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von der Verschärfung der Lage in Spaa. DasJournal" sagt: Ans die Erklärung von Dr. Simons sei nur eine Antwort nötig gewesen: die Unterbrechung der Konferenz, die Berufung der militärischen Chefs. Man wisse, war das sagen wolle. DerPetit Parisien" sagt:

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Französisch« Preflestimme».

Paris, 14. Juli. Die gesamte Press« svricht

Sämtliche Blätter melden auS dem Ruhrgebiet, das; die Verhandlungen in Spaa unter der Bergarbeiter- fchaft lebhafte Beunruhigung hervorgerufen habe. Zahl­reiche Bergleute tragen sich schon seht mit dem Ge­danken, im Falle der Besetzung das Ruhrgebiet zu verlassen. In einer gestern in Essen abgehaltenen Sitzung der Arbeitskammergruppe der Arbeiter im Ruhrbergbau wurde einstimmig eine Entschließung ge­faßt, ist der gegen ein Diktat der Verbündeten in der Kohlenfrage protestiert wird und jedes Ueberschichten- abkommcn infolge dieses Diktats abgelehnt wird. Ter Mg. Hue sandte an den Reichsminister Dr. Simons ein Telegramm, in dem er die zunehmende Unlust der Bergarbeiter, neue Ueberfchichten zu verfahren, be­gründet mit der schlechten Ernährung und besonders auf die Nachrichten aus Spaa, daß Zwangsmaßnahmen gegen das Ruhrgebiet erörtert würden.

Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter erlaß! in seinem OrganDer Bergknappe" eine Erklärung, in der es heißt: Die Forderungen der Entente lausen, auf eine Gefährdung der gegenwärtigen, in langen schweren Kämpfen errungenen Stellung der Berg­arbeiter hin und drohen, diese in ihren Grundfesten zu gefährden. Sie laufen ferner auf eine Zertrü.mme- rung der Solidarität der Bergarbeiter mit der gefamlcu übrigen Arbeiterschaft Deutschlands hinaus, ja noch mehr: aus die Durchbrechung der internationalen Ver­bindung zwischen den Bergarbeitern aller Länder. An diesem Prinzip der internationalen Verständigung über die Arbeitszeit im Bergbau lassen die Bergarbeiter auch in der gegenwärtigen Lage nicht rütteln. Es wäre geradezu Verrat an der internationalen Bergarbeiter- solidarität, wenn Deutschland, das Laich mit der dritt­größten Kohlenpcoduktion der ganzen Welt, sich jetzt von kapitalistisch orientierten Kreisen des Auslandes, insbesondere Frankreichs, eine erheblich höhere Arbeits­zeit diktieren lassen sollte als die übrigen Bergarbeiter der Welt sie anzunehmen gewllll sind. Die deutschen Bergleute sind nicht aus so weichem Holze geschnitzt, daß sie sich von den Bajonetten der Senegalneger alle

Deutschland und Rußland seien durch die Natur und durch die ihnen von den Westmächlrn aufgczwungenrn Verhältnisse aufeinander angewiesen, Polensei der gemeinsame natürliche Todfeind beider Länder. Die Verbündeten dagegen hätten alles Interesse daran, Polen zu erhalten als Bedrohung und Schwächung Deutschlands und als Scheidemauer zwischen Deutsch­land und Rußland. Deutschland dürfe sich aber nicht zum Werkzeug der Westmächte machen, die es als unabhängige und produktive Macht vernichten wollen. Deshalb dürft die deutsch- Regierung nicht mehr zögern, mit Rußland in Verhandlungen ein­zutreten. Das sei das k l e i n e r e Uebel.

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8. E.

Polnischer Heeresbericht.

wb. Kopenhagen, 14. Juli. Wie eine Meldung aus Warschau besagt, wird im polnischen Heeresbericht mitgeteilt: Nach schweren Kämpfen besetzte der Feind Minsk. Ter Kampf dauert südlich und südöstlich Minsk fort.. Das 68. bolschewistische Regiment wurde Hast vollständig aufaeriebeit.. In der Gegend von Nown» verhält sich, der Feind nach seiner Niederlage vom 10. d. MtS. passiv, »r-

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Donnerstag, 15. Juli

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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhefsen

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Rußland.

wb. A in st? rb am, 14. Juli. DieTimes" mel­det, daß die Soivjetregierurrg sieben Tage Zeit erhalten habe, um auf die am letzten Sonnabend telegraphierte Note der englischen Regierung über den Waffenstill­stand mit Poleit zu antworten. Die Antwort Mos­kaus werde nicht vor Freitag erwartet.'

