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ts#öefn^rt Werden und die gesammelten Ergebnisse |*m Reichsanwalt in Leipzig übermittelt werden.

Nach einer anderen Meldung hat der deutsche Fusiizministrr Heinze dargelegt, daß von der deutschen Negierung in der Frage der Kriegsschul­digen verschiedene Verhaftungen geplant, «der noch keine erfolgt seien.

Kein völliger Verzicht aus Auslieferung?

tob. ß o n b o n , 10. Zuli. Bonar ßaw teilte im Ilnterhause mit, daß die verbündeten Regierungen von der deutschen Regierung die Auslieferung von 892 Personen forderten, die in einem Verzeichnis namentlich aufgeführt seien. Allerdings hätten die verbündeten der deutschen Regierung zugestanden, «inen Teil dieser Leute von dem Reichsgericht in Leipzig aburtcilen zu lassen.

Sealereniserliironiiti

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Rur ein Ergänzungsdiktat. Die Entwaffnung der SeeeUeteng der springende Punkt. Warn» unter- zeichnet wurde.

rob. Berlin, 10. Juli. Im Haushaltsausschuß des Reichstags erklärt« Staatssekretär Albert über di» Vorgänge tn Spaa u. e.: Ls war lediglich ein» Fortsetzung der Diktat«, die in Versailles begonnen haben, es war das Ergänzungsdiktat zu dem in Versailles diktierten Frieden. Daß es sich lediglich um ein Diktat handelte, ersteht man auch aus der Art, wie die Verhandlungen geführt wurden. In unserer Presse wurde vielfach geäußert, unsere Delegw tion hätte diesen oder jenen Punkt mehr hervorheben wüsten. Es wurde insbesondere die Frage ousgeworsen, warum die Frage der Sicherheitswehr nicht energischer behandelt wurde. Demgegenüber ist zu be­merken, daß wir keinerlei Berhandlungs- und Entschluß- sreiheit hatten. Ter Vorsitzende führte die Verhandlun­gen mit rigoroser Schärfe, indem er nur das zu «rörtern gestattete, was er erörtert zu haben wünschte. Die Leitung hatte Lloyd George, wenn auch formell der belgische Minister Delacroix den Vorsitz führte, wie jetzt die Verhandlungen über die Kohle in den Händen Millerands liegen. Es ist vielleicht der Eindruck ent­standen, als ob fich di« ganzen Verhandlungen um die 200 000 Mann unserer Reichswehr gedreht hätten. Das war vom Standpunkte Lloyd Georges au» n i ch t der springende Punkt. Der springende Punkt war vielmehr die Entwaffnung der Bevölkerung, das Herausholen der Waffen aus der Bevölkerung. Ge­legentlich fiel sogar die Bemerkung, daß gegenüber die­ser Frage dir Zahl der Reichswehrtruppen an Bedeu­tung zurücktrete. Dieser Punkt kann nicht scharf genug tn den Vordergrund gestellt werdeü, denn er bildet den Drehpunkt der ganzen Verhandlungen. Havas hat verbreitet, di« Deutschen wären vor di» Frage gestellt worden: Ja oder nein? und die deutsche Delegation hätte alles ichne Vorbehalt unterschrieben. In Wirk­lichkeit liegt di« Sache folgendermaßen: Die deutsche Delegation hat keinen Zweifel darüber gelüsten, daß sie bas Recht der Alliierten zum sofortigen Einmarsch ent­gegen dem Friedensvertrag von Versailles unter kei­nen Umständen unterschreiben könnte, einmal, weil dies dem Friedensoertrag« und dem Geiste der Ver­handlungen widerspreche, die auf der Bast» des Frie­densvertrage« geführt würden, zweitens aus dem for­malen Grunde, weil zur Aenderung des Friedensver- träges die Zustimmung der gesetzgebenden Faktoren Deutschlands notwendig gewesen wäre. Um diesen Punkt drehte sich auch die nochmalig« sehr scharfe Aus­einandersetzung. In der letzten Sitzung wurde eine For­mulierung gefunden, die diesem Etandminkte der deut­schen Regierung Rechnung trägt insofern, daß der Schlußsatz lautet:Tie deutsch« Delegation nimmt von der Entscheidung der alliierten Regierungen Kenntnis und wird die Bedingungen ausführen, soweit die deut­sche Regierung in Betracht kommt." Das Abkommen enthält drei Gruppen: die Bedingungen, unter denen di« Entwaffnung rrfolgrn soll, die Zusicherung, die di« Verbündeten hinsichtlich der Fristen und der Räumung des besetzten Gebiete« geben und die sogenannte Sank- tion. Die Sanktion ist n i ch t mit unterschrieben.

