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bergebühr. - Sei Beträgen unter 20 Ml. tntt||en tott oa» vor« sur berechnen. — Postscheckkonto: Ar. 5015 «mt Frankfurt e. «et*.
Marburg
Montag. 12. Juli f-euert.)
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Da die Hebung der Förderung nicht schnell genug durch Heranziehung neuer Arbeitermengen in die Kohlendistrikte mangels Wobnungsgelegenheit möglich war, entschlossen sich nach mühevollen Verhandlungen im Februar 1920 die Unternehmer und Arbeiter, anstatt der von letzteren ehnsöchtig getvünschten sechsstündigen Arbeitszeit eine solche von 8 und 10 Stunden im Wege der Ueberfchichten ans sich zu nehmen. Ueberfchichten, die mit 100 Prozent Zuschlag bezahlt werden. 21 Millionen Tonnen, die heute als Grundstock der monatlichen Lieferungen an die Enietne anzusehen sind, wurden ermöglicht durchs die Ueberarbeit deutscher Bergleute, deren Ernährungszustand nach vierjähriger Hungerblockade schlecht ist, deren Familien heruntergekommen, abgerissen sind. Zur Zeit sind wieder Verhandlungen im Gange, um noch mehr Ueberarbeit zu leisten, täglich V/s Stunden, wodurch eine weitere beträchtliche Steigerung forort eintreten würde Wir fassen als Realisten auch die Möglichkeit ins Ange, hast wir Sie nicht davon überzeugen können, baß imrch uns das Aeusterste getan ist, sodaß Sie zur Gcwaltan- tvcrchung schreiten, zur Besetzung des Ruhrgebiets ober dergleichen, selbst wenn dieser Gewaltakt mit Schwarzen ausgeführt werden sollte? bei deren Anblick als Träger der Gewalt sich jedes weiße und deutsche Herz emtwrt. So kann weder für Frankreich noch für Enrova etwas genutzt werden. Die Sicdelung wird manaels Baumaterial zum Stillstand kommen, neue Arbeiter werden nicht einströmen, Der jetzige Zustand der europäischen Kohlennot, dem etwa in drei Jahren abgeHolsen werden könnte, toird in Permanenz erklärt und damit der Zustand wirtschaftlicher europäischer Ohnmacht wegen Rohstoffverteuerung. Alle auf Europa fahrenden Schiffe werden mangels Kohlenausfracht nur einseitig beladen fein . Eine unendliche Erschwerung hat die Kohlen-- frage durch die gestrige Entscheidung der militärischen Frage erkalten. Daraus toerden Unruhen schlimm- st c r A r t entstehen. Die Folgen des Produktionsaussalles werden auf Sic in erster Linie zurückfallen. Die Ruhr und Oberschlesien finb nicht voneinander zu trennen. Wir sind bereit, mit bestem Willen mit Ihnen zu überlegen, koie wir Ihnen schnell und grGndlich Helsen können. Ein Diktat können wir nicht annehmen.
