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Amtliches VerLindigungsblatt Les Kreises Marburg
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Tageszeitung für (ims früher kurheffifche) Oberhessen
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in dem ans deutschem Boden die deutsche Fahne m all und neuer Gestalt, vas Anstimmen vaterländischer 2icb;
die Wiedergabe wahrheitsgetreuer Berichte über Ausschreitungen französischer Truppenangehöriger verbot e n ist.
Die Kritik der Presse (mit Ausnahme der demokratischen und sozialistischen) an der französischen Uebcrheb« lichtest uni> dem Mangel an Festigkeit innerhalb der deutschen Regierung wird von der Mehrheit des deutsche« Volkes geteilt werden. Der allgemeinen Stimmung gab die in Betracht Tomntenbc Kompagnie, deren Aufgabe nicht beneidenswert war, dadurch Ausdruck, daß sie nach Beendigung der Handlung unter dem Jubel der Meng* selbst das ..Deutschlarck, Deutschland über alles" en» stimmte und damit zeigte, wie ihr zumute war.
Diese Tatsache hat die französische Regierung zu der neuen Fordern Kg veranlaßt, den die Kompagnie befehligende« Ossizier, aus dessen Befehl daS Deutschland- Lied angestimmt worden sei, zu bestrafen. Demgegenüber wird von deutscher militärischer Seite darauf hingewiese«, da» der Gesang nicht besohlen worden ist, sondern bew Brauch entspreche, bett die Soldaten gerade in besonder» ernsten Situationen, vor allem nach Leichenparaden, zu itben Pflegen.
Die Regierung ist der Meinung, daß es besser gcwrse». wäre itocun sich die Reichswehrkompagnie völlig ruhig verhalten hätte, andererseits weist sie darauf hin, daß dir Lage in Berlin jetzt so gespannt ist. daß sich eine gewisse Grenze der Forderungen nicht überschreiten lasse. In welcher Fon« eine neue Aktion eingeleitet werden soll, stehe noch nicht fest, doch soviel sei sicher, daß sie nur mit Zustimmung des gesamten Reichskabinetts durchgeführt werden könnte.
Heeresbericht: Im nördlichen Abschnitt besetzten Vol- schewisten Smorgo» und Oschmiany. Der Kamps dauert aur Oschmianflvfse au. Die bolschewistischen Angriffe nordöstlich Luzk und in der Gegend von Bolow sind unter bedeutenden Verlusten für den Feind abgeschlagen worden. Tie heftigen Angriffe auf Luzk werden fortgesetzt, in der Gegend von Dubno greift der Feind unaufhörlich an.
Di« WaffenstiüstandsvsrschlLge Lloyd Georges.
wb .Amsterdam, 17. Juli. Die „Eveuing News" veröffentlicht ein Telegramm aus Warschau, daß der nationale BerteLigungsrat von Polen beschlossen hat, Lloyd tsseorges Vorschläge über den Waffenstillstand als ersten Schritt zum Frieden anzunehmen.
' wb Amsterdam, 17. Juli. Wie die „Times" meldet, ist die Regierung Großbritanniens mit dein Vorschlag der Sowietregierung, die Konferenz zwischen Ruß-
Die Franzosen in Syrien.
wb. Paris, 17. Juli. Nach einer „Matin"-Mel- dmrg aus London ist dort das Gerücht verbreitet, die Franzosen hätten dem Emir Fessal ein 24stündiges Ultimatum gestellt. Syrien solle das französische Mandat und die französische Sprache offiziell anerkennen, sowie französisches Geld als Zahlungsmittel in Syrien ,zn- lasten. Da nach abgelaufener Frist keine Antwort ein- gegangen war, hätten französische Truppen den Vormarsch auf Aleppo und Damaskus begonnen. Wie man in London sage, hätten die Araber bis jetzt keinen Widerstand geleistet. Nach einer weiteren Meldung aus Syrien sind auch die syrischen Eisenbahnen unter die direkte Kontrolle der Franzosen gestellt worden.