Es verlautet, daß sich unter den neuen Vorschlägen, die Krassin der britischen Regierung unterbreiten wird, das Angebot befindet, die beschlagnahmten Fabriken in Rußland ihren gesetzmäßigen Eigentümern wieder zu- rückzugeöen. Die Sowjetregicrung ist bereit, den Fab- rikoesitzern jeder Nationalität zu gestatten, nach Ruß­land zurnckzuk-hren, um ihre Fabriken wieder in Be­trieb zu fetzen.

*-Rohh*i nkstang^

Basel, 15. Juli. Eine Persönlichkeit aus der nächsten Umgebung von Lloyd George erklärte, der Ministerpräsident sei des Vorgehens der Deutschen müde. Man glaubt, dytz er keine Zusammenkunft mehr im Auge habe. Lloyd George soll entschlossen sein, ein klares und deutliches Protokoll durch die Verbündeten äsisarbeiten zu lassen, dessen Unter­schrift den Deutschen auferlegt werden soll. Die Be­setzung des Ruhrgebiets fei eine unerläßliche Maß­nahme.

wb. B r ü f f e l, 14. Juli. Nach dem Korrespon­denten desVingtidme Sidcle" in Spaa würden die Verbündeten den deutschen Delegierten das Proto­koll zur Unterschrift vorlegen, das die Vergeltungs­maßnahmen in der Kohlenfrage enthält. Die Deutschen würden zur Unterzeichnung gezwungen werden und sich so einem regelrechten Ultima­tum gegenüber befinden, wie in der Entwaff­nungsfrage.

Die Entscheidung heute erwartet.

wb. S p a a, 15. Juli. Dke Beratungen des Ka-

Aus den Abstimmungsgebieten.

Polnische Mätzchen.

tob. Kopenhagen, 11. Juli. Ein? aus War schau in der hiesigen Presse verbreitete Meldung erklärt zur Volksabstimmung in Ost- und Westpreußen, daß das Abstimmungsergebnis in der Hauptsache durch die vielen zugereisten Personen auS Deutschland erzielt sei. Das polnische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten veröffentlicht eine Erklärung bezüglich angeblicher deutscher Bestrebungen, das Ergebnis der Abstimmung zu ver­schleiern. Die Zahl der zugereisten wahlberechtigten Per­sonen sei größer gewesen, als die tatsächlich Ausgewan­derten. Viele Personen, die garuichi wahlberechtigt waren, hätten an der Abstimmung teilgenommen. Polen be­hauptet, daß in manchen Wahlkreisen 32 Prozent mehr Stimmen abgegeben wurden, als Wähler vorhanden waren. Tie Warschauer Kunststücke vermögen an dem in Ost- und Westprenßen erzielten Wahlergebnis nichts zu ändern.

Schwerer deutsch-polnischer Zusammenstoß.

wb. A l l e n st e i n, 14. Juli. Wie. dasAllen- steiner Volksblatt" meldet, wurde nachts bei einem Zusammenstoß zwischen Deutschen und Polen in Wemitten bei Stabigotten der Arbeiter Eratski aus Bonigwalde auf der Stelle erschossen. Der Lehrer Baehr aus Wemitten und die Arbeiter Schurschenawitz und Schurmann aus Stabigotten wurden durch schwere llnterleibss.chüsse verletzt. Lehrer Baehr ist heute im Forsthause von Tabi- gotten gestorben. Der Besitzer Kempa aus We- mttten soll der Täter.sein.

Ein Hilferuf.

wb. Berlin, 14. Juli. In den letzten Tagen sind bei der Reichsregierung und beim Auswärtigen Amt Telegramme der Bevölkerung der an Polen ohne Abstimmung abgetretenen Gebiete ein­gelaufen, in denen die dringende Bitte ausgespro­chen wird, alles daran zu setzen, um die Gebiete, in denen die Bevölkerung ebenso wie in den Ab­stimmungsgebieten überwiegend deutsch ist, für Deutschland zu retten.

Die Abstimmung in Oberschlesie«.

wb. Berlin, 14. Juli. DieDeutsche Allgem. Ztg." brachte die Nachricht, daß nach Mitteilung der Verbündeten die Abstimmung in Oberschlesien Ende September oder Anfang Oktober vor sich gehen sollte. Wie hierzu von unterrichteter Seite mit­geteilt wird, stammte diese Information aus ganz privaten Kreisen der Ententemitglieder. Der bis­herige Gang der Verhältnisie läßt es indes zwei­felhaft erscheinen, ob dieser Termin eingehalten werden kann.