Der Bergarbeiter Hue erklärte: Wir deutschen Bergarbeiter-Delegierten sind der Ueberzeugnng, daß wir die Kohlennol als internationales liebel nur durch internationales Zusammenarbeiten aller in Frage kommenden Faktoren lösen können. Wir sind zp der Ueberzengung gekommen, daß die Ausführung des Vorschlages Millerands keine Beseitigung der internationalen Kohlennot bedeuten, sondern das Uebel nur noch verschlechtern würde. Wir sind also zu der liebet» zeugu ng gekommen, daß dieser Vorschlag praktisch undurchführbar ist, und haben destvegen eine besondere Durchberatung in einer Kommission gewünscht. Trotz ihrer starken Unterernährung unb der dadurch her- vorgerufeuen Morbidität und Mortalität haben sich die deutschen Bergarbeiter in diesem Frühjahr entschlossen, durch das Fahren von Neberschschien die Kohlennot im eigenen Lande zu mildern und die Ablieferung an die Entente möglichst durchführen zu lassen. Die deutschen Bergbau-Unternehmer haben zwar vorgeschlagen, daß die Arbeitszeit regelmäßig weiter verlängert werden solle. Aber es ist einfach ausgeschlossen, daß eine weitere Verlängerung der regelmäßigen Schichtzeit eintreten kann, sondern die deutschen Bergarbeiter haben wie die englischen und amerikanischen Bergarbeiter als Ziel die sechsstündige Schichtarbeit aveil sie der Ueberzengung sind, durch die sechsstündige Schicht nicht die Kohlenförderung zu schädigen, sondern sie sogar mit der Zeit zu heben. Die entscheidende Frage, mit der wir an die Erörterung der Erhöhung treten, ist: Wie machen wir die Bergarbeiter leistungsfähiger, und wie machen wir sie arbeitsfreudi- ger? Wir können hier beschließen, was wir wollen. Eine Konferenz von Diplomaten kann beschließen, was sie will. Letzten Endes wird in den Bergbauzentren darüber entschieden, toi: die Förderungserhöhung zu ermöglichen ist und lute sie überhaupt vor sich gehen soll. Aus diesem Grunde werden .Zwangsmaßregeln ober auch nur Androhungen von Zwangsmaßregeln nur das Gegenteil von oem beabsichtigten Zweck erreichen. Darüber sollte man sich von vornherein klar fein, um zu einer Berstän- digmig zu kommen.
Der deutsche Kohlenwirtschastsplan.
Wb. Spaa,"11. Juli. Der den Verbündeten von Deutschland vorgelegte Kohlenwirtschaftsplan lautet:
Unter der Voraussetzung, daß die Maiförderuug Um Durchschnitt pro Arbeitstag • erhalten und diese im Monat Mai zur Verfügung des Reichskommissars für Kohlenverteilung in Deutschland bleibt, bieten wir den verbündeten Mächten eine Menge von 44000 Tonnen im Durchschnitt pro Arbeitstag zur bevorrechteten Lieferung an. Deutschlands Industrie, Landwirtschaft und Hausbrand werden bei dieser Produktion und dieser Lieferung an die Entente unter der Annahme, daß gegenüber 1913 kein wesentlicher Mehrbedarf eingetreten ist, nur mit rund 58% deS Verbrauchs von 1913 beliefert. Hierbei ist der Mehrverbrauch infolge starker Qualitätsverschlechterung der Kohle nicht berücksichtigt worden. Wir beabsichtigen 50 000 Bergleute jährlich neu einzustellen und für diese die erforderliehen Wohnungen zu bauen. Wir
Amtliches Verkllndigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
erwarten hiervon eine Mehrförderung von 0,7 Tonnen pro Mann und Tag. Von der Mehrsörderung, die über den arbeitstäglichen Durchschnitt im Monat Mai 1920 (rund 440000 Tonnen bei 23 Arbeitstagen) erreicht wird, erhalten die verbündeten Mächte für das erste Jahr von jetzt au gerechnet 401/0, für das 1 nächste Jahr 25 0/0, während die restlichen Prozent" zur freien Verfügung Deutschlands verbleiben müssen StilMi les tartftti WniMmlW-;
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wb. Spaa, 11. Juli. Bei Eröffnung der Sonn» abend-Nachmittagssitzung erklärte Millerand auf die Ausführungen der deutschen Sachverständigen in der Vormittagssitzung mit Rücksicht darauf, dah sie nicht die verantwortlichen Sprecher Deutschlands seien, nicht eingehen, sondern sich auf die Darlegungen der amtlichen Vertreter der Reichsrcgierung beschränken zu wollen. Deutschland habe die Kohlenlieferungen, zu denen es ver- pflichtet sei, nicht erfüllt, sondern willkürlich vermindert. Die Verbündeten hätten das Recht, von Artikel 18 Anhang 2 des Friedensvertrages Gebrauch zu machen, sie begnügten sich aber mit den Sicherungen für die Z u k u n f t. Millerand versicherte, dah Deutschlands eigener Bedarf gerecht bemeffen und feine Bevölkerung ausreichend mit Lebensmitteln versorgt werden solle. Gleichzeitig erklärte er, dah die Verbündeten bereit seien, ihre Sachverständigen sofort mit den deutschen Sachverständigen zusammentreten zu lasten, um den deutschen Kohlenförderungsplan zu prüfen. Der französische Ministerpräsident schloß mit der Versicherung, dah Frankreich von keinerlei Rachegefühl gegen das deutsche Volk beseelt sei, sondern den Wunsch hege, daß Deutschlands wirtschaftliche Kraft im Interesse ganz Europas seine alte Höhe erreiche, sofern es nur seine Verpflichtungen einlöse, und dah die beiderseitigen Beziehungen sich so friedlich wie möglich gestalten möchten.
