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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheUchej Oberhessen

Der Äiqeigenpret« itftigt fit bi« 8gefp. 3«t(t 71 euroartige 1Ttt., SUtlemeieile 3.00 Ult

W«-6a» Rt^nung

1920

HUmh die ffiiroeiolitil dnLdnilen Watts.

vor«, «rankrerchs Stell .Ä W« oberste Rat grjiaim <

Hilfe nötig.

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Kirchs git sich ans diesen Untersuchungen ergeben und schreibt: L 3»U feie Franzosen hatten zweierlei Ziele, die sich mitein- sw*, mchcr nicht vereinigen lassen. Da? erste war, Deutsch- ändert nd zn zermalmen und in Stücke zu brechen, es mit ir uab ! einem ,Sani!ätskordon" von Feinden zu umgeben und

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laben.

' Frankreich hatte vor dem Kriege große Summen in Nuß- 11111 ffetnb angelegt, und die russische Revolution sollte diese

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Politik zur Vernichtung Rußlands ans der einen und

Leitung französischer Generale in ein großes militä-

Poliiik cs für gut findet, daß es sich gegen das entwasf-

eu.üiche Bft;

wie ich Lei meinen Untersuchungen fcftgestM habe, dabei.

1 27, IL

Deutschland genüberarcrhängnis

Solle Bvrirrk der militärischen Einkreisung und der wirt

Vvue MUNI ocr miiuarucyen irrnirenung Ilno oer wirr- fchastlichcL Erdrosselung einerseits und unbegrenzter sinan-

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30.

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Abec wenn cs noch Zeit ist, daun

r ein Allheilmittel. Die französische Politik,

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treu.

der Sitzung einen endgültigen Beschluß

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eilt.

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Oberschlesien zu Oester an Polen fallen Rngc um Deutschland

Beginn fassen.

zische >? Gibraltar verwandelt worden, nm nach Osten hin Rußland und nach Westen hin Deutschla '> mederzuhakkn. Frankreichs Felder sind verwüstet, fein Bankerott ist unsagbar, aber es hat Geld im Ueberfluß für. milit ä r ische Raubzüge in Rußland und wird feintit Mangel an Geld haben, tveun die französische

zielter Ansprüche andererseits bat Europa zum Verderben tzkrcickck. Zur .Hälfte liegt eS in Trümmern. Der Rest

Den auf der

Wortlaut des Diktats veröffentlichen wir 2. Seite.

Lloyd George entgegnete, daß die Verbün­deten darauf beständen, daß wir das Protokoll für diese Abmachungen annehmen. Demgegenüber erklärte Minister Dr. Simons, daß wir das n i ch t tun könnten, ohne vorher eingehend über die Angelegenheit beraten zu haben.

Die Konferenz wurde darauf um 5 Uhr nach­mittags auf Freitag mittag 11 Uhr vertagt. Die Mitglieder der deutschen Abordnung find, sofort nach der Rückkehr von der Konferenz zu einer Be­sprechung zusammengetreten.

wb. A m st e r d a m, 8. Juli. Im letzten Aufsatz über Deutschland zieht Gardiner die Schlußfolgerungen,

ikreichs Ziele und Naubpolitik. Fachs Diktatur. l eine Gefahr für die Welt. Amerikas

mtng, it (5aü irtt.

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Weiter meldet der Sonderberichterstatter der Telegraphen-Uuion:

