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|$w «nielgenpteh beträgt für bk Sgefp. Zetl« 75 Pf«, unb 10*1, «usichla«, ««tllche I « 8-»° SiL Jeher Rabatt gilt al, ^arrabatt.1 55 AgHft ®el Auskunft durch bte Geschäftsstelle unb Vermittlung der vngebat« 25 Pf,. San-! bergebuhr. - Bei Betragen unter 20 Mk. müssen wir bas Porto für bk Rechnung j 1A4A
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werd«» soll.
STds. Goll (Dem.): Es wird notwendig fein, das;
~ -"tt. öoi i ixxir.;; »viro nviinrnvig fein, gay 5? Regierung mehr als bisher die Fürsorge für die ^^betvshner angelegen sei» läßt. Die Zuwanderung
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bofr Recht wahren, hö k ver setze n. b, n ।
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scherseits angenommenen Sonderbesprechung zusammen. Dabei wurde über die Ziffern des Heeresmaterials Einverständnis erzielt.
^rung muß 'auf Abhilfsmaßnahmen bedacht sein. £ Wirtschaftsleben wäre es sehr nützlich, wenn wiede:
Ciijubni bringt infolge der Wohnungsnot und Ar- ?wsigkrit vieles Unerträgliche mit »ich. Die
Der deutsche Landbund
Mt folgenden Protest gegen die Selbstauslieferung Deutschlands an den Bolschewismus an die Reichsregierung gerichtet: Die vom Feindbunde geforderte Verringerung der Reichswehr und Auflösung der Sicherheitspolizei gibt Leben und Eigentum des deutschen Landvolkes der Vernichtung durch plündernde und mordende Horden preis. Mit der Verringerung des schon jetzt unzureichenden Schutzes der ordnungliebenven und 2vert^ schaffenden Landbevölkerung würde die Regierung de» letzten Damm selbst einreißen, der unser Wirtschaftsleben vor dem Untergang im Bolschewismus bewahrt. Das im Deutschen Landhund« vertretene Landvolk erwartet von der deutschen Regierung, daß sie den anmaßenden Forderungen des Feindbundes ein unwiderrufliches ..Nein" entgegensetzt.
Polen und dl« Hilf« der Westmacht».
wb. Span, 7. Juli. (Ein Mitglied der pol» nischen Abordnung gab einem Havas-Vertreter eint Erklärung ab, in der er heißt, bte Deutschen suchten die Verbündeten davon zu überzeugen, daß Deutsch» land nur dann eine Entschädigung zahlen könne» wenn es Oberschlesien behalte. Pole» werde aber bte oberschlesische polnische Bevölkerung niemals im Stich lasten. Polen verteidige nicht nur seine Grenze, sondern ganz Europa vor de« Bolschewismus. Die Marschälle Fach und Wilson hätten darüber beraten, auf welche Weise man Polen in militärischer Hinsicht helfen könne. Der polnische Delegierte schloß mit der Erklärung, daß demnächst eine Koalitionsregierung bte Geschicke Polens in die Hand nehmen werde.
Wie „Soir" meldet, beschäftigten sich Marschall Foch und Marschall Wilson lebhaft mit den kürzlichen militärischen Ereignissen von bet polnisch«! <5ront Das Blatt glaubt zu wissen, daß $olcn Ml
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Marburg
Donnerstag, 8. Juli
Abg. Heilmann (Soz.): Es könnte Ihnen (*a< rechtS) so passen, wenn wir auSeinandergingen, ob« bM Verfassung zu verabschieden. Den Gefallen tim wM Ihnen nicht. In der Zeit der Arbeitslosigkeit kann *eg nicht an dir Verlängerung der Arbeitszeit denken. Al 40 000 Ostjuden, die eingewandert sind, können «nfat Lebensmittelversorgung nicht gefährden. Es ist merftotw big, daß jetzt auch die Demokraten Partei gegen sie nehme», Die Unabhängigen scheinen nicht zu erkenne«, bat Ml ausländischen Machthaber uns noch stärker bedrücke« rfl die alten Machthaber im Innern. jj
Donnerstag 12 Uhr: Fortsetzung,' Mittellandkanal Schluß 6 Uhr,
Ak Kutschen kiitMWWHMlU.