Daraus traten die beiderseitigen Sachverständigen sofort zur Prüfung des deutschen Kohlenförderungs-Programms zusammen.
Dann ergriff Reichsminister Dr. Simons das Wort. Er betonte nach einem Dank für die freundlichen Worte Millerands, dah die Verbündeten, ehe sie im Falle von Verletzungen des Friedensvertrags zu den vorgesehenen Strafmahnahmen griffen, billigerweise die deutsche Regierung auffordern müßten, die Vertragsverletzungen einzustellen. Dr. Simons erklärte dann, daß der von der deutschen Regierung entworfene Kohlcnbewirt- schaftungsplan mit Rücksicht auf die von den Verbündeten gefaßten Beschlüste abgeändert werden müste und deshalb erst Montag früh, wenn möglich schon Sonntag abend vorgelegt werden würde. Ferner kündigte Dr. Simons für Montag die Vorlage des Planes für die Ausführung der Wiedergutmachung an und bemerkte dazu, daß der Plan zunächst die finanzielle Gesamtleistung Deutschlands umfaste, sowohl die einzelne Jahresleistung wie die Gesamtleistung und die technische Durchführung. Die im Friedensvertrag vorgesehenen auf die Eesamtschuldsumme anzurechnenden Sachleistungen mußten garantiert werden. Daneben regte der Minister eine internationale Aktion zur Neubesiedelung der zerstörten Gebiete an, die, als geschäftliche Unternehmung aufgebaut, übermäßige Unternehmergewinne ausschließen und unter gemeinsame soziale Kontrolle gestellt werden müste.
Darauf wurde die Konferenz auf Sonntag nachmittag 5 Uhr zur Kenntnisnahme des Berichtes der Sachverständigen in der Kohlenfrage vertagt. Die Minister und die Kohlensachverständigen traten abend« zu Beratungen zusammen. .
Ein Umschwung.
wb. Part», 11. Juli. Die Morgenpresie stellt einen Umschwung in der Stimmung in Spaa im Laufe der gestrigen Nachmittagssitzung fest. Nach dem „Matin" trete man nunmehr in die Periode der Verhandlungen ein. Das Regime der gebieterischen Noten sei vorüber. Zwar würden die Grundsätze aufrechterhalten, aber über die Einzelheiten werd« man mit dem aufrichtigen Wunsch« nach einer Verständigung verhandeln. Die gestrige Red« Simons bedeute einen wichtigen Wendepunkt in per Geschichte der Konferenz. ____
Nach Wiederaufnahme bet Sitzung erklärte Reichs« Minister Dr. Simons, daß die deutschen DAe« gierten angesichts der Versicherung der Herren Mille« tanb und Delacroix, daß die Entscheidung in bei Kohlenfrage erst morgen gefällt werde, beschlossen ha« ben, die deutschen Wiedergutmachungsvorschläge zu überreichen und händigte mehrere Exemplare dem @e« neralsekretär der Konferenz ein. Er ersuchte dabet die Konferenz, die Gesamtheit der deutschen Vcrpslich« tungen au- dem Friedensvertrage an der Hand dieses als einen unteilbaren Plan anzusel-enden Vom schlagS zusammen mit der Kohlensrage zu prüfen unü vorläufig eine Entscheidung in letzterer auSzu« setzen. Weiter betonte der Minister, daß nach Auffassung der deutschen Delegierten der Zweck bet Konferenz von Spaa der sein sollte^ anstelle der ein« fettige« Festsetzung der deutschen Leistungen auS dem Friedensvertrag in Gemäßheit des Artikels 233 durch die Wiedergutmachungskommission eine Fest« setzung auf Grund freier gegenseitiger AuS« spräche treten zu lassen. \
Ministerpräsident Millerand entgegnete untei Verlesung des in San Remo gefaßten Beschlusses, bag der Vertrag von Versailles einschließlich deS Artikel! 233 die Grundlage der Beziehungen zwischen Deutsch" land und den verbänbtten Mächten bleibe.
