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Der polnische Zusammenbruch

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Ti? Besprechung der Regien»ngserLärnnge« wird Sonnabend vorm IS Uhr fortgesetzt.

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r* Berlin, 22. Juli. Der Beratnngsgegenstand für die kommende Reichstagstagung wird einzig und allein Spaa bilden. Den Rechenschaftsberichten der Minister in den Ausschüssen werden solche vor dem gesamten Volke folgen. Aus Spaa sind aber nun auch die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Folgerungen zu ziehen. Mit diesen wird sich der Reichstag in ganz besonderem Mak.- zu befassen haben. JnsbesoiEere wird es sich um gesetzgeberische Mit­nahmen zum Zwerkr der Durchführung des Entwass- nungs- tote des Kohlenabkommens handeln. Neben einem Gesetze, das die Neuorganrsatian unserer Reichs­wehr betrifft, werden auch besondere gesetzgeberische Vorkehrungeil zum Zwecke der Durchführung der Ent­waffnung und Abrüstung wie auch zur Sicherung der 2 Millionen Tannen-Lieferungen zu.treffen sein. Wie bereits mitgeteilt, handelt es sich in diesem Falle um tief einschneidende Maßnahmen zum Zwecke einer besseren Ausnutzung der " Kohlenförderung wie auch zum Ziele einer zweckmäßigeren Verteilung der ge­förderten Meng«». Wir werden es bei diesen neuen Maßnahmen im Effekt tatsächlich mit dem Beginn einer Verstaatlichung der Kohtenproduktio« und Kohlenverteilung zu tun haben, wenn man will auch mit dem Beginn einer Sozialisierung, nur daß im vorliegenden Falle der von radikaler Seite einer So­zialisierung aufgeprägte Parteicharakter unter allen Umständen vermiede« werden muß. Der Reichstag wird sich auch mit der Verlängerung des Kuhlensteuergesetzes und nicht zuletzt mit den von der deutschen Reichsregierung zu »nternehmendeu Ge­genmaßnahmen gegen den über Polen drohenden Z o r - marsch der Bolschewisten zu befassen haben. Daraus sieht man, daß eine Fülle hochpolitischer Fra­gen, aber auch von Angelegenheiten größter wirt­schaftlicher und sozialer Bedeutung in der bevorstehen­den Reichtagstagung harrt. Unter diesen Umständen erscheint e5 fraglich, ob die in führenden parlamen­tarischen Kreisen herrschende optimistische Auffassung, daß mau in 68 Tagen mit dem Stoffe fertig werden könne, ihre Bestätigung findet.

Ueber das Bild, das sich aus Grund der Verhand­lungen von Spaa im Parlament ergeben.-wird, läßt sich heicke schon das Folgende sagen: Die Reichs- regiernng wird für ihre Abmachungen von Spaa eine sichere Mehrheit im Parlamerte haben. Ueber die eigentlichen Regierunasvorteien hinaus ist auch mit bet Billigung der Mehrheitssszialdemokntten zu rechnen. Innerhalb der Deutschen Volkspartei ist die Lage noch nicht völlig geklärt. Die in dieser Partei vertretenen iichnstriellen Kreise, die von Hugo Stin- nes geführt werden, stehen in einem gewissen Gegen­satz zu ihren übrigen Parteifreunden, die sich ent- schLossen haben, dem Urteile der Vertreter der Deutschen Bolksparici bei der Delegation in Spaa zu folgen. Jedensalls kamt man sagen, daß es zu einer Regie­rungskrise aus Anlaß von Spaa nicht kommt. Da­gegen ist es nicht ausgeschlossen, daß es zu stärkeren Auseinandersetzungen innerhalb der Deutschen Volks­partei toegen der Abmachungen von Spaa käme. In diesem Falle würde es sich aber lediglich um eine häus­liche Angelegenheit der Deutschen BolkSpartei selber handeln. Die Deulschnationate VoWpartei wird gegen­über Spaa einen ablehnenden Standpunkt ein­nehmen und zwar vorwiegend wegen der Zusicherungen der deutschen Vertreter in der Lutwaffnungs- und AbrLstungssrage, in zweiter Linie auch wegen der für unerfüllbar erachteten Zusicherungen bi »er Kohlen­frage. Aus ganz anderen Beweggründen werden die Unabhängigen gegen die Vereinbarungen von Spaa sich wenden. Sie werden, wie sich das heute schon er­kennen läßt, auch, diese Gelegenheit wieder zu einer Partei-Agitation benutzen und ihre Ablehnung damit begründen, daß die Abmachungen aufkapitalistischer^ Grundlage beruhten, .....