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>gn Spaa in der Militär- und Entwaffnungssrage wer- fett gegenwärtig bei den beteiligten Reichsstellen noch Perhaiidlungen gepflogen, wichtige Entschlüsse sind schon h allernächster Zeit zu erwarten. ES wird sich um sehr Sef «nschueidcude Maßnahmen handeln müssen, die auch tzrs private Leben nicht unberührt lasten können, da die kerbLudÄen darauf bestehen, daß auch alle in den Händen drr zivilen Bevölkerung befindlichen Waffen ab- ßiliefret und vernichtet werden. Vor sehr ernsten Be- HWsft« Oeht man bezüglich der Entwaffnung und Auf- tzsung drr Einwohnerwehren. Nicht nur in Payer«, wo man sich ganz besonders im Hinblick aus die »sn de« Kommunisten betriebene Agitation der Auslösung der Emwohncrwchren aut das heftigste und nicht ohne gute Gründe tvidersetzte, auch in allen anderen Landes- testen ist die gleiche Stellungnahme beobachtet worden. Bm dem Gebot von Spaa nun Nachdruck zu verschaffen, teirb die Regierung allerdings sich veranlaßt sehen müs­sen, in verstärktem Maße und gegebenenfalls unter An- svendrmg ihrer staatlichen Machtmittel die im x>tv > taten Besitz befindlichen Waffen an sich zu ziehen. Hinter km ttm-ermögcn. eine derartige Aktion durchzuführen, steht nmi die Drohung der Besetzung weiterer deut­scher Gebiete, insbesondere des wertvollen Rubrreviers tnrch die Truppen der Verbündeten. Diese Tatsache ist Men so ungeheurem Ernste, daß man wünschen muß, daß das Bestreben der Regierung, die Waffen einzusam- »rk, ch> Verständnis stoße. Erst dann kann man auch ftrdern, daß die Einwohnerwehren oder die anderen kn Selbstschutz sichernden Körperschaften auch ihrer- sests ihre Entwaffnung und Auslösung vollziehen.

Unmittelbar dringlicher sind aber die zur Stunde noch in der Schtvebe verharrenden Wirtschafts- und Nuanpragen die auf der Regelung der Kohlenfrage krnbrn. An dieser aber droht die Konferenz von Spaa zu scheitern, was weitere Zwangsmaßnahmen der Ver­bündeten, in erster Linie Besetzung des Ruhrgebietes, zur Kelze heben würde. Der Ernst der Lage ist daher Emkar. /

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Die .Oberhelftfch« Zeitung- erscheint lechsmal wöchentlich. «ezngrprrio «snotli» 4 Mk. durch die Poft 4.20 Mk. Für auifefienbe Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. C.Hitzerotd. Druck der llniv.-Buchdruckerei »en 3»M. 1« B .5och, Markt 21/23. Fernsprecher oo.

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Spaa, 15. Juli. Gestern nachmittag 2 Uhr and zwischen Lloyd George und dem Minister des Aeußern Dr. Simons eine Besprechung statt, die etwa 3/4 Stunden dauerte und allem Anschein nach ergebnislos verlaufen ist. Wie man hört, soll der englische Ministerpräsident sich auf den Frie­densvertrag bezogen und im übrigen jede weitere llluseinandersetzung abgelehnt haben. Kurz darauf trat die deutsche Delegation mit den hier weilenden Sachverständigen zu einer Beratung zu- antmen, die etwa 2 Stunden dauerte. Im An­schluß daran hielt die Delegation in der Wohnung des Reichskanzlers eine weitere Beratung ab. In­zwischen berieten die S aatsmänner der Verbün­deten mit M^r-chall Fach und dem belgischen Generalstabschef. In Kreisen der Verbündeten er­klärt man, daß die Verbündeten in der Ernäbrungs- ttyae und möglicherweise auch in anderen Punkten zu Z u g e st ä n d n i s s e n bereit seien, daß sie aber in der Kohlenfrage unter keinen Umständen nachgeben würden. Lloyd George und Millerand hatten im Laufe des gestrigen Tages wiederhol» lange Besprechungen ohne Zeugen. Um 11 Uhr trat die deutsche Delegation wiederum zusammen. Von deutscher Seite wurde während des ganzen Tages keine Mitteilung ausgegeben. Von italieni- fcher Sei e wurde dem Berichterstatter der Telegr.- Union mitgeteilt, daß die Gefahr der Besetzung des Ruhrgebiets in nächste Nähe gerückt sei. Der Obc-sts Rat habe bereits alle möglichen Schritte festgelegt. Es würden 6 Divisionen verwendet zverden, darunter zwei englische, drei französische und eine belgische. Die deutsche Dele­gation werde in der voraussichtlich heute statt­findenden Sitzung von den Verbündeten vor die Alternative gestellt werden, sich zur Lieferung von WO 000 Tonnen Kohlen beE zu erklären oder tfe Mitteilung von der bevorstehenden Besetzung des Ruhrgebiets entgegen zu nehmen.