Die Sitzung tvutbe darauf aus Montag 11 llhl vormittags vertagt. *
5m Btrirtr« iw» lit „SritislWitiT
wb. Spaa, 10. Juli. Das in der Frage der Strafbestimmungen der Kriegsschuldigen unter« fertigte Protokoll lautet nach amtlichen Berichtenr
Die Konferenz hat in Uebereinstimmung der b* vollmächtigten Vertreter der Regierungen Belgien», Frankreich», England», Italien» unb Japan» einerseits und Deutschlands andererseits beschlossen, da» in die Hände des Reichsgerichts in Leipzig gelegt« Strafverfahren im Sinne bei Briefe» des Präsidenten des Obersten Rate» an die deutsche Regierung vom 7. Juni 1920 fortzusetzen. Um die Untersuchung in dieser Sache zu beschleunigen und all« wünschenswerten juristischen Feststellungen zu erhalten, wird sich der Reichranwalt de, Leipziger Reichsgerichtshofes direkt mit dem englischen Al irney-Eeneral oder dem Justizminister der be- ? • jfenben verbündeten Macht In Verbindung setzen, -fcln die Auskunft oder gerichtliche Feststellung durch einen Untersuchungsausschuß oder aus anderer» Wege zu erlangen. Die» wird in kürzeste? Frist
UtimeMhnii in Mitt MitWltMm-AirMtt.
wb. Spaa, 11. Juli. Bei Beginn der heutigen Sitzung teilte bet Sorftyenbe Ministervräsibent Delacroix mit, baß bet britische Ministerpräsident im* läßlich sei und daß daher die Entscheidung in bei lohlenfrage, übet die die beiderseitigen Sachverständigen sei? Gestern Abend beraten hätte», bis |1H morgigen Sitzung verschoben werd«. Er richt« daher an die deutschen Delegierten di« Frage, ot ie bereit seien, die von ihnen für die heutige Sitz« ung zugesagten WiedergutmachunSvorschläge vorzu- legen.
