Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) OLerhessen
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Aögltch sei, diese Zone
überreicht wurden.
26t Juni. In den frühen
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W00Ü Mann müsse man grosse Teile deutschen Ee- tiels ohne Schutz lassen. Auch die Entlassung von gOOO oder 100 000 Soldaten bedeute eine Erfahr, da Ht Enilasseaen meistens zu extremen Parteien über-
Hört auf mich. Bleibt bei
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zum 10. Juli zu somit mit den drei deutschen Geschafts-
Oberschlefieu.
Reinschdorf bei abend, rote die
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Mitglieder
müßte, reichen Beifall.
Wiesbaden, 26. Juni. Der Pvkizeidirektor bekannt, daß künftig eine scharfe Kontrolle Marktverkehrs stattfirwen und gegen Wucherpreise
ständig ausgeranbt wurde, die Ruhe wieder Herstellen. Haftungen vorgenommen.
wb. B r e m e rh a v e n,
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Ne$ jene Berliner Kreise zu sagen haben nach den neuen orstaad. Wmdieuschen Erklärungen.
Morgenstundeu begmnie» raf- den Märkten der drei vulcrweserstädtc Bremerhaven, Geestemünde und Lehe LeüenSmitteltumulte. Die Menge bemächtigte sich der Verkaufsstellen. ES bildete sich bann’ eine Gruppe von Frauen und Arbeitern, welche die Lebensmittelgeschäfte in den Hauptstraßen stürmten. Die Erregung steigerte sich durch die Hetzereien mindertoertiger Ele- mente, wodurch die Lage in den großen Warenhäusern aufs äußerste gefährdet war. Die Unruhen hielten am Mittag noch an.
wb. Magdeburg, 26. Juni. Am hiesigen Wochen- m irkt kam es heute morgen infolge der hohen Lebens- mittelpreise zu Ausschreitungen, die schließlich in Tätlichkeiten ausarteten. Berittene Polizei säuberte den Platz u-ch die angrenzenden Straßen und stellte die Ruhe wieder her.
Frankfurt 0.9)1, 26. Juni. In der lebhaft verlaufenen Hauptfraurnversammlung gegen die Teuerung im Obsthandel fand der Vorschlag einer Rednerin, einen organisierten Käuferstreik in die Wege zu leiten, der sich auch auf die N a ch b a r st ä d t e erstrecken
dernde Verkäufer unnachsichtlich, auch durch Beschlagnahm«, eingeschritten werde. Auch der Ladenhandel werde überwacht. — Auf Grund von Warnungen von Ber- brauchergruppen, di« Sclbstverkauf androhten, wurde» die Obstpreise wesentlich herabgesetzt.
InHöch st wurden die Händler auf dem Wochenmarkt gezwungen, nach durch Verbraucher festgesetzten Preisen zu verkaufen. So mußten verkauft werden: Kohlrabi Stück 20 Psg., Kopfsalat 20 Psg., Blumenkohl «SO Pfg. (statt 4,50 Mk.), Erbsen 60 Pfg., Kirschen 1 Mark.
wb. Main», 27. Juni. Die Bewegung zur Erzwingung des Preisabbaus wurde auch gestern fortgesetzt: sie dehnte sich auch aus andere Waren als Obst aus. Schuhgeschäfte wurden gezwungen, di« Schubwarrn ohne Unterschied der Qualität zu 50 Mark für Damenschuhc und 70—75 Mark für Herrenschuhe abzugeben. Diese Zwangsverkäuse gingen unter Kontrolle von Polizei beamten vor sich.
tob. Stuttgart, 26. Juni. In Heidenheim, wo seit der Teuerungsknndgebung am Dienstag u n g e s e tz - lich« Zustände herrschten, rückten heute Abteilungen der Polizeiwehr und der Verkehrswehr in die Stadt ein. Di« HaupträdelSftthrer des Aktionsausschusses, die von der Arbeiterschaft ,ur Kontrolle der amtlichen Stellen eingesetzt worden Ware», wurden verhaftet, lieber
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Die Bratversorgung gefährdet?
kg. Berlin, 27. Juni. Rach hier einlaufend«» Meldungen aus dem Reiche ist die Brotoersorgung gefährdet. Die Stadt Harburg gibt bekannt, dass di« Reichsgetreidestelle ihr mitteilte, dass sie kein Mehl für die nächste Woche ausgeben könne. Auch aus dem westfälischen Industriegebiet werden gleiche Schwierigkeiten in der Brotversorgung gemeldet.