WüiDWe KMsktmi in KttkeMlk. — MiMltze 6enietl**i«.
wb. Spaa, 7. Juli. Eine maßgebende französische Persönlichkeit erllärte einem Vertreter der Agentur Havas, es habe den Anschein, als ob auf der Konferenz in Spaa nur die großen Richtlinien zur Lösung der Probleme aufgestellt würden.
Wie die belgischen Blätter berichten, sind fast 300 ausländische Journalisten in Spaa anwesend," was eine vollkommene lleberlastung des Telegraphen- und Testphonverkehrs zur Folge ijabe.
wb. Paris, 7. Juli. Wic der Sonderberichterstatter des „Matin" aus Spaa meldet, hat der Chef der englischen Militärmission in Berlin, General M a c c o l m, gestern abend mit den Mitgliedern der deutschen AbordnuOg verhandelt. ।
Weitere Konserenzwitglieber. •
wb. Berlin, 7. Juli. Der preußische Minister des Innern S e v e r i n g, dem die Sicherheitspolizei untersteht, reiste heule Abend nach Spaa ab.
wb. Spaa, 7. Juli. Reichsjustizministec Dr. Heinze traf mit dem Reichs«nwalt Richter hier ein, um über das Reichsgerichtsverfahreu gegen die sogenannten Kriegsverbrecher boY der Konferenz Auskunft zu geben. Außerdem wird Geheimrat Schmied vom Reichsmiuisterium des Innern hier erwartet.
Jur Teilnahine an den Beratungen über die Koh- lenfrage, di? voraussichtlich alsbald begiirncu werden, sind von d.'r deutschen Regierung als Sachverständige folgendS Herren dringlich nach Spaa gebeten worden: Hugo S t i n »c s, Geheimrat H i l g e r, Geheimrat A r n h o l d, H u e und Rcichskohleukoulmissar und Generaldirektor Ä o n g e t e r.
General Lerond, der Vorsitzende der interalliierten Kommission tu Oberschlesien, tras gestern abend tm Automobil hier ein. Er wurde noch gestern abend von Millerand empfangen.
Keine Erörterung der Danziger Frage mit de«
*- Deutschen.
wb. Spaa, 7. Juli. Der Vorsitzende der Konferenz, Delacroix, erklärte, es beruhe auf einem Mißverständnis, daß die Tagesordnung fünf Punkte umfassen soll (Abrüstung, Wiedergutmachung, Kohlen- liefcrungen, Sanktionen und Danzig). Die Frage von Danzig falle nicht vor beh Deutschen zur Sprache kommen, sondern lediglich unter den Verbündeten besprochen werden.
Verhaftung von 3 Deutschen.
wb. Brüssel, 7. Juli. „Vingtieme Siede“ meldet, daß in Spaa von der belgischen Polizei 8 verdächtige Deutsche verhaftet wurden, die ohne irgendeine Ermächtigung und ein Papier nach Spaa gekommen waren.
Die deutsche« Berufssoldaten gegen die Heeres« Verminderung.
Der Reichswirtschaftsverband deutscher derzeitiger und ehemaliger Berufssoldaten richtete an £en Reichskanzler vor der Abreise nach Spaa ein Telegramm, in dem er schärfsten Protest gegen -bte Entwaffnuugsnoien der Verbündeten erhebt. Der R. d. B. fürchte eine sehr starke Vermehrung der ruheftörenden Elemente durch die Verhinderung der Reichswehr und Auflösung der Sicherheitspolizei.