wb. A m st e r d a m. 17. Juli. (Reuter.) Der Ver- waliungrrat des Libanongebietes, der-meist von Mo.ro- niten gebildet wird, die früher die hauptsächlichsten Anhänger der Franzosen waren, erklärte unter Ablehnung des französischen Mandats die Unabhängigkeit des Libanon.
wb. Rotterdam, 18. Juli. Nach einer Meldung aus Kairo ist Emir Feffal in Begleitung des Ministers des Rensiern und anderer Staatsbeamten nach Europa «rbgereist, um die Unabhängigkeit des innerhalb seiner Grenzen zu vereinigende Sorten, seine, Fessals, Anerkennung als König und das Recht eigener Vertretungen in Auslande zu erlangen.
len den Belgiern und Franzosen bereit» Sarge, wegen des Wagenmangels auf der Eisenbahn.
Die Bertettnng der deutschen Wiedeegntmachmrgs- summe.
wb. Spaa, 17. Juli. (Havas.) Zwischen Italien, Japan. Belgien und Portugal wurde ein Uebereinkemmen unterzeichnet, um sofort unter diesen Möchten einige Probleme zu läse«, die sich aus der Aenderung des Friedensvertrages van Versailles ergeben. Art. 1 bestimmt, daß die Summe, d« von Deutschland als Wiedergut- machung auf Grund de? Friedensvertrages von Versailles gezahlt werde, wie folgt verteilt wird: England 22 Prozent, Frankreich 52 Prozent, Italien 10 Prozent, Japan 0,75 Prozent, Belgien p. und Poriww? 0,75 Prozent. Die restlichen 61/- Prozent werden für Griechenland ,drn serbischen, thrazischen und slowenischer! Staat, sotvie für die Mächte, die auf Wiedergutmachung Ansprüche erheben, aber das gegenwärtige Abkommen nicht mitunterzeichnet haben, verteilt.
junge Deutsche vor die Wahl gestellt wurden, sofort für Polen zu optieren und in das Heer einzutreten oder innerhalb 14 Tagen ausgewiesen zu werden. In Wollstein fanden wieder Internierungen von Deutschen statt.
Reue Verhaftung eines Deutsche«.
Berlin, 18. Juli. Die „Deutsche Allg. Ztg." meldet aus Danzig: Rach dem „Dztennik Gdanfki" wurde auf dem Bahnhof in Dirschau der ehenialige Grenz- schutzkomandeur Hauptmann v. M a s s e n b a ch von den Polen verhaftet. Die Gründe gibt das Blatt nicht an. . . ..
laich und den Randstaaten in Brefi-Lstowsk nicht einverstanden.
Di« polnisch« Gewaltherrschaft.
wb. Berlin, 17. Juli. Ueber neue der Polen wird bekannt, daß in Czarnikau
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Marburg Montag, 19. Juli (Renert)
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Üü einer amtlichen Verlautbarung über die Er- Nviiiffe der Konferenz von Spaa wird am Schlüsse ^kärt, daß die Sicllung der deutschen Delegierte« sich der normalen Stellung immer mehr näherte, venu sie sie auch noch keinesivegs erreichte. Es sei At hoffen, daß die Frage der Wiedergutmachung in ®enf tiou vornherein in weniger mißtrauischem Geiste »ttbsnsetr werde als ihre Vorgänger in Spaa.
wd. London, 18. Juli. (Reuter.) Llody George ist gestern abend in London eiugetroffe«.
wb. Paris, 17. Juli. Millerand ist wieder in Pans eingetroffen.