Zu Anfang der Sitzung überreichte Lloyd George die Antwort der Verbündeten auf die vor­gestern überreichten deutschen Vorschläge, wobei er kurz darlegte, daß die Verbündeten entschlossen seien, die Durchführung der militärischen Bestim­mungen des Friedensvertrages zu sichern und daß sie zu diesem Zweck eine neue Vereinbarung vor­schlagen. Lloyd George legte den Wortlaut der Vereinbarung vor. Diese droht für den Fall, dasi die Bedingungen nicht in loyalster Weise in den. festgesetzten Terminen durchgeführt sind, mit der Besetzung neuer deutscher Gebiets­teile, so des Ruhrgebiets und einiger an­derer Landesteile. Zn seiner Antwort auf die Er­klärung des englischen Premierministers stellte der Minister des Aeußern Si m o n s fest, daß es sich bei dem heutigen Vorgehen der Verbündeten um eine diktat mäßige Ergänzung des Diktatfrie­dens von Versailles handle und daß die deutsche Ab­ordnung nicht in der Lage sei, zu dieser Antwort Stellung zu nehmen, bevor nicht eingehende Ver­handlungen mit den zuständigen Stellen statt­gefunden haben. Die Sitzung wurde daraufhin auf heute vertagt. Die deutsche Abordnung kehrte in ihre Quartiere zurück, um sofort eine längere, je­doch ergebnislose Besprechung abzuhalten. Die Ab­ordnung hatbeschlossen, nunmehr abzuwarten, bis die in Berlin befindlichen Mitgliürer des Ka­binetts sowie die Parteien zu der neuen Lage Stellung genommen haben und will heute kürz vor

°Violi« fetütschlands auf der anderen Seit: angewandte Jnstru- ;fü6t »ent ist Polen. Tiefe nntecnehmende Macht ist unter

Arti t-, . . . . *J t' I* .f_ 2 t*

b. 9. b llhr ' r bos hin uns.

Deutschland wendet. Gerade fetzt ist Frankreich.

*n seine Hilft nicht verweigern, es muß seinen Anteil to dem großen Befreiungswerk der Menschheit über- Mmen, da? doch in Amerika seinen Anfang genommen

.knumpst der Vernunft nicht verdunkelt wird. Aber JJJ® das ist des letzte Wort, das ich von der Beobachtung .N Tragödie Mitteleuropas mitüringe Amerika

Die Experten, unter denen Frankreich durch Ge­neral Rollet und Deutschland durch General v. Seeckt vertreten waren, berieten gestern lange zur Vergleichung der vom deutschen Generalstab und den beiden verbündeten Delegierten eingebrachien Zahlen über das zu vernichtende oder auszuliefernde Material. Es erfolgte eine Einigung in dem Sinne, daß die Zerstörung von 14 OOO Geschützen, 5000 Maschinen­gewehren und 750 000 Handwaffen als erfolgt an­erkannt wird. Dagegen weig erten sich die Ver­bündeten, den deutschen Ziffern bezüglich des noch zu vernichtetiden Materials zuzustimme», da man fort­während noch weitere Vorräte aufdecke. Man wisse so, daß mindestens die Hälfte des deutschen Materials 'noch nicht zerstört fet

Dr. Simons der führende Kopf.

Der wenig erquickliche Verlauf der Dienstag-Sitzung wird in der Presse auf die Haltung der deutschen Ab­ordnung zurückgeführt. Der Sonderberichterstatter der Bossischen Zeitung", sagt, man hab: nicht gleich den

Schneller Verlauf der Ro nieten)?

wb. Pari», 8. Juli. Millerand erklärte dem Berichterstatter desZntransigsant" in Spaa, er glaube, daß die Dinge jetzt einen recht schnellen Verlauf nehmen würden. Man werde in Spaa nut in großen Linien die Aufgaben einer Schlußkonferenz festsetzen. Einzelheiten wurden erst später kommen. Man würde aber nicht abreisen, bevor man nicht die Hauptpunkte der Tagesordnung ausreichend erörtert habe und bevor die Deutschen nicht darüber ein Protokoll unter­zeichnet hätten.

Ueberwachuug der deutschen Bergwerke.

Spaa, 9. Juli, lieber die Kohlenfrage, die heute verhandelt werden soll, verlautet, daß die Franzosen Vorschlägen ein bestimmtes System für die Lieferung einzuführen. Die Vorschläge gehen dahin, daß die deutschen Kohlensirmen einen bestimmten Prozentsatz der Gesamtproduktion abliefern. Es soll jedoch ein Ausgleich zwischen der französischen und deutschen Pro­duktion derart erfolgen, daß die deutsche Lieferung an Frankreich sich in demselben Verhältnis verringert, tote die französische Produktion steigt. Ter abzulie­fernde Prozentsatz soll jährlich sestgestcllt werden. Zur Kontrolle verlangen die Franzosen die Ueberwach- ung der deutschen Bergwerke durch verbün­dete Kvhlenkommissare.

