ins Ws- hier. Es müsse von einer Grunddasis aus verhagelt rmm ft Wenn die Steuern von den Düngemitteln ge»

in Boris tiglich ber Eterprrise. Herr Mink glaubte, daß die 6er, wenn sie billiger seien, nicht hierher kämen. Es m ihm nicht möglich, eine Erklärung ab$ugeben, das Mle in der Kommissionssitzung geschehen. Als- Mlder ber Kommission Warben gewählt die Herren kürst ^Vertreter Kapp), Henkel (Reudeck), Stumpf, Urff

Itnt hi ; «njtn Gebiet zu. Ein Arbeiter (Holzhauer) führte aus, tzrof- 1 tiitz die Werkzeuge billiger werden müßten. Herr Jlk itoerM tischte den Vorschlag, eilten prooewesse» Abbau der iahuheil kebeusmitiel eiutreirtt zu lassen, Worauf ihm Herr Fürst

' ",11 hinzu, das komme daher, wenn man einseitig rin Lebens-

E'i.. mitte! dem freien Handel überweise. Im Darmstädttsche»

Produftion ein. Es würden dann die Mikliardenausgaben für ausländische Lebensmittel gespart, beim Bieh sei es genau so. Die Landwirte verlangten Freigabe ber Kar- tossebrirtschast und stellten bei größtem Entgegenkom­men Versorgung ber Stadt in Aussicht. Auch bei den Eiern solle Entgegenkommen gezeigt werden, bei Milch wsb Fleisch fa die Loge sehr schwierig. He« Dt. jur. Stracke führte ans, daß alle heute erklärt hätte», ab» lebaurn. Man müsse von unten anfangen. In Fulda habe man den Preis für Eier auf 80 Pfg. beschlossen unb t!<et dM heute kosteten sie soviek. Er schlage eine Kommission vor, lkn die alle Preise festsetze. Man wolle doch nicht ohne jckres :teert« Ergebnis ansrinandetgehen. Die Gewerbetreibenden seien Steua torangegangen. Herr Fürst sagte, daß die Landwirtschaft Anhaltr .....

Filme. Heute Freitag zum ersten 'Dale vaS große Drama aus dem HochgebirgeBergschrecken" mit routt# derbaren Naturaufnahmen unb spannender Handlung. Außerdem ist noch das allerliebste LustspielLoS 111111" auf dem Spielplau. Voranzeige: Ab SonntagDer Taschendieb", genannt ber blasse Albert.

* Tas Zentral-Theater bringt ab heute, wie es mittrilt, den ersten Teil des großen zweiteiligen Mpnn» mentalsilmwerkes ,Lilli", ein Sittenbild aus Berlin $8. nadj dem Roman von Jolanthe Mar6s. Tie Haupt­rollen spielen Mia Pankau, Reinhold Schänzel, Leopoldiu» Constanttn und peitere bekannte und beliebte Künstle­rinnen und Künstler. ^Lilli", der erfolgreichste Roma« ber Jolanthe Mar^s, ein Buch rücksichtslosen Bekenner» mutes. hat nun auch im Ulm sein starkes Leben, feine tiefe innere Wahrhaftigkeit bewiesen. Ebenso wuchtig in ber Anlage, ebenso erschütternd in seiner tiefen Tragik, ist das zweite Buch des Romans:Lillis Ehe", ba8 eben­falls als ein Filmwerk gigantischer Größe ab nächsten Mittwoch gezeigt wird. Der ves» chdieser Lorsühruugen wird besonders empfohlen.

:: Gladenbach, 23. Juli. Am nächste» konnkat soll hier ein Missionsfest abgehalten werden. Die Goti tesdienste finden zunächst in der Kirche und mittags 2 Uhr bei günstigem Wetter (sonst in ber Kirche) im Walde zwischen Mornshausen und Rüchenbach (die Hoor) statt,

<:) Bottenhorn, 23. Juli. Der Nassauische Bund für evang. biblische- Chriflentnin und freie Volkskirche, hält am nächsten Sonntag hier ein BolkSmifsionssest ab,

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Radsport. Am Sonntag, 26. Juli veranstaltet ber Gau Sa Sieg-Lahn (Deutscher Radfahrer-Bund), fine Preisfahrt über 150 Kilom. mit Start und Ziel Gießen. Die feit dem Kriege erstmalig wieberkehrende Fernfahrt führt die zahlreich hieran teilnehmende» Fahr« aus allen Städten (auch Marburg) auf die frühere Strecke: Gießen Wetzlar Herborn Dillenburg Laasphe Biedenkopf Marburg Gießen. Dte Fahrer wecken Sonntag vormittag zwischen 9'/e und OVg Uhr die Straßen unserer Stadt passiere». All Heil! v. v.