gionär durch einen Bajonettstich verwundet. Am nächsten Tag« ritz di« Menge die Tafel vom Hotel „Jglauer Hof" herab und bracht« an deren Stelle eine ungefähr zwei Meter breite Holztafel an, die in Nationalfarben die tschechische Aufschrift trägt: „Ihr werdet uns kennen lernen". Es ist ganz sicher, dass diese Tafel bereits vorbereitet war, ebenso wie es fest- steht, dass die Legionäre bereits vorher planmätzig in der Stadt verteilt waren.
den, daß Ihr von uns gehen wollt, denn ich meine es treu mit Euch, uns'"
Blutiger Ueberfall auf Deutsche in
roh. Rattowitz, 27. Juni. In Kofel (Oberschlesien) überfiel gestern
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Marburg
Montag, 28. Iuni
Der Anzeigenpreis beträgt fit bk 8a«sp. Zeile 75 Bf«, web 10•(, «ufschlaa «örtlich,! KK YaIm und auswärtige 1.— JRL, Reklamezeil« 3.00 «t Jeder ÄebetT gilt el»B«tnä«tt. | 3d. vutzlU« Bei Auskunft durch bt« Teschäftsstrlle und Vennittlung bet »«gebot« S Bte. 6»x» I . «aqä dergebühr. — Postscheckkonto: Re. 5015 Amt Frankfurt «.Mai«. I 1-L»
„Oberschl. Morgenztg." meldet, eine bewaffnete polnische Bande von 20 Mann die dortige Eründungsver- sammlung des Orisvereins heimatstreuer Oberfchle- si«r. Ein Einwohner, der zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden war, wurde durch einen Revolverschutz sofort getötet, ein weiterer Einwohner, der zum Beisitzer gewählt worden war, wurde schwer verletzt, sodass an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Drei wettere Personen wurden ebenfalls schwer verletzt. Aus verschiedenen Anzeichen geht klar hervor, dass der Ueberfall regelrecht organisiert war.
Treukundgebung m Ostpreussen.
wb. Königsberg, 27. Juni. Die Bürgerschaft und die akademische Jugend vereinigten sich gestern zu einer von hohem vaterländischem Geiste getragenen Kundgebung, um gemeinsam ein machtvolles Bekennt- nis zur Einigkeit in deutscher Treue und deutschem Empfinden abzulegen, um den deutschen Volksgenossen in den ost- und westpreussischen Abstimmungsgebieten in schwerem Kampf am 11. Juli die Bruderhano zu reichen. Der Lehrkörper der Universität, alle Behörden und alle Kreise der Bürgerschaft waren vertreten. Auch aus dem Reiche waren zahlreich« zustimmenden Kundgebungen eingelaufen, s» von Hindenburg.
Die «Mit MOttm Simin.
tob. Danzig, 26. Juni. Dem Ausschuss für Auswärtiges wurde von bet verfassunggebenden Versammlung der polnische Entwurf für den Vertrag, der die gegen- feitigcn Beziehungen zwischen der polnischen Republik und der freien Stadt Danzig regeln soll^ übergeben. Nach Artikel 1 liegt die Führung der auswärtigen Angelegen- beiten der freien Stadt Danzig und die diplomatische und konsularische Vertretung sowie der Schutz ihrer Staatsangehörigen in fremden Ländern der polnischen Regierung ob Artikel3 lautet, dass Handelsschisse der freien Stadt Danzig die Klager her p o, 1 Nische n Handelsmarine führen sollen. Nach Artikel 20 ist Danzig verpflichtet, überall da neue poln ifche- Volksschulen zu gründen, wo mindestens 40 Kinder vorhanden sind, deren Eltern wünschen, sie in polnischer Sprache unterrichten zu lassen. Nach Artikel 29 gehören Gerichtssachen, die der Zusrärchigkeit deS Reichsgerichts in Leipzig unterliegen ,von nun ab vor die Zuständigkeit deS Obersten Gerichtshofes der polnischen Republik. Artikel 30 lautet: Polen hat das Recht auf dem Gebiet Danzigs alle notwendigen Massnahmen, bezüglich des Militär- und Marinewesens zu treffen, um sein Landgebiet und di« Zugänge zum Meere wie auch daS Gebiet der freien Stadt Danzig zu verteidigen. Zu diesem Zweck bat Polen das Recht, auf besagtem Gebiete Militär und Seestreilkräste zu unterhalten, Befestigungswerke zü beschlagnahmen, und di« militärische Aussicht auszuüben. Nach Artikel 39 werden di« polnisches, Behörden mit der Verwaltung und Aufsicht des Dan- $igoT Has en surft allen Zugangswegen, Wasserstrassen. Docks usw. beauftragt. Nach Artikel 62 werden die Abgaben und Gebühren, im allgemeinen alle indirekten Steuern im Gebiete Danzigs nach denselben Grundsätzen und benfrlbtn Taxen festgesetzt, verwaltet und erhoben wie im Gebiet deS polnischen Staates. Falls die polnische Regierung für irgendeine Ware das Staatsmonopol errichten würde, würde das gleiche Monopol auf dieselbe Art Ware zur selben Zeit im Gebiet der freien Stadt Danzig errichtet, Rach Artikel 53 ist das Geld Danzigs polnisches Geld.