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bJS ir. 31 L t Tarn«

eres «t« Rußland geführt. Das von der französischen

o« . . ...

Vernichtender kann das englisch-französische System blindlings betriebenen katastrophalen Raub- und Erpresserpolitik nicht kritisiert werden, als eS hier von ^inem Engländer geschieht, der sich selbst von der ^chctlvollen Wirkung der Politik des Obersten Rates »rrzeugt hat.

Wjm weheren deMen SM» mtdnh!.

wb. Spaa, 8. Juli. Die heutige Sitzung der Konferenz wurde nachmittags y24 Uhr eröffnet. Lloyd George teilte sofort im Namen der Verbün­deten mit, daß, sofern Deutschland s o f o r t zur Ent­waffnung der Einwohnerwehren und der Sicher­heitspolizei schreite, ihm für die Herabsetzung der Hceresstärke auf 100 000 Mann eine F ri st von sechs Monaten zugebilligt worden sei. Die Herabsetzung des Hee-es habe in zwei Raten, bis- zum 1. Oktober 1920 auf 150000 Mann, bis zum 1. Januar 1921 auf 100000 Mann, stwkhufinden.

Minister Dr. Simons betonte, daß eine so bedingte Fristverlängerung eine einseitige Auflage der Verbündeten darstellen würde, nicht ein Abkommen unter den verhandelnden Parteien.

Marburg

Freitag, 9. Juli

(feuert)

richtigen Ton gesunden. Geßlers große Rede habe ihre Wirkung ganz verfehlt.Sie enthielt zu viel Allgemein­heiten und zu wenig Gegenvorschläge. Fehreubachs feier­liche Beschwöruitg der Verbündeten tvirkte deplaziert und unglaubwürdig." DaS übereinstimmende Urteil der Vertreter der Verbündeten gehe dahin, daß Dr. Simons, der wiederholt die Situation gerettet habe, der führende Kopf der deutschen Abordnung sei. Der Berichterstat­ter desNftuwe Rotlerdamschen Courant" meint, die Deutschen seien offenbar nicht ganz vorbereitet gewesen. Dr. Geßlers große Rede sei nicht sehr klar geweftn. Den Hauptfehler habe aber der Reichs­kanzler begangen, dessen lange Rede nicht zur Lage gepaßt habe.Es war eine typische Reichstagsrede, auf die Sentimentalität der Zuhörerschaft berechnet und in Fchrenbachs bekanntem weinerlichen Tone vorgetragen. Sein Hauptgrund war der, daß er als ehrlicher Mann sterben und keine unerfüllbaren Verpflichtungen über­nehmen wolle. Die Tatsache, daß seder Satz ins Fran­zösische und Englische übersetzt werden mußte, verschärfte noch den peinlichen Eindruck dieser Rede."

Daß der Reichsminister des Aeußeren Lloyd George mit Geschick entgegenzutreten weiß, zeigt auch folgende Meldung:

wb. Paris, 8. Juli. Nach demMatin" soll im Laufe der Verhandlungen in Spaa gestern Lloyd George erklärt haben, obwohl Frankreich 1871 ge­schlagen gewesen sei, Haiti e» doch rasch die schweren Ausstände der Kommune niederschlagen können, woraus Minister Sinions geantwortet habe, Deutschland habe auch Frankreich die Mittel gelassen, eine Armee zu unterhalten, um die Revolte niederzuschla­gen. Hierauf habe Lloyd George geantwortet: Aber eine serieuse Regierung mutz doch Herrin in ihrem eigenen Lande sein! Das hohe Reichsminister Simens veranlaßt, zu sagen:Sie sind, Herr Präsident, Chef eines sehr großen, sehr blühenden und siegreichen Imperiums. Jedoch habe ich sagen hören, daß jüngst es Ihnen nicht leicht gefallen sei, die Rebellen zu oer« anlaffen, die Waffen zurückzugeben, deren sie sich bedien­ten, um die regulären Truppen anzugreifen. Ich weiß nicht einmal, ob es Ihnen bis heute gelungen ist. Ich erwarte deshalb von Ihnen, daß Sie ein wenig Nach­sicht mit einer notwendigerweise schwachen Regierung haben werden, die ein geschlagene« Land re­gieren mutz, in dem Unordnung herrscht."