Reichswehrminister Grßler führte aus: Lloyd George verlangte von uns in kürzester Frist einen be­stimmten Plan über di« Durchführung der Abrüstung. Wir legten «in möglichst genau«» Zahlenmaterial vor. Daraus ergab stch, daß wir zwar bereits über Milli­onen Gewehre abgeliefert haben, daß dagegen noch 1895 006 Gewehr« im Lauf« der Revolution in unbe­fugt« Hand« gekommen find, in denen st« noch heute sind, soweit ste nicht unbrauchbar geworden find. Lloyd George meinte, es müßten sofort die nötigen Maßnah­men durchgeführt werden, um diese Gewehre restlos zu erfasst». Es mache keinen Unterschied, ob die Reichs­wehr 100 000, 200 000 oder 300 000 betrage, solange noch zwei Millionen Gewehre tn den Händen einer Bevölke­rung seien, di« auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht ausgebildet sei und infolgedesten auch jeden Augenblick wieder zu den Waffen gerufen werden könnten. Mi­nister Simon» wie» daraus hin, daß selbst England nicht in der Lage gewesen sei, au» Irland alle Waf­fen herauszuholen. Lloyd George forderte ferner sofor­tige Auflösung der Einwohnerwehren, in deren Händen noch sehr viele Gewehre sein sollen, eben­so der Sicherhrit,polizei. Er verlangte energi- fches Vorgehen gegen di« bewaffnet« deutsch« Zivilbe- völkerung. E« ist dann weiter gefordert worden, daß die allgemein« Wehrpflicht abgeschafft^. werden solle. Das konnte zugesagt werden, weil ein derartiger Ent­wurf bereit» dem Reichsrat vorliegt. Außerdem soll« alle» noch in unseren Händen befindlich« Kriegsmatr- rial zerstört werden, wogegen sich die Verbündeten be­seit erklärten, dem au» dem besetzten Gebiet vor stch gehender Waffenschmuggel entgegenzu treten.

Am Nachmittag de» anderen Tage» wurden di« for­mulierten Bedingungen al» Memorandum vorgelegt. Minister Simons hat sofort gegen die Form protestiert und erklärt, daß wir in dieser Art, di« Dinge festzu- legen, nicht den Versuch einer Verständigung erblicken können, sondern lediglich di« Fortsetznng de» Diktats von verfaille«, und daß wir deshalb «lle Vorbehalte, die wir gegen da» Diktat von Der- failles gemacht haben, auch hier wieder machen müßten. Es ist erklärt worden, wir hätten lediglich zu entschei- den, ob wir das Protokoll unterschreiben »der nicht. Wenn wir ei nicht unterschreiben, dann sei die Konfe­renz von Spaa zu End«. Run Hegen die Verhältnisse ko, daß effektiv von un» nicht» anderes verlangt wird, al» wonach wir aufgrund des Friedensvertrages von Versailles verpflichtet sind, und die Bedingungen, die nn, gestellt worden sind, bedeuten effektiv nichts and«, res, als die Gewährung von neuen Fristen. Deshalb lag für uns keinerlei Recht vor, die Unterschrift zu verweigern. Auf irgendwelche Erörterung darüber, wieviel Reichswehr wir brauchen, wieviel Sicher­heitswehr und Einwohnerwehr wir nötig haben, haben fich die Herrez picht «ingelaffetz. Sie $obeg von uns