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Vertreibung der Türken aus Europa angedeoht.
wb. London, 17. Juli. Aus die türkische Rote betref'end den Friedensvertrag haben die Verbündeten eine Antwort erteilt, in der es abgelehn t wird, die Bestimmungen über Thrazien, Smyrna, die Grenzen Syriens und Armeniens abzu ändern. Neber die Meerengen haben die Verbündeten entschieden, daß die Türkei als Ufermacht das Recht haben solle, einen Delegierte« für den Meerengen ausschuß zu ernennen. Sie machen ferner eine Anzahl wichtiger Zugeständ- «iffe, z. B. Verzicht auf die Bedingung, daß die Türkei den Verbündeten alle türkischen Dampfer über 1600 Tonnen abzutreten habe. Die Antwort besagt ferner: Wenn die Türkei ablehue, den Friedensvertrag zu unterzeichnen oder nicht imstande sei, ihre Autorität in Anatolien wieder herzustellen, so würden die Verbündeten möglicherweise gezwungen sein, die für Konstantinopel getroffene Regekmig in der Weise abzuändern, daß die Türke« endgültig aus Europa vertrieben würden. Den Türken wird für die Unterzeichnung eine Frist bis zum 27. Juli zu- gestanden.
Der Korrespondent der „Daily Mail" berichtet: Der Sultan und die Mehrheit der Minister haben sich für die Unterzeichnung des Friedensvertrages ausgesprochen, der Kronprinz jedoch in entgegengesetztem Sinne.
Selbstmord des Prinzen Joachim.
wb. Berlin, 18. Juli. In einem Anfall von schwerer psychischer Störung, hervorgerufen durch dcn Truck allgemeiner und persönlicher Schwierigkeiten, hat Prinz Joachim von Preußen, der jüngste Sohn de? vormaligen Kaiserpaares, am Samstag früh in der Villa Liegnitz die Waffe gegen sich gerichtet. Die Verletzung war so schwer, daß der Prinz ihr gestern Nacht erlegt« ift.
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Sie SotliOe oi Boris» Slot.
Einen Akt tiefster Demütigung hat Deutschland in der Mittagsstunde vom Freitag auf dem Pariser Platz zu Berlin vornehmen müssen. Angesichts einer präsentierenden Kompagnie Reichswehr wurde auf dem Botschaftsgebäude Frankreichs als Genugtuung für die vorber von einem jungen Man« in falsch betätigter vaterländischer Aufwallung ausgeführtr Herunterholung der französischen Flagge die französische Flagge wieder gehißt. Die Reichswehr zog dann ab, für mehrere Stunden aber blieb die Flagge auf dem Gebäude, und der ganze Pariser Platz mit seiner weiteren Umgebung stand unter dem Schutze eines großen Aufgebots der nicht nur Gewehre^ sondern auch Maschinengewehre mit sich führenden Sicher» heitspolizei. Nur mit einem Gefühle bohrenden vaterländischen Schmerzes kann man diese Tatsachen registrieren.
Man mag verschiedener Ansicht darüber fein, ob bet französische Botschafter gut daran getan hat, gerade im jetzigen Augenblick diesen Att der Flaggeuhissung und der Forderung der Genugtuung für die Entfernung bet Fahne zu vollziehen, bett matt namentlich als Diplomat und Vertreter einer fremden Macht nicht allein nach dem Buchstaben des Gesetzes beurteilen darf. Es stimmen auch alle Berichte darüber überein, daß die Art unb Weise, tote sich die Handlung vollzog und das Benehmen französischer Osftziere und Soldaten nicht den Anschein erweckte, als ob man irgendwelche Rücksicht auf die Stimmung bei «ns zu nehmen gewillt sei. Man hätte in französischen Kreisen bedenken und von uns besonders . betonen müssen, daß normale Beziehungen zwischen beiden Ländern noch keinestvegs wiedcrhergestellt seien. An her Bagr wie in den übrigen von den Franzosen besetzte« Gebieten herrschen Zustände, begehen die Franzosen täglich Willkürakte, die durchweg von der betroffenen Bevölkerung wie von nns als seindliche Handlungen betrachtet werden und beide Länder trotz Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen noch weit von dem entfernt erscheinen lassen, was man als wirklichen Friedenszustaiü> bezeichnen könnte. Mit etwas Takt und Gefühl für btt augenblickliche Lage, namentlich auch im Hinblick auf Spaa hätte der ftanzösische Botschafter gut getan, fn bet Ausübung eines, ihm nach dem Mchstaben des Völkerrechts allerdings zustehenden Rechts Zurückhaltung zu üben. Es ist sofort nach dem Vorfall vom Auswärtigen Amt beim französischen Botschafter mündlich und schriftlich um Entschuldigung gebeten worden. Der deutsch« Botschafter in Paris hat dasselbe bei der französische« Regierung getan. Kanzler Fehrenbach hat in Spaa nx den französischen Ministerpräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem er ebenfalls sein tiefes Bedauern an dem Vorfall auSsprach und um Entschuldigung bat. Das ist doch gerade genug, und es war eine starke Zumutung an uns und an unsere Truppe, sich der Forderung der Flaggenparade zu unleiwersen in dein Augenblick,
ürit Beczekttmgsnmstnahtnep. beeinträchtige. Wir stehe« also nach wie vor vor den unbeugsame« gegnerischen Drohungen für den Fall der Nichtlieferung der 2 Millionen Tonnen Kohle im Monat ab 1. August.