Sltitriieii« Sn MlitWchr» Minin.

tob. Spaa, 8. Juli. Der Oberste Rat versammelte sich heute vormittag um 11 Uhr zur Entgegennahme des Berichtes der militärischen Experten über die Enttoaffnungsvorschläge, wie sie gestern von der deut­schen Abordnung gemacht wuiDen. Um 12 Uhr mittags trafen die deutschen Delegieren ein, auf welchen Zeit- punkt sie gestern eingeladen ivorden waren. Ter Vor­sitzende Delacroix ließ sie wisse'.r, daß die Sitzung der Konferenz auf nachmittags 3 Uhr vertagt worben ffi, um es den Verbündeten zu ermöglichen, ihre Beratungen fortzusetzen. Die deutschen Delegierten zogen sich darauf zurück ,

Nach der Abfahrt der deutschen Delegierten wurden die Beratungen unfer den Verbündeten fortgesetzt, um zu einer Verständigung über die Fristen und die Bedingungen zu kommen, die Deutschland für die Ver­nichtung des Materials und die Herabsetzung der Truppeubestände gestellt werden sollet:,

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Die ttwrniWmiiio in Httbiicktkn.

6t6s Stellte Sri# bei Wucher SiMmi ter WerWiMize!

DieOfctbefiW Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. «ezugsprew monatlich Ma Ski 4 Mk durch die Post 4.20 Mk. Für au,sallende Nummern infolge Streiks oder W[. Id/ elementarer Ereignisse kein Ersatz - Setlaa »an Dr.r. Httzerotb. - Druck der *** llnio.-Buchdruckerei von Joh. An,. Fach, Markt 2V2S. Fernsprecher SS.

«lang, «ich würde die Katastrophe nicht lauge überleben. -Mi chl ist es schon zu spät, die finanzielle Kata-

«b. Amsterdam, 8. Juli. General Dy er, ^!tn Aame durch die blutigen Ereignisse in Amritsar f*wint wurde, wird nach einer im Unterhaus abgege- snen Mitteilung Churchills nicht mehr dienstlich Dtt= J*wei werden, sondern zur Disposition ge-

1 [t- Arbeitsminister Mac Ramara teilte mit, daß jL. .^ioncrt Mann dem abllisiert und in der unte-gebracht worden seien.

BO die nach ihren Wählern schielen, sondern aus ^8cnnd sachkundiger Untersuchungen entsprechend der t a t- : "HD sächlichen wirtschaftlichen Lage deS Schuldners. Aber kpaa ist nur ein Anfang. Viel wichtigere Dinge müssen

rniWt Lndt»nlm»lm.

- Sitzung vom 8. Juli, vertag««, »to 15. September.

Die erste Lesung deSStaatShauShaltSplaneD für 1920 wird fortgesetzt.

Abg. Ludwig (U.6.): Unsere Delegierten in Eva« haben bisher bei den dortigen Verhandlungen nicht gut abgeschnitten. In der Entwaffnungsfrage hätten sie gegen die Welt und gegen sich selbst wahrhaftig sei« müsse«. Dazu gehört freiüch ein gewisser Mut, und bett lassen unsere Unterhändler vermissen. Wir erstreben die Ent« waffnuirg, damit endlich einmal dft allgemeine Abrüstung einen Anfang nimmt. ES ist unwahr, daß sich Zehntausende von Gewehren und Maschinengewehren in den Händen der Unabhängigen und Kommunisten befin­den. WaS der Staat im Innern zur Besserung bet Lage tut, ist ganz unzureichend. Dft Gemeinde» müßte, daS Recht erhalten, ZwangSeinquartierunge» in noch größerem Umfange vorzunehmen als bisher. 3nt Ruhrgebiet haben dft Arbeiter, in berechtigter Abwehr z» den Waffen gegriffen.