rihuucn. Diese Note kreuzte Roten, die am Donnerstag fmger
ttnia“ ein authentischer Bericht über die dortigen Zu- lmmenstötze vor. Danach weisen viele Einzelheiten *°touf hin, dass es sich um einen geplanten, wohl •o«bereiteten Ueberfall auf die heimkehren- deutschen Festgäste durch Legionäre handelt. Schon *i der Feier selbst waren zahlreiche Legionäre an- tofenb, ebenso wie sie inmitten der durch die Stadt ^sinkehrenden Deutschen marschierten und des öfteren Stockungen im Zuge hervorriefcn. Bevor noch ein Huss gefallen war, wurde ein Schüler von einem Le-
Tschecho-Slowakei.
Der Ueberfall aus die Deutschen in Jglan. roh. Prag, 26. Juni. Aus Jglau liegt der
Neue bolschewistische Offensive.
Polnisch« Rieberlage.
Haag, 27. Juni. Der amtliche Moskauer Bericht vom 26. Juni besagt, daß infolge des Eindringen- der russischen Kavatlerft in oie polnische Frvntlinie folgendes Ergebnis erzielt wurde: Die zweite polnisch« Armee ist außer Gefecht gesetzt, hie dritte polnssche Arm« in der Gegend von Polock hat an ihrer rechten Flanke die Stütze abgeschnitten worden, die sechste Armee in der Gegend von Polock hat an ihrer Rechten Flanke die Stütze verloren und ihren Rückzug begonnen. Ausgehend von dem Eindringen in die polnische Front hat die russisch« Offensive auf der ganzen Frontliuie begonnen. Die dritte polnische Arm« hat auf di« Gefahr hin, ganz in unsere Hände zu fallen, Depots und Lager vernichtet. Ihr Rückzug hat sich in eine Flucht verwandelt. Ein Teil der Arm« befindet sich in unseren Händen, ein Teil hat sich in Feldern und Wäldern versteckt. Dem Rest gelang es, sich einen Weg zu bahnen. Jedenfalls existiert tit dritte polnische Armee nicht mehr. Die ganze Gegend von Juto ist von brennenden Automobilen unb Krieg-- naterial ungefüllt. Mr haben 70 Geschütze, 260 Ma- chinengewehr« und ungezählle Gewehre und Munition erbeutet. Die Rote Arm« marschiert auf der ganzen Front vorwärts.
Erfolgreich« Offensiv« General Wrangels.
n>K Konstantinopel, 28. Juni. Dl« Offen, ine des Generals Wrang«! gegen die bolschewistisch« Truppen in der Krim macht rasche Fortschritte. Di« Truppen de, General, haben 1000 Gefangene gemacht, 48 Kanonen, 250 Maschinengewehre, 6 Panzerzüge tuU 9 Panzerauto,, grosse Getieidemenge und zahlreiche« Kriegsmaterial erbeutet.
Aus den Abstimmungsgebieten.
Hindenburg an die Oberschlesier.