nur einen Plan darüber gefordert, tn welcher Zett wir die Bestimmungen des Friedensvertrages erfüllt haben werden. Angesicht, der Sachlage mußten wir uns na­türlich auf diesem Boden stellen. Bon rein militäri­schem Standpunkte aus sind die Bedingungen, was die Entwaffnung und die Frage der Reichswehr anbelangt, nicht Erschwerungen gegenüber dem Friedensvertrag, sondern Erleichterungen.

Einschneidende Maßnahmen zum Einsammeln der Waffen.

wb. Berlin, 10. Juli. Beim Reichspräsi­denten fand heute vormittag eine Besprechung statt, in der die aus Spaa zurückgekchrten Minister Eetz- ler. Staatssekretär Albert und General v. Seeckt, berichteten. Dabei wurde hervorgehoben, daß Lloyd George den Schwerpunkt der Verhandlungen aufdieEntwassnungderBevölkerung, das heißt also, das Einsammeln der in Händen der Bevölkerung befindlichen Waffen, legte. Es wurde weiter klargestellt, daß bei dem Nachdruck, womit die Einsammlung der Waffen gemäß deni Friedens­vertrag verlangt wird, Deutschland hier alsbald zu einschneidenden Maßregeln greifen miisie.

tob. Span, 10. Juli. Neber die gestrige Vorntittaos- sitzung ist noch notbuitrag-n:. Reichsminister Tr. DimonS »rückt» fein H.daucrn darüber aus, daß die beiden, die Entwaffnung btt Sicherheitspolizei und der l?iinpnbnfripfbren betretenden Bestimmungen Zeugnis ab» legten, daß b'c verbünselen Regierungen der Sachlage in Deutschland nickt gerecht würden, indem sie die deutsche Regierung gerade bei der Durchführung der schwierigen Auiaobe btr Entwaffnung wichtiger Machtmittel be­raubten.

Ein englifch-amerkanischet Zwischenfall.

wb. Pari», 7. Juli. Der Korrespondent des ..Intronsiaeant" in Spaa meldet von einem englisch- amerikoniscken Zwischenfall. Llovd George habe einem amerikanischen Journalisten auf die Frage, warum man in der Frage der Wiedergutmachung nachgeben wolle, gesagt, die Amerikaner seien daran schuld, wenn die Verbündeten sich in einer schleckten Lag« befinden. Das sei nach Amerika gefabelt worden. Lloyd George, der gestern Abend bei einem Festmahl der englisch amerikaniicken Presie den Vorsitz führen sollte, war nicht erschienen. -In Spaa werde allgemein von die­sem Zwischenfall gesprochen.

Die türkische und Teschener Frage.

wb. Spaa, 11. Juli. Der Oberste Rat hielt heute eine Sitzung ob. Er beschäftigte sich mit dem türkischen Friedensvertrag. Di« Antwort wird den türkischen Dele­gierten endgültig am 17. 7. übergeben werden. Sie enihäkt einige Abänderungen zu Gunsten der Türkei. In der Teschener Frage ist eine Volksabstimmung vor­gesehen. Die Tschecko-Slowakei und die Polen lehnen sie ejdoch ab und schlagen einen Schiedsspruch des belzi scheu Königs vor.

Pressestimmen.