Abg. Stendel (D. Volksp.): Ich schäme mich, daß es in Deutschland einen Mann gibt, bet in diesen schweren Stunden solche Ausfälle gegen dft ReichSregie- -rnng wagt tote bet Vorredner. (Unruhe bei den Unab­hängigen.) Unerhörttste»,wiedet Minister dänisch in der Presse gegen

daS Marburger Urteil

Stellung nahm. indem et von feigen Meuchlern sprach. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Gegen die Ostiuden sind wir nicht deshalb, weil sie Juden find, sondern weil-wft zur Zeit überhaupt keine Einwanderung gebrauchen kön­nen. Ohne Zuwaitderung aus dem Auslande gäbe ei in Berlin überhaupt keine Wohnungsnot. (Widerspruch links.) Bezüglich der Landratsernennnngen können.awch wir daS Verhalten der Regierung nicht billigem *

Minister Hänisch: Bon sechs unlängst ernannte» Kreisschulinspektoren gehören alleiu^vier bet deutsche» Bolkspartei an. Bon dem, waS ich bezüglich des Mar­burger Urteils geschrieben habe, nehme ich kei» Wort zurück. (Großer Lärm rechts.) I

Abg. Sprenger (Zentr.): Unsere Vertreter in Spaa müssen ein geschlossene» Volk hinter sich haben. Ihre Stellung wird aber durch dft Unabhängigen sehr er- schivert (sehr richtig), mußte doch einem ihrer Anhänger, bet den Ersatz der Sicherheitswehr durch englische Sol­daten forderte, der englische Obeckommissar selbst er­widern:Sie sollten sich schämen." Er hätte für j

solchen Sklavensin» .1

fein Verständnis. (Lebhaftes Hört!Hört!) Bezüglich der Landräte erwarten auch wir, daß nur Leute mit genügen­der Vorbildung ernannt werden. Zentrumsleute tour» de» während des alten Regime» fast nie zu Landräten er­nannt. Eine völlige Aushebung der Zwangswirtschaft ist nicht möglich, solange Angebot und Nachträge sich nicht dft -Wage halte». (Sehr richtig!) Die Regierung sollte- endlich dft Staatsanwälte zu energischem Ein­schreiten gegen den Wucher anhalte». (Leb­hafte Zustimmung.) Auch ich halte e» für sehr bedenk­lich, wenn ein Minister in ei» schwebende» Gerichts- verfahren eingreift, wie es Herr Hänffch getan hat. (Sehr richtig.)

Dft Besprechung schließt. Der Haushalt geht an de» Haushaltsausschuß. Es folgt dft erste Beratung der Mittellandkanakdorlage. I

Minister Oeser: Der Kostenvoranschlag von 346 Millionen Mark bezieht sich »och auf die FriedenSzeit. Die Fortführung der Arbeiten wird am 1. April 1921 in die Hände des Reiche» übergehen. Im Interesse de» deutschen Verkehrs- und Wirtschaftslebens muß der Kanal gebaut werden.

Dft Vorlage geht an einen besonderen Ausschuß, dem mich der Antrag Menzel über eine Abzweigung des Kanal» zur Saale und der Entwurf zur Berbess-rnng der Oderwasserftraße unterhalb BreSlau» überwiese» wird.

Es folgt dft zweite Beratung des Gesetzentwurf» über die Neuregelung der

BerfassungderevangelischenLandeskirche i» den filteren Provinzen Preußens.

Ein Regierungsvertreter begründet die Notwendigkeit bet Vorlage, durch welche dft Kirchengesetze über dft kirch­lichen Gemeindewahlen, über eine außerordentliche Kir­chenversammlung zur Festsetzung der neuen Kirchenver- sassung und über dft Ausübung des neuen Kirchenregi­ments chft vom ehemallgen König zunächst auf dft evan­gelischen Minister Übergegangen ist, der staat-gesetzliche» Bestätigung unterbreitet werde». Dft Vorlage Wick» in zweiter itjtb dritter Beratung sowie in der Gesamtabstim­mung gegen dft (erben sozialistischen Parteien ange­nommen.

Da» AuSführungSgesetz zum Landessteuergesetz geht an den Ausschuß.