Sie MM $illtlt iet StrlWra.,

Anlaß zu großer Sorge. Fach geht nach Pole«?

tob. London, 21. Juli. Im dicht besetzten Unter­haus hielt Lloyd George eine ausführliche Rede über die politisch« Lage. Zunächst besprach et die Erfolge Griechenlands in Kteinasien. Llovd George führte weiter aus, die Dürkei habe zehn Tage Zeit erhalten, um den Friedensvertrag anzunehmen. Er hoffe, daß sie ihn unter­zeichnen werde. Der Premierminister fuhr dann fort: B o l e n hat den Verbündeten Anlaß zugroßerSorg« gegeben. Ich habe offen zu den Polen gesvrochen und bedauere, daß meine Befürchtungen sich verwirklicht haben. Ein unabhängiges Polen ist für die Erhaltung de» Frie­dens unentbehrlich. Ohne ein unabhängiges Polen würde eine große aggressive Militärmacht über das Gebiet eines anderen Volkes hinweg direkt gegen die deutsche Grenz« heranrücken. Der polnische Ministerpräsident habe sich bereit erklärt, d« polnische Armee innerhalb der eigent­lichen Grenon Polens zurückzuziehen. Millerand habe bk Antwort der Sowjetregierung al» impertinent bezeichnet, er, Llovd George, würde lieber da» Wortunlogisch" anwenden. Die Sowjetregierung sei bereit, die Frage de» Waffenstillstandes mit Polen in freundschaftliche Erwäg­ung zu ziehen . E» seien indes Anzeichen dafür vorhanden, daß die Sowjetregierung lÄiglich bereit sei, über die Angelegenheit mit einer Proletarierregirrun- zu verhandeln. Da» fei eine unerträgliche Lage. Di« Sowjetregierung sei nicht von Rußland gewählt wor­den. Sie eine große Autokratie, wie ihr« Vor­gängerin. Um die Ehrlichkeit der Sowjetregierung auf die Probe zu stellen, hätten die Verbündeten den Pole« den Rat gegeben, an Rußland heranzutrrte« und uQ

Bergarbeiterkonserenz.

Bochum, 23. Juli. Ter alte Bergarbeiterver.

K ändern» i'L Damit müssen wir un absinden, N schwer es auch für das deutsche Wirtschaftsleben 3r« ReichLwirtschaftSrat ist berufen, Wege zu Kcherr, wie wir uns in diese harten Bedingungen foeinfinden können und die Maßregeln zu beraten,

MerrSrng Freitag, 23. Juli (bewert.)

für das Ruhrrevier ein, deren TagesordnungDas Kohlenabkcmweu von Spaa und die Bergleute" lautet. Referent ist Abg. Ott» H u e.

Berlin, 22. Juli. Den ?lbendblättern zufolge werden der Reichskohlenrat und der Reichskohlenverband in gemeinsamer Sitzung die durch das Abkommen von Spaa geschaffene Sage erörtern.

. Bayern will feine französische Fürsorge.