Gingen die Ansichten der Presse in Bezug auf dir Entwaffnung noch sehr auseinander (die Presse der Linken war für die Annahme oer Forderungen, die Freiheit" sprach sogar von einerhinterhältigen trb zweideutigen Haltung der deutschen Regierung" bei der Ablieferung und Vernichtung den Sii'gSma!.trirf), so nähern sie sich in der Kohlenfrage, indem sie die Forderungen der Verbündeten als nicht annehmbar und unausführbar bezeichnen. DerBerl. Lokaianz." erklärt, daß keine deutsche Regierung, die noch eine Spur von nationalem Ehrgefühl ihr Eigen nen.-c, zu diesem mörderischen Spiel ihre Hand bitten dürfe. DaSBerl. Tagebl." sagt, die Millerandsch-n Maßregeln könnten von deutscher Seite unmög­lich durch Unterschrift sanktioniert werden. DaS Blatt fragt, ob eS noch einen Zweck habe, daß die deutschen Delegierten länger in Spaa verweilen. Sie würden dort in einer Weise behandelt, als seien sie Abgesandte eines Negetstammes, den man züchtige, weil er den vom Sklavenhalter erhofften Tribut nicht prompt und vollständig schickte. Tas alles entspreche nicht den (von den Linksparteien fälschlicherweise ermatteten. Die Schriftl.) Voraussetzungen, unter denen Deutsch­land nach Spaa gegangen sei. Wenn man den Ko:-- fetenzott in «ine Höhle verwandeln wolle, wo dem hineingelockte» Wanderer unter Drohungen die Brief­tasche obgenommen werde, so habe ein längerer Äuf- enthalt doch wirklich keinen Zweck. Mit dieser Dar- leguitg rückt dasB. T." derD. Tagesztg." näher, die der Ansicht ist, daß Deutschland die Bedingungen vou Spaa nicht hätte unterzeichnen dürfen. Der Vorwärts" weist darauf hin, daß durch das weitere Anziehen der Schraube des FriedenSverlrages immer wieder ein Stück Arbcitcrfchutz und Sozialpolitik in Deutschland zum Teufel gehe und fragt, was denn eigentlich die $tfi immun gen über den internationalen Arbciterschutz im Fricbensverlrage zu bedeuten hätten und wozu daS internationale Arbeitsamt unter bet Leitung Albert Thomas da sei. DieFreiheit"' wendet sich um Hilfe an di« Arbeiterklasse Frank­reichs und Englands, die ihre Machtmittel einsetzen müsse, damit daS Werk der Völktrversöhnung nicht immer aufs neue durch die imperalistische Politik der verbündeten Regierungen verhindert werde.

Es wird auch auf die möglichen innerpoliti- scheuFolgender Ergebnisse von Spaa hingewiesen. Der .Lokalaiy." sagt: Schon melden sich die Par­teien, auf deren Billigung sich die Segienmg aufbrat, und rücken von der Haltung in Spaa ab, weil der ehrliche deutsche Wähler nicht begreifen kann, daß sich der deutsche Name so zu Mißbrauch zwingen hisse. Die Folgen dürften nach der Rückkehr aus Spaa schwere inner« poliitsche Erschütterungen (ein, möglicherweise «tat neue Regierungskrise.

Neue innere Kämpfe in China?

wb. Amsterdam, 11. Juli. Me dieTimes" aus Peking meldet, ist di« Spannung zwischen der japanfrenndlichen Partei und ihren Gegnern so stark geworden, daß man eine bewaffnete Auseinandersetzung befürchtet. Zehntausende von Chinesen berlaffen Pe­king, um sich im Fremdenviertel von Tientsin in Sicherheit zu bringt», während andere im Pekinger Gesandtfchaftsvietttl Zuflucht suchten. Bon den in der Umgebung d-n Peking stehenden fünf Divisionen inb drei auf Seiten der japansreundllchen Partei, während sechs tn »er weiteren Umgebung jlatieeicdt Divistsse» der TschilipMci an gehöre».

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DLnaburg von den Rätetruppen besetzt.

wb. Reval, 10. Juli. Nach eingegangenen Nachrichten rückten di« bolscheivistifchen Truppen südlich Dünaburg bis zur lettischen Front vor, durchbrachen die Verbindung zwischen der lettischen und littauischen Front. Die littauische Regierung wurde von den Bolschewisten «rfucht, den Durchmarsch durch littauisches Gebiet nach Polen zu gestatten. Dünaburg, das von lettischen Trup­pen auf die Aufforderung der Polen besetzt war, wurde von den Letten geräumt und von den Bolschewisten besetzt.