DerR-Sp. -B. GermaniaOS hält heute abends 9/$ Uhr ftn Bereinsloka! (Franffurter Hof) eine Set» sammlung ab, wozu vollzähliges Erscheinen erwünscht ist«

Heffen-Nassau und Nachbargebiele.

Arolsen, 23. Juli. LandeSditektor Präsident v. SebetH,bercnf4 Wochen beurlaubt war, wird nicht wieder ans seinen bisherigen Posten zurückkehren. M«, aus jtt Verl affiger Quelle verlautet, steht feine Berufung, als Oberregierungsrat an die Regierung in Wiesbaden" nahe bevor.- Herr v. Siebern ist zum stellvertretrnben Oberpräsidenten des Regierungsbezirks Wiesbaden outz- ersehen.

mc. F r a v k s u r t a. 2)1., 22. Juli. Die Wohunngs-; not hat einen derartigen Umfang angenommen, da?, das städtische Wohnungsamt sich genötigt sieht, britte' geub vor Zuzug zu waren. Vom 3. April dis HL Juni haben sich wöchentlich durchschnittlich 237 Fa­milien nen angemeldet. Am 1. Juni betrug der Stantij der Wohnungssuchenden 9840 Familie» mit 30687 Per*' fönen. Tie Genehmigung zum Zuzug wurde dezw,' mußte in der Zeit vom L August 1919 bis 3. April 1920 erteilt werden an 3101 Familien und 15 270' Einzelpersonen, darunter 790 Beamte und 545 Staden-., ten. Bis 19. Juni wurden 3463 Wohnungen, 687 möblierte und 404 unmöblierte Zimmer ersaßt. Die Handelskammer vertritt jetzt im Hinblick aus bit Ernährungslage den Standpunkt, en Stelle ber unge­teilten Arbeitszeit wieder eine Mittagspause ebitreteti zu lassen. i*

Melsn ngen, 23. Juli. Der Hessische ffeftk. schullchrerverein, der gegenwärtig etwa A)00 Mitgliedes zLhlt, haft Ende Sepicmber ober Anfang Oktober hier seine diesjährige ordentliche Vertreterversammlung al,1

E isenach, 23. Juli. Ein sehr bezeichnendeD' Symptom für den moralischen Niedergang der Bevöl­kerung ist die Tatsache, daß hier künftig wöchentliche zweimal Sitznugen der Lirasimniner flattsinden müssen. Die vielen zur Verhandlungen stehenden Sicaftateti, lassen sich nicht wie bisher in einer Sitzung eriabigex,

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Letzte Nachrichten.

Französische Truppentransporte »ach Pole» ibet Les.

Berli», 23. Juli. Nach einer Meldung des2oL< Anz." aus Warschau ist dort die Nachricht aus Paris eingetroffen, daß Ende dieses Monats ersten Trupe pentransporte ans Frankreich eintreffe» werde». Dia Transporte werden voraussichtlich Über See geleitet und in Danzig einge sch isst werden.

Keiurtehe deutscher Kriegsgefangener ans Rußland.

Helfingsfors, 22. Juli. Gestern trafen hier 900 deutsche Kriegsgefangene aus Rußland ein. Ihr Aeußeres zeigte deutlich Spuren der Überstandene» Lei­den und Entbehrungen. Sie erzählten, daß es ihnen ich Sibirien noch verhältnismäßig gut gegangen sei. Jq Moskau unb Petersburg aber hätten sie große Ent­behrungen erdulden müssen. Sie erzählten ferner, daß in einer Stadt des Tomsker Bezirks »on 50000 CEiy wshnern 40 000 an Typhus gestorben sind.

Die^ifche Regierung will unterzeichne».

roh. Amsterdam, 23. Juli. DieTimes meldet aus Konstantinopel: Sie Regierung hat beschloßen Reschid Bey in Paris zu beauftrage», die Möchte zu verständigen, daß die Türkei den Friedensvertrag unterzeichnen werde und daß bte mit der Unter­zeichnung beauftragten Delegierte» je schnell wie mög­lich nach Paris komme».

Die irische und arabische Frage.

wb. London, 23. Juli. Lloyd George empfing Sestern nachmittag eine Abordnung, die ihm die voq der Eewerkschaftskommission gefaßten Entschließungeq über Irland unterbreitete.

Amsterdam, 23. Juli. Nach einer Meldung bet Times" aus Teheran erklärte England sein Einver» tänbnts dazu, daß Emir Abdulla, der Sohn bet Königs von Hedfchas als Oberhaupt des arabisches Mesopotamien auftritt.

Dermsschtes.

viel Geld für einen Eichenstamm. Bei einer Eiche» Holz-Versteigerung im bayerischen Forstamte HunoelSa Hausen im Steigerwald wurde für einen Eichenfurntew tamm von 9 Meter Länge unb 90 Zentimeter Durch, messer ein Erlös noe 62 100 Ji erzielt. J