wb. Spaa, 8. Juli. Di« dritte Sitzung der Konferenz fand gestern nachmittag um >/,4 Uhr statt. Reichsminister Dr. Simons schilderte zunächst di- Schwierigkeiten für Deutschland, die mit der Forde- rung auf sofortige Ablieferung des Heeresmaterials und gleichzeitig Herabsetzung der Truppenstärke verbunden seien, da wir, um das Material zu erlangen, im Notfälle Truppen einsetzen müßten, und auf eine ausreichende Sicherung unserer Produktion nur verzichten könnten, wenn die wirtschaftlichen Vereinbarungen in Spaa uns iirdustriell und flnanziell über die schwere Krisis diese» Gommers hinweghülfen. Trotzdem wollten wir den Wünsche« Lloyd Georges entsprechend bestimmte Daten und Zahlen über die Materialablieferung und Heeresverminderung erben. Wir hegten aber die Erwartung, daß die Verbünd ten bei den weiteren Verhandlungen Verständnis für unsere wirtschaftliche Lage bewiesen, daß sie uns bei Unterdrückung des Waffenschmuggels aus dem beschien in das unbesetzte Gebiet beiständen und daß sie insbesondere aus dem Abmarsch der Garnisonen aus der sogenannten neutralen Zone nicht bestünde«, da andernfalls dort Revolten, zum mindesten aber schwere Beunruhigung und Flucht der leitenden In- dustriekceise unvermeidlich seien.
Hierauf legte General v. Seeckt ausführlich den Plan wegen Ablieferung des restierenden Hceres- materials und der a l l m ä h l i ch e n Herabsetzung der Truppenstärke bat; Für die erstere gab er ein Jahr, für die letztere Fünfviertcljahr als Termin an. 'Er ging besonders auf die große Zahl der in Deutschland noch befindlichen Gewehre ein, von denen rechnungsmäßig noch beinahe 3 Millionen abzulieseru seien und fast 2 Millionen keine» nachweisbaren Verbleib hätten. Tie Verminderung der Reichswehr könne daher nur sehr allmählich erfolgen. Sie soll« bis zum 1. 10. 1930 auf 190 003, bis !. 1. 1921 auf 180 000, bis 1. 4. 1921 auf 100 000, bis 1. 7 1921 auf 130000, schiesst, bis 1. 10. 1921 auf 100000 Man» durchgeführt werden. Entsprechend würden die Jnfantericbrigadestäbe reguliert und gewisse Hilfs- truppen beschleunigt' ausgelöst werden. Für eine besondere Besprechung der militärischen Sachverständigen meldete er noch eine Reihe von Wünschen zur leichteren Verwaltung des Truppendienstes an, die w.der zahlenmäßig noch grundsätzlich beut Friedensvertrag widersprächen.
Lloyd George kritisierte die deutschen Vorschläge in längerer Rede.. Die eigenen Angaben des Generals zeigten, tote berechtigt die tiefe Besorgnis der verbündeten Regierungen vor dem gegenwäriigeu militärischen Zustand Deutschlands sei, da jetzt über die im Friedensvertrag zngelassene Zahl hinaus noch 3 Millionen Bewaffnete sich im Lande befänden. Das bebeutc eine ständige Bedrohung nicht nur der deutschen Regierung selbst, sonder» aller Nachbarstaaten mit bolschewistischen Angriffen. Er begreife nicht, wie die deutsche Regierung daran denken könne, solche Zustände auch nur 5 Wochen, geschweige denn fünf Vierteljahre bei sich zu dulden. Sie solle jetzt eine Probe ihrer Macht geben. Die geforderte Verlängerung der Fristen gche weit über das not wendige Maß h i n a u ». Im übrigen "schlug Lloyd George vor, daß die militärischen Sachverständige» >er beiden Parteien sich über die im einzelnen ab- weicheirden Ziffern betiessend das Heeresmaterial sowie über die Durchführung der Klauseln wegerr der Marine- urrd Luftflotte sofort verständigen sollten, und daß die Leiter dec verbürrdeten Abordrrungen mit hren militärischen Haupt fach verständigen die Vor- chläge der deutschen Regierung beraten sollte». Morgen um 12 Uhr würbe dann die « ndgn k tige A n t - wort aus dir Vorschläge erteilt werden.