Die Bitte um Hilfe.

wb. Spaa, 10. Juli. In Anwesenheit von Marschall Foch hatte heute der polnische Minister­präsident Erabski mit Lloyd George und Mille­rand eine wichtige Unterredung. Er ersuchte um Eingreifen, damit das im Ausbau begriffene Polen nicht von den Bolschewisten erdrückt werd«. Lloyd Georg« und Millerand erklärten Erabski, daß es s ch w e r halte, Polen materielle Hilfe zu leisten. Rach demPetit Parifien" wurde ein Vorschlag Grabfkis, bei den Deutschen Munition einkaufen zu dürfen, die zur Zerstörung oder Auslieferung be­stimmt war, abgeschlagen, da der Friedensvertrag von Versailles solche Abtretungen nicht erlaube. Dagegen sind die französische, die englische und die italienische Regierung bereit, in ihren Parla­menten die nötigen Schritte zu unternehmen, um eine Hilfeleistung für Polen zu verlangen.

wb. Paris, 10. Juli. Nach einerMatin"- Meldung erklärte Foch, daß di« Lage Polens nicht sehr ernst sei. Er habe Polen den Rat gegeben, fich in der Defensiv« zu halten und eine natürliche Linie zu besetzen. Polen habe eine Grenze von 3500 Kilometern und sei ein junges Land, das noch nicht organifiert fei, um eine große Armee zu orga­nisieren.

DerMatin" sagt, Lloyd George antwortete in seinem Namen, aber im Einverständnis mit Frank­reich, Italien und Japan, er denke nicht daran, Polen im Stich« zu lassen, auch nicht daran, einen Sonderfrieden mit Moskau zu schließen. Die letzten Nachrichten von der polnischen Front seien sehr beunruhigend. Die Soldaten gingen zum großen Teil zuderrBolschewifien über oder suchten rumänisches Gebiet zu erreichen, das ihnen jedoch verschlossen sei. DerMatin" hält auch Mittel­europa, namentlich Ungarn für bedroht, wo jeden Augenblick beim Vormärsche der Roten Armee eine Bewegung - znm Sturze des Mini­steriums ausbrechen könne.

Nach Czernowitzer Blättern verlangte ein Teil der polnischen Armee von den rumänischen Behör­den die Erlaubnis, auf rumänisches Gebiet zu flüchte». Da diese die Neutralität wahren wollten, verweigerten fie die Genehmigung.

Nutzland.

Sie «ngllsch-tuPschen Verhandlungen.

mb. Amsterdam, 10. Juli. Der Korrespondeni de»Daily Herold" meldet aus Kristiania, daß es in der von Tschitickcrin unterzeichneten Rote heißt, die Sowjetregierunp habe die Vorschläge der englischen Re­gierung in Sache» der Handelsfragen als ein« Art 3vaff«nstillstandsangebot aufgefaßt, das hoffentlich den Weg zu dem endgültigen Frieden eröffnen werde. Der Aufsagung, daß die Sowjetregierung Angriffe aus das britische Reich plane, wird widersprochen.

Lloyd George antwortete Tschitscherin, England mache zur Grundbedingung für jede weitere Verhandlung den Abschluß eines Waffen still! standes mit Polen.

Deutsch« Studienkommissionen nach Rußland.

Berlin, 10. Juli. Die Studienkommission der Unabhängigen, die aus den Abgeordneten Trispien, Säumig, Dittmann und Stöcker besteht, wird morgen nach Sowjetrußland abreisen. LautVerl. Tagebl." wird fich auch der Kommunist Dr. Levi anschließen. Eine aus industrielles Sachverständigen gebildet« Kom- rnisfion, der Geheimrat Deutsch van der A. E. G. und der ehemalig« Staatskekretär Dr. August Müller ange­hören durften, soll demnächst auch di« Reise nach Ruß­land antreten.