Es ergibt nun sich der Jloeifel einerseits, ob unter diesen Unrftänden der notwendige Bedarf Deutschlands sthrrgeIrM wäre, anderseits, ob Deutschland den ge- «offtucn Verpflichtungen ohne Gefährdung eigener lki<6äteü» refft58 Nachkommen könne. Ein endgültiges llrteif darüber, ob auf dem Boden des Kohlenab- ksmmeu? die deutsche Industrie und Volkswirtschaft in ihrem Weiterbestand gesichert sind, wird erst gefällt werden Kuxen, wenn sich Dr. Simons im Rcichs- tagsem-Zschuß für Auswärtige Angelegenheiten geäußert dtzbrit iytrb. Dr, Simons hat in außerordentlich schweren. Stunden das Deutsche Reich in Spaa vor > bmllllLn und rückiichtslofc n /Partnern geschickt und i mit Würde vertreten; feine fachlich korrekte und national bewußte Äerhandlungsweise, die auch in seinem . Cchnchwori noch einmal deutlich .zum Ausdruck ge- ksmmeir ist, erheb: diese Verhandlungen weit über das Niveau der Waffenstillstanbsverhattdluugeit und Meßt in diesem Punkte mit einem moralischen Plus für Deutschland ab.
Die „OverheMsche Zeitung" erscheint sech,m»l wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4 durch die Post 4.20 Mk. — Für ausfallende Kummer« infolge Streik» oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Setlag von Dr. T. Sitzerath. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Joh. »ug. Koch, Markt 2t23. — Fernsprecher 55.
Englisch-französische Pressestimmen.
Paris, 17. Juli. Die Pariser Morzenpresie ist mit bem Ergebnis der Verhandlungen in Spaa nicht ganz zufrieden. Fast alle Blätter stellen mit Bedauern fest, baß deren Hauptthema, die Frage der deutschen Ent- schädigunssfumme, nicht einmal angeschnitten wurde. Es paßt ihnen offenbar auch nicht, daß dir Berhandlnngen zwischen den Rutschen und den verbündete« Sachverständige« ans neutralem Bode« stattenden sollen. Der „Figaro" ist bet Ansicht, daß gerade Frankreich bie Kosten einiger Zugeständnisse Lloyd Georges tragen müsse. Fehrenbach ttttb Timons kämen nicht mit leeren Händen aus Spaa zurück. Die deutsche« Delegierte« hätte« die Protokolle unter Vorbehalt untrrze' huet. Obzwar dieser Vorbehalt auf den er ft ex Blick platonisch scheine ,so gestatte er ihnen jedoch, über das Wesentliche des Abkommens, nämlich die Zwangsmaßnahmen zu verhandeln. Da? Wenigste, das man sage« könne, sei, daß die Lage ««klar und beunruhigend bleibe. Besonders zufrieden scheint das „Pellt Jsuenül". den« sein Berichterstatter sagt: Die Deutschen kamen mit großen Planen und gingen mit einem unbestreitbaren Mißerfolg. Sie würden Enttäuschungen empfinden, deren ELo man noch lange hören werde.