Berlin, 22. Juli. LautBerl. Taqebl." erklärte

finb: Sitzt r®ot<» eh ter.

beissen beschloß ). vor» v-glS It

wb. Warschau, 22. Juli. Der polnische Heeres­bericht vom 21. 7. besagt: Feindliche Abteilungen haben Grodno besetzt und tragen ihren Angriff an der Chaussee GrobnoDukowan vor. Heftige bolschewisti­sche Angriffe aus der ganzen Schara-Linie. die befon- bers gegen beit Brückenkopf von Slonim gerichtet waren, wurden aufgehalten. Es entspannen sich heftige Kämpfe zwischen Slonim und Bialova. Die Bolschewisten sam­melten für diese Aktion 3 Infanteriedivisionen. Sie er­litten beim Forcieren der Cchara große Verluste. Im Süden mußten unsere Truppen nach heldenmütigem Kampfe Dubno räumen. Bei Wolockowice hatte eine 800 Mann starke bolschewistische Kavallerieabtei­lung unsere Linie durchbrochen, wurden aber unter schweren Verlusten zurückgeworfen. In bet Nacht vom 19. zum 20. ging ein ganzes kubanisches Kosakentegi ment mit feinen Offizieren zu uns über. Es haben fick viele Regimenter der Don-Kojakeu der Armee des Generals Wrongel ange'chlosten: und diese damit um 21000 Mann verstärkt.

Kvwno, 21. Juki. Die Bolschewisten maischiereu in drei Heeressäulen auf Warschau. Im. bolschewisti­schen Heer lall eine ausgesprochen nationale Stim­mung herrschen.

yib. Paris, 22. Juli. Nach einer Meldung bet Chicago Tribüne" soll die Räumung Warschau? von der Zivilbevölkerung schon begonnen haben. Ein großer Teil der Bevölkerung fei zur Abreise bereit.

wb. Paris, 22. JulK Nach den letzten in Paris eingetroffenen Meldungen sollen sich die Bolschewisten bereits vor den Toren von B i a l h st o k befinden.

ivb. R o ti erba in, 22. Juli. DieTimes" mel­det Mts Warschau: Der Umstand, daß die Antwort der Bolschewisten auf das polnische Wafsenflillsteubs- angebot noch nicht ««getroffen ist, verursacht in Polen Beunruhigung Tie Polen glauben, daß bte Bolsche­wisten möglichst große Vorteile aus bet militärischen Lage ziehen wollen, bte ihnen hn Augenblick sehr günstig ist. Amtliche polnische Kreise sind sich da­rüber klar, daß die von England geleistete Hilfe nut aus Kriegsmaterial bestehen wird. Vielleicht werden auch Freiwillige nach Polen gehen. Wie verlautet, ist nirgends die Rede von der Absendung eines eng­lischer. EpedtlivnsheereS.

40 Kilometer vor der oftpreußifchen Grenz«. Kopp versichert die Friedfertigkeit der Räteregierung Berlin, 23. Juli. Ter Zusammenbruch des pol­nischen Heeres scheint besiegelt zu fein. Die Ausgabe von Grodno uttb die Einkreisung des Südflügels der polnischen Armer ist beinahe vollendet. Die pol­nischen Truppen gehen in ungeordnetem Rück­zug auf Suwatki zurück, das noch etwa 30 Kilometer von der Nordgreuze Ostpreußens entfernt ist. Tie Sowjet-Truppen drängen hart nach, sodaß die Spitze der bsischewistischen Nordarmee beute schon auf un­gefähr & Kilometer an Ostpreußens Grenze heran- gekommen finb.

Der Berliner Vertreter der Sowjet-Regierung Kopp hat erklärt, daß die russischeti Truppen nicht daran dächten i:t DmlschlaM) cinzumarschieren, beim einmal wollte Rußland mit Deutschland in Frieden leben und die wirtschastlichen Beziehungen sobald wie mög­lich Wiede: aufnehmen, und dann würde ein Einfall in Ostpreußen scharfe nationale Slegungeu in Deutsch­land Hervorrufen, woran die Sowjet-Regierung kein Interesse habe.

Vor einer neuen Offensive.

Basel, 23. Juli. TieMorning Post" meldet aus Warschau: Die Regierung erklärt Warschau als nicht unmittelbar bedroht. Die Ruffen ver­schanzen sich am Dnsepr. Nach derDaily Mail" ziehen die Ruffen bei Mita« neue große Truppen- mc.tgcn zusammen. Der Funkdienst Mitaus meldet, daß die Russen eine große Offensive an allen Fronten beginnen wollen.

Verlangen des Durchmarsches durch Deutschland?

Genf, 22. Juli. DerStatin" meldet: Der Be­schluß des Obersten Rates in bet militärischen Unter­stützung Polens laute auf Mobilmachung von 16 Divi­sionen für Polen; bi« ersten Transpott« stehen bereits »»r ihrem Abmarsch. Blättermeldungen zufolge ist ein Verlangen an Deutschland, die Hilsstruppen füt bte Polen durch Dentichland zu transpar. tieren, an die deutsche Regierung unterwegs.

Berlin, 22. Juli. Dir Frage eines ausrekchen- den Grenzschutzes ist durch den erfolgreichen Vormarsch der bolschewistischen Truppen gegen Polen akut gewor­den. Die deutsche Regierung hat eine Rote nach Parts gesandt, in der mitgeteilt wird, daß beabsichtigt ist, tn Ostpreußen einen verstärkten Grenzschutz aus Einwohnern zu bilden, und zugleich in den Ab­stimmungsgebieten die Grenze militärisch bewachen z»

Amtliches Derkllndigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhefsifche) Oberheffen

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Kecksten fest, nun sollten sie sich infolge der Drohung brr Entcute vor der Gewalt beugen. Tie Bcrg- a^erte«: jnf>!£en sich durchaus solidarisch mit der ganzen i tzllöeitckschast Deutschlands, und sie müßten nunmehr bksürchl?!?, daß die Forderungen der Entente dazu fahre« müßten, daß die d eutsch« Jndusttie still- Fi und dadurch die Arbeitslosigkeit noch j vermehrt würde. Ferner fürchteten die Bergarbeiter, - M auf dem Wege über das Kohlenabkommen die

T«r 5aieiaenpteis beträgt fit dir Saefp. Seite 75 Psg. »»5 10], lafschl««, «»tltch» , - und auswärtige 1. Mk., Reklame,eue 3.00 5RL Jeder Rabatt gilt «I» varradatt. '

Bei «ustunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Aaaebate 25 Pi«, 6ee» w*e, Y* drrgebiihr. Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir da» Porte fit bte Rechnung 187g berechnen. Postscheckkont«: Rr. 5015 Amt Frankfurt «. Main. WLl

Di«Obrrhesstsche Zeitung" erscheint s»ch»m«l wöchentlich. veznqsprei» monatlich iS»ffiQ 4 Mk., durch die Psst 4.20 Mk. Für ausfallende Rummern infolge Streik» oder eL Wv elementarer Lreignifj« kein Ersatz. Verlag von Dr. L. Hitzerstb. Druck bet Unio.-Vuchbruferet von Joh. Aug.Roch, Markt 21*23. Fernsprecher 55.

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Krage der normalen Schichtdauer in eiltet für sie ^günstigen Weise gelöst werden sollte. Mit dieser Etiini iung der Bergarbeiterschaft muß auch die Wirt- jchüstspolitik hüben und drüben rechnen. Gleichwohl W ich. daß die Bergarbeiter endgültige Entschlüsse tzüyt mt der Erregung des Augenblickes fassen werden. Die Berzatbritcr wolle!', nun das Ucberschichten - ab k 0 m in e n kündigen, das Arbeitsminisiecium ktete deshalb schon Verhandlungen mit ihnen ein, twbort wir uns ein günstiges Ergebnis versprechen. Mr jo ff eu auf die Möglichkeit, das Abkommen von ^aa |b zu erfüllen, daß deshalb unser deutsches Wirt- MftskeKk» nicht volistäudig zu erschüttern braucht. gtdenfaW möchte ich feststellen, daß die deutschen Irbcifer bereit sürd, am Wiederaufbau des zerstörten , iktropss, aber auch der deutschen Wirtschaft tatkräftig

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Eitzuwteken. Andererseits muß alles geschehen, um kn Bergbau nach der technischen Seite zu heben.

Reichsministet für Ernährung und Landwirtschaft $«rtne 5 legte dar: Um feste Gnindlagen für die Derbrss-vung der Ernährung zu schaffen, wird das ReichsernährungSutinisterium in Verbindung mit dem KirtschLflZ!nin:ficriu:n und dem Arbeitsministerinm Mit beit Bergarvcitetvrganisationeu zu einer Besprech- tog zusammeutrete». Bot allen Dingen ist eine jchnettd He tbe s se r n »g des Brotes vorgesehen. 3m Cratähriiügsministerium wird ein einheitlicher Plan str bte Ern ährungswirtschaft bet nächsten Jahre zu- ^«:ch mit einem Einsuhrprogtmnm ausgearbeitet.

- Bst ben Ministern sprach Präsident Edler b. Braun: Einige beachtete Stute haben sich gewun- krt, daß der Reichswirtschaftstat z u e r st den Bericht kr Rtgjentng eutg-gennimmt. Nach den gesetzlichen 8esnm»n»gen ist der Reichswirrschaftsrat das gutacht- Lch: Organ dec Regierung in allen wirtschastlichen 01b soziakisiifch.'.t Fragen. Ein Gutachten hat nut kuii einen Sinn,, wenn es abgegeben wird, ehe die Ellticheiöung getroffen wird. (Sehr richtig.) Deshalb liegt cs im Sinne der Brsiimmnngen, aber auch im 8ntereffr des RkichstageS, daß dec Reichswittschafts- tet b»e brni Reichstage Stellung nimmt. Wir wer­den uns klar [ein müssen, daß es Ausgabe des Reichs- Mirrfchssksrats nicht sein kann, bet Regierung Bet- Kauet- oder Mißtrauen auszusprechen. Tas ist aus- !>^ießAch Auü.aoc des Reichstages. Wir müssen uns fot fsi», daß, wie auch die Eutscheiduitg des Reichs­tages fällt, an den Abmachungen in Spaa nichts

lassen. Die deutsch« Rrgierung gibt ferner zu erkenne«, daß die deutsch« Neutralität gleichmäßig gegen jede« der ktiegfiihtenden Teile, sowohl gegen Polen als auch gegen Rußland gewahrt werde. Ueber die deutich« Haltung im Falle eines Versuchs, uns zu einet Durch­führung von Trüppentransporten zu bestimmen, hat bet Außenminister gestern im Auswärtigen Ausschuß ge­sprochen. Soviel kann jedenfalls als feststehend eraditet werden, daß in einem solchem Falle, bet Deutschland zur Etappe und zum Durchmarschgebiet machen würde, kein Deutscher fich solchen Absichten stillschwei­gend fügen würde.

Räteregierung und Völkerbund.

wb. Rotterdam, 22. Juli. DemManchester Guardian" zufolge wird in der russischen ?lniwortnote außer den schon bekonnten Tatsachen Folgendes bärge« legt: Die Somjctregierung weigert sich bestimmt, mit bem Vertreter des Generals Wrangel zusam- menznkvmmen oder seine Sache anzuerkennen. Wrangel wird bauernd dermeuternde General genannt. Dte Sowjetregierung ist bereit seinen Truppen und den un­ter seinem Schutz befindlichen Personen Sicherheit z« gewährleisten. Aus der anderen Seite verlangte fi« bedingungslofe Uebergabe der ganze» Halbinsel Krim und aller daraus befindliche» militärischen Vorräte. Was ben Völkerbund angeht, fo weigert sich die russische Regierung sich an die Vorschriften biefee Bundes zu halten, den ste einen Bund der verbündeten Siegietungeu nennt Di« Antwort weist darauf hin, daß das Bestehen des Bun­des Rußland niemals amtiich mitgeteilt wurde, und daß es alles, was cs von dem Bunde miste, aus den Zeitungen erfahren habe. Die Sowjetregierung betont, daß trotz bet Bestimmungen des Völkerbundsatzes, bte Verbündeten nichts taten, als bekannt wurde, haft' Polen einen Angriff auf Rußland beabsichtige. Daher sehe die russische Regierung, nicht «in, warum ste fich . .. jetzt, wo Polen vor der Katastrophe eines von ihm be­gonnenen Krieges stehe, dem Bunde unterwerfen solle.

Dir beiden Parteien in Moskau.

wb. London, 22. Juli. In einer von Reuter verbreiteten Mitteilung heißt es: Aus der russischen Note geht deutlich hervor, daß es in Moskau zwei Parteien, eine Kriegs- und eine Friedenspartei, gibt Welche von den beiden die Oberhand behält, werde sich wahrscheinlich noch Ende dieser Woche zeigen.

Direktes WaffenstiWandsangrbot nach Msska«. }

Berlin, 25. Juli. Wie dieVost. Ztg." aus Warschau meldet, har der polnische Landesverterdigungs- ral beschlossen, deu englischen Rat zu befolgen und ein Waffenstillstandsangebot direkt nach Moskau zu richten. Um bem Angebot Nachdruck zu verleihen, soll ein Koalitionskabinett aus allen Parteien gebildet werden unter besonderer Berücksichtigung bet Bauernpartei uni der Sozialisten.

Der Streit um Wilna.

wb. London, 22. Juli. Nach einerTinies". Meldung aus Kowno dauert bet Streit bet Bo!' - misten und Litauer um Wilna an. Die Bolscheivi>. weigern sich, bte Stadt zu räumen und haben unter b r Vorwande einer militärischen Notwendigkeit dort ein« Zivilverwaltung eingerichtet. Di« Litauer haben gegen diese Maßnahme Protest eingelegt und weigern sich, ihn Truppen in Wilna unter das Kommando der Bolsche. misten zu stellen.

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MiL» wtiwtiig sind, um trotzdem unser Wirtschasts- wünsch. ilbrn archmcht ru erhalten.

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M unerträgliche Lasten für die Industrie. Btt« «ehtie Arbeitslosigkeit. Ermihrnngsmaftnatzmen.

l»K Berlin, 22. Juli. Im vorläufigen Reichs-

pirtschaWrate erstattete Reichswirtschaftsminister Gcholz Bericht über die Berhandlnngen in Spaa und legte bw außerordentlichen Schwierigkeiten dar, die pc die deutsche Delegation z» überwinden waren. Er tzersorckich halte das Älbkommen von Spaa für eine »iekkeicht unerträglich« Belastung des dent- stm Wirrschastslebens. Unter allen Umständen be- teute das Abkommen eine unerhört« Belastung Iet deutschen Berg ar beiterschaft. Ande- BkseilZ fei es voraussichtlich nicht zu vermeiden, vast Vc bemfrhen Industrie neue Einschränkungen anj- «legt werden, die schon die gegemvärtigen Beschrän- ftzngen kaum ertragen könne. Tann werde aber auch btt boit'dw Industrie nicht so große Reparations- keistungen aufbringen. Eine Mehrsörderung an Kohl- sti^nur denkbar, wenn di« deutfche Arbeiterschaft diese r. .'ca, i Stiftung vollbringen wolle. Tie (Steigerung der Koh- bßig, > Knprodick-iM sei daher in erster Linie eine Arbei- Itt'? L ter frage, und deshalb müßten den Arbeitern alle »öglich'e» Erleichtcrungen verschafft werden. Er

4b »iderfprach dem Kohlenabkvmmen, weil es nock> [ feiltet' Ansicht der deutschen Industrie fast uner-

oüglt«st trägt! che Lasten auferlege. Trotzdein werde et 'atfuäll iuu, damit baß Abkommen erfüllt werden könne ' DrnffManb habe die Verpflichtung nunmehr über- em»nrs,, und müßte nun auch alles daransetzen, um die Verpflichtungen zu erfülleir.

Tanrr führte Reichdarbeitsmimster Dr. Brauns

------ - .. . . der Verhandlungen in Spaa

trtHi bernächti^e sich der Bergarbeiter eine große Erregung. Kcrode die Bergarbeiter halten sehr zähe an ihren