Heimkehe derHeiligen von Sibirien".

tob. Berlin, 10. Juli. Mit dem DampferLis­boa" trafen tn Stettin am ff. Juli zusammen mit einem Transport Kriegs- und Zivilgefangener die schwedischen Damen Frl. Elsa Brand ström und Frau Linder rin, die seit 1915 als Vertreterinnen des schwedischen Roten Kreuzes tn Rußland unermüdlich arbeiteten. Frl. Brandström hat während dieser Jahre die Für- sorge der Deutschen in Sibirien wahrgenommen und fich den Ehrennamen derHeiligen von Sibirien" für im­mer erworben. In ähnlicher Weise machte fich Frau Linder in Samaka für unsere Kriegsgefangenen ver­dient. Beide kehren jetzt erst tn ihre Heimat zurück, nachdem der Abtransport ihrer Schützling« ficherge- strllt ist.

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Kaiserin Engenie f.

tob. London, 11. Juki. Nach Zeitungsmeldun­gen aus Paris ist di« Kaiserin (Sugenie in Spanien verschieden.

Die Witwe Napoleons UI., geborene Gräfin von Montijo, hat «in Alter von Iber Jahren erreicht.

Türkei.

Die Engländer entwaffnen die Regiernng-truppen.

wb. Konstantinopel, 1L Juki. (Reuter.) Der englische General Milner entwaffnet« dir Re- giernngsttuppen in Konstantinopel wegen Unzuver­lässigkeit. Lei der Einnahme von Brussa «»gab fich «ine Anzahl von Rationalisten den Griechen.

Mustafa Kemal an de» Sultan.

»b. Part», 7. Juli. Rach einer Meldung der Chicago Tribüne ans Konstantinopel soll Mustafa Kemal Pascha dem Sultan geschrieben haben, die Lage der Rationalisten tn Anatolien sei günstig trotz der griechischen Heeresbericht«. Er hab« 3000 Griechen, ba­ren t et 2 Generale gefangen genommen, und sowohl dt« Kurden al» auch die Mesopotamier hätte» ihm Hilfe versprochen. Letzter« würden sogar den Arabern in Sy-

Uebertoälttgender deutscher Sieg.

dav, 97.

Preußen wurden abgegeben 861063 Stimmen, 353 656 deutsch«, 7408 polnisch«, somit deutsche.

plsaa - I der h

tob. Berlin, 18. Juli. In Westpreußen wuch, abgegeben 99 316 Stimmen, davon 9163-1 deutsH 7682 polnische, somit 92 V» deutsch«. In Q

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tob. Marirnwrrdrr, 11. Juli. In Deutsch, Eylau wurden Polen, die Handgranate» bei sich trüge«, verhaftet. Meldungen über eine Störung 'N Abstimmung siegen nicht vor.

rien.gegen die Franzosen Helsen. In einem Buse, nennt Ken,al die Engländer und die Griechen die groß- ten Feinde der Türkei. Er empfiehlt aber Nachsicht g» genüber den Franzosen und Italienern.

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Der preußische Wahlgesetzentrvurs.

Im preußischen Ministerium des Innern ist bt| Entwurf des preußischen Wahlgesetzes ausgearbeiti worden, der der Landesversammlung bei ihrem 38lebet .