Verabschiedet wird der Gesetzantrag Friedb erg und Gen. (Dem.) auf Aenderung de» Feld- und Forstvolizei- gesetzes, ferner daS Gesetz zur Erhebung von Nachtrag?« umlagen für da? Steuerjahr 1919, ferner der Nothaushalk und eine Novelle zur Hinterlegungsordnung.

ES folgt dft ztoeite Beratung der Novelle zum Gesetz über dft Befähigung zum

höheren Verwaltungsdienst. i Nach dem Beschlüsse des Auzschusse» muß zwischen der ersten und zweiten Prüfung ein Vorbereitungsdienst von mindestens drei Jahren liegen. Dft Vorbereitung beginnt mit einer halbjährigen Beschäftigung als Referendar bei den Gerichten, Dft Minister der Finanzen und be» Innern find ermächtigt, Versonen, die zum höhere*

ttge ge möge, um so dft toiriföi enger zu schnüren. Diese

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I «et ftiistunft durch vt« EiefchSftoftell« unk vermttttuna der Unaekote » Ps,. 6»e-1

IberMkübt. Bet Beträgen unter 20 Mk. mästen ott Da« Porto für die tzlöchuung l 1Q/D

I berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt «. «atu. |

n geiach mgabe^ b57; als fürchterliche, aber zeitliche Verirrung der Staats- öttUr« '5a.ttl!fr in Crinnerung fortleben, wodurch schließlich der

Pir vollen Geltung gebracht werden. DieseKonferenz bietet * Europa die leiste Rettungsmöglichkeit. Ein ganz neuer Meist muß zur Herrschaft kommen. Dft Zeit des Auf- ( : legens unmöglicher Bedingnnoen an den Feind ist W vorüber. Deutschland muß als Schuldner behandelt wer­ft«, seine Verbindlichkeiten müssen festgesetzt werden, nicht ratsprcchens den rhetorischen Phantasien von Dema-

Um dft Quellen seiner Macht und seines industriellen o ,,. 1 gebens zu nehmen. Das zweite Ziel tvar, von Deutsch- Ärt land ungezählte Milliarden zu erlangen. ' J1 Deutschland sollte erst zerstört tnerbeu und dann bezahlen. 6S Uber nicht allein Deutschlatid sollte zermalmt werden.

ftreicht toerden. Der Oberste Rat hat schon z u lange gelebt. Diese Gruppe unverantwort­sicher Männer, die Europa dauernd in Flammen »eifarf keine Vertretung der europäischen Demokratie, ton jn Oberste Rat ist nichts weiter mehr als ein Organ, und ai bti die D Trete des Marschalls Fach anssührt, wobei «burchill die Katwnen, Lloyd George den künstlichen Rebel, Benot Lato die Dementis liefert. Der Oberste Rat ist tüte Beleidigung für England und eine Ge- kehr fürdie Welt. An seine Stelle muß ein Rat . r 0 V a s treten, ein Rat, worin Gleichberechtigte für r.J gemeinsame Rettung arbeiten. Die Tätigkeü dieses »v 01 »lit der des Völkerbundes verschmolzen werden.

Kur durch den Völkerbund kann der Friede bet Welt ftnchert werden. Wenn das erreicht wird, dann wird das «Leitern von Wilsons Politik in Paris später nur

>mp« fi strophe jk vermeiden. Munch» !tzibt es nur ein ...... ........

" '' - |ke Europa in seine jetzige Lage gebracht hat, muß u Atu ^vollständig in ihr Gegenteil verwandelt werben. Die itjejUH jDiktatur über Europa muß den Händen Fachs ent- 'zogen werden, und die Politik, die vor 18 Monaten * durch Paris hätte eingeleilet werden sollen, muß in Spaa

>emTis« ^aukt, und wenn das geborstene Mittelstück zusammen­bricht, wird der Ruin vollständig sein, und Frank-

- eine gei völlige Propaganda i lt|t treiben ,damit dieses KchleiilieM

6 51 Aelder gefährden. So haben denn lange vor Kriegsende M6eM) fee Staatsmänner des republikanischen Frankreichs mit " * Hisse von Lloyd George und Churchill mit englischem ------ Keld und englischen Waffen Krieg gegen das repu-

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