Reichsminister Dr. SimonS entgegnet«, bt« bet* schen Wieberguimachungsvorschläge feien fertlggriM» und hätten bet Konferenz im Laufe btefe» Nachmittages zugehen sollen. Er habe inbeffen unmittelbar M bet Sitzung ersaht««, baß bet ben gemeinsame» 8«* hmiblunge» zwischen ben beiderseitigen Sachvetstä» bigen für die Kohlenfrage keine Einigung eqt4 worben sei. Wegen der grunblegende» Bedeutung bei Kohleninbustrie für bat beutsche Wirtschaftsleben sch >ie deutsche Delegation nicht imstande, BorschläM ür die Wi-bergutmachung vorzulqzen, solang« M Kohlenfrage unerledigt sei. i
Ministerpräsident Millerand erklärte, bag kßA bies« Mitteilung bennruhign St verlas ben richt bet verbündeten Sachverständigen, betonte indeg, daß die Entscheidung der verbündeten Regierungei erst morgen stattfinden werde unb ersuchte erneut »M Uebetreichung der deutsche« WiebergutmachungSvs» schlüge. 1 '
Reichsminister Dr. Simo n» sührtr darauf baß nach dem von Herrn Millerand verlesenen Berichß von Deutschland monatlich boS 8'/,fache bet in bat brutschen Kohlenwirtschaftsvorschlag angesetzten Kohle* menge verlangte werde, wonach bet deutschen Industrie nur V» ihres notwendigen Kohlenbedars» verbleibe» werbe. Auf sein Ersuchen würbe bie Sitzung füg ben Zweck einer internen Besprechung bet beulfchetz
Kiitmis Heroitit
wb. Spaa, 10. Juli, (tzavas.) In bet gestrigen Dkachmittagssitzung setzte bet beutsche Unterstaatssek- ptär B e r g ina n n die Ursachen auseinander, welche hie Disserevzen erklären zwischen der von der Wieder- gutmachungSkomi'.nssion festgesetzten und der wirklich belieferten Kohlemneuge. Hauptsächlich seien diese UuSstände und innere Unruhen gewesen. Seit April habe die Menge der abgelieferten Kohlen zuge- mmtmeu. Er schloß mit der Versicherung, daß es der sitzuusch Deutschlands sei, ein vernünftiges Abkvmmev zu treffen, dos von regelmäßigen Kohlcnliefcrungcn «xs- O b e r s ch l e s i e n obhinge.
h In seiner Erwiderung erklärte Millerand, daß Teutschland den Bclvünöeien ungefähr 39 Millionen Jaunen zu liefern hätte, davon 25 Millionen Tonnen 'm Frankreich, 8 Millionen m Belgien unb 6 Mil sionen Italien. Die WiedrrgntmachungSkommisjion sabe diese Summe ans ungefähr 20 Millionen Tonnen herabgesetzt, uni Deutschlands Schwierigkeiten Rechnung |u tragen. Tatsächlich seien aber in den von Berg- punm als günstig angeführten Monaten April unb Mai 800 000 bczw. 1100 000 Tonnen abgeliesert werden, b. h. etwa dieHälfte der abzuliesernden Menge. Am W. Juni habe die deutsche Regierung eigenmächtig die Kohlenmenge nm 10 000 Tonnen täglich herab- gefctz! unter dem Vorwande, daß eine gewisse Menge Rolii: auS Oberschlesien nicht abgeliefert worden -fei. ^®ic Lage Deutschlands sei bei vollständiger Er- Ellung seiner Verpslichtungen immer noch besser, als rjerÖj? Frankreichs. In dem Augenblick, da Teutsch- fcnb mit den Verbündeten wegen der Kohleniiesernngen
Der »wtelgexpret« »etrlgt f»r bte Seefr. Zelle 75 W uw» 10% »«fW««. ••*«** sik auswärtige 1.- Mk., Reklame,eile 8.00 Ttt Zeder M«5«tt gilt «(» «-rr-d.lt Bet lustunft bur» b«e EeschSst.sttlle unb BetmUfUn« bet Angebote » Vf«. ©•»■
Verhandle, habe eS zwei Kohlenverkaufsabkommen ab- tzeschiosien, u::d zwar an bie Schweiz 350 000 Tonne», pnd an die Aiederlande 80 000 Tonnen.. Angesichts dieser Tatsache $ filtert sich die Verbündeten zu ben Maßregeln veranlaßt gesehen.
Dr. SimonS erwiderte, daß er nicht aus die Wnrelhkire:! der Argumente Millerands eingehen Bnttf, auch nicht sofort ans die Note der Verbündeten «ntosrten könne, sondern er müsse sich erst mit den dnttschen Sackjverüändigen beraten. Diese Sitzung Bahn: um Vt10 Uhr ihren Anfang und tagte bis tw die späten Abendstunden.
Sie ientitei MWahuWsiiitn.