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Zusammentritt am 15. September zugeheu soll. Eist sprechend der Neichsverfafsung sind wahlberechtigt all in Preußen wohnhafte» deutsche» Männer und Frau» über 20 Jahre. Jeder Wähler hat eine Stimm« Tas Wahlrecht der politischen Schutzhastgesangeiiet ist ausdrücklich gesichert. De» Tag btr Hauptwahl setzt das Staatsministerium im Einvernehmen mit de» Aeltestenrat der Landesversammlung fest. Die Vortag, sieht die Einteilung des Landes in 74 Wahlkreise vor In Hessen-Nassau kommen in Betracht: Cassch Hana», Simburg, Wiesbaden, Frankfurt a. M. A jedem Wahlbezirk werde» vier bis sieben Abgeordnetz gewählt, und zwar so, daß aus je 40 000 sür bi« Lisit einer Partei abgegebene Stimmen 1 Abgeordneter ent fällt. Die Reststimmen werden den Verbandstvahi kreisen zugeführt. Solcher Verbandswahlkreise gibt e 19. Die Provinz Hessen-Nassau bildet ein« solchen. In diesen Verbandswahlkreisen entfällt wiedp rum auf je 40 000 Stimmen ein Mandat. Die RH stimmen der Verbandswahlkreise werde» bet Sanbe it liste zugefübrt, bei der in der gleiche» Weise aus 40 000 Stimmen ein Zlbgeorbueter kommt. Ter w-'sentz siche Unterschied gegen das Reichswahlgesetz bestehj als» darin, daß aus 40 000 (statt dort 60 000) Wähl« ein Abgeordneter kommt und daß die Urwahlkreist wesentlich kleiner sind, um eine bessere politisch Fühlung zwischen den Wählern und de» Äbtzeordnem herzustellen.

Kurze Auslandsnachnchten. j Einzug des dänischen Königs i» Rordschlesmig.

rob. Kopenhagen, 10. Juli. Di« Z«itung«n vev öffentlichen lange Telegramme über den Einzug des böf nischen Königs tn Nordschleswig. Der König ritt si> der Spitze eines großen Gefolges auf einem weißet Morde über hie alte Grenze, gefolgt von einer un8« heuren Menschenmenge. An den König wurden überall Begrüßungsansprachen gehalten.

Sie Kabinettskrise in Ungarn.

wb. Budapest, 11. Juli. Der Reichsverweser be­auftragte den Grafen Stefan B«t h 1 e n, behufs Lö­sung der Regterungrkri!« mit den Parteien Fühlung Pt nehmen.

Lord Fisher t.

rob. London, 10. Juli. Admiral Lord Fifber l| an den Folgen einet Operation am Samstag gestorben.

Lord Fisher, der Reuorganisator der englische« Flotte, stand seit 19041910 an der Spitze der Adm-ra- lität Am 30. 10. 1914 wurde et wieder an die:eS»

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nicht eher ausgegeben werden, als bis mit den ältst Beständen geräumt ist. Es empfiehlt sich daher znt Zeit, sich n i ch t mit großen Beständen cinzudeckeu.

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des 1. Seelords berufen, von der er im Mai 1915 wegetz Meinungsverschiedenheiten mit Churchill zurücktrat.

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Marburg und Umgegend

Marburg, 11 Juli (Heuert).

* Neue einfarbige Briefmarken. TA Unmöglichkeit, den infolge btr Gri-ührenerhöhui-g et' fordetlichtn hohen Bedarf an zweifarbige» Marken 30, 40 und 50 Psg. mit den vorhandenen Zweifarbe*' druck-Mafchinen in der Reichsdruckerei herzustellen, macht es notwendig, dies« Marken in einfarbige« Drucke neu aufzukegen. Ferner müssen die Gegen' wette beS WrttpostvereinS (20, 40 und 80 Pfg.) tit den durch den Wesipostvettrag sestgesetzten Farbe« grün, rot pnb blau gedruckt werden. Die neuen Färb' töne sind: rotbraun für die 5-, orange für die 10', saftgrün für die 20-, hellblau für die 30-, formt** rot für die 40-, hellviolett für die 50-, olivgrün fM die 60», dunkelviolett für die 75- und dunkelblau f# die 80 Psg.-Marken. Um Verwechselungen einzv* schränken, sollen die Marken der neuen Act möglich^

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