Nach einigen Schlußworten des Ministers Simons, der für die Beralutigen der Verbi'mdeten Dislokationskarten für die Heeresstärke von 200 000 Mann und von 100000 Mann übergab, wurde die Sitzung um 6 Uhr 15 Min. geschlossen und die nächste Sitzung auf Donnerstag ntrtlag anberaumt.
Nach der Sitzung traten sofort die militärische» Sachverständigen zu der vorgeschlagencn »iü> der deut-
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen
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""Ser große und kleine Messen veranstaltet würden. ^Achtstundentag ist auf die Dauer nicht aufrechtzu- >2iren, weil er zur Verminderung der Erzeugung und -Verschlechterung führt. (Unruhe bei den U. S.)
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>. ' Sitzung vom 7. Juli.
! ■ Die Gesevenchtürse über die Durchführung der Staats- berfreßS über die Uebertragung der preußischen Staats- bahnen auf das Reich und die Bereitstellung von Staatsmitteln zur Urbarmachung voll staatlichen M o o - , re« werden an den Hauptairsschuß überwiesen.
H In flpeikr und dritter Beratung toerden die Gesetzent- Pürfr betreffend die Bereitstellung neuer Staatsmittel ftr den Ausbau von Wasser kästen des Reiches imb der unteren Weser und der Gesetzentwurf wegen Ab- blderung des Gesetzentwurfes über bas Pfandleihgewerbe ftkrhShnug der zulässigen Zinssätze auf 3 bczw. 2Pfg) angenommen.
i Daraus setzt das Haus die
f 1. Beratung des Staatshaushalts
etnb.
richt u. em RW LS. 271 b. B!
sechsmal wöchentlich. - «eMg.prei, monatlich Cf Ihfi H Btt, bardi bte Poft 4 2Ö ML — Für auofali'nbe Nummern infolge Streits ober W* W® elementarer Ereignisse kl* Ersatz. — Verlag von Dr. C. Hitzeroih. — Druck bet | Unw.-Buchbruckerei von Joh. Ittj. Koch, Markt 21'23. — Fernsprecher 55
I Schikane » der Polen
sollte die Regierung bei der Reichsleitnug energisch vorstellig werden. Die traurige Finanzlage muß uns su, tzrößtcr Sparsamkeit anhaltcn. Sehr bedenklich ist der Paragraph 4 des Etatgesetzes, der den Fiuanzminister krmächtigt, nur linabiveisbar durch den Krieg oder den Kriedensvrctrag hervorgerufene Bedürfnisse garantiert zu Lasten des Staates zu übernehmen.
- Ministerpräsident Braun: Im Hinblick auf die Ver- iaichluugeu in Spaa will ich auf allgemeine politische Erörteruilgea hier verzichten. Nur bezüglich der Vec- kkhröstoruilgcn im polnischen Korridor muß ich bemerken, dich vic Polen den Abstimmungsberechtigten alle nur mög- finjcL Schikanen und Hindernisse bereiten. Wir cr- ,lvar!ci:, haß die Ostpreußen zur Verteidigung des Dcutsch- imb ihrer masurische» Heimat bei der Abstimmung :die direkte Antwort auf dieses Verhalten der Polen fcben werden. (Beifall. ) Erfreulich ist das Anerkenntnis des derrn von der Osten, daß.man die Arbeiter von ,f»k!ü!er und wirtschaftlicher Seite ans heute ganz anders khandeüt müsse als früher. Diese Auffassung scheint aber .™ Pommer» noch nicht durchgedrungen zu sein. Ich ! holst, bi: Parteitm doch noch zu Verhandlungen zu- stnuucrizubriuge»." Der 1. Mar ist nicht im Verwal- brngÄvege zum Feiertag erklärt worden, sondern es ist sÄiglich den Beamten und Arberteni, die an diesem beurlaubt sein wollten, der Urlaub erteilt worden.