Zwangsmaßnahmen bedingen Rückgang der Förderung.
wb. Spaa, 11. Juli. I.« der heutigen Bormittag?- Mune ergriffen die deub'chen Kohlensachverftändigen das Bort. Hugo Stinnes jühtto aus: Ich spreche stehend, bemii ich meinen Zuhörern frei ins Auge sehen kann. Sie iBerben mir geilaticn, freimütig zu sprechen. Herr Mil- 4tc:to hat gtftfrn erklärt, daß er aus Courtoisie bereit fei, Mt deutschen Vertreter zu hören. Wer nicht von der Liege,kraukheit unheilbar befallen ist, weiß, daß ti mit den setzt üblich gewordenen Dezisionen nicht getan tst Ich spreche ans ttatürlichem Recht, nicht aus HöNtchkeik geduldet, hier ober anderwärts. Die Zahlen des Herrn Millerand kann ich, soweit sie Frankreich be- htfkn, nicht anerkennen, auch nicht zahlenmäßig bt- üreiteu. Soweit sie sich aus ben Vcrsorgungsgrad Deutsch- **b4 beziehen, sind fie unrichtig. Ms deutscher • hnduürteller weiß ich das aus eigenen vielgestaltigen Betrieben, baß die Versorgung leider.» ichtannäherno 10 Prozent beträgt. Anerkennen muß ich, baß die ^»15^(6«« Benorgungsverhältnisse ebenfalls unerträg-
: schlecht find uird daß, abgesehen vom Frttdensvertrag bea Versailles, der zwar ein Recht geschasfen hat, aber <hr eL-rrm erinnt, ausgehungerten Volk abgepreßtes Recht- ein gleichsam natürliches Anrecht auf französischer Britt besteht, daß jeder deutsche Unternehmer und Ar- •dta bat Aeußerste tut, um bem im Kriege erfolgreichen , Drankreich aus seinem jetzigen Zustand zu helfen. Wir Menne» an, daß umsomehr Veranlassung zu größter Infirenguiig vorhanden ist, als biete französische Gruben «■ Sorben und im Pas de Calais zerstört worden sind, .dstematisch. wie Herr Millerand gestern sagte, aber nicht , ottl Niedertracht ober Vandalismus, sondern aus einer ' erkannten militärischen Notwendigkeit, kwb doch 1914/15 die deutschen oberschlesischen Gruben kft mir durch ein Wunder dem gleichen Geschick entgangen. ■ 8w Frühjahr 1919 betrug die Förderung im Nuhrgebiet, ■0« fßr die unmittelbare Belieferung Frankreichs aus- rolaggebenb ist, rund 220 009 Xomun täglich. Sie ist jetzt 286 000 Tonnen täglich gestiegen. Damals wurde ichon in her Erkenntnis der folgenden Entwicklung seitens BerLwerksbesitzer im .Einpernehmen mit den Gewerk- toaftrn der deutschen Regiming eine Siedelnng
8erglcntm in den Bergwerksbezirken in einem bisher •*««’.» bekannten Umfange vorgeschlagen. Allein im Rahrgediej sollen zirka 600 000 Familien angesiedelt Die Unkosten roteben sich aus über KM'.lliaeden ®<tr! belaalnt. Die Swb-iuug geht, abgesehen von den ■Ringeln bei ersten Organisation, nicht flott vonstatten, er wegen b<S Kohkenmanzels in Deutschland an BanftcfFftt aller Art ms” i/tt. Auch mangelt es an Geld.
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bäfttfteae unb Bereit«**« bet engebote Z5 VJ«. e»i- unter 20 SRI müßen wir Ixi« Pork für bt« Ä«**uug 1Q/D i»e<ttont*: Ät. 5015 Amt Rrauffutt cTtefu.
Tie Cberbeifitoe Zeitung" erscheiut sechsmal »öcheutlich. — Bezug,prei, monatlich — 4rn 4 Mk burÄbte Post 4.A) Mk. - Fiw aurfallenbe Wummern infolge Streik, ober las elemkütarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. K. httzerolh. — Druck bet M- Uuw.Buchbruck-rei von Ioh. Aug.Koch, Markt 21/23. - Fernsprecher 55.
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