Beuihen, 26. Juni. Eeneralfeldmarschall von Hindenburg erlässt, der „Oberschl. LandesOg." zufo!gr„ folgenden Ausruf an die Oberschlefier:
„Oberschlesier! In schweren Schlachten habe ich Erich einst vor dem feindlichen Einbruch bewahrt. Eure Söhne, Brüder und Väter haben damals als brave Soldaten treu zu mir gestanden. Gegenseitiges Vertrauen hat uns fest verbunden. Darum glaube ich das Recht und die Pflicht zu haben, Euch in dieser über Euer Schicksal entscheidenden Stunde folgendes zuzu- rufen: Wollt Ihr Euch wirklich von Preussen und Deutschland lossagen? Wollt Ihr wirklich Verrat üben an dem Land, dem Ihr Eure ganze friedliche Entwicklung verdankt? Wisst Ihr denn nicht, dass Ihr dadurch ins Elend gestürzt werdet, dass Eure blühende Industrie vernichtet.wird, dass Ihr der Arbeitslosigkeit und dem Hunger verfallt, und bald, wie schon so viele jenseits der Grenze gezwungen sein werdet, in auer Welt Frondienste zu leisten? Wisst Ihr denn nicht, dass Euch in dem unruhigen Polen neue Kämpfe bevor- stehei: werden? Oberschlefier! Ich kann es nicht glau-
Die rote Armee.
Vom Reichswehrministerium wird mitgeteilt, dckß die militärischen Stellen die kommunistische Bewegung und die damit verbundene Bildung linksradtkaler Kampforganisationen mit großem Ernste verfolgt. G» ist festgestellt worden, dass an verschiedenen Plätzen de, Reiches Hebungen grösserer und kleinerer Sb» Teilungen mit Gewehren und Maschinengewehren oder auch ohne Waffen stattgefunden haben und noch (m«et 'stattfinden, so auf dem Tempelhofer Feld, bei Leipzig und Chemnitz.
Nach einer Zusammenstellung im „Berk. Lokalanz." verfügt die Rote Armee trotz der „Erttwaffnungsaktion" über 10 870 Maschinengewehre, 290 Flammenwerfer, <00 Minenwerfer und 420 Geschütze, von Gewehren ganz abgesehen. Die Brennpunfte der kommunistischen Vorbereitungen bleiben Mftteldeutschland unb bei Ruhr gebiet. Allein zwischen Hettstedt und EiSletzen seien 9000 Gewehre, 200 schwer« M.-G. ermittelt. Bon der Fertigstellung der Roten Armee hängt allein bte Lev» w-rtlichung des Zieles der Kommunisten ab: Die Errichtung der Räterepublik.
di« Stadt wurde der Ausnahmezustand verhängt. Ferner tourbe die Auslieferung der nach Auftgsung der Gnwohnerwehren an einen Teil der Arbeiterschaft verteilten Waffen bis 12 Uhr mittag- verlangt. Die Arbeiterschaft streikt feit Mittwoch.
Schnell« Justiz
Wie der „Voss. Ztg." au, Köln gemeldet wird, griff dort in Verfolg öffentlicher Warnungen gegen de« Obstwucher auf Veranlassung der Kölner Staatsan. waltschaft die Polizei gegen die zu hohen Obst-Preise ein. Hebet 100 Zentner Kirschen, die zu 4 bt, 5 bas Pfund verkauft werden sollten, wurden beschlag» nahmt, über 20 Verkäufer dem Kölner Wucher,«- geeicht vorgeführt, da, die Verkäufer zu Gesänge n isst rasen von 8 Tagen bis 8 Wochen und Geldbussen von 500—7000 <M sowie V^öffentlichung de, Urteils in 5 Zeitungen, teilweise auch zu Entziehung bei Handelserlaubnis verurteilte. Es wurde ferner eine Vereinbarung zwischen den einzelnen Städten im besetzten Gebiete beschlossen, damit in allen Orten die gleichen scharfen Massnahmen wie in Köln getroffen werben.
Hawsfdchunge« bei Kommunistenführern.
kg. Barlin, 26. Juni. Bei kommunistifck<. Führern in Berlin unb im Reiche haben Haussuchungen stattgefunden. E, wurden Ausruf« unb Druckschriften beschlagnahmt, die in Verbindung mit den zur Zeit über das ganz« Reich gehenden Lebensmittelunruhen stehen.
Anfrage im Reichens.
Die Reichstagsabgeordneten der Deutschen Dolks- Partei Beythien, Findeisen, Dr. Hugo und Havemann richteten über die Ausschreitungen eine Anftage an vi« Reichsregierung, was die Reichsregierung zu tun gedenkt, um die Wiederholung solcher Vorkommnisse $» verhindern und ob sie bereit fei, die bett. Geschäftsinhaber angemessen zu entschädigen.