stsinAye rechts.) . ,
L Minister des Innern Severing: Der Appell der «iütsche:: Bolkspartei an die Regierung, die Lebensmittel H verbilligen, sollt? an ihren Fraktionskollegen, den Michswirrschastsminister, gerichtet werden, der dafür zu- s^udill ist. Die LandeSvcrsamvlluu» hat die eigentliche «nwümisade, die Schaffung der Verfassung, noch zu er- Allrn. Von den Ostpreußen hoffe ich, daß sie sich als Elnä Patrioten erweisen werden. I« der Ost- ^ivdeukrage können »vir keine Mittel anwenden, die MS mst otm Friesensvertrig in Konflikt bringen. Die rjjtfeu Heranziehung der Anken für Bertvaltungsämter l? läe notwendige Folge der Unterlasfuugen von früher.
hoffe, das Vertrauen des Hauses zu finden, daS be- 55? an bk stelle der alten Beamtenwillkür die jWemokratie zu setzen. Solange von den Arbeitern Mch Waffen verborgen gehalt en tonben, kön-
«vir die Sicherheitopotizei nicht einfach mit Gummst ttüvveku ausstatteu. Auf die Mithilfe der Getverk- Paften und Angestelltenverbände hsrben wir bei der ■ Mzanuation der Sickerheitsvolirei gern zurückgreifen. .
stader Einfluß aus die Polizei muß da sein, wenn die , *'wintno aiisrechterhalten bleiben soll.
-Abg. Dr. v. Richter (D. Volksp.): In Spaa han- belt es sich um Sein oder Nichtsein des Vaterlandes. Ich lege dahtt Verwahrung er.- gegen die Art, wir der Nbg. Leid »ns gestern der Entenw den ntt$tett hat, haß wir den Friedensvertrag nicht erfüllten. (Sehr richtig.' Venvahrung muß ich auch einlegen,- daß Herr Leid in Bezug auf den
Mar 6u rgerStudentenprozeß hier Leute, die von den ordentlichen Gerichten fretge- hnochen worden sind, als Mörderbande bezAcknete. (Sehr richü'gI Angesichts des AuskalleS ter Reichstagswahlen Ist es klar, daß auch die preußische Volksvertretung im Falle von Neuwahlen ein ganz anderes Mld zeigen totrb als dieses .Haus. Wir erwarten von der Regierung, daß sie die Londcsvcrsammlung nur noch zur Er- lrdtginrg der alkcrnotwcndigstcn Aufgaben herauzieht uni) bann sofort die Neuwahlen ausschreibt. Die Aufforderung des Finanzministers, sich zur Demokratie und Rexubli* zu bekennen, widerspricht unserer Nns- fatfuiiß des von der Reichsversasstttig verbrieften Rechtes ‘btt Veamtrn auf politische Meinungssreiheit. (Sehr ■ richtig rechts ) Ich erwarte von wem Mtnisterpräsiden- i kn nock eine bestimmte Ansklärnng, wie er sich zu dieser Beriefe uns der Reichs-Verfassung stellt. Gegen die unerhörten
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5er »eWe ZiInmeM-.
Nach zuverlässigen neueren Nachrichten ist Pole» vnter dem Druck der Niederlagen, die el an M russischen Front erlitten hat, militärisch vollkomm«« zusammengebrochen. Die Erfolge der Rote« Armee sind sowohl in der Ukraine wie am Nordflüg«! für die Polen vernichtend, so daß die polnische Sgett* leitung es hkute selbst nicht mehr für tnöglich hältz, den fluchtartigen Rückzug deS polnischen Heere- i» der anfangs in Aussicht genommenen VerteidigungS- linic Kowno—Grodno—Brest-Litowsk zum Stehen yt bringen. Die Sage Polens ist auch im Innern auße» ordentlich ernst. Es bestehen große LebenSmittelschwi»«, rigkeiten, und altes leidet aufs Schwerste darunter daß man in der harten Bedrängnis durch die Russe« auch den letzten Mann an die Front geworfen hat, Verkehrsstockungen sind an der Tagesordnung. Infolgedessen ist der Nachschub an die Front außerordentlich schwierig. Im Grunde genommen ist t» nur noch eint Frage der Marschbewegung, pb diese Rot» Armee in der nächsten Zeit in Warschau unb Lemberg sein wird.