wb. Amsterd am, 17. Juli. Wie „Westminster Gazette" schreibt: Die Deutschen haben, wie es zu erwarte« war, bie Forderungen auf Lieferung von zwei Milllo- neu Tonnen Kohle« monatlich angenommen. Tie Bedingung ist de« Deutschen aufgezwungen worden, kann «Der die tatsächliche wirtschaftliche Lage nicht ändern. Das B<chauerlichfte bei allen bisherige« Konferenzen war, baß die verbündete« Staatsmänner ihr Augenmerk nur auf die ihnen aus dem Friedensvertrag zusiehenden Rechte Wersen, ohne dabei die wirtschaftlichen Tatsachen zu beachten. Wenn die Ententc- volitiker Deutschland eine große Menge Kohle« abzuliefern zwinge», so wird die deutsche Industrie nicht in. bet Lage fein, ihre Produktion derart zu gestalten, daß sie eine große Entschädigungssumme aufbringen kann. Wenn die Entente deutsche Kohlen fordert, so hat Deutschland noch lange nicht die Mittel, seine unterernährte«, entkrästeten Bergarbeiter in einen besseren Ernährungszustand ;u versetze«.
Millerand U6er Spaa.
wb. Paris, 18. Juli. Millerand hat gestern abend nach seiner Rückkehr ans Spaa bie französischen Jour- «aliste« empsaugon und ihnen erklärt, die Konferenz van Spaa bedeute den Beginn der Ausführung des Friedens- Vertrages von Versailles. Als er in London zum ersten Mal von der Besetzung des R u h r a c b i e t e S gesprochen habe, habe er keinen Erfolg gehabt. In San Remo sei e§ ihm gelungen, den Grundsatz zur Annahme zu bringen. In Boulogne sei man einig geworden über die Art der Zwangsmaßnahme«, und in Spaa endlich habe man Genaueres festgesetzt. Festigkeit sei notwendig. Aas hindere aber nicht, daß die Verbündeten bei mehreren Fragen einen versöhnliche« Geist gegenüber Deutschland gezeigt hätten. Es fei in Spaa manchmal zu recht lebhaften ErSrterungeir zwischen ben Verbündeten gekommen, aber vor den Deutsche« habe man sich immer mit der Einheitsfront gezeigt.
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Prinz Joachim wurde am 17. Dezember 1830 geboren und begann seine militärische Laufbahn als Leutnant des 1. Garderegimcnts zu Fuß. Er stand vor dem Kriege u. a. auch bei den Casseler Husaren. Im Krieze wurde Prinz Joachim zweimal verwundet.
Polen.
Unaufhörliche russisch« Angriffe.
Kopenhagen, 17. Juli. Einem Telc- auS Warschau zufolge meldet der polnische
Der Anzeigenpreis beträgt fit die 8gesp. Zette 75 Pfg. und 10 *!, Auffchlaa. amtliche and auswärtige 1.— Mk., Reklamezeile 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 25 Pfg. Eon» dergebühr. — Bei Beträgen unter 20 Mk. tnüfien mir das Port» für die Rechnung berechnen. — Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt «. Main.
SfieT, 17. Iickt. Nach belgischen Blätter- macht der Adiransport der deutschen Koh-
Det Tätet nicht angestiftet.
wb. Berit«, 17. Juli. (Amtlich.) De Vernehmung des Täters, der am 14. Juli die Flagge von der fran,wstsche« Botschaft herunterholte, hat «inwandsftei ergeben, daß der Täter, der durch die Erregung der Meng« auf dem Pariser Platz mitgerifsen wurde, vollständig f e l b st S n b i 8 gehandelt hat. Seine Anwesenheit bei bem Vorfall war rein zufällig. Trotz fotgsam- sier Nachforschung haben sich irgendwelche Anhaltspunkte für eine Anstiftung des Täters durch dritte In irgendeiner Form nicht erbringen lasten. Politisch ist der jugendliche Täter bisher in keiner Weise hervor» gctiete«.
Erne unberechtigte Harte.