wb. Spaa, 14. Juli. Rculer verbreitet folgende Meldung: Die Verbündeten kamen heute vormittag llVs Uhr zusammen. Die Generale Foch und Magline erstatitteu Bericht über die militärische Lage. Darauf wurde die Zusammeukiluft bis 6 Uhr unterbrochen. In der Zwischenzeit hat kein Verkehr mst den Deutschen fiaitgcsiucken, und es scheint, daß der A b b r u ch d e r Verhandlungen unmittelbar bevorsteht hnfc daß die Verbündeten das Ruhrgebiet besetzen werden. Tie italienischen und englischen Generale werden heute abettb eintreffen.

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-rkenne und daß er bereit sei. ohne Vorbehalt den fran­zösischen Standpunkt in dieser Frage fest entschlossen zu eilen und zu unterstützen. Dietzumanitö" sagt: Ta» Wort hat Fach. Die bürgerlichen Blätter dürsten im Chor die Besetzung deS Ruhrgebiet» verlangen; sie glaub­ten dadurch den Konflikt lösen zu können. Die Lehre von Frankfurt habe nicht genügt. Man befinde sich einer neuen Offensive der Militärpartei gegenüber, btt bei der beunruhigenden Lage EurovaS zu sehr schweren Folgen führen könne: Krieg im Orient, Krieg in Polen, Drohung mit dem Bruch in Svaa.

Pertinax drahtet demEcho de Paris" au» Svaa: Wir haben Gründe, anzunehmen, daß die Berbündetea ich noch zwei bi» drei Tage gedulden werden bevor sie Entscheidungen treffen. Der Grund zu dieser Zögerung liegt oifensichtlich darin, daß wir uns erst nach gründlicher Prüfung sestlegen wollen und daß die gegen­wärtigen europäischen Angelegenheiten unter ihrem bo^ pelten Gesichtswinkel, sowohl von dem militärischen, al» auch von dem politischen Standpunkt ans, betrachtet wer­den müssen. Aber schon jetzt hat Millerand folgende These festgesetzt: Je größer die Gefahr am andern Ende Europa« und je mehr Germanismus und Bolschewismus die Ab­sicht erkennen lasse», sich zu vereinigen, umso wichtiger ist es, daß die Verbündeten ihre Festigkeit gegenüber Deutsch­land beweisen und in der Kohlensrage, in der unsere Geg­ner ihren Widerstand konzentrieren, die einzige Lösung suchen, die mit.unseren Reckten vereinbar ist.

Die Spekulation auf Bayern. s

wb. Paris, 14. Juli. Jargues Beinville schreibt in derNation Franchise", Frankreich habe keinen Ein- lüs- auf die Regierung bc5 vereinigten Deutschland, die in Berlin ihren Sitz habe. Jedoch zeigten sich in Bayern interessante Fragen. Regierung und Laich, taz seien sest entschlossen, ihre Sicherheitspolizei iu.d EttM'ohmnvchr nicht zu entlassen. Der Sondervertrctci Bayerns in Spaa hatte keine Gelegenheit gehabt, seine Anwesenheit anzukündigen. Es habe den Anschein, baf" ' man ihn nicht zu Worte kominen liefe. Wenn aber Bayern als Austausch gegen seine Einwohnerwehr viel­leicht gewisse Garantien geben würde, so müsse das geprüft werden.

Die Haltung der Bergarbeiter.

wb. B o ch u m, 14. Juli. Die von den Obleute» der im Bergarbeitcrverband organisierten Be. triebsräte, ferner von den Bezirksvertrctuvgen des Bergarbeiterverbandes und den Mitgliedern feines Gesamtvorstandes besuchte Konferenz erklärte sich nach einem Referat Huäs über die Vorgänge in Spaa vollständig mit der Haltung der Berg- arbeiterdekegierten in Spaa einverstanden. Dios« Meinung wurde durch eine einstimmig angenom­mene Erklärung ausdrücklich bekundet.