ES ist anzunehmen, daß die in Spaa versammelten Staatsmänner der Westmächte von dem Ernst der Sagt in Polen unterrichtet sind. Der Führer der ftmfr zösischen Militärkommission in Pole» hat zuerst optimistische Berichte geschickt. Zudem war Millerantz von der Vorzüglichkeit deS KriegSplanS, den Foch selbst ansgearbeitct hat, zunächst so überzeugt, daß er den schlimmen Nachrichten keinen Glaube» schenke« wollte. Inzwischen haben aber die sranzösischen Nach- richtenagenten für die Erkenntnis der vollen Wahrheit gesorgt. Man ivird deshalb iu der Annahme nicht fehlgeheu, daß der inilitärische Zusammenbruch Polens und die daraus erwachsenden Gefahren ihr«! Einfluß auf die Verhandlungen in Spaa nicht vev« fehlen werben. ES wird auch dem Verblendelsten Staats mann der Verbündeten klar sein, daß der Zusammenbruch Polen unübersehbares Unglück nach sich zichal muß, wen» die Westmächte scht den Versuch mache« sollten, Deutschland zu lähmen, anstatt ihm seine volle Widerstandskraft zurückzugeben. Vielleicht ist nie ei« Augenblick so entscheidend für die Rettung der enw- päischen Kultur gewesen, wie e- der gegenwärtige isk.
Der Vormarsch der Roten Armer bis zur deutsche« Grenze ist nach dem Zusammenbruch Polen- keine-- Wegs ein Schreckgespenst, sondern kann bald genug schlimmste Wirklichkeit sein. E- ist bekannt, daß die kominunistischen Elemente in Deutschland selbß nur auf diese» Augenblick warten, um dem Bolschewismus die Hand zu reiche». Russische Agent«« haben nach verläßlichen Nachrichten ihre deutsch«« Gesinnungsgenossen auSdrülllich ausgesordert, ihr« ganze Straft bis zu dieser günstigen Gelegenheit auszusparen. Sachkundige militärische Kreise in Deutschland beurteilen di« Lage infolgedessen al- sehr ernst. Sollten in diesem Augenblick dir Verbündeten Deutsch- land zur Verminderung seine- an sich schon schwache« Heeres zwingen, sollte« sie im- durch, wirtschaftlich» ZwangsbediiiguNge» di« Kraft lähmen, so würden sl« dein bolschewistischen Brandstifter damit die Fackel reichen, mit Mr ganz Europa in Flamme» gesetzt
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Abg K l i n g c nt a n n Deutschuatl.): Es ist dir Haupt« schnäche des Parlamentarismus, daß bte Beamten von oft kurzfristigen Mehrheit en abhängig tver- ben. Völkerversöhnung zu predigen, bat keinen Zweck, so lange unsere Fe::tde nichts von Versöhnung wissen wollen. Unserer Jugend muß die alte Waffenfreudigkeiterhalten bleiben. Ich hoffe, dqst Pflichttreue, Zucht nnb Gehorsam auch im neuen Preußen zur Geltung ksmaren werden, iBcifall rechts.) ------- -
'n meinem Mimsurium handelte es sich nicht um politische Gründe. DaS war früher der Fall.. Der Paragraph 4 des Etatgesetzes ist notlvenbiz, damit die Regierung während der Vrttagung der LandeSversammlung helfend eiugreifeu kauu. Dem Wunsche nach einem Programm der Ersparnis will ich gern soweit als möglich ent« brechen. Meine Versuche, auch den preußischen LandrS- beamtcn V-satzu>tg?jvlagen zir gewähren, noch keinen Eyolg gehabt, » ... ..«uv. .
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