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Ne SrieitiismiigliSleitta 1919.
Wichtige Erklärungen Serbiens.
ber französischen Kammerkommission für
Mrtige-J Tafte Ta rd ieu bereits daraus hingewieseu, dass vlsangs 1919 Geneigtheit bei allen Verbün - dtien. äusser Frännkreich, bestand, Deutschland den fritbai zu den von ihm ausgestellten Bedingungen zu heben. Diese Bedingungen waren:
Sosertiqe Zulassung Deutschlands zum Völkerbund, t« i v. e interalliierte Besetzung der Rhein- lvü>e .höchstens eine französische Besetzung für 18 Monate. Hwnkreich soll alle SiaaiZgüter im Elsass bezahlen, Kohlengruben im Laargebiet sollen nicht Eigentum Frank- tkichz werden, die Bevölkcruu« deS Saarreviers soll keinem besoideren Regime unterstellt werden. Deutsche Itiifc s»i! nur 40 Prozent der entstandenen Kriegs- fch ä b e n bezahlen, nach 30 Jahren frei von allen Lasten berechtigt sein, die Hälfte der Entschädigungssumme h Papier zu bezahlen. Oesterreich soll die Freiheit haben, M mit Tentschland zu vereinigen. .
Diese Fcftsteltnng wurde in der Kammer durch Tar- öieu dahin erweitert, baß diese Bedingungen Deutschland -»« Enxland, Italien und Amerika bereits zu gesagt hären. Es ist also danach anzunehmen. baß sie gegen den widerstand Frankreichs auch durchzusetzcn gewesen wären, Nenn die Regierung Erzberger-Bauer den Cl^menceau- Btiebfn nicht unterzeichnet hätte, ohne vorher alle Möglichkeiten zur Abwehr diese? Friedens erschöpft zu Mein Bisher freilich wurde in Berlin erllärt, die Möglichkeit einen solchen Frieden zu erreichen, wie oben -dgrg-brn. bade nicht vorgelegen. Es bleibt abzuwarten,
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Hall«, 26. Juni. In einer von Oberpräsident Hörsing einberufenen Versammlung von Landräteu, Vertretern von Reichsstellen unb Erzeuger- sowie Verbraucherorganisationen wurde beschlossen, der Reichskartoffelstelle vorzuschlagcn, den Erzeugerhöchstpreis für Frühkartoffeln auf 35 Mark festzusehen und die Zwaugsbewirtschastung der He^sikartof- feln aufzugebrn. Der Milchpreis soll von IMk. auf 1,50 Mark heransgesetzt werden. Ferner wurde be- fchlofsen, dos Reich zur Aufhebung der Fleifch- zwanaswirtschaft anfzufordem.
München, 26. Juni. Die „Freie Bauernschaft" der bayerischen Pfalz faßte den Beschluß, die Zwangswirtschaft für Schlachtfleisch als aufgehoben zu betrachten.
wb. München, 26 .Juni. Der Ministerpräsident empfing gestern in Anwesenheit des Landwirtschaftsmini- sters und des Ministers für soziale Fürsorge die Vertreter der christlichen uni) freien Gewerkschaften, die Klagen über die Lebensmittclteuerunq und die drohende weitere Verteuerung der notwendige». Bedarssgegenstände vor»- brachten. Den Vertretern wurde mitgeteilt, daß die Regierung alleS'daran setze-, sobald a8 möglich einen Abbau 6>et Pre ise herbeizuftihren. Vor allem tverde die Regierung bei den Verhandlungen über die Neufestsetzung der Getreidepreise darauf bedacht sein, dckß der Brotpreis unter keinen U in st an den erhöht wird.
Weitere Ausschreitungen.
Die gewaltsamen Selbsthilfemaßnahmen gegen die hohen Verkaufspreise mehren sich. Sie arten vielfach zu Gewalttätigkeiten und Plünderungen aus, die mit Entrüstung und Unwillen über zu hohe Preise nickt mehr begründet werden können und von radikalen Kreisen für ihre Zwecke ausgenützt werden. In der Presse werden die Vorgänge (vielleicht nicht mit Unrecht) als Auftakt zu geplanten Umsturzversuchen bezeichnet. Es liegen folgende Meldungen vor:
Berkin, 26. Juni. Wie der „Lokalen;aus Hamburg meloet. ist es dort zu Lebensmittelunruhen gekommen. In verschiedenen Stadtteilen wurden die Lebensmittelgeschäfte von der Menge gezwungen, die Waren zu billigen Preisen abzugeben. Aus dein Großen Hen- rnarkt ereignete sich ein.Zusammenstoss zwischen der Sickerheitswehr und der Volksmenge, wobei die Wehr mehrere Schreckschüsse abgaü.
Infolge der Lebensmittelkrawalle wurde der Ausnahmezustand über .Hamburg verhängt. Bei den Unruhen, die zwisck.'u dem Mob und der Sicherheftswehr zu Schiessereien geftihrt hatten, gab es 2 Tote, 80 Verwundete uud 4 Verhaftete.
In Altona, wo ein Schuhwarengefchäft fast voll-
Dit GiMmini DrollWs.
Dee Reichsmehrminister über dir Gefahr der Set» J Minderung der Reichswehr.
ij wb. Paris, 27. Juni. Reichswehrminister Gess -
tzcheu. Wenn ein Heer nicht fähig sei, die Ordnung Mftbcht zu erhalten, sei die Zusammenarbeit zwUchen tzrankroich und Deutschland aus dem Gebiete des Me- Herauftaus illusorisch. Reichswehrminister Gehler be« ftate nach, dass nicht nur Lloyd George unb Churchill, smdern auch kompetente Franzosen bte Anstrengungen «erkannt hätten, die Deutschland macht, um zu einer Entwaffnung zu gelangen. Er habe die Ueberzeugung, Hess nach gewissenhaster Prüfung der Lage Deutschland Mi mehr eines schlechten Willens beschuldigt werde, tie Forderung der Auflösung der Sicherhcitspoltzel.
r! kg. Berlin, 26. Juni. Im preussischen Ministe- tdmi de? Innern haben Besprechungen begonnen Über Nie cn den Westmächten geforderte Auflösung »er Dcherhcftspolizei. Die Forderung wurde In ihrer Seim n's nn durchführbar bezeichnet, foroelt fcenficn in Betracht kommt. In Preussen sind die Micherheiismannschasten mit z. T. langjährigen Kün- Wgrug-ffriften angeroortzen rovrderr. — Ferner Haven ^fciaminlmigen der Sicherheitspolizei stattgefunden, M sich gegen die Auflösungsnote erklärten unb eine jene infame Gegenaktion ber Mannschaften der Merheiispolizci Deutschlands ankündigte.
Vie Unmöglichkeit ber Räumung ber neutralen Zone.
Paris, 26. Juni. Der deutsche Geschäftsträger Bi. MaiM überreichte dem Sekretariat ber Fricbens- twiseren; gestern eine Note ber brutschen Regierung, tn ter eine Verlängerung der Frist verlangt wird, »le Deutschlaud zur Räumung der neutralen Zone gewührt Wirde. E? wirb darin erklärt, bah cs Deutschlanb u n -
|«t erklärte bem Vertreter bes „Statin“, Sauerroeln, deutsche Volk könne sich nicht wieder erholen unb Wne Verpflichtungen crsüllen, wenn es nicht den (eieren Frieden sicherstellen könne. Deshalb sei es un- ifcbingt notwendig, ein Heer von 200000 Mann zu
S(erhalten. Die Erfahrungen ber letzten 18 Monate tten den Beweis geliefert, bah 100 000 Mann nicht Iflitlgcn. Zur Beilegung ber Unruhen im März 1919 Pen 45 000 Mann notwenbig gewesen, zur Niever- Wrfung der Sowjets in München im April 1919 53 000
Die »ObklheMIÄ« Zeitung" eilcheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich »4 1*1 4 Mk., durch die Post 4.20 Mk. — Für ausfallende Nummern infolge Streik» oder . Ml elementarer Ereignisse kein Ersatz. — «erlag von Dr. E. Hitzeroih. — Druck der Unio.-Luchdruckeni von Äoh. Aug.-Koch, Markt 21'23. —Fernsprecher 55.
Wann, zur Bekämpfung ber Unruhen in Hamburg im Rjeli 1919 19 000 Mann, unb im letzten Frühjahr icten Im Ruhrgebiet 40 000 Mann tätig gewesen. Mit
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