Deutsche Volkspartei alsbald wieder aus der Regierung auszutreten beabsichtige. Ein berartiger ___. Mnsch wird zurückgesührt ans die Entscheidung in Svaa t b5>U HlsichKich der Militär- ünd Entw affnungs- frag«. Wie aber ans verantwortlichen Kreisen der hpitsthvoMpartettschen Fraktion verlautet,. beurteilt man M lnientzer Stelle dieser Fraktion die Dinge wesentlich nthiger. Man macht dort geltend, daß das Diktat der Gegner tu dieser Frage nichts anderes als die Folge der Hrterschrift des Friedensvertrages von Versailles war. Nn kk>r blickende^ Politiker konnte sich keinen Angen- W im Zweifel darüber sein, daß diese Angelegenheit nach Sage der Dinge von den Verbündeten zum Kent- und Mgestmrtkt ihres ganzen Handelns gemacht würde, lieber hie A« und Weise der Ausführung der Verpflichtungen

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Spontan habe der englische Premierminister dem fran-. - - - , .

zösischen Ministerpräsidenten erklärt, daß England bic I 4re Rechte rauben und sich Sklavenarbeit im Dt..°ste Bedeutung, bk die Kohlenfrage für Frankreich habe, an-1 fremder Kapitalisten auszwingen, lassen.

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tiefet uri - tt£^f bk politische Lage und ihre Beurteilung in 6« ^itisch-parlamentarischen Kreisen der Reichshauvtstadt asthe«, 6cn unserem r*--Mitarbeiter geschrieben:

- Dir Lage, wie sie durch Spaa geschasfen ist, ist sehr ,,-a. Ihre ganze Schwere läßt sich jetzt noch garnicht m -rMI -fotmeu oder auch nur abschätzen. Wir müssen heute i to»R selbst unter der Voraussetzung, daß die Verbün- ban deutscherseits geltend gemachten Standpunkte b* ximyermaßen nähern, mit sehr schweren Bedräng- Leu wietfchastlicher, sozialer, finanzieller und auch poli- M-rr Natur für die allernächste Zukunft rechnen. Am azrMl werden nach Beendigung der Spaa-Aonsercnz EfekioS die p o l i t i s ch e n Schwierigkeiten im Innern Ntovrtoete». Schon heute begegnet inan in politischen fttikn immer stärker auftretenden Gerüchten, wonach die

Deutschland, Rußland und Polen.

Zu dem Wafsenstillstandsvorschlag der Wesimächte «3i Räierußland hinsichtlich des Krieges gegen Polen WretTi Gras Reventlow in derDeutschen Tagrs- Rußland würde einen Fehler begehen, wenn «8 biefta Vorschlag a im ahme, anstatt die Polen völlig ja schlagen und ihren Staat zu zertrümmern. Dies- Ansicht ist bemerkenswert und wird in weiten EreHen, auch denen, die die Gefahr des Bolschewismus verkennen, Zustimmung finden, vielleicht mehr Gefüblsmomenten der Abneigung gegen den pol- . M&r:: Raubstaat von Englands, Frankreichs und ^ilfsr.Z Gnaden heraus als aus Erwägungen der ^ralpoitirk, wie sie bei Graf Reventlow ausschlaggebend fc- Dieser wendet sich gegen die Aenßernng Dr. I -:: > mann S gegenüber dem amerikanischen Jour- Drifte» v. Wigand,^die Deutsche Volkspartei werde ti« Srgicrttng' ersuchen, dir Regierungen der Per- i 8yde:en zu -rsrcgen, inwieweit sie in der Lage feien, $« Verteidigung des wehrlosen Deutschen Reiches gegen & dem Osten drohende Gefahr zu garantieren erklärt es für sachlich wie politisch falsch, immer r-'-tf schicksalhafte Gewißheit hinzustrllrn, daß die Ärmeen nach einem Durchbruch durch Polen ^lte: aste« Umständen in das deutsche Gebiet ein« ... Gras Reverttlow gl.anvi, daß sic-! da ent fW;- amen Herstellen lasse. Tie doktrinäre Abneigung deutschen Regierung, mit der Räteregiernng zu ndeli' und iu einem Einvernehmen zu gelangen,

Der Anzeigenpreis beträgt für blt Sa«!». Ztito 7» Pf«, «mb 16*[e.'t* EE *T»fce»

und auswärtige 1.- Mk. VeN°»e,«tl« 8.00 Mk. Jeder Rabatt ,,lt .1» Perrrmtatt. ^3|(L Bei Auskunft durch di« Tefchäftsstell« umb Brrmitnun« drr >««»b»t« S «aftA

d«rg«bühr. - Bei Beträgen unter 20 Mk. milffen wir da, Port« für bl« R«ch«ung ly/l berechnen. Postscheckkonto: Rr. 5015 Um» Frankfurt «. «atm.

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