Berlin, 17. Juli. Wie der „Bert. Lokal-Anz meldet, ist in Verfolg bet Vorfälle vom 14. 7. vor der franzöfischen Botschaft jetzt als angeblicher Hauptschuldiger der Major Haupt, Führer der 1. Abteilung der Berliner Sicherheitspolizei, ohne jede Kündigung
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T Ist Koxfercnz von Spaa ist beendet. Das Ergebnis Ittäzktzrt zäher, aufgeregter Verhandlungen ist mehr gy bütffifr Was kam heraus? Die Eutwaffnnngs- itift wurde um einige Monate verlängert, an der ^Waffnxxgs- und Abrüsiungs-Forderung aber Ltllen bte Bertragsgegner unerbittlich fest. Das Zu- tztsiä«d«is der Fristverlängerung haben Wir mit der Dntzegemiahnre der Ankünd igung der Besetz- UNgueu»n deutschen Gebietes, insbesondere hts MÄr-Reviers, für den Fall der nicht restlosen |gtfdS««3 der Forderung bezahlen müssen. In der Kohle »frage ist die im Versailler Vertrag ans- gesprschsne Lieferungsverpslichtiing von 3,6 Millionen Domren Kohlen im Monat auf 2 Millionen herab- tzescht worden.
Das Mkommen legt uns die Verpflichtung auf, MnaiM' 800 000 Tonne« m ehr als bisher zu liefern. Dem gegenühex.^fteh^.die Möglichkeit, siir Deutsch- (enb tii.nb 300WO Tonnen aus Oberschlesien zum eigenen Bedarf zu beziMn. Mcftilll sich diese noch »ichi verbürgte Voraussicht nicht, würde der an vnd für sich schon unzureichende Gesmntbedarf Deutsch- kands wcfterhin um 20 Prozent geschmälert weichen. Wird der Bezug aus Obetschlesicn für Deutschland ficheegeftillt, wäre dennoch die von dcn deutschen Sach- vkrflltiU-iHev als Höchsifünime angegebene Leistung um ei« Bedeutende? überschritten. Obwohl der Ar- fiW 7, die Sirafklausek,-von der deutschen Delegation nicht »irkerfchricbcn wurde, bleibtdcrEinmarsch jnSRuhrgebietaisRepressaliebestchen. Die Meldung, daß die Sirafflaufcl fallen gelassen 5 sei, brstLligt sich nicht. Millerand und Lloyd George ivieftii ausdrücklich darauf hin, daß der deutsche Bor- -brhalt keineswegs die Aussührung der vorgesehe-
Beratungen und Berichte.
win Berlin18: Juli. (Amtlich.) Das Kabinett P gestern nachmittag zu einer Sitzung zusammen- Stirefo», an der dir ans Sp-aa zurückgekehrten Minister ^llvahmeu. Für die nächsten Tage ist folgendes Pro- drmn-u vereinbart worden: Am Montag und Dienstag das Kabinett Verichle über bie Beschlüsse von eritgegrnnchmdri. Sün Dienstag abeiü» ist eine d'chung be5 Reichslagsausfchuffes für auswärtige An- Alegenheitcn in Aussicht genommen. Zu Mittwoch ^lke;: die MiuisieipräsiSeuten der Länder zu einer Sitzung eingeUben werde», und am Donnerstag findet ^1,£ Aussprache int Reichswirtschaftsrat über die wiri- ^astlichen Fragen statt.
wb. Berlin, 18. Juki. Der Reichsminisier des E^sivärrigr« Dr. Simons, hat sich nach der Rück- "hc vor, Spaa vom Bahnhof ans zum Neichsprajiden- begeLen. Später sprach der Vizepräsivent des ^ichsministerinins, Justizminister Dr. Heinze, bei NeiHSpraildenien vor.
.»&• Berlin, 17. Juli. Der vorläufige Neichs- ^ftchsfisrat tritt am 22. Juli zur Beratung des Be- b:t Reichsregierung i-ber bie Verhandlungen in vPaa zrtst-mmen.
TchwietiZkeile« des Kshlentra